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Inbtan Institute, ^rforb. 



THE MALAN LIBEARY 

PRESENTED , 

BY THE REV. S. C MALAN, D.D., 

y/C^fi OF BROADWINDSOR, 
January* 1885. 



■■» *<"« ■*/■■! 



in 'b 1 




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^ 



^^^^Mt^MI^ 



Handbuch 



dcr 



alten deosrapUiei, 

au8 den Qucllen bearbeitet 

von 

JJbert Forb%er, 

Doklor der Philosopilie, Konrelypi i itijfikolalichale zv Leipzig u. s. w. 



Politische Geographie der Alten. 
Asia. Africa. 

Mit 3 Kartea. 






Verlag vob Mayer and Wigand. 
1844. 



DigfedbyCrOOglC 






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T • r r e d e* 

Ehe ich von dem Plane selbstspreche, dem ich bei Ausarbeilung 
dieses 2. Bandes meines Handbuchs der alien Geographie wirklicb 
gefolgt bin, fdenn von dem Plane des Ganzen ist bereils in der Vor- 
rede zum 1. Bande giebandelt worden), muss icb leider die Bemer- 
kung voraasscbickeu ^ dass es mir niebt mdglich war, den von An- 
faog herein entworfenen Plan konsequent durchzufiihren , und bin 
zar Recblfertigung und Entscbuldigung dieses Umstandes dem Pu- 
Uikum eine historiscbe Mittbeilung von dem Hergange der Sacbe 
scbaldig. Als ich mit der geehrten Verlagshandlung den Kontrakt 
iber die Herausgabe des vorliegenden Werkes abschloss , und diese 
eioebestimoite Angabe des Umfangs des Ganzen verlangte, glaubte 
ich denselben nach dem bereits druckfertig ausgearbeiteten Tbeile des 
Jfanoskripts zu circa 80 Bogen bestimmen zu konnen. Allein als 
kaoiD einige Bogen des 1. Bandes gedruckt waren , musste ich mich 
leider uberzeugen« dass ich mich, durch den viel kompresseren Druck 
neiner friiheren Scbriften irre gefiibrt , in dem Verhaltnisse meines, 
illerdings ziemlicb klein und eng geschriebenen , Manuskripts zum 
lobaUe eines Druckbogens bedeutend verrecbuet hatte , und dass so- 
nach der 1. Band, der meiner Berechnung nacb 2|ucb nocb einen 
Tbeil der politiscben Geographie umfassen soUte^ gerade uur bin- 
reichen werde, am die historiscbe, mathemaliscbe und pbysische 
Geographie in sich aufzunebmen. Gleichwobl glaubte ich an dem 
Plane , nach welchem nun einmal der Druck schon begonnen hatte^ 
ood der grosste Theil des Manuskripts bereits ausgearbeitet war, um 
soweniger etwas Undem zu diirfen, da theils dieser 1. Band auch 
einzeln als ein Supplementband zu andem Lehrbiichern der altea 
Geographie verkauft werden soUte , in welchen jene Partien in der 
Kegel fast ganz iibergangen , oder doch our sehr oberflacblich beban- 
delt zu werden pflegen , theils mich auch noch die Hoffnung erfiillte, 
dass sich die Verlagshandlung leicht zu einer Erweiterune des kon- 
traktmassig festgesetzten Umfangs des Ganzen werde bestimmen las- 
sen. In dieser Hoffnung aber sah ich mich nun freilich in der Folge 
zu meiner nicbtgeringen fiestiirzung, wenigstens zum Tbeil, getauscht 
Denn als ich den geehrten Herren Verlegem vor Beginn des Druckes 
Tom 2. Bande eroffnete , dass zu einer planmassigen und konsequen- 
ten Darchfiihrang des Werkes noch 2 Bande von massigem Umfange 
■aibig sein wiirden , erklarten sie mir au^ das Bestimmteste , dass es 



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IV ' Vorrede. 

ihnen die jetzigen, far den Absatz von dergleichen rein wissenschaftr 
lichen Werken hochst ungiinstigen Konjunktoren des Buchhandels 
durclpus nicht verstatteten den im Kontrakt festgesetzten Umfang des 
Ganzen zu iiberschreiten. So blieb denn nun, wenn das Werk uber- 
baupt fortgesetzt werden soUte, nichts weiter zu thun iibrig, als 
mich dem Willen der Herren Verleger, die sich duroh die geschmack- 
voile Ausstattuog meines fiuchs ein Recht auf meine Dankbarkeit 
erworben batten, zu fugen, meinen Plan wesentlich abzuandern, 
dpn ganzen bereito fertigen Theil des Manuskripts nocbmals zu iiber- 
arbeiten, und tbeils dureh eine veranderte Anordnung, namentlich 
durcb Verweisung eines grossen Tbeils des Texles in die mil kleine- 
. rer Scbrift gednickten luiten und fast ganzlicbes Yerzichten auf sti- 
listische Ausscbmuckung, mehr Raum zu gewinnen , tbeils aber anch 
alles minder Wicbtige und allenfalls Entbebrliche ganz zu streichen. 
Damit jedoch das Publikum sShe , was icb dgentlicb zu geben beab- 
sicbtigt hatte , und damit nicbt ein grosser Tbeil meiner Muhe ganz 
vergeblich gewesen ware , aucb der Druck obne weiteren Verzug be- 
ginnen konnte , beschloss icb , von vom berein einen Theil des Ma- 
nuskripts in seiner ursprunglichen und unverkiirzten Gestalt abdrucken 
zu lassen , und wenigstens die Besehreibung von Kleinasien in der 
fur das gauze Werk beabsichfigten YoHstandigkeit zu liefem , jedoch 
aucb diese scbon von der Schilderung Lfciens an mit den S. 248. 
und 259. in den Noten angegebenen Raumersparnissen. Bei der Dar- 
stellung von Grossasien aber musste icb nun freilich einem andem, 
auf grossere Kurze bedacbten Plane folgen, bei dem tbeils alle zu 
grosse Spezialitaten zu vermeiden, tbeils alle kleineren and unbeden- 
tenderen Berge, Fliisse, Stadte u. s. w. , wenn sich nicbt irgend 
ein wicbtiges bistorisches Moment daran kniipfte, ganzlicb anszu- 
scbliessen waren. Noch weiter jedoch durfte icb bei dieser Verkiir- 
zung und Zusammenziebung nicht geben, wenn icb nicbt meinem 
Plane vollig untreu werden und statt eines den Bediirfnissen des Leh- 
rers abbelfenden Handbuche der alten Geographic , wie es uns nocb 
ganzlicb fehlt, ein bios dem Schiller geniigendes Lehrbnch dersetben 
liefem wollte, wie wir deren scbon mebrere besitzen. So kam es 
aber docb immer^ dass, trotz dieser Bescbrankung, scbon die Be- 
sehreibung von Asien allein den mir von der Verlagsbandlung Anfangs 
fBr den ganzen Band bewilligten Raum erfullte, und es blieb mir nun, 
zumal da die Herren Verleger wiederholt auf den Schluss des Werkes 
drangen (dessen Erscheinen sich allerdings tbeils durcb die grossere 
BogenzabI, theils durcb andere von mir unverschuldete Cmstande 
etwas verzogert bat) , nichts weiter ubrig, als die Besehreibung von 
Africa im Ganzen noch etwas kdrzer zu balten , von der topograph. 
Darstellung Europa^s aber vor der Hand nocb ganzlicb zu abstrahiren, 
was vielleicfat darin einige Entschuldigang finden wird, dass aucb in 
den scbon vorhandenen£ehrbuchern der alten Geographic, namentlich 
dem Schirlitz^schen nnd Sickler^scben, dieser Welttheil auf Kosten 
der beiden andern ziemlich ausfiihrlicb dargestellt wird und es aucb 
sonst an neueren Beschreibungen der meisten Lander des alten Eu~ 



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Vorrede. v 

ropa's nichi feblt, so dass Uer das Bediiriiiiss einer neuen Dtrstel- 
laog nickt so dringend bervortritt. Dennoch werdd ioh auch diesem 
Mangel meines Bucbes in der Folge ooch abzuhelfen bemttht sein^ 
uni zwar entweder scbon fniher, wenn sicb vielleicbt die Verlags- 
haandhiog , der icb scbon fur die unumgaiiglicb nothige Erweiterung 
des 2.,Bandes von einigeB 40 auf einiffe 50 Bogto 2« Dank verpflieb- 
lei bia, durch die Tbeilnabme, weicbe meine alte Gfeograpbie in 
ibrer jelzigen Gestalt findet, ermutbigt, eatsehliessen sollte, nocb 
doen Nachlrag in einem 3. Bande von massigem Umfeage set liefern^ 
a4er jedenfalls doch bei einer zu boflendea 2. Anflage, wo icb darch 
Bioglicbste Beschrankung der bistoriscben Eialeitung scbon im 1. 
Bande far einea Tbeil der politiscben Geograpbie Ranm scbaffen and 
so aacb in einem Handbucbe von 2 Banden die genaaere Bescbreibang 
Ton Earopa nicbl vermissen lassen werde, fur weicbe einslweiien 
Uos die im 1. Bande gegebenen llebersicbiea enlscbadigen miissea. 
Die mkb bei dieser maogelbaflen and inkonseqaenten Darcbfiibrung 
4es Planes treffende Schukl bestebt also bios in der irrigen Berech- 
aaag des Lrofanges vom ganzen Werke vor dem Dracke , wo aller- 
dings noefa nicht das ganze Mannskript drackfertig aiisgearbeitet war, 
and ia der zu weiien Ansdebnung der bistoriscben Greograpbie im 1. 
Baade, weicbe icb jetzt allerdings scbaierzlicb bereaen muss. Mein 
nrsprunglicber Plan (wie ibn die ersten 15 Bogen zeigen) war, auf 
eiae zasammenbangende Uebersicbt der die ganze Erde umgebenden 
Meere und eine allgemeine Betracbtung der Erdinsel selbst aacb ibren 
3 Haupttbeilen die Scbildemng dieser 3 Erdtbeile so folgen zu lassen^ 
dass icb erst ein allgemeines Bild eines jeden derselben nacb seinen 
Gebirgssystemen und Strorogebieten , seinem Boden » Klima und Pro- 
dakten eataurfe, dann zu einer kurzen geschichtlicben Uebersicbt 
der Volker and Siaaten, die sicb im Laufe der Zeit ia ihm gebildet, 
aberginge , bieran aber eine genaue Darstellong der einzelnen LSnder 
in der durcb ibre geographische Lage bedingten Ordnung und zwar 
in derselben Folge der einzelnen Gegenstande « wie in der allgemei- 
aen Uebersicbt des ganzen Welttheils, jedoch roit sorg^ltiger Ver- 
aiddang von Wiederboloagen durch Verweisung auf bereits fruber 
Erortertes, ankntipfte, d. b. ebenfalls mit dem natarlicbea und ia 
aUen Zeiien sicb der Hauptsache nach gleicbbleibenden (^barakter der- 
selben , also mil den Gebii^en , Vorgebirgen , Meerbosen , Stromen 
and Seen begonne und daran eine kurze Erwabauug seiner klimati- 
scben Verbaltnisse und Produkte knupfle, dann aber eine gedrangte 
Uebersicbt der Hauptmoaienle seiner Gescbichte folgen liesse , und 
endlieb mit der genauen Beschreibung seiner Volkerscbaftea and 
Stadte als im Laufe der Zeit wecbselnder Erscheinaagen scblosse. 
Und zwar war es bier Anfangs (vgl. die Bescbreibuag von Mysien, 
Lydien aad Carien) meine Abstcbtf im Texte selbst einen bestimmten 
Zeilraam rooglicbst festzabalten und bios ein Bild der Lander im 
Aagasteiscben Zeitalter zn geben , von alien damals entweder scbon 
wieder versebwandenea oder erst spater entstandeneu Volkerscbaften 
■a4 Stadten aber Uos ia den Noten zu bandeln. Voa diesem Plane 



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VI Vorrede. 

musste ich jedoch bald wieder abgehen, als die fieschrankung des 
Raums mich nothigte eineo Uoterscbied zwischen den grossern und 
wichtigern und den kleinern uud unbedeutendern Stadten za maohen^ 
und letztere sdmmtUch in die Noten za verweisen, iiberhaupt aber 
meinen ganzen Plan wesentlicb abzuandern. Auch wiirde sich ausser- 
dem der konsequenten Durchfiihrung dieses hocbst schwierigen Un- 
ternehmess noch ein anderes Hinderniss entgegengesiellt haben^ in- 
dem so von den Vdlkerschafteu and Stadten mancher ganzlen Lander, 
die erst nach dem Augusteiscben Zeitalter bekannt oder mit Stadten 
bebaut warden , bios in Noten hatte gehandelt werden konnen. Und 
so findet sich deun ^ater (von Lycien an) alierdings , wie in alien 
bisher erscbienenen Werken iiber die alte Geographic^, nur eine darch 
ibre Lage bedingte Aufzahlang der Stadte ohne Sicbtung derselben 
nach den verscbiedenen Zeitaltern, in welchen sie existirten; ob- 
gleich ich, soweit diess iiberhaapt mdglich war, wenigstens darch 
Uinznfugang historischer Notizen iiber die Zeit ihrer Griindang and 
Zerstdrang diese Sichtang nach den Zeitaliern za erleichtern gesucht 
babe , wie ich denn iiberhaapt aaf Andeatang aller wichtigern histo- 
rischen Momente bei Erwahnung der einzelnen Stadte bedacht gewe- 
sen bin. Jene Beschrankang des Raames nothigte mich aach spater- 
hin die allgemeinen Uebersichten der Geschichte der Lander and Vol- 
ker sehr za verktirzen oder gauzlich za streicben and die Scbilderung 
der Volker nach ihren Sitten , ihrem Verkehr and Handel a. s. w. 
bios in karz andeatende Noten zasammenzadrangen , urn fiir das 
rein Geographische den ndthigen Raam za gewinnen, and — was 
ich namentlich bedaaern mass — von dem Anfangs beabsicbtigtea 
and von vorn herein befolgten Plane abzustehen , ein zasammenban- 
gendes , lebensvolles and darch eine pragmatische Bebandlung inter- 
essantes Bild der Lander in der von Hitter befolgten Weise (die aber, 
wie Jedermaon weiss, sehr viel Raam in Ansprach nimmt) za gebeo, 
and dagegen einer mehr lexikographischen Manier zu folgen , wie sie 
in den gewdhnlichen Lehrbiicbern der Geographic angewendet zu 
werden pflegt. Siebt man aber von dieser, darch die mir gezogenen 
Schrauken bedingten , Form der Darstellang ab , der ich freilich eine 
gewisse trockne Einformigkeit nicht absorecben kann , so wird man 
docb von den Sachen selbst nichts Wesentliches vermissen, and 
selbst in den spatern mehr and mehr verkiirzten Abschnilten (nament- 
lich aber bei den wichtigern Landern, Indien, Syrien, Palastina, 
Aegypten a. s. w.) immer noch eine ziemliche VoUstandigkeit and 
angleich mehr, als in irgend einem der vorhandenen Hand- and 
Lenrbiicher der alten Geographic^ ja selbst (die in Folge ueaerer 
Reisen gemachten Entdeckangen, aaf welche jene Werke noch nicht 
Riicksicht nehmen konnten, ganz abgerechnet) sehr Vieles finden, 
was man selbst in den grossen Werken von Mannert a. Ukert ver- 
gebens sucJit. So bin ich namentlich aaf eine genaaere and vollstan- 
digere Darstellang der Gebirge, Vorgebir^e, Seen and Fliisse bedacht 
gewesen , nach welchen allein sich die Wobnsitze der Volker and die 
Lage der Stadte in vielen Fallen sicher bestimmen lasst. Aach babe 



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V or rede. vii 

ich es der richtigen Aussprache and Akzentuazion wegen fur nothiff 
gehalten, uberall die griechischen Namen beizufiigen, wobei icE 
fireilich za bedauern babe , dass die neuen Bearbeitungen des Ptole- 
nans, sowobl die Wilberg^sche als die Nobbe'sche, durch welche 
eine Menge vod Namen bericbUgt werden , noch nicht iiber das 4. 
Bach hinausgehen , so dass sie von mir nur bei Afirika beuatzi wer- 
den koonten. Um aber den Leser in den Stand za setzen, sich anch 
ober das von mir bios Angedeatete genauer zu unterrivhten , scbien 
nir iiberail eine genane Angabe der Quellen ^ sowohl der alien als 
ler Deuern , darcb Zitate unumganglich notbig za sein , and ich babe 
daber uicht das Geringste behanptet , obne es durch ein binzugefiigies 
Zitat za belegen , was freilich aucb nicht weni^ Raum weggenom- 
men hat, aber hoffentlich als ein wesenllicher Vorzag meines, nicht 
fur den Schiller » sondern fur den Gelehrten bestimmten , Werkes 
aoerkannt werden wird. Ueberbaupt aber glaube ich die auf dem Ti- 
lel gebrauchten Worte ,,aus den Qnelleu bearbeilet^' hinlanglich ge- 
recbtfertigt zu baben , wie selbst die fliichtigste Vergleichung meines 
Baches zeigen muss. Und dass sich diese Benutzung der Quellen 
nicht bios auf die alten Klassiker beschrankt (von deren Studium ich 
anch schon im 1. Bande hinlangliche Beweise gegeben zu haben glau- 
ke)y sondern auch auf die neuern und neuesten antiquarischen Reise- 
weike , dafiir wird fast jede Seite dieses 2. Bandes die deutlichsien 
Belege gebeo , da ich mir eine Vergleichung der alten Lander und 
SUidte mit ihrem heutigen Zustande, die selbst Mannert oft vernach- 
lissigt., znr Hauptaufgabe gemacht babe. Ich erlaube mir bier nur 
dflige der neuesten Reisebeschreibungen zu nennen , die ich benutzt 
and ans denen ich oft ganz neue und noch in keinem friibern Werke 
iiber die alte Geographic enlhaltene Resultate gewonneu babe. Bei 
Kleinasien benutzte ich (ausser den altern Reisen von ToumeforU 
Paul Lucas ^ Pococke^ Chandler ^ Rtchter, Prokesch^ Arundell, 
Leake u. s. w.) namentlich Texier^s Berichte aus dem Moniteur und 
Fenilleton da Temps im Auslande 1835. u. 1836., Fellows Ejicursion 
in Asia minor. Lond. 1839. gr. 8. u. (^amiV^o;}'^) Researches in Asia 
minor, Pontas and Armenia. Lond. 1842. 2 VoU. gr. 8., welche Letz- 
tere mir erst , als der Druck dieses Bandes bereits seit einiger Zeit 
begoonen hatte, als Novitat aus London zukamen, und daber vom 
Aniang herein nur noch zu kleinen Zusatzen bei der Korrektur be- 
nntzt werden konnten, spaterhin aber aucb bei Ausarbeitung des 
Manuskripts sorgfaltig zu Ralhe gezogen worden sind ; bei Lycien : 
Fellows Discoveries in Lycia. Lond. 1841. gr. 8. (mit vielen Litho- 

Etphien); bei denLandern am Caucasus a. Casp.Meere: Eichwald^s 
ise auf dem Casp. Meere und in den Kaukasus. Berl. 1837. u.38. 
2Bde. gr. 8. ; bei Indien besonders Bohlen Das alte Indien; Konigsb. 
1S30. n. 31. 2 Bde. gr. 8. ; bei Ariana, Margiana u. s. w. : Bumes 
Travels in the Bokhara. Lond. 1834. 3yoll. 8. u. ^tTfonV Ariana an- 
tiqna. A descriptive account of the antiquities and coins of Afghanistan. 
Und. 1841. 4. ; bei Medien : Parrot's Reise zum Ararat. Berl. 1834. 
gr. 8. ; bei Persien ; Char din Voyages en Perse par L. Langlds. Paris 



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VIII Vorrede. 

1811 ff. 0. Morier Travels in Persia etc. Loud. 1812. , in der firans. 
Uebersetzung: Voyag^e en Persie, en Armenie, en Asie mineare etc. 
trad, de FAnglais par M. E. (Eyrids). Paris 1813. 3 Voll. 8. mit 
einem Atlas; bei Syrien: ansser rolney^ Rie/Uer u. s. w., besonders 
Burckkardt Tvdiveh in Syria and the Holy Land. Lond. 1822. 4.; 
bei Paliistina ausser vielen Aelteren : v. Schuberfs Reise in das Mor- 
genland. Erlang. 1838 ff. 3Bde.8. u. Rebijuon*f Palastina u. die sfid- 
licb angrenzenden Lander. Halle 1841 f. 3 Bde. 8. mit Karten «. Pla- 
nen; beiArabien, ansser iVie^t/Ar , Burckhardt a. s. w.i de La- 
horde Voyage de I'Arabie Petrce. Paris 1830. gr. FoL mit vielen 
Lithographiea ; bei Aegypten, ausser Norden^ Pococke,, Prokesch^ 
Denon^ MinutoU^ Champoiiion, der Description df; TEgypte u. s. 
w. : Leir&nne Recneil des inscriptions gr. et lat. de r£gypte. Tom. I. 
Paris 1842. 4. fVilkinson Topography of Thebes and general view of 
Elgypl. Lond. 1835. 8.; bei Aethiopien, ausser f^alentia^ Salt, Mi- 
nutob\ Gau^ Rosellini u. A. : RilppeCs Reise in Nubien, Kordofan u. 
dem petraischen Arabien. Frankf. 1829. 8. n. Cembes et Tamister 
Voyage en Abyssinie. Paris 1838 ff. 4 Volt. 8. ; beiMarmarica n. Cy- 
renaica : Packo Relation d^on Voyage dans la Marmarique, la Cyre- 
naiqne et les Oases. Paris 1827. 4. mit einem Atlas in Fo). ; bei der 
Provinz Africa u.NnmidiendieAusziige ans den Berichten yon Bureau 
de la Malle^ Templi^ Bruce b. A. im Ausland. 1836 ff« u. Russeifs 
CkmsUde der Berberei, iibers. von Diezmann, Pesth 1840. 2 Bde. kl. 
8. ; bei Mauritanien : Graberg af Hemso Das Sultanat Moghrib-ul- 
Aksa od.KaiserreichMarokko. Uebers. yon Neumont. Stuttg. u.Tiib. 
1833. 8. u. s. w. Einige dergleichen Reisewerke aber, wie die von 
Valentia^ Saitj deUa Ceila^ Hornemann ^ Denham o. Ciapperton a. 
A. , babe ich nur in den deutschen^ Bearbeitungen in SprefigeCx u. 
Bertneh^s Sammlungen von Reise beschreibangen benntzen konnen. Nur 
selten babe ich mich bei Werken, die mir weder meine eigne Biicber- 
sanhnloiig noch andere hiesige offentliche od. Privatbibliotheken dar- 
hoten (z. B. Shaw Voyages , Falbe Reche rches , Blagm^e Letters, 
Nemh Travels, Beechei Proceedings, fValpole*s Travels u. s. w.), 
aof die Auktoritat anderer neuerer Geographen , nameutlicb Ritter^s^ 
oder auf Mannert, Georgn a. A. verlassen, jand ohne mit eignen 
Augen prufen zu konnen , bios ibre Angaben «nd Zitate wiederholen 
miissen, wober es auch gekommen ist, dass ich einige dergleichen 
mir nicfat zugslngliche Reisebeschreibongen bald nach den Original- 
ausgaben , bald nach franzosischen und deutschen Uebersetzunffen 
zitirea nmsste. (Dass ich namlich Rftter*s grosses geographiscbes 
Werk , so wie Berghaus* grossen Atlas von Asien und andre neaere 
geograph. Haaptwerke sorgfaltig nod mit grossem Gewinn fur die 
ver^ichende Geographie beuutzt babe , braocbe ich wohl kaum be- 
sooiders zu erwahnen.) Gem hStte ich, was so leicht gewesen wMre, 
a«s den von mir benutzten neuern Werken etwas aus&briichere Be- 
schreibnngen der noch vorhandenen Rninen alter Stadte u. s. w. auf- 
genomroen , nm dadurch meinem Buche ein grosseres Interesse za 
geben, ware ich nicbt durch den Raum beschrankt gewesen, und 



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Vorrcde. ix 

ieh gestebe , das mir hier das Streiefaen des bereits Niedergesehrie- 
benen besooders sehwer geworden ist. So aber masste ich mieh niit 
karsenABdeatoDgeii ond Yerweisangen desLesers aaf die Werke be- 
gmugeuj in denen er weitere Belebrungen daniber findet. Dnrch 
diese Zitate ans den neneren Reisewerken , deneu ich aach die mir 
b^Lannten Monographien iiber einzeine Lander nnd Stadie beigefiigt 
babe (derea freilich in Bezag anf Asien ni^d Afrika weit wenigere exi- 
stiren , als in Hinsicht anf Enropa) , wird , wenigstens zum Theil, 
der Wnnsch des Hrn. Rezensenten des 1. Bandes in John's Jahrbb* 
XXXVIII. 3. Heft. S. 312. , dass ich „eiu Verzeiehniss der geo- 
graph. Monographien nach den Erdtheilen und wiederum nach den 
einzelnen Staaten geordnet^^ beiftigen mochte, seine Erledigung fin- 
den. Aasserdem aber noch ein besonderes Verzeiehniss der Art und 
in dem gewunscbten Umfonge zn iiefem , war ans dem mebrfacb an- 
gefiihrten Gmnde nnmd^ieh. Etne Galtnng von Qnelien ist aller- 
dings , wie ich offen gestehe , ron mir im Ganzen noch weniger be- 
ricksiebtigt worden, als es vielleicht hatte gesehehen soUen, ieh 
aeine die Inscbriften und Miinzen (namentlicb die Ersteren) ; hoffent- 
Ueb alier wird diess bei denen , die da wissen , welche Massen von 
Material aach aasserdem scfaon zn bewsUtigen waren , nnd die biUige 
Rncksicht daranf nehmen , dass ich diesem Werke doch nur die mir 
▼on meinem Schulamte tibriggelassenen Mnssestnnden widmen konnte, 
wofalwoliende Entschuldigung finden. Bei einer zn hoffenden 2. Aaf- 
lage werde ich auch diesen Qnelien ein grosseres Studiam widmen. 
Die beigefagten , yon mir neu entworCenen Karten der 3 Erdlheile 
naeh Ptolemaos werden » glaub' ich , als eine nicht ganz nnwillkom- 
mene Zngabc angesehen werden. Sie enthalten wenigsteiis aOes 
Wiefatigere ond gehen , wo es der Ramn erianbte , selbst in^s Spe^ 
ziellere ein ; ein noch grosseres Detail aber war bei der dnrch das 
' Format bedingten Grosse der Karten nnmoglich. Gem hatte ich iibri- 
geos die Namen mit griechischen Buchstaben geschrieben, allein 
daranf war der Kupfersteeher nicht eingeiibt , nnd so masste ich mieh 
begni^n die griech. Formen der Namen , mit deatschen Buchstaben 
gescbrieben, beiznbehalten. Tfurstatt der unsgar zn fremdkliagenden 
Form der Volkemamen anf — ot habe ich mir stets die dentscbe Form 
anf — «r, so wie in einigen Lander- und Gebirgsnamen unsre En- 
dmigen anf — ten und — isekes (Geb.) zu snbstitniren erlaubt. Das 
geograph. Nameoregister babe ich zwar nicht durcfagangig selbst be- 
tffaeitet, and kann daber £e absohte Vollstandigkeit und Richtigkeit 
desselben nicht geradezu verbdrgen, weiss aber, dass es mit grossem 
Fleisse gemacht ist. Es gehort iibrigens bios zum 2. Bande und 
schliesst sicb somit an das zum 1. Bande gelieferte 5acAregister 
an. Ein sich auch fiber den 1. Band mit verbreitendes Namenregister 
wnrde zn umfangreich geworden und iibrigens auch grosstentheils un- 
nothig sein, da die meisten der im 1. Bande enlhaltenen geograph. 
Kamen der Naiur der Sache nach im zweiten wieder vorkommen 
mussen. Sollte die giinstige Aufnahme meines Bucbes die Veriags- 
bandlung besUmmen noch einen dritten Band als Nachtrag erschei- 



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X Vorrcde. 

nen zu lassen (woza sie bei eioem gdten Absatze des Werkes fesi 
entscblossen ist) , so wurde diesem Datiirlich ein besonderes Rep^ister 
iiber Europa beizugeben sein. Auf die Korrektur ist die grosste 
Sorgfalt verwendel worden , and ich glaabe , dass sich ausserst w«- 
iiip:e sinnenlstellende Druckfebler in meinem Buche fioden werdea. 
Die weoigen von mir bis jetzt bemerkten DruckHsbler sind auf der 
Riickseite des Inhaltsverzeichnisses angezeigt worden^ einige Berich- 
U^ungen und Zusaize aber finden sich am Ende dieses Bandes. So 
iibergebe ich denn dieses Werk dem gelehrten Pnblikum zu freund- 
licher und woblwollender Aufnahrae , und wiinsche, dass auch der 
2. Band eben so giinstige und nachsicbtsvolle Beurtheilungen finden 
moge , als dem ersten zu Theil geworden sind. Glaube ich auch uicht 
dem oar zu ^iinstigen Urtheile meines geehrten Rezensenten in John's 
Jahrbb. a. a. 0. beistimmen zu konnen, welcher mein Buch fur 9,d]e 
bcste allc Geographie erklart, die bis auf dieseu Tag erschienen ist** 
und es ,, alien Freunden der alien Literatur unbedingt enipfiehlt**, in- 
dem ich die mancherlei Mangel desselben keineswegs verkenne und 
Manches daran wobl anders wiinschte, so bin ich mir doch wenigstens 
bewnsst, alles das geleistet zu haben, was mir bei treuem Fleisse 
in meinen Verhaltnissen (und namenllich ohne eine Berliner oder 
Gottinger Bibliothek) zu leisten moglich ivar, muss jedoch die geehr- 
ten Rezensenten wiederholt darauf aufmerksam machen, dass ich die- 
sen geographischen Studien , die fur mich doch immer nur eine Ne- 
benbeschaftigung bleibeu, nicht, wie ein Mannert u. A., meine ganze 
Lebensthaligkeit widmen kann , und dass ich mit diesem Werke gar 
nicht hervorgetreten sein wiirde, wenn sich ii^end Einer der Manner, 
welche die Geographie ex professo betreiben, diesem allgemein ge- 
fuhlienBediirfnisse abzuhelfen entscblossen halte, dass ich ferner, durch 
die mir in Folge des Kontrakts gesteckten Grenzen gebunden, nicht 
einmal Alles, was ich woUte und wie ich es wollte, zu geben im 
Stande war , und dass ich obendrein , um den einmal libernommenen 
Verpflichtungen nachzukommen , einen grossen Theil dieses Bandes 
in einer hdcbst traurigen und zerstreuenden Gemiithsstimmung, am 
Kranken- und Sterbebette einer heiss^lieblen Gattin ausarbeiten 
musste, was ein humaner Kritiker gewiss nicht bios achselzuckend 
belacheln, sondern wohlwollend beriicksichtigen wird. Sollte einst 
eine 2. Auflage nothig werden , so werde ich gewiss alien diesen 
Mangeln meines Buches abzuhelfen und den Wiinschen und Andeutun- 
gen der Herren Rezensenten moglichst nachzukommen beflissen sein. 

Leipzig, im November 1843. 

Ferblger* 



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Inlialt des Bweiten Bandes. 

§. 53. Meere, al« naturliclie Grenzen der Erdinsel. 

§. 54. £rdiosel. Welttbeile. 

§. 55. Asien. Allgemeine Uebersicht. §. 56. Gebir|pe. §. 57. Haopt- 
slrome. §. 58. Bodeo. Klima. Prodokte. §. 59. Bewoboer. §. 60. Eiotbei- 
lonf. Lander. §. 61. Asia Mioor. AllgemeiDe Uebertiebt. Haoptfebirge and 
HaopUtrSme. §. 6!2. Mysia (mit Aeolls). §. 63. Lydia mit dem nordlieben 
loDia). §. 64. Caria (mit dem tiidUcben louU aod Doris). §. 65. Lycia. 
§. 66. Pamphylia. §. 67. Cilicia. §. 68. Cappadoeia (nit Armenia Minbr). 
t 69. Lycoooia and Isanria. $. 70. Pisidla. §. 71. Pbrygia. §. 72. Galatia. 
§. 73. Bitbyoia. §. 74. Papblagonia. §. 75. Pontos. §. 76. Cnlebis. Iberia. 
Albaaia. §. 77. Sarmatia Asiatiea. §. 78. Scytbia. Serica. Sinae. §. 79. In- 
dia (aebst Taprobane und andero Inseln dea indiscben Meeres). §. 80. Ariana. 
$.81. Gedrosia. §. S2, Draofiasa. §. 83. Araebosia. §. 84. Parupauitadae. 
§. 85. Aria. §. 86. Partbia. §. 87. Carmania. §. 88. Baotriana. §. 89. Sog- 
diaoa. §. 90. Margiana. §. 91. Hyreania. §. 92. Persia. §. 93. Susiana. 
§. 94. Media. §. 95. Armenia Maiar. §. 96. Astyria. §. 97. Babylonia. 
$.98. MeaopoUnia. §. 99. Syria. §. 100. Pboenieia. §. lOl. Palaestina. 
$. 102. Arabia. 

$.103. Africa. Allgemeine Uebersicbt. §. 104. Aegyptus. §. 105. Ae- 
tbiapia. §. 106. Marmarica. §. 107. Cyrenaica. §. 108. Syrtica. §. 109. Afri- 
ca propria. §. 110. Namidia. §. 111. Mauritania. §. 112. Libya Interior 
(nit den Inaeln). 



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Seite n Zeile 11 lies 1500 sUtt 2500. 
„ 50 „ 1 V. u.^lies ^^9^!7^^^ ■'^^^ Ila^i^xuiv. 



9J 



57 „ U lie* T. III. «tatl T. I. 

75 Note 66. Cdge nach §. 76. ooch und §. 95. bioia. 

97 Zeile 4 streicbe das Wort oder. (Vgl. S. 276.) 

103 „ 13 lies Liv. 38, 13, 7. statt 38, 17, 7. 

t03 „ 26 lies Note 69.^statt 49. 

142 „ \3 Ilea 'uiQfiaTOvs athii*uiQfiad'ovg. 

177 „ 1 a. 2 V. a. vertaasche die Baebstaben e and F. 

278 „ 4 lies Ma^&avSixos statt Ma^^avSvatP. 

318 y^ 21 lies Caballucome statt Caballicome, 

337 „ 10 V. a. lies t/n/tfit S. 354. Note q. 

349 „ 7 V. u. lies Leake statt Laake. 

544 „ 11 V. a. fuge naeh §. 90. oocb a. E> biozo. 

664 „ 24 lies S. 659. statt 657. 

737 " ^2} ^'^' ^Mt^ae sUtt Maber. 

767 „ 7 V. n. lies RoselUni statt Rosselini, 

776 „ 7 V. u. fage nach Plio. 5, 9^ 9. und Ptol. biozo. 

877 „ 11 V. o. lies die statt <//e. 

896 ^ .14HesAttalial51. 192. 

„ 896 „ 15 lies Attea statt y/^/rVi: 
Aosserdem ist der Name Ukert mebrmals talscblich mit einem ek gesetst wordeo. 



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Zweiter oder spezieller Theil. 
Pellttoelie Ge^srapkle der Alten. 



§. 53., Schon die Alien wussteo, dass die ihnen bekannle uud 
ass 3 HaupUheilen , Asia^ Africa und Europa, bestehende Erde ^) 
eiae zusammenbaogeDde^ grosse Erdinsel sei, die rund heram vom 
Meere umflossen werde (vgl. Agathem. 1, 1. p. 4. Huds. Aristot. 
de coelo 2, 13. Auct. de mondo c. 3: p. 392. Bekker. Strab. 1. 
p. 2. 5. 2. p. 98. 112. 120. 121. Dionys. Per. v. 3 ff. Stob. Eel. 1. 
p. 56. 650. Eustath. ad. Dion. Per. v. 1. Cic. Rep. 6, 20, 21. 
Senec. Qu. N. 2, 6. Prise, descr. orb. 50.); und diess bestimmt 
MMSf zaerst von den im Alterthnme uberhaupt bekannten Meeren als 
dea Batiiriidien Grenzen der ganzen Erdinsel zu sprechen. Schon 
Herodot (1, 202.) dachte sich diese Meere oder den aussern Ozean 
als eine zusammenhabgende, grosse Wassermasse (vgl. aiich Strab. 
1. p. 5. a. HuL de fac. in orbe Lunae p. 821^ 19.)^), die nacb 
Strabo (1. p. 54.), Seneca (N. Q. 3, 28.) u. A. liberaU im Niveau 
stebt (vgl. Bd. 1. S. 333 n. 588 f.), deren einzelne und erst all- 
mablig bekannt gewordene Theile jedoch , wie in der neuern 6eo- 
graphie, ihre eigenen Namen fnhrten. (Vgl. Agathem. 2, 14. p. 56. 
Hods.) /. In den N. der Erde setzten die Alten den ihnen grossten- 
Iheils unbekannten Oceamu^) SepientrionaUs (Tac. Germ. 1. Plin.49 



i) VgL UBten §. 54. 

2) Dass man selbst das Gaspische Meer lange Zeit kindarch mil ihr 
11 amnittelbare Verbindoog setzte, werden wir unten S.31. Note 60. sefaen; 
dagegen inrd auch S. 5. Note 11. gezeigt, dass Einige an einem Zosam- 
Beahaoge des Indischen oder Erythrilischen Meeres mit dem AUantischeB 
zweifelten. 

3) Das Wort Ozean ist nicht griechischeu Ursprungs, nicht mit 
Agithm. 1, 1. Tboon ad Arat. Phaen. v. 25. u. Steph. Byz. v. 'Sixeavog 
voa oixi;; abzuleiten, (was schon PhavorinQS eiDgesehen hat: vgl* Spohn 

B. . 1 



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2 Zweiter Theil. Politiscbe Geographic. 

13, 27. 4, 19, 33. o fioQeioQ wueavoQi Plut. Camill. 15. Agaihem. 
2, 14. o (xQUTinog cJxeavoc* Agaihem. ibid, o vno wg' aguTOvg 
wnea^oQf Diod. 18, 5.) oder HyperbaroiS (o tineavde VftegfioQeiog: 
Ptol. 2, 2.), auch ScyOUcus (Plin. 6, 13, 14. Agaihem. ibid.) ge- 
nanni'^), d. i. das nordliche Eismeer, das von seiner Bescbaffenheii ^) 
auch die Namen Oceanus glacialis (Javen. 3, 1.), Mare congelatum 
(Varro R. R. 1, 2, 4. Plin. i. i.), concretum (Plin. 4, 16, 30. 17 
nsntiyvXa 'd'aXavra: Sirab. 1. p. 63. novtog nenfjydg: Dion. Per. 
32. niXdyog stenijyog: Agaihem. 1. 1.), pigrum (Tac. Agr. 13. 
Germ. 45.), mortuum (Plin. 4, 13, 27. vskqij 'd-dXaaaa: Orph. 
Arg. 1086. reuQoy neXayog: Agaihem. 1. 1. noifiog ^^wQog : Dionys. 
v. 33.) (uhrie, nebsi der Nord- und Osisee. Einzelne Theile des- 
selben sind: 1) Mare Grermanicum (Plin. 4, 16, 30. o reQfMvmog 
wneavog: Ptol. 2, 11. Agaihem. 1. 1.) auch Jfare Ctndnicum (z.B- bei 
Claudian. 26, 335. Chnbrica Tethys). d. i. die Nordsee, zwischen 



de Niceph. Blemm. Geogr. Lips. 1818. p. 23.), sondem ohne Zweifel aus 
dem sanscriliscben ogka (reissender Flass, Giessbach) entstanden, welches 
entweder unmittelbar, oder, was wabrscheinlicber ist, durch VermitteluDg 
des PhOnizischen, worin (nach Bochart Geogr. Sacra in : Opera omnia. 
1692. p. 639. ygl. Bred&w Spec. Geogr. Herodot. p. 4. Siekler^s Haadb. 
i. alt. Geogr. p. XII. u. Ucker^i Geo. d. Gr. u. R. 1, 2. S. 13.) ogk den 
Umfang des Ozeans oder den amfassenden Ozean bedeutet, in das Grie- 
chische ilbergegangen ist, so dass die Griechen die Existenz des aussern 
Ozeans, der altein mit diesem Namen von ibnen bezeichnet worde, durch 
die PhOnizier zuerst erfabren zu haben seheinen. Vgl. v. Uumboldfs 
Kri^ Untersucfa. Bd. 1. 8. 49. Note, und die Bd. 1. S. 5. Note 8. ange- 
f&hrten SteUen von Fos9, fFood^ SckUckthorst u. s. w. Folcker (Horn. 
Geogr. S. 99. u. Mythol. der Japetiden S. 68 f.) nimmt freilich eine 
griech. Etymologic des Namens an, und vergleicht den Wortslamm foyv^^ 
wyi^vog, Ogyges, Ogygia u. s. w. (wobei Hesych. v. tayiiv u. Clem. Alex. 
Stroin. 7. p. 471. zn vergleichen sind.) Dass man sicfa tlbrigens unter 
dem Okeanos Anfangs, und vielleieht selbst socb zu den Zmlen des Heka* 
Ulos, bios einen grossen, die Erde im Kreise umgebenden Strom dachte^ 
den man von dem innern Meere, in welches man ihn jedoch einstrOmen 
liess, genan nnterschied, haben wir B. 1 . S. 4. 22. 49. gesefaen ; dass aber 
schon bei Aeschylos der Okeanos als Meer erscheint, ist ebenfalls schon 
B. 1. S. 27. bemerkt worden. 

4) Nach Agathem. 2, 14. wire M, Scythkum bios ein Theil des 
Oceanus Septentrionalis, und zwar der Osilichere, so wie M, Germanicnm 
und Britannicum der westlichere. 

5) Ueber diese, so wie Qberhaupt iiber die Vofstellnngen der Alien 
von dem Wesen des Meeres und seiner einzelnen Thefle vgl. oben die phy- 
sische Geographie §. 43. 



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S. S3. Meere. 3 

GonMAfli, Britannia ui4 Scandia), welches durch das Fretum Gal- 
Ueum(}. Pas de Calais: s. unteii 8. 13.) mit dem Ooeanus Atlaa- 
ticos xnsanunenhangi ^) y darch den Codanus Sinus (Mela 3> 3, 6. 
Plia. 4, 13, 27., j* Kattegat und Sund) nnd Sinus Lugnus aber (Plin. 
ikid. , j. Grosser ond Kleiner Belt) mit 2) dem Mare Sarmatiemn ^) 
{Sofftarmoe mn^avoQi Ptol.3, 5.) od^iSNeuieaan (Tac. Germ. 45.), 
d. i. 4er Ostsee. Ein Tbeil dieses Meeres ist der Sinus Venedicus 
(o Oiepsiiuoc uoXnog: PtoL 3, 5.) osUich von dem FL Vistula (der 
Weiehsel), von dem an ihn wohnenden Volke der Venedae benannl 
(bochst wahrscheinlich ^er Rigaer MB.)^), ein anderer vielleicht 
das M. Cronium (o Kqo^iOQ (anwyog: Ptol. 2, 2.)^). 



6) PKd; 4, 19, 33. Itfsst den Oceanus SepientrionaHs bei der Mftn- 
diBg des Rhenus eadigen, and bier den Britannicus begionaB, der seban 
eio Tbeil des Atlanliseben Meeres ist. Heber die von Pytheas auf der 
Nord- nnd Ostsee untemommene Entdecknngsreise s. Bd. 1. S. 148. 

7) Bei Ovid, ex P. 4, 3, 38. u. Val. Fl. 8, 207. ftthrt aueb der Ron- 
tas Eojdnus den Namen Mare Sarmaticum. 

8) POr diese Meinung scbeint der Name des Flusses ond der Stadt 
Wiadan in Knrland tu sprecben. Nacb Mannerfs Ansiebt (Geo. d. 6r. 
■. R. Bd. IV. S. 256.) erstreckte sicb der Sinus Venedieas bios van der 
Weiebsel bis zar Memel. 

9) Nicbt geaaner za besdmrneade Theile des adrdlidien Oaeaas ate- 
Ecb sind das M. Croniam und Amalcbiam. Das naeb PKa. 4t 13, 27. (and 
SaKaas c. 19.) vom Hecataas (Fr. 160. vgl. mit Bd. 1. S. 54. Note '*) 
enrabale M. Jmmichium^ welcbes vom Flusse Paropanisas (wahrsebein- 
ficb j. Obt) begiant, ist vermutblieb gleichbe^tead mit Mare cangela- 
tsm oder dem Eismeere, indem sein Name voa /uoUKi^y das Gefrierea, ab- 
gelaitet werden au massen scheiat. (Vgl. v. HumMiWs Krit. Untersneb. I. 
S. 180. Anm.) Dasselbte Meer naaaten nacb PbHeman (Plin. ibid.) dia 
Gelten MormmrKsa (d. i. das todle Meer, Qber dessea Namen v. Hmmhtdt 
cbeadas. S. 179. zn vergleichen ist); jedaeb nur bis aum Vorgeb. RabeaS) 
daan van da an biess es M. Cronium. Nacb Orph. Arg. 1085. (vgl. Bd. 1. 
S. 296.) Dionys. Per. v. 32. u. 48. Agathem. 2, 14. Plin. 4, 16, 30. a. A. 
aber wAre M. Cromum eine allgemeiBe Benennung filr das nOrdlicbe Eis- 
■eer, wfibrend Plot de fac. in orb. luaae c. 26. T.XIII. p. 84. Hatien. 4a» 
kroaiscbe Meer nardwestlicb von Britaaniea aasetzt Reiehmrd bait obne 
Iriftige GrOade das Pram. Rabeas fta* die Nordostspitie von Norwagen and 
daher das M. Gronium fUr das weisse Meer, vermalblieb dareb die Aeba- 
liebkeit desNamensmitGrOnlandverleitet, aof die Vkth Harduin zaPlia. 1. 1, 
biadaatet; wftfaread Letzterer docb vie! wabrscbeinlieber den Namea des 
Meeres ¥oo dem bd Ptol. 3, 5. erwabnten Flasse Glvonus in Sarmatiea 
berleitet, der mit GrOnlaad nichts zu schaffen bat, sondera ein in die Ost- 
see lUlender Fluss, baebst wabrscbeinUeb der Pregel ist. Bbea so sebaiat 
das Vorgeb. Rttbeas seinen Namen vom Fl. Rbnbon (j. MobmI) iu babea, 



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4 Zweiter Theil. Politische Geographie. 

//. Im 0. der Erde ist der den Altea fast ganz anbekaimte 
OeeanusEous (Plin. 6, 13, 14.) oder das Mare Ecum (Plin. 10, 
23, 30. 7o\ 'Ewop niXayos: Agathem. 2, 14. vgl. aoeh Dionys. y. 
37. [nach welcfaem to ^wo^ und to If^iiuov ol8(Aa S^aXdaafjQ iden* 
iisch sind], o ngog dvmoXaQ wxsa^os: Died. 18, 5.), d. h. das 
heoL Chinesische Meer mil dem Magnus Sinus (6 fj^iyuQ noXnoQ: 
Ptol. 7, 2. 3. 5. Agathem. 1, 11. 2, 14. j. MB. von Siam) an der 
ostlicben Kiiste von India extra Gangem; der im S. mit dem Prom, 
magniun (j. Cap Romania), der aussersten Spitze der Aurea Cber- 
sonesus (Malakka), beginnt^^'). 

///. Das den Alten schon weit mehr bekannte Meer im S. der 
£rde biess im Allgemeinen Mare Australe {fj Novifj oder No^ia 
'9'dXaaaa: Herod. 4, 37. Strab. 2. p. 121., aiicb o Haw fAsafifi' 
fiqiav ioneavoQi Diod. 3, 38. und o fMOi^fA^QivoQ oder o vfntos 
wnea$f6s: Agatbem. 2, 14. auch wobi 17 i^&gd S-aX* im weitem 
Sinne: Herod. 2, 102. 4, 37. vgl. mit Aescb. fragm. 178. ans Strab. 
1. p. 33. und Bd. 1. S. 28. Note *), d. i. das grosse Indiscbe Welt- 



und die nOrdlicbe Spitze von Knrland za sein, and sonaeb wSre das M. Gro- 
nimn ein Theil der Ostsee an der prenss. Kttste. (Vgl. nuch Foigfs Gesch* 
Preussens. I. p. 45. n. 77.) Die Verwechseliing der Ostsee und des ndrd- 
liefaen Eitmeers in den Ntfchrichten der Alten kann uns nidit befremden. 
Wie mangelhaft ttberhaapt die Kenntniss der Alten von den ndrdhehen 
Meeren war, sieht man auch daraus, dass man selbst an die MOgliehkeit 
glaubte, aus dem Indischen Ozean durch den Eoischen (und wahrselMinllch 
auch durch das Caspische Meer : vgl. Strab. 2. p. 74. u. nnten S. 3 1 . Note 60.) 
in den ndrdlichen, und so bis in die Nordsee zu gejangen. Dem nach 
einem Fragmente des Com. .Nep. be! Bosius T. 11. p. 356. (dessen aiich 
PKn. 2, 67. und Mela 3, 5, 8. gedeoken) soU Metellus Geler wlhrend 
seines Proconsulats in Gallien von einem KOnig der Bojer (oder nach Plin. 
der Sueven) einige Indier geschenkt bekommen haben, die durch -Stirme 
aus dem Indischen Ozean an die Kiisten von Germanien verschkgen wor- 
den waren! (Vgl. Tzschuck. ad Mel. 11, 3. p. 147. u. Ill, 2. p. 172 sqq.) 
Wahrscheinlich waren es Einwohner von Labrador oder GrOnland, die 
man ibrer brauneren Hautfarbe wegen fttr Indier hielt. 

10) Von den kleinem oder nicht genau zu bestimmenden Meerbusen 
wird bei der Beschreibung der betreffenden LSnder, also von den Busen 
des Chinesischen und Indischen Meeres, dem Sinarum, Theriodes, Prasodes 
Sinus u. s. w. unten §. 78. u. 79. die Rede sein. Wahrend fibrigens Einige, 
wie wir eben gesehen haben, eine Fahrt aus dem Indischen Meere durch das 
Eoische in den nOrdlichen Ozean fUr mOglich hielten, glaubten Andere, dass 
atch das Meer im Osten der Erde, so gut wie das Atlantische im W. (s. 
unten S. 11. Note 18.), fUr Schiffe vdllig unzngjtnglich sei, wie wir Bd. 1. 
S. 578. gezeigt haben. 



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§. 53. Meere. 5 

■eer. Seine dizdneo Theile sind : 1) der Oceanus Indicus (Sen. 
Qn. N. 4, 2- Meb 1, 2. 3, 5. o ^fyiixog wnaayoQ: Agaihem. 2, 14. 
%o 7¥dt»ov nilayog: Ptol. 7, 1. 5.) an den siidlichen Kiislen von 
Iiidien, mil 3 grossen Bleerbosen : a) Perimulicus Stnus (neQi/novXi- 
nog, nach andrer Lesart Jlt^ifuwloe noXno^: Ptol. 7, 2.) an der 
Aorea Chersonesi^, nach der Stadt Pefimukt benannt (j. die Ma- 
hkka-Strasse); b) Sabaractu Sinus {%6XnoQ ra/Japaj^off; Ploi.7,2.), 
der seinen Namen von der Stadt Sahara fubrte (j. MB. von Mar- ^ 
taknn); c) Gangeticus Sinus (uiXnos Fayyij^inog: Plol. 1, 13. 
7^1.5. AgaUiem.1,11. bei Stob.Ecl.l. p. 656. bios q 'Ipdmoe «oA- 
not), in welehen der Ganges sich mnndet (j. MB. von Bengalen). 
Nacb Plol. 1, 13. gaben die Seefahrer seinen Durchschnitt zu 13,000 
Stad. an, wovon Ptol., weil diese Maashestimmungen der Schiffer 
gewoiinlich zu gross sind, seiner Sitte gemass den dritten Theil 
absieht, so dass er den Dnrchschnitt, noch immer viel zu gross, zu 
8670 Stad. bestimml. Die Fahrt am den ganzen Busen herum langs 
der Ruste sollte nach den Sehiffemachrichten 19,000 Stad. betrar 
gen^O- Sy Das Mare Erythraeum oder Rubrum {tj iqvd^qd ^a- 



11) Uebrigens scheint sich Ptol. 4, 9. 7, 3. u. 5. nach dem Vor- 
gange des Hipparchos, Polybins und Marinas von Tyrus das Indische Meer 
ab ein geschlossenes Bassin gedacht zu hahen, indent er gtanbte, dass die 
HalbiBsel jenseit des Ganges, auf welcher Catigara lag, nach W. zn durch 
era nnbekanntes Land mit dem Vorgeb. Prasnm (j. Cap Delgado) in Afrika 
and der ainkanischen Kflste von Azania znsammenhange ; eine Ansicht, 
▼OB der Strabo 1. p. 32. nichts weiss, und gegen die sich anch Isidor. 
Orig. 14, 5. crklart (vgl. Bd. 1. S. 420. mit S. 164. 203 f. u. 366.), 
Ae sich aber theils auf die Richtong der Kiiste von Afrika zwischen dem 
Flnsse Nun und dem Gap Bojador, Ober welche die Expedizion des Hanno 
iiicht hinausgekommen war, theils auf jenen seltsamen Irrthum der Geogra- 
phen Alexanders d. Gr. zu grflnden scheint, nach welchem man einen Zusam- 
menhang des Indus mit dem Nil annahm, und in den Qaellen des Acesines, 
eines Nebenilusses des Indus (j. Tschenab), die Qaellen des Nils entdeckt zu 
kaben glaubte. (Arrian. Anab. 6, 1. vgl. v. Humboidi's Krit. (Inters. I. 
S. 557 f.) Denn dass jene Meinnng alter ist, als Hipparchns *), und sich 
bis anf Alexanders Zeiten znrfick datirt, ergiebt sich aus Aristot. de 
coelo 2^ 14. (vgl. mit Meteor. 2, 5, 15. und Job. Philoponus de creat. 
■mdi 4, 5. p. 154.). Uebrigens scheint auch Strabo 1. p. 32. an einem 

*) Gosseilfn (6^oi^. des Grecs p. 52. Reohercb. 1. p. 45. and anderwSrta) 
befcaiptet ftreilich, dass HIpparoh der ersle Urfaeber dieser Aosioht sei, 
Letronne aber (Joarnal deS Savaas. 1831, Aa^t, p. 476 sqq. 545 sqq.) 
venaathet, dass er sie aus dem (z. B. voo Strabo 16. p. 739. erwabnten) 
ebaldaischea Matbematiker Seleaeas eotlebnt babe. (Uebrigeos vgl. aucb 
T. Hwnboldfs Rrit. Uoters. 1. S. 136. :^70. nod 517 ff.) 



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6 Zweiier Theil. Politische Geographic. 

Xaeaa.^Atsck. fr. 178. [?s. obenS.4.]Herod. 1, 180. 180. 2, 102. 
4, 37. Polyb. 5, 54, 12. 9, 43, 2. Strab. 16. p. 765. 779. 17. 
p. 804. 815. u. ofter^ Agathem. 1, 11. 2, 14. Dion. Per. 1132. 
Stob. 1. p. 656. Plin. 5, 11, 12. 9, 35, 54. u. diter, Mela 3, 8. 
Curl. 6, 2. 8, 9.) ^^) oder das bent. Arabisoh-Persisebe Meer, zwi- 



unujiterbrochenen Zusammenhange des Erythrflischen und Atlantischen 
Meeres, dem er eine sehr grosse Aasdehnung gegen 0. giebt (2. p. 130. 
15. p. 689.), zu zweifein und zu glauben, dass die SehifFahrt aus eineni 
ia das andere darch einen Isthmus versperrt sei, woiiit aber freilicb eiue 
aiidre SteHe desselben t. p. 5. im Widersprneh steht. Aftch Eratosthenes 
bei Sirab. 1 . p. 64. nahm schon einen Zusammenhai^ des Atlantischen und 
Indischen Meeres an, und glaubte, dass man, wenn nieht die Gr5sse von 
jenem es verhioderte, yon Iberien aus durch dasselbe nach Indien schiffen 
ktfnnte. (Vgl. nnten Note 67.) Uebrigens siehe, was Bd. i. S. 577 f. 
ttber die ziemficb atigemeine Meinung der Alton von der UnbeschtffbariLeit 
des grOssten Theiles des ttossem grossen Ozoans bemerkt wordeo isU 
Vgt auch SpoAn de Niceph. Blemm. p. 22. und \\ Humboldfs Krit. 
(Inters. I. S. 134. — Agathem. 2, 11. setzt ziiischen dem Indischen und 
Erytbraischen Meere noch ein KaQfiavcov niJ^ayog an, welches aber der 
Natur der Sacbe nach nur ein Theil des Sinus Persicus sein kann. Der- 
selbe nennt 2, 14. auch als einen Theil des Indischen Ueeres die BqcLx^Iu 
^dkaaaa (so genannt von den vielen Untiefen : id. 2, 11.), welehe sich 
von dor Hajulelsstadt Esinos (Esisina) in Barbaria (Ostktiste Afrika's) bis 
zum Fhisse Gottiaris im Lande der Sinae 52,500 Stad. in der Lftnge und 
von der Spitze des Sinus Magnus gegen S. 30,000 Stad. in der Breite 
erstrecken soil. An einfer andern Stelle (2, 5.) setzt er es, wie Mai'c. 
Herael. p. 12» Huds., bios ira Allgemeinen an die Kiiste der atbiopischen 
Measchenfiresser, und an einer dritten (2, 11.) nOrdlicb vom M. Prasodes 
an, welcbe Stelle Uckert II, 1 . S. 85. zu dem IrrUmme verleitet hat^ Aga- 
tbemer^s B^a^ua d^aX, ftir den nOrdlichen Ozean zu ballen. (Sollte viel- 
ieicht dieso B^ax^ict d'oX, eins und dasselbe sein mit des Ptol. 7, 3. Ba- 
Tlfa^lu ^cU., woraas die Herausgeber eine xgaxHa -^aX. gemacht haben?) 
12) Nur sehr selten findet sich bei den Griechea die Benennung 
^EQv^Qoiog novtog (wie bei Dion. Per. 38. 597. 711., und daher bei 
Avion. 67.), sondem fast immer beisst es ^ i^vd-^a ^aXaaoa, und schoo 
diess schemt darzuthun, dass dieser Name nicht von einera alten Konig 
Erythras berzuleiten sei, (wie die Alten gewOhnlich annehmen : Agatharch. 
de mari rubro p. 2. Huds. und aus ihm Strab. 16. p« 779. Dio Cass. 
68, 28. Arrian. Ind. 37. Mela 3, 8, 1. PUn. 6, 23, 28. Gurt. 8, 9, 14. 
Solin. 36. u. A. ; wahrend schon Ctesias bei Strab. I. 1. u. Agathem. 2, 1 1 . 
einen natiirlichen Gnind angeben, von welchen Jener das Wasser selbst 
filr roth gefilrbt und mennigphaltend ansieht, dieser aber, indem er die 
Meinung Anderer verwirft, welehe die umliegenden rothen Berge in 
demselben sich abspiegeln lassen, \ielmehr einen Reflex des Sonnen- 
lichtes selbst in den Fluthen des Meeres annimmt, und die Erscbeinung 



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§. 53. Meere. 7 

9e^B faulieD, Arabien usd Afirika ^^). Es tbeilt sich in zwei gtosse 
MeerbiueB: a) Sinus P^$iciis (o Ile^iKog i^olnos: He cat. ap. 
Slieph. Ejz. V. livft^ »3b)^ Strab.. 2. p. 78. 15. p. 727, u. oftcr, 
Plol. 6, 4. 7. 7, 5. Stob. 1- p. 656. Dionys. y. 52. Mela 1, 2. 3, 8. 
1&. Plin. 6, 24, 28. 6, 26, 29. 9, 35, 54. auch gy itavd ndQaas &d- 
kwa: Strab. !&. p. 765. ^ IleQaiKij ^dX*i Agathem. 1, 3. Mare 
Pfrsicum: Plin. 6, 13^ 16. 12, 9, 20. nocb j. der Persische MB.), 
jiber dessen Crestalt ond Grosse sicb die Alten aicbt wenig taascb- 
tCB. Mela 3, ^, 2. u. Plin. 6, 24, 28. geben ihm die Gestalt elnes 
MtBsebeiikopfis, dessen Hals die Meerenge bilde. Strabo 16. p. 765 f. 
(ler ibn dem Gasp. Meere gerade siidlich gegeniiber liegen lasst : 
2. p. 121. ygl. mtt 11. p. 519.) gtanbt, dass er fast so gross sei^ 
als der Pootus Euxinas, and niumt nacb Nearch die Fabrt langs 
kr Koste auf belden Seiten ^usaromen zu 20,000 Stad. an , ivorin 
ihmPtoi.l.l. Agathem. 1, 3. u. Ammiaki. 23, 6. (p. 348. Bip.) folgen, 
wd ebenso giebt Plin. 6^ 24, 28. aus Eratostbenea den Umfang zu 



■il der Morgea- and AbendNM^e aia Rimmel vergieicht: vgl. ancb Strab. 
L l)j sQDdem dass er s^h auf eine BeschaflPenheit des Wassers bezieht, 
ad dass die R5mer ibo ganz richtig darch M, Ruhrum iibersetzten. Ueber 
£e versehiedenen Griinde dieser Benennung ^. Fareni Geogr. gener. 
p. 114. Txschuck. ad Melae I. I. p. 283 sqq. Gosseffin bei Bredow S. 121. 
Nmhukr's Arabien S. 418. ffiner's^M. RealwOrterb. Art. Retbes Meer 
I. A vgl. auch Relandt Diss, de mart rubro in den Diss. Miscell. P. 1. 
ad tAmilk in Hist, de FAcad. des Inscr. XXXV. p. 591.) 

13) In den Sltesten Zeiteo, wo man nocb keine KeDntaiss von In- 
iiet hatle, also auch noch kein Mare Indicum annahni, war Mare Ery- 
tkraeom der allgemeine Name ftir den ganzen Ozean auf der Siidseite 
Asieis, and scbloss auch das Mare Indicum mit in sich ; spSiterhin abpr 
verstand man -darpnter bios das Meer westlich von Indien und namentlich 
fe beiden oJien genannten grossen Meerbu$en ; in welchem Sinne auch der, 
gew5hnlich dem Arrian zugescbriebene, gewiss abei* spAtere Jl^inkovq 
r^ *E^v^fcig '&cUiffarig (s. Bd. 1 . S. 443.) diesen Namen braucht. Von 
itM auf ihm durch die Alten . nntemommenen Entdeckungsreisen und der 
Unrch wachsenden Kenntniss seiner Riisten s. Bd. 1. S. 64. 139. 151. 
156. 157. 443. Von seiner Ebbe und Flath handelt Agatharch. p. 67. Huds. 

13b) Wo jedoch^ wie wir Bd. 1. S. 56. Note **) gesehen haben, 
fo Lesart zwisciien iw IJe^aixai xoXnt^ und novrq^ schwankt; so dass es 
■och sehr zweiiSelhafl bleibt, ob Hekataos den Persischen Meerbusen wirk- 
idk sdbon gekannt babe, der auch dem Herodot noch unbekannl war. 
Aidere fireilicb glaoben den Pers. MB. schon bei Aeschylos erw^nt zu 
inden. Vgl. Bd. 1. S. 29. Note *). Bestimmt spricht von ihm zuerst 
Eratostlienes ap. Strab. 16. p. 765. VgL Bd. I. S. 190. 



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8 Zweiter Tbeil. Politiscbe Geographie. 

2500 Mill. , seinea geraden Durchschnitt aber sEwiscben der Meer- 
enge und der Mnndung des Tigris gar ca 1125 Mill. (d. i. 9000 Stad.) 
an^ wabrend er in der WirkUcbkeit bocbstens 140 g. M. betragL Die 
Breite der Meerenge selbst (j. Strasse von Ormaz)'nimmt er bios za 
4 — 5 Mill (!), Agatbem. 1. 1. aber ricbtig zn 400 Stad. an, and Strab. 15. 
p. 727. sagt, man konne sie in einer Tagefahrt dnrchscbiffen (ygl. 
1. Bd. S. 334. Note 430» 16. p. 726. u. 765. aber, man konne von 
einem Ufer das andere deutlich erblicken, womit anch Ammian. 1. 1. 
libereinstimmt. b) Sinus Arabicus (6 'AQafiixog %6Xnoc: Ptol.5, 17. 
7, 5. und Dionys. v. 54. Mela 3, 8, 2. 3, 9, 3. Plin.2,67,68.6,24, 
28. u.fi.w., o "Jed/iios X..- Herod. 2, 11. Diod. 3, 14. Tbeophr. 
h. pi. 4, 9. Strab. 1. p. 35. 47. »*) 2. p. 100. 121. 132. 16. p. 779. 
«. s. w. Ptol. 4, 8. 7, 5. Agatbem. 1, 3. 2, 2. 5. 11.) aucb uav' ijo^^jv 
JUare Rubrtm (ij iQvd^gd d-dXaaaa : Herod. 2, 11. Diod. 3, 16. Strab. 16. 
p. 779. Aelian. V.H. 10, 13. Josepb. Ant. 8, 2.) im A. T. aber 
(Exod. 9, 19. 13, 18. Jos. 2, 10, u. s. w.) p|nD-d: {Jam Stqph), 
d. i. das Scbilfmeer genannt (noch j. der Arabiscbe MB., bei den'Ara- 
bern Meer Kolsum). Der nordlicbe Tbeil desselben wird durch eine 
sicb aus Arabia Petraea weit in's Meer binansziehende Bergkette, die 
sogen. sckwarsen Berge (va fjUXava oQfj: Ptol. 6, 7.), zn denen 
aucb der Sinai and Horeb geboren ^^), in zwei Spitzen getheilt, von 
denen die ostlicbe, bios Arabiens Kuste beriibrende, nach der arab. 
Stadt Aelana oder Elana Sinus Aelanites (Elanites) oder Aelanitieus 



14) Hier spricht Strabo von dem Irrthame einiger Aelteren, z. B. des 
Damastes, die den Arabischen MB. fdat einen See gehalten h^ten. (VgL 
1. Bd. S. 62.) Andere dagegen, wie Eratpstbenes (s. B* 1. S. 191.) 
glaubten wieder, er habe einst mit dem Mittelmeere zusammengebangen, 
ufld erst bei dem Durchbruche des letzteren in^s Atlant. Meer sei die Arab. 
Landenge trocken gelegt worden; wflbrend wieder Andere, wie Strabo 
(1. p. 58.), es nicht flir unmOglicb bielten, dass er einst die nur 1000 Stad. 
breite Landenge durchbrechen and so auch bier eine Verbindnng des Mit- 
telmeeres mit dem Mnssern Ozean bewirken werde. (Vgl. Bd. 1. S. 335.) 
Die genauere Kenntniss desselben «cbreibt sicb erst aus dem Zeitalter 
Alexanders und der Ptolemfler her.^ Vgl. iiber ihn besonders Gossellin 
Deber die geographische Kenntniss der Alten vom Arab. MB. in Bredow^s 
Untersuch. etc. B. II. und ReichartTs Myos Hormos und die Sgyptisch- 
Htbiopische KUste des class. Zeitalters in den N. Geogr. Epbem. Bd. 28., 
ausserdem aber aucb Hitter's Erdkunde II. S. 226 ff. und 245 ff. 

14b) D. i. die sogenannte petr^ische Halbinsel, von den Arabern El 
Tyb oder Giazirab Aila, von den Aegyptem Sicka el Hedjas genannt. Vgl. 
Ruppers Reise inNubien, Cordofan und dem petrSiischenArabien. (Frankf. 
a. M. 1829.) S. 179. 



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§.53. Meere. 9 

(Ebmitioos) hiess (PUd. 5, 11, 12. 6, 28, 32. ^% bei Strab. 16. 
p. 768. *EXavi%fie f^^^e> bei Plol. 5, 17. ^EXavl^s noXnoQ, bei 
Agalhem. 1, 3. EXavvanoQ noXnoQ)^ nach DioJ. 3, 43. aberaaeh 
LaeofUtes {/tcuavlzfjQ noXnos)^ ^^) j.Bachr el Akaba; die wesUichere 
dagegen zwischen Arabien und Aegypten oaeh der Sgypt. StadtHeroon* 
foUs Stmts Heroopolites (HgrnonoXlTije noXnogi Ptol. 5, 17. vgl. aueh 
Scrab. ie.f.7e7.)oAtirIteroapoliticus^hn. 5, 11, 12., beiTheophr. b. 
pL4, 8. "Hgioog xoXnoe^ bei Josepb. Ant. 8, 2. saeh'uoXnog Alyv^ 
n/%w%og, nod nacb Plin. 6, 29, 33. von den Arabern Aeant) genannt 
wnrde, j. Bacbr Assuez (d. i. Meer von Saez). Die Lingo des gan- 
zen MB. wird von den Allen vefscbiedeq angegeben; nnd zwar vom 
Eratosthenes (wenigstens bei Plin. 6, 28, 33. : s. jedoch weiter nnten) 
zn 13,000, Yom Strabo (1. p. 35.) zu faat 15,000 1^), vom Agrippa 
zn 14,000, Oder mit einem kleinen Abznge zu 13,776 Stad. (1722AIiil. 
beiPUo.l.l.), undvoniAgathemer(2,14.p.56.Iiads.) zn 10,000 Stad. 
(s. jedoch weiter nnten); Andere aber bemerken, dass sie nicht an 
keiden Kflsten gleieh gross sei, und zwar betrug sie an der arab. 
Rfiste naoh Eratosth. bei Strab. 16. p. 768. tind Agathem. 1, 3i 
14,000 Stad. (womit Artemidors 1750 Mill, bei Plin. 1. 1. iiberein* 
stimmen), nach Ptol. 5, 17. aber 10,400 Stad. (was mit der Wirk- 
lichkeit, 260 g. M., zusanunenstimmt) ; an der agyptischen dagegen 
nacb Eratosthenes (bei Strab. 1. 1.) 13,500 Stad. Eigentlich aber 
kannte man diese Kuste ntur bis Ptolemais, bis wohin die Lange des 
MB. nach Strabo nnd Agathem. U. U. 9000 Stad. (1137^% MiU. 
oder 9100 Stad. nach Artemidor bei Plin. 1. 1.), nach Ptol. 1. \. ab^r, 
der Vs abrechnet (vgl. B. 1. S. 415.), 7200 Sud. betrug '0* Die 



15) Hier ftlhrt Ptin. auch die Schreibart Meniticut (aus Artemidor) 
nd Atlenatieut an. 

16) Dass diess kein blosser Schreibfehier sei, lehrt Plin. 6, 28, 32., 
weleher versichert, dass Aelana auch Laeana und nach ihr bei Juba der 
Meerbosen Laeaniticus heisse. 

16h) In eiAer andern Stelle (2. p. 100.) bestimmt er zwar nach der 
allgemeinen Lesart diese Lttnge mir zn 10,000 Stad.; da aber diese Stelle 
effenbar nur eine Wiederhohmg der oben angeftlhrten ist, so haben Gosttt" 
Urn nnd Groskurdmt\ki ohne Grand veraiuthet, dass auch in ihr 10,000 in 
15,000 zn verwandein sei. Vgl. Groskurd Bd. 1. S. 164. Note 2. 

17) Herod. 2, 11. (nnd mit ihm Tiniosth. ap. Plin. 6, 29, 33.) giebt 
die Lange der Kllste bis dahin zu 40 Tagefahrten an, was nach der ge- 
rittgsten Annahme 20,000 Stad. betrilge (indem nach Herodot ein gut 
segebdes griech. Schiff in einem Tage an 700 Stad. znrficklegen kann: vgl. 
Bd. 1. S. 550.), und jedenfalls riel zu viel ist Uebrigens ist fireilich diese 



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10 Zweiter Tbeil, Peliiische Geographic. 

Versciriedenheit io dea Angaben eines und desselben SohrifbteMers 
(EratosAeiies, Agatheuier, vielleicht aacb Stra^) aber lasst sich wohl 
so erklareo, dass H^tn anninrnt, sie batteii in der einen Sidle den ge- 
raden DurcbsobniU, in der anderu die Laiige der Kiistenliibrt gemeinU 
DieBreite wird^ wabrscbeinlich von versduedenen Ueberfidirtsp«uiktao 
aos, d>eiifal8 sebr versebieden angegeben. Nacb Tiaiostbeaes (liei 
Plio. 1. 1.) belrog sie zwd Tagefabrten, d. i. etwal 1200 Siad., nach 
Strab. 1. p. 35: an der breitesten Stelle nicbt viel iiber 1000 Sud., 
nach den Heislen aber (ibid.) 3800 Sjtad. oder 475 Mill* Nach Herod. 
2, 11. endHch konnte man mil einer halben TageEahrl die Breite des 
Bnsens d^rdMcbneiden ; wahrscbeinUob aber isi da bbs der Sinus He* 
roopbtites gemeint, obgleicb sich aUerdings Herodot den Busen aitch 
im Ganzen yiel zn schmal gedacbt zn haben seheint (vgl. 1. Bd. S.80.). 
Die schmaisle Stdle bei der Stadt Dire in Aethiopien^ wo der Meor- 
busen sicb in das grosse erytbraiscbe M^er offnet, betnig nacb 
Strab. 16. p. 7€8. vnd Agathem. 1, 3. nur 60^ Stad., nach Plin. 6> 
20, 33. und 34. schwanken die Angaben zwisehen 6, 7, 7% und 
12 Mill. (vgl. 1. Bd. S. 396. mil Note 12.). 3) Das Mare AeAio- 
picmm (6 jil&ionuoQ fonsarie- Agathem. 2^ 14., auch bei Mdli 1, 
4, 2. und Plin. 6, 30, 35. o Jl*i(mim6g fuiXnoe hei Ptol. 7, 5. w 
jii&ionioy: Dionys. v. 3ft., nocfa j. das Aethiopiscljie M(&er),d. i. das 
den Allen fast ganz nnbekaunte Meer an der siidostlichen, siidlichen 
and siidwestlicben Kiiste Afinka's. Ein besonderer Theil desselben 
ist das Mare Barbaricum (xoXnos puQ§uQi%6Q hei Ptol. 4, 7.) langs 
der ostlicben Kiisle Afrika's (von Ptol. 4, 8. und Agathem. 1. 1. Bar- 
bona genannt), vom Yorgeb. Aromata (^gd/Mtva: Ptol. 4, 7. j. Cap 
Guardafui, der ostlicbsten Spitze Afrika^s) bis in die Gegend der Insel 
l|[«nuthias, za heiden Seiten des Aequators i^*"). 

If^. Im W. der Erde ist der grosse Oceamis OcddetUaUs oder 
Hesperius C^aneQios mnsHveg: Agathem. 2, 14. Dion. Per. 335. 
Ptol. 2, 5. vgl. auch Avien. descr. orb. v. 19* Or. mar. v. 398. and 



Angabe nach Tagefehrten^ehr unbesdmmt, indem z. B. auf deib Arabiseben 
MB. nach Herodot ^en nur 580 Stad. an einem Tage zuriickgelegt warden 
koilnteii^ und so in andem Meeren nach der Verscfaiedenheit der Umstande 
bali^mehr, bald iwemger. 

17b) Dass auch der sildtiehe Ozean nach dem Pole zu ein Eismeer 
sein miisse, findet sich, obgleich man es spftter wohl erkannt hatte, dock 
nirgends bestaunt ausgesprocbea. Friher hatte man gerade die enlg^fen- 
gesetztie Meinong gehegt, dass man im tussersten S. vor dbergrosser ffitze 
gar nicbt sdnffen k^nne. (VgL Bd. i. S. 578.) 



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§. S3. Meere. 11 

Prise. Per. v« 39.), gewohnlieh fta4$b dem Beirge AUas Mare JUUm- 
Hcurn (Mela. 1, 4. 2, 6. 3, 1. 10. Pbn. 3, 5, lO.) oder Octmus 
AdamOeus (97 *A%Xav%$w^ ^dlaawm And, de mundo c. 3. Scymn* 
Chios V. 138. 90 A%Xav%m69 niXayoQ^ Polyb. 16, 29, 6. 3trab.l. 
p. 64. 15. p. 689. Agatfaen. 2, 14. oder bk>s ^ 'A%iay%iQ: Herod. 
1, 102. Prise, descr. orb. v. 72.) geBamit^^);^ oft auch uav' iioxfjif 
Oeemus (Cic. Manil. 12. id. Rep. 6, 20, 21. Sail. Jug. 17. Liv. 
23, 5, 11. Flor. 4, 2, 29. a. s. w., aueh Mere Oceanumx Caas. B. 
G. 3, 7. Catoll. 114, 6. Ovid. Met. 7, 267. und Mare magnwn (j? 
fk6ydX$}^Ximu:PolYh.3,37,ll. Cic.l.I. Plia. 3, 5, 10. Ampelius 
c 7.) Andere Naoien aind Mare externum {JAeU 1, 2. 5. 3, 1. Flor. 
4, 2, 76. SoUn. c.23. Ampel. c. 7. 9 Urn ^aloaon: Polyb. 1. L '») 
Plal. Caes. 12. Liban, Vol.l. p. 395. Reisk. 17 iwog &iiX.: PoIyK 
3, 37, 9. 11. 16, 29, 9. ^Irab. 3. p. 139. PM. 2, 5. Agakkem. 2, 4. 
ssd ij Sim wvtiUm^ 9dX.: Arisl. Met. 2, 1. im Gegensatze zu iem 
Mare loterauni (oder Mittelland. Meere) dieaseit der Saulen des Uer- 
coles -^). Mit diesem bing es zusamraeB durcb iaBFretumGadiUmMm 
(MeU 1, 1, 4. Flor. 3, 6, 9. 4, 2, 29. Jastio. 44, 1. Plin. 3, 5, 10. 



18) Eratostbeaes (bei Strabo) and Strabo selbst (2. p. 130. und 15. 
p. 689.) geben dam Atlant. Meere eine sehr weite Ausdebnung gegen 0. 
nod lassen selbst die Riisten 'Indiens von ibm bespUlt werden, so dass sie 
also aucb einen Tbeil des Mare Australe und Eonm mit unter diesem Namen 
begretfen. Ueberfaaupt wird unter den Namen ^.^^Aiit/^nmi^ Ocennus nnd 
Mare magnum niebt selten das ganae tfussere Weltmeer verstanden, wel- 
ebes die ^^sel umgiebL (S. Stob. 1. p. 650. 654. Qc, Rep. 6^ 20, 21. 
Senec. N. Qu. 2, 6. und vgl. Bd. 1. S. 333. Note 37. v. Humboldt's KriV 
Unters. I. S. 135. Bemhardy ad Dion. Per. II. p. 532. und oben Bd. ]. 
S. 190. u. 194.) Von den auf ibm untemommenen Entdecknngsreisen der 
Alien s. den l.Bd. S. 64 if. 67. 148 u. 210., wo wir aucb gesehen babes, 
wie weH es denselben ^egen S. und N. bekamU wurde. Dass es, besonders 
in Folge der durcb die selbststtcbtigen Phanizier ansgestreaten Fabelsagen 
nod fibertriebenen Nacbricbten vom Sarf^someere, geraume Zeit bindurcb 
far zuB gr5ssten Theile unbeschiffbar gait, baben wir Bd. 1. S. 167. u.577. 
(v^ nit S. 65. u. 67.) geseben; Ober das Sargassomeer aber vg). nanentr 
bcb ebendas. S. 577. ^ 

19) Hier werden allmUcb, > wie bei Arist. Problem. 26, 55. Auct. de 
■umdo c. 3. und Strab. 1. p. 121., beide Benenmingen fi i%m xai fMyaktj 
Bak. verbnnden. 

20) Nocb andere Namen sind b dvjiAoq dxeavog bei Ptol. 2, 5. in. 
oder 6 Svafuxog dx. bei Agathem. 2, 4. ^'Ankag ifmi^io^ bei Dion. Per. 
30 u. s. w. VgL aucb Uekert's Geo. d. Gr. u. R. 11, 2. S. 82 f. und iiber 
^eses MeM* tiberiiaupt Nicepb. Blemm. p. 3« ed. Spobn. mit der Anmerk. 
S. 22. 



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12 Zweiter Theil. Politische Geograpbie. 

SoUn. G.23. o Fa^eiQuios noQ&ftos: Plat. Sertor.S.nach der Siadt 
Gadeira oder Gades benannt) oder HercuXe^un (Siiios 1, 199. o Vod-- 
mUiOQ noQ&iAOQ: Ptol. 2, 4. Marcian. Herad. p. 5. 6. o %a%A %dg 
^fiQaxi^alove inp^Xag nog&fMQ: Starab. 1. p. 58. Agathem. 2, 14. 
o ». v*TS. or. noQos: Polyb. 3,39^4. v6 xct&^ TlQanXeioveav^Xag 
fnifia: Polyb. 3, 57, 2. 16, 29, 6. Marc. Heracl. p. 6. o nwcu %iQ 
tmjXaQ noQog: Diodor. 5, 20.), bisweilen aacb ^msv^ ^ioxi^y FreUtm 
(6 H6Qoe, onoQ&/Jt6g) genannt (Cic. in yatin.5. Mela 1,1, 5. 1,3,2. 
Ampel. 6. Palaepb. 32, 10.) ^^), wie nocb jetzt bisweilen bios die 
Strasse^ statt die Strasse von Gibraltar 2^); dessenBreitevon4en Alten 
sebr verschieden angegeben vird. :NaGb Corn. Nepos and Livias bei 
Plin. 3. prooem. nnd nach Solinas c. 26. §. 23. betrilg die grossteBreite 
10 Mill., die geringste aber 7 ; womit Martian. Cap. 6. p. 201. ziem- 
Uch iibereinstimmt, nach welchem die grosste Breite 10, die niittlere7^ 
die geringste 5 Mill, betrug. Aach Mela 1, 1, 4. nimmt die Breite 
za 10 Mill, an, mit welchem Maasse aber nor der Abstand vonMellaria 
bis znm Vorgeb. Calpe gemeint sein kann, denn weiter osttich ist 
derselbe viel bedeutender >>) ; weshalb aach Plin. 5, l,!l. die Ueber- 
fiaihrt von Belo nach Tiagis in Mauretanien za 30 Mill, bestimmt, wor 
mit die 220 Stad. (28 Mill.) im Itin. Anton, p. 495. Weasel ziemiich 
iibereinstimmen. Von den Griechen bestimmen Marcian. Heracl. p. 5. 
die geringste Breite za 80, Agathem.2, 14. zu70, Strabo an der einen 
Stelle (2. p. 122.) aach zu 70, an einer andem aber (17. p. 827.) nur za 
608ud. ; Scymnas Chias v. 130. nimmt die Breite za 120 Stad. (15 Mill) 
an and Andere wied^ anders, je nachdem sie von verschiedenen 
Ueberfahrtsorten aas massen^^). DieLange derMeerenge betrag nach 
Strabo, Agathem. and Marcian. U. 11. 120 Stad., and ebenso nach 



21) Vgl. aiich Fischer ad Palaeph. 1. 1, uad Davis, ad. Caes. B. C. 1, 29. 

22) Noch andere Namen sind: 6 Ttjg ^oAom?^ r^g 'ArXavtix^q 
(nofia beiScymn. Chins v. 139. Fretum Oceani hei Liy.25, 5, 11. Ostium 
Oeeani bei Cic. Manil. 12. and Mela 3^ 9, 3. Fretum nostri maris et Oeeani 
bei Sail. Jug. 17. Fretun^ Tartessium bei Avien. or. mar* v. 54. Fretum 
Rispaniae beiiSuet. Vitell. 13. a. s. w. Vgl. Fischer Prol. 3. ad Palaeph. 
p. 44. Tschuck. ad Melam. 1, 1, 4. und Uekert 11, 1. S. 248 f. 

23) Mela widerspricht sich daher, wenn er a. a. 0. die Breite onr za 
10 Mill, bestimmt, and doch 2, 6, 9. die Meerenge bis znm Prom. Jononis 
reichep Iftsst, wo der Abstand der Kiisten von einander viel grosser ist. 

24) So betrog nach Demon Amphip. bei Avien. or. mar. v. 340: die 
Breite nur 3 Mill., nnd nach Damastdjs ibid. v. 371.^ gar nar 7 Stad.. Vgl. 
DarmUe Mem. de TAcad. de Paris^ Vol. SO. f . 122. Gail, ad Scymni 1. 1. 
p. 340 sq. Tzschuck. ad Melae 1. 1, und Uekert U, 1. S. 251. 



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§.53. M tere. 13 

IVimiiiiis Gracilis (bed PUn. 6, 33, 38.) 15 rom. Mill. — Die Ver- 
bindmig des Atltfntischeii Ozeaiis mit dem Oceanus Septentrionalis da- 
gtgea (s. oben S. 1 ff.) bewirkte d9S Frekan GaUicwm (Solin. c. 22.) 
okr Briianmcum (o Bqvfvav^niQ nog&f^q : Strab. 2. p. 128.), aack 
Eretum Oceani: Tac. Agr. 40. Ammian. 28^ 2. uhd Freta MorinAm 
naeh dem an ibm wohnendenVolke derMorini (Qratii Cyneg. v. 174.), 
j. Pas de Calais ^^). — Die einzblnen Tbeile des Oceanus AUanlicus 
waren: 1) Ocemtm GadUmius (Plio. 9, 4, 3.), der zonachsi an das 
FretomGadiUnum sCossende, die Sdd- und Westkiiste'Hispaniens be- 
spileode Theii des Meeres. 2) Oeeanus Cantdber (Claudiaa. 29, 74. 
KarrtifiQiOQ mxea^og bei Ptol. 2, 5., j. das Biscayiscbe Sfeer) an der 
Nordkiiste von Hispanien, aach dem Volke der Caniabri benannt. 
3) JTore GalUcum (Tac^ Agr. 24.) oder Oceanus Gatlicus (Plin. 3, 
21, 35. 9, 4, 3.) an der Nordwestkiiste Galliens von den Pyrenaen 
ui ^^). 4) Mare BriUmnieum (Mela 3, 6, 3.) oder Oceanus Britan- 
nkus (id. 1, 3, 1. 2, 6, 1. Plin. 4, 19, 33.) zwisohen GaUia und Bri- 
tamiia, oder (nacb Plin.) zwiscben den Miindungen des Rbenns und 
ier Seqnana (j. Kanai von England oder La Manche). 

F* Das in der Mitle der den Alton bekannten 3 Weluheile 
hibende^ im W. mit dem Fretnm Hercnleum oder Gaditanum begin- 
neade nnd durch dieses mit dem Oceanus Atlanticus zusammenbSmgende, 
grosse Meer hiess Jf. Internum (Mela 1,1,4. Plin. 3. prooem. 3, 4, 5.) 
Oder Jitle^^mtim (Sail. Jug. 17. Flor. 4, 2, 76. t; Sam d;dXa%%a: 
Polyb. 3, 39. Anet. de mundo c. 3. 9 ivvos »dX. : Strab. 2. p. 121. 
3. p. 139. Appian. Mitbr. 93. 94. Agatbem. 2, 4. Marc. Heracl. 
p. 65. oder voUstandiger ij ivrog jBTpaicA^/ioy anjXmv S'dX. : Arist. 
Mel. 2, 1. Dion. Hal. 1, 3. HuUrcb. Pomp. 25.), wird aber oft auch 
nor Marenostrum (Sail. Jug. 17. 18. Caes. B. G. 5, 1. Liv. 26, 
42, 2. Mela 1» 5, 1. Avion, or. mar. v. 56. 17 %ad' i^/mq ^dXacea: 
tolyb.3,37.39. Diodor.4,i8. Strab. 2. p. 121. Ptol. 2, 5. Appian. 1.1. 
Max. Tyr. 14, 2. Agatbem. 2, 14. 1^ ij/jteveQaS'dX.: Hecat. ap. 



25) Zn thm geh«rte der von Strab. 2. p. 128. 3. p. 137« nad 4. p. 190. 
er^ahnte xoXnog raXom^xog (der MB. voo Gascogne). Nacb Serv. adVirg. 
Ed. 1, 67. batten Gallien und Britannien eiust znsammengebangen und das 
Meer erst spater diesen Durcbbrueh bewerkstelHgt^ 

26) Nicht za verweebsefai mit dem unten $. 15. erwMbnten Sinus Ga/- 
Ueus^ der bei Plin. 3, 5, 10. ancb Mare GalUekm beisst, und ein Tbeil des 
Mare Internum ist (j. MB. voo Lyon). D,er nOrdlicbe Oceanus Gallicus biesg 
ttck TarbelUeus Oceanus (Auson. Parent 4, 12.), TarbeUwum aequor 
(Ueaa. 1, 431.) and Aremorieus pontus (Auson. Epist. 9, 35.). 



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14 Zweiter Theil. Politisehe Geographic. 

8chol. Apolloii. 4, 2S0.)' auch'bei Bfax. Tyr. 41, 1. ^ devgo &dk., 
uad vwi den SUtesten SchriftsteOern, die seiii Verhaltiiiss zam grossen 
Weltmeere aoob nicht kaanten, wie von Hecat. fr. 349. (vgl. Bd. 1. 
S. 49.), nooh i/ /MydX^j S-dX. genannt^^). £s war iiaeh Plat. Tim. 
p. 25. a. (T. IX. p. 296. Bip.) and Dionys. Per. v^ 45 ff. nor ein 
Busen des 'dussem oder Attant. Meeres, und wurde schon von den 
Alten als kein nrspriingliehes, sondem erst sp'ater dureh den Einbrach 
entweder des Atlant. Ozeans oder des Pontas Eux. entstandenes Meer 
angesehen (vgl.Bd.'l. S. 576 f. nnd nnten S.26.*Note51.); obgtoich 
Andere wieder glanbten, es sei friiher ein Bittnennieer gewesen, and 
babe sich erst dnrcb einen Darchbrnch derLandenge bei den Sftulen des 
Qerkuleis mit dem Atlant. Meere veretnigt (Strab. 1. p. 38. 49. 51 f. 
56. and vgl. Bd. 1. S. 333.). Nacb Agalhem. 1, 3. and Melal, 1,5. 
reichte es vom Fretom Gadilannm bis 2ar Pahis Maeotis Q. Meer von 
Asow)^^) and ikmfasst in dieser Aasdebnang nacb Agathem. V. 1. in 
einemUmfange von 139,072 Sud. ^^) (nacb Agrippa bei Plin. 6, 33, 38. 
von 10,056 r6m. Mill.) folgende Tkeile : 1) Mare Hispanum, Iberi- 



27) Aaeh nennen es die Griechen bisweilen bios ijde ^"O^iXaaaa (EeroA. 
1, 1. 185. 4, 39. 41. Arist Met. 2^ 2* «. s. w. Vgl. Sckwetgk. ad Appian. 
praef. c. }. Wessel. ad Diodor. 4, 18^ und fiber die Benennang Mai^e 
nostrum: Rapp 4d Arist de mando 3, 6, 10. und Ideler Meteor, vett. 
p. 5. — Dion. Hal. A. R. p. 45. nenot es itmeoifjv dXa und Hecat fragm. 
p. 39. 148. n fi^r^tj ^otX, (vgl. Bd. 1. S.49. Note 81.), sowie Oros. 1, 1. 
Mare magnum^ mit welehem Namen sonst gewtthnlicb der Atlant Ozean 
bezeicbnet wird (s. oben S. 11.). Der Name Mare mediterraneam ist un- 
klasiSifi^b und kommt erst bei Sp^teren' (z. B. Solinus c.22, 18.) vor. Ueber 
seine Beschaffenheit^im Allgemeinen vgl. das schon im 1. Bande Bemeriite, 
und zwar fiber "seine messbare Tiefe S. 578 f., fiber seine geringe, nur an 
den beiden Syrten nocfa etwas stMrkere, Ebbe und Fhith S. 584. and fiber 
sein scboB von den Ahen bemerktes allmllhliges Sinken und Znrfichnehen 
von den KOsten S. 646. 

28) Aach Strabo 2. p. 121. (der bier fiberhaupt ansfttbrlich. fiber dies 
Meer und seine einzelnen Theile handelt) rechnet den Pontus Eur. noch 
mit znm MitMmeere. Nacb Andem reichte es bios bis Zum HellespontQs, 
so dass die Pr^pontis, der Pontas Eoxinns and dBe Pains Maeotis als beson- 
dere Meere angesehen wurden. 

29) Er berechnet nfimiich die Ltfnge der europ* Kfiste von der Mttn* 
dung des Tanais bis zu den Sftulen des Herkules zh 69,709, der afrikani- 
scben vonTingis bis zur kanopischenNilmfindong zu 29,252, der asiatischen 
von da bis zur Mfiiidong des Tanais zu 40,111 Stad. In der Angabe der 
L^e (aber fireilich nur vora yoi|;eb. Getes in Manretanien bis znr Stadi 
Issus in Cilicien, also naeh dem Note 28* angegebenen engeren Umfange) 
und Breite (vmi Massilia bis Gilgilis in Mauretanien) widerspricht er sick, 



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$.58. Meere. IS 

fiM otor Bakmieum (Flpr. 3, 6, ». Wn. 3, 5, 10. S«1mi. e. 33. 
Vfise. Per. y. 75. Hhpamss OeemnuE hfk ClaodiaB^ 23, %. n6¥T06 
*IfflQtwQt Strftb. 3. p. 12S. JMonys. Per. v. 69. Nioeph. Bt«iiiiB. 
p. 3. tA. Spqhn. ^d 7^f$9t6v: Agtthem. I, 8. 2, 14. t;«) BaXXiu^i- 
wy neX> auch beiP.toL2, 5.) an der ganzen stidlichen Kiiste von Hi- 
sfania wrf ura 4ie hsnlas Balc^ares ber; nacb A||^th«m. 1. 1. von de^ 
Sislea bis zu den Pyrenaen. 2) M. GaOieum (Plin. 3, 5, 10. t6 
FaXtnfinor: Steb. 1. p. 056.) an der Stidkiiflte Galiiens, gewdfan- 
Keher S^ms Gailicus genannt ^iv. 26, 19. Flor. 3, 7. JastiiD.43, 3. 
onJia%i%6eu6Xnos: Strab. 2. p. 128. vgU niit3. p. 137. Agathem. 
2, 14. Stob. 1. p. 658. Gallfeus gurges bei Pris^;. desm*. orb. v. 79. 
GttUicus 0estAs: Avion, descr. orb. v. 112. FaXaTfiQ ^6<^ bei Dion. 
Per. V. 74.), j. MB. von Lyon ^^). 3) M. Sardoiw oder Sardoni- 
c«B (to SaQ^ior oder SaQdd^iov niXayog: Herod. 1, 166. [wo 
iber2b^o^o^'edirtzawerdenpflegt]Poiyb.l, 10, 5. 1,42,6. 2,14, 
6. 3, 41, 7. 3,47,2. Slr^.2.p. 1^. 124. Agathem.2, 14. Piin.i. 1. 
%i SaQ^ixoy: Stob. 1. p. 656. o JSoc^Vioff novrog: Dionfs. v.82.), 
das Meer pm die Insel Sardo (oder Sardinien) her, namenilich west- 
Keb nnl sidlich von derselben bis zum libys6ben Meere, von wekbem 
es eioe Yoa Prom. Lolybaenm auf Siciiien gegen W. gezogene Linie 
Crennte ><>). 4) M. LigusHeum (PHn. ibid, und 3, 6, 12. 3, 20, 24. 
vgi. aechPriseian. Per.v. 80. niXofog AifV9Tt%6v: Strab. 2. p. 122. 



er 2, 14. p. 55. Hads. die Lange zu 25,400, die Breite zu 5500, 
d bm das . abin* p. 5S. jene zn 29,000, diese zo 5000 Stad. annimmt Mil 
lelzterer Aagabe der Breite itimmtauch Scrabo 2. p. 115. a. 122. iiherein. 
Bwck das Tynbenifich^ Meer geiaessen, he^svn^ nacb Polyb. bei Strab. 2. 
f. 105. die ft^eite jrar 3000 Sud. Nacb Agrippa bei Piin. 6, 33, 38. be^ 
tag At Lange bis zam Issisebeii UB. 3440 Mill. 

29b) SeiBeo westliebsteD Theil aber, zaaiichst 0«Uich von den Pyre- 
■Jen, iiannte man auch Sinus saisus (Mela 2, 5. 8.) nnd Mare Belnrycum 
(dar Bekryker: Zonar. 8, 21. p. 406. vgl. Murkland. ad Max. Tyr. 32, 3. 
nd Uekert II, 2. S. 80.) Ais Grenze zwischen ihm nnd den M. Lignati- 
cnn (a. onten 4.) gi/ebt Oroa 1, 6. die Alpen an. Vgl. ancfa Flor. 3, 6, 9. 
nd SoKn. c. 23. 

30) Nacb Eratosthenes bei Plin. L 1. hiess das ganze weatiiebe Meer 
Tan Sardiniea bis zu den Sialen des flercnlos if. Sardoum^ und umfosate 
dao anch das M. GnUicum and Balearieum, (Vgl. Bd. 1. S. 188.) Spater 
abtr warde dies^ Name aaf den Sardiaien zunSefast slidlieh aad westlieb 
■BgebendeB Theil Ats Meeres eingescbraakt Vom dstliefcen M. T^rrke- 
wmm wwide es stats genau unterschiedea. Uebrigeas vgl. aaeh Aiist Met 
2, 1. and Aaetwde nanda e. 3. £s gak ftr d<m liefiiten TbeiT des aMttelland. 
Meares (Arist. Meteor. 1. 1. Posidon. iq». Strab. 1. p. 53.), und Pasido'- 



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16 Zweiter TheiJ. Politi$ch« Geographic. 

Agaibem. 1, 3. 2, 14. vgL aach Dioa. Per. v. 76.) oiev Sinus Ligu- 
stieus (Fler. 3, 6.), laogs 4er Kuste von Liguria, zwischen Gallieh, 
Elmriea aad Corsica (aoch j.LigorischesMeer oderMB. vonGeaua). 

5) M. Tyrrhemm (Liv. 5, 33, 8. Mela 1, 3, 3. PUn. 3, 5, 10. t6 
Tv^^Vin6¥ niXayoQ: Poljrb. 1, 10, 5. und ofter, Plut. Cainill. 16. 
Strab. 2. p. 1^ 5. p. 211. 218. 251. und ofter, Agathem. 2, 14., 
2\jQmjvl£ &aX»: Dionys. v. 83., nach dem einst an seiner Kiiste 
herrschenden Volke 4er Tvg^ijpo^ benannt) oder Tuseum (Liv. 1. 1. 
und 26, 19. PUn. 1. 1. Mela 1, 3, 3. 4. 2, 4, 1., nach dem Volke 
der Tusci , d. i. Etm^ci) , nach Plin. 1. 1. von den Griechen ancb 
NdTioi^y von den Romem if. Ififemum (Mela 2, 4, 1.)*^) ge- 
nannt, laags der Sudweslktiste Italiens von Lignrien bis Sicilien. 

6) M.SicuiMm (to SiKshnov niXayog: Polyb. 1, 42, 4. und ofter, 
Strab. 2. p. 124.^ 7. p. 323. Agathem. 1, 3* 2, 14. Stob. 1. p. 656. 
Plin. h c. vgl. auch Dionys. v. 80.) oder Auswiium j{t6 Avaoviikv: 
Strab. und Plin. It. 11. , nach den Ausones, dev lUtesten Bewebnem 
der Siidkuste Italiens) von d^ JapygiSchenHalbinsel bis zur Meerenge 
von Sicilien ^s). 7) Mare Supenm (Cic ad Att. 9, 19. Liv. 5, 38. 
Virg. Aen. 8, 149. Mela 2, ,4, 1« Plin. 1. 1. u. s. w;) oder AdriaJticum 
(Liv. 40, 57, 7. 44, 31, 4. Melal,3,3.2,4,1.2,7,10. Plin.3, 16,20. 
3, 18, 22. 3, 25, 28. t6 "AdQia%i%oif niXayosi Ptol. 3^ 1. Agathem. 
1, 3. Enstath; ad Dion. Per. v. 92. y'AfQiMiHi] ^dXaaaa: Strab. 4. 



iiins (1. 1.) bestimmt seine Tiefe zo 1000 Orgyien oder Klaftem. (Vgl. 
jedoch Bd. 1. S. 579. Note 52.) 

31) M. Inferum (im Gegcnsatze von M. Superuniy d. i. Adriaticum) 
W9r eigentlich gemeinschafiiicher Name des ^anzen Meer^s von den Alpen 
bis nach Sicilien, und schloss das M. Ligi^sticara mit in sich. if. Tyrrkf!- 
nt'eum ist eigentlich bios griechische Benennung; die ROmer dagegen 
'Dannten es' Tuscum, 

32) Nach Strabo wenigstens a. a. 0. ist Jf. Sieuhm bios die neaere 
Benennung des M. Ausouium, Doch ventand man unter M. Sicnlum auch 
die kobe See von Sicilien bis Greta (weshalb es. bei Plin. 4, 11, 18. als ein 
Theil des M. Ionium erscheint), und so istM.Ausonium (welches die 3Meer- 
busen Locrensis, Scylleticas und Tarentinus umfasst^) eigentlich nur ein 
Theil des M. Siculum. Polybias 2, 14, 4. setzt das Vgeb. ClocynUms als Greue 
swisch^n dem sicilischen u. ionischen Meere an. Nach Strab. 2. p. 124. hatte 
das sicil. Meer vom Vorgeb. Japygium bis zur libyschen Kflste eine Ausdehnung 
von mefar als 4000 und vom Vorgeb. Pachynus bis Greta von 4500 Stad. 
HeheviiAFretum Siculum s.unten§. 125. UeberdiegewaltigeBrandungdes 
sicil. Meeres bei den Aeolischen Inseb s. Theophr. ap. Antig. Car. c. 145. und 
vgl. Bd. 1. S. 166. 



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§•53. Meere. 17 

f. 204.), Hmdriumm (Qc. in Pis. 38« ad Alt. 10, 7. Har. Oi 1, 16, 4. 
i V^Jf#a9^ ^dX. : Scymn. Chius v. 368.), Hadriacum (Prop. 3, 20, 17. 
Lttcan.4,404. Avien. Perieg. 594. Uadriacuspontusht\S\)in%ly^i^.)^ 
aach ^nus Adriaticus (o *AdQia%i%6s /av^oq: Polyb. 2, 16. Strab. 4. 
p. 206. 6 *j4iQian%o6 %6XnoQ: Scymn. Chius v. 374. Slrab.2. p. 92. 
106.) Oder Adrm$ (o lidQiae nohios oder p,vxoQi [Hecal. fr. 58.?] 
Scylax p. 5. Polyb. 2, 14, 11. Strab.2. p. 105. 5. p. 210. Agatbem. 
2, 14. ^ *Af^dg dXfA^*. Dionys. v« 92.) and bios Adria oder Hadria 
(CaiiiU.36,15. Hor.Od.1,3,15. Senec.£p.90. Mela2,2, 2. 2,3,4. 
10. 2, 4, 7. nod ofter, %q "Adqiav\ Stob. 1. p. 656. o 'Adgias: [Uecai. 
fr. 69. Herod. 1, 163. 4, 33. 5, 9.?] Diodor. 15, S. Agathem. 1, 5. 
Polyb. 1, 2, 4. 2, 17, 5. and ofter, Plut. CamiU. 16. StrtJ). 2. p. 109. 123. 
Dion. Hal. Vol. 5. p. 515. Heisk.), nooh jetzt das AdrialiscbeMeer^^). 
In den frdhesten Zeiten versiand man unter dem M. Adriaticum (wie 
in nnaem Zeiten wieder) nnr das Meer zwischen Italien, lUyriea nnd 
Epinis bis zur Meerenge bei Uydruntiun, nnd dem Scylax p. 5. «. 11. 



33) M. Supenim war der bei dep ROmem zoerst ObKche Name , xu 
denen aber aaeh bald die grieeb. fieoenaang M. Adriatieam Ubergiog, die 
sicb hdcbsl wabrseheiniich von 4er Stadt Adria (gewOhnlicb Auia geticfarie- 
ben) zwisehen den MtinduogeD des Padus, oder voo der ganzen Landschaft 
Adrias, in der sie lag, berschreibt (Liv. 5, 33, 7. Plin. 3, 16, 20. Dcnn 
dass bei Herod. U. II. 6 ^AS^itjg nocb nicht Name des Meeres, sondem einer 
Landschalt ist, scbeinC tbeils aus diesen Stellen selbst, theili ans den Be- 
■ennungen des Meeres bei Polyb. 2, 14,4. 2, 16, 4. 7. 6 xorcc zpv *AS^lav 
xohiog, 7} xtna tov ^Ad^icev d^ikatra und ol iccrra top ^AdQiav xoXnoi 
hervorzigeben ; obgleicb nicht zu Ittugnen ist, dass das mannlicbe Ge- 
ichlechl des Namens befremdet. Erst SpHtere trugen wobl den Namen 6 
^Ad^iag [wobei man gewOhnUch xoknog supplirte, was aucb Emige hinzu- 
fdgten: s. obenj aof das Meer selbst Qber, das bis dahin Voi^w^ xoknog 
gdbeissen hatte. Vgl. Note 34.)* Andere leiten mit viel geringerer Wahr- 
seheinlichkeit den Namen von der eine voile geogr. Meile von der See 
eatlegenen nnd mit dieser in gar keinerVerbindung stebenden Stadt Hadria 
oder Adria in Picenum her, Theopomp. ap. Strab. 2. p. 317. aber 
v«n einem Fbsse Namens Adrias, dem Tartarus der ROmer (j. Tartaro). 
Leber die doppelte Schreibart des Namens mit nnd ohne Aspiration vgl. 
besonders Tzsckuck^ ad Melam Vol. 11, 1 . p. 1 66. - Dass Ubngens dieses 
Bfeer zn Homer^s Zeiten nocb nicht belschiffl wurde, ist Bd. 1 . S. 18. Note 32. 
gezeigt worden ; so wie wir aneh Ebendas. S. 32. gesehen haben, dass es 
bei Aescb. Prom. 836. bdchst wabrseheiniich mit dem Namen Meei9>usen 
der Rhea (Piag xoXnog) bezeichnet wird. Vgl. Uber letzteren aach Tzetz. ad 
LTc.v.630.,answelcbem wir aucb nocb eine andre alteBenennungA'^ponoff 
xoibro^kennea lemen. Dass die Alten einen Arm des Ister sich in diesen MB. 
nanden liessen, haben wir gleichfalls schon Bd. 1. S.' 125. u. 187, gesehen. 
11. 2 



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18 Zweiter Theil. Polirisohe Geographie. 

ist daher o ^AiqlaQ %6XnoQ und o *IivtoQ wXnof idenlisch ^); spiiler 
aber gab man dem Adrialisch^n Meere eine grSssere AusdehiiQiig, and 
begriif darunter alles Meer an den Ost- uod Siidkiislen Italiens bis zur 
Meerenge von Sicilien (also ancb das M. Ansoniiun) auf der-einen, oojl 
langsderKiiste vonDlyrioam ondGraecia bis zurSpitze desPeloponnes 
(also auch das M. Ionium) auf der andern Seite , nnd so erscheini nan 
der noXnoQ 76viog nu^^als ein Tfaeil des Adriatischen Meeres. 
(Strab. 2. p. 123. 7. p. 317. Eustath. ad Dion. Per. v. 92.) Nach 
Agathemer betrug die Lange des Adriat. Meeres 3000, die grSsste 
Breite aber 1200 Stad. ^% wie sie ancb Strabo 2. p. 123. bestimmt 
(vgl. jedoch Bd. 1. S. 336. Note 51.), der aber die LSnge richti^er 
zu 6000 Stad. angiebt. 8) Mare Ionium (Mela 1, 3, 3. 2, 3, 7. 2, 
7, 4. Plin. 3, 8, 14. 3, 26, 29. 30. und ofter, Ovid. Fast. 4, 565. 
Ionium Pelagns: Mela 2, 4, 7. 2, 7, 10., *l6vios /tit/jjo^r^Aescb. 
Prom. 840. 'lopios uoptoq^: Herod. 7, 20. 76^tov niXayos: Ptol. 
3, 13. Agathem. 1, 3. 76vtoe hoqoq: Poljrb. 2, 14, 4. 5, 110^ 2. 
und Scymn. v. 360. ^lovifj &dX.: Dionys. v. 94.), das am siidlichen 
Ende des vorigen, wesUicb bei Hydruntum in Calabrieo (Plin. 3, 1 1, 16.), 
und ostlicb^bei Orioos in Epirus (Polyb. 7, 19, 2.) beginnende Meer 
an der westliehen ftiiste Ton Corcyra, Cephalenia, Zacynthus u. s. w. 
(noch j. das loniscbe Meer), welches man spater oft mit unler dem 
Namen des Adriatischen Meeres rerstand, von welchem aber der xol- 
9foi? 'loviOQf das M. Adriatieum im engem Sinne (s. oben), wohl za 



34) Obgleich, weon dem Steph. Byz. zn trauen ist, schon HecatSus 
den Namen ^Ad^lag %ohtog braacfate (s. oben), so kennen doch Herod. 
6, 127. 7,' 20. and Thncyd. 1, 24. den Nameo Adnatisches Meer noch 
nicht, and nennen dasselbe noch {me Hecat. fr. 59. 60.) Vdviog nohrog^ so 
Wie auch Aeschylus I. I. verkttndigen llsst, dass der MB. der Rhea einst 
fAvxogVoviog heissen werde, der aber von dem lonischen Meere (s. nnten 
Nr. 8.) wohl zu unterscheiden ist, von dem er nur ein Theil war. Trotz'des 
spSter gemachten Unterschiedes aber brauchen auch noch Binige der Spli- 
teren, wie Marci)Btn. Heracl. p. 9. Huds. und Schol. Lycophr. v. 604. die 
Namen Adriatisches und lonisches Meer als ganz synonym. (Vgl. Bd. I . 
S. 275. Note r.) 

35) Gleichwohl soil nach demselben Agathem. 1, 3. die Breite des 
Busens an seiner schmllsten Stelle, nSmlich bei seinem Anfange zwischen 
dem Vorgeb. Japygiens und dem Geraunischen Geb. in Epirus, 1700 Stad. 
betragen ! Es soil htfchst wahrscheinlich nur 700 heissen, wie Strab. 6. 
p. 281. diese Breite bestimmt. Die grOsste Breite von 1200 Stad. ist rich- 
tig, die Lange aber viel zu klein (vom Strabo dagegen ziemlich richtig) 
angegeben. 



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§. 53. JMeere. 19 

ralersekeiden ist s^. 9) Mare Aegaeum (Cic. Manil. 18. Liv. 36, 43. 
Mela 1, 3, 3. 4. 2; 2, 7. 2, 3, 3. 2, 7, 8. und oftcr, Vcllci. 1, 4. 
Plin. 4, 11, 18. 9, 5, 20. u. s. w. o jityatoe nowog: H^ro*. ^, 97. 
Dionys. v. 131. to Atyatw niXayos: Aesch. Agam. 659. Herod. 4, 
85. Strab.2. p. 124. 125. 129. 7. p. 323. 8. p. 386. Plol.3,.11.5,2. 
Pausan. Arcad. 14. Agatheni.2,14., lauch btos %6 Alyatov Rerod. 7, 
55. Polyb. 16^ 34, 1. Stob. 1. p. 656. auqh fj 'EXX^k oder 'EXX^vix^ 
itiX. : Herod. 7, 28. and $, 54. nnd o %a&' ij/iis &aXaT%a ^% j. der 
ArcUpelagDS^ bei den Tiirken Ak-Denghiz), das Meer zwischen der 
Ostkiiste Griechenlands undKleinasien, dem di^ Alten selbst eine ver- 
schiedene AusdebniiDg gaben. Nacb Strabo 7. p. 323. reichte es vob 
Soniom bis zum Sinns Thermaicus und Thessalpnice in Macedonien, 
Bach Dionys. v. 135« von Patara bis Tenedus, nach Agathem. 2, 14. 
yon den Chelidpnischen Inseln bis zum Hellespont; gewobnlioh dhet 
yersteht man darunter das ganze Meer ostUch und stidlich von Grie- 
chenland bis zu den Inseln Creta und Hhodus. Nach Strab.2. p. 124. 
md Agathem. 1. 1. hatte es eine Ausdehnung von 4000 Stad. in der 
Lange und von 2000 in derBreite; Eratosthenes (bei Ammiaj^Marc^ 
12, 8, 10.) aber bestimmte seinen ganzen Umfang zu 23,000 Stad. 
Es zerfallt in folgende Unterabtheilungen : a) Mare 'thracmm {%i 
Of9jbnop niXayog: Herod. 7, 176.), der nordlichste Theil desselben 
tangs der thracischen Kiiste. b) Mare Myriaum (Hor. Od. 1, 1, 14. 
Mela 2, 3, 3. 2, 7, 10. Plin. 4, 11, 18. %d Mvgvmov niXayog: 
Dicaearch. V.133. Strab.2. p. 124. 7. p. 323. Ptol.5,.2. Agathem. 



36) Im weitem Sinne omfasst es naeh Plin. 4, 11 9 18. das M. Siculom, 
CreCican mid Icarium; im engem reieht es nach Ptol. 3, 13. von Dyrrha- 
duarn bis zum Fl. Pepylychnns in Macedonien. Nach Strab. 7. p. 316. 
begann es bei dem Geraunischen Gebirge, welches diesem Geographen als 
die Grenzscheide zwischen dem adriatischen und ioniscben Meere gilt, die 
er Qbrigens beide hier nnr xoknovg nennt. Seinen Namen leiten die Meisten 
roil den Irrfahrten der lo her. (Vgl. Eustath. ad Dionys. v. 389. Staveren 
a4 Hygin. f. 145. a. TzscAuck. ad Mel. Vol. ill. P. 2. p, 185.) 

37) Anch Mare magnam (vgl. Burmann. ad Ovid. Epist. 21, 84. and 
a4 Valer. Fl. 2? 365.). Ueber die verschiedenen Etymologien des Namens 
ywm der Stadt Aegae anf Ettb(k^ vom Aegens, dem Vater des Theseus^ vora 
Aegion, d. i. HephAstos, lind von ai^ oder ai'l (in der Bedentmig von Insel, 
KKppe, oder richtiger: stiirmische Bewegung, grosse Meereswelle), s.Etym. 
tf. p. 28. Eostath. ad Dioays.lSS. Schol. Appollon. 1, 831. 1165. Tzetz. 
ad Lycophr. 135. EnsUth. ad. Hom. II. 1,400. Plin. 4, 11> 18. Mart. 
Cap. 6. p. 212. Hesysch. T. 1. p. 138. Suidas T. II. p. 394. 

2* 



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2D Zweiter Theil. Politische Geographie. 

I, 3. Slob. 1. p. 656.), das Meer um die Insel Myrtiis an der Siid- 
spitze von Eubda her ; wesi)alb es auch zoweUen M. Eoboicnm ge- 
nannt wird; (Scjiol. ad Eorip- Orest. 991. Scbol. Aristopli. Equ. 
558. 993.) ^^). Auch fiber seine Grosse und Ausdebnung henrschten 
yers^hiedene Ansichten. Nach Strabo ft. p. 124. 7. p. 323. und 
Epit. 7. p. .100. Huds. reichle es vom Vorgeb. Sunium bis nach Co- 
rinth und dem Smos Saronicus ; nach Plin. 4, 5, 9. nahm es seinen 
Anfang beim Sinus Megaricos, und bespuite die Kuste voaAtUca; 
uaoh Mela 2, 7» 10. begann es da, wo das Aegaische Meer an der 
Sudo^tspiize des Peioponnes oder aim Prom. Scyliaeum endigt, und 
rei^hte yon da westlich bis zum Anfange/ des M. Ionium an der Sud- 
westspitze des Peioponnes 3^). e) M. Icarium (Hor. Od. 1, 1, 15. 
Ovid. Fast. 4, 565. vgl. mitMetam. 8, 195 ff. Vellei. 1, 4. PUn. 4, 

II, 18. Icarunn pelagus : Claud, in Eutrop. 2, 264. 7xaQiog nW' 
Toei schon Horn. n. 2, 145. niXaype %6 *I%dQiovi Herod. 6, 95. 9^ 
Strab. 2. p. 124. 10. p. 488. Ptol. 5, 2. Agathem. 1, 3. EusUtb. 
ad Dionys. 530.), der suddstliche Theil des AegiUschen Meeres langs 
der Kiiste von Doris, Carien und lonien und um die Insel Icaria ber 
(nach Plin. 1. 1. zwischen Samus udd Myconus), welchem der in das- 
selbe herabgesturzte Icarus, Sohn desDadalas, seinen Namen gab'^^). 
d) Jir. Creticum (Plin. 3, 5, 10. 4, 11, 18. 4, 12, 20. 5^ 5, 5. to 
Kq^iuov niJiayos: Thuc. 4, 53. 5, 110. Polyb. 5, 19, 5. Strab. 2. 
p. 124. 7. p. 323. 10. p. 488. Ptol. 3, 16. Agathem. 1, 3. 2, 14. 
Stob. 1. p. 656. 6 noQOS KgfiTiKoe: Scymn. v. 549. vgl. auch Dio- 



38) Die unstreitig richtigste Etymologie des Namens (von der Insel 
MyrUis) stelit Plin. 4, 11, 18. anf. Ueber aodre Ableitoageii des Namens 
vom Myrtilos, den Peiops ia dieses Meer gesUtrzt babe, oder von der Jmig- 
fran Myrto, s. Scbol. Ear. Or. 991. Tzetz. ad Lycophr. 156. Hygia. f. 84. 
Ettstath. ad Horn. 0. 2, 194. German, ad Arati Phaen. 158. Pans. 8, 14, 8. 
tt. A. Vgl. auch Staveren ad Hyg. f. 163. Schwartz, ad German, p. 31. 
Tzsekuck. ad Melam 2, 3, 3. 

39) Ricbtiger nennt Plin. 4, 11, 18. das Myrtoische Meer aosdrUck* 
lich einen Theil des Aegltischen ; und dieser Ansicht folgt ancb Mela selbst 
an eioer andern Stelle 2, 2, 8., wo er das AegHische Meer bis zom Vorgeb, 
Sonimn reicben lasst. Doch unterscbeidet auch Strab. 2. p. 124. zwisdiea 
dem Myrioischen hnd Aegftischen Meere, und setzt^ersteres in Verbindmig 
mit dem Gretiscben, das er auf diese Art auch nicht mil zu dem Aegtischen 
rechnet. 

40) Strabo, II. \l betrachtet aber das icariscke Meer so gut wie das 
Cretische als besoadere, vom Aegdischen versehiedene; Theile des Mittel- 
meeres. 



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§. 53. Meere. 21 

17s. V. 109. ti. EusUth. ad Dion. p. KM. Bernh.) an der nordlichen 

Rnste der Insel Cr^ta, und zwar naeh Dionys. v. 110. bi» znm Sal- 

monischen Yoi^eb. Nach Strab. 2. p. 124. erstreckte sich iAs Creti- 

sche M^er in Verbindung mil dem Myrtoiscben und dem Saroniseben 

MB. 9 zwischen Creta^* Ai^ and Attica, 1200 Siad. in die Breite 

and fast zweimal so wait in die Lange. 10) Mare Carpaihium (Mela 

2, 7, IS. PUn. 2, 108, 112. 5, 27, 28. 5, 31, 30. 9, 17, 29: Cat- 

patUumpelagus: Hon Od. 1, 35, 8. Juven. 14, 477. %6 jSTapTwc- 

^lov TtiXayog: Strab. 2. p. 124. 10. p. 488." Plol. &, 2. Agathem. 

1, 3. vgl. ancb Herod. 3, 45« iv KaQndd'ip nUopreg) auch JlHa" 

Heum Mare bei PUn. 5^ 2^, 27. , j. Meer von Scarpanto), i^brdlich 

▼on der Insel Carpathns , sudijch von der Insel Rhodus und IStfgs^ der 

Rfiste von Carien.^ 11) Mare PamphyUum (Flor. 3, 6, 10. Plin. 5, 

27, 31. TO HokfAfvXiov neXayog: Strab. 2. p. 131. 125 sq. 14. p. 

666. Agathem. 1, 3. 2, 1^. Stob. 1. p. 656. bei Li'v. 27, 23. Pom- 

phfluis Sinus J j. MB. von Antalia), der groi^se, tiefe Meerbusen 

iwiscben Lyeien and Pamphylien , vom Prom. Sacrum und den-Che- 

lidonischen Insein in W. bis zum Prom. Leucoila und der MSndong 

des Hehis in 0. 12) Mare Ciliciuni (1} KiXmia &dXacnsa: Strab. 

2. p. 84. 11. p. 492. ft^Xayog rd itatd t^p KiXwiavi Act. Apost. 

27, 5. AuXiiv Kdiuiog: Ptoi. 5, 14. Citicius Aulom PUn. 5, 31, 

34. j. zom Theil/MB. von Tarsus) zwiscben den Kusten CiUciens 

and der Insel Cypem bis zum Sinus Issicus (j. MB. von Seande- 

ran.)**^). 13) Mare AetfypUmn (Fior. 3, 6, 10. PUn. 2/68, 68. 

5, 1, i. 5, 9, 10. TO MyinTiov itiXayog: Herod. 2, 113. Strab. 

10. p. 488« Agatbem. 1, 3. Stob; 1. p. 656.), wekhes sfidUeb vom 

M. Carpathium bis za der Kiiste Aegyptens reicbte. Nach Strab* H, 

p. 125. (der es abc^ bis Rbodus aosdebnt) betrug sein gerader Dorcb- 

selmitt von Rbodus bi^ Aiexandrien 6twa 4000, oder, dem Eratostiie- 

mts znfolge, genaaer 3750 Stad. *^). 14) Mare £%ctim'(Flor« 1. I. 

Mela 1, 4, 2. 4. 2, 7, 17. PUn. S. in./ro Aipvxov mXayog: Strab. 

2. p. 122. 123. 10. p. 475. 488, Agatbem. 1, 3. 2, 14. Tvopvog Ac- 



40b) Strabo 2. p. 121. scfaeint das Giliciscbe Meer mit dem Namen des 
Usueken za bezeicbnen, dessea er neben dem Pampbyliscben nnd Aegyp- 
tm^en gedenkt. Agatbeoi. 2, 14. erwdint ancb nocb ein 06ivi%Mvni- 
ka/og laogs der pbtfnicischeD Und syrischen Kiiste ; so wie Dionys. v. 1 17. 
eme £Uht^ifj^aX, (bis zor StaA Issus and den Issiscben MB.) and Stob. i. 
pw 65^. TO £vQvov, 

41) Dionys. V. 115. cfrwibst aucb noch besonders eine oA^ 0a(>/97, wel- 
dies Meer er i\s torn Beige Casios reicben iasst Vgl. Ekistatb. p. 106. Benih. 



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22 Zweiter Theil. Politische Geographic. 

fiv^e: DioAys. V. 104.), das wesUich vom vorigen.von der Insel 
Cr^ta an laB^s der Kiiste von Africa sich binziehende Meer mit den 
beiden grossen Meerbusen, der Syrti$ maior und mi^or, von denen 
nach Agatbem. 1. 1. die klcinere wesilicbe 1600 , die grossere 5000 
Stad. .Urafang, und letztere cine Tiefe von 1500 Stad. bat. Strab. 2. 
p. 123 f. u. 17. p. 834 f. bestimml den Dulrcbmesser der grosseren 
za 1500, der kleineren zu 600> und den Umfang voii jener zn 4000, 
von dieser zu 1600 Stad. (VgL unten §. 111.) — Aus dem Mare 
Internum im engeren Sinne *% und zwar aus dem Tbeile desselben, 
welcber M. Aegaeum biess, gelangte man durcb den Hellespontus in 
die Propontis und so weifcer in die iibrigen osQicben Meere bis zur 
Palus Mpeotis, die wic.bier alle nocb als Tbeile des M. Internum im 
weitern Sinne betracbten. 15) Der HellespotUus (Liv. 33, 38. Ju- 
stin. 5, 4, Mela 1, 1, $. 2, 2, 7. 2, 7, 4. u. ofter, Plin. 4, 11, 18. 
4; 12, 24. 5, 32, 40. u. s. w. 6"EXktj(movioQi Horn. U. 2, 845. 
7, 86. Odyss. 24, 82, ♦»)• Aescb. Pers. 745* Herod. 4, 85. 7, 36. 
und ofter, Tbuc. 1, 89. 8, 62. u. s. w., Polyb. 4, 44, 6. 4, 50, 6. 
u. s. w. Strab. 1. p. 49. 2. p. 124. 13. p. 583. PtoL 5, 2. A^tbem. 
1, 3. 2, 14., aucb getrennt ^'EXkfjg novrog odisr v9wq: Dionys. v. 
515. "EXXfjg noQd-iMQi Aescb. Pers. 722. Pontus Hellesi Cic. Or. 
49. Hellespontum pelagus: Hygin. f. 3. Fretum Hellesponticum : 
Mela 1, 2, 2. 1, 18, 5., j. Stambul Dengbiz, Golfo di GaUipoIi oder 
di Dardanelli, Dardanellen-Strasse oder Meerenge von Gallipoli), 
jene die beiden eben ^enannten Meere verbindende Meerenge zwi- 
schen Mysia und der Cbersonesus Tbraciae (iiber welcbe Xerxes die 
bernhmte Scbiffbrticke scblug und in welcber im J. 405 vor Chr. die 
merkwurdige Seescblacbt bei Aegospotamos vorfiel, die dem pelopon- 
nesiscben Kriege ein Ende macbte,) batte ibreu' Namen von der 
rielte^ der Tocbter des Atbamas, die mit ibrem Bruder Pbryxus vor 
ibrer Stiefinutter Ino fliiobtete, aber in diesem Meere ibren Tod fand. 
(Vgl. Hygin. in poet, astron. 2, 20. Palaepb. c. 31. mit Fischtr*s 
Anmerk.)^). Bisweilen wird unter diesem Namen nicbt bios die 



42) Vgl. oben Note 28. 

43) Dass Homer sicb den Hellespont als einen Fluss gedacbt babe, 
wie SehlichthoYst Geogr. Homeri p. 127 u. A. behaapten, mMite sich 
scbwerficb erweisen lassen. 

44) Daber nocb.manckv andere Benennungen , z. B. Atbaraantidis 
freta, aequora, nndae (Avien. v. 692. Ovid. Her. 18, 137. Prop'. 1, 20, 19.) 
^A^afjuxytldoq no^fiog, ^h&pa (Aesch. Pers. 69. ApoIloo.Rhod. 1,927.), 
nuyxeus pontus (Lacan. 5, 56.), virginis aequor (Ovid. Her. 18, 117.) 



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§.53. Meere. 23 

Meerenge selbst, sondera aoeh ein Theil des angreuzenden agaiscben 
Heeres and die ganze Propontis oder doch ain Theil dersetten' mii 
TersUnden (vgl. Eustath. ad Dionya. 142.), gewdhnliGh aber bezeich- 
net er bios die Meerenge, die an ihrer schmalsten Stelle, zwiscben 
Abydiia and SesUia, nor 7 Stad. oder (nach Piin. 6, 1, 1.) 875 rem. 
Scbrilte breit (Herod. 4, 85. 7, 34. Strab: 2. p. 124. 13. p. 591. «^^) 
Agathem. 2, 14. PUn. 4» 11/18. 5, 32, 40. Mart. Cap. «. p. 213.) 
and ^N) Sud. lang ist (Herod. 4, 85.>«0- 1^) Die PrapatUis (Mela 
1, 1, 5. 1, 3, 1. t, 19, 2. 2, 2, 6. 2, 7, 4. Plin. 4, 12, 24. 5, 32, 
40. 9, 5, 20. and oOer, ij llgonon^ie z Herod, i, 85. Scylax 
p. 28. 35. Pods. Polyb. 4, 39, 2. 4, 4, 44, 6. undofter, Strab. 
2. p. 124. 12. p. 541. 574. 13. p. 563. 583. uod ofter, Ptol. 3, 11. 
5, 1. 7, 5. Agatbem.!, 3. 2, 14. Dionys. v. 137. Stepb.Byz. p. 559. 
564. j. Meer von Marmora, zn welchem aber von den Alten gewobn- 
lich aocb der ostlicbe Theil der Dardanelleustrasse mit gerechnei 
wurde), das Ueine Meer, welches durch den Hellespont mit dem Mit- 
telland. Meere und durch den. Bosporus Thracius mit dem Pontns 
Enjdnas zosamraenhangt, hatte seinen Namen davon, weil es vor 
den Ponins (i^ v^ Toi IIowov tov Mi^sl^^QV &dkaaaa bei Stepb. 
1. 1.) lag, weshalb es auch Apnlej. de mando p. 6. vestibubim Ponti 
nennt. Seine Lange von Troas bis Byzantiwn geben Strab. 2. p. 125. 
ond Agathem. 2, 14. zn 1500 Stad. an, die Breite aber soil ifast eben 
so viel betragen. Richiiger nimmt Herod. 1. 1. die Lange zu 1400, 
die Breite zu 500 Stad. an. Die dieses Meer mit dem Pontus Euxi- 



a. s. w. Graen. ad Mel. i, 1, 5. bemerkt f^lschlich, die Meerenge habe 
scbon vor dem Uafalle der Helle diesep Namen gefUhrt, der \ielmehr aus 
'^EXXfjv und nomrog zusanunengesetzt sei , und also das helleniscbe oder 
^ed^. Meer bedente. (Vgl. Tjxsckuck. ad Mel, 2, 2*, 7.) 

44b) In den 1. Bd. S. 337. (wo von Strabo's Nachrichten Uber den 
Hellespont die Rede ist) hat sich ein faTthuQ]i eingeschlichen. Die Worte 
„an der sehmalsten Stelle gar nur 5 Sud.^^ und das Zitat 7; p. 319. sind 
za streichen, da dort vom Bosporus, nicht vom Hellespont, die Rede ist. 

45) Nach PUn. 4, 12, 24. und 5, 32, 43. hat der Hellespont mit Ein- 
schluss der Propontis und des Bosporus bis zum Pont. Eux. eine Llknf^e von 
239 Mill. Die Breite bei Lampsacus betragt nach Xen. Hell. 2, 1, 21. 
fnnfzehn Stad. (Vgl. auch Pint. Lys. c. 11.) Ueber die Meinung, dass 
der Pontus Eujdnus durch diese Meerenge sich einen Ausweg ins Mittelland. 
Meer gebahht habe, s. unten S. 26. unter Pontus Euxinus. Uebrigens vgl. 
besoaders Nruse Ueber Herodotus Ausmessung des Pontus Eux , Bosporus, 
Hellespont und der Proponlis, so wie Uber die SchilTbrdcken der Perser, wo- 
jnrch sie Europa und Asien verhanden etc. Bresl. 1820. nebst derRezeas., 
dieser Sehrift in der Allg. Lit. Ztg. 1820. Nr. 315* 



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24 Zweiter Theil. Politische Geographic. 

nus verbinflende und bocbst wahrscheinlich durch deu Darebbruch des 
letzteren eatstandene (Sirab. 1. p. 49.) Strasse^ fiber welche Darias 
seine Scbiffbrdcke schlug (Herod. 4, 85. Poiyb. 4, 43^ 2.), hiess 
17) Bosporus Hiracius (Melal, 1, 5. 1, 2, 2. 1, 19, 5. 12. 2, 7, S. 
und ofter, Plin. 4, 12, 24. ^, 15, 20. 9, 35, 56. u. s. w. j&ojp. 
Thraciae: Ovid. TrisL 1, 9, 31. BoanoQvg 6 OQaxios* Polyb. 4, 
39. 43 f. Strab. 2. p. 125. 12. p. 566. Ptol. 3, ll'. Agathcm. 1, 3. 
2, 14. oder Ogfjliciog: Herod. 4, 83. Dionys. v. 140. auch Boan, 
0Qaicix6s: Eustath. ad Biohys. 140. Schol. Sophocl. Aj. 879. nod 
'TtOQosQQaaiosi Apollod.29 1,3., bisweilen auch schlechtweg Boa- 
noQog: Aescb.. Pers. 723.^746. Herod. 4,^5. nach Strab. 12. p. 
566. vorher Boan. Mvasog*^), j. Slrasse vqbi CofistaDtinopeU bei 
den Tdrken Boghas)^ well sie selbst far Binder passirbar war (a bn- 
bus meabili transitu^ nacb Plin. 6, 1. in.), oder, naeb der mytholog. 
Deutung, weil die in eine Rub verwanddte lo durch sie ihren Weg 
nabm. (Apollod. 2, 1, 3. Dionys. 140. Schol. Apollon. 1, 1114. 2, 
168. Callim. in Dian. 254.) ^7) Die Alien liessen si6 2wiscbep By- 
zantiom tind Chalcedon beginnen nnd bis znm Tempel des Jupiter 
Urius reicben. (Herod. 3, 85.' Dionys. ap. Strab. 12; p. 566. Pblyb. 
4, 39. Steph. Byi. v. XaXm]dm>) Ihre L'dnge i)etrug nach Herodot 
(4, 85.) 120, die Breite nacb Strabo(2. p. 125.) 4, nach demselbeuT. 
p. $t9. aber 5, und nach Agathem. 1. 1. 6 Stad.. Mil der ersten An- 
gabe des Strabo stimmt die des Plinins (4, 12, 24.) von 500 r8m. 
Schritten tiberein. Die Durchfahrt war mit mancben Schwierigkeiten 
und Gefahren verbunden (Strab. 1. p. 21.). 18) Der Ponius Euxi- 
nu8 (Mela 1, 1, 5. 1, 19, 6. 13. 2, 2, 2. PUn. 2, 97, 100. 4, 12, 
24. 6, U 1- It- s. w. Tao. Ann. 12, 63. 15, 10. Anunian. 22, 8. 



46) Andere Namen waren : B6(moQog Mvatog (Strab. 12- p. 566.), 
Borni, Trig Kakxndovltiq (Herod. 4, 85.), 6 xcrra BotmoQOV noo&nog 
(Aelian. h. an. 15, 8.), to (nofia tov TIovtov (Xen. £yr. 6, 4, 1.. Aesch. 
Per?;. 875. Herod. 4, 85. 118. Polyb. 4, 39. Ptol. 6, 1.), ro arofia to 
utaa Bv^avriop xal XaXxrjdoPct (Strab. 12. p. 563.), to Bv^avnuov tnofia 
(Strab. 2. p. 86.), Sgriixiov (Trofia Botsno^ov (Dion. Per. 140.), 0$ Penti- 
cum (Tac. Ann. 2, 54.), ostium Ponti (C\c. Tusc. 1, 26. b. Prise, perieg. 135.), 
Bosponum mare (Ovid. Trist. 2, 298.). 

47) Andere (wie Aesch. Prom. 739. Hygin. f. 145. Constant. 
Porphyr. 2, 12. vgl. mit Ammian. 22, 8. ond EusUth. ad Dionys. 140.) 
bezogan diesen Mythns vielmehr auf den Bosporus Cimmerius. 

47b) Eine genaae Beschreibung seiner Kflste enth^b der Bd. 1. 
S. 469. erwfthnte '^vanXovg BoonoQOv des Dionysios Byzant. Uebrigens 
vgl. Ober ihn Gyilius de Bosporo. Logd. Bat. 1632. auch in Granovii 



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§.53. Meere. 25 

Tlwtog Evletvog : He cat; fr. 163. Herod. 4, 85. Scflax p. 18. 
29 sqq. Hods. Polyb. 4, 38. 39. 40. 5, 55. iind otter, Sirab. 2. p. 
124. 125. 7. p.298sq. 309. 319. Ptol.3, lU. Agatheiii.2, 14. Steph. 
Bfz. p. 559.; friiher, ebe sich Grrieclien (Milesier) aa seinen Kii- 
slea Biederiiessen, nod diese nur von rohen, Seeiidiberei treibenden 
VSIkerschaften bewofant wurden , d. h. bis in's 7. Jahrh. vor Cbr. 
norTos''^B^og : Seym. v. 734 sq. Sirab. 7. p. 298 sq. Scbol. Apol- 
Ion, 2, 550. Mela 1, 19, 6. Plin: 4, 12, 24. 6, 1, 1. Ovid. Trisl. 
4, 4, 55 sq.^*), sebr oft aucb bios schlecbtweg o Jlovrog, z. B. Xen. 
Cjrr. 6, 4, 1. Agatbem. 1, 3. 2, 4. u. s. w., j. das scbwarze Meer, 
bd den Tiirkeii Karadenghiz^ bei den Grieohen Maurethalassa ^ bei 
den Rnssen Czame - More) ^ jenes grosse und an mancben Slelien 
grandiose (Arist. Meteor. 1, 13. PUo. 2, 102, 105.) Meer zwiscfaen 
Kleinasien, Sarmatien and Colcbis, wird genaaer b^scbrieben von 
Sirab. 2. p. 124. Plin. 4, 12, 24. and Procop. de B. Goth. 4, 2 sqq. 
Seine Lange an der Kfiste von d^r Tbraeischen Meeren je bis zam 
Plnsse Phasis bin giebt Herod. 4, 85. viel zu gross zu 11,100, seine 
gfosste Breite za 330OStad. an, wShrend Agatbem. 2, 14. die grSsste 
Breite (zwischen Phanagoria und der Mfindung des Halys) za 2400 
Stad, berecbnet. Strabo 2. p. 125. giebt ibm an der nordlioben Kilste 
eine Ansdefanang von 8800, an der sifdiichen von 7400 Stad. and 
besdnnnt fie grosste BreiU^ za 3000, die kleinste zn 2000 Stad. (vgf. 
1. Bd. S. 338.) Arrian. Peripl. Pont. Eax. p. 10 sqq. Hods, be- 
stinunt die Linge der Riiste entlang von Chalcedon bis znra Phasis 
za 9700, Agrippa ^r bei Plin. 6, 1, 1. (wie Strabo) nor za 8000 
Stad. (Vgl. aach Strab. 12. p. 548.) Den geraden Durchsehnitt daroh 
das Meer vonTomi bis zam Phasis berechnet Agatbem. 2, 14. (wahr- 
seheinlich dem Ptotemaas folgend, der 17 Langengrade angiebt,) aaf 
6000 Stad., Polybios abc^ bei Plki. 4, 12, 24. vom Thraeisoben bis 
zam Cimmerisehen Bosporns ziemKch richtig za 500 Mill, oder 4000 
Stad. Von dem Umfange des Meeres giebt es sehr verschiedene Be- 



Tbes. T. VI. Ingigian Description da fiospore. Paris 1813. Andreossy 
Voyage a remboacfaore de la mer noir etc. Paris 1818. a. A. 

48) Wesbalb sich bei Pindar beide BenennoBgen neben etnaader 
fiadeo. Vgl. 1. Bd. S. 37 n. 42. Andere Namen desselben shid mkayog 
TO JI<»vtix6v (Strab. 1. p. 21. 12. p. 547. ond Ofler), Mare Euxinum 
(Mela 2, 1, 3. Ovid. Trist. 4, 10, 97.), Mare Sarmatieum (Ovid, ex P. 4, 
10, 38. 8. oben S. 3. Note 7.) , Pontus Taurtcm (Avien. or. mar. v. 2.) 
a.8.w. Ob es schon dem Homer bekannt* war, bleibt zweifeihaft (vgl. Bd. 1. 
S. 8. Note 18.). 



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26 Zweiter Theil. Poliiische Geographie. 

rednmngen (vgl. ausser Strab. Plin. u. Procop. U. 11. auch Strab. 2. 
p. 125. Ek*atosth. ap. Ammian. 22, 8. Varro ap. Mart. Cap. 6. p. 
214. Agathem. 1, 3. u. 2. extr.)^^), aus denen sich eine MiUelzaU 
von 24,000 Stad« herausstellt. Die Gestalfc des Meeres verglich man 
vor Ptolemans mit einem persiscb(^i oder scythischen Bogen, so daas 
die Tanrische Halbinsel den eingebogenen Ruhepnnkfc des Pfeiles, die 
Kiiste Kteinasiens aber die Sebne bilde (He cat. fr. 163. ex Ammian. 
22^ 8. Strabo 2. p. 186. Agatbem, 2, 14. Dionys. y. 1^ ff. Plin. 
4, 12,26. ygl.mii6,2,2., welche ihn dorch zwei in seiner Miite weit 
hervortretende Vorgebirge, Criumeiopon in Europa nnd Carambis in 
Asien, die nnr 2500 Stad. von einander abstehen [vgl. Bd. 1. S.!338. 
Note 55.], gleicbsam in zwei Bassins getheilt werden lassen , von 
denen [nach Strabo 1. p. 125.] das westlicbe eine Laoge von 3800^ 
und eioe Breite von 2000, das ostliche aber ein^ Lange von 5000, 
nnd eine Breite von 3000 Stad. hat) ; Ptolemans aber zeigte das Ver- 
fehlte der Vergleichung, indem er dem westlichen Theile des Meeres 
mit Reeht eine mehr nordliche als westlicbe Ausdehnung gab. Man 
glaubte , der Pontus Eux.. sei ursprtinglich ein in sich abgeschlosse- 
nes, stehendes Gewasser gewesen, nnd habe sich erst spliter, als die 
sich in ihn ergiessenden Strome ^^) ihn -angeschwellt batten, dnrch 
den Hellespont eiaen Ausweg ins Mittelmeer gebahnt (Strato ap. 
Strab.. 1. p. 49. id. 1. p. 51. 56. Diod. 5, 47.); iiberhanpt nahmen 
die Moisten an, das Meer strome von 0. nach W. und fliithe also ans 
dem Pontus Eux. in das Mittelland. Meer, nie aber aus diesem zu- 
riick in den Pontus. (Arist. Met. 2, 1. Strab. 1. p. 55. Agathem. 
2, 14. Max. Tyr. 32, 3. Senec. N. Qu. 4, 2. Plin. 2, 97, 100. 4, 
13, 27. Solin. c. 22.) ^0 "Das Wasser des Pontus hielt man fur we- 



49) Agathem. selbst giebt an der eipen Stelle den Umfang tu 23,083> 
an der andern zu 25,000 Stad. an. Letzteres ist auch das von Strab. 12. 
p. 548. angegebene Maas. 'Artemidor bestimmt ihn zu 23,352 Stad. (Plin. 
4, 12, 24.) u. 8. w. Vgl. 1. Bd. S. 389 f. 

50) Nach Strab. 7. p. 298. gegen vierzig. 

51) Daher heissen auch der Pontus Euxinus und die Haeotis bisweilen 
die Mutter der Meere (Herod. 4, 86. Strab. 5. p. 21 4. Dionys. v. 165. 
Plin. 6, 7, 7. und Aas.Ifarduin^ vgl. mit Plin. 4, 13, 27. Arist Meteor. ^, 1. 
SoKn.c. 18. Avien. or. mar. v. 245 f. Eustath. ad Dionys. v. 17.) Nach 
Andrer jedenfalls riehtigerer Meinung (vgl. Bureau de la Ma lie p6ogr. 
phys. de la mer noire p. 348. und Link Urwelt und AUerth. II. S. 82.) 
imite sich das Mittelland. Meer durch das EinstrOmen des Atlant. Ozeans 
durch das Fretum Gaditanum. (Anct. de raundo c. 3. Stob. 1. p. 654. vgl. 
mit PlaL Tim. p. 25. a. Mela 1, 1, 4. 1, 5) 3. Plin. 3. prooem. und c. 1, 1. 



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§.53: Meere. 27 

mger salzig, als das des M. Internmn^ Jedoch fiir salziger als das der 
Pains Haeolis (Arrian. Peripl. p. 8.) , und ,faiid den Grand davon in 
dem Einsdromen so vieler grossen Fliisse. (Vgl. Bd. 1. S. 582.) 
Doreh diese aber , die viel Scblamm mil sicfa fiihren , glaubte man 
aneh werde der Pontns nach nnd nach ganz verschlammt werden, und 
■icbt mebr zu bescbiSen sein. (Polyb. 4, 42 sq. Strato ap. Strab.l.I. 
Vgl. Txsckuck. ad Mel. I, 19, 6. und Xanfs Pbys. Geogr. I, 1. 

5. 114 f.) ^^^) — Mil dem Pontus Euidnus bing durcb den Bosporus 
Camanerins wieder die Palus Maeotis zusammen. 19) Der Bosporus 
Cmm^erms (Mela 1, 1, 5. 1, 19, 15 sqq. PUn. 4, 12, 24. 6, 1, 1. 

6, 6, 5. 16, 32, 59. und ofter, Eutrop. 5, 5. Ovid, ex P. 4, 10^ 1. 
Trial. 3, 4, 49. o Kt/ui^f^Qioe Boanogoe: Strab. 2. p. 106.7. p. 293. 
11. p. 494. Arrian. Peripl. Pont. Eux. p. 18. Dionys. v. 167. Aga- 
tbem. 1, 3. 2, 14. o xoXnoe Ki/i/^iQioe: Stepb. Byz. p. 175. o K$/i^ 
^uQtMog Boon.: Aescb. Prom. 735. Polyb. 4, 39, 3. 34, 7, 14. 
Slrab. 7. p. 309. 310. 11: p. 494., auch %aT Hoxv^ Bosporus: Mela 
1, 19, 17. 18. 2, 1, 2. 3. «'') J. Strasse von Caffa oder Feodosia, 
auch Meerenge von Zabacbe und Jenikale, oder scblecbtweg Bospo- 
ras) zwischen der Cbersonesus Taurica und Sindica, baite seinen 
Namen von dem in alter Zeit an ibm wobnenden Yolke der Cimmerii 
(Slrab. 7. p. 309. 11. p. 494. Mela 1, 2^ 5. Pint. Marius 11. Dio- 
nys. T. 167.) ; den Namen Bosporus aber fiibrte er aus demselben 
Gnuide , wie der Tbraciscbe *')• Er be^mn in geringer Breile siid- 
lieh beim Prom. Acrae in Europa und bei der asialiscben Stadt Coro- 
condama, zwiscben Panticaf^aeum und Pbanagorea aber erweilert er 
sieb in einen bedeulenden, nacb Strabo (7. p. 310. u. 11. p. 494.) 70, 



Macrob. Sat. 7, 12. Agatbem. 2, 14. Avien. or. mar. 392 f. Ampel. c.7. 
IMor, 13, 16.) Uebrigens lassen sieb beide Ansicbten recbt gut mit ein- 
ander verehiigen, indem aUerdings ein bestAndiges Einstr5men des scbwar- 
zen Meeres io das Mittellaadische Statt findet, dieses aber mit dem Atlant. 
Ozean so in Verbindang stebt, dass, wfthrend es selbst 6 Stunden lang ip 
den Ozean flotbet, dieser dagegen 18 Stunden lang in jenes strOmt. Uebng. 
▼gl. aocb Kanfs Pbys. Geogr. I, i. S. 109 ff. 

51b) Ueber die ?on den Alten lings seiner Kfisten untemommenen 
Ertdeckniigsreisen s. B. 1. S. 423. (445 f.). 

52) Ein andererName war orofux i)[faMtfr^()o^(Strab. 7.p.3l0. JPeripl. 
Poati p. 4. Huds. Eostatb. ad Dionys. v. 143. u. 549. Scymn. Chins 134.) 

53) Dass man aucb anf ibn den Mytbus ?on d^r lo bezog, haben 
wir bereits oben Note 47. geseben, und dass er neben dem Tanais als 
Greue zwischen Europa und Asien betracbtet wurde, werden wir unten 
§. 54.fiaden. 



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2d Zweiter Theil. Politische Geographic. 

nacb Agatbemer (1, 3.) 78 Stad. breiten Busen, am sich bald darauf 
wieder sebr zu vereogen , so dass er an der scbmalsten Stelle , beim 
Prom. Parfheniiim» kaum 20 Slad. oder 2500 rom. Scbtitte Ilreit ist 
(Strab. 7. p. 310. 11. p. 494. PUn. 4, 12, 24). Polybios 4, 39, 3. 
nimmt daheir die mitUere Breite zu 30 Stad. an. Die LSLnge be- 
trug nacli^demselben 60 Stadien, (ein viel zu geringes Maas , da die 
wirkliche Lange der ganzen Meerenge 3% g. M. oder 150 Stad. 
b^tragt). Die Meerenge nebst einem Theiie der Maeotis friert im 
Winter zu, so dass schwere Wagen daruber fobren und ganze Heere 
dariiber gehen (Herod. 4, 28. Strab. 7. p. 307. 11. p. 494. PKn. 4, 
24.), ja nach Strab. 2. p. 73. von einem Feldherrn des Mitbridates 
seibst ein Reutertreffen auf ihr geliefert werden konnte. Erst im Mai 
wird die Sebifitabrt durcli sie wieder mdglicb. Dass diess jedocb nich^ 
^lle Winter der Fall war, sehen wir ans den Worten des Taurus bei 
Gellius 17, 8. (vgl. mit Macrob. Sat. 7, 12.), der das Gefrieren des 
Bosporus jCimm. geradezu laugnet. 20) Die Patus Maeotis seibst 
(Mel. 1, 1, 5. 1, 2, 2. 1, 3, 1. 1, 19,43 sqq. und oftcr, Plin. 4,12, 
26. 6, 6, 6. 10, 8, 10. u. s, w. ij MttiAniQ XifiVfj : Aesch. Prom. 
419. Herod. 4, 3. 4, 86. Scyl. p. 30. 34. Arist. Met. 1, 14. Poljrb. 
4, 39. 40. Strab. 2. p. 73. 107. 125. 7. p.' 310. 11. pV 491. 494. 
Joseph. Ant. 7, 29. Ptol. 5, 9. 7, 5. Agathem. 1, 3. «^) j. Meer von 
Assow,' Zablicbe, Tana) hatte ihren Namen von dem an ibr wohnea- 
den Volke der Maeota^ (Scymn. v. 126. Peripl. Ponli p. 2. und 4. 
Huds. PKd. 4, 12, 26.) «>). Die Alton hiellen dieses Meer (welches 

54) Aodere Namen ^mAMaeotica oder MaeoHa pahis (PKn. 2, 66, 67. 
Lupan. 2, 641. )i Maeotius oAer Maeoticus.iacus (Plin. 4, 12» 24. 6, 1, 1. 
6, 12, 15.), Maeotium oder Maeoticum aequor (Avien. v. 32. Val. FI. 4, 
720.) Q. s. w., aueh Cimmeriae pabides (Claud, in Eatrop. i, 249.), Ctm- 
mierium oder Bosporieum Mare (Getl.,17, 8.) and im Allgemeinen ScytfU- 
cae undae^ paludes (OvM. Her. 6, 107. Trisl. 3, 4, 49.). Der eiBbeimi- 
scbe scytbische Name war nacb Plin. 6, 7, 7. Temerinda^ was Mutter des 
M teres bedeuten soil (vgl. oben Note 50.), nacb Tzetz. Ghil.8, 773. KotQ^ 
TTOrAoux. Der Genitiv des grieeb. Namens lantete bei den Rilroem gewOhn- 
lich Maeotidisy doch bisweilen auch Maeotis (Ennins ap. Gic. Tnsc. 5, 17. 
Plin. 4, 12, 24. 26.^ Garat. ad Cic. Agr. 2, 19. nnd Schneider Lat. 
Gramm. II, 1. S. 198.); im Accus. sind beide Formen MuimtVy Maeothn 
(Piin. 10, 8, 10.) nnd Motidrida, Maeotida (Mel. 1, 3, 1. 2, 1, 1.) gleich 
fiblich. (Vgl. Schneider ebendas. S. 213.) 

55) Andre leiten sehr nnwabrscbeinlicb den Namen vom grieeb. uoiia 
(d. i. TQOipqg) ab, weil nach Dionys. v. 165. die Hftotis ^ fJt^^jrrJQ tov itovrov 
sei, d. b. der Pontus ans ibr entstSnde (Agathem. 2, 14. Procop. de B. 
Goth. 4, 6.)) da allerdings die Mftotis stets in den Pontus flilthtt (VgL 



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§.53. Ueere. 99 

Stob. 1. p. 656. fur den aussersten Tbeil des Pontas erklart) siets 
fiir vie! grosser, als es wirkiich ist. Herod. 4, 86. glaubte, es sei 
nicbt Yiel kleiner, als der Pooius Eox. selbst; Scylax p. 30. Huds. 
bidt es fiir halb so gross. JVacb Strab. 2. p. 125. 7. p. 310. u. 11. 
p. 493. Arriao. Peripl. p. 20. Hads. a. Agatbem. 1, 3. 2, 14. betrug 
der Umfang desselben 9000 Stanly nacb Polyb. 4, 39. aber nur 8000 
Stad. , docb immer nocb viel za iibertrieben , nacb Plin. 4, 12, 24. 
gar 1406 Mill., obgleich dieser aucb der andemAngabe von 1125 Mill, 
(oder 9000 Stad.) gedenkt. Der gerade DurcbscbniU (rom Bosporns 
bis zor Miindang des Tanais) wird tob Strab. 7. p. 310. zu 2200 
Stad. (54 g. M.), vom Plin. 1. i. aber zu 385 MiU. (oder 77 g. M.) 
angegeben , was mit der Ansicht des Ptoieqisius libereinstimmt , der 
dem Heere eine Hohe von 6 Breitengraden (d. i. 75 g. M.) giebt. 
Aucb diese Messuogen aber weichen sebr von der Wabrbeit ab, da 
der gerade Durcbscbnitt nur 40 g. M. betragt. Die Maotis war den 
Alten ais sebr seicbt bekanni und ibr Wasser als weuig gesalz^i. 
(Vgl. Polyb. 4, 40., der bier von der Maeotis^ wie vom Pontus Euxi- 
Dus, vermuthet, dass sie bald mit Scblamm ausgeruUt sein werde).^^) 
f^L Endlich ist nocb ein grosses Binnenmeer Asiens zu erwah- 
■en , das Mare Caspitm (Mela 1, 2, 1. 3, 5, 3. 3, 6, 10. Plin. 6, 
9, 10. 6, 13, 15. 6, 17, 20. nnd oRer, Ammian. 23, 23. 17 Kamia 
^XaTvai Herod. 1, 203. Strab. 2. p. 71. 121. 11. p. 502. 506sqq. 
527. Diodor.l7, 75. 18, 5. Arrian. Anab.7,10. Agatbem. 1, 3. Dio- 
nys. V. 49. Stob. 1. p. 656. to Kdaniov neXayoe: Strab. 11. p. 508. 
527. a. 8. w.) Oder Byremmmn (PUn. 6, 13, 15. 6, 16, 18. M. Hyr- 
ammm: Prop. 2, 23, 66. Hyrcanus Sviw: Mela 3, 5, 3. 4. 6. 
f] 'TQuavla &dXaTva: Hecat. fr. 172. ex Athen. 2. p. 70. Polyb. 
5,44, 5. 10, 48, 4. und oiler, Strab. 2. p. 68. 121. 11. p. 507. 
509. u. s. w. Ptol. 5, 13. 6, 9. Dionys. v. 50. Diodor. Agatbem. 
u. Slob. U. 11. 1; T^ff 'Tifnaviag &dX.: Polyb. 5, 44. ^% nocb jetzt 



aacb Eostatb. ad Dionys. L I. WeueL ad Herod. 4, 86* Schroder, ad 
Avien. 245. fTemsd. ad Prise, v. 155. nscAuck. ad MeL 1, 19, 16.) 
Anck die beiden oben genannten scytbischen Namen soUen die Mutter be- 



56) Eiaige Alte hielten dieses Meer, so gut wie das Gaspisebe, ftir 
Baseo des grossen ndrdlicben Ozeans (vgl. Plin. 2, 66, 67. Plut Alex. 44. 
Arrian. Peripl. extr. Procop.. B. Gotb. 4, 6.), welcher Irrtbum erst dnrcb 
Alexanders ^^Qge gflnzUcb beseitigl worde. 

57) Nacb Plinins 6, 16, 18. unterscbeiden Einige beide Namen, so 
dass M. Catpium (welcbe Benennung nacb Plin. ibid. §.15. erst seil den 



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30 Zweiter TheiL Tolitische Geographie. 

das Caspische Meer, bei denTiirken Bahri Gase, bei den Rassen 
Chwalinskoi Mora)^) zwischen Scythia intra Imanm, Hyrcania, 
Atropatene, Albania and Sarmatia Asiatica, 3000 (vgl. Plin. 6, 11, 
12.) nach Posidonins aber nnr 1500 Stad. (Strab. 11. p. 491.) und 
naeh Corn. Nepos bei PUn. 1. 1. 250 Mill, oder 2000 Sud. (vgl. Bd. 
1. S. 394. Not. 8.) vom Pont. Eux. entfernt, welches seinen Namen 
von zwei seine Kiisten bewohnenden Volkern, den Caspiis and den 
Hyrcanis , hatte (Eastath. ad Dionys. v. 730.) ^^), and den Alten nie 
ganz genau bekannt warde , yon dem sich jedoch schon Herodot (in 
Folge der wahrend seines Adfenthalts za Olbia und am Hypanis ein- 



Zeiten des Gyruis gebrftuchlich wurde) den westlichen, M. Hyrcanium den 
OsUichen Theil des Meeres bczeichne, weshalb auch Plinins dfters (z. B. 5» 
27, 27. 6, 12, 14. 15.) Mare Caspium et Hyrcanium neben einander er- 
wtthnt, oboe jedoch dabei an verschiedene Meere zu denken. (Vgl. aaefa 
Ammian. 23, 6. p. 352. Bip.) HOchst merkwOrdig aber ist eine Stelle bei 
Aristoteles (Meteor. 2, 1, 10.), wo es heisst: fj di^T^xavla %al Kaonla 
x£;|foi(K<7/ii^a^ r£ Touvijg [r^g i^a 'd'aXaTTfjg] aal ne^toixovfAevai xvxkat, 
WOT ovx civ iXavd'apov at Titjyai, ei %caa iipa xonov avzmv tioav, welche 
kaum wie die eben erwlQinten des Plinins erklfirt werden kann , sondem 
wirklich von zwei ganz *versckiedenen und getrennten Meeren zu handein 
scheint; was denn auch Ideler ad 1. 1. (Vol. 1. p. 499 sq.), der freilich 
jene Stellen des Plinius ganz unbeachtet ISsst , zu der Meinung bestimml 
hat, Aristoteles ^'erstehe nnter dem Hyrcanischen Meere den ^ralsee (der 
^onst gewOhnlich Oxta oder Oxiana palus heisst: s.unten§. 57. Note 69.). 
Liesse sich diese Ansicht rechtferdgen , und flberhanpt eine solche Ver- 
wechsehing des Aralsees mit dem Gasp. Meere im Alterthnme erweisen, 
dann wOrde sich allerdings aoch jene von den Alten allgemein angenom- 
mene Meinung, dass sich der Jaxartes and Qjnis in^s Hyrcanische oder 
Gaspische Meer ergiessen (s. unten §. 57.) , leichter erkl^en lassen. Soil 
aber einmal bier eine gewagte Kom'ektar vorgetragen werden , so wOrde 
ich eher vermuthen, dass man das Gaspische Meer und den Aralsee,, die 
einst <dme Zweifei durch einen Hauptarm des Gihon (Oxus) in Verbindnng 
standen (vgl. unten §. 57. Note 74.), in Folge dunkler Nachrichten von 
diesem Zusammenhange, fttr zwej Bassins eines und desselben Meeres ge- 
hahen and das Ostliche mit dem Namen M. Hyrcanium, das wesUiche dnreh 
M. Gaspiam bezeichnet babe. (Vgl. auch Mela 3, 5, 3.) 

58) Andre Namen sind: 17 Kaanwvfi &aXaaacc (Schol. Apolion. 2, 
1251.), iiXg Katmlri (Dionys. v. 719.), auch bios 1} Kafmig (id. v. 748.), 
71 Ka&iuag (id. v. 1064.), und to KioTUOv (Strab. 11. p. 508.), Caspium 
pelagus (Mela 1, 19, 13.), Fretum Caspium (Gurt 7, 3, 19.), Caspius 
Sinus (Mela 1, 2, 1. 3, 5, 3. PKn. 2, 68, 68. und Ofter, mit welchero leU- 
teren Namen aber eigenUich nur ein Theil des Meeres bezeichnet wird). 
Ein andrer Theil desselben hiess nach den an seiner Westkflste wohnenden 
Albanis M. Albanum. (Plin. 6^ 13, 15.) 



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§. 53. Meere. 31 

gezogenen Nachrichien) eihe weit richtigere Yorstellung gemacht za 
habeQ scbeint, als die Sp'dteren. Dresem zufolge war diess Meer 
beinahe noch einmal so lang als breit, indem^man zar Durchschiffhng 
desselben iMngs der Kiiste in der LSnge 15, in der Breite 8 Tage- 
fahrlen braucbte ^'), wobei sich Herodot gewiss die grosste Ausdeh- 
Bung des Meeres von S. nach N., nicbt, wie falschlicb die Spateren, 
Ton W. nach 0. dacbte. Diese scbatzten den geraden Durchscbnitt 
yom nordlichen Ozean, mit dfem es znsammenhangen soUte^^), bis zur 



59) Nimmt man bier, etwas korze Tagefahrten zu 400 Sud. an (vgi. 
oben Note IT.)^ so gibe diess eine LUnge von 6000 Stad. oder 15Q g. M. 
ud eine Breite von 3200 Stad. oder 80 g. M., was der Wahrheit ziem- 
Uck nabe kommt. 

60) In den altesten Zeiten batte man einen Zasanmienbang dieses Mee- 
res mit dem Pontns Enxinns durcb den Flass Phasis vermntbet (vgl. Kiau- 
jfii ad Hecat firagm. p. 92.)^ spater es ancb wobl nit der Maotis verweeb- 
sek nnd so mit dem Pont £nx. inVerbindnng gebraebt (Strab. 11. p.509-); 
and dass wirklicb das Gasp. Meer einst rait dem Pontns Eux. zusammenge- 
bangen babe, ist bekannUicb ancb die Ansiebt mancber neuerer Geogra- 
phen. (Vgl. Kant'i I^ys. Geogr. I^ 1. S. 113. n. 111,1. S. 112. nnd nener- 
fieh Friedr, Parrot's Reise znm Ararat [Berlin 1834. 2 tble<] I. S. 24.), 
Herodot aber (1, 202.) kannte es bereits als ein in sicb*abgescblossenes 
Bininenmeer, nnd eben so noch Aristoteles (s. weiternnten) ; allein scbon xa 
Alexanders Zeiten bildete sicb dagegen die Meinnng von einem Zusam- 
nenhaage desselben mit dem ndrdlichen Ozean, den man bekanntlicb sebr 
weit gegen S. herabreicben Hess, dorcb eine nur 4 Stad. breite Meerenge, 
wabrscheinKeb weil man sicb ein Meer mit Salzwasser (vgl. jedocb Bd. 1 . 
S. 582.) niebt anders als im Znsammenbange mit dem grossen Weltmeere 
deirilLen konnte , nnd die Mtlndnng des breit einstrOmenden Rba f&r jene 
Meerenge hielt. (Vgl. Dionys. Per. v. 48. Strab. 2. p. 74. 12L 7. p. 294. 
11. p. 506 f. Agathem.i; 3. Melal, 1, 30. 3, 5,3. Plin.6, 13, 15. Avien. 
T. 903. Pint. Alex. c. 44. n. de fac. in orbe Innae p. 944. Macrob. Somn. 
Seip. 2, 9. Gnrt. 6, 4.) Wenn aneb der Verf. der Sebrift de mundo c. 3. 
dieaer Ansidit folgt, so beweist diess eben nnr, d^s dieselbe nicht vom 
Aristoteles, sondern ans spftterer Zeit berrfibrt (vgl. Bd. 1. S. 102. Note 
88.); denn bei Aristoteles selbst (Met 1, 13, 29. u. 2, 1, 10.) findet sicb 
Bodb die ricbtigere Vorstelhing des Herodot vorgetragen. (Vgl. 1. Bd. 
S. iM.) Besonders aber scbeint die Anktoritat des Eratostbenes, der ancb 
Strabo (11. p. 507.) folgt, jenen Irrtbnm sankzionirt zu baben, den wieder 
xn besekigen erst einer spflteren Zeit gelang , dem jedocb , wie wir eben 
sahen, ancb nocb einige Spat^re, wie Agatbemer, Dionys. Per. u. A. bnldi- 
gen. Bei Diodor. 18, 5. ist znerst wieder vom Hyrcan. Meere als einem 
Btuenmeere die Rede, nnd Ptolemftus mag wobl am moisten dazn beige- 
tragen baben, diese altera nnd ricbtigere Ansiebt wieder berrscbend zn 
■acben. (Vgl. Ptol. ap. EusUtb. ad Dionys. v. 48. n. 718. n. Bd. 1. S.80. 



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32 Zweiter TbeiL Politi$che Geographic. 

sudUchstea Spitee auf 5— 6000 Slad. (Strat. 2. p. 74. 11. p. 519,), 
die grosste Breite aber zu 5000 Sud. (Strab. 11. p. 507.) und den 
Umfang (jedocb mit Ausschluss der nicht bescbifi^en Nordost- iind 
Nordweslseite) auf 12600 Stad. odcr 1575 Mill. , d. i. 315 g. M. 
(Strab. ibid. Pliu. 6, 13, i5.) Nach Agalhem. 2, 14. aber betrug die 
grosste LiiBge vom Cyrus (j. Kur) bis zum Jaxartes (j. Syr Darja 
Oder Sihon)**) 8200 Slad., und die grosste Breite von N. nach S. 
2500. Stad. ; nach Agrippa bei Plin. 1. 1. jene 490, diese 290 AtilL 
(wahr^nd die wahre Lange 140 g. M. , die wahre Breite an der 
schmalsten Stelle 24 g. M. betragt.) Den ganzen Umfang giebt Aga- 
them. 1, 3. zn 22000, Eratosthenes (bei Plin. 6, 13, 15.) aber nur 
zu 12600, und Artemidor bei Plin. 1. 1. selbst nur zu 12400 Sud. an. 
Was die Gestalt betrifft, so war sie nach Ptolem. (bei'Eustath. ad 
Dionys. 718.) schleuder-, oder (nach seipen eignen Andeutungen 5, 
12. 6, 14.) wobl mehr halbmondformig, mit dem Bogen nach S. ge- 
kehrt (welche letztere Gestalt anch Agathem. 1, 3. annimmt), nach 
Andem (ebendas.) langUcbmnd , nach Dionys. 1. 1. gar zirkelrund. 
Das Wasser des Meeres war, wenn auch nicht siiss, doch riel weni- 
gc^r salzig, als das iibrige Seewasser (Plin. 6, 17, 19.'Solin. c. 19.), 
und das Meer selbst wurde nach Strabo's (11. p. 509.) wohl irriger 
Ansieht gar nicht beschifft, weshalb auch Mela 3, 5,^. glanbt, es 
habe gar keine HSfen. 

§. 54. Von diesen Meeren nun 4^chte man sich den von ijins 
bewohnten Kontinent, als eine grosse Insel, nmflossen, und uber ihn 
reichten die wirklichen Kenntnisse der Alten nicht hinaus. Doch lag 
freilich der Gedanke, dass sich ausser ihm auch auf der jenseitigen 
Hemisphfire noch eine oder selbst mehrere andere grosse Lander^ 
massen befinden. miissten, die durch weit ausgedehnte Meere von 
uns getrennt waren, dem Verstande des Menschen so nabe, dass wir 
uns nicht wundern diirfen, wenn wir ihn auch schon im Alterthume 
von der Zeit an^ wo man die Kugelgestalt der Erde erkanfnt hatte. 



189. 334. 419. wo auch von der Gestalt des Meeres beiPtol. die Rede 
isL) Dass iibrigens Einige schon in dem Sonnenteiche des Homer die 
ersten Andeutungen vom Dasein des Casp. Meeres fanden, habeo wir 
schon Bd. 1. S. 7. gesehen. Ueber das Ga^« Meer idierhanpt vgl. M^lte- 
Brunts Gesch. d. Erdknnde 1. S. 71 if. KephaUdes Comro. de mari 
Caspio. Gotting. 1814. 8.u. Eickwald Mie Geogr. des Caspischen Meeres, 
des Caucasus etc. Qerlin 1838. 

6^) Der sich nJUnlich nach den Vorsteliungen der Alten in diis Caspi- 
sche Meer, nicht in den Aralsee ergoss. S. unten §. 57* 



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$.54. Erdinsel. Weltlheile. 33 

mehrfiich ansgesproehen fiaden. Schon die bis in^s 6. Jahrh. vor Chr. 
iamxaf reidiende Sage von der m Meere verBunkenen Atlantis bti 
Plato Ti«. p. 20—25. Sleph. (T. IX. p. 287—97. Bip.) u. CriUas 
p. 108 — 121. Stepb. (T. X. p. 39—66. Bip.), gegen die nnser gan- 
zer Konftinent nnr eine sehr kleine Inset war (vgl. aveii Arist. Met. 
2, 1. id. de eoelo 2, 14. PosMon. ap. Sirab. 3. p. 102. Prpd.adTim. 
p. 24.), und von der wabrsebeinlicb die Meropis in eiBem Fragmente 
des Theopompns bei Aelian. V. H. 3, 18. (vgl. Strab. 7. p. 299.) 
meht versobieden ist^^), deutet ofPenbar anf drese VermnthuDg bfn^*). 



62) Dean der Name Meropis erinnert ofTenbar an die Merope, die 
einzige Tocbler des Atlas , nacb wefcbem jene benannt war. . S. v. Hum* 
hold^s Rrit. Unters. 1. S. 157. Vebrigens vergl. aber diese Erzftblung 
des Silenus bei Tbeopompus Terlall. adv. Hermog. c. 25. Eysson Wickers 
Fragmm. Tbeopompi Ghii. Lugd. Bat. 1829. p. 72 sqq. p. 161 sqq. Crtur 
ser's Studicn. 1806. Th. II. S. 236. 295. 

63) Ueber diese v6n Plato wabrsebeinlicb aus einem Gedichte des So- 
lon geschapfte Sage von der Atlantis vergl. Bailly Lettres sur TAllantide 
etc. Pap. el Amst. 1779. Bory de St, f^incent Essai sur les lies fort, et 
Tantiqae Atlantide. Par. XI. 4. n. besonders v. Humboidl^i Krit. Uniers. L 
S. 155 ILy der, wie BikkA (welcber Sebol. jn PJat. Rep. 1, 3, 1. Bekkeri 
Comment, erit. in Plat. T. II. p. 395. n. Procl. in Tim. p. 26.' a. 54. ver- 
gleicht), dieselbe niebt fdr eine blose Mytbe hUAx] sonde^n S. 163. in den 
Canariscbeu Inseln Ueberreste der alten Atlantis zn erblicken glaubt. Auch 
Kffnt (Pbys. Geogr. I^ 1. S. 207.) vermuthet, dass die Inseln des stillen 
Ueeres vielleicbt ein tranriger Ueberrest der angeheaem Atlantis seien. 
Uekeri dagegen II, .1. S. 193. erklart sicb gegen diese Ansicbt. Wollen 
wir nan aber aucb nicbt so weit geben, den Gnmd jener Sage in di^nkeb 
pbOniziscben Scbiffemaebricbten von einer Menge im Atlantischen Ozean 
zerstreoter Inseln als TrOmmem eines ontergegangenen Welttheils zu su- 
chen , so beweist sie docb wenigstens , dass man schon im Altertbume an 
das Vorfaandensein andrer grosser Kontinente ausser dem von uns bewohn- 
ten daehte. [Uebrigens kennt Plin. 6, 31, 36. ausser der grossen Atlantis 
des SoloD Bocfa eine klekiere dieses Nanens, 5 Tagereisen- vom Hesperioa 
Ceras g. wabrsebeinlicb Gap Non: vgl. Qossellin Recherches T. I. p. 145.) 
^■tiiemt, und diese dOrfte naeh v. Humboldt eine der sieben in einem Frag- 
mente des Marcellus bei Proclus 1. 1. erwahnten Inseln, d. h. wohl eine ddr 
Ganarischen, sein. Aucb Heeren (Ideea etc II, 1. S. 106.) erkennt in der 
dam Saturn. geweihten Inel des. Aviems or. mar. 165., die wabrsebeinlicb 
out dem (freilidi viel welter nordwestUch zu sucbenden) Kronischen Meere, 
Kontinente and Inseb des Pbitarchus (s. S. 34.) in Verbindung steht, den 
Pik von Tenerifik. Nacb Zurla (Viaggi T. II. p. 334.) wttre Platos Atlan- 
tis die beutige Insel Antillia, welcbe Vermutbung aber v. Humboldt Krit. 
Caters. I. S. 424.. nut Recht bestreiiel.] 

II. 3 



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34 ZweiterTheiL Polilisc4ie Geographic. 

Noeh bestinmter aber sp^ecben Anjere von einen hochBi wahrschein- 
Uch noch vprhandenen jenadtigen KoniiDenie oder yen grofs en, wqb 
uttbekaiinten Landermassen jenseit des Oseaofl. Vgl. Arist. Met* 2, 
5, 13—16. p. 362. Bekker. id. de coelo 2^ 14. Mirab. aosenll. c. 84. 
p. 836i BekJier. (c. 85. p. 172. Beckm. ^)j welcbe Stelle, ia Veiiin- 
duog mit der gleich zu 'erwabnendeB des Diodorus, zeigl, dass die 
Carihaginienaer wirklich nach eiaer fruchlbareii , ehtt Biensebenlee- 
ren, grossen Insel jenseit der ^ulen acbiffken, in der maivbald die 
Azoren, bald Madeira, Haiti, Cuba, ja selbst BrasHiea hat finden 
wollen,) ^^) ; Psendo- Arist. de mundo c. 3. p. 392. Bekker. Strab. 
1. p. 31. 64. 65. nnd 2. p. 118. (der selbst annimnit, dass in dersel- 
ben gemassigten Zone der nordlichen Halbkugel , welche wir bewoh- 
nen , noch mehrere uns unbekannte Landermassen vorbanden sein 
konaten); Diod.. Sic. 5, 19. 20. Plutarch, de fac. in orb. Lunae c. 
26. (T. XIII. p. 84—88. Hutten.od. T.IX. p. 710— 715. Reisk., der 
jenen Kontinent den Rronischen nennt, ibn in den NW. der Erde 
setzt, und Aehnliches von ibni erzahtl, wie Plato von der Atlantis) ; 
Cleomed. cycl. theor. 1,2. (p. 11 sq. ed. Schmidt.), Gemini Elem. 
astr. c. 13. (p. 250. Hilder. in Petavii UranoL p. 52.) Cic. Rep. 6» 
20, 21. (oder Somn. Scip. c. 6., der von zwei bewobnbaren Erdgiir^ 
teln redet, deren siidlichen nnsre Antipoden bewohnen); Mela 1, 9, 
4. 3, 7, 7. (welcher einen dergleichen Kontinent im Siiden der Erde 
sucht); Senec. Med. v. 375 ff. (der die einstige Enldeckung eines 
neuen Welttheils im ausserstenWesten iiberThule hinaus mit pro- 
phetiscbem Geiste verknndet); Macrob. Somn. Scip .,.2, 5. 9. (wel- 
cher von 4 grossen Erdinseln oder Kontinenten spricht, woven 2 ia 
der n5rdlichen, 2 in der siidlichen Hemisphare zu suchen waren) ^) ; 
n. Isidor. Orig. 14, 5. (der noch von einem vierten Welttheile ausser 
den bekannten dreien spricht) ^9. Ja sogar in einem Fragmente des 



« 64) Ueber die Unachtbeit dieser dem Arisloteles gew^Umlicb zoge- 
fidniebeneii Schrift s. Bd. 1. S. 163 f. 

65) Vgl. tieeren's Meea etc. I, 2. S. 54. 11, 1. S. 106. Beekwuum. 
ad Aristot i. 1. a. v. UumboldCs Krit Uqters. L S. 129 f. 

66) V.Humboldt ebendas« S. 168. schreibt dardberFolgendes: ^Denkt 
man sich das sQdliche Afrika von dem nOrdlichen dnrch den i^inbmch des 
Oceans getrennt and den Isthmus von Panama dorchbrochen, so findet man 
nngef^hr in Nordaroerika, Sodamerika, Asien mit seiner wesUiehen Halb- 
insel Europa, and dem sttdlichen Afirika die terra qaadrifida des Hacrobins 
wieder." 

67) Alle diese grasstentheils icbon d^m Cohimbns bekanoleii imd ibn 



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§.54. ErdinteL Welttheile. » 

Anaxagoras bei Simplkins (vgl. Anaxagome Fragmm. ed. Scbiiubacb. 
p. 83. 93. 120.) flodet sieh achon eine, f'reilich liemUch dankla, S telle 
Ton einer neaen Welt. Selbst die Gegenerde (dvrijid'wv) des Philo* 
has and ffioetas ^*) ans Sjrrakns war nichU Anderes, als die entge- 
gengesetzte Hemispharey die von den Geographen mit Antiehthonen 
kevotkert wnrde. (Mela 1, 1, 2.)^) Auch fie Kirchenvater vermu- 
tiieteii nocfa , dass es jenseil eines nicht zn darchschifienden Ozeans 
eine andre, nns nnbekannte Welt gabe. (Orig. de princip. 0pp. I. p. 
81. d. UI. p. 422. a. Clem. Alex. Strom. V. p. 963. a. E.) '<>) Nor 
Wentge, wie Tertull. de pallio o. 2. (0pp. ed. Paris. 1664. p. 112.) 
and adv. flermog. c. 25. (0pp. p. 242.)^ spotten iiber die Annahme 
einer andem bewohnten Welt jenseit des Atlant. Ozeans, und neb- 
men an, dass jene Gegenden der Erde der brennenden Sonnenbitze 
wegen durebaus nnbewobnbar, und daber dukrcb einen Aequatorial- 
Strom ^uzlieb mit Wasser bedeekt waren, welcbe Meinong vorzag- 
licb vom Stoiker Cleantbes and dem Gramniatiker Crates aufgestellt 
worden war, aber vom Geminns bestritten wurde* (Vgl. Strab. 1. p. 
31. Macrob. Somn. Scip. 2, 9. p. 154. a. 10. p. 158. Bip.) 

Hegte man non aber aucb dergleicben Yermathnngen , ja war 
vielleieht sdbst mancbes einzebie Scbiff dnrcb Stiirme bis an die Kfi- 



ia seinen Ideea nu* nm so mebr besUlrkenden Stellen bat v. Humboldt in 
seinen Krit Unters. I. S. 119 ff. gesammelt und kommeDtirt. Selbst die den 
Goimnbiis leiteade Idee der HogKchkeit dnrcb den AUaatisehen Ozean 
eiaen Weg nacb Ostindien zo finden , sehen iptir scbon von den AJten aas- 
gesprocben (Arist. de coelo 2, 14. p. 297 sqq. Bekker. Strab. 1. p. 64. 
Senec. N. Qa. 1. praef. §.11. Solinas c. 56. Isidor. Grig. 14, 5. vgl. Ide^ 
kr Meteor, vet Graec. et Rom. p. 6. n. oben S. 6. Note 11.); nnd zwar 
war es nicbt Pytbeas, der diesea Gedanken zaerst aosspracb, wie Mannert 
IB d. EinleitoBg in d. Geogr. der Alton S. 74. behauptet, sondem Era- 
tostbeaes mid Posidonias. Vgl. Strab. 1. 1. Rukkopf. ad Sen. T. Y. p. 11. 
1. V. Humboldes Krit. Unters. L S. 140. n. 271. Dass man es sogar f^ 
fliOglicb bielt aas dem Indiscben Ozean durcb das nOrdlicbe Eismeer in die 
Nordsee zn gelangen, baben wir oben S. A. Note 9. geseben. 
$8) Vgl 1. Band. S. 518. 549. 

69) Vgl. das im 1. Baade S. 548. bierOber Mitgetbeilte. 

70) Diese Vermntbnng war scbon^ so tie f gewurzelt, dass man selbst 
graase Inseln in aussersten 0. und W. der bekannten Erde bisweilen iUr 
dea Anfaag eines andera Kontiaents bielt, wie Taprobane (Ceylon) , weir 
cbes vor Alexander voa Maadlien fiir einen andem Erdtbeil angesebea 
warde (Plin. 6, 22.) « oder das fabelbafte Britannien des Pytbeas (Flor. 3, 
10.), von dem man iK>cb nicbt wnsste, ob es eine blose Insel, oder der 
Ad^ eines grossen Festlaades sei. (Dio Cass* 39, 50.) 

^ ^ 3* 



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36 Zweiter Theil. Poliiisehe Geographic. 

sten eines andern HoniineBts oder ihm benaehbarter Inseln yerscbla*- 
gen worden, so konnten, selbst in dem kaom deiikbareii FaHe, dass 
derg^ichen Schiffe den Rtickweg nach nnserm Konlinent fandea, doch 
nur dmikle Gerachte von dem Vorhandensein einer neaen Welt die 
Folge davon sein, und so bescfarSinkteB sich deun die wiriclichen geo- 
graph. Kenntnisse der Alien stets nur auf die von uns bewohnte Erd- 
insel, die man allgemein in die nordliche gemassigte Zone setzie 
(Strab. 2. p. 116. Agathem. 1. p. 1. vgl. lieler ad Arist. Meteor. 2, 
5, 11. p. 564 sqq. n. Meteor, vett. p. 208 sqq.), und der man bald 
die Gestalt eines Tjrmpanon (Aristot. de coelo 2, 13. Meteor. 2, 5, 
10. Varro ap. Augustin. dc civ. dei 7, 24.) ^i), bald einer macedoni- 
schen Chlamys (Strab. 2. p. 113. 118. 121 f. 11. p. 519. Macrob. 
Somn. Scip. 2, 9.) ^2)9 bald einer Schleuder (Posidon. ap. Agathem. 
1. p. 2. Hnds. Dion. Per. v. 5 sqq. Eustath. ad h. 1. u. ad Hom. IL. 
7, 446. p. 690. Rom.), eines Tisches oder eines Oblongams (Eustath. 
ad n. 1. 1. Euseb. pr. ev. 15, 56.), u. nach Strab. 2. p. 83. 116. 11. p. 
519. Auct. de mundo c.3. u. Stob. 1» p. 660. eine Lange von 70,000 
(nach Ptol. 1, 14. und 7, 5. aber von 72,000) 7^) Stad. gab (nSmlich 
vom Prom. Sacrum in Lusitanien bis Thinae) , wahrend die grosste 
Breite, die sich an den ausserstcn Grenzen in 0. und W., nament- 
lich aber im W., bedeutend verringere (Strab. 2. p. 113. 116. 118. 
120.),. noch nicht 30,000 Stad., also kaum die Halfte der Lange 
(Strab. 2. p. 83. 116. vgl. Bd. 1. S. 318.), nach Ptol. 1, 10. 7, 5. 
jedoch 40,000 Stad. (vgl. Bd. 1. S. 412 f.) erreiche^^). Sonach 



71) Vergl. auch Bemhardy ad Dionysr Per. v. 7. p. 525. 

72) Auch Alexandrien in Aegypten , dessen L^nge 30, dessen Breite 
dagegen nor 7 — 8 Stad. betrug, wird daher von Strab. 17. p. 793. mit 
einer Chlamys verglichen. (Uebrigens s. auch Bd. 1. S. 186.) Ueber die 
Gestalt der Chlamys aber vgl. WinkelmanvPs Werke 6. Bd. S. 343. u. 
373. Ferrar, de re vest. 2, 7. u. SchinkePs Art Chlamys in Erseh^s und 
Gruber*s Encycl Bd. 17. S. 15. 

73) Ndmlich auf dem Parallel von Rhodus , oder dem die Mitte der 
bewohnten Erde durchschneidenden Hauptparallel gemcsscn ; denn auf dem 
Aequator belrug nach Ptol. die LUnge der Erdinsel 9O,O0O Stad. (Vgl. Bd. 
1. S. 412. Note 39.) 

' 74) Eratosthenes nahm die Lftnge zu 78,000 , die Breite zu 38,000 
Stad. an (s. Bd. 1. 8. 186.)) Hipparchus jene zu 70,000, diese zu 37,400 
(ebendas. S. 199.), Artemidorus jene (aber nur bis zum Ganges) zu 68,549) 
diese (aber nur bis zum Tanais) in runder Zahl zq 36,000 Stad, (vgl. 1 . 
Bd. S. 263 IT. mit Note z, /und ^), Isidorus jene zu 9,818,000, diese zo 
5,740,000 Schritten an (Bd. 1. S. 355.); Piinius (2, 108, 112.) aber be- 



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§.54. Erdiosel. Welttheile. 37 

nachte die bewohnte Erdiasel kaum den achteu Theil der ganzen 
Erdoberflache aus. (Strab. 2. p. 112. vgl. Bd. 1. S. 186. q. beson- 
ders S. 317.) In den iltesten Zeiten (bei Homer) ward diese grosse 
Erdiosel bios nach 2 Uimmelsgegenden, 0. und W., in die Tag- und 
Nachtseile getheilt (ngoe fj£ % ^sXiov Te und nQog ^(xpov: s. 1. Bd. 
S. 6.). Die Tagseite ward spater Asia genannt, die Nachtseile aber 
Europa (s. §. 55. u. 114.), fOr welche Benennungen jedoch schon He- 
rodot (4^ 45.) keinen sicbern Grond anflihren kaun. Ein dritter 
Welttbeil ward in friiherer Zeit noch nicht angenooimen (vgl. aaeb 
Isoer. Pan. c. 48. Lacan. Phars. 9, 411 sqq. u. A.), sondem Libya 
(spater ron den Romeru Africa genannt, s. unten §.103.) bald mit za 
Earopa (Agathem. 2, 2. Sail. Jug. 17. Lucan. 9, 411. August, de 
civ. dei 16, 17.), bald mit zu Asien gerechnet (Silius 1, 195.) 7*) 5 
doch schon zn Herodots Zeiten (Her. 2, 16. 4, 42. vgl. mit den Bd. 
1. S. 28. u. 37. angefiibrten Stellen des Aschylus und Pindar) baile 
sich bei Griechen und loniern die Annahme dreier Welttheile gebil- 
det, Europa, Asia und Libya, und diese wurde in der Folge von den 



stimml letztere zu 4,490,000 Schritten. Nach Auct. de mundo c. 3. und 
Stob. 1. p. 660. betmg die grOsste Breite 40,000 Sud. Agatheraer be- 
stimmt, sich selbst widersprechend, 1, 6. die Liioge zu 90,000, die Breite 
zu 40,000, aber 2, 1. jene nur zu 70,000, diese nur zo 29,000 Stad. De- 
nocritus erkllirt die Lliuge flir anderthalb mal grosser als die Breite, (Aga- 
them. 1, 1. Eustath, ad II. 7, 446. p. 690. Rom.), Eudoxus aber f&r gerade 
noch einmal so gross (s. Bd. 1. S. 112.) Nach Aristoteles verhielt sich 
erstere zu letzterer wie Hinf zu drci (ebendas. S. 164.). Ueber die von 
den Alten angenooimeiie GrOsse der ganzen Erdkugei haben wir Bd. 1. 
S. 540 ff. gesprocfaen. 

75) Vergl. auch Larcher ad Herod. 2, 16. T. IL p. 191. Tzsehuck. 
ad Mel. 1, 1, 6. Gramaye Africa illas'ti'ata p. 2. u. Schlicktkorst Geogr.. 
Africae Herodotea p. 13. Dieser Eintheiluug der Erde in 2 Welttheile fol- 
f^ Hecatftns (vgl. Bd. 1 . S. 50.), Pherecydes (ebendas. S. 63.) u. A. ; und 
selbst Herodot (ebendas. S. 69.), Scymnus (ebend. S. 268.) nnd Strabo 
(ebend. S. 339.) Ziehen sie der gewOhnlichen in 3 Welttheile vor. (Vgl. 
anch Bd. 1. S. 172. 182.) Selbst Eratosthenes nahm nnr 2 Welttheile an, 
aad verstand unler Europa die nOrdltche und unter Asia die sQdliche Halfle 
der Erde (Varro R.R. 1, 2. id. de L.L. 4, 6. Vgl. auch Plin. 3. prooem.). 
Aoch Strabo 17. p. 824. aussert sich dahin, dass es am natOrlichsten sei, 
die Erde nur in 2 Haupttheile zu zerlegen, und den Aequator als Tbeilungs- 
liiue anznoehmen, obgleioh er an einer andem Stelle, l.p. 66., auch wieder 
die Eiatheilung in 3 Welttheile gegen Eratosthenes vertheidigt Ueber- 
kaspt sind Ober diese Haupttheilung der Erde Broukkys, ad Tibull. 4, 1, 
176. Staveren ad Fulgent. Myth. 2, 16. BerkeL ad Steph. Byz. p. 383. 
Txsckuck. ad Melam i, i, 6* n. Cellar, (veogr. I, 11. zu vergleichen. 



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38 Zweiter Theil. Politische Geographie. 

Meistoi beibebalten. (Vgl. Strab« 1. p. 65. 17. p. 839. Dioiiys. ▼. 9. 
Agathem. 2, 2. 14. Polyb. 3, 37. Timaeas ap. Polyb. 12, 25. Aih 
etor. de mundo c. 3. Geminas c. 13s Stob. 1. p. 660. Mela 1, 1, 6^ 
Plin. 3. prooena. Apuki. de mando p. 6. Isidor. Orig. 14, 2. Mart, 
Cap, 6. p.20L) 

Die Alten selbst fiihren diese 3 Welttbeile nicht immer in dersel* 
ben OrdDong auf, sondern Jeder beginnt gewohnlicb mil dem* der 
ihm,. al^ sein Vaterlaod enthaltend, am nachsien steht^^); uns abec 
gebietet der bistoriscbe Standpunkt mil der Beachreibong des WelU 
iheab zu beginnea, von welcbem die Alten zuerst eine gtnaaere 
Kenntnias batten^ und von dem aus sich aacb iiber die beiden andern 
Licht und Kultor verbreitete. 

§.55. Asia 

(^ l^a/a Oder ionisch '^a/17) im weitesten Sinne ^^ nannten die Altea 



76) So beginnt z. B. Dionystus Periegetes, der in Alexandrien lebte, 
sein Gedicbt mit Afrika (vgl. Eustath. ad Dionys. v. 7.) and ebenso der 
Spanier Mela sein geograpL Werk, das er baaptsJicUicb naeh dem Gyre- 
naiker Eratosthenes bearbeitete. Die Obrigen Geographen machen als En- 
ropfter grOsstentheils mit Europa den Anfang. (Vergl. Duker. ad Floci 
2, 8, 1.) 

77) Denn im engem Sinne bezeicbnet Asia bei den Alten bios KieiiH 
asien {Asia minor), oder aneh nor die rOmische Provinz im westUehen 
Theile desselben (sonst anch Asia propria genannt: s. unten §. 61.). Uebri- 
gens ist der Urspmng des Namens, Qber welchen viel gestritlen wird^ 
hOchst wabrscheialich in dem 'Idaiog kHfJioiv des Homer (IL 2, 461.: bei 
Dionys. v. 836. kHfAtov iw *Aoldv) nnd dem dort wofanenden Volke der 
Asiones (Aatovflg) zn snchen « das nacb Callinns bei Strab. d3. p. 627* 
nocb bei dem Einfalle der Cimmerier als ein Zweig der Lydier vorbandea 
war. (Vergl. Fou. ad Gatnll. p. 108. 137. MalU-Brun's (^sch. der £rd- 
knnde 1. S. 47. Mannert YU 2. S. 15.) Denn der von Einigen ans der 
Qnandtat bergeleitete Einwurf , weil das A in It^aiog (und im Namen des 
Helden Asias, nacb welcbem jenes Gefilde benannt sein soil) immer lang, 
im Namen des Welttheils Asia dagegen stets kurz gebrancbt wird, beweist 
sebr wenig, da aucb in der dichterischen Nebenform Asis (wie Asien z. B. 
bei Ovid. Met. 5, 648. 9^ 447. und sonst benannt wird) das ^ immer lang 
ist. Ueber die Etymologie des Wortes **A(5tog aber herrscben sebr ver- 
scbiedene Meinnngen. Die Mythologie ftthrt es, wie gew0hnlicb« auf eine 
Person, entweder jenen lydiscben Helden Asias, den Sobn des Kotys (He- 
rod. 4* 45.), oder die Gemablin des Prometbeus Asia (Herod, ibid.), oder 
eine gleicbnamige Okeanide (Varro de L. L. 1, 6.) zurfick; die Grtaima- 
tiker aber leiten es von a^a, Scblamm, ber, so diass *Aola eigentlich dbs 
Sumpfland bedeolen wilrde* Dwebea ist nocb die orientaBscbe Etymologie 



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§. 59. Asien* 3B 

alltt huki, welckef westUcfa dareh den Floss Tanais (j. Don)^ die 
Palas Maotis, den Pbnlas Eaxinus, die Proponlis lind den Hellespom 
▼on Enropa^ dorcb den arabiseben Meerbasen aber und die Land« 
eage von Arsinoe (j. Suez) von AfHka getrennl wnrde. Diess wenig- 
stens iat die natiiiiiche, seit Strabo (1. p. 35.) u. Ptolemaus (i, 5.) 
allgemein angenommene Begrenznng. (Vgl. aach Agathem. 2, 2. 14^ 
p.35.Q.57.Hnd8. Stob. t p. 660. Scjrmn. fr. v. 135. Polyb. 3, 37, 3. 
Plin. 2, 108, 112. Mela 1, 3, 1. n. 1, 4, 1. 2., and was den Tanais 
nnd die Maotis betriffl Seyl. p. 30. Hnds. Strab. 7. p. 310. 11. in. 
Dionys. v. 14. E«stath. ad Dionys. 1. 1. Hippocr. de aere c. 34. in. 
Vol. f . p. 549. Kiihn. Agathem. 2, 14.) Friiher nahm man freifieh 
aach nidit selten den Floss Phasis (j. Rion oder Fachs: Herod. 4, 
37. 45. Aesohyl. fragm. no. 177. ScboU. ap. Arrian. peripl. Ponti 
Enx.. p. 19. Hods. Plat. Phaed. p. 109. Stepb.) ond weiterbin den 
Araxes (j. Aras) ond das Caspische Meer (Herod. 4, 40. vgl. Bd. 1. 
S. 80.) als Grenzen gegen Eoropa , ood den Nil als Grenze gegen 
Afirika an , so dass also die o&tliche Halfle Aegyptens noch zo Asien 
gerecbnet worde^^). (Vgl. Scyl. p. 43. Hods. Strab. 1. p. 32. 2. 
p. 108. 126. Agatbem. 2, 14. Stob. 1. p. 660. Polyb. 1. 1. Dionys. 
▼. 18. Mela 1, 1, 6. o. Bd. 1. S. 50.) Aof alleo iibrigen Seiten ist 
Asien von Meere omgeben, ond twar im N. vom scytbischen, im 0. 
vom eoiscben, im S. vom iodiscben (Mela 1, 2, 1. vgl. aoch Dionys. 
V. 892 f.). Die Alten, welche den Norden ond Nordosten Asiens 



M enrahneo, nach der es entireder von '^^'n, die Mitte, oder voo 'jp, 
glSazen, hergeleitet wird, so dass Asien entwecler das Mittelland, oder das 
GlaBzland <Land des SoiineDaafgaiigs)^ d. i. das Morgenland, beseichaen 
wflrde. Nacb Heyd aber (Etymolog. Versocbe fttr Altertbumswissenseb. n. 
Spraehkonde. Tiibing. 1824.) kommt der Name von dem oriental. Gotter- 
■anen j^s (verwandt mit jenem pj^) her, ond bezeichnet das Gotteriaad. 
(Vgl. aaeb Beilermdmn's Haadb. der bibl. ArcfaSol. II. S. 273. Spren^ 
gets Gesch. der geogr. Enldeck. S. 59. nnd Bernkardy ad Dionys. v. 836. 
p. 754. Andre etymoiogiscbe Versocbe finden sieh bei Eostath. ad Dionys. 
▼. 175. 270. Agatbem. 1, 1. p. 3. u. Stepfa. Byz. v. "Aaia. Vgl. Heyne at 
Bom. D. 2, 461. Vol. IV. p. 279. o. Uckert 1, 2. S. 211.) Wami imd 
Ton warn non dieser Naora von jenem Sompfhmde mn Gaystms znerst anf 
deagaasenW^ttbeil Obergelragen worden ist, bleibt ongewiss. Bei Aescby- 
ks (Prom. 412. 734. n. s. w.) and Pindar (01. 7, 33.) scbeiat er znerst so 
Tonukonmien ; aoch Pherecydes kannte ihn bereits (Scbol. Apolhm. 4, 
1396.) and Herodol nimmt die Etntheihing in die 3 Welttheile Asia, Libya 
«d Earopa bererts als bekannt an (a. oben S. 37.) , gestebC jedoch , dasa 
er den Gmd Aeser Namen nicbl aazageben wisse. 

78) Vgl. aoch Bd. 1. S. 255. mit Note a). , 



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40 Zweiter Theil. Politische Geographic. 

gar nicht kannten, aber aoch vom Osten nur mangelbafte Nachricbteh 
batten 3 dachten aich diesen WelUheil ia einer ganz andern Gesialt, 
aU er wirklicb hat^ indem sie iha gegen 0. and SO. ungebabriioh 
veriaogerteD j gegen N. and NO. dagegen ^ael zo sehr verktivzUn, 
so dass Asien auf den Karten der Alten keineswegs eine ficherabn- 
licbe Gestah batte^ sondern mebr einem IMnglicben Parallelogramm 
glicb 7*) 9 welcbes man , den Halys als Grenzsebeide annebmend, in 
das obere und antere Asien (td &vm und %d xaVco *Aaifje : Herod. I, 
6. 72. 103. 130. 177.)^''), oder den Tauras als Scbeidnngslinie be- 
tracbtend, in Asien diesseit und jenseit des Taoms (Strab. 2. p. 68. 
129. 11. p. 490. Dionys. v. 637 ff.) tbeilte®')- ^^ g^lt mit Recbt fiir 
den grdssten der 3 Welttheile ^^) ; and zwar hielt es Herodot (4,44.), 
seine osUicben, den Alten vdllig unbekannten, Gegenden ganz abge- 
recbnet, scbon far eben so gross als Afrika, Strabo aber (17. p.824f.) 
fiir nocb grosser als Earopa and Afrika zosammen. Nach Eralosibe- 



79) Ueber das Bild , das sicb Herodot von Asien entM'arf, vgl. Bd. 1 . 
S. 80. Strab. 11. p. 519. vergleicht die Gestalt des nOrdlichen Asiens mit 
einem Rttchenmesser, welche Einigen (wie du Theil Tom. IV. P. 1 . p. 295.) 
aaerklarlicb scheinende Vergleicbung B6ckh (nach v. Uumboldts krit Un- 
ters. I. p. 146 f.) dahin erkl&'t, dass der gekrttmrote Rttcken des Messers 
durch die KUste des Nordmeers, die Schneide aber dorch den ganz Asien 
in gerader Richtung von W. nach 0. durchschneidenden Taurus (niimlich in 
der weitesten Ausdehnung dieses Namens, der dann auch den Caucasus 
Indicus, den Imaus, die Emodi M., den Ottorocorras und das Gebirg der 
Serer mit in sich fasst) dargestellt werde. In wiefem Dion. Per. v. 620 ff. 
Asien die Gestalt eines Kegels giebt, nnd zwar so, dass die breite Seite 
desselben an Eurbpa anstOsst, glaube ich Bd. 1. S. 436. Note 84. gezeigt 
za baben. 

80) Spater nahm man den Euphrat als Grenze zwischen ^ xaxto and 
T} avm 'uiaia an , und verstand unter ersterem das Land westlicb vom Eu- 
phrat, unter letzterem aber die Ostiichen Provinzen des pers. Reiehes jen- 
seit dieses Stromes. 

81) Ueber die beidon von Herodot angenommenen axtal Asiens s. 
Bd. 1. S. 80 f. und Ober die 4 Siegelflficben, in welche Eratosthenes das 
sOdKche Asien eintheilte, ebendas. S. 190. In welche Theile Strabo und 
Agrippa Asien zerlegten, haben wir ebend. S. 348 f. u. 393. geseben. 

82) Nut Piinius 6, 33, 38. halt irrig Europa filr den gritesten Welt- 
tbeil, und bestimml das YerhXltniss der 3 Erdtheile zu einandcr so, dass 
Europa %« (genauer ^y24), Asien %$ und Afrika *%© des festen Landes 
ausmache, mithin Europa fast nocb ein halb mal so gross als Asien und 1 y^ 
mai so gross als Afrika sei. Hieniach berichtige man^ was ich durch eia 
mir unerkllirliches und leider! selbst bei der Revision nicht bemerktes Ver^ 
seben Bd. 1. S. 382* babe dnicken lassen. 



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§^. 55. Asien. 41 

nes betrni; die Lange yob der kanopischen Nihntindung bis zor Ost* 
spize ladiens 49,30Q Stad. (s. Bit. 1. S. 184.). Sk^abo bereehnet 
die Entfenumg von Issus bis zor Osikiiste Asiens za 40,000 Stad. 
(ebendas. S. 3S0.)> dem ganz Asien quer dorchsebneidenden TaHrus 
aber giebt er eine LSnge vob 45,000 Stad. (11. p. 490. s. anten S. 45. 
Note 85.). Plinhis (5,27,28.) bestimiDt die LaDge za 5375 Mill, oder 
43,000 Stad., nod Ploleraaos endlicb giebt ifar uber 120 Grade, d. b. 
aaf dem Parallel voa Hbodns gemessen, uber 48,000 Stad. Derselbe 
ipebt der grossten Breite dieses Welltbeils iiber GO Grade oder 30,000 
Stad., wlSirend diese bei Eratosthenes und Strabcr nur etwa 28,000 
Stad. betragt. Artemidor uad Isidor (bei Plin. 5, 9, 9.) bestimmten 
(wie wir Bd. 1. Si 265. uod 355. geseheo haben) die Breite Asiens 
Ton der Siidgrenze Aegyptens, das sie mit zn Asien rechneten, bis 
znm Tanais, gar zn 6,375,000 Sebritien oder 51,000 Sud. Die spe- 
zielleren Kennbnsse der Alton von Asien und seinen einzelnen Thei- 
len waren in den friibesten Zeiten naturlicb sebr beschn^nkt. Homer 
(Tgl.Bd.l. S.10.) kennt nur die Westkiiste Kleinasiens genauer, die 
Nordkuste desselben am Pontus Euxinns, so wie die siidliehe Kiiste am 
Mitleliiieere und ihre nachslen Umgebungen sind ibm bios aus Schif- 
femacbriebten bekannt; doch erwabnt er dort Colchis and das Land 
der Araazonen, bier aber Phonicien. (Vgl. §. 4.) Hesiod's geogra- 
phische Kenntnisse Asiens erstrecken sich nocb nicht weiter, als die 
Homers, doch kennt er bereits den Phasis. (Vgl. §• 5.) Erst durch 
die Perserkriege , darch welche iiberhaapt eine nabere Verbindnog 
zwischen Gricbenland and Asien herbeigefiibrt ward, warde den 
Griechen dieser Welltheil etwas bekannter, obgkich ihnen fiber das 
hnere tob Asien and seine nordlichen Tfaeile doch nur sebr verwor- 
rene, sich widersprechende and fabelhafte Nachrichten zukamen. He- 
cataos (vgl. §. 8.), Herodot (§. 10.) und Ctesias (§. 11.) scbildern 
bereits die SO Satrapien des pers. Reiches , und wissen aucb schon 
Hanches von Arabien and Indien. Herodot namentlich kennt bereits 
das Caspiscbe Meer, die Massageten, Sauromaten and andere nord- 
liche Yolker, den Caucasus, den Araxes, Tigris, Enphrat und Indus, 
das erytbraische Meer, Arabien, Assyrien, Babylonien, Medien, 
Persien, Bactrien and das westliche Indien. Besonders aber verbrei- 
teten die Feldziige Alexanders und seiner Fefdherm, so wie die von 
ibm veranlassten Entdeekungsreisen (vgl. §. 12.) tbeils Ober mehrere 
schon bekannte Lander ein neues Licbt, theils lehrten sie einige 
Sriiber noch ganz onbekanate Lander zuerst kennen, namentlich die 
Landsebaft Sogdlana (die Tartarei)^ das Gebiet der Paropamisadae 



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42 Zweiter Theil. PoliiUcbe Geogrtphie. 

(KabalisUn) , das p^sisohe Kustealand mid Vorderiafien bis zwm 
Ganges. £uie«ioch gefianere Bekaimtschaft mit Indien aber yer- 
sobafften den Griecben die.FeldzOge des Seleucns Nicator und seine 
Gesandtscbaften nacb Palibotbra (s. ebendas.)^ dardi weicbe von den 
Gegenden am Ganges, von den Kiisten des indiseben Meeres nnd von 
der Insel Taprobane (Ceylon) genaoere Nacbricbten mitgetbeiit wnr- 
denr Ancb die durcb die Ptolemaer von Aegjrpten ans nacb Indien 
unternommenen SeeCabrten nnd die mit jenem Lande angeknupfteii 
Handebverbindungen, so wie das Entsteben griecbiscber Konigreiebe 
in Baetrien and Cappadocien, die sicb von der Herrscbati der Selen- 
dden onabbangig za macben wnssten, tragen nicbt wenig daza bei, 
dassmandas sudlicbeAsien genaner kennen lernte. Sodiirfen wir uns 
denn nicbt wnndern, dass scbop Eratostbenes (vgl. §• 15.) eine ziem* 
iicb genaoe Kenntniss von As^en bat, and aucb das eoiscbe Meer 
nnd die ostiicbsten Tbeile Asiens, die "Seres, die grosse Handdsstadl 
Thinae (Nanking?), so wie im Innem desselben die G^birge Paropa- 
misas (Hindakuscb) and Imaas (Himalaya a. Belurtagh) enrahnt. End- 
licb befestigten and vermebrten diese Kenntnisse nocb die Romer 
darcb ibre Untemebmangen gegen Asien, tbeils darcb ibre H^rrscbaft 
liber Vorderasien in Folge des Syriscben Krieges , tbeils durcb ibre 
Feldziige gegen die Partber, weicbe darcb die von den pers. Konigen 
durcb ibr ganzes Reicb angelegten grossen Land- and Heerstrassen 
sebr erleicbtert warden. Aucb gaben oftere Handelsreiseo, tbeils im 
Innem von Asien, tbeils zurSee nacb Indien, mannicbfaltige Gelegen- 
beit zar genauern Kenntniss dieses Welttbeils. So batten denn die 
Alten zor Zeit der bocbsten Bliitbe Roms von dem grossten Tbeile 
Asiens mit Ausnabme des nordlicben and nordo^tlicben wenigstens 
eine oberflacblicbe , von den westlicben ui^d sudwestlicbea Tbeil^ 
aber, d. b. von den romiscben Provinzen, eine sebr genane Kenntniss, 
ja tbeils weise eine nocb umfassebdere and vollstandigere, als.wir ia 
unsem Tagen. Scbon Strabo (vgl. §. 18.) entbalt nicbt wenige ge- 
nauere and bestimmtere Angaben, als Eratostbenes, nocb weit mebr 
aber erfabren wir durcb Ptolemaus (vgl. §. 21.), der zuerst aucb von 
India extra Gangem, von der indiseben Halbinsel (Aurea Cbersone- 
sus) and den Inseln an Indiens Kiiste, von den Gebirgsziigen des 
innem Asiens, von grossen Fliissen and HaiSdelsstadten im SO., ja 
selbst von einigen Stromen im nordostlicben Asien, spricbt, aber frei* 
Iicb aucb immer nocb einige tbeils nor von Einzelnen, tbeils allge* 
meiii angenommene Irrtbumer mit seinen Voj^angem tbeilt, z. B. 
liber den Zusammenbang Asiens mit Afrika durcb ein nnb'ekanntes 



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§«S6, Asiett. Gekirge. ' 43 

SUbad jensdi its In^stbtn Ozeaiis (vgl. Bd^ 1. S. 420.), nnd hhtr 
das EinslroiBeQ des Oxja» uai laxsirtes in das Caspis^he Meer (verf^. 
$.57.). 

§. 56. Aucb iiker die Gebirgsziige Asiens and den dadnrek be* 
dingten Uoterschied yon Hoch- und Tieflandern, batten die Alten nnr 
donkle nnd nnvoUkommene Vorsteihingen, indem sie weder den Zu** 
sammenbang und das Verbaltniss der Gebii^ zu einander, nocb ihre 
Hobe genauer kannten ^^). Die Hanptgebirge Asiens stehen aber alle 



-83) Fragen wir aber soerst nacb der wirklieben Besebaffenbeit des 
Landes, indem wir, am vor alien Dingen einen ricbtigen Ueberiilick dei 
Ganzen za gewinnen , die in dieser Beziebong sebr mangelbaften Kennt* 
■isse der Alten dorcb die Erfabmngen der neoeren Zeiten ergHnzen, so 
kildet fast die Hflifte (%) dieses Welttbeils ein sicb vom Mare Intemom 
ans in der Riebtaog von W. nacb 0. fast fteberfbmrig erweitemdes , and 
in zwei Abstafongen oder Terrassen erbebendes Hocbl^d, das eine LSnge 
ywt 1200 g. M., eine von 40 oder 50 g. M. (im SW.) bis zu 400 oder 
500 g. M. (im NO.) ansteigende Breite, and eiaen Flacbeninhalt von we^ 
■igstens 340,000 DM. bat. Yon den nmliegeaden Tieflandem wird es 
im N. dnrcb den Caucasas^ dann durch die Oxii, Sogdii and Gomedarani 
Montes (j. Alati^b und Tbian-Schangebirge) , fenier dnrcb die Anaibi and 
Aizacii Montes (den. bentigen Altai), im JNO. dureb die Gebirge von Se- 
riea^ namentlicb die Asmiraei Montes (das da-nrisebe oder Kbingkan Geb.), 
im O. ifaireb die, (jebirge im Lande der Sinae (d. b. die Gbinesiseben Ge* 
birge Kbingkan oder Siolki, Yflngling, Pelii^ a. s. w.) bis zam Ottorocor* 
ras (dem Sinescban oder Scbneegebirge?) im SO. berab, im S. dureb die 
Emodi Montes and den Imaus (j. Himakiya) , dann dorcb den Taurus mit 
seinen Ostlicben Fortsetznngen getrennt, and muss den beiden Tetrassei 
■aeb, die es bildet, in ein kleineres westlicbes and ein grOsseres tfstlicbes 
HochUnd getbeilt werden, von denen.jenes, dessen mittlere Hohe 4000 F. 
betrtgt, in einem lang gedebnten Viereck ganz Rleinasien und die zur ebe« 
■afigen persiscben Monarcbie gebarigen LSnder (s. onten §. 61 ff.) umfasst 
(d. b. die bentige Asiatiscbe Ttirkeiy Kaukasien and Iran), letzteres aber, 
dessen mittlere H^e 8 — 10,000 F. betrftgt, und das die Gestak eines 
Tersdiobenen Rhombus bat, Seriea, das Land der Sinae und einen Tbeil 
Ton Scytbia extra Imaum (d. L den gr(tosten Tbeil des Gbinesiseben Rei- 
cbcs) in sicb scbliesst, nnd den Alten fest ganz unbekannt war. Die Grenz* 
sdidde zwiscben. beiden Abtbeihmgen oder Terrassen bildet das Geb. Par 
ropamisus (aucb seit Alexanders Zeiten der Gaucasus Indicus genannt, and 
dnker nocb jetzt Hindu * Kbu, Kbos, Kbusch), welches aucb eine betracbt^ 
Mcbe Vereagong der Breite des ganzen Hocblandes in seiner Mitte berbei- 
flUut. Im Kreise am dieses grosse Hochland ber, welcbes die Kemgestalt 
Asiens zeigt, liegt nun in mebrem einzeben, von kleineren HocblSndem 
enen oder begrenzten, Flicben das Tiefland Asiens, welcbes zu- 
einen FlfiebeiH*aufli von ttWa 290^000 DM. einnimmtf und in 
5 Banpttheiie zerMlt: a), ni^rdlicb vom grossen Hocblande: 



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44 Zweiter Tbeil. Politische Gepgrapbie. 

in eioem bald mehr, bald minder deutlich henrorlreienden Zasammen- 
bange, der wenigslens zom Tbeil auch sobon den Alten bekannt war. 
(Vgl. Note 85.) Die. den Siidrand des grossen Hocblandes bildende 
GebirgskeUe beginnt an der siidlicben Kiiste Kleiuasiens bei dem 
Promont. Cbetidonium oder Sacram^-^) (nocb j. Cap Cbelidoni oder 



1) ein kletnes , den Uebergang zu dem HohenverbillUiiss Europa's bilden- 
des, Tiefland von 53,000 DM. zwischen dem Caucasus, dem Gaspi- 
seben Meere, den Hyperboreis und Rhipaeis Montibus (j. Ural) nod 
dem ndrdlichen Zweige des imaus (j. Belnr tagb and Mnztag) am die 
Oxiana Palus (j. Aralsee) ber, and von den FlQssen Oxus (j. Amu oder 
Gihon, Dschihon) und laxartes (j. Syr-Darja oder Sihon) darcbstrOrat, . 
welches das Gebiet der Oxiani , Chbrasmii, laxartae and anderer Volker- 
schaften der Scylhia intra Imaam umfasst (das bucharische oder tartarisehe 
Tiefland); 2) ein sehr grosses, von dem vorigen bios durch eine Htigel- 
kette getrenntes, nOrdliches Tiefland jenseit des Iroaas and der Annibi, 
Auxacii Monies u. s. w. (d. h. des Altai), von etwa 186,000 DM. FlA- 
cheninfaalt , der grOsste Tbeil der alten , wenig gekannten Scythia extra 
Iniaum (das sibirische Tiefland) ; b) dstlicfa vom grossen Hocblande : 3) das 
von dem .Flusse Bautisus (j . Hoang-ho) durcbstrOmte und von dem Volke 
der Sinae bewohnte, vom grossen Hocblande durch das oben erwflbnte 
Hochgebirge der Sinae getrennte ■ Ostliche Vorland Hochasiens , 20,000 
DM. gros$ (das chinesiscbe Tiefland);^ c) im SUden des grossen Hocb- 
landes: 4) der vom Indus and Gaages bewAsserte Tbeil Indiens sUdlicb 
vom Imaus and den Emodis Montibus, den die Alten India intra Gangem 
nannten, aucb gegen 20,000 DM. gross (das indische Tiefland); d) im 
SW. des grossen Hochlandes: 5) das vom Euphrates und Tigris begrenzte^ 
14,000 DM. grosse Mesopotamia (das mesopotamische Tiefland). Zwi- 
schen und neben diesen tiefen Flachen erheben sicb nun noch mebrere 
kleinere, vom grossen Hocblande durch Gebirge getrennte und grtfssten- 
theils als Halbinsein weit ins Meer hervortretende Plateaus oder HochlSn- 
der, zusammen etwa 185,000 DM. Flilchenraam umfassend, nftmlich: 
1) die den Alten ganz unbekannte ausserste-Nordostspitze Asians (die sibi- 
rische Halbinsel) ; 2) der* Ostlichste Tbeil voa lodien, India extra Gangem 
and Ghersonesus aurea (die hinterindische Halbinsel); 3) die hauptsacblich 
vom Volke der Dachinabades bewohnte SUdspitze von India intra Gangem 
(die vorderindische Halbinsel oder Dekan); and 4) Arabia mit Palaestina 
and Syria (die arabiscb - syrische Halbinsel)* Endlicb gebOren zu Asien 
nocb mebrere zom Tbeil sehr bedeutende Inseln, von denen die Alten we- 
nigslens Taprobane (j. Geylon) mit der sUdwestlich davor liegenden Insel- 
gruppe (denMalediven), Bonae Fortunae I. (j. Sumatra?), iabadii I. (j.Java?) 
und andere (s. unten §. 79.) kannten. 

84) Welches deswegen aucb bei Mela 1, 15, 1. and Plin. 5, 27, 28. 
Prom. Tauri beisst. Hier ist nach der allgemeinen Annabme der Anfang 
des Taurns (vgl. aucb Strab. 2. p. 129. 11. p. 520. 14. p. 651. 666.)* 
•bgleicb genau genommen das Gebirge eigentlicb scbon an der Slldwest*- 



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§. S6. Asien. ^Gebirge. 45 

kefliges Voi^.) in Ltcicii milrdeiii GeHirge Taurus (o Tavqoe^^): 
Polyb. 3, 3, 5. 4, 2, 6, 4, 48, 7. Strab. 2. p. 129. 11. p. 519. 14. 
p. 651. 666. Ptol. 5, 24. 27. Agalhem. 2, 9. Stepb. Byz. p. 642. 
Mela 1, 15, 2. 3, 7, 1. 2. 6. 3, 8, 5. Plia. 5, 24, 27. n. s. w. noch 
j. Taurus oder Rurnngeb.). Dieses ziebt sich als ziemlicfa bobes and 
steiks Gebirge, Anfangs ungetbeilt ^<^), erst in nordlicber Ricbtung 
zwischen Lyeia und Pampbylia, dann in ostlicber dnrcb Pisidia und 
Isanria bis zur Grenze von'Cilicia and Lycaonia, wo es sicb in zwei 
Haoplarme, a) einen nordlicben and b) einen sudlichen, zutbeilen be- 
ghiBt. a) Ersterer liiaft, den letzterten an Hohe iibertrefiend^^), nnter 
demNamen ^nl/touru^ (o *Av*cii;aVQos: Slrab. 11. p. 527. 12.p» 535. 
Ptol. 5, 5. 13. ^^)j. ndis dagb, Hassan dagh u.s.w*)in nordostlicber 
RicbtoDg dnrcb Cappadocia, wo er sudlich neben der StadtMazaca 
oder Caesarea®^^) die boebste, anf ihrem Gipfel stets mit Scbnee be- 



^tze der kleinasiatiscben Halbinsel begiant, wie scbon Strabo 14. p. 651. 
weiss. Allein dieser westlichste Theil des Gebirges besteht nur auseiner 
■iedrigen HOgelkette, und f^llt so wenig in die Augen, dass die Alien das- 
selbe erst mit dem beim Prom. Sacmm mflcbtig in die See binans streben- 
dea Gebirgszuge beginnen lassen. 

85) Taurus ist eigentlicb ein CoUectivname fiir alle bobe Gebirge 
Vorderasiens vora aramdischen ^it3 (Tur) d. i. Alpe, Hocbgebirge (vgl. 
Hitter's Erdkunde 11. S. 53.). Einige, wie Eratosthenes (vgl. Bd. 1. S. 
189.), Strabo (ebend. S. 348.) u. A., geben dem Namen Tauras eine seh'r 
wcite Ansdehnoog, und hssen das so benaunte Gebirge sicb von der Stld- 
.westspitze Kleinasiens der Insel Rhodus gegeniiber mitten dorch ganz 
Asien bis zn dessen Ostlicber KOste hbdarchzieben, so dass aach der Pa- 
ropamisuSy der Imaos, die Emodi Monies u. s. w. als Theile des Taurus 
erscbeinen. In dieser Ausdehnung giebi ihm Strabo 11. p. 490. eine 
Lfloge von 45,000 und eine Breite von 3000 Siad. Ueber seine Hohe fin- 
den sicb keine-genaueren Angaben; doch vergl. was Bd. 1. S. 559 ff.- liber 
die Bergmessuogen der Alton flberhaupt bemerkt worden ist. 

86) Doch mehrere Nebenzweige aussendend , wie den Cragus (Dio- 
■ys. Per. ▼. 849 f. vgl. unten §. 65.) u. s. w. 

87) Diess eipebt sicb scbon daraus, dass die auf ihm enispringendcn 
Flilsse Pyranns, Sams and GyJnus den ibnen enigegenstehenden Taurus 
mil Gewalt dirchbrechen , und sicb so einen Weg nach Gilicien babnen. 
Dem Reisenden erscbeinen freilicb die sich steil erhebenden Spitzen des 
Tsnras bdber, als die weniger in die Augen fatlenden Gipfel des allmahlig 
aBfteigenden Antitaums. '^ 

88) Bei den.rOmiscbea Geograpben kprnmi d^r Name nicht vor. 
88b) Weshalb aucb die Milnzen dieser Stadt sein Bild als gewOhn- 

licfaen Typns zeigen. (Vgl. Raseke Lex. rei num. I, 1. p. 1074.) Uebri- 
geas 8. fiber ikn aucb Leake Joum. of a tear in Asia minor p. 45. und 



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46 Zweiter Theil. Palitiscbe Geographies 

deckle, am Fasse aber schon bewaldete,' Bergspitze KleiDasieDS, )len 
Argaeus M. (6 ^Qyalog: Strab. 12. p. 538. Plin. 6, 3, 3. Am- 
mian. 20, 23. Claud, in Ruf. 2, 30. Mart. Cap. c. 6., bei Ptol.5, 6. 
wohl nor darch Schreibfehler to "/igycoVj mit den Quellen des Melas, 
j. Ardschisch) bildet, and dorcb Armenia, wo er Capotes Jf. (Plin. 5^ 
24, 20. Solip. c. 37. bei Mart. Cap. 6. p. 220. (kpodes, j. TsehiW 
schek dagh, ancb schlechtweg ^j^Qfiiviov oigos: Herod. 1, 72. Dion« 
Per. y. 773. 786. mit den Quellen des Halys und Thermodon) heiast^ 
and bangt in seinen nordlichen Zweigen durcb die zwiscfaen Arme- 
nia, Iberia and Colebis hinstreichenden Moschiei MmUes {to. Moaxi^ 
xd oQfii Strabo 1. p. 61. 11. p. 492. 521. 12, 548. Pia4. Pomp. 34. 
Ptol. 5, 6. 13. Mela 1, 19, 13., bei PUn. 5, 27, 27. Mosekicus M. 
j. Mesjidi , Mesdschidigeb.), die von dem bier wohnenden Volke der 
Mosebi oder Mescbi (s. §. 76.) ibren Namen babep, and obwobl booh, 
doch frucbtbar, in den obem Regionen mit Waldung , in den antem 
mit Weinstocken besetzt slnd, am siidostlicben Ende des Pontas 
Euiiinas mit dem siidlichsten Tbeile des Caucasus zusammen (Strab. 
11. p. 492. 12. p. 548.); wabrend der Hauptzweig (j. Kascbmir dagh^ 
Knsch dagb, Alatagh a. s. w.) von Armenien aus einer oslUcbeii 
Ricbtung folgt, und sicb oberbalb des ArsissaLacus (j. Wan: s. §.. 
' 98.), wo er den boben (nacb Procop. Pers. 2, 25. fast uniibersteig- 
licben), mit ewigem Scbnee bedeckten M. Ahtis (o*/4fiog: Strab. 11. 
p. 527. und 531. Ptol. 5, 13., bei Plin. 5, 24, 20. Aba^^), mit den 
Quellen des Eupbrates und Araxes ^% j. Ararat oder Argbitagb, bei 
den Persem atich Kubi Nub, d. i. Noab-Berg) bildet, nacb dem Cas*. 
piscben Meere beruberziebt, an dessen siidlicbem Ufer er durcb Hyr- 
cania binlauft, urn sicb in Margiana mit dem Paropamisus (j. Hindu- 
kuscb) zu vereinigen. Unterbalb des Mare Caspium zwischeiv Uyr^ 
cania tind Partbia hei^st er Orantes (6 Of6$^%^s s Ptol. 6, 2.) *^) n. 



Texier^s Bericbt (aus dem Mouiteor and Joom. des debats) im Aoslaad. 
Apr. 1836. S. 367. 376. 

89) Der Name ^Axog bei EusUth. ad Dioofs. v. 988. ist bios Schreib- 
fehler. Vgl. Bernkardy p. 964. Ueber diesen Berg vgl. besonders Prieir* 
Parrofs Reise znm Ara rat Berlin 1834. 2 Thie. 

90) Den Eupbrat lassen alle oben genaante Schriftsteller, den Araxes 
nar Strabo aaf ibm entspringen. Ptol. 5, 13. nennt als Qnellgebirge dteser 
StrOme den Paryadres (s. ontetf Note 18.), PUn. 5, 24, 24. aocb den 
Capotes. 

91) Manntrt Bd. V. Abtb. 2. S. 84. bilt mit Uareefat den OrmUe$ 
l&r den bent, Alwend oder denParaciloeMraf Strabo^s (s.S. 50*)9 da doeh 



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§. 56. Asien. Gebirge. 4T 

Carmtms Jf. (o K^^wifoQx Ptd. ibid., j; gewiss dcr hohe> kegel- 
iomige Demawend^ lessen ostlicfaer Rncken noeh inraier Karen 
lieisti) ^^), weiter ostlich aber zwisckcn Margiana frndAria Sariphi 
MmUes (rd ZaQitpa o^i PtoL 6, 17. ^3) j. Haaarisches G«b.) vad 



Ptoleaioi L 1. diese beidea Gebirge geaaa anterscbeidet, and letzteres 
4 Grade sfifficher ansetzt. Bei Polyb. 10, 29, 3. findet sicb ein M. La^ 
bus odor Lahutas {Ai^o^ oder Act^omag^ naeb verscbiedeuen Lesarten)^ 
der eben dabio gesetzt werdea zu mQssen scbeint^ wo bei Ptol. der Core- 
BOS zn steben kommt. 

92) Der westlicbe Theil dieses Gd>. (jetzt Siab Kob) biess wabr- 
sdieiiilicli Caspii Monies (Ammian. 23, 6. p« 362. Bip.), v4Mi'einein Theile 
des Yolkesv der Gaspii, der bier wohate (s. unten §. 95.) ; wen%steiis fin- 
den slch bier. an der Grenze von Medlen, Hyrcanien and Partbien, 8 — 9 
g. M. nordOHlicb von der Mediscben Stadt Rbagae (die einige Meilen nord^ 
wescficb Tom heat. Teberan lag)^ die Caspischen Pdsse {at Kaamo^ tw^ 
Xm; Polyb. 5, 44, 5. Strab. 11. p. 522. 526. 2. p. 83. 90. alKamiM jw- 
las: Hecat. fir. 171. Ptol. 6, 2. Arrian. Exp. Alex. 3, 19. Dioays; y. 
1034. Isidor. Cbar. p. Cf. Casyiae pylae : Mela 1, 15, 2. Caspiae portae: 
PUn. 5, 27, 27. 6, 14, 17. Ammian. 1. I. p. 349. u. 361. Xaaniadtg ni- 
Xm bei Dionys^ v. 1064.), der einzige Weg ans dem nordwesU. Asien in 
4ie nordOstl. Prow, der pers. Moaarcbie nnd nacb Indien (daber bei Dio- 
ays. ▼. 1§36. %Xij[idig yairjg *Amtfttdog genannt; ygl. Eustatb. ad h. I.); 
mA aaek Ptol. 5, 13. setzt, freilicb niebt ganz an derselben Stelie, ^ondem 
svisdiea Armeaien nod Medien bis in die Nabe der Stadt Artaxata bin, 
eiaea Berg Caspius (ro ICct<miop o^og) an. Von jenem Passe, darcb wel- 
ckea Alexaader den Darias verfolgte (Arrian. 1. I.), macben Plin. 6, 14, 
17. n. Solin. c. 47. sebr fiircbtbare Beschreibungen ; nenere Reisende aber . 
fuden diesen aas mebrem Defileen bestebenden Pass twischen dem Harka 
Kob and Siab Kob, 6 Farsangen von Rey , dessen Eingang Dereb beisst, 
keiaeaw^s so besebwerlidi oder gef^brlteb. (Ygl. nameatlicb Morier Se- 
coade Toyage T, II. p. 351.) Die Perser biehen ibn mit eisemen Tboren 
▼ersperrt and mit einer starken Wacbe besetzt (Arrian. Anab. 3, 19 sq. 
Cart. 6, l4, 19. Ammian. 23, 6.) ; die griecb. Geograpben aber betracb-' 
telen flu als eiaen der geogr. Haaptpnnkte, indem sie einen Hauptmeridian 
dnrck Oin zogra and viele Distanzen von ibm aas bestimmtea (vgl. Strab. 1* 
f. 64. 2. p. 78 ff. 120. 134. 11. p. 505. 514. 15. p. 720. 723 f. 16. p. 
744. a. Bd. 1. S. 184 f. 193. 320. u. s. w.). Ritter (Erdkuade II. S. 57. 
TgL APa^/ Asien I. S. 911.) naterscheidet mehrere Caspiae Pjiae der Al- 
lea and halt die von Strabo 11. p. 543. (?) erwHhnten f&r den Pass Pyl 
Rriiar bet Leaknra, die soast vorkommenden aber ftir den Pass Keramli 
Avch das Geb. Kbomescb. (?) Uebrigens verwechselten die Altea niebt 
seken diesen Caspiscben Pass mit einem andem gleicboamigen , der am 
CaspiacbenMeere fiber einen andem ILCaspins, einen Zweig des Caacasns, 
Mkrt. (Vgl. PTin. 6, 11, 12. 6, 13, 15. Mart. Cap. 6. p. 222. SneU Ner. 
e. 19. Tac. Hist. I, 6. Ami. 6, 33. a. naten S. 55.) 

93) MannertsV^ 2* S. 65. Vermatbang^ dass Saqltpoig bei Ptol. ein 



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48 Zweiter TheiL Politische Geographie. 

siiddstlleher, an der nordlichen Grenze von Drangiana, Bag&us Jf. 
(6 Baymog: Ptol. 6, 17. 19.), alles Tli«ile des grossen Albursgebir- 
ges. b) Der siidliche Hauptarm oder eigentliche T€turus mit seinen 
Tortsetzangen zieht sich yon CilicieB aus (wo er die CiliciscMh 
Pd$se [al KiXiKtai nvXm: Xen. Anab. 1, 4, 4. Polyb. 12, 9, 3. 
12, 17, 2. Diod. 14, 20. Arrian. Exp. Alex. 2, 7, 1. Herodian- 3, 
1.2-3. partae Ciliciae: Plln* 5, 27, 22. Curt 3, 4. 7.] bildet, den 
Hauptpass aqs Cappadocien id das eigentliche Cilicien z^nschen den 
Stadten Pedandns and Mopsncrene, nordwestlich von Tarsas, durch 
Wjelchen Alexander d. Gr. in Cilicien eindrarig) *'^) unter dein Nannen 
Amamis (Cic. ad Alt. 5, 20. ad Div. 3, 10. 14, 4. 15, 4. und ofter, 
Mela t, 12, 5. Plin. 5, 22, 18. 12, 25, 56. Lucan. 8, 244. to 'A/m- 
v6v oQog: Strab. 11. p. 521. 535. 14. p. 675. Ptol. 5, 8., auch b)o$ 
TO Afvavov: Pint. Demetr. 48. Dio Cass. 48, 41. j. Almadagh)^*) 
als hohes und ateiles, von rauberiscben Volkerschaften bewohntes 
Grenzgebirge zwischen Cilicien and Syrien nordosUich bis zum En- 
phrat ^) , dann aber jenseit desselben ab JT Masius (to Mdtnov 



Schreibfehler sei statt JSancpilQOi^^ well Dionys. v. 1099. von den sebOneB 
Sapphiren in Ariana sprecbe, wird achon darch den heat Nampn widerlegL 

94) Sie spielen auch im Kampfe zwischen Alexander Sevems and 
Pescennias Niger eineRolle (Herodian. L I.) ; der Uebergang Gyrus des jitng. 
tiber den Taurus aber fand, wie Manner tM. Y\. Abth. %. S. 238 ff. ge- 
zeigt hat, nicht bier, wie man gewOhnlich annimmt, sondem weiter gegen 
0. ndrdlich von Anazarbus Statt. 

95) Nach Belon. Obss. 2, 107. p. 162. ietzt Monte Negro ; nack 
Borhek Erdbeschr. von Asien 3. Bd. S. 73. 4i. 175. Lukan. 

96) Der Amanus (der vom Strabo 11. p. 535. als ein anoanaafia 
Tov Kthnlov TavQOv bezeichnet wird) sendet aber auch noch einen Ne- 
benzweig gegen S., der sich an der sttdOstUchen Spitze des Sinus Issicqs 
(j. MB. von Skanderun) endigt, und an der Ostseite dieses Bnsens, sOdlich 
von Issus, nur einen ganz schmalen Weg Iflngs der KOste als Uebergangs- 
punkt aus Cilicien naqh Syrien oflen liisst, welcher die Syrischen Passe 
(al 2:vQiai ttvXm: Ptol. 5, 15. unter 69^ 40' L. 36« 15' Br., bei Strab. 
14. p. 676. auch bios nvkat. ohne weitem Zusatz, jet2t Pass von Beilan^ 
heisst, und 3 Stadien lang gerade nur so breit ist, dass ein Ileer in ZUgen 
hindurch marschiren kann. (Xen. Anab. 1, 4, 4. Arrian. Exped; Alex. 
2, 8.) Dabei war er in frOherer Zeit obendrein noch auf beiden Seiten, der 
cilicischen sowohl als der syrischen, durch Mauem geschlossen, die vom 
Felsen aus bis in die See gefiihrt waren (Xen. 1. 1.), aber schon za Alexan- 
ders Zeiten nicht mehr vorhanden gewesen zu sein scheinen, da.keiner 
seiner Geschichtschreiber ihrer Erw£ihnang thut. (Vgl. auch Dio Cass. 48, 
40.) Mitten durch ihn floss der ein PJethron breite Fhiss Cersus {Ki^ooq: 
Xen« 1. 1.> der nach Pocoeke II. S. 257. jetzt den Namen Merkes fUhrt). 



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§.56. AsieD. Gebirge. 49 

ofos: Stnh. 11. p/506. 5^7. Ptol. 5, 18. j. Kardschja Paglar uod 
etn Tbeil Aes Siadschargebirges) erst in osUicher, dann in siiddst- 
Kcher Richtung nach dem Tigris heriiber*^, ferner jenseit desselben 
als Zagrus M. (c5 2jdyQo^ und %6 Zdypov pgog: Polyb. 5, 44, 6. 5, 
54, 7. 5, 55, 6. Ptol. 6, 2. PUn.6,27, 31. 12, 17, 39. bciStrab.ll- 
f. 522. 2jdyQiQS [noch j. Zaghrosch oder. im Allgem, Kurdisches 
Cch.] **), mit den Zagtischen od^r Medischen Pdssefn [al '%ov Za- 
fQov nvXai.' Pbl. 1. Uiy Mfj^in'^ nvXfj: Strab. 11. p. 525. j. Safpil- 
pisse] , dnrch welche mail einen beschwerlichen Weg von 100 Stad. 



Von diesea Syrischen PMssen ist ein ander^r, waiter gegenNW.oberhalb der 
Ebene von Issus zu suchender, Uebergangspunkt des Amanus wohl za anter- 
fcheiden, durcb welchen man in das nOrdliche Syrian oder Gonunagene ge» 
laagte, welcher '^fidMsg (Polyb. 12, 17, 2. Strab. 14. p. 676.) od. *Aiiavir- 
nai nvAM (ArHan. Exp. Alex. 2, 7. in. Ptol. 5, 8. m, Amanicae Portae bei 
Curt. 3, 8, 13. Portae Amani montis bei Pliq. 5, 27, 22.) hiess (jetzt De- 
mir Kapn, d. i. das eiserne Thor, zwischen Ajas [Aegae] n. Bajas [Baiae]), 
nod seiner Bescbwe^licbkeit wegen bis aqf die Zeiten der Rtfmer wenig be- 
■ntzt worde , so dass man selbst mit einqpi Umwege lieber die Syrischen 
Passe passirte. Die ROmer aber fiibrten an jen^r SteHe eine fdrmlicbe 
Strasse fiber das €rebirge von Mopsvestia nacb Samosata, die sicb/auf der 
Tab. Pent, angegeben findet. In den Itinerarieu aber und spftterbin ist von 
ihr nicht mehr die Rede ; sie scheint bald wieder verfallen zu sein, und so 
kam es, dass man spflter nicbt einmal die Stelle der Amaniscben PSsse 
genan anzageben wusste. Dorcb sie zog Darius aus dem nOrdlicben Syrien 
in Cilicien ein, wSbrend Alexander, um den PerserkOnig aufznsncben, sei- 
nes Marsch von Issus aus durcb die Syrischen Passe nahm, und durcb die- 
sen Flankenmarscb des Darius, der ibm so in den RUcken gekommen war, 
gendtbigt wurde, eilfgst durcb dieselben gegen Issus zuriickzugehen. (Po- 
lyb. 12, 8. Arrian. 2, 7. Curt. 3, 8.) Von dem Unterschiede beider ge- 
nannten Pftsse spricht auch Gic. ad I)iv. 15? 4. Vgl. besonders die grUnd- 
liebe Untersnclmng von Leake Joum. of a tour in Asia minor p. 208 IT. 

97) Der Masiut M, sendet noch 2 Nebenarme aus, den einen siidlich 
diessett des Tigris dnrch Mesopotamien nach der Stadt Singara bin, wel- 
cher eben Von dieser Singaras (o Utyya^ag: Ptol. 5, 18. noch j. Sind- 
schargeb.) heisst, dep andem nordOstlich jenseit des Tigris durcb Arme- 
ttien nach dem Arsissa Lacus und dem Antitaurus hin, welcher den Namen 
Niphates ftihrt (6 Niq>aTt]g, der Schneeberg: Strab. 11. p. 523. 527. 
629. Ptol. 5, 13. 6, 1. Mela 1, 16, 2. Plin. 5, 27, 27. Ammian. 23, 6. 
p. 349. BipJ bei Enstath. ad Dionys. v. 988. NKpdrag, Vgl. auch Hor. Od. 
2, 9, 20. Serv. ad Virg. Geo. 3, 30. Fi'bius Sequ. p. 15. u. 31. j. Ha- 
trateh Alpen mit dem Balanberge). 

98) Auch bei S^ab. 11. p. 522. ftlbren alle Zweige dieses Gebirges, 
Masins, Niphales, Zagrus etc., von der Landschaft Gordyene den Kollectiv- 
■amen xa roodwaia 6^ (d. h. eben Kurdisches Gebirge). 

U. 4 



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50 Zw&iter Theil. Politische Geographic. 

znriickznlegeD batte [Polyb. 5, 44,7.], um aas Assyrien nach'Medieii 
ZH gelangen) zwischen ArmeDien, Medien and A$syrien (vgl. Polyb. 
5, 55, 6.), ferner als Parachoathras (o ITaQayod&Qag : Strab. 11. 
p*. 511. 514. 522. Piol. 6, 2., auch %d Jlagaxod&Qa: Strab. 11. 
p. 527. j. Etwend oder Alwend and^ Awas , oder bakliarisches Greb.) 
Doch welter sudostlich durch Medien bis nach Parthien ^*), sodann- 9'ls 
Persici 3f* (rd IJeQatTcd OQfj: Ptol. 6, 8./j. Kofez, Nurmanshir 
und* Buschkurdgeb.) an der Greoze zwischen Carmania und Ge- 
drosia, und als Baeiii M. (%d Bairia o^ij: Ptol, 6, 21.»oo) 
j.. Wuschuti oder Mutschgeb. in Beludschistan) im Norden Gedro- 
siens bis zum Indus. Hier hangt er durch die sicb parallel mit diesem 
Strome gegen NO. durch Gedrosien heraufziehenden ^rbili (rd "^q-^ 
§na OQT^: Ptol. 6, 21. j. Brahulgeb.) und durch die Parst/eU Manr 
ies (JlaQovfiToi : Ptol. 6, 18. ^ j« Solimangeb.), welche die Grenze 
zwischen Arachosia und demGebiete derParopamisadae bilden, mitdea 
westlichen Zweigen der Emodi Monies und dem Paropamisus zusam- 
men. Diese weite Ausbreitung und Verzweigung des Taurusgebirges 
kanntenscbon Strabo (s, obcn S. 45. Note 85.), Plin.5, 27, 27.u. A.; 
gewohnlich ' aber bezeichneten die Alten mit dem Namen Taurus our 
den westlichen Theil der Gebirgskette bis zum Amanus an der syri- 
schen Grenze, und verstanden unter dem Antitaums nur den nord- 
lichen Zweig bis' zu den Moschicis Montibus an der norddstlichen 
Grenze von Armenien, sahen aber die weiteren, eben genannten, 
Fortsetzungen beider als besondere Gebirge an. • 

Das zWeite den Sijdrand des grossen Hochlandes bildende Haupt* 
gebirge sind ier Imm/s und dessen ostliche Fortsetznng, die Emodi 
Montes (d. h. das Himalaya Gebirge und einige Nebenzweige dessel- 
ben. Der Name /maus (ro ''Jfiaov oqoq: Eratosth. ap. Strab. 15. 
p. 6§9. Ptol. 6, 13. 14. 15. TO 'I/aalov o^og: Strab. 2. p. 129. und 
6 "l/uaog: Agatbem. 2, 9. Plin. 6^ 17, 21.) hat bei den Alten einen 
sehr weiteu Begriff , indem sie dem. so benannten Gebirge nicht nur 



99) Strabo Yisst dieses Geb. wobl zu weit gegen N. und bis zum Csts- 
pischen Meere reichdn, und verwechselt es so roit den Zweigen des Anti- 
taums, die wir oben als Orontes, Goronus, Labula etc. kennen geiernt ha* 
ben. . (Vgl. S. 46. Note 91 .) Nach Ptol. 6, 2. bing der Parachoathras nor 
durch einen in nordwestlicher Richtnng Medien durchziehenden Ann Na- 
mens lasonius (to Vaaoviov, bei Strab. 1 1 . p. 526. 'laaovHop) mit jenen 
Zweigen des Antitaums znsammen. 

100) In der Erasm. Ausg. fehlerhaft anb t^w Ba^lmv, 
1) Nach einer andera Lesart Paryeti (xa Ilaqttiimv i^tj). 



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§. 56. Asien* Gebirge. 51 

eioe Ricbimtg von W. nach 0., sondero nueh .^Ine iehr weile Aus* 
debauDg nach N. hinauf liad somit^ziemUeh die Gestalt eioes reobteB 
Wiakeb gaben, indeiii ste das gaaze ndrdliche Asien durcb dasselbe 
Jn Scylbia iaira uod extra Imaum getheilt werdea liessen, so dass sie 
also darunter nicht nor die wesilichen Tbeile- des Himaleb oder Hima'' 
kja^ aondern ancb den Belar oder Belortagh (yielleicbt auch den Muz* 
tagb) 2) a. die nocb nordlicber naefa dem Ural biastreichenden Algiflis<- 
iiscben Gebirge d^runlerbegritfen 2u baben scheinea. £s gebtirt nacfa 
Agalbem« 2, 9. (vgl. Bd. 1. S. 561.) zu dfn bocbsten, milewigeai 
Schnee bedeckten Gebirgen der Erde. Die Emodi Monies (PUa» 
6, 17, 21« T« 'Hfiwdd oiyfj: Eratostb. ap. Strab. 11. p. 511. 
15, p. 698. 719. Ptol. 6, 15. to 'Hfi(ofi6r S^oe; Diod. 2, 35. Dio. 
Bjs. ▼. 748. 1146. Oder bios %d 'Hfirndd : Ptol. 6, 16. u. o Tl/tmiis: 
Strab. 15. p. 689. Arriaa. Ind. c. 2. 6. , Eosutb. ad Dionys. 748. 
Emodus: Plin. 5, 27, 27. ; bei Mela 1, 1^, 2. 3, 7» 6. Hemodes nwi 
bei Ammian. 23, 6. p. 359. Bip. Emodan; j. der ostlichere Tbeil dea 
Hiaudeb oder Himalaya) sind das bocbste Gebirge derErde^), Wel- 
ches, im W.beimParopanusosbeginnend,sicb in fast gleioberParallele 
Bit dem Taurus in einem suddstlioben Bogen und in mebrern Zw^i*« 
gen durcb ganz India e^tra Gangem ^) bis zu der Gr^nze der Sin^e 
Uaziehl^). Die siidlicbern Zweige dieses Gebirges biesseii Bepyn^us 



2) Mao bat im Namen Imaus dea des Muz oder iftr^gebirges ^e- 
derzofinden geglaobt, hatte sich aber wentger an die griech. Enduag, als 
ta deft Kent des Namens balteo sollen, und wtlrde dana unslreitig den 
Bimalek darin erkannt baben, besonders wenn man sich von Bopp (vergL 
Hitter's Erdkande. 2. Ausg. HI. Th. 2. Bd. S. 420.) daran erinnera liess, 
dass die Sanscritform des Namens Uimavat lautet, die sehr leicht in Jmaos 
Ibergeben konnte. Es kommt dazu, dass PJin. 6, 17, 21. ausdritcknch 
Mgt, der Name solla in der Landesspracbe ein Schneegebirge bezeichnen, 
was bekaontlich aueh Bimaleb bedeutet. Nocb ist zu bemerkeo, dass Strab. 
15. p. 689. die .Gebirge dieser Gegend von Ariana ans nach dem Mare 
Eonm zu in folgender Ordnnng auffiibrt: Pa/opamisus, Eqiodi Montes, 
launs , so dass der Imaus die Os.tliche Fortsetznng der Emodi M. ware ; 
alleia PtolemUns, der von diesen Gebirgen richtigere Ansichtea hatte, setzt 
dea Imaoa zwiscben den Paropamisns oder Caucasus Indicus und die Emodi 
Montes. 

3) Ancb Agatbem. 2^ 9. nennt es fieyiarov o^og, 

4) Nach Plin. 6, 17, 21. begiont mit diesem Gebirge Jndien. Ale- 
zaader erbaute von den auf ihm gescblagenen Tannen fuid Gedem^eine 
PUcte anf dem Hydaspes. 

5) Ueber seinen Zusamtnenh;)ng mit dem Paropamisus und Imaus 
a. Eratosth. ap. Strab. 15. p. 689. u. vgl. Bd. 1. S. 189. 

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53 Zweiter Theil. Politische Geographie. 

(to Btj^vq^ov oqhq:. Plol. 7, 2. mit den Quellen dcs Doanas, j..Ira- 
waddy), Damassi oder Damasii Monies (TaJcc/uaaaa oqtj: Ptol. 
ibid, mit den Quellen des Dorias, j. Saluen?)^ in India extra Gan- 
gem, nnd Semanthini Monies (to Sfj/aav&ivSv OQog: Ptol. 7, 3.) 
Mit den Quellien des Serns (j. Menam) und Aspitbra, sclion im Lande 
der Sinae , welche wabrscheinlicb zwi^ehen der dbinee. Proving Viin- 
nan and den angrenzenden Landern Hinterindiens za sncben sind ; 
der osllichste aber OUorocorras^) (6 XlhrFOQOHOQQaQ: Ptol. 6, 16. 
I^i Ammian. 1. h wohl nur darcb Sebreibfehler Opurocarra) in Seriea 
(in der obin^s.ProvinzSchensi, mit der einen Quelle desBantisus, on- 
ter 176^ L. and 39^ Br.) ''). Hier beginnt der Ostrand des grossen 
Hochlandes mit den Gebirgen der Sinae^ die bei den Altfen, welche 
ven dem ostUcbsten Tbeile Asiens iiberhaupt nur sehr geringe Kennt- 
nisj»e batten, keinea besondern Namen fiibrten^). Den Nordrand bil- 
deien in 0. zuerst die Gebirge von Seriea (das Da-urischc Gebirge), 
yon denen die Ahen wenigstens den westlicbern Tbeil unter dem Na- 
meti^;^tra6t Monies (tu 'AofAiQaia oqtj: Ptol. 6, 16., bei Ammian. 
1. 1. Asmira)^ ostlich von dem Volke der Issedones, kannten (die nord- 
.licbe Qrenze der Hochebene Gobi), dann die auch schon oben genann- 
ten Ketten des heutigen Ahai, von denen die Annibi Monies (td^'Ay- 
vi^ OQfj:. Ptol. ibid., bei Ammian. 1. 1. Anniva) den nordlicher strei- 
chcnden kleinen Altai und das Sajanskische Geb.), die Auxacii Mon- 
ies {%d AvSdxia OQtj^): Ptol. ibid.) aber, die die Quellen des Oe- 
cbardes (j. Selenga) entbalten^ den «udlibbern grossen Altai mit dem 
Bogdo- und Kbangaigeb. zu bezeichuen scheinen. Siidwestlicher fol- 
geii dann die ebenfalls sebon oben angefiirten* Gebirge, welche jetzt 
das l^bian-Schansystem bilden, bier von 0. nach W. naliirlich in um- 



d< 



6) Ueber die gleiehnamige Stadt nnd das wabrscheinlicb hi^rfaer 
gehOronde Yolk der Attacori s. unten §. 78. 

7) Alfe diese Gebirgsketten kennt bios Ptolemtfu^^ der tiberbanpt 
von dlesen Gegenden weit genauere nnd richtigere Kenntnisse hat, als alle 
tibrigen alten Geographenv 

, 8) Doch gehOrt bierher vielleicht das Geb. Thagurus {to 0a/ov- 
opiQogt Ptol. 6, 16.), welches vom Otlorocorras- nttVdIicb heranf nach 
[en Asmiraeis M. strich, und westlich mit den Casiis M. (s. unten S. 54.) 
znsammenhing; wabrscheinlicb der sQdliche Theil des Mongolischen Geb., 
der sLch vom Fl. Hoang-Ho gegea N. heraufisieht. 

9) Nach einer andem Lesart ra Ai^ama o^. Wahrscbeinlich 
verbirgt sich dieses Gebirge auch in . dem verunstalteten Namen Nazavi- 
ctum, der bei Ammian. 23, 6. p. 359* Bip. .zwischen den GebirgCQ Annwa 
und Asmira erscheint. 



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§.56. A.si«n. Gebirge. 53 

fokehrter Ordnang, un<] zwar se, dass die Comedarum Mantes (to 
%mv Hofifidrnv oQf^ oder ij iq^ivij KofjirjSav i Plol. 6, 1^. aach M. 
Comedus bei Ammian* 23, 6. p. 358. Qip-) in Scythia extra |inaum, 
nordlich vom Pardpamisiis, osdich voo den Oxiis Moutibus, und Wd- 
licb vom laxartes, an der Ostgrenze der Sagdiani, die hochslen Gipfel 
des Miizlagb oder Mustag bezeichnen ^^), wabrend die S&gdii Motites 
(%d Soydia oder SovySta oq^: PtoL ibid. Ammian. 1. 1.) zwischea 
dem Qnns nnd laxarles, der Kara tagh (oder das scbwarze)^.die OxU 
JTottles aber (to "Ofm oder Ovlia oQfj: .Ptol. ibid.), welche, sicb 
zwischea denselben FliisSen von SW. nach NO. binziebend, Sogdia- 
Ba Ton Scythia trennten, der Ak tagh (oder das wcisse Geb.) zu seio 
scheinen. Dieses Gebii^e bangt mit dem weit nach N.^ hinauf reicben- 
den Zweige des Imaus und diirch ibn also aach mit dem siidlichern 
Stock dieses Gebirges zi^sammen. Vom Imaus aus westlicb aber ziebt 
sich in die Mitte des grossen Hochlandes der schon oben als Grenz- 
scheide der beidep Terras^en desselben erwsLhnte Paropamisfis hinein 
(Mela i, 15, 2. 3, 7, 6. Plin. 6, 17, 20, 23. o Ilaqondnuaoe: Era- 
tosth. ap. Strab. 15. p. 689. Strab. 11. p. 511. , aach o llaQondvi' 
aoe: Ptol. 6, 11. 17. "). Dionys. v. 1097.. Agalhem. 2, 9. Mda 3, 
7, .6. Tabs Peat. XII. naqandjuiaoQ: Arrian. Exp. Alex. 5., 4. 5. 
Geo. Ravenn. 2, 4. u. IJaQondimoaoQ : Stepb. Byz.p.532. Curt. 7, 
4, 31. Vgl. Euslatb. ad Dion. 1. 1. Tzschuck. not. crit. ad Mel. 3, 
7, 6. fTwrl. ad Diod. 17, 82. Bemhardy ad Dion. Perieg. v. 737.)> 
aach ifiL Ehren Alexandjers dt Gr. (damit es schiene^ als hab^ er den 
Caucasus iiberschritten)^^) Caucasus (Arrian. Anab. 5^ 3. 5. Polyb. 10, 



10) Nach Manner t IV. S. 45 1. sind di^ Gomedarnm Monies der 
beat. Belnr-Tag oder das Nebelgeb., nach demselbeit- aber S. 472. wehig- 
steos etwas richtiger unr in ihrer westlicheti Streeke der Belnr-Tag, in 
ihrer Ostlicben Ketle aber der Mastag. 

11) Da Ptol. in der Sehreibung auslttndischer Namen gewOhnlich 
sehr genau ist, so scheint die Form Paropanisus fast den Vorzug zu ver- 
dienen. Im Anfange des Namens erkennt man zieinlich deatlich das altper- 
nscfae Paru^ d. i. Berg* Uebrigens kennt schon Aristoteles (Meteor. 2, 5, 
15.) dieses Gebirge, wo si6h aber freilich, so gat wie bei Dion. Per. v. 737. 
a. 1097., in denCodd. der yerunstaltete Name nuQvaaog findet. Vgl.Bd. 1. 
S. 165. B. 439. • 

12) Und so Iflsst.denn Gurtius 7, 3, 19. 22. (vergl. mit 8, 9, 3.) 
dea Alexander ohne Weiteres Uber den Caucasus geh^n, obgleich ihm 
9uh der Paropamisus liicht unbekannt war (s. dben). Daber bielten 
Einge lelzteren filr einen Seitenzweig des wirklicben Caucasus (iugum 
Cau^asi: Plin. 6« 20, 23.), wilhrend ihn Ahdere fOr einen Theil des Tau- 



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54 Zweiter Theil. Politische Geographic. 

48, 4. 11, 34, 11. Strab.ll.p.506-5U. [mil «ro^*.Aniii. S.396f.] 
vgl. Ptol. 6, II. Salmas. ad Solia. p. 7jS8. ^erison. in Curt. vind. 
p. 137» 157. Cellar, Geo. ant. 3, 22, 1.) und zum Unterschiede vom 
eigentlichen Caucasus Caucasus Indicus genannt (o ^I^itnig Kavxa-^ 
cog: Eustath. ad Horn. II. 2, 735., u. so noch jetzt Hindukusch), 
eins der hocbsten Gebirge <ler Erde (Arist. Meteor. 1, 13. Agatbem. 
2, 9., vgl. Bd. 1. S. 561.), das die Quellen des Indus (Arrian. 5, 3. 
Plin. 6, 20, 23. Curt. 8, 9, 3.) und des Oxus (Polyb. 6, 12. Arriail. 
3; 29. Ptol. 6, 1^.) entbalt,.gegen N» auf der einen Seite Indien 
(Agalbem. 2, 6.)j auf der anderu Ariana (Strab. 11. p. 497.) begrenzt, 
und von dem die angrenzende Landschaft (ij Jla^ona/madQ yj^Qoi : 
Arrian. 5, 3. Tgl. Diod. 17, 82.) iind ihre Bewobner, das Volk der 
Paropamf sadae {ol ndgonufitad&ai^ bei Ptol. 6, 17. naqonavioudtu), 
ibrenNamenbaben. An ibn schliessen sichnordwesilichwiederderBa- 
goas lind die iibrigen den heutigen Albors od.EIburs bildenden-Ciebirge 
(s. oben S« 46 E). Auf der andern Seite ziebt sicb in denselben'Breiten- 
graden mit dem Paropamisus voni Imaus aus gegen 0. eine andere mil 
den sudlicbern Emodis Montibus ziemlicb parallel laufende Gebirgskette, 
in ibren wfestlicbem, vonNW. jiach SO. slreicbenden, Theilen Asca- 
tancas (o AoxaTayntoQ : Ptol. 0, 13. 14., bei Ammian. 23, 6. durcb 
Verseben Ascanimia M. genatinl, j. Knlkun oder Kuenlun),* in ibren 
ostlicbern aber, die von W. nacb NO. sicb hinzieben, Casii Monies 
genannt (td Kdata ogtj : Ptol. 6, 15. mit der nordlichen Quelle des 
Bautisus oder jelzigen Hoang bo, j. Khara, oder der Theil des Mon- 
gol. Gebirges, der die Wuste Gobi Ton W. naeh 0. durchschneidel), 
mitten durch das grosse Hochland hindurch, und bangt ostlich mit den 
Gebirgen der Sinae , siidlich aber durch den Tbagurus M. (s. oben 
S. 52. Note 8.) mit den ostliobsten Theilen der Emodi M. oder dem 
Ottorocorras znsammen. 

DenNordwestrand des grossen Hocblandes endlich bildel derCotf- 
casus (Melal, 15, 2. Plin. 5, 27, 27. 6, 4, 4. 6, 5, 5. u. ofler, Justin. 
12, 5. Curt. 4, 5, 5. 6 Kavxaaoe: He cat. fr. 161 f. 186. Aesch. 
Prom, 422. 719. Herod. 1, 203. 204. Arist. Met 1, 13. Strab. 11. 



ms ansahen, ^e Mela I, 15, 2. Ja selbst dea Prometfaeoa Kessen Maache 
auf diesem Gaucasas angeschmiedat sein. (Arriaa. Anab. 5, 3. hd. c. 5. 
Carl. 7, 3, 22.) Die nllchste Veranlassang aber fOr die Macedonier den 
Natnen Caucasus aaf dieses Gebirge fiberzatragen , lag wohl io einem 
einbeimiscbeD Nameo desselben, indem diese Gebirgsgegead noch jetzt bei 
den Indieni Khonha oder Khasa heisst, woraos wohl eben der Nune 
Kusch gewordeh ist; 



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§. i$. Asicn. ;6ebirge. ^ 

f. 407. 505 f. Ptol. 5, 9. Armn. Ejqp. Alex. 5, 3. Pkl. LueaU, 14. 
Ponp. 34. Caticam Monies: Mek 1, \% 13. PUn. 6, 10, 11. 0, i3, 
15. va Kavxdaw oqji: Strab. 11. p. 504. Plol. 5, 9. Agalhem. 2, 9. 
Dionjrs. y. 663. noch j. Kaukasus, Kawkas, lalbas) ^^), der sich zwi* 
scken den Mare Caspiam aod dem PobUis Euxinas in d^r Ricblupg 
von NW. oach SO. von Sarmaiien bis Iberien uad Albanien erslreckt 
(Herod. 1^ 204. Strab.. 11. p. 497. Plul. Pomp. 34; Avieo. 875. 
ScboL ApolloD. 2, 1251. Ores. 1, 2.), ipid einen schmal^'Pass aus 
Sannalien oacklberieii offen lasst, iieportae Caucasiae (Plio. 5, 27, 
27. 6, 11, 12. 6, 15, 15.), aacb Sannaticae {al UagjuaTiHutl nvXdi: 
Plol. 5,9.) u. Albaniae {al '^Xfiaviai nvh^i (id. 5, 12.) genannlisb^, 
die aber wegen. der Nabe des Mare Caelum auch Portae Caspiae 
bieMCB (Piia. 11.11. SueUNer. c. 19. bei Tac. Hist. 1, 6. claustrd Ca- 
spiomm, o. Aon. 6, 33. via Caspia) ^^). £r gehort zu den bo9hsten 
Gebirgen der £rde (H(9*od. 1,^203. Arr. Peripl. Pobt. Eux. p. 11.), 
reiefat bis in die Wolken (Procop. bell. Goth. 4, 3. in.)^ ist so hoch, 
dass er von der Pains Maeotis aus gesehen werden kann (Aristot. 
Met. 1, 13.), und wird daUer seiner hohen, stets mit Schnee bedeck- 
ten Gipfel wegen vo^i Agathem. 2, 9. mil den Rbipaen, vom Arrian. 
aber Peripl. p. 12% mit den Alpeu verglichen , and von den Dichtem 
mvosvs genannt (Sen. Here. Oet. 1451.)^^)., £r war, besonders von 

13) Naeh Eastatb. ad Dtoii|r8. v. 663. war er der nm^dlicbi te Arm 
des Tanms, nnd anob nack Str^. 11. p. 497. n. Plin. 5, 27s 27. hflagt er 
IP eiBzelaea Tkeilen mit dem Tanrus zasammen, was jedoch Ores. 1, 2. be- 
streiteL Naeh Plin. 69 17, 19. war der eigentUche scythische.Name Grou- 
kmsus^ d. 1: Schneegebirge. P$eudo-Plat, de flum. Hihrt auch den Namen 
BoQtov nohri an. Ueher sdine jetzige Beschaflenheit vgl. namentlich Par- 
rots Reise zom Ararat. 1. Th. S. 25 ff. und Reinegg^s Histor. topogr. Be- 
•chreihang des Kaakasus. St. Petersb. 1796 n. 97. 2 Bde. 8. 

13b) Dock versteht Ptolemttos nnter diesen beideo Namen zWei yer- 
sckiedeBe Passe desselben Gebirges, da zwar betde unterm 47^ Br., die 
Sarmatieat portae aber unterm 77^ und die Albaniae unterm 80^ L. lie- 
gen soUen. Letztere siod wohl die Pforie am Alazon, welche von Derbend 
iber das Gebirge naeh Berdaa oder Porta Zura fUhrt, aber nieht die Pforte 
von Derbeod selbst, wie Marnier t IV. S. 432. annimmt.. Vgl. RUter^s Erd- 
kmide IL S. 837. An beiden eben genannt en Pforten sieht man noch 
Trfimmer langer 120 Fuss hoher Mauem, aof welche sich die in der dorti- 
gen Gegend verbreitete alte Sage von einer Verbindiing des Schwarzen 
rami Caspischen Meeres durch eine dergleichen Riesenmauer grOndel. Rit- 
/er a. a. 0. n. Reiheggs kaukasns I. S. 120. 

14) Von der Verwecjisehrag dieser Portae Caucasiae oibt Caspiae 
ml den eigentKelien Pertis Caspiis im Taonis s. oben S. 47. Note 92. 

15) VgL Bd. 1. S. 561. Note 5. u. 8. 



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56 Zweiter Tbeil. Politische Geographic. 

der Siidseite her, wo er am stei^teD abfallt, schwer zu ersteigen 
(Strab. 11. p. 506.), ward aher dennooh vom Pompejus im Mithridat. 
Kriege erstiegea (Appian. Mithr. e. 103.) > seit welchet* Zeit iiber- 
haupt das Gebirge erst genauer bekannt wurde ^^). Sein iiordostlicher 
Zwag iaDgs des M. Caspium hiess Ceraunii Mantes (Melal, 19, 13. 
2, 5, 14. Plin. 5, 27, 27. 6, 7, 8. 6, 9, 10. 6, 10, 11. td Kiqavvta 
oqrj: Strab. 11. p. 501. 504. 527.-Ptol. 5, 9. Eustalh. ad Dionys. 
V.389. ; aos welohen Dacb. Melal, 19, 13. derPluss Rba entsprang), 
seine westlichen Theile aber, .an der Grenze zwischen SarmatieR nnd 
Colchis, Coraxici Monies (Mela 1, 19, 3. PBn. 6, 9, 10. 6, 12, 15. 
Mart. Cap. c. 6. , auch im Singnlar Coraxictis M, : Mela 3, 5, 6. 
Plin. 5, 27, 27. ^nd bei Plot. 5, 9. o Koqal^ nach dem Volke der 
Coraxii benannt, mit den Qnellen des Cyrus, and Cambyses) i^), wafa- 
rend eiu siidwestlicher, sicb urn den ostlicfaen Theil des Pontus herum- 
eiehender, das Flussgebiet des Phasis nnd Cyrus trannender, and 
dufcb die Moschici Months (s. pben) mit dem Antitaurus zusammen- 
hangender Zweig Paryadres^ (6 IlaQvdigfjc: Strab. 11, p. 527. 
528. 12. p. 548. a. oOer, Plin. 5, 27, 27. JlaQva^Qtci PtoL 5, 13. ^«). 



16) Anfangs als ein bios dem Naroen nach bekanntes Gebirge an die 
tfassersten Grenzen derErde versetzt, und daber ia derMytfaologie beriihmt 
als der Felsen, auf dem Prometheus angeschmiedet war. (Aesch. Prom. 
422. 719. Hygin. f. 54. Apolloa. 2, 1246 f. Daher Promethei Cubih bei 
Val. Fl. 5, 155.) Nach Einigen spielt er auch in der pers. Mythologie eine 
Rolle and ist der Bordsch^der Zend-AvesU (B. 2. S. 222 ( B. 3. S. 67. 
70. 73. ed. Kleuker.), auf welcbem der Thron des Ormuzd steht und die 
Versammlung der himmlischen Geister Statt findet 

17) Mela 3, j5, 6. u. Plin. 6, 9, 10. u. 6, 13, 15. lassen den Gyrus 
ausdrOcklich auf den Coraxicis Montibus (die nach Plin. I. I. auch Ueniockii 
heissen), Ptol. 5. 12. aber Oberhaupt auf dem Caucasus, und Pint. Pomp. 
3.4 • noch unbestimmter auf den Iberischen Bergen entspringen ; der Cam- 
byses aber hat bei Mela I. I. seine Quellen ebenfalls auf den Corajucis M., 
bei Plin. 6, 13, 15. aber im Allgem. auf dem Caucasus. 

IS*) Nach einer andem Lesart UaQva^drjg. Uebrigens sucht Ptole- 
mHas auf ihm die Qnellen des Euphrat und Araxes, die Andere richtiger 
auf dem M. Abus finden (s. oben S. 46.), der aber freilich auch leicht 
zu'm Paryadres gezogen werden konnte. Strabo rechnet ihn zwar noch zum 
Taurussysteme, bringt ihn aber doch auch mit den sUdlichen Zweigen des 
Caucasus in Berahrung. (Vgl. 11. p. 497. 12. p. 548.) SickierTh,2. 
S. 408. leitet den Namen aus.dem phOniz. -hebr. Farad (trennen, Uieilen) 
und Hor (Berg) her, also „das sich trennende, in 2 Amfe theileade Geb.^S 
wo dann der Scoedises als der zweite Arm atazusehen ware. Uebrigens 
war der dicbt bewaidete und von wilden, riiuberischen Stammen umwohnte 
(Str^. 12* p* 548 s<j.) Paryadres auch dnrch viele steile Fel^w^nde und 



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§. 56. Afiieh. Gebirge, 57 

Paryadrae MonUst Piin. 6, 9, 9: 6, 10, 11. j. Kateag) und nodi 
weiter'gegen SW. Scoedises, Scydises (Suviiafjg: ^Irab. 11.. p. 
491. 12. p. 548.) oitT Seardiscus (SkoQ^'oxog: Ptol. 5, 6. j. Tekies 
Oder ein Theil des Tschitschek dagb) genannt wurde i'). Ausser die- 
sen das grosse Hochiand umgebenden and bildenden Gebirg^n ist hier 
Dur Boch ein Haoptgebirge AsieDS zu erwahnien, das sich vora Caspi- 
schen Meere nordosd. heraufzieheiide^ grosse Grenzgebirge Asieqs 
gegen Earopa (der beutige Ural) , welcbes im Allgemeinen Hyperho^ 
m Mantes (Me}a 3, 5, 1. Sut. Tl^eb. 1, 692. Vii^. Ge. 3,^81. 
Claad. in Rof. 2, 240. 7a "THegfiigeia oQtj : Plol. 5, 9. Steph. Byz. 
p. 680.) ^), ID semen n(k*dlichen Theilen Alani Monies (id "AXavu 
og^: Ptol. -6, 14. *A.Xav6s oQog : Eostatb. ad Diouys. v. 305» Mar- 
eian. Peripl. p. 56., das heut. Werchoturiscbe Geb.^ dem aber Ptole*- 
m&os, der es an die Grenzen der unbekatiuten Erde selzt, eine bische 
RichUing.von W. nacb 0. statt nacb N. oder wenigstens nach NO. 
giebl) , in seinen sndlicbeu aber Rhymndci Monies (w ^Pv/ujiitMoi 
0^: Ptol. 6, 14. mittlen'QaeHen des Rhymmns, oder jet^igen Ga- 



jibe AbgrQnde fast anzagSnglicb, wesbalb ancb Mithridat viele SchatzhHa- 
ser «ar demselben erbaute. (Strab. 12.. p. 555.), und sicb selbst, vor Pom- 
peJQs iiebeod, .eine Zelt laog dort verbarg (Strab. ibid.). Ancb bildet er 
eiae merkwfirdige Scheide des Klimas, so dass die ihn von N. her Ueber- 
steigepden an seinen sfldliehen Abbflngen einen plotzlicben Uebergang voq 
empfindlicber Kftlte zn auffallender Warme empfinden (vgl. Tournefort T. 
L lettre 18. p. 107.), wesbalb auch die Alten einen Punkt an dem ge- 
w6bnlichen Uebergange zwisoben^ Trapezns ^nnd Satala Frigtdartum nann- 
tea (Tab. Pent). Diesen Uebergangspnokt bezeicbaet die Tab. Pent, ilarcb 
den ^amen Py/ae, Wakrscheinlich jsind diess die bei Mela 1, 15, 2. und 
PBn. 5, 27, 27. vorkommenden Jrmenia^ pylae, 

19) Nocb aadere Tbeile dieses Gebirges sind der Strobilus (o 2tqo- 
pdog : Arrian. Peripl. p. 12.), eine vor andern bervorragcnde Bergkuppe, 
an weleke bei der-Prometbensfabelzauacbst gedacht wurde, und dieCo^a 
Monies (if ela 1 , 1 9, 3. Caspius M, : Plin. 5, 27, 27. to KaoTtiov ogog : Strab. 
1. p. 91. und Eratostb. ap. eund. 11. p. 497*) zwLschen Colchis ond dem 
Caspiscfaen Meere mit den oben genannten PUssen, (ntcht zu verwechsein 
nit dem S. 47. Note 92. emShnten 31, Caspius des Ptolemnus, der zum 
Taorussysteme gebOrt.) Mela I. 1. nenut ti^ dieser Gegend auch noch Mon- 
ies Taorici nnd Amazoniei und mitten unter ihnen ancb die Moschid -Mon- 
tes, dnrfa welcbe der. Caucasus mit dem Antitaurns zusammenhtogt. 

20) EigenUich war ji-eilich Hyperborei Mantes evn Kollektivname fiir 
aUe Gebirge des hohen Nordens, und ward namentlich wobi auch den Rki- 
foeis Montihus in Sarmatien gegeben, die daher auch von Einigen fUlsch- 
Hck f&r einen Zweig des Ural gehalten werden. Yon letzteren^ wird unter 
deo Gebirgen Europa^s die Reda zu sein. 



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56 ZweiterTheil. Politisohe Geographic. 

swi, Sstlich Von der Wolga, ia nordostlicber Ricbiang) and Nw'^sgus 
Jf. (to Nofoctjoy Sqoq: PIoL 6, 14. mit deo Quellen des Ddx oder 
heutigen Urals, sudd'sll.yon demvorigen^in der Rich tung: von W.nach 
SO.) genannt wurde. Seine siiddstlicben, nach dem Imaus oder hevU- 
gen Belnrtagh 'und Maztagh sich binziehenden Zweige hiessen ^spisU 
Monies (to '/ianiaa oq^j i PtoL 6, 14.), im nordlichen Scythia intra 
Imanm, zwischen .55% and 52y2 Gr. der Breile, mil den Qnellen 
einiger Nebenfliisse des laxarles (das Geb. im nordosll. Kirgisen* 
lande^ ads dem die Steppeofluase Turgai and Sarasu sich in den Syr 
Daria ergies&en); krher Tapuri MotUes (td Tdnovfa oftj : Polyb. 
5j 44) 4. Ptol. 6, 14,)9 zwischen 56 and A9^ Br., osllich vom Gasp. 
Meere, von dem Volke der Taporaei benannt (das die Sooiigarey un* 
Icr dem Namen Balat-Buga, Aiagu and Ghamar Taban darchzieh^de 
Geb.) and Anarei Xontes (td ^Avd^ea oQf] : Ptol. 6, 14., einer der 
westlichen Zweige des Altai anweit der Qnellen des Ob oder Irtiscb) 
noch ostlicher, zwischen 56 and 50^ Br., die sich an den Imans an- 
Behliessen, wabrend ein von den beiden letzten nbrdostlichbis oher 
den 60® hinaas stireichender Zweig Syebi Monies (td 2vi;/ia oQtj ^^): 
Ptol. ibid.) hiess. Alle diese Gebirgsk^tten (die j. den^Ugem. Namen 
4e8 Alginskischen Geb. fiihren) bildea zugleich die Verbindiing zwi- 
schen dem Ural and Altai. Von den isolirteren and kleineren, nor anf 
eine Provinz beschrankten, Gebirgen Asiens wird unten bei den ein- 
zelnen Landem die Rede sein. 

§. 57. Aus jenem grossen Hochlande Asiens siromen nach alien 
vier Weltgegenden die Hauptstrome in die Tieflander hinab. Yon den 
Nordstrcimen Asiens oder dem Stromgebiete des Oceanus Septentrio- 
nalis (Hyperborcus, Scythicus) kannted die Allen bios den wcstlicb- 
sten, den Paropamisus (Plin. 4, 13, 27.), mit dessen Miinduog der- 
jenige Theil des nordlichen Ozeans beginnt, welcher Mare Amalchium 
^ess (s. S. 3. Note 9.) and der wahrscheinlich der heutige Obi ist; 
and aasserdem noch den Oechardes (6 OlxaQdrjs: Ptol. 6, 16. Am- 
mi^n. 23, 6.) in Serica, der nach Ptolemaas aas 3 Quellen, einer 
nordlichen auf den Auxaciis Montibus unterm 51® Br., einer westli- 
chen aaf den GasiisM. unterm 44® Br., and einer siidostlichen auf den 
Asmiraeis M. unterm 47 Va® Br. entspringt Diese Angaben aber kon* 
nen unmoglicb richtig sein, da es im ganzen nordlichen Asien keinen 
grosseren Fluss ^ebt, den eine Vereinigung von 3 aas so verschiede- 
nen Gebirgen hervorquellenden Armen bildetev Der aus dem Auxa- 



21) Nach einer andem Lesari xd 2ivxput ogrj. 



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§.57. Asien. HanptstrSme. SfO 

ttis M. (dem Altai) beryorkomiDeDde Hauptaroi scheint der Sdenga, 
cin Nekeaflttsa des lenisei za sein, die beideo aedern Quellen aber 
simt wahrscheinlich ein paar andere Steppeofliisse, d^n Vereiuigaag 
mil dett Oechardes Ptoleinaiis nar voraussetzte ^^). — Yon-deti zum 
Stromgebiete des Mare Eoum gehdreudeo Stromeo kanDteo die AItei| 
deo Bauies od. BauHsus (6 Bawtjs: Ptol. 6^ 16., wo andere Codd. 
BavTiGOQ baben; Bautis bei Ammiaa. 23, 6.) iii'Serica, der nach 
Ptol. ebenfalls aus eiaer dreifacben Quelle enlsprin^t, eiaeruordlichen 
aaf dea Caaiis Montibus onter 43^ Br. Dur etwas siidwesUich von der 
wesilieben Quelle des Oechardes, einer siidostlichern auf 'den Emodis 
MonCibns UDterm 37° Br.y und einer noch dstlichern aof den norddstl. 
Zweigen des Ottorocorras. £s ist der Hdang-Ho oder Gelbe Floss, 
desseo nordlicher Arm^ Olan-Muren, auf dem Khara-Geb. in der 
Eotschotey entspriogt, wahrend der siidliche, HaraTMureil, aus deii 
ostlichsten Tbeileii de$ Himalaja an der Grenze zwischen China i)nd 
Tibet hervorbricbt. Die dritte ostliche Qaelle bei Ptol. bezeiohnel 
wahrscheinlioh einen Nebenfiuss des Hoang-Ho, denHori-Ho, der 
sich nordlich von Singan mit dem Hauptstrome vereinigt^^). 

Za dem Stromgebiete des JUare Australe oder Oceanus Indicus 
gehoreo zuerst einige minder bekannte •der zweifelhafte.Sirome: 

1) der Amhastus (6 ^ji/tifiaoTog: Ptol. 7, 3. j. Cambodscba ?)»♦), 

2) der Serus (o S^^oq: Ptol. 7, 2. j. Menam)"), 3) iev Borias 



22) Manntri Bd. IV. S. 495. hillt den wesilichen Arm fUr den je|zi- 
gen Ei»ini, der sich in der Wiiste in den Sohok oder Sopu-See verliert, 
den 9stlicben aber f&r den Steppenflass Ongken, der sich wenigstens dem 
Selei^ nahere. Nach Reichard ist der Oechardes der ill den Lop -See 
flaessende Yarkand oder Yarkiang. 

23) Diess wenigsieu ist Mannert's Ansicht Bd. IV. S. 497. Ygl. 
andi Rlaprotk in ZacAV Monatl« Corresp. I. S. 427. 

24) Anf diese Vennathmig scheint wenjgstens eine entfemte Namens- 
ibdidikeit zn f&hren. Entgegen ste ht ihr allerdings der Umstand, dass 
PloL diesen Fhiss sich in den Magnus Sinus '.(MB.- von Siam), jedoch nicht 
aUzaweit von seinem 5stKcben Ende, ergiessen^l^st; allein die Adgaben 
det Plol^ des einzigen Schriftsteliers,, der ttber diese Gegenden berichlei, 
widersprecheo einander auch in abdem Pnnkten so augenf^lltg (s. Note 26), 
dass dieser einzige Gegengmnd kein bedeutendes Gewicht hat Ein grOsse- 
rer Zweifol wflrde frdlich entistehen, wenn sich Mamuri'^t (Bd. V. Abth. 1. 
S. 187.) Anskbt rechtferttgen Kesse, dass die Seefahrer der Alton gar nickl 
iber das Vorgeb. Cambodscfaa hinausgekommen , sondem von da uoige* 
kefarC nnd Iflngst der Ostkttste von Malakka nach der Insel Borneo gesegelt 
wires, was abe^ sebr unwahrscheinlich ist ^ (Vgi. unten §. 79.) 

25) Ueber die Identitit dieser FfUsse kann kaum ein Zweifel sein, da 



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60 Zweiter Theil. Politische Geographic. 

(o JoflaQ: PtoL ibid. j. Thalnen, Saluen?) und 4) der Doa$ut$ 
(o Jodvtts: Elat. ibid* j. Irawaddy oder Avas ?>*•); sodannabcr 
5) der Ganges (6 Fdyy^jg: Eratosth. ap. Strab. 15. p. 686. Diod. 
17, 93. Strab. 15. p. 690. 702. o. ofter, Arrian. Ind. 4. 10. Joseph. 



der Serus Dach Ptol. aus 2 Qnellen auf den Semanthinis Mpntibas unterm 
170 ir. 173® L. u, 30° Br. enlsprin^l, die sich unterm 171 « L. u. 27® Br. 
vereinigen, und dann in die dussersle Spitze des Sinus Magnus ergiessen. 
(Nach Reinhard ware der Meoam der von I^tol. etwas weiler ^stlich ange- 
setzte Jspithra C^aui{>(ja)y der ebeufalls aus den SemaDthims M. ept- 
spriages soil. Aber auch auf ansem Karten zeigt sich Ostlich vom Menam 
noch ein ande'rer nichi unbedeutender Fluss, der Bang-pa-kung, der in der 
Spitze jenes Meerbusens sich mQndet, und der alte Aspilhra sein kann.) . 

26) Ueber diese Ftttsse ist das Urtbeit sehr schwierig, da sich'beim 
Ptoh hinsichtlicb ihrer ein dfienbarer Irrthum findet £s werden dieselben 
in 'iem ohen angefUhrten Kap. zweimal erwtthnt, nut mit dem Unterschiede^ 
dass.der eioe von ihnen (gewiss nnr durch Schreibfehler) erst Joou^agi 
dann aber daoifag geschrieben wird. Erst ist von ihrer Mttndung in den 
Sinus^ Magnus (natUrlich aaf seiner Westseite) die Rede, und zwar soli 
sich der Dorias unter 168® L. 15® 30' Br., der Doanas unter 167® L. 
10® Br.' mtlnden, hemach aber wird von ihren Quellen auf den Damassis 
Mantibus gesprocben, und die des Dorias unter 164® 30' L. 28® Br. ge- 
setzt, dem Daonas aber eine doppelte Quelle gegeben, die eine auf dem 
eben genannten Geb. unter 1 62® L. 20® 30' Br., die andere aber auf dem 
M. Bepyrrus unter 152® 30' L. 27® 30' Br., welche beiden Arme sich 
unter 160® 20' L. 19® Br. vereinigen sollen. [In der kt. Ausg. werden 
obendrein, in ofienbarem Widerspruch hiermit, auch schon oben, wo von 
der MOndung der Flttsse die Rede ist, ibre Quellen angegeben, und zwar 
die del Dorias unter 163® L. 27® Br. und die des Doanas unter 153® L. 
27® Br., von welcfaem Zusatze aber die griech. Ausg. nichts wissen,] Da 
fiich nan aber auf jener Seite des genauiften Meerbusens neuem Erfahrun* 
gen znfolge gar keine so bedeutenden Strdme miinden, die Damassi M. 
aber ein sttdlicher Zweig des Himalaya sind (s. oben S. 52.), do irrt 
'^ohl Ptol. Qur in dem Ansatz der Mttndungen, und wir haben daninter die 
obigen in den MB. von Martaban (Sinus Sabaracus) sich ergiessenden 
StrOme zn verstehen. (Manner tV^ 1. S. 186. u. 195. widerspricht sich 
eben so wie Ptol. ; Reichard aber setzt, wie Mannert an der einen Stelle, 
den Dorias und Doanas als ein paar Kttstenflttsscfaen der Cbersonesuft 
aurea an, httlt den Saluen fQr den Serus des Ptol., und giebt, sich an jenen 
Schreibefehler hallend, dem Irawaddy den Nomen Daonas. Allein wenn 
Ptol. bier wirklich von zwei verschiedenen Fliissen, einem Doanas und 
einem Daonas spriiche, warum gMbe er denn von dem einen nur die MOn- 
dong, von dem andem nur die Quellen an, und warum br^chte er doch 
b^ide hinsichtlicb dieser 2 Beziebungen in Verbindung- mit dem Dorias ? 
Man siehty dass diese auf einopi blosen Schreibfehler fussende Hypothese 
ganz unhaltbar ist.) • 



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§. 57. Asien. Hanpts^trdme. 61 

AbI. 1, 2. Ptol. 7, 1. Agalhem. 2, 10. Mela 3, 7, 6. PBn. 6, 18, 22. 
ond ofler, Oros. 1, 2. a. A. noch j. Ganges) ^**')y der grdfiste Strom 
der Erde (Arrian. Ind. 4. Anab. 5, 6. Eustath. ad Diooys. 1143. 
Strab. 15. p. 702. Cart. 9, 2, 2.) , nach welchem gaoz Indien ih 
lodia intra ni^d extra Gangem getheilt wird. £r entspringt aof den 
Emodis Montiba^ (Artemidor. ap. Strab. 15. p. 719. Eustath. ad Dio^ 
nys. 1. 1. Mela 1. l.)^0 i"^^ ^^ ^^^^ Einiger Meinung gleich von sei- 
ner Quelle an ein grosser Fluss (Arrian^ 1. 1. Cortius S, 9, 5. Plin. 
6, 18, 22.), ein Irrthoni der friiheren Zeiten, wo man ibn nnr von 
der Stelle (dem sogenannten Kahoianle) an kann^e, wo ec als 'scbon 
bedeatender Fluss das Gebirge mit grosser Gewblt dutchbricbt. Dock 
weiss scfaon Mela 3, 7^ 6., dass er weiter nordlicfa aus mehrem Quel- 
len entspringt, und erst durch deren Vereinigang .zn einem bedentei)- 
den Strome wird. Die Angaben seiner Bi*eite und Tiefe sind sehr.ver: 
schieden und grosstentheils gewallig (ibertrieben. Nach Arrian. Ind* 
c 4. ist er an der schmalsten JStelle 100 Stad. breit; >nacb Megastbe- 
nes bei Strab. 15. p. 702. betrSgt die mittlere Bre^e 100 Stad. , die 
Tiefe 20 Kiaftem ; naeh Plin. 6, 18, 22. ist die geringste Breite 8 
Mill., die mittlere 100 Stad,, die geringste Tiefe aber 20Schritte, und 
nach Solin. c. 52. die geringste Breite auch8, die grosste aber 20 Mill, 
and die Tiefe 100 Fuss ; lioch mehr ubertreibt Aelian. h. an. 12, 41., 
der ihm schon bei seinem Anfange eine Breita von 80 Stad. und eine 
Tiefe von 20 Klafterp, nachdem er aber mehrere Nebenfliisse aufge- 
Bommen , gar eine Tiefe vou 60 Klaflern und eine Breile von 400 
Stad. giebt, und ibn Inseln entbalten lasst, die grosser als Lesbos und 
Corsica sind ! , Yorsichtiger und massiger in ihren Angaben sind die 
Geschicbt^chreiber Alexanders des Grossen (vergl. Plut. Atex. c. 62. 
Diodor. 17, 93. Curt. 9, 2.), nach denen die Breite 32 Sud. ,' die 
Tiefe aber doch 100 Kiaftem betragt. Nach Aelian. .1. 1. richtet er 
jahrlich grosse Ueberschwemmungen an. Nach einem langen , stid^ 
ostlichen (nach Strab.. 15. p. 719. erst bis zur S^dt Ganges sud- 



26b) Nach Pseudo-Plot de flnpi., der faist fiir alle von ihm erwahnten 
Flisse ond Berge altere , sonst gaazlich upbekannte , zom Theil voo ihm 
lelbst erdichtete, Namen anlUhrt (vgL Bd. 1. S. 451.), hiess er frtther 
Ckliaros. 

27) Nur Strab.. 15. p. 690. (vgl. aucb EusUth. ad Dionys. v. 1088.) 
Usst ibn auf dem Caucasus^ d. h. doch wobl dem Caucasus Indicus oder 
Paropamiitos, entspringen. Nach Plin. 6, 18, 22. Solin. c. 52. und Mart. 
Cap. 6. p. 223. hat er seine Quellen auf den scythischen Geb., und nach 
Orof. 1. 2. p. 21. Haverc. iuf einem sonst unbekannten Berge Osrobares. 



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62 Zweiter Tbeil/ Politisehe Geographic. 

lichen , danii bis zur Miindoo^ ostUcten) Liaufe (vgl. aueh Ltican . 3, 231. 
und Vib.'Sequ. p. 16.), auf welcbem cr eiqe Menge Nckenfliisse^'^) 
in sich anfgenommen , ergiesst er sich naeh Strab. 15., p. 690. nor 
darch einey nach Plin. 6^ 18, ^. durch vier, 'Bach Marc. Heracl. p. 
27. 29. Hnds. durcli fiinf, and nach Ptol. 7, 1. Mela 3, 7, 6. darck 
sieben Mtindangen in den indischen Ozean (den Sinus Gangeticos)^*). 
Die Namen seiner Miindangen bei Ptol. sind in der Ordnung von W. 
nach 0. Kd/ufiovaov mofjta (j. Hugly-Flnss), %d fiiya aro/ia (j» 
Roymongul-FI.), Kafiptigtyov or. (j. Murjatta-Fl.), %6 Wsvifoato^ 
fiov ij. Huringotla-Fl.) nnd Iki^ifioXij or. (j. scblechthin Ganges)* 
In denselben Sinus Gangeticus- fallen noch in India intra Gangem 
6) der Dosaron (o JtioaQtavi Ptol. 7, 1. j. Mabanada oder Maba* 
naddjr ?;!>'), der sich nnterm 141^ L. nnd 17<»4' Br. miindet; 7) der, 
T)indis (o TvvSiQt Ptol. ibid. j. Godavery ?), dessen Mflndung Ptol. 
unterm ISS^ 30' L. and W Br. ansetzt, 8) der Maesolus (6 MeU- 
ffrnXogi Ptol. ibid. j. Kistnab), der auf den Aruedis Montibus (PtoL 
ibid. 30), demGreuzgeb. zwischen Golkonda a. Doladabad) entspringt^ 
naoh Ptol. gerade gegeii S. Biesst (wabrend er doch eigentticfa einen 
sOdostlichen Laof hat), und unterm 134<> L. and 11<» 30 Br. sich in's 



27b) Nach Arrian. Anab. 5, 6, 11. hatte er 15 Nebenflflsse, von 
denen die meisten schiifbar waren. Wir M^er^^n sie onten §. 79. genauer 
kennen lernen. Die bedeutendstea dariinter sind von den Quellen aus: 
a) auf dem rechten Ufer: lomanes (j. Inmna, Dschnmna), mit dem be^ 
trfilchtliehen Nebenfl. Sambus (j. Chumbnl, Tschumbai), Sonus (j. Son, 
Sooe), Erannahoas (?), Jmystis (j. Patterea), Oxymagis (j. Bogmatty); 
h) auf 3em linken Ufer: Sotomatis 0) , Commenases (j. Garamnassa ?), 
-r/^orawwfj.Gagrau.Goggrah), Condochates (j.Gunduk, Gondaki), Cacuthis 
(j, Gumly)^ Cossoanus (j. Cosa, Cosi), Omalis (?), Magon (j. Ramgon- 
ga) und der gew'altige Dyardanes (od. Oedanes ? j. Brahmaputra, Burrem- 
puter). 

^ ' 28) Nur Gurtiiis 8, 9^ 6. Ulsst ibn durch einen bios aus dem S. 7. 
Note 13. Bemerktem erkldrlichen Irrthum in^s Rothe Meer fliessen. 

29) WoIIte man einer blosen Namensjihnlichkeit folgen, so mOsste 
man vielmehr den von Ptol. eod. I. erwMhnten Mavdag t^v den heat Maha- 
nada b alien. ^ Allein dieser hat bei Ptol. seine Mflndung viel wetter gegen 
SW. unterm 137^ L. u. 14^ Br. zwiscben dem'Typdis und Maesolns. Hat 
sich daher Ptol. keinen Irrthum za Schulden kommen lassen, was ich fast 
vermnthen mOchte, so mtlssen wir den Dosaron fQr den Mabanada, den 
Mandas aber fUr den kleinen zwischen , dem Godaveri und Kistnah mOnden^ 
den KOstenfluss nehmen. 

.ZO)ra*u4Qovedaod^t*/^0oV(i(ov oQti, Die Lat Uebers. machen 
daraus einen M. Orudius. 



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§.57. Asien. Hanptstrome. 63^ 

Meet eipes8l| nod 9) itv Chaberus (oXd/t^Qog: Ptol. ibid, j; Ca- 
Ttrf)^ 4)ei der Stadt Chaberis, dessen MiinduDg bei Ptol. unter 1^9^ 
L. nad 15<^ 20^ Br. fjilit; Id den Sinus Barygasenus (twv BaQvy^-^ 
' ^V«y *oAn;o^ :. Ptol. ibid. j.MB. von Cambay) ergiessen sich 10) der 
Namigunu {Navayoiva : Ptol. ibid. j. Tarty), der sich unter 114* 
3(r L. «. IS*' SO' Br. miiDdet, aad.lt) dor Namadus (o Na/nddos: 
Ptol. ibid. j. Nerbadda), dessea Mundung Ptol. anler 112^ L. uod 
17<* 45' Br. aasetzt. lo dea Irinus^ Sinus (EIqivoi^z Arrian. Peripl. 
Maris^ Erythr. p. 23. Huds. b^i Ptol. 1. 1. Kdv&ixoXhoe, j. MB. 
▼•n Katsch) mundet sich 12) der Indus (6''Ivdogi He cat. fr. 174* 
Herod. 4, 44. Diod. 2, 37. Arriaa. Anab. 4, 22. 5, 1- 3. 4. ft, 8. 
18. Strab. 15. p. 688. 690. 697. 702. nqd ofter, Agatbem. 2, IQ. 
AeGan. b^ an. 16, 14. Nicaad. Ther. 890. Diooys. t. 1032. 1088. 
JasdD. 12, 10. Mela 3, 7, 2. 5. 6. 8. Pliu. 6, 16, 18. 6, 17, 21. 
20 IT. 6, 19, 22. und ofter , nacfa Plin. 6,-20, 23. bd den Einw. In« 
diens scbon damals Sind (Sindus)^^) wie noch beat. Tages, wo er 
aoch den Namen Sbibda and Soor fiibrt.) Seine den Alten nicbt go- 
■aier bekannten Qaellen finden sich am sudlichen Abhange dea Paro^ 
pamisus (Arrian. 5, 4. Mela 3,* 7, 6.) oder (was gleioh ist) dea €aa- 
casus (namlich Indicas: Strab.'lS. p. 690.'. Cart. 8, 9, 3. ¥gl. aach 
Diod. 1. 1. and Agalbem. 2, 10.), and er %oll (nach^ Arrian. 5,6.)^ 
gleich in seinem ersten Laufe als bedeutender Flustf dahinstromen, 
was aber natiirlich nur von der Slelle an gilt, wo er den Alten zderst 
sichtbar wurde. Eben so abertrieben, ^wie beim Ganges, sind auch 
bei ihm die Angaben der Breite, was wohl dalier kommeh' mag, dass 
Alexanders Heer ihn gerade zar Zeit des hochsten Waslserstandes, 
im Aogast and September passirle. Nach Arriaa. 5, 20. uad 6, 14. 
namlich soil die grosste Breite 100, die mittlere 40, die geringste 15 
Siad. betjragen, wogegen Plin, .6, 20, 23. behaaptet^ dass er oirgends 
nber 50 Siad. breit sei, was attcb Slrabe's Ansicht za sein seheint, 
indem er (15. p. 700) die Angabe Einiger, dass die Breite bis 100 
Stad. gebe, als iibertrieben bezeichnet, und sich der Meinung derer 
zngesellt , die die grosste Breite zu 50, die geringste zu 7 anneh- 
men^^^) (Wahrend.die wirkliche grosste Breite doch nar 1 Stande od. 

31) Ygl. Peripl. maris Erythraei p. 21. 23. Huds. Vlelleieht finden 
wir aocb in dem J^ipSotv arofia des Ptol. (s. oben S. 64.) Spure'D des ^Iten, 
wabren Namens. Nacb Pseudo-Plutarch, did flnm. s. y* IndUs soil der Strom 
aoch dea Namen Matisolus gefiihrt haben; den sonst Niemand erwahnt. 

31b) Wenn Straibo 15. p. 701 1 nach Imsem gewOhnliehen Ausgg. 
dea Onestcritus die Breite an der Spitze des Delia, ehe der Strom sidT 



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64 Zweiter Theil. Politiscbe Geographie. 

20 Sud. betragt). Die Tiefe ist nach Plin. 1. 1. nirgends geringer als 
15,Schritte. Imroer aber bleibt er einer der grosstea Fliisse der Erde 
(nach dem Nil: Diod. 2, 35.)* Sein Wasser Isl nach Curt. 8, 0, 4. 
kail uqd meerfarbig, sein Lauf nach Mela 3, 7, 6. . trag und lang- 
sam^^), nach Eustalh. ad Dionys. y. 1088. aber scfaaell und reissend. 
Naf'h einem laugen, siidwestlichen Laufe (PUn. 6, 20, 23.), auf wel- 
chem er nach Slrab. 15. p. 700. unit Aitian. exp. Alex. 5, 6. fanf- 
zehn, nach Plin. 6, 20, 23. aber nennzehn Nebenflusse aufnimml^s), 
theilt er sich 2000 .Stad. von seiner Mundnng (Strab. It. p. 701:) in 
2 Hauptarme and bildet, wie der Nil, ein Delta,' die Insel Pattalene 
{TlatTaXrfVr] : Strab. 15. p.j690. Arrian. exp. Alex. 5, 4. id. Ind.'2. 
Djonys. V. 1088 ff.). So erglesst ersich nach der Meinung der vor- 
alexandrinischea Schriftsteller dnrch zwei (vergl. Strab. 15. p. 690. 
Arrian. 5, 3. exir. Eustath.. ad Dionys. v. 1088., zufolge des Ari- 
stobul ap. Strab. 15. p. 701. gegen 1000, nach Nearch ibid, aber 
1800 Stad. yon einander entfernle), nach der spatem Aitfsicht dureh 
sieben M iindungen (Plol. 7, 1. in. Arrian. Peripl. p. 22. — bei Mela 
L 1. werden uberbaupt bios plura ostia erwabnt — ) jn'sMare Indicum 
(Arrian. 5, 3.) oder Australe (Strabo 1. 1.)^*). Die Namcn dieser 
Miindungen in derRichtung von W. nach Q. sind bei Ptol. L I. fol- 
gende: a) des,westlicheti Hauptarmes: 1) Zdyana arofia (j. Pilty- 
ilus$), wahrsch'einlich der Arm des Stromes, auf welchem AleJtander 
u. Nearch die See gewannen ; 2) Sivdiov, oro/na (j. Darraway-Fl.) ; 
3) Xqvoovv oTOjiia (j. Ritschel-Fl.), der am meisten beschiflTte und 
znr Stadt Talla fiihrende Arm ; b) des ostlichen Hauptarmes : 4) Xd- 
Qttpov OTOfia (j. Petty oder Fitty-Fl.), die bedeutendste Miinduog 



spaltet, gar za 200 Stad. angeben l^sst, so ist diess ein zn handgreiflicher 
Irrthum, als dass ich nicht Groskurd (Bd. 3. S. 135.) beistiinmen sollle, 
der aus der 200 eine 20 macbt. Ygl. de^sen Anmerk. 
. . 32) Daber will aach Heinsius bei Claud, cotts. Olyb. et Prob. v. 1 70« 
statt niger Indus gelesen wissen piger, 

33) Die bedeutendsten NebenflQsse des Indus, voq denen §. 79. nOber 
gehandelt werdeo wird, siud a) auf dem rechten oder wesllichen Ufer der 
Choaspes (bei Ptol. Suastus^ bei Arrian. Guraeus, j. Attok) uqd der Co^ 
phen (j. Kabul) mit dem Nebenfl. €hoes (j. Kow) ; h) auf dem linken oder 
Ostlichen Ufer: der Jceslnes (j. Dschenab od. Tscbenaub) mit den Ne- 
benfl. Hydaspes (rechts, j. Behut) und Hydraotes (links, j. Ravi, Ravee), 
und 'der Zaradrus (bei Plinnis HesidruSy j. Sutludsch) mit dem Hyphasis 
<j. Bexah). 

34) Oros. 1, 2. lasst auch den Indus, wie den Ganges, sich ins rothe 
Meer ergiessen'. Vgl. oben S. 62. Note 28. 



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§. 57. Asien. Hauptstri)me. 65 

dieses Hauplarmes , 5) Sdnaga y 6) Hdi^aXa oder SafidXaaa und 
7) jtmvi^aQTj (dercn heulige Namen oicbt bekaanl siod)^^). 

Zu dem^Stromgebiete des Mare JSri/th^aeum ^ebort vor AUea 
der in den Sinus Persicus sich mundende Tigris rait dem Euphrates^ 
wekhe beidea Slrome voq den Allen einstimmig fiir die grosslen 
Fliisse des siidlichcn Asiens nach den indischen erklart wer4en. (Vgl. 
z. B. Strab. 15. p. 702. u. Diod. 2,- 11.) Der Tigris (o Tiyqis [im 
Gen. gew. TlyQidog, doch auch TlyQiog, z B. Strab. 15. p. 728. 
16. p. 743. Dlonys. v. 992.].- Polyb. 5, 45. 46. 48. u. s. w. Pliit. 
Lucall. 22. Strab. 11. p. 522. 529. epit. 1. 11. p. 146. Huds. Plol. 

5, 13. 6, 1. 3. Dio Cass. 68, 26. oder 6 TlyQr.s [Gen. r/>^i;TOff].- 
Herod. 5, 52. 6, 20. Xen. Anab. 4, 1, 3. Arrian. exp. Alex. 7, 7. 
id. Ind.>42. Slrab. 2., p. 79. Jo$. Ant. 1, 1, 2. 3. Saidas s. v. ^% 
bei den Romern Tigris^ Gen. Tigrtdisj,AccvLS,.T/gritle7n etc.: Mela 

3, 8,' 5. Solin. c. 40. Eul^op. 9, lj8. Ammian. 23, 6. Lucan. 3, 
256. u. Gen. Tigris^ Accus. Tigri?i oiev,Tigrm etc.: Plin 6, 9, 9- 

6, 27, 31. 6, 13, 16. Virg. EcL 1, 63. Lucan. 3, 261. Curt. 4, 5, 

4. noch j. Tigris) entspringi nach der allgem. Annahme in Armeuien 
(Xen. Apab. 4, 1, 3. Eratoslh. ap. Slrab. 2. p. 80. Ptol. 5, 13. 
Neai'ch. p. 37. Huds. Justin. 43, 3, p. Curt. 5, I, 13. Procop. b. 
Pers. 1, 17.) 3^) und scbon Herod. 5, 52. spricht von mejirem Quel- 
Icn des Stromes, von dencn die eine bei den Armeniern, die beiden 
andern aberbei den Matienern sich fanden^^). AUe Spatcren jedoch ver- 



35) Nach Aristobul 4>ei Strab. 15. p. 693. hatte friiher der Indus ein 
andres Belt, and bahdte sich erst sptfler in Folge eines Erdbebens weiter 
Kaks sein heatiges. Ueber den-voD Einigen angeoommeneo Zusammenhaiig 
des Indus mit dem Nil vgl« oben S. 5. Note 11. 

36) Ueber beide Formen des Namens vergl. fVessel, ad Diod. 2, 11. 
and Tsschuck. ad Mel. 3, 8, 5* p. 31 1 J. im A. T., z. B« Gen. 2, 14. und 
Dan. 2, 4., heisst er ^p'^H (CAiddekel), Nach Pseudo-PIut. de flam, fuhrle 
er einst d^n Namen Sollax. 

37) Nur nach Lucan. 3, 257. entspriogt er (und zwar mit dem Eu- 
phrates aus denselben Quellen) in Persion, was aber der Dichter wohl nicht 
von der Provini; Persis, sondern im weitern Sione vom ganzeli pers. Reiche 
verstanden wissen will^ obgleich sich nach Diod. 17, 67. die Quellen des 
Flusses allerdings inv eigeDtlicheu Persien, auf den Montibus Uxiorum (die 
nach Strab. 16. p. 744. neben den Susiis wohnteo) finden. Diess ist aber 
eine oficnbare Verwechselung des Tigris mit dem Pasiligris, von welchem 
anlen S. ^8. Note 46. u. §. 94. 

38) Diess siad die beiden, sonst nirgends erw^nten, westlichern odd 
eigentlichen Haupt - j^ueilen des Tigris in Sophene sUddstHch von Arsamo- 
gata and nord^stlich von dcn Katarrhakten des Euphrat, von denen 4ie ^st- 

11. 5 



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66 Zweiter Theil. Politiscbe Geographie. 

nacbllissigen diese gaoz ritshtige Ansichl and sprecheh nor yon einePf 
namlich jener i^sliichen Quelle, die nach Sirab. 11. p. 521. und 529. 
<ygl. anch Epit. 1. 11. p: 150. Huds. b. Eustath. ad Dkmys. v. 988.) 
sich auf dem M. Nipbates (s« oben S. 49.) befindet, und nur 2500 
Stad. ¥00 deuen des Eupbrat entfernt ist, nacb Plin. 6, 27, 31. aber 
(und dem ibm folgenden Solinus c. 40.), der am genauestea von die- 
sem ostlicben Arme bandelt, in' einer Ebene Grossarmeniens in' der 
Nabe des Ortes Elegosine (elwa 300 Stad.westHcb vom Arsiasa La- 
cus) zu sucben ist. Nacb Plinius beisst er Anfangs, wo er noch lang- 
sam.fliesst, Diglito^^)^ weiterbin aber, bei scbnellerem Laufe, 'Pigris 
(d. b. im Medischen der Pfeil; vgl. aucb Sirab. 11. p. 529- Eostatb. 
ad Dionys. v. 976. Curl. 4, 9, 16. Solin. c. 40. Isidor. Orig. 12, 
2.) ^^), und fiiesst erst durcb den Salpeterdiinste an^harUcbeiiden See 
j4rethusa<, .obne sein Wasser mil ihm zu vermiscben, verliert sich 
dann ujiter einer Kelle des Taurus (dem beut.^imrod dagb), welcbe 
Stelle Zoroanda beisst (beim heut. Hazur) , bricbt bernacb wieder 
aus der Erde bervor -und fliesst dureb einen zweiten See Namens 
Tho8pHe$ (j9ia(mhiQ bei Ptol. 5, 13.)*'), verlicrl sieb dann wieder 



iicbere den kleinen Fluss ^ympkius bildet Aus diesen beiden Qdellen 
fliesst der von den Allen ganz onbeachtet gelassene wesiliche Hauptarm 
erst in ■orddstlicber, daun in sUdlicber, endlicb in OstlLcber Ricblung wphl 
an 35 g. M., ebe er sich mil dem Ostlicben Hauplarme 500 Stad. s(id()stl. 
von Tigranocerta* vereinigt. 

39) Aucb nach Joseph. Ant. 1, 1, 2. 3. u. Zondras Annal. 1, 2. biess 
der Tigris frOher Diglady und nocb jetzt fUhrt er in seinem erstcn Laufe 
bet den Anwohnera den Nnroen Dagbele, Didschle, Dadschla. Chiddekel 
(Dekel), J)iglilo, Tigris (Begr, Tigr) sind eigentlich alias nur verschiedene 
Formen de^selben Namens. (Vgl. ^ff//^tf^V Erdkonde II. S. 128.) 

40) Tieffenthakr in der Beschr. Von Hindoslan Bd. 2. Abth. 1. 8. 
177. (4. Aufl.) sagl, ira Persischen heisse der Pfeil TYr, und vermulbel dar 
ber, der Name sollte eigentlich Tiris lauten. 

41) Von diesen Angaben des PJinius weicht Strab. 11. p. 529. aulal- 
lend ab. £r erw^hnl n'anilich nur einen See, von dem er ganz dasselbe 
aussagt, was Plinius von semem ^rethusa^ giebt diesem aber den doppel- 
ten Namen S(av7xig (der sich aucb bei Dionys. v. 989. u. Priscian. v. 913. 
findet) und '^(>(ti;m7. Hier kOrtnte man nun wohi (besoifders 4a aucb Ptol. 
5, 13. neben dem, aucb dem Avien. v. 1171. bekanolen, TAospi'tis noch 
einen See 'AQttjaa erw^Uml) einen Irrlhnm Strabo^s annehmen und glaoben, 
der Thonitis solle der Thospites^ der Jlrsene aber der Jrethnsa des Pli- 
nius sein, wenn man nicht in dem See *AQarivti ganz deutlich den bent. See 
von Arzen oder Erzen erkennte, der der Lage nach kein anderer, als der 
TAospifes des Plinius sein kann. Uebrig^ns findet sich bei Ammian. 23, 6. 
(p. 350. Bip.) stall des Tho^pites ein Sosingifes Lacus^ und Plol. 1. I. er- 



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'§.57. Asien. Hanf^tstrotne/ 67 

. ontep dcr Erdc (vgl. auch Strab. 16. p. 746. Dionys. v. 989. Am- 
mian. 23, 6. Jnstio. 42^ 3, 9. Seti. N. Q. 3, 26. 6, S.) und kominl 
crst 25 Mill, wcilcr (vgl. auch Jttstin. 1. IJ) bei Nympbaeum irtedcr 
zam Vorscheia.' E^ ^abert sicb daan in seiDem siiddstlicben Laufe 
als €kenzflass zwischen Mesopotamia and Ansyria**) in dcr Gegend 
70tt Selencia dem Eupbrates, mit dem er bier durch mebrere KanSle 
zasammenbangt (s. anten ^. 71.) bis auf 150 Stad., und entfernt sicb 
dann wieder von ibm, 'urn sicb endlicb, einen siidwestlioben Bogen 
machend, 1000 Slad. vor seiner Miindung in den Sinus Persicus, bei 
der Stadt Digba ganz mit ihm zu vereinigen. Dass beidis Strome 
sich vereinigen and eine gemeinsame. Miindung baben, bebaupten der 
Wahrheit gemass'schon Strab. 2. p. 132. Arrian. 7, 7. Plin. 6, 27, 
31. 6, 28, 32- Procop. b. Pers. 1, 17. Philostorg. bisl. eocL 3, 7, 8. 
a. A., obgleich freilicb Andere dem Euphrat seikie efgede MSndung 
gebea (s. unten S. 72.), und nur darin findet auch zwischen denen, 
welcbe den Zusammenfluss annehmen, eine Meinungsversobiedenbeil 
Statt> welcber yon beiden der Hauptstrom sei, der den andern in sich 
aafnebm'e, and ob daber der vereinigte Strom (der jetzt Schat el Arab 
heisst) den Namen Tigris (wie die Meisten annehmen)^ oder Evpkra- 
tes (wi« Nearch und Onesicritus glaubten: vgl. Arrian. Ind. c. 41.) 
fubren miisse. Auch Ober die Zahl der Miindungen des vereinigten 
Siromes , der nun die Grenze zwischen Susiana und Arabia deserla 
bildet, war man nichl im Reinen. Die westlichern Miindungen wa- 
ren den Sltem griech. Schriftstellern ganz uobekannt, da erst Antio- 
chos Epiphane^ die Kiiste westlicb vom Tigris genauer untersuchen 
liess, and von sp'ateren Eroberem nur Trajan in diese Gegenden kam. 
So sprechen denn die altern Griechen nur voneiner sehr breiten 
Mundungdes Tigris ^^^ ; Ptol) 6, 3. aber erwahnt 2 Miindungen^ die 
1% Grad weit von einander entfernt sein sollen, was auch Philo- 



wihnt in dieser Gegend noch einen drittep See, den AvxvItvq, Da diese 
Gegenden aoch jeizt noch ziemlich nnbekannt siod, lassen sich diese Wi- 
dersprflche kanm entscheiden. Uebrigens soil nack Strab. 1. 1. der Tigris 
so schnell durch den Thonitis fliessen, dass er sein Wasser gar nicht mit 
demselben vermische. 

42) Diod. 2, 11. u. Curt. 5, 1, 14. lassen ihn ftlschlich durch Medien 
fliessen, welches er pir nicht beriihrt. 

43) Wenn Plin. 6, 27, 31. die Breite derselben zn 10 Mill, angiebt. 
so meittt er damit wohl mehrere, oder wenigstens die beiden von Ptol. und 
andem Geographen dcr spStem Zeit erwftbnten Miindungen mit Einirchluss 

. der zwischen ihnen liegenden Kdste. 

5* 



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68 Zweiter Theil. Polilische Geographic. 

stiorg. 1. 1. aus ODesicritus.bestatigt, dem zufolge die Imel aswiscben 
den beiden Armen voa dem YoHce der Meseni bewobnt worden ware. 
Wabrscbeinlich aber ist unter der osllicberii Mundung die des Flos- 
ses Eulaeus (j. Karun?) za versteben, dessen eioer Arm sich mit dem 
Tigris vereiDigt, wabrend ein anderer sich unroittekbar in die See 
ergiesst. Was nun die Beschaffenbeit des Stromes betrifft, so war or, 
da er darch Kanaie sebr viel Wasser vom Eupbrat empfing, selbst 
aber, seiner liefen Lage wegen^ keines an ihn ab^ab (Arrian. 7, 7. 
Dio'Cass. 68, 28.), ein sebr reissender Strom (Slrab. 11. p. 529. 
Dionys. v. 983. Dio Cass. 1. 1. Antbol. Gr. Jacobs. III. p. 112. Hor. 
Od. 4, 14, 46. Lucan. 3, 256. Avien. v. 1164 ff. Pbiloslorg. L I.), 
nnd zwar nach Sirabo schon von seiner Quelle an, nachPlioitis aber 
(s. obe& S. 66i) ricbtiger erst in seinem.weiteren Laufe. Es wareir in 
ibm Ton der Stadl Opis an bis . zu seiiier Miindnng viele Damme .an- 
gelegt, die seine FluUien zur Bewasserung der Umgegend anf- nnd 
zuriiekbalten mussten, die aber Alexander, um die Flussscbiffahrt 
zu befordern ♦♦), mil leichter Miibe darchstach (Arrian. 7, 7. vergl. 
aacb.Strab. 16. p. 740., der aber. die Sacbe missverstebl) ; and 
nocb jetzt find^t sich 11 Stunden sudlich von Mosul, 3 Stunden nord- 
lich von der Miindung des grossen Zab in den Tigris, ein solcher 
alter sleinerner Damm quer iiber den Strom beriiber. UebrigeBs' 
flibrte er in seinem, letzten Laufe, nacbdem er bei dem bent. Basra 
einen kleinen, ibm gleicbnamigen , scbon von Herod. 5, 52. erwabii- 
ten-^^)^ Nebenfluss aufgenommen bat^^^), den Namen PasiHgris 
(IlaoltiyQig : Arrian. Ind. 42. Strab. 15. p. 729. Plin. 6, 27, 
31.)^0v 



44) Von der Scbifflarkeit des Tigris s. unten beim Eupbrat S. 74. 
Ueber die oben erwahnten Damme aber vgl. Heeren*8 Ideen etc. 1 . 3d. 2« 
Ablb. S. 171. TaveYnier I. p. 185. JV«cAt/Ar IL S. 243. 

45) Vgl. auch Eustalh. ad Dionys. v. 976i 

45b) Die iibrigcn Nebenfliisse des Tigris und zwar alle auf setnem lin- 
ken oder Ostlicben Ufer sind der NicepAon'us (bei Xenoph. Centrites^ j. 
Khabur) ; der Lycus (bei Xenoph. schon Zabatus , j. der grQsse Zab) mit 
dem Nebenfl. Bumadrus oder Bumelus (j. Chasir) ; der Caprtts (j, der. 
kleioe Zab oder Altun - sd) ; der Pkyscus (j. Odoan oder Odorneh) ; der 
Gorgus (Ptol. ; bei Isi4or Sillfu^ bei Steph., der ihn zu einem Anne des 
Tigris macht, Delas^ bei Zosimus Durus ; j. Diala); und nach der Vereini^ 
gUDg mit dem Eupbrat: der Gyndes (j. Kerah), Eulaeus (bei Herodot 
CAoaspes<f wenigstens in einem Arme, j. Karun?) und der Hedypnus oder 
lledyphon (?) mit den Nebenfl. Copratas oder Coprates <?). 

46) Andere (wie Nearch. p. 37. ap. Arrian. Ind. c. 42. Diod. 17, 



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.§.57. A'slen. Hanptsirdi^e. 69 

Dcr Eufthraies (6 EvfpQdvijc: Herod. 1, 180. Xcn. Ailalr. 1, 
4, 11. 17. Cyr. 7, 5, 8. 15. Polyb. 5, 51, 1. «, 25, 1. u. s. w. 
Sirab. 1. p. 47. 64. 2. p. 79. 83. 11. p. 521. 527. 529. 12. p. 539. 
Ptol. 5, 6. IS. 15. u. s. w. lei Dionys. v. 977. Ev(pQr^tf}Q; Eupkra-^ 
tekt Mela 1, 11, 2. 3, 8, 5. Plin. 5, 12, 13. 5, 24, 20. 6, 9, 9. 6^ 
26, 30. 34, 15, 43. Eulrop. 6, 18. 8, 6. 9, S. Tac. Ann. 4, 5. 6, 
37. 14, 25. Justin. 11, 12. Curt, 6, 2. u. s. w. im A. T. n-^D, 
z. B. Gen. 2, 14. 15, 18. Deut. 1, 7; Jes. 1, 4. etc., auch scaT €£o- 
liqv der Fluss, oder der grosse Fluss: Exod. 23, 31. Jes. 7, 2. 
Deul. 1, 7. ■*') noch j. Phrat, Forat, Ijei den Arabern auch Nahar al 
Kiufa, bei den TtirUn Morad Su)««), der (naeh Strab. 11. p. 521.) 
noch grosser als der Tigris, und als Grenz^uss erst des persischen, 
spater des romiscben Reichs besonders (nerkwitrdig ist, entspringt 
nach einer bios aHgemeinen Angabe auf deo Armenischen Gebirgen 
(Herod. 1, 180. Dionys. v. 978. Arrian. 7, 21. Polyb. 9, 43. Diod. 
2, 111 Curt. 5, 1, 13. u. A.); doch finden sich iiber seine Quellen 
auch genauere Augaben. AnJangs nahm man bios einea Hauptarm 
imd seioe Quellen anf dem nordlichen Taurus an (Strab. 11. p. 527.), 
imd zwar nacfa Ptol. 5, 13. anf dem Paryadre's^^), haeb Licinius Mu- 
eianus bei Plin. 5, 24, 20. aiif dem Capotes (12 Mill, oberhalb der 
St. Zimara ^^) : vgl. auch SoBn. c. 40.^ Martian. 6. p. 220.) ; spater 



67. Curt. 5, 3. in.) machen aus dem Pasitfgris einen besondem Floss, der 
im Gebiete der Uxii entspriuge qnd sieb in den persischen MB. ergiesse ; 
nnd hiermit stimmen auch mehrere aeuere Reiscnde (Kinneir Metn. p. 59. 
Gossellin Rech. II. p. 86 ff. Vincent Peripl. III. p. 67. Not.) nnd Ritter 
(Erdk. 11. S. 137 f.) ttberein, die den Kurun Hlr den Pasitigris der Alten 
ansehen. Fr^ilich ist es schr schwer, in die bei mangelbafter Kenntniss 
dnander oft ^radezu widersprechenden Angaben der Allen ttber den Lanf 
dieser FIfisse anch nor eioige UebereinstimrnQng zu bringeo. Udirigens vgl. 
fiber den unteren Theil beider StrOme nach ibrer Vereinigung besonders 
Re ic hard ttbcr den Pasitigris der Alten etc. in : Hertha. 2. Jabrg. 6. Bd. 
S. 190 ff. auch in dessen kleinen geogr. Schriften S. 210 IT. 

47) Nacfa Pseudo-Pltti. de flum. fUhrte er Mher die Namen Zaran- 
das nnd Medos, 

48) Nach Plin. 5, 24 1 20. heisst er in seinem ersten Lanfe, ron der 
Quelle aos bis Elegia am Taurus, Pyxirates^ wfihrend seines Laufes durch 
den Taums (Amanus) Omfras^ und erst von sejnem Hervorbrechen aus 
demselben an den Grenzen Syrieos an Euphrates. 

49) So auch auf der Tab. Pent., wo der Name verschrieben Paruer- 
des lautet Vgl. Salmas, ad Solin. p. 440. 

50) Diese Angabe ist fhlsch, denn Zimara in Klein Armenien lag we- 
nigslens 30 ^. M. sQdwestl. von den Quellen des Enphrat. 



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70 Zweiter Tbeil. . Politische Geagraphie. 

aber erkanatejnan, dass er aacb oocfa einen zweiten sudostlichea 
Hauptarm batte,. der apf dem M. Abds oder Aba (j, Ararat) eot- 
sprang ^^)> aus welchem mao nun aUgemein die Quellen des Eupbrai 
(wie des Araxes) berleitete. (Slrab. 11, p. 521. Ptol. 5^ 13. Domi- 
tias Corbolo bei Plin. I. 1.) ^) Der nordlicbe Arm fliesst Anfangs als 
seicbterFlass ^^) an der O.stseite von Klein Armeiiien bio, wflcbes 
er von Gro^s Armenien treont (Plin. 5, 20, 24. Mart. Cap. -6. p. 
222.) y aber ;einige Meilen siidostl, von jenem Zimara, wo er den 
Anlitaurus dat*€hbricht , vereinigt er sicb mit jenem sudo«Uicben 
Hanptanne, der gerade westlicb heriibergeflossen kommi (und j, jtfu- 
rad oder der siiillicbe Frat beisst), and wird dadurch znm breiton und 
tiefen Flnsse, den Alexander schon bei Tbapsaeus nicht obne Briicke 
passiren konnle, wab^^nd er den Tigris unter gleichem Breitengra.de 
(beim heat. Mossal) ,nopb durchwadete. (Oiod. 17, 55/)^^*)^ Sein 

51) Darch dl^sen wadeten, nicht weit von seinen Quellen, die 10,000 
Griechen unter Xenophon (Anab. 4, 5, 2.). E» ist h($chst wabrscheinlich 
derselbe Arm, den Plut. Lucoll. c, 31. unter dem Nameq Jrsanias er- 
wflbnt und welcben Procop. b^ Pers. 1, 17, Jrsinv^ nennt. Doch mag 
bier wohl eine Verwechsehmg mit einem siidlichem NebenAusse des Eu-* 
pbrat Namens Jrsanias, oder Arsanius^ der sUdlicb von Meliten^ in den 
Hauptstrom ftllt (Dio Cass. 62, 21. Plin. 5, 24, 20. 6, 27, 31. Tac. 15, 
15. j. Arsen oder Ardjis) Statt gefunden haben; weshalb auch Plin» I. 1. 
zwischen 2 Nebenflttssen des Euphrat, ' einem Ar^anias und einem Arsanns 
unterscheidet , von den^n letztererjener viel nbrdlichere Hauptarm. AH 
Eupbrat selbst, der erstere aber der beat. Arsen wUre. VgL Mannert Bd. 
V. Abth. 2. S. 146 f. ' ^ 

52) Nach Strabo 11. p, 521 « entsprangen der Euphrat und der Tigris; 
derea Quellen nur 2500 Stad. von einander entfernt waren, auf deinsetben 
Gebirge (s. oben S. 66.). Nach Oros. 1, 2.. p. 19. Haverc. aber faatteq 
der Euphrates und Araxes ihre Quellen auf dem M, Parachoatras ; eine 
oflenbare Verwechselung mit dem Paryadres ; - denn der Parachoatras (der 
heut. Alwend) gehOrt in diese Gegeuden gar nicht (s. oben S. 50.). 

53> Nach Mela 3, 8, 5, soli er gleich als breiter FIuss aus einer wei- 
ten Oeflnung des Pelsens herabstUrzen, und nicbt sogleich in einem gere-< 
gelten Flussbette fortstrdmen, sondern erst stagnirend die Ebene weit and 
breit bedecken (Vgl. auch Ovid, ex P. 4, 10, 61.), bis er den Rand dersel- 
ben durcbbrecbend sicb ein wirkliches Bette bahnt, und nun in westJicher* 
Richtung Armenien und Gappadocien durchfliesst, so dass er sicb in daa 
MiltellUnd. Meer ergiessen wiirde,, wenn ihn nicht der Taurus ivieder Ost« 
licb drSngte. 

54) Die 10,000 unter Xenophon durchwadeten zwar den Euphrat an 
derselben Stdle, doch crwftbnt diess auch Xenophon Anab 1, 4, 17. 18^ 
als einen ganz besondem Fall. (VgL auch Renneii Gescb, d. Feldzugs desi 
Cyras S. 136 ff.) 



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§.57. Asien. Hauptstrtfme. 71 

Laaf (der nach Plio. 6, 26^ 30. im Qaazeo 1100 Mill. beUagt) ricb- 
tet sleh AnfaDgs gegen W., ^ann, durch die Gebirge Cappadoclpns 
gebindert, sddiicb (Strab. 11. p. 521. 527. Mela 3, 8, 5.)^^); anter- 
balb Melitene biegi er wieder wesUicb. eiD, mass sicb aber, durch das 
Geb. Amaans genotbigt, wieder gegen 0. wenden (vgl. Mela 3, 8^ 
5.), bi^ er endlicb dieses Gebirge ducebbricht (Strab. 11. p. 527. 
PBq. 5, 24, 20. Solin. c. 37. , die stall deg Amaous im AUgemeiaen 
den Taurus nenneD), zwischen welcbem er 12 Mill, well forlflie^sl 
and viele Katarrhaktea bildet. (Plin. 1. 1.) Sobald er die armenis^hea 
Passe nordlicb Von Samosala durcbbrocben bat,^ durcbstroml er alt 
schiffbarer Grenzfluss zwiachea Mesopotamia und Syria in sodosll. 
Richtung (Strab. 11. p. 521. Dionys. v. 979.) eiiie grosse Ebene und 
Dabert sicb in der Gegend von Seteueia bis auf 200 Slad. dem Tigris, 
mil dem er bier durob mebrere Kanale verbunded ist ^^). (Arislob. 
ap. Strab. 16. p. 741. Arrian. exp. Al. 7^ 7.) Obgleich«ihm diese 
schoD sebr yiel Wasser entzieben, so ist er bei Babylon, wo er sicb 
wieder von dem Tigris zu eiKlfe^en begonnen bat, immer nocb gross, 



55) Plia. 5v 20, 24. and Dionys. V. 979. lassen ibn gleicb von seiner 
QneUe aas gegen S. fliessen, twd erst in Babyk^en eine Beugang gegea 
0. macbea, 

56) Der wiicbtigste unter diesen Kandlen war der K($nigskanal (6 pa- 
aD.fiog noTUftog: Strab. 16. p. 747. Ptol. 5, 18. 20. 17 ^aadix^ d^idQvl: 
Polyb. 5, 51, 6. regium Jtumew: Plin. 6, 26, SO. Ammian. 23, 6., bei 
den Syrera mil gleichbedeutendem Nameh Naatmalcha genannt [Ammian. 
24, %. uk,^ NuQfiakxotg bei Isidor. . Cbar. p. 5. Huds., NaQfuAixtig \m 
Zosimns 3, 24., Armalckar bei Plin. 6, 26, 30.] nocb j. Nahr al Malk od. 
NebrQl Melik); wahrscheinltcb derselbe, der schon Herod. 1, 193. erwMhnt 
wird, and bereits vim den ^testen Beberrscbern Babylons angelegt war. 
Seleakas Nikator aber liess ibn, der neoongelegten Stadt Seleucta wegen, 
emeuerii (obgleich er ^ucb von Seleucia aus einen neaen Seitenkanal in 
den Tigris fiibren liess : Plin. 6, 26, 30.) \ und spflter soUen ibn aucb die 
Kaiser Trsyan (Ammian. 24, 6. in. Dio Cass. 68, 28.), Severus and Julia- 
mis (Libanius p. 604. Reisk.) baben reinigen, neu ausgraben und erweitem 
lassen. Er wird nocb im 7. Jabrbi erwabnt (Theophyl. 5, 6.). MerkwOr- 
dig war aucb der Kanal, durcb welchen^ynis den mitten durcb Babylon 
fliesseodea Strom bei der Betagerung dieser Stadt abgraben liess, um. dann 
in dem trockneji Flussbette in die Stadt eindringen zu kOnnen (Xen. Gyr. 
7, 5, 15. Polyaen. 7, 6, 5. Oros. 2, 6.), der aber natttrlich spliter wieder 
beseiligt wurde. An diese Kanfile bat man webl aucb zu denken, weon 
Plot. 5, 18. Plio. 5, 26, 21. u. Mart. Cap. 6. p. 220. von 2 Armco des 
Eupbrai reded (die sicb nach Plin. 83 Mill, von Zeugma bei dem Flecken 
Massice trennep), von denen der eine durcb Seleucia und in den Tigris, 
der andere durch Babylon fliesse, uud'si<))i dann in SUmpTen verliere. 



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72 Zweiier Thcil. PolitiSchc Geographic. 

sehnell and rfissend (Herod. 1, 180.; Tgl. auch Procop* B. Per^. 1, 
ITTPIin. 5, 20, 24. Claud. HI. Cons. Hon. 70. IV. Cons. Hon. 387.), 
und bat hier eine Breite von 1 Stadium od. 650 P. (Strab. 16. p. 738.) 
Zu scinem Wasserreielithum tragt namlich eine hicht anbedeatetide 
Anzahl von Nebenflussen bei, die als Bergslrome voq bohen Gebirgen 
herabstiirzen und so seinen Lauf besclilconigen *^). Ini Winter ist er 
ziemlich seicht, scbwillt dagegen im Friihling bedeutend an, u. ma(^bt 
dann durcb grosse Ueberschw^eramungeu (Polyb.'^, 43. Arrian. exp. 
Al. 7, 21. Liban. T. I. p. 597. Reisk. Plin. 5, 21, ?5. Solin. c. 37.) 
das nmliegende Land zu einem der fruchtbarsten (Strab. 16. p. 740. 
Cic. N. D. 2, 52, Lucan. 3, 260. Sexr. Ruf. c. 20.). Ueber seinen 
Ausfluss ins Meer herrschen sehr verschi^dene Meiuungen. Nach 
Einigen erreichl er das Meer gar nichl, sondem verliert sich, da ihm 
das meiste Wasser schon durcb jene Kanale entzogen ist, nnd da 
(wenig^tens nach Plin. 5, 27, 31.) die Orcheni, als Bewohner jener 
Gegend, die eigentliche Mifndung desselben, die 25 oder nach Andem 
nur 7 Mill, von der des Tigris enlfernt war^ zir besserer Bewasse- 
rnng ihrer Felder v^rstopfl baben, in Siimpfe. (Arriao. 7, 7. Mela 
S, 8, 5.)^^) Andere baben schon die rtchtige Ansicht, dass er sich 
mit dem Tigris yereinige (s. oben S. 67.}, und zwar nach Plin. 6, 
28, 32, (der also eine doppelte Ansicht aurstellt) nordlich von Tere- 
don. Noch Andre endlich jgeben ibm auch seine eigne Miindnng 
(Strab. 11. p, 521. -Arrian. Exp. Alex. 7, 7. und Ind, c. 41.)*^), 
oder sagen weoigslens, es sei sehr wahrscheinlich, dass er eine sol^ 
cbe babe (Strab. 16. p. 742.). Nach Onesicritus bei Strab. 15. p. 
729. bahnt sich der Euphrat aus den Cbaldaischen Seen (Jacas Chal- 



57) Dies6 Nebenflttsse sind auf dem Hnken oder 0st1ichen Ufer (aosser 
den als Armen des E. selbst oben eni'iihnten Pyxirates und Arsinus oder 
Arsanus)^ der Arsanias (j. Arson), Bellas oder ^e/ic^fl (BeKkh)^. Cha^ 
borcLs (Khabur) ; auf dem rechten oder westlicheu aber der Carmaliis oder 
Carmalas (j. Kermel), Metas (j. Gensin?) und Daradax {]. Sedsjur?). 

^ 58) Daber auch die noch za Pausanias Zeiten von Mancben geglnubte 
Fabel, dass der Euphrat, nacbdem er sich in Siimpfe verloren, in Ober- 
agypten unter dem Namen Nil wieder zum Vorschein kommo. (Paus. 2, 5, 
3. Philostr. vit. Apollon. 1, 14.) Vgl. auch, was oben S. 5. Note 11. ttber 
einen ahnlichen Zusammenhdng des Indus und Nil bemerkt worden ist. 

59) Hier schifTt Nearchus in die MUndung des Euphrat ein, unter wel- 
cher aber gewlss die Mtlndung des vereinigten Euphrat und Tigris zu ver- 
stehen ist, da, wie wir schon oben gesehen • baben, der vereinigte Strom 
bis zu seiner Mdndung von Einigen Euphrat, von Andem aber Tigris ge« 
pannt wurde, • 



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-'§.57. Asien. Hauptslrome. ^ 73 

daici: Plin. 6, 27, 31., die sich in der IN^abe seines Zuisammenflusse? 
mil dem Tigris befinden)*^) eincn Ausweg in*s Slecr^'). Auch wcr- 
den mehrere kiinstlich gcgrabene Ausfliisse des Euphrat in die See 
erwahnt. Der eine heissl Maarsares {6 MaaQadgfjg : Ptol. 5^ 20., 
bei Ammian. 23, 6. [der dem Enpbrat 3 schiffbare Miindungen ^ebt] 
rerdorben Marses als ein besondercr Fluss), der weit nordlich von 
Babylon beginnt, immer einige Meilen westHeh vom Hauptslrome 
parallel mil ibm hinlaaft, nnd sich beim Einflusse des Gyndes in deA 
rereinigten Euphral -Tigris in den Hauptslrom endigt. Sein Bett,ist 
nicbt nur noch vorbanden , sondern aucb bei bohem Wasserstande 
scbiffbar*'*). Ein anderer war Aer Pallacopas (HaXXaxo^ag: Arriaik 
Exp. Alex. 7, 21. bri Appian. B. Civ. 2, 153. durcb Schteibfehkr 
JJuXXaxorrag) J der 800 Stad. siidlicb von Babylon began ii ," sich 
westlicb neben dem Maarsares binzog, nnd sich in die durch ibn ge- 
bildeten Seen an der Grenze Arabiens ergoss. (Arrian. 7, 21* vgl. 
auch Strab. 16. p. 741.) Er ist jetzl so verslopfl and versandet, dass 
fast gar kein]& Spur von ibm nlebr vorbanden ist. Was nun noch die 
SchiflTahrt auf beiden Stromen betrifft, so wurde der Euphral zu Stra- 
be's Zeiten schon von Tbapsacus an bcschifft *^3^, jedoch wahrschein- 
lich' nur mit kleineren Fahrzeugen. ' In der friibesten Zeit benutzten 
die BabyloQicr d^u Strom aiif eine eigenlhiimliche Weise, Sie befub- 
ren ibn namlicb voo Babylon stromabwJirts auf kieinen ,. bios ans 
Weidenruthen geflochtenen und mil Led^r iiberzogenen Fabrzeugen, 
die aber doch bis* zu 5000 Talenlen Ladung einnabmen, und trans-- 
poriirten dann dieselbe^ zerlegt auf Eseln wiedcr nach Babylon zu- 
ruck. (Herod. 1, 194.) 6^*) Erst spSter liess Alexander d. Gr. in 
Babylon grossere Scbiffe erbauen, die man stiickweise aus Pbonicien 
bracbte n. auf dem Euphral zusammenfsetzte (Arrian. 7, 19/)> worauf 



60) Auch Abolfeda {Bilscking^s Magaz. 3> ThI. S. 256.) kennt sic 
Becb zwischen den Sudten Wasilh und Basra. 

61) Wahrscheinlich meint er jeueii nach' Plinius sp^ter von den Or- 
dienis verstopfteu Arm des Flusses, sudlicb vom Maarsares, der jetzl 
Dsjarri Zaade heisst. 

62) Bei Abulfeda S. 251. heisst dieser Kanal al Ghavamak-^der auch 
Narsi; weshalb Mannert Bd! Y. Ablb. 2. S. 256. vermuthet, dass man 
auch bei Ptol. stall Maarsares lescn mflsse Naarsares. > 

63) Denn Strab. 16. p. 766. me'del, dass die Scbiffe von Gerra am 
pers. Meerbusen > stromau(Vi'2irts nicbt bios bis Babylon, sondern selbsl bis 
Tbapsacus Hlhren. - ; 

63b) Nach Tavermer I. p. 1S4. sollen abniiche Fafarzeuge noch heu- 
tiges Tages auf dem Tigris gebrancht werden. 



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74 Zw^iter TheiL Politiscbe Geographic* 

^uoh die oben erwahnteo, ira Yereinjgteft.Strome a^ngelegteo, vielea 
Damme durchstochenwurden, um eiae Beschiffuog desselbea mit gros- 
seren Schiffen iiberhaupt mogiich zutnacheD. Diese Schiffafart aber 
dauerte nur so lange, als diese von Alexander erbautenJSvbifiPe dauei> 
ten, dann Icebrte man wieder zii der iruberen Weise zuriick. Der 
Tigris aber wurde aucb scbon vor seinem Zasammenfliissef mit dem 
Eupbrat von Seleucia und nocb weiter binauf von Opis aus bescbiA. 
(5lral).. 16. p. 739, Arrian. exp. Alex. 7» 7.) 

D^s asiatische Stromgebiet des M, Internum umtasst keine den 
bisher genannten zu vergleicbenden Hauplstrome. Unter^den Fiiissea 
Kleinasiens ,, von deoen unten §. 61 ff. aasflibrlicber geliandelt wer- 
dep wii:d, sind die bedeutendsten : a) von den in^s Mare Aegaeum 
sicb miindenden der Maeander (j. Meioder) a. Hernms (j. Sarabat)f 
h) von den zum. Stromgebiete ies Pontus Eit^mus gcborenden: der 
Sangarius (j. Sakarja), Hulys (j. Kisil Irmak) and Iris (j. Kasal- 
niak). Za dem Stromgebieta des Poatus Euxinus gebort unter den 
FUissen Asiens aucb noeb itr Hypanis^*) (6"Tn:avig: Stra)). 11. 
p^ 494. Stepb. Byz. p. 680. Vibius Seqa. p. 11. Oberl. Plin. 4, 12, 
26. bei Ptol. 5, 9. OyaqSoLVog^ und nach Strab. 1, 1. aucb d *^m-* 
%i%r}S^ d. beut. Kuban), der auf dem Caucasus entspi^Dgt, Saroiatia 
Asialica in nordwesU.^Ricbtung durcbfliesst und sicb in zwei Arme 
tbeilt, von denen der eine sicb in die Palus Maeotis, der andere in 
den Poutus nabe beim Bosporus Cimmerius mqndet. 

JKu dem Slromgebiete des Mare Caspiinn oder Hyrcanum fchih' 
ren besonders a) auf der Westseite : der Cyrus (6 Kv^os oder Kv-- 
gos: Strab. 11. p. 491! 500, 528. und ofter, Agatbem. 2, 1€. 14* 
KvQ^og: Ptol. 5, 12. ^^) j. Kur) , der seine Quellen auf den Coraxi*- 
cis Montit»us (Mela 3, 5, 6. Plin. 6^ 10. in. , bei Plut.- Pomp. 34. 
nacb allgemeinerer Bestimmung auf den Iberiscben Bergen) bat, dann 
in die fruchlbare Ebene zwiscben Armenien und Colchis berabfliesst, 
a. als wasserreicher Strom Albanieo durcbstrdmt (Strab, 11. p. 500.^, 
daber er von Dio Cass. 36, 36. 37, 3. Ptol. 5, 12. 13. als Grenzfluss 
zwiscben Armenian und Albanien, von Strab. 1. p. 61. u. 11. p. 49].. 



64) Nicht zn verwecbsein mit dem gleichnamigen Fln^e in Sarmatia 
Eoropaea, dem beut. Bug. S. unleu §» 132. 

6^) Wohl nor durch Schreibfehler bei Plat. Pomp. 34. nad Dio Ca^s. 
36, 36. u. 37, i. Kv^pog, und bei Appiau. Mithr. 103. Kvgtog. Im Zen^- 
Avesta J^oro, Uebrigens nicht zu verwechselo mit zwei aadem gleichnarai* 
gen FlQssep, einem in Persiea (s, unten §. 93.), dem andero in Medien 
(8. unten §. 95.). 



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§. 57. Asien, Haaptstroine. 7$ 

Plk. 6, 13^ 15. Ptol. 5, 12. als Grenzfluss zwischen Ahneti^und 
Iboien angegeben wfrd. Ejr niimnt in ^einem siiddstl. Laufe mebrere 
Ueinere mid grosscgre Fltisse in sicji auf (AppiaD. Milbr. c. 103..), 
besoQders auf seiner Nordseite den Cambyses (j. G^ri), und auf sei- 
ner Siidseite den ibm an Grosse nicbl nacbstebenden Araxes (j. 
Aras)^^), und falli dnrcb. 12 Miindungen in die siidwestl. Spitze des^ 
M. Caspiun (nacb Ptol. 5, 13. Agatbe)n. 2, 10. 14. Strab. und Ap- 
pian. 11. 1^.), dem er vielen Schlamm zufubrt, welcber auch seine 
Maodoogen sebr seicbt macht (Strab. 11. p. 501.); b) auf der Nord- 
seite: 1) der HAn i^Pi: Ptol. 6, 14, «7) Amoiian.J22, 8. bej Aga- 
then. 2, 10. dorch Scbreibfebier Fi^t j. l^olga), der im Lande der 
Hyperi>orei Sarmatae unterm 61^ Br. aiis zwei Qaellen, einer west- 
licben nntemi 70^ u. einer ostlicben unterm 90^ L., entspringl. Beide 
Anne (die eigentlicbe Wqfga und die Kataia) vereinigen sicb unterm 
58^ SO' Br. und 79^ L., uifd der Strom fliesst nun, die westlicbe 
Grenxe von Sarmatia A^atica. gegen Seythia bildeiid , erst sicb dem 
Tanais nabernd gegen SW^ , dann mit einer plotzlicben Wendung 
gegen Oo endlich, iiacbdem,er auf seinem oslliohenUfeF eiuigevonden 
Rbymmicis Montibus berabkommende Fliisse in sicb aufgenommen, . 
abermal^ mit einer Wendung unterm 85^ L. und 54^ Br. gegen SO.,. 
ua sicb unterm 87^ 30' L. uotd 48<> 50' Br. in das M. Hyrcauum zu 
ergicssen ««). 2) Der Jthymnms (oTviufiog: Ptol. 6, 14. b^i Aga- 
them. 2, 10. ^Pv^wog^ j, Cjaguri oder Gasuri), welcber ivX den 
Rbymmicjs Montibus (Ural) enUpriiigt und sicb nacb einem siidlicben 
Laofe, unterm 91° L, und 48° 15'. Br. ostlicb vom Rba miindet.. 
3) Der Daix (o M\%i Ptol. 6^ 14. Menand. hist. p. 301. ed. Bonn, 
j. laik eder Ural), der seine Quellen auf dem M. Norossus bat, eben<^ 
bUs gegen S. fliesst> and sich ostlicb vom Abymm'us unterm 94^ L. 



66) Von die^en s. unten §. 76. Aodere Nebenfl. des Cyrus bei Strab. 
11. p. 500. sind der jiragus oder Jrragon, Jlasonius (s. aucb PUd. .6v 
\i^<t\\.)^Sandohanesy Rhoetaces iniiA Cftanes, . > . 

67) Ptol^njlas ist der erste alte Scbriflsteller, der dies^o Strom, und 
zwar ziemlich genau, JLeiint. Zwar food ei* sicfa sonst aucb beiMela3, 5, 4. 
erwalint, aber nm> darcb die WillkOr der frUberen Herausgeber. Vergl. 
Tssckuck, ad b. 1. not. cnt. p. 126 sqq. 

68) Ammian. I. 1. bemerkt, dass ao den Ufefn ^ioes ibm benacbbarten 
Fhuses eine ibm (de;D Hha) gleichnamige Wurzel wachse, von der io der 
Arzneiknn$t vielfacber Gebraoch gemacbt werde. Niemaud kann darin den 
Rbabarber verkenneo^ der zwar nicht in jenen Gegeoden wiicbst, aber 
ioA von ^em Rba seinen Namen erhielt, weil er vom Caspiseben ^eere 
ms io die HandelspUtze der Rttmer ausgeftibrt wurd^. 



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76 Zwciter Thcil. Politische Oeographie. 

48*' 15' Br* Ill's Mecr ei^esst. c) Aaf der Ostseile Ifcsseni die Aden 
ebeiifalls 2 sehr bedeutende Strome sich in das Caspische Meer mini- 
den, die' ^ber nacb neueren Erfabrangen dasseibe nicbt errcicben, 
sondern sicb in den Aralsee ergicsseh ^^), namlicb den /<3^'ar/^6' (j. 
Sir, Syr Darja oder Sihon) und Oj;us {j. Gibon, Dscbibun od. Ama 
Darja). Her Taxafles (o laluQTtjg. Gcu. — ot; '**)•• Strabo 11, p. 
507. 514* 517. nnd dfter, Agalbem. 2, 10. Dionys. y. 743. Ptol. fr. 



69) Diesen scheioeo die Alien vor dem 4. Jahrh. entweder noch gar 
picht, eder doch wenigstens nicbt als den grossen, jcue beiden HaaptstrOine 
aufnehmendeii See gekannt zu haben. Denn srheint aach der Palus Oxiana 
{tl ^Sl^catrrf lifit^ bei PtoL 6, 12«> eine dunkle Sage vom AraJsee zum 
Grunde zu liegen, ^ dacbte sicb docb oftenbar Ptol. u|iter jener nicbts An- 
deres, als Mnen vod einem unbekannten Steppenllusse in der Nahe des Oxus 
getiitdeten klemcn Landsee, und war fest tiberzeugt, dass jene beiden 
SlrOnie sicb in das Casp. Meer ergdss.en. (VVeshalb autb Mannert IV. S. 
452. untcr der Oxinna Palus den kleinen Sec verstebt, den der Sleppen- 
fluss Sogd, an dem Samarkand Kegt, bildet.) Ammianus Marcell. dagegen 
im 4. Jabrb. ist der erste und einzige Scbriftstelfer des AJterlbums, der 
nicbt nur den gross en Aralsee kennt, sondern aucb von der MUndung 
zweier gi^ossen Slrdme in ibn gehOrt bat, indent er 23, 6, 59. (p. 358. Bip*) 
scbreibt: — — ^ sUb mis montium pedibus^ quos appellant Sogdios : in^ 
tpr quB8 amnes duo Jluuht navium capacissimi^ ^raxates et Bymas, qui 
per tuga vallesque praecipites in campestrem planitiem decurrentes 
Oxiam nomine paludem efficiunt longe fateaue diffusam. 0er ^raxa- 
tes^ ist ofTenbar der laxartes (vgl. Note TK)^ ^^ aber Ammian zu dem 
Namen Dymas kommt, ist freilicb scbwer zu sagen, besonders da er vor- 
her scbon die immania Oxi fluenta erwabnt bat. E^nige Gelebrte findea 
freilicb die Spuren einer Renndiiss des Aralsees bei den Alten in viel frfi- 
heren Zeiten. GeorgU (Alte Geogr. I. Abtb: S. 310.) glaubt mit Eickwald 
(Alte Geogr, des Casp. M. S. 36. ti. 51.), dass scbon Strabo il. p. 512 f.« 
wo er sagt, dass der Araxes (nflmlicb des Herodot, d. b. der laxartes : vgl. 
Note 71.) nur mit einer MUndung in's Caspiscbe, mit "den iibrigerf aber 
in's niirdliche Meer falle, unter letzlerem der Aralsee andeute, der wahr- 
-scbeiniicb in ditern Zeiten weit grosser gewesen sei, und nOrdlich mit dem 
Aksakal-See in den Kirgisensteppen zosammengebangen babe; was mir 
hOcbst unwahrscbeinlicb dUnkU Dass Ideler den Aralsee aucb scbon b^ 
Aristoteles unter dem Namen Mhre Hyrcamum er^'flbnt zu linden glaubt, 
haben wir oben S. 30. Note 57. geseben"; v. Humboldt aber (bei Ideler ad 
Arist. Met. T. I., p. 500.) vermutbel, dass selbst schdn Herodot diesen See 
bezeicbne, wenn er 1 , 202. seinem Araxes 40 MQndungen zuscbreibe. Uebrt- 
gens vergl. ttber diesen Gegenstand aucb St. Croix Exam. crit. des bist. 
d^AIex. p. 71 5. Bayer Acta Petropol. I. p. 398. und Kepkalides de maris 
Gaspii bist. p. 188 sqq.' 

70) Denooch flektirt Plin. U. U. den Namen durchaus nacb der 3. De« 
klinazion. 



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§t57. A&ien. Hattplslromc. ^ V 

12. Plm. 6, 13, 15. 6, ft, 17. 6, IG^ 18- Mela 3, 5, 6.) ny cni- 
spriogt nacb Ptol. 1. ]. (vgl. Ammiaq. 23, 6.) auf den Comedaruqi Monli- 
bos (j. Mustag)^ nacb Slrab. 11. p. 510. (u. Ai^rian. Exp. AI.3, 30.) 
aber minder richlig auf dem Caucasus ludicus, i«t nach Mela sclion 
TOD seiner Quelle an ein bedeulender Fluss, der, erst gegen N., danu 
gegen W. fliessend, die Bewohner von Sogdiana und die Scythas No- 
mades trennt (Strab. 11. p. 514. 517.), in seinem frqbern.Laufe 
ge^en N. die eine kurze Slrecke wesdich neben ihm h^rfliessenden 
Nebenfl. Demus oder.Dyinus (]. Margbinan) und Bascatis (j. Fergana 
oder Fersan) in sicb aufnimnily und sicb nun njit einein grossen nord- 
wesllicben Bogen innerbalb von Scythia intra Imaum in das M.. Ca- 
spiam ei^essen soil (Strab. 11. p. 518. Ptol. 6, 14. Agatbenj. i^\ii.). 
Der Oxus (dl/Zgogf Ptol. 6, 12. Agatbem. 2, 10. Arrian. 3,28.29. 



71) Nach Plin. 6, 16, 18. bles? er be! den.Scythen Sitis, vielFeicht 
eine blose Vemostaltung des wahren Naniens Sir^ den er noch jetit fiihrt. 
Andere Nameo, die wohl bios auf f^lsehem Iltfren des Namens iaxaftes be- 
roben, sind bei Arrian. exp, Al. 3, 30. Orxantes^ bei d^nis. 7, Id. Oxy^ 
mrtes, bei Plat Alex.. Cr 45. Orexartes, ud4 bei Ammian. 23, 6. p. 358. 
Bip. (der aber p. 359. anch den richtigen Nam^n laxartes hat) ^raxates, 
Auch der bei Herod. 1, 20l. 202. u, 4, 40., so ^le bei Aristot; Meteor. U 
13, 16. u. Callisth. ap. Strab. 11. p. 531. vorkomraende ^raxes^ der^ich 
Bach Herodot mit einem Arme in^s Gasp. Meer ergiesst, mit den Hbrigen 
39 MOndungen aber in SUmpfe and Lachen verliert, scheint kein andercc 
Fkss zu 8ein.(vgl. v. HumboldCs Krit. (Inters. I. S. 153. Bahr Ind.^ He- 
rod« v« Arax^. Berhardy ad Dion. Per. p. 728. Idcler ad Arist. I. I. 
T. L p. 457. Eichvmlft ^te Geogr. des casp. Meeres S. 57. Kepkalides 
kisL mar. Casp. p. 357. and die schon von Ritter Erdk. II. S. 658. zitirten 
Stellen); oq'^d daher wohlauch jene Verunst^tung des Namens j4raxa(es. 
Bei den jlltern Griechen wird er nicht selten mit dem Tanais verwechselt,* 
weil man glaubte, dass das M. Caspium mit der Palus Maeotis zasammen- 
hliigey nnd nun bald den Tanais, bald den laxartes als den Grenzfluss zwi- 
schen Eoropa nnd Asien annahm. Aber aach spSter, als- man wnsste, dass 
diess zwei ganz verschiedene FlOsse waren, natnnte man doch den laxartes, 
rielleicht dns Schmeichelei gegen Alexander, immer noch Tanais, damit 
dieser auf seinen ZUgen bis an den eidmal angenommenen Grenzfluss zwi- 
schen beiden Welttheilen vorgedrungen zu sein schiene. (Vgl^ Polyb. 10, 
48, 1. Arrian. Exp. Alex. 3, 30. 4, 15. Eustath. ad Dionys. v. 14. Curt. 6, 
2, 13 f. 7, 7, 2. u. Ofter, Mart. Cap. 6. p. 223. Soiin. c. 52. Salmas. ad Solin. 
p, 555. fFt^seL ad Diod. 18, 5. Schweigh. ad Polyb. 10, 48, 1. Tzschuck. 
ad Mel. 3, 5, 6. p. 160 sq.) Eine andre und wahrscheinlich richtigere Er- 
kilning dieser Verwechsehing aber versuchte t>, Humboldt (bei Jdeler ad 
ArisU Meteor. I. p. 501.), indem er (mit Verweisubg auf Klaproth Tabl. 
hist. p. 131.) dttfauf aufmerksam jmachte, dass an beiden ^trOmen Alanen 



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J 



7B Zweiter Theil. Palitische Geographic. 

4, 15. ^«) Plat. Alex. 57. Dionys. v. 747. o Vtog: Aristob. ap. 
Slrab. 11. p. 509. Strab. 11. p. 507. 509. 518. Polyb. 10, 48. Mela 
3, 5, 6. Plin. 6, 16, 18. AmmiaD. 23, 6. p. 358. Bip.) ^s) entspriegt 
nach Ptd. 1. 1. Polyb. 10, 48, 4. Arrian. cxp. Al. 3, 29. auf dem 
Paropamisus oder. Caucasus Indicus, wo er seioe Quellen nicht allzo- 
weit iiordwestlich von deuen des Indus hat y oach Diooys. v. 747. 
Prise. v.'724. u. Avien. v. 926. aber auf dem Emodus oder doch nicht 
weit von ihm. (Nur Plin. 6, 16, 18. und nach ihm Solin. 49. s. 52. 
lassen ibn^-^) ^us einem Oxus lacus .enisfringeuj den sonst Niemand 
kennt.) £r fliesst links vom laxartes und parallel tnit ihm erst g^egen 
N., dann plotzlich gegen W., u. bildet die Nordgrenze von Bactriana 
und Margiana gcgen Sogdiana (Ptol. 1. I. Strab. 2. p*. 73. 11. p. 513. 
Dionys. v. 747. Prise, und Avien. 11. 11.), nimmt mehrere Fiiisse in 
sieh auf (Ptol. 6; 10. 11. Melal. 1.) 7^), wird dadurch zu einem. der 
Haoptstrom^ Asiens (Strab. 11. p. 509. Arrian.' und Ammian. 11. IK), 
und miindet sieh uber Hyrcania in^s M. Caspium. (Arrian. exp. Al^ 3, 
29. Dionys. v. 747. Solin. c. 21. s. 17.) und zwar nach Strab. 11. 
p. 518i 80 Parasangen, oder nach Eratosthenes bei dems^ 11. p. 507. 
Q. PIin.6, 13, 15. 2400 Stad. sudwestl. von der Mundung des laxar- 



wohnten, in deren Spracbe das Wasser Tan, Dan, Don heisse ; eine An- 
sicht, die sieh auch bei Ritter El*dk. II. S, 658. vorgetrageo findet. 

72) Bei Arrian. 3, 30. und 7, 16. Scheint $tatt V^og aos dem Soidas 
^Siiog emendirt werden zu ihilssen. 

73) Bei Mart. Cap. 6. p. 223. steht Oaxus, wo jedoch Andere 6xus 
haben und Gronov aos Codd. Oaxis gelesen wissen will. Dass bei Virg. 
Eel. 1, 66. nicht an den Oxos zu denken ist, sondern wirklicfa ein Fluss 

. der Insel Greta Namens Oaxes erwfiJiat wird, unterliegt wuhl keinem Zwei- 
fef mehr. " . ' 

74) Ohne Zweifel durch Verwechselung mit der oben erw^bnten Oxi- 
ana Paius des Plblemiius. Biese Angabe des Plinius aber, verbunden mit 
der allgemeinen Meinung von der Miindung des Oxas in das Kasp. Meer, 
f&hH uns zu der Ueberzeugang, dass die Alten eraen Arm des Oxus kann- 
•ten, der durch den Aralsee hindoreh in das Kasp.'Meer (loss, jetzt aber 
vtfllig versandet ist ; und dass dem wirkfich so war, dass der Aralsee einst 
durch einen Arm des Oxas mit dem Casp. Meere in Verbindung stand, 
haben die neuesten Unlersnchuogen unzweifelhaft dargethan. Ansser 
Reichard Kleine geogr. Schriften S. 348. und Eichwald alte Geogr. des 
Kasp«^ Meeres S. 57. (die diess ais einie blose Vermuthnng au&tellen) vgfl. 
besonders Ritter's Erdkunde II. S. 659 AT. 

75) Nach Ptol. 1. I. auf seiner linken odei* sQdlichen Seite den Dargi^ 
dus (j. Balk), Zanaspes (j. Dehasch?), Odhus (j. Herat oder Herirud?) o. 
Margus (j. Margab.). S. fiber diese PJtUse unten §. 85 ff. 



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§.58. Asien. Boden. Klima. Produkte. 79 

tes. Bei seiDem EinstrSmen in^s Meer soli ereinen on|^ehduern*Was- 
serfall bildea, und nnter der Wolbung des3elbeii einen trocknen, lee* 
ren Raam zam Dnrcbgaiige lassen. (Strab^ 11. p. 510. Polyb. 10, 
45.)**) - 

§.58^ (Boden* Klima. Produkte.) Asien ist vor den bei- 
den andem den Alten bekannlen Welltheilen von der Nalur auffallend 
begnnstigt, da der grdsste Tbeil desselben unler der nordlichen ge- ' 
massigten Zone liegt, und nor seine nbVdlicbsten Spitzen der kalten, 
seine siidlichsten Halbinseln der heissen Zone angehdren. Diese un^ 
gebeore Aosdehnung des Erdtbeils aber bat natnrllcb auch das ver- 
schiedenartigste Klima zur Folge. Wahrenddie siidlichen Lander 
eioe tropische Warme,- ja in den Sandwiisten eine oft unerlragliche 
Hitze haben, berrseht in den nordlicben Theilen eisige Polarkaltf, u. 
in dem mitUern Lande ein sehr verscbiedenes Klima in den mannich- 
Uiigsten Abstafungen; im Ganzen aber ist das Klima Mittelasien^ 
gemassigt, nnd wird nur durch die vielen mit ewi^em Schne^bedieck- 
ten Gebirgsziige, besonder^ je boher es gegen 0. austeigt, etwas 
rauber, ab man seinen Breitengraden nacb erwarlen solltQ. P^sto 
milder und scboner dagegen ist das Klima in den vielen grossen TbK- 
lern Asiens. Freilicb aber bemerkt man auch nicht selten einen auf- 
£iUendea Wecbsel d^sselben und einen plotzlichen Uebergang von der 
grdssten Sommerbilze zur starksten Winterkalte, weshalb auch sich 
weit verbreitende pestartjge Krankheiien keine eben seltene Erseheh- 
nang daselbst sind. Eben so vers^hieden, wie das Klima Asiens, ist 
aneh sein Boden und seine Veg^tazion. Am traurigsten in'dieser Be- 
ziebnng siebt es in den 5'den Scbneewiislen des den Allen volljg un^ 
bekannlen, nur von JSgerstammen bewohnten nordosllichen Asiens 
(Sibiriens) aus. Das miltlere grosse Hocbland ist grosstentbeils nur 
ein gebirgiges Steppenland, aber trefflicb zur Viehweide geeignet und 
daber von einer Menge nomadischer Yolker bewobnt; docfa finden . 



76) Diese gaui nnbegrflndete Annahme'ist wobi bios daber entsian- 
den, weil man sich aasserdem siebt efklflren konnte, wie die nO;*dlichen 
ScjTthen mit Ross nnd Mann Uber diesen grossQn Strom kommen and httu- 
fige Etnf^le in Hyrcanien machen kennten. Hatte man gevrusst, dass ihnen 
bier gar keia FInss im Wege war, und dass weder der Oxus noch der laxar- 
tes so weit vi^esllich bis 2um M. Caspium reichen, so wiirde man auch 
scbwerlicb von 4iesem wnnderbaren Wasserfalle etwas erwahnt finden. 
Uebrig^iis vgl. Ober den beutigen Gihon oder AmuDarja ( — Darja bezeich- 
■ei iip Persisehen jedes grdsse Wasser: s. Riiter^s Erdkunde II. S. 21. — ) 
besondors Burnes U. S. 152 ff. 



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80 Zweiter Tbell. Polilische Gepgraphie. 

sich aucb in ihm zwischen den Gebirgeo uad uam^ntlLcb im SW* (in 
Bactriana , der heut.^ B.ucharei) einzelofi seUr frudhtbare Thaler , da- 
gegen aber aucb in dem den Alien unbekannten nordoslli^bern Asipb 
ob^rbalb Serica eine ziemlich ausgedehnte Wiiste (die Wiisle Cobi od- 
Gpbi in der kieineaBucharei). Von den TieQaudern si^d einige eben- 
falls ode Sandsteppen, namenllich der-nordwesllicbsle Tbeil von lu- 
dien , die AViist^ in , Carmania und Drangiajia (die heul. Salzwiiste) 
und Arabia deserta (wie denn iiberhaupt Arabien seiner ganzen p*by- 
sischen Beschaffenheit nach mebr zu Africa als zu Asien zu.gcboren 
scbeint). Desto. frucbtbarer dagegen sind die Lander des siidlicben n., 
wesUicben Asiens, , nnd^ am gei3egnelsien in Beziebung auf lippige Ve- 
getazion erscheinen die Hocblander und gros^en Tbaler von Sina, In- 
dien, JPersien, Syrien, das gliicklicbe Arabien, Kleinasien und die 
Inseln, die reicbsten und frucblbarsten Lender der ganzen Erde. 
(Vergl. Strab. 2. p. 73. H. p. 502. 508. 15. p. 693. 7^1. u. s. w.) 
^iJeber diese, die aucb durcb eine Menge Stropie iind Fltisse bewas- 
' sert werden, scbiiltete Mutter Nalur ihr Fullhorn mil verscbwcnderi- 
scber Freigebigkeit aus, und die Thier- wie die Pflanzenwelt 2eigt 
^ch bier in ibrer grosstQn Pracbt und Mannicbfalligkeit. Asien ent- 
bait nicht nur alle Produkte £uropa^$, und gewpbnlicb in weit voll- 
jLommnerer Scbonbeil, indem es das Vaterland fast alier europaiscben 
Haustbiere, Baum- und Gartenfriicbte ist, die grdstenlheils. nbch jetzt 
wild daselbst angetroffen werden, sondem auch noch viele andere^ 
die ibm eigentbiimlich sind, und die entweder in andern Welttheildn 
gar nficbt gefunden werden, oder nur durcb Kunstgepflegtgedeihen^^). 
Die wicbtigsten der den Alten b^kaunten Produkte Asiens 
sind folgende: <7) aas dem Tbiecreicbe ; Ekpbanten (in Indien: Strab. 
15. p. 703 S. Ptol. ly 84. Arriam. Ind. c. 13. und Ai|ab. 4, 25. Ae- 



77) Doeh ddrf man den Angaben der Alten fiber die Produkte der 
einzeloeo LJinder nicbt iiberall unbcdingten Glauben scbenkcn, da es ein 
, bei ihncn allgemein verbreiteler Irrthum war, dass# sich UDter gleichcn 
Breitengraden auch durchg^ngig gleiche Erzeugnisse finden luiissten, der 
namentKeh deo Ptolemdos (1^ 9.) in seinem Streite mil Maniios zu den 
{ibertriebensten Folgeryngen gefyhrt hal. Uebrigens> unterliegt es aber auch 
keinem Zweifel, dass in eiazelncn LSndern manche Thiergattdngen spiiter 
ganz ausgestorben und verschwunden sind, und dass man daher bios aus 
dem jetzigen Nichtvorhandensein derselben in den von den Alten bezeich- 
netch Llindem uoch keinep Schluss auf Irrthilracr in den Nachrichten der 
Letzteren machen darf. Yergl. besonders Beckmajm de hist. uaL yeterum 
p. 212 sqq. . 



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§.58, Asien. Produkte. 81 

Kan. h. an. 3, 46. 7^ 37. 12, 44. a. dfter).^^), Nasborne (in Indieo : 
PUd. 12, T, 15«), Lowen (ebendaselbst : Aelian. h. an. 17, 26. in 
Sfrien: Plin. 8, 17, 23. in Mesopotamlen : Ammian. 18, 7. in Ara- 
bien: Strab. 16. p. 777. Agatharch. p. 49. Huds. und anderwstrts). 
Tiger (in Indien: Strab. 15. p. 7Q3. Arrian. Ind. <;. 15. Aelian. h. 
an. 15, 14. HTTcanien: Ammian. 23, 6. Cilicien and Carlen: Crc. 
ad Para. 2, 11. u. s. w.). Panther (in Indien: Aelian. b. an. 14, 14. 
]Q Syrien : Plin. 8, 17, 23. in Arabien : Strab. 16. p. 777. Aga- 
tharch. L 1. in Carien a. Lycien: id. ibi^.), Luchse (in Indien: Ovid. 
Met. 15, 413.) n. andere Raubthiere ; Kameele (in Arabien : Aristot. 
b. an. 5, 12. Strab. 16. p. 765. 777. in Persien: id. 15. p. 727. in 
Indien : Plin.^ 12, 7, 15. in den Landem am Caspiscben Meere : Ae- 
Han. h. an. 17, 34. ApoUon. hist, mirab. c. 20., die schnellsten bei den 
Sagaraern (?): Aelian. h. an. 12, 34.)9 Giraffen (in Arabien: Strab. 
16. p. 775.), Affen ^n Indien, von den verschiedensten Arten: Strab. 
15. p. 699. 703. 710. Aelian. 16, 9. 17, 25. 39.), Biiifel (in Indieo: 
Airian. 4, 25. Aelian. 3, 34. Plin. 8, 21, 30. ^s^) in Arabien : Strab. 16. 
p. 771. in Syrien: id. 8, 54, 70. anf der InselCypern: Capitol. Gord. 
€.3. n. s. w.), Pferde (die schonsten in Medien im Nisaischen Gefilde: 
Strab, 11. p. 525. 529. id. Epit. p. 1276. Herod. 7, 40. Aelian. 3^ 
2. Polyb. 5, 44. 10, 27. in Armenien: Strab. 11. p. 525. ^s) id Cap- 
padocien: Yeget. de re vet. 4, 6, 3. Glands i|i Rufin. 2, 31. Itin. 
Hieros. p. 577. in Paphlagonien, Arabien n. s. w. , wilde' namentlich 
in Indien: Aelian. 13, 9. 16, 9.), Maulesel (in Indien: Aelian. 16, 
9. in Paphlagonien : -Hom. IL 2, 851 f. in Armenien : Ezecb. 27, 13 
14.), Esel (besonders in Carmanien in grosser Menge : Strab. 1* . 
p. 727. wilde-in Mesopotamien und Arabien: Xen. Anab. 1, 5,2. 
Strab. 16. p. 777. in Cappadocien: id. 12. p. 539. in Lycaonien: id. 
12. p. 568. in Indien : Aelian. 4, 52. 16, 9. u. s. w.) , Schafe (be- 
sonders zahlreicb und von der bessten Wotle in Kleinasien, nament- 
lich in der Gegend von Miletus : Strab. 12. p. 578. Plin. 8, 48, 73. 



78) Ueber ibre Jagd vergl. die Hanptstelle bei Agatharcb. p. 39 s<|q. 
Hnds. 

78b) Unter ibnen auch Buckelochsen (Zebu's, fiovaaot: vergl. Arist. 
k. an. 2, 1. 9, 45. nnd de part an. 3, 2.), denn sehr wahrscheioJich 
ist die Roi\jektar Tx8chucke*Sy dass bei StiNEibo 15. p. 718. , wo die 

Codd. bios uooi, haben, fiovciaoi zu lesen sei. Vergl. aueh Groskurd 

Bd.3. S. 163. 

79) Und Ezecb. 27, 13; 14., wenn nUmlich, wie sehr wabrseheinlich, 
outer dem bier erwahnten Thogamia Armenien zn verstehen ist 

II. 6 



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82 Zweiter Theil. Polilische Geographic. 

29, 2, 29. in Galalien: Plin. 29, 2, 29. ««) in Cappadocicn and Ca- 
rien, besofciders um Laodicea: Strab. 1. 1. Plin. 8, 48, 73. in Pbry- 
gien: Slcab. I. 1. in Lycaonien: id. 12. p. 568. in Syrien: Ezech. 
'27, 18. and anderwarts, Scbafe mit Fettschwanzen, denen eine auf 
Radern ruhende Unterlage gegebqn wird, in Arabien: Herod. 3, 113. 
Aelian. 10, 4. Diod. 2, 50. Ammian. 14, 4. n^ in Indien: Ctes. Ind. 
c. 13. 20. 21. Aeiiao. 3, 3. 4, 32.), Ziegen (mit besonders feinen 
Haaren in Galatien bei Ancyra [Angoraziegen : vgl. anten Note 80.], 
in Lycien: Aelian. 16, 30^ in Indien: Aelian.. 4, 32. and ander- 
warts)^^), Gazellen and Antilopen (in Mesopotamien : Xen. Anab. 1, 

5, 2. 5, 3, 10.) , Hande (besonders gate und kraftige Jagdbunde in 
Indieif : Herod. 1, 192. Ctes. Ind. c. 5. Arist. b. an. 8, 27. Aelian. 
4, 19. 8, 1. Strab. 15. p. 700. 703. Plin. 8, 40. a. E. und Canna- 
nien: Aelian. 3, 2. anch in Albanien: Strab. 11. p. 502. und Ara- 
bien: id. 16. p. 771.), Fledermause (besonders in Babylonien: Strab. 
16. p. 739.), Biber and Seeottern (in Pontus : Strab. 3. p. 163. und 
in Sarmatien: Herod. 4, 109.), Crocodile (in Indien: Herod. 4, 
44. Strab. 15. p. 696. 719. 706. Aelian. 12, 41.), Schildkroten 
(im Ganges: Aelian., ibid, an der Ichtbyopbagenktiste des indischen 
Meeres : Plip. 6, 22, 24. Mela 3, 8, 4. auf der Insel Dioscorida: Pp- 
ripl. maris Erytbr. p. 16. in Arabien : Plin. 6, 28. in Carmanien : Plin. 

6, 24, 28. Mela 3^ 8. u. s. w.) , Scblangen (von sebr verscbiedenen 
Arten in Indien : Strab. 15. p. 706. 16. p. 775. Arrian. Ind. c. 15. 
Aelian. 12, 32. 17, 2. in Gedrosien : Strab. 15. .p. 723. in Arabien : 
Aelian. 10, 13. 17, 1. in Phrygien: Aelian. 2, 21. und anderwarts), 
auch Seescblangen im erythraischen Meere (Peripl. mar. Ei^rythr. p. 
23. 31. Huds.), Strausse (In Mesopotamien u. Arabien: Xen. Anab. 
1, 5, 2. Diod. 2, 50.), Papagoyen (und abnlicbe buntgefiederte Yogel, 



80) Unter diesen feinwolligen Schafen Galatiens sind hOchst wahr- 
scheinlicb auch die ADgoraziegcn in der Gegend von Ancyra mil begriflen. 

81) Vielleicht sollle hier auch das Bisam- oder Moschusthier erwKhnt 
werden ; mir wenigstens scheint Manner fs VermuthuDg (6. Th. 1 . Bd. 
S. 14.) sehr wahrscbeinlich^ dass das von den Arabem ausgefilhrle Leda- 
num, jenes in KOgelchen geformte, zu vielen Salben und als Raucherwerk 
benutzte ParfUm, welches fi*eilich nach Herod. 3, 107. und 112. und Plin. 
26, 8, 30. und 12, 17, 37. als vegetabilisches Produkl aus den Bftrten der 
Ziegen, an denen es hangen blieb, faerausgekanunt worden sein soil, und 
in dem sich daher nicht selten Ziegenhaare fanden, nichts Anderes als Mo- 
schus gewesensei. -Heeren jedoch (Ideen etc. I. S. 730.) bult das Leda- 
num wirklich fiir ein Produkt des Pflanzenreiehs. . 



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§.58. Asien. Prodokle. 83 

in Iniien: Aelian. 16, 15. Strab. 15. p. 718.), P&ue (in IndieD : 
AeUin. 5, 21. 11, 33. 16, 2. 17^ 23.)»2), Fasane (am Flasse Phasis 
in Colchis: Arisioph. Acharn. 726. Plin. 2, 33, 39. 37, 44. Martial. 
3, 57, 16. Suet. Vilcll. 13. Pctron. c. 93. a. s. w.) , Wicdehopfe 
(inlndien: Aelian. 16,. 5.), Trappen (in Mesopotamien : Xen. 1. 1.), 
Kraniche (in Indian: Strab. 15. p. 711.) nnd eine Menge aaderer 
Vogel; Bienen (in.Medien, Armenien, Hyreanien: Strab. 2. p. 73. 
11. p. 508 f. anf Cypcrn nod Creta: Plin. 11, 14, 14. 20, 22, 87. in 
Pontns: Xen. Anab. 4, 8, 16. in Arabien: Strab. 16. p. 768. und 
anderwarts, selbst in Scytbien: Aelian. 2, 53.), Ephetneren (am Hy- 
panis in Pontns: Arist. b. an. 5, 19. Plin. 11, 36, 42. Cic.Tusc. 1, 
39, d4.), Seidenraapen (in Assyrien: Plin. 11, 22. 23.^3) und Se- 
riea: Strab. 15. p. 693.), Perlenmusohelu (an den Kiisten des indi- 
•eben Meeres, besonders am Vorgeb. Perimula, an der Insel Tapro- 
bane ond anf den Inseln des pers. Meerbnsens: Arrian. Ind. c. 8. 
Adian. 10, 13. 15, 8, Strab. 16. p. 527. Athen. 3, 14. p. 93. Plin. 
6, 25. 27. 32. 9, 25. Martial. 5, 38, 8. Solin. c. 53. u. A.), Au- 
stem (an den Kiisten des Hellespontns : Catull. 18, 4. Lacan. 9, 
959. Virg. Geo. 1, 207. u. bei Cyzicus: Plin. 32, 6, 21.), Purpur- 
sanecken (in Phonicien : Plin. 9, 36, 60. Strab. 16. p. 757. Phry- 
gten, Carien etc.: Arist. hist. an. 5, 15.), Cocbenille (in Indien: 
Ctes. Ind. c. 21.), Scorpione (in Indien: Aelian. 16, 41. 17, 40. in 
Medien und Snsiana: Aelian. 15, 26. am rothen Meerei Aelian. 17, 
6.), Heuschreeken (besonders in Arabien: Strab. 16. p. 772. Ae- 
fian. 10, 13.), Badeschwkmm (inLycien: Plin. 30. a. £. auf Abo- 
das nnd akderwSrts) ^'^) u.*s. w. b) aus dem Pflanzenreiche : Alie 
Arlen Getreide, besonders trefilicher Waizen (auf Cypern : Strab. 8. 
p. 340. 14. p. 684. PUn. 18, 7, 12. Athen. 3. p. 112. Casaub. in Ci- 
lieie'n: Xen. Anab. 1, 2, 22. in Pala$tina u. Syrien: Plin. 18, 7, 12. 
in Assyrien: Theophr. h. pi. 8, 4, 3. in Babylonien : Herod. 1, 193. 
in Indieo: Strab. 15. p. 690. in Pontns: Theopbr. 1. 1. und §. 5. 
1. s. w. , selbst in Scythien : Herod. 4, 17.) , Gerste (besonders in 



82) Der bier erwfthnte , sonst aber onbeka^nte , %(xtQivg gebOrt der 
BesehreibDng nach anch zum Pfaneogescblechte. 

83) lOt Rflcksicht anf Aristot. h. an. 5, 19., den ersten Schriftsteller, 
der ihrer gedenkt, aber von Plinias falsch verstanden worden ist. Vgl. Hce- 
reu*s Ween etc. l/S. 142. 

84) Scfaon den Alton niimlich war die animah*sche NaUir , des Mecr- 
sckwammes keineswegs unbekanht (Vgl. Aristot. h. an. 1, 1. 5, 16. Plut. 
de solert anim. [T. 2. p. 980. B. G. ed. Francof.J Plin. 31, 11. 11, 37. 

6* 



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84 Zweiter Theil. Politische Geographic. ' 

Sasiana a. Babylonien: Strab. 15. p. 731. 16. p. 742. Herod. L 1.), 
Flachs (in Indien: Strab. 15. p. 690. and anderwarts), Hirse (in.Ci- 
Ijcien: Xen. Anab. 1, 2, 22. in Pontus : Strab. 12. p. 547. in Baby-, 
lonien: Herod. 1, 193. in Indien: Died. 2, 36. Strab. 1. K)^ Reis 
(in Indien: Strab. 15. p. 690, und Syrien: id. 15. p. 692.) »4. Se- 
sam, woraas ein trefiliches Oel bereitet wurde (id Babylooien : He- 
rod. 1, 193. in Indien: Strab. 1. 1. in Cilicien: Xen. Anab. 1, 2, 
22.), Oliven (in Pajastina: £)zech. 27, 17. in Babylonien: Herod. 1, 
193. in Armenien, Cilicien, Paphlagonien, PoAtns, auf Lesbos, Cy- 
pern: Slrab. 11. p. 528. 12. p. 535. 546. 14. p. 684. u. s. w.), 
Weinstoeke (besonders gute und beliebte Sorten auf Cypern, Chios, 
Rhodus, Lesbos, in Lydien, Lycien, Carien, Gappadocien, Cilicien: 
Xen. Anab. 1, 2, 22. in Atropatene: Strab. 14. p. 637. 657. 628. 
684. in Persien : Strab. 15. p. 726. in Pisidien (der von den Aerzten 
besonders empfoUne Wein von Amblada : Strab. 12. p. 570. in Sy- 
rien: id. 15. p. 735. 16. p. 751. u. s. w,*, treffliche Rosinen liefer- 
ten Palaslina : Ezech. 27, 17. u. Syrien : Ezech. 27, 18. Athen. 1. p. 
22.) , Obst and Siidfriichte aller Art (Pontus ist das V^aterland der 
Kirschen und ebendaselbst fanden sicb auch viele Aepfel- and Birn- 
bSume: Strab. 12. p. 548.), Granalapfel (auf Cypern: Athen. 3. 
p. 84.), Feigen (besonders in Atropatene: Strab. 11. p. 526. in Hyr- 
c'anien: id. 2. p. 73. 11. p. 508. in Syrien: id. 13. p. 630 in In- 
dien: Plin. 12, 5, 11. auf Rhodus und Cypern: Plin. 15, 16. 18. 
16, 49.), Dattelpalmen (in Babylonien : Herod. 1, 193^ Strab. 15. 
p. 720. 727. 16. p. 739. 17. p. 818. Aelian. 17, 29. in Arabicn: 
Strab. 16. p. 776. 783. Agatharch. p. 61. Huds. in Syrii^n [Palmy- 
rene] und Palastina: Jos. Ant. 4, 5. 5, 1. Bell. Ind. 5, 4. aufCy'- 
pern: Theophr. h. pi. 2, 8. Plin. 13, 4, 7.), Johannisbrod (in Syrien, 
lonien"^ Carien: Theophr. h. pi. 4, 2, 4.), Orangen- und Zitronen- 
baume (besonders in Persien u.Medien: id.. 4, 4, 2.), Banianenbaume 
(von ungeheurer Grosse in Indien: Arrian. Ind. c. 11. Strab. 15. p. 
694. Theophr. h, pi. 4, 5. Curt. 11, 1, 10. Plin. 7, 2, 2. 12, 4, 8. 
und ofter) , Zypressen , Zedem , Tannen und andre zum Schiffbaa 
brauchbare Holzarten (in Phonicien und Syrien auf dem Libanon: 
Theophr. h. pi. 4, 5, 5. in Mesopotamien , Lycien: Plin. 12, 28. 
13, 5, 11. Cilicien: Theophr. 1. 1. Strab. 14. p. 671. Phrygien: 
Theophr. h. pi. 4^ 5, 2. Bithynien, Pontus : Theophr. h. pi. 4, 5, 5^ 



85) Auch der aus Reis bereitete Arrak war den Alten nicht unbe- 
kannt. Vgl. Strab. 15. p. 487 f. 



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§. 58t Asien. Produkle. 85 

Strab. 12. p. 546. aaf Cypern:, Strab. 14. p. 684. Ammian. .14, 8. 
o. A. Rhodus: Hesekiel 27, 6. Plin. 16, 39, 76. u. s. w.)»«), aa- 
deres Bauholz (in Colchis auf dem Caucasus: Strab. 11. p. 497 f. 
mod anderwarts), Plataneu (von seltner Grosse besonders in Lycien: 
Plio. 12, 1, 1.), Buxbaum (in Pontus: Slrab. 12. p. 545. in Indien: 
id. 15. p. 711. u. 8. w.), Ebenholz (in Indien: Herod. 3, 114. Strab* 
15. p. 703, vergl. mil Ezech. 27, 15.), Aio^ (in Arabien, auf den 
loseln Socotra uiyl Dioscorida : Peripl. mar. Erythr. p. 16.\ Zucker- 
rohr (in Indien: Strab. 15. p. 694. Dioscor. 2, 104. Arrian. peripl. 
maris rubri p. 9. Huds. Thcophr. h. pi. 4, 5. Diqn. Per. v. 1027. 
Sen. Ep. 84. Plin. 12, 8, 17.)«0» Bambus (? oder anderes unge- 
hener grosses Schilfrobr in Indien und im Laude der Serer: Ptoi. 2, 
17. Plin. 7, 2.)y Baumwollenstaude (in Indien: Herod. 3, 106. Ar- 
rian. Ind. c. 61. Slrab. 15. p. 693. »«) inSyrien^^), aufderlnsel 
Tylos im Pcrs. Meerbusen: Thcophr. h. pi. 4, 7, 7.), Papyrusstaude 
(in Indien: Strab. 17. p. 823.), Balsamstaude (in Arabien: Diod. 
3, 45. Agatharch. p. 61. Strab. 16. p. 778. inPalastina^ Ezech. 
27, 17. Strab. 16. p. 755. 763. Joseph. Ant. 8, 6, 6.), Zimmt und 
andre Gewiirze (in Indien: Herod. 3, 111. vergl. mit Jererar. 6, 20. 
Strab. 2. p. 98. 15. p. 695. u. Arabien: Strab. 16. p. 768. 776. 
778. 782 f. auch in Gedrosien: id. 15. p. 721.)»<»), Safran (in Cili- 
eien, Lycien n. Lydien : id. 14. p. 671. Plin. 21, 6, 17. Lucr. 2^ 416.)) 
Ralmu5(inSyrien, Phonicien u.PalasUna: Theopbr.9, 7, 1. Polyb. 5, 
45. Strab. 16. p. 755. u. Arabien: id. 16. p. 778.), Betel (ywaAa/Ja- 
&QOif , in Indien: Arrian. Peripl. 1. p. 37. Dioscor. 1, 11. Plin. 12, 26, 59.), 

86) Im Gauzen jedoch enthielt Asien verh&Itnissm^sig weit wenigere 
grosse Waldungen, als die ilbrigen WeltUieile. 

87) In der Beschreibang Strabo^s u. Plinius^ ist das Zuckerrobr durch- 
aas nicht za verkennen. Vgl. skuth Kant'^s Phys. Geogr. 11^ 1. S. 186 f. 

88) Es wird zwar hier der Stoff, woraus die feinste „Leinwand^^ be- 
reitet^wtiirde, als eine Art voo Flachs besebrieben, doch ist unverkenobar 
die Baumwolle damoter gemeint. 

89) Hierapolis in Syrien fUhrte den alten einheimischen Namen Ma- 
gog (Piin. 5, 23, 19.), welcber wohl in Mabog^ d. i. BaomwoUenstadt, 
omzujlodem isU 

90) Bei Herod. 3, 107. Diod. 2, 49. 5, 41. Strab. 16. p. 782. end 
Agatharch. p. 64. we^igstens werden Zimmt und Cassia als Produkte Ara* 
kiens erwdhnt, wahrscheinlich aber wurden sie nur durch den Handel aus 
Indien dahin gebracht ; denn .oft sind die Handelspl«ltze, von denen gewisse 
Produkte ausgefilhrt' wurden, mit den Gegenden verwechselt worden, die 
sie hervorbrachten. Vgl. HeeretCi Ideen etc. I. S, 731 f. u. v. HumholdCs 
Krit Unters. I. S. 313. 



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86 Zweiter Theil. Politisehe Geographic. 

Weibrauch (in Arabien : Herod. 3, 107. Strab. 16. p. 7K2. Aga- 
tharch. 1. 1. Piin. 12, 14, 30. Peripl. mar. Eryihr. p. 16. v. Indien: 
Strab. 1. i.), Myrrhen (in Arabien t Herod. 3, 107. Agatharcb. I. 1. 
Peripl. land. p. 6. u. 28. Piin. 12, 15, 33 ff. a. Indien : Peripl. Ia«4. 
p. 28.), Mastix (in Arabien and Indien, besonders aber anf Cbios: 
Dioscor. 1, 90. Piin. I. 1.) , Wermntb (in Mesopotamien : Amraian. 
25, 8. and Ponlus : Tbeophr. b. pi. 19, 17, 4. Piin. 14, 16, 19.). 
Ysop (in Cilicien; Piin. 1. 1.), Senf (auf Cypernk Atben. 1. p. 28. 
und anderw.), Rhabarber (ani Caspischen Meere um den Floss Rha 
ber: Ammian. 22, 8.), Styrax-Gommi (in Pisidien: Strab. 12. p. 
570.), Silpbium oder Assa foiida (in Persien, Medien, Armenien, Sy- 
rien: Piin. 19, 3, 5. n. anf dem Paropamisas : Strab. 15. p. 725.), 
Cassia (in Indien and Arabien : Strab. 16. p. 782.) , Aconitom. (be- 
sonders in Pontas bei Heraclea: Tbeopbr. h. pi. 9, 16, 4. Strab. 12. 
p. 543. aasserdem bei Aeonii in Bitbynien, anf Greta and anderw. : 
Theoph. 1. 1.), Amomum (in Mesopotamien : Strab. 16. p. 747. Me- 
dien and Indien: Tbeophr. b. pi. 9, 7, 2.), Indigo (IvStno^, in In- 
dien uod Arabien : Dioseor. 5, 107. Arrian. Peripl. mar. Erythr. p. 
18. Plin. 35, 6, 12. vgl. Ideter ad Arist. Met. H. p. 148.), Triiffeln 
Oder Morchein (besonders in Mysien bei Lampsacus : Theophr. h. pi. 
1, 6, 13.). c) Aus dem Mineralreiche : Gold (in Indien: Herod. 3, 
106. Strab. 15. p. 700. Diod. 2, 36. in Lydien: Herod. 3, 102. and 
andem Gegenden Kleinasiens: Strab. 13. p. 591. 626. 14. p. 680. 
in Aria: Dionys. v. 1099. in* Armenien: Strab. 11. p. 529. in Car- 
manien: id. 15. p. 726. in Seytbieut Plin. 33, 3, 21.)'»'}, Silber 

91) Asien war vorziigtich in dea Ostlichem Gebirgea reich an Gold, 
weniger in den westlichera, doch eDthiUt aach hier der Tmolus in Lydieu 
Goldadem , so dass Goldtheilcben durch die FIfisse Pactolus and Meander 
mil fortgespilt and dann aus ihrem Sande ausgewaschen wurden^vgl. on- 
fen §. 63.). Das Gold aber, welches die FlUsse Arabiens mit sich fHhren 
solleo, obne dass die Einwohner etwas damit anzufangen wissen (ttiod. 2^ 
50. 3, 45. Agatharch. p. 59. Strab. 16^ p. 777.), ist bloser Glimmer. 
(Vgl. auch Niebuhr's Arabien S. 139.) Doch ist Heeren (Ideen I. S.730.) 
nicht abgeneigt anzuDchmen, dass einst auch Arabien Gold enthalten babe. 
Goldene GeHisse und GerSthschaften waren daher in Asien fast allgemein 
za linden, selbst bei den scythischen Massageten (Herod. 1, 215.)^ was, in 
Verbindung mit der Sage von den Ariinaspen, die den Greifen das Gold 
entwenden (Herod. 4, 104.)9 wohl zn der Vermuthung filfaren kann, dass 
die alten Scythen schon die Goldgrnben der Annibi, Aujcaeii Monies a. s. w. 
(oder des heut. Altai) benutzten ; eine Aiusicht, die anch dadnrch besUtigt 
zu werden scheint, dass man neuerlich in diesem Gebirge viele orabe, 
lUngst liegen gebliebene Griiben gcfunden hati 



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r 



$.58. Asieo. Boden. Klima. Produkte. 87 

(iaMyslen: Horn. II. 2, 856. (?) vgl. Strab. 13. p. ,603. in Carmanicn : 
Strab. 15. p.'726. in Annenien: id. 11. p. 530. in Arabien: id. 16. 
p. 784. im Caucasos : Horn. U. 2, 364. in Bactrien : Ctes. Ind. c. 
ll.)*2\ £isen nnd Stabi (in Pontns bei den Cbaiybern: Xen. Anab. 
5, 5, 1. Slrab. 12. p. 549. EusUtb. ad Dionys. v. 766. Steph. Byz. 
V. XdXv/3e6j Plin. 7, 56, 57. Amroian. 22, 8.), Kupfer (auf Cypcrn : 
Strab. 14. p. 684. in Carmanien: id. 15. p. 726. bei den Massage- 
ten: id. 11. p. 513. in Armenien nnd Cappadocien, am Eu})hrat und 
im Caucasus: Ezech. 27, 13. 14.)^*), Galmei (auf Cypern: Galen. 
ni(i T. unXmp tpagfi. T. XU. p. 219. Kiihn. Plin. 34, 10, 22.), 
Edelsleine, besonders Sappbire, Sarder'*^) u. Onyxe (in Indien: Cles. 
lad. c. 5. Herod. 1, 195. Strab. 15. p. 717 f. Arrian. Ind. c. 8. in 
Afia: Dioiiys. v. 1099. anf Cypern: Dioscor. 5, 116. Plin. 37, 1. 

4. 9. 10. 35, 15. 36, 22.) ^% Asbest u. Amiantstein, woraus Stdffe 
verfertigt wnrden, die das Feuer reinigte, aber niebt verzehrte (auf 
Cypern: Dioscor. nnd Plin. U. 11. auf Euboa: Strab. 10. p. 446.), 
Manner (in Bithynien, anf Chios u. anderwarts in Kleinasien : Strab. 

5. p. 224. 9. p. 424. n. s. w.), Zinnober (in Carmanien: Strab. 15. 
p. 726« Peripl. mar. Erythr. p. 16. in Cappadocien: Strab. 12. p. 
540. in Papblagonien bei Sinope : Strab. 1. 1. u. 3. p. 144. Plin. 35, 
6, 12.)»«), Arsenik (in Carmanien: Strab. 15. p. 726. Nearcb. Pe- 
ripl. p. 22.), Sandyx od. Mennig (in Armenien: Strab. 11. p. 529.), 
Sandarake (woraus auch eine mennigartige Parbe bereiiet wurde, 
bei Pompejopoiis in Cilicien: Strab. 12. p. 562.), Gips (der reinste 



92) Silber hatte Asien weit weniger, als Gold ; da es nun dock auch 
viele silbeme GeHisse und Gerftthschaften daselbst gab, besooders aber zu 
der grossen Menge von SilbermQnzen, die in Asien geprSgt wurden (vergl. 
Herod. 3, 95.), eine bedeutende Menge Silbers nOlhig war, so scheint 
dircb die Ph5nizier viel dieses edeln Metalies aus Spanien, dem Hauptfund- 
orte desselben, eingefiihrt wordeo zu sein. 

93) Denn hier ist unter Thubal und Meschech hOchst wahrscheinlich 
das Gebiet zwischen dem Schwarzen und Caspischen Meere zu verstehen. 
Vgl. HeeretCs Ideen L S. 762. 

94) D. h. nach Beekmami (Gesch. der Erfindungen 3. Bd. S. 132.) 
Lapis Lazuli. 

95) Nach Diod. 5, 52. u. Strab. 16. p. 779. soil auch Arabien herr- 
iidie Edelsteine liefem. £s hatte dieselben aber wofai nur durch den ilan- 
del aus Indien. 

96) Der (ilXvoq bezeidmet aber kier wohl nur eine rotke Erdart ge- 
riageren Wertbes, ah der naliirliche Zinnober ist, nflmlich unsem Rothel. 
Vgl. besooders Groskurd zo Strabo 12, 2, 10. Bd. 2. S. 457. 



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88 ZweiterTheiL Politische Geographic. 

aufCypcrn: Thcophr. de lapid. p. 13 f. Plin. 36, 25, 59.),■^K^cidc 
(eine besonders feine Sorte in Lycien bei Bnbon : Plin. 35, 17, 57. 
u. auf Rhodns), eine zum GoMpoliren unenibe.hrliche Sieinart (auf Sa- 
mos: Plin. 36, 21, 40.), Ciystall (in Bilhynien: Eustath. ad Dionys. 
V. 793. in Cappadocien: Slrab. 12. p. 540. in Indien: ib. 2. p. 98. 
15. p* 717.), Salz (besonders in Atropatene, wo sich grosse Salz- 
seen fanden: Strab. 11. p. 523. im Ponius: ib. 12. p. 546. 560 f. in 
Arabien: Plin. 6, 28, 32. 31, 7, 39.^0 ^nPhonicien, Pisidien, Lycao- 
nien, anf Cypernu.s. w.: Plin. 31, 7,39. Dioscor. 5, 125.), Naphtha 
oder Asphalt (in Assyrien : Strab. 16. p. 738. Curt. 5, 1. Ammian. 
23, 6. in Lycien: Plin. 2, 106, 110. Mesopotamien : Strab. 16. p. 
747. Palastina : id. 16. p. 763.) »»). 

§. 59. Die Bewohuer Asiens zerfallen, wenn wir bios anf die 
Kenntnisse der Alten Riicksicht nehmen , hauptsachlich der Sprache 
nach in 6 Hauptstamnie : 1) den Alt-Phrygischen^ wozu die Phrygier, 
Lydier, Mysier, Carier und andere Volker Vorderasiens bis zum Ha- 
lys gehoren, 2) den Semitischen^ welcher die Volkerschaften bis zum 
Tigris, die Cappadocier, Cilicier, Syrier, Assyrier, Chaldaer (in Ba* 
bylonien), Hebraer, Phonicier und Araber umfasste, 3) den Persi- 
schen^ den die Volker der pers. Monarchic zwischen dem Tigris und 
Indus ausniachten, 4) den Indischen^ wozu ansser den Volkerschaf- 
ten des eigentlichen Indiens auch die Sina und Seres gerechnet wur- 
den , 5) den Scythuchen , der alle , freilich hochst verschiedenartige, 
Volker des nordlichen Asiens, ndrdlich und ostlich vom Pontus Euxi* 
nus und dem Caspiscben Meere, umfasste, dere^ Eigentbumlichkei- 
ten die Alten nicht genauer kannten, und 6) den Celtischen^ wozu 
bios die aus Gallien eingewanderten' Bewohner Galatiens gehorten. 
Ueberhaupt finden sich bei den Alien keine Spuren einer auf den Un- 
terschied der Kdrperformen gegriindeten Eintheilung der Volker und 
Stamme in gewisse Meuschenracen mit ihren Unterabtheilungen. In 
dem Cliarakter der Asiaten zeigt sich ein grosser, hauptsachlich durch 
das Klima bedingter Un terschied ; im Allgemeinen aber waren die 
Bewohner Asiens auch schon den Alteu als trag, weichlich und Jippig 
bekanut. Wabrend die Bewohner des nordlichen, den Alten fest 



97) Die Stadt Gerrfaa m Arabia felix sollle ganz aus Salzsteio erbaut 
sein. S. anten §. 102. 

98) Genauere Nachrichten fiber die Verarbeitung dieser Prodakte und 
den Handel damit finden sioh unten bei der Darstellung der einzelnen Len- 
der und Volker, namentlich der Araber, Phdnicier, Indier u. s. w. 



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§. 59. Asien. Bewohner. 89 

^az unbekannten A$iens dn bloses Jagd-, Fischer* u. Rauberleben 
fShrten, die des raittlerir Asiens dagegen einem friedlich^en Nonaden- 
leben ergeben waren <Strab. 7. p< 300 ff. 311. 11. p. 492. 506. 508. 
a. s. w.) and sich in"^o fern dem Aage des Gescbichtsforschers enU 
Ziehen, nimmt dagegen da3 sudiiche and westiiche Asien ansre voUe 
Aafoierksamkeit in Aasprach, denn es ist a) die Wiege aller Kaltar 
and die Mutter aller Kiinste and Wissenschaften , b) die Stifterin 
aller jetzt in der Well herrschenden Religionssysieme , c) die Be« 
granderin des Welthandels, d) der Schaaplatz jden wichtigsten politi- 
soben Ereignisse, and somit aller dieser Beziehiungen wegen an^trei- 
tig fur den 6escl)]cbts- and Alterthumsrorscher der merkwiirdigste 
VVeltlheil. a) Indien (uiid wahrscheinlich aucb schon das den Alteo 
fast noch ganz unbekannte Land der Sinae oder das beutige China) 
besass schon in den nraltesten Zeiten einen h^hen Grad voa Kullur, 
and zeichtfete sich, wenn auch nicbt durcfa Belreibuug der hoheren 
Wissenschaften (Strab. 15. p. 701 f.), doch, durch grosse Kuostfer- 
tigkeit and Gewerbfleiss aus. (Strab. 1. 1. 709 f. 717. u. s. w.) Von 
ladien her scheint sich die hohere Kultar.iiber ganz Asten und ran 
da, namentlich von Phdnizien und Kleinasien aus, auch iiber Europa 
verbreilet zu haben^ denn aasser den, wahrscheinlich auch est von 
Indien aus kultivirten, Aegyptern waren es zunacbst Phonizier und 
Pbrygier, welche die Kultur in Griechenland einheimisch machten, 
welches nun wieder die Verbreiterin hoheret Bildung unter den Rd- 
nem and durch diese auch unter den ubrigen Volkern Europa's wurde. 
h) Nacbstdem ist Asien eben so gut das Vaterland des Bramaismus, 
als des griechischen Polytheismus , und da auch Moses, Confiitsee, 
Zoroaster, Jesus Christus und Muhammed in diesem Welttheil auf- 
traten and lehrten , die Wiege aller wichtigem , jetzt auf der Erde 
herrschenden Religionssysteme. c) Auch der Handel ging von Asien 
aos, indem di^ Karawanen der Araber und Indier bereits Asien in 
alien Richtungen durchzogen und die Phoniziscben Kauffahrer langst 
schon nicht bios das Mittelmeer, sonderh selbst den ausseren Ozean 
dvrchschifft und mit den entlegensten Kiisten Handelsverbinduogen 
angekniipft batten, ehe sich, , von ihuen angeregt, die Volker Euro-* 
pa's diesefii Industriezweige zu widmen . begannen ; und selbst die 
Aegypter scheinen, wenn auch nicht viel spater, als die Phonizier, 
doch erst nach ihnen Interes^e fur Schiffahrt und Handel gewonnen 
za haben. d) Eben so bekannt ist es, dass die dem absolutesten 
Despotismus huldigende Staatsform d^ asiatischen Reicbe nicht nur 
za vielen Emporungen und sbmit ;^u zahlreichen politisehen Umwal- 



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90 Zweiter Tbeil. Poliiische Geographie. 

ZQDgen und bSufigem Wecbsel der Dynaslien ^ sondern anch kiihDen 
und unternehmeDden Eroberern zur Grundung grosser uodmacb tiger 
Reicbe Veranlassong gab , und so seben wir dean in Asian die ersten 
sogenannten Weltreicbe (das Assjriscfae, Babyloniscbe , Lydiscbe, 
Persiscbe) sicb bilden, auf deren Trumnier erst das Mazedoniscbe u. 
spater das Romiscbe gegriindtst wurden, so dass auch in rein politi- 
scber Beziehung Asien derjenige Welttbeil ist , der die Bljcke des 
Gescbicbtsforscbers vor allem auf sicb lenken muss. 

§.60. Was nun aber die Einiheilung Asien& in einzelne 
Provinzeu betrifft, so sindbier dieZeiten derPersiscben u.Hdmischen 
Herrschafl als Hauptepochen fiir die Geographie dieses Welttheils an- 
znseben. Das den Persern unterworfene Asien, d. b. fast das ganze 
damals bekannte Land dieses Welttheils^ umfasste, ausserdem Mutter- 
lande Persis selbst, welched zu keiner Satrapie ^erecbnet wurde, fol- 
gende 20 Satrapien (vgl. Herod. 3, 90 ff.) : 1) Ionia, Aeolis, Doris, Caria, 
Lycia, Milyas und Pampbylia; 2) Mysia, Lydia u. Cabalia; 3) Hel- 
lespontus, Phrygia, Papblagonia, Cappadocia; 4) Cilicia mit Inbe- 
griff des spatern Armenia minor ; 5) Phoenice , Syria , Palaestina, 
Cyprus. (Die 6. Satrapie umfasste die afrikanischen Provinzen Aegy- 
ptus u. Cyrenaica.) 7) Die fast ganz onbekannten Volkerschaflen der 
Sattagydae, Gandarii^ Dadicae und Aparytae, die aber wahrscbeia- 
licb an den Grenzen von Persien u. Indien zu sueben.sind^^); 8) $u- 
siana nebst dem Lande der Cissii ; 9) Babylonia u. Assyria ; 10) Me- 
dia ; 11) das Gebiet der Caspii, Pausicae, Daritae und andrer wenig 
bekannter Volkerscbaften an der siidlicben Kiiste des Gasp. Meeres ; 
12) Bactriana ; 13) Armenia ; 14) Drangiana, Carmania, das Land 
der Sagarlii, Sarangae u. s. w. und die Inseln des Pers. JHeerbusens ; 
15) das Land der Sacae u. Caspiri am ostlichen Ufer des Casp. Mee- 
res; 16) Partbyene, Cborasmia, Sogdiana und Aria; 17) das Land 
der Paricanii und der Aetbiopes Asiatic! siidlicb oder siidwestlich vop 
den Indiern ; 18) das Gebiet der Matieni, Saspires u. Alarodii, stid- 
westlicb Yom Casp. Meere; 19) das Land der Moschi, Tibareni, Ma- 
crones, Mossynoeci und Mares (im spatern Pontus und eiAem Tbeile 
von Paphlagopien) ; 20) India, so weit es den Persern unterworfen 
war ^^). Was aber die Zeiten derRomiscben Herrscbaft betrifft, mit 
denen wir es bier zunacbst zu tbun baben, so waren unter Augustus 



99) Vgl. Bd. 1. S. 84. Note. 

100) Das Nflhere iiber diese persischen Satrapien nacb Rerodot siehe 
Bd. 1. S. 82fr. Note 26. 



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§.^. Asien. Eintheilang. Lander. 91 

Aegiemng berelts folgeBde Lander Asiens zu romischen PcoiriiizeB 
gemacbi: Jlsta (nat i^o^V'^) odcr j^sie proprie dicta (d. h. Mysia 
nit Hellespontos and Troas, Aeolis, Ionia, Doris, Lydia, Caria, 
Phrygia), seii den J. R. 624. , Bith^ia seit 679. , womit seit 690. 
ancfa die Provinz Ponttu nebst einem TbeHe von Papblagoniea yer^ 
einigt war^ CiHcia (mil Isauria and Pamphylia) sell 687.9 Syria seit 
691., wozu 7ti9. anch Judaea gescblagen warde^), Cyprus ttii 697., 
Gaiatia (mil Lycaonia nnd^inem Theile von Paphlagonien) seit 730. 
Daza kamen unter den folgenden Kaisem noch : Cappadoda u. Cmnr 
megene im J. 7714 unter Tiberius, Lycia (mit Pamphylia yevemg^) 
nnler Ciandius, Arabia petraea im J. 858., Armenitt minor y welches 
vabrscbeinlich zu Cappadocien gescblagen warde, and Mesopotamia 
im J. 867.1^), Assyria im J. 868., sammllich unter Trajanas, so dass 
zn den Zeiten der Antonine ganz Asien hinsicbtlicb der.Herrschaft 
etwa so vertbeilt war : /. den Romern anterworfen waren die Land- 
scbaften Pontns, Paphlagonia, Bitbynia, Asia (imengem Sinne: 
siebe oben), Lycia, Gaiatia mit Lycaonia, Pamphylia mit Pisidia, 
Cappadocia, Armenia minor, Cilicia, Syria, Conraagene, Pahnyrene 
(mit Tracbonitis), Jndaea mit Idumaea, Aurabia (Peraea and Petraea) 
and die Inseln Cyprus und Rhodus. //. Den Parthem geborcbten : 
Mesopotamia, Babylonia, Assyria, Media, Parthia, Hyrcania, Mar- 
giana, Aria, Drangiana^ Aracbosta. Selbststandige Staaten waren 
(aasser den eigenUicb anch freien and nor dem Namen nach der romi- 
schen Herrscbaft nnterworfenen Gebiet der Isaurier u. Pisidier) Sar- 
matia Asiatica, Colchis, Iberia, Albania, Armenia maior, Arabia de- 
serta and. felix, Susiana, Persis, Carmania, Gedrosia, Paropamisa- 
dae, Bactriana, Sogdiana, Sacke, Scythia intra and extra Imaam, 
Serica, Sinae, India extra and intra Gangem nebst der Insel Tapro- 
bane. Als spater unter Constantin d. Gr. eine ganz neae Eintbeilung 

1} Judaea bekam spUter wieder eigene KOnige, wnrde aber imJ. 797. 
(44. D. Cbr.) unter Claudius abermalseine von rOmischen Statlhaltern ver-* 
waltele Provinz. Das NsJiere iiber alle dergleichen VerMnderuugen in der 
Lage und Verfassnng der einzelnen Provinzen siebe uaten in den kurzen 
Uebersicbten der Gescbichte der einzelnen Llnder. 

lb) Sowohl Armenien als Mesopotamien warden spater im Jahre 870. 
(117. n.. Cbr.) vom Hadrian wieder an%egeben, mid ersteres erhidt eigene 
ROnige, letzteres aber ward wieder den Parthem iiberlassen. Beide schci- 
nen, eben so wenig als Arabien and Assyrien, das spSlter auch von den 
Parthem in Besilz genommen wurde, eine wirkliche IVovinzialeinricfatung 
gehabt za habeu, sondiera mir ein6 Zeit lang von rOmischen Statthaltem 
venraltet worden zu sein. 



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92 Zweitcr Thcil. Politisehc Geographic. 

des r6mischen Reichs in Prafecturen ,, Dioceseii und Provinzen ei^ 
folgte, and die bisherigen grSsseren Provinzen in mehrere kleinere 
zerlegt warden, bildeteh die der rom. Herrschaft nnierworfenen Lan- 
der folgende 3 Diooesen der Praefeotara Orientis : 1) Dioecesis Orien- 
tis in 15 Provinzen getheilt, namlich: 1) Palaestina, 2) Phoenice, 
3) Syria prima, 4) Cilicia, 5) Cyprns, 6) Palaestina salalaris oder 
teriia, 7) Palaestina secanda , 8) Phoeoice Libani , 9) Eapbraiensis, 
10) Syria salataris, 11) Osrho^ne, 12) Mesopotamia, 13) Cilicia se^ 
canda oder Trachea, 14) Arabia petraea , 15) Isaaria. 2) Dioecesis 
Asiae oder Asiana mit folgenden 11 Provinzen: 1) Asia Proconsala- 
ris^), 2) Heliespontas, 3) Instflae '*^), 4) Pamphylia, 5) Lydia, 6) Ca- 
ria, 7)Lycia, 8)Lycaonia, 9)Pisidia, 10) Phrygia salataris, II) 
Phrygia Pacatiana. 3) Dioecesis Ponti ebenfalls in 11 Provinzen, 
B^mlich : 1) Bithynia , 2) Galatia , 3) Cappadoeia prima , 4) Paphla^ 
gonia , 5) Honorias ^*) , 6) Galatia secanda oder salataris , 7) Cappa- 
doeia secanda , 8) Pontas Polemooiacas , 9) Helenopontus , 10) Ar- 
jnenia prima, 11} Armenia secanda. 

Wir folgen bei der geograpb. Darstellnog der einzelnen Lander 
Asiens ihrer natiirlichen Eintheilang, nicfat der romischen Provinzial- 
verfassnng, and beginnen mit Kleinasien. 

§. 61. A s i a in I n o r 

Oder Kleinasien hatte eigentlicfa bei den Alton gar keinen allgemeinen 
Namen, wenn man nicht die spater iiblich gewordenen, aber doch 
nicht ganz Kleinasien amfassenden Benennungen 'j4aia i^ iv%6s tov 
"JXvoe (Str^b. 12. p. 534. 17. p. 840.) and ivtoe tov Tavgov 
(Strab. 11. II. and 13. p. 587. Eastath. ad Dionys. v. 620. u4sia cis 
Taurum: Liv. 37, 45. yisia intra Taiirum: Eatrop. 4, 2.), oder die, 
besonders seit den Zeiten der Romer gebraacUichen , Vo/a ij. idiia^ 
naXov/iivfj (Strab. 12. p. 577. Ptol. 5, 2. ^sta Ptopria od. proprie 



2) oder Asia xctr iloxrjv^ d. h. die Westkiiste Kleinasiens vom Vgeb. 
Lectam bis zar MOndung des MSander^ oder der grdsste Theil des alten 
Aeolis and loniens, nebst angrenzenden Theilen von Mysien und Lydien, 
so dass also von da an die DiOcese Asiana und die Provinz Asia wohl zu 
unterscheiden siod. (VergL Notit. Imp. 1.) 

2b) Denn aaeh die zu Kleinasien gehdrigen Insein bildeten jetzt eine 
eigne Provinz mit der Hauptstadt Rbodus. (Eunapius in Maximo p. 101. 
ed. Plant.) 

2c) d. h. der norddstlichste Theil Bithyniens, der aber von Justinian 
zu Paphlagonien geschlagen wurde. 



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§. 6L Asia Minor. 93 

iieta : Plin. 5, 27, 28.), auch schlechlliin Asia (Qic. pro Flacco 27. 
pro le^. MaD. 6. Nep. AU. 6. Liv. 26, 24. Eutrop. 3, 14. 4, 6. 18. 
n. s. w. vergl. mit Strab. 2. p. 126.) 3) als solche getlen lassea will. 
Dcr Name Asia Minot (Oro^. 1, 2. *Aaia f] jumQci ; CoDslant. Por- 
phyr. de prov. them. 1,1.) ab^ivurde erst seit dem 4. Jabrb. n. Chr. 
lEblicb ^^), £s isl jene westliobe , die Fortsetzung des armeniscbea 
HochlaDdes bildende Halbinsel (Strab. 11. p. 492. 12. p. 534. Pliu. 
6, 2, 2. Curl. 3, 1.) Asiens, welcbe gegcn W. an das Mare Ae- 
gaeom, gegeo N. an den Hellespontus, die Propontis, den Bosporus 
Tbracicas und den Pontns Euxiuus, in NO. und 0. an Armenien 
(von dem es ,die Fliisse Pbasis nnd Euphrates und ein zwiscben bei- 
den hinstreicbender Zweig des M. Paryadres treunten), in SO. an 
Syrien (von dem es der M. Amanus ^scbied), und gegen S. an das 
Mare Internum, in seinen einzelnen Tbeilen aucb Cilicium und Pam- 
pbfiium genannt (s. oben S. 21.), grenzte, und jetzt Anadob\ Na- 
tolien (i2 'Ava%oXfi)y auch die Levanie beisst. [Die mittlere Lange 
des Landes von W. nach O. betrug gegen 145, die mittlere Breite 
¥on N. nach S. etwa 80 g. M. -^), der ganze Flacbenraum gegen 
11,000 DM.] 

Das bis gegen 4000 F. ansteigende, iiberall von Gebirgen durcb- 
zogene n. durcb eine Menge von Flussen und Bacben bewasserte Land 
bt eins der firuchtbarsten der ganzen Erde^ und auf 3 Seiten vom 
Meere umgeben, zu Handel und Schiffahrt vorziiglicb geeignet. Das 
Klima ist, durcb eine Menge Gebirge gemassigt, im Ganzen das mil- 
deste nnd gesiindeste, nnd bios die siidlicben Kiistenstricbe Cilicjens 



3) Obgleich die rffmische Provinz Asia eigentlicb nicbt ganz Klein- 
asieo, sondem nur den westlicheo Theil desselben umfasste. S. obeo 
S.91. • 

3b) Doch findet sicb der ibm entgegengesetzte Name Asia maior als 
Bezeicboong des ()stlichem Asiens scbon bei Justin. 15» 4, 1. 

4) Die grOsste Lfloge (etwa 170 M.) ist an der NordkOste vom Helle- 
spont bis zum Pbasis, die geringste (etwa 140 g. M.) an der Sfldkaste von 
der Insel Rhodus bis zum Sinus Issicus ; die grOsste Breite (90 g. M.) im 
W. vom Vorgeb. Garambis^am Pontus Euxinos bis zum Vorgeb. Anemu- 
riun am Mittelmeere, die kleinste dagegen (60 g. M.) im 0. vom Sinus 
Amisenns iies scbwarzen bis zum Sinus Issicus des Mittellilnd. Meeres. Die 
Uteren Griecheu (wie Herod. 4, 38. Apollod. ap. Strab. 14. p. 677. u. A. 
Tgl. 1. Bd. S. 80 f. besonders Note 25. u. S. 242.) gaben Kleinasien eine 
ganz falsche, nilmlich dreieckige Gestah, indem sie glaubten, dass Asien 
zwiscben Issns und Sinope nur eine ganz geringe Breite babe, die gleicb- 
sam die Spitze dieses Dreiecks bilde. VgL Bd. 1. S. 242. 



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94 Zweiter Theil. Polriische Geog^raphie. 

und Pamphyliens habeo, besooders da die nahen Grebirge die beissen 
Sonnenstrahlen zurdckwerfen nod dem kahtenden Nordwinde den Za- 
gang yerspeiren, in den Sommermonaten ein sebr heisses^ selbst der 
Gesundheit naehtbeiiiges Klima, w&bren^.das bohere Gebirgsland, be- 
sonders Cappadocien, natiiriich eine^femlicK kalte and j*auhe Loft 
durchwebt. Doch aucb in den rauhesten Gebirgslandern giebt es berr«* 
ticbe, frucbibare Tbaler, z. B. in Pontus und Pisidien ; so wie dage- 
gen auch Ciiicien, trolz seines sebr beissen Kiimas, bei seinem Ue- 
berflas^ an Gewassern zu den fruchtbarsten Landern Kleinasiens ge- 
bdrt. Dabei tragi nnterirdiscbes Feuer nicbt wenig znr Frucbtbarkeii 
des Bodens bei, und maeht besoiiders die Slriche langs des Fi. Maan* 
der zu den gesegnetsten des Landes, wird aber auch der Grnnd baa- 
figer Erdbeben, die besonders die West- und Siidkiiste Kleinasiens 
beimsuphen^''). Am deutlicbsten verrlLtb sich der vulkanische Cha- 
rakier des Bodens in der zwiscben Mysien, Pbrygien u. Lydien gele- 
genen und gewobnlicb zu letzterem gerecbneten Landscbaft Ka^a- 
xexctviiUvf] (die durchbrannte : vgl. §. 63.) , die aber, obgleicb bios 
von ascheabniicber Erdc bedeckt, docb berrlicben Wein in grosser 
Menge hervorbrachle. Ueber die Frucbtbarkeii Kleinasiens im Allge- 
meinen vergl. Cic. Manil. 6, 14. Slrabo 12. p. 572. n. A. 

Die den Alien bekannten Produkte des Landes waren -~o) im 
Pflanzenreicbe : trefflicber Wein (besonders auf den Insein Chios, 
Lesbos, Cyprus und Rbodus, aber aucb in Lydien, Ciiicien, Carten 
n*. s. w.), Oel ^), Obsi ^) und Sudfriicble (besonders auf den Insein 
Cyprus, Rbodus u. s. w.), Gelreide aller Art, namentlicb vorziig- 
licber Waizen, Hirse (in Ciiicien und Pontus), Flachs (auf Cypem), 
Satan (in Ciiicien, der besste des Alterthums), Styrax • Gummi (be- 
sonders in Pisidien), Mastix (auf Chios), Badescbwamm (in Lycien) 
u. s. w. ; wahrend' die grossen Waldungen (vorziiglicb in Ciiicien, 
Lycien, Bitbynien, auf Cypern, Rhodus u. s. w.) trefflicbes Holz 
zum Schiffbau gaben. b) Das Thie^reicb lieferte besonders trefflicbe 
Wolle von den grossen Scbaafbeerden loniens, Lycaoniens und Gala- 



4b) Das scbrecklichste Erdbeben, dessen die Alten in diesen Gegen- 
den gedenken, fand anter der Regierang des Tiberias im J. 17. nacb Chr. 
Statt, und verwastete in einer NachM2 blObende Stadte. Vergl. Tac. 
Add. 2, 47. 

5) Nnr in Cappadocien kam der Oelbaum nicbt fort; sonst gedieh er 
in alien Provinzen KJeinasiens. 

6) Pontus 1st namentlicb das Vaterland der Rirscben, die bekanntlich 
LucuUus im J. R. 680. von dort nacb Earopa verpflanzt baben soU. 



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§. 61. Asia Minor. 95 

Cieas, wonmter wohl auch die WoUe der galatischen Ziegen (vou der 
Sudt ABcyra noch jetzl Angora- Ziegea genannt) mit verstandep 
worde, nnd Cappadocien fahrte eine Menge^ besonders als Kutsch- 
pferde beliebter, edler Rosse aos. Mit Austern versorgte di« Kiiste 
deft HeUespeals and der Propontis in Mysien. Trefflichen Honig er- 
zengte namentlich die Insel Gypem. c) Das Mineralreich lieterie^ mit 
Ansnahme des Quecksilbers , alle Metalie, besonders viel Kupfer 
(rorztiglich im Gebiete des Euphrat bei Zimara and Aualiba in Klein- 
aimeoieD) , Eisen and Stabl (aas den nordlicben Gebirgen , namenfc-- 
lieb bei den Chalybes ^ im ostlichen Pontus) , aber nur wenig Gold 
and Siiber (in der Landscbaft Troas and im lydischen G'eb. Tmolus), 
ferner Edelsteine, Krystall, Alabaster (vgl. §.68.), scbone Mar- 
morarten (auf Pares, Chios, bei Synnada in Pbrygien u. s. w.), 
lajos Assins (s. unten bei Assns §. 62.), Zinnober (Mennig) and 
Stndaracb (in Cappadocien and Paphlagonian) and eine grosse Menge 
Salz (besonders in Pontns , Pisidien and Lycaonien). Der Pactolus 
in Lydien fiihrte Goidsand mit sich *)• 

Das Hauptgebirge des Landes ist der Taurus (s. oben S. 45 ff.), 
der, den Cfaelidonischen, Insein gegeniiber beim Prom. Saclrum be-, 
ginnend , sicfa in ostlicfaer and nordostlicher Ricfatung fast durch ganz 
Kleinasien faindnrchziebt, and es in 2 Halften scheidet, Asia cis and 
trans Taorum (s. oben S. 92.). Fast alie iibrige anter besondem 
Namen vorkommende Gebirge des Landes sind nur Zweige desselben, 
■ivlich im S. der Amama (j. Almadagh: s. S. 48.), der in Cilicien 
oberhalb des Sinus Issicus beginnt , wo er nur zwei schmale Wege 
nacb Syrien offen iasst (die sogenannten Syrischen and Amanischen 
P/orien , al SvQiai and al ^AfMtvideQ nvXai)y sich dann nordostlich 
gegen deuJBuphrat hinaufzieht, dann von diesemSlrome durchbrochen 
wird , and sich nordlicb von Arsamosata mit dem Antitaurus verei- 
■igt; im N. aber der noch hohere AnAtaurus selbst bis zum M. Ca- 
potes an der Grenze von Armenien (s. S. 45.)* Endlich findet sich im 
N. noch ein anderes, grdsseres Gebirge , das aber zum Caucasussy- 
stem gehort, der Paryadres (j. Kuttag: s. S. 56.), ein ranhes, 



7) Von diesen scbeioen die Grieehen tiberbanpt den ersten Stabl er- 
balten ond ibn deswegen nach dem Volke selbst x^^^^ genannt zn baben, 
welcfaen Nanen (chaiybs) aath die R<)mer beibebielten. Vgl. §• 75. 

8) Das Nabere fiber diese Prodokte s. anten bei den einzeinen Lttn- 
den. Vergl* aacb oben die allgemeiae Uebersicbt der Prodokte Asiens 
I 58. S. 80 ff. 



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96 Zweiter Theih Politische Creographie. 

kaltes 9 bis in den heissen Sommer hinetn mil Schnee bedeckles , and 
die beiden eben genannten an Hohe fibertreffendes Geb. ') , das , den 
Ha^ptriicken Kleinasiens bildend , nordo'stlich am linken Ufer des 
Pbasis beginnt, nnd sich parallel mit dem Pontus Euxinus durch Pon- 
tas and Kleinarmeoien binzieht, wo es mit dem Scoedises oder Seor- 
discus (j. Tekies oder ein Theil des Tschitscbekdagh : s. oben S. 57.) 
and durch diesen mit dem Capotes M. oder Antit^aras zasammen- 

Kleinere Gebirge and einzelne merkwurdige Bergspitzen »* von 
denen , weil sie mehr isolirt erscheinen , bei den betreffenden Land- 
schaften die Rede sein wird, sind: der Olympus in Mysien (§. 62.) 
and Bithynien (§. 73.^, der Ida and Temnus (§. 62.), der Mesogis, 
TmobiSj Sipylus nni Mimas (§. 63.), Latmus and Phoenix (§. 64.), 
Daedala, Cragus^ Massicytus and Climax (§. 65.), Argaeus (§. 68. 
vgl. oben S. 45.^, Sardemims (§.70.), Dindymus \x. Cadmus {%^7\.)^ 
der Olgassysy der galatische Olympus^ Adorens a. Magaba (§. 72.) 
Arganthonius (§. 73.) , Cytorus (§. 74.) , Teches (§. 75.) a. s. w. 

Vo rgebirge ^^). a) Am Pontas Euxinus and der Propontis : 
Prom. Hieron Oros (j. Yoros od. Jorss) , Zephyrium (Scfira od. Zc- 
freh), lasamum (Yassun), and Heraclium(Cbfklti Buran od. Termeh) 
in Pontas; Syrias od. Lepte (Prom. Parvum, j. Indscbe) and Co^ 
rambis (Kerempe) in Paphlagonien ; Posidium (Baba), jRrom. nigrum 
(i^ jUtiXaivaaxQa^ j. Tschili), Acritas (AkriU^ and Posidium (Boz- 
bnran) in Bithf nien. b) am Hellesponlas : Abarnos, Trapeza, Dor- 
danis oder Dardanium (j. Barbieri od. Kepos Bumn) and Rhoeteum 
(j. Intepeh) in Mysien. c) am Aegaischen u. Icarischien Meere : Si- 
geum (Jenischeer), Ledum (Baba), Cane (Colon!) a. Hydra (Fokia) 
ebenfalls in Mysien; Melaena (Kara Barnn), Argennum (Cap 
Blane), Coryceum (Koraka oder Karko), Myonnesus (Hypsiloboa- 
nos) and Mycale oder TrogyUum (Sta Maria) in Lydien ; Posi- 
dium (Arbora?) and Triopium (Krio) in Carien. d) an der Slid- 
kiiste oder dem Mare Intemam : Aphrodisiumj ^uch Cynossema oder 



9) Doch hat aach der Paryadres keinen ewigen Schnee und keine 
Gletscher aufzuweisen, wie denn ttberhaupt ganz Kleinasien kein Gebirge 
enthalt, das sich mit den Alpeo, Pyrenften, dem Caacasos n. s. w. messen 
k((nnte. 

10) Das Nnhere aber alle diese Gebirge s. oben §. 56* an den ange- 
gebenen Stellen. 

11) Von alien diesen Vorgebirgen inrd bei den einzehien Landsehaf- 
ten genaner gehandelt werden. 



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§. £1. Asia JMinor. 87 

Om^^fuOAos Q. Akpo) ie Carien; Peialian'(Bokimskihi)\, Prom. 
Smetum (Iria), PfoAi. Sacrum odejr Chetidonumi (Cheiidoiii) in Lf- 
dea; LeueoUa (Kafa Bnnra) ia PamphylieD; Anmnurium (ADemar)^ 
Mjflae (Cavaliare), Sarpedania (Lissan), Zepkyrium Dd«r Corydum 
(Zafra?) tmi Januaria (Karadascb) in Cilicien. 

flauptfiiiss e^<) ia der Bkbbiag von O. nack W. A) StromgO'»> 
\mX des Ponitts Eoxiaus: 1) Asr'Phasit (o ^ainSj aa6h ^datc: He- 
siod. Th. 340. Heeat. fr. 187. 339. Atwch. fr. 177. Find. P. 4, 376. 
L2, 61. Herod. 4, 37. 4i. 86. Xen.Anab.4, 6, 4.Strab. 11. p. 49& 
sua »39. Ptol. 5, 10. Soyl. p. 25. Hada. Pol^b. 4, 56. 5, 55. Arriaa. 
Peripl. Poatj £ax. p. 7 afq. Huds^ Dionys. r. 691. Slela 1, 19, 12. 
Plia. 6, 4, 4. 19, 4, 19.'8); j. Rioni oder Rion, aberaock Fachs)% 
ik der adrdostliche Greazfinia Kleinasiensgegea Colchis wichiig*^). 
Br konuat aas dem sodBchen Theile der Moschid M. kerab (Plin. 6, 
4, 4. SoUa. ۥ 20.)^^), .b^isst Anfaags Boitt (Procop. B. Pars. 2, 



12) Von den kleineren, bios einer Provinz angehOrenden FlQssen 
wird unten bei der Beschreibung def einzelnen I'rovinzen die Rede seln. 

13) Naeh Psendo-Plot de flav. s. v. Pkasis u. EasUth; ad Dioitya. v. 
V. 689. war.seia alter Name jirttunu^ and den Namen PWis eriaek eit 
ersi voa der gleiohaamigen Stadt ao seinw MUndnng. Se^e Anwohner 
kidssen Oaokavoi {Xen. Anab. 4, 6, 3. Diod. 14, 129.)y and sein Name 
bat sich nocE in dem der Pasane (Pliasianae aves : s. oben S. 83.) erhal- 
ten, die schon die Argonauten von dort mitgebracht nnd in Enropa verbrei- 
lel habea sollea. 

14) Niokt iauner jad^ scJMint man ant dem Naaien Pkmsi* densely 
kea Scrom bezeicknet^o hakea. Der Phasis des Aesi^hylna sckeint der sp^ 
lore Hypanis oder heutige Kukaa zn sein (vgL Bd. 1. S. 28. Note ^*) aad 
der kei Xen. Anab. 4^ 6, 4. Tockommende Phasis ist ohae Zweilel &r 
Araxes, der auck kei Constant Porphyr. de admia. imp. c. 45. (6. ""JEQai 
aoTfl^o^, fixov 6 0amg) keide Namen flkkrt. (Bei Rackmrd erseheial 
der Pkasis des Xenopkon als Nekeaflass des Araxes Namens Uiis.) 

15) Ekemals wurde er f&r den Greazflnss zwiseken Asien^and Eon^a 
gdbakea (Aeseh. fr. 177. ex Arriani Peripl. P. Euz. p. 19. Huds. -Herod. 
4,40. Plato Phaed. p. 109. Steph. Anonymi Peripl. Ponti in. Procop. D. 
Golk. 4, 2. 6. a. A. vgL okea S. 39.); vermathiich weil er der Endpankt 
der Schiffidirt aaf dem sckwarzen Meere war. (VergL Strak. 11. p. 497# 
Bastatk. ad Dioays. 687.) Aack war man Anfangs fiber seine Itfiadaag 
aiekt in Klarea, iadem Ehiige, #ie Hecataens a. Piadaras 11. U., aoeh aa 
eiaea ZasamsMakang desseiken aut dam ftnssera nOrdlieken Ozean daehAea. 
VgL Bd. 1. & 37. a. 55. ^ 

. ; 16) Nadk Strako L I Dionys. r. 694. Prise, v. 675. a. Si^oL Apol- 
lea. 2, 401. eatspriagt^er tad ixm Anaeniseken Geb.>, was freiBeh eine sebr 
ailgeiaeiae BestiBuanng ist. ApoUaniis seibsl bust ikn in dem Gebiete der 
IL ^ 7 



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96 Zweiter Theil. Polifclscbe Geographic. 

!29.), nimmi dana den' RfaioD (von wdehem.jetzi anch der HanpUtrodi 
seineu Namen hat), Olaucus (j. Dscheoiskali) a. Hippos (j. Abaseie) 
in sieh auf (Strab. 1. 1. p. 498. u. 500.)9 «Dd ergiesst sieh als sdriff- 
barer Flass (Strab. a. PUn. U. 11.) bei der Sudt Pfaftsis, Dach Ptol. 
nnterm 72^ 30' L. a. 45^ Br., in*s Meer. Sein L»af bt nicht aUza* 
lang^') und macht einen bedetttendeo sitdwestltcheD Bogen (weshalb 
Agathem. 2, XO, sagt, seine Quellen wMren nicht weit von seiner 
Mtindung), ist aber schnell und reissend (Strab. 11. p. 500. Apdlon. 
2, 40U OvitL Met. 7, 6. Ammiaii. 22, 8. Prise, v. 673.). Sein 
Wasser soil, vermulhlich bios weil er ein Fluss des hohen Nordens 
war, -nach Cland. in Eutrop. 2, 575. n. LaeaB. 2, 585. sehr kalt, a. 
nach Arrian. 1. 1. u. Procop. B. Pers. 2, 30. so leicht sein, dass es 
anf dem des Pontus schwimmt^*). ' 2) Der Acampsis (6 "Anaf^ffJtQi 
Xen^ Anab. 4, 8, 2. Arrian. Peripl. p. 7. Plin» 6, 4, 4. Procop. B. 
Goth. 4, 2.; j. Tschorak oder Tschoroka, aoch BitofDi), der naeh 
Procop. aus dem Armenischen Geb. zwischen Trapezus und Armenia 
minor entspringt, sich durch das Gebirge hindurchwindend erst ge- 
gen 0., dann gegen N., endlich gegen W. fliesst, und an der west- 
lichen Grenze ^es Gebietes der Lazi nut solcber Gewalt in die See 
hervorstiirzt, dass er eben davon seinen griecbischen Namen bekam.^ 
denn bei den Umwohnern selbst hiess er, ebenfaDs nach Prooop., 
Boas "). 3) Der Iris (o 7Qis: Scyl. pi 32. Strab. 1. p. 52. 12. 



Amaranti in Colchis, Aristot. MeL i, 13. (dem Procop. B. Goth. 4, 2« ob^ 
Geo. Ravenn. 4, 20. folgen) auf dem Caucasus entspringen, was aicbt he- 
fremden kaon, da die Moschici M. von Vietea als ein Zweig des Caucasus 
augesehen wurden. (Vgl. Ptol. 5, 9« u. oben S. 46.) Mehreres fiber seine 
Qaellen s. bei HesseL ad Vibium p. 163. Oberl. 

17) Nach Julius Honor, p. 697. Gron. betrug sein Lauf 800 MilL, 
me hUchst Obertriebene Angabe, die Reland^ in Diss, miscall. I. p. 10. nut 
Recht verwirft Richtiger giebt Aethicus Cosmogr. p. 719. seniea Lauf zn 
305 Mill. an. Vgl. Tzschuck. ad Mel. 1, 19, 12. 

18) Ueber andiere merkwOrdige EigenschaRen seines Wassers vergL 
Arrian. 1. I. 

19) Vermuthlich war diess ein KoUektivname fUr jeden reissenden 
Flass (vergl. oben beim Phasis S. 97.)) wie bei den Griecfcen Avxog; wes- 
halb auch Matmert VI, 2. S. 364. vemralhet, dass Strabo, der It. p. 529. 
an dieser ganzen KOste nur 2 FHlsse, erwShnt, den Phasis u. Lyeus, unter 
letzlerem den Acampsis verstehe, so dass Mxog nur eine griecli. Ueber* 
setzung des einbeim'ischen Namens Boas sei, welohen derseUbe Gelebrte in 
dem jetzigen Namen Batnn oder Bitami noch zu erkennen glaubt Aadere, 
namentlich Ptol. 5, 6.9 verwechsebi ihn mit dem Apsarus CAtpaQoq: Scyl. 
p. 32. Appian. Mithr. c 101. bei Ptol. I. 1. ^'Axjto^^og^ u. bei Plin. 6, 4, 4. 



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§. 61. Asia Miaor. 99 

f. 547. Ptol. 5, 6. Xen. Anab. 5, 6, 9. 6, 2, 1. Apolioa. 2, 965. 
Dionys. ▼. 783. Pliu. 6, 3, 3. 6, 4, 4. Val. Fl. 4, 600. AmmiiD. 
22, 9. p. 299. Bip.; j. Kasalmak, bei seiner Miinduog aber- Yecbil od. 
Vekil Irmak) entspringC aaf dem AotiUuirus ia den innern, oailichen 
Tbeilen von Ponlus, fliesst erst wesUtcb^ dann nordosUitb bei Neo- 
eaesarea, Comana Pontica und Amasia vorbei, uimmt bei Megalopolis 
den Lycus aof (Sirab. .12. p. 556;) ^^^)y und miindel sich in dem Ga- 
fiide von Tbemiscyra in den Sinus Amiseaus. £r ist kleiner. als der 
Halys (Apollon. 2, 368.), aber doch immer ein bedentender Strom, 3 
Plethra breit (Xent Anab. 5, 6, 3.), and bat einen langeu Lauf. Der 
ostlicfae Nebenfluss Lycus (6 Avxog: Strab* 11. p. 529. 12. p« 547. 
556. Pint. LneuU. c. 15. Plin. 6, 3, 3. 6, 4, 4. Ovid, ex P. 4, 10, 
47. j. Kulei Hissar) bat seine Quellen in Armenia minor, fliesst ent 
westlich, dann nordwesUicb duroh Nicopoliis (Hierocl. p. 703. ff^essel. 
Acta Mart. T. 3. lul. p. 46.) and einen Theii von Pontua, and ist fkst 
eben so bedentend, als der Iris selbst. 4) Der Halys (a .VAt;^, bis* 
weilen aach "Mvs; Aesch. Pefs. 864. Herod. 1, 72. Strab. 12. 
p. 544. 546. 560. a. ofier, Ptol. 5, 3. Xen. Anab. 5, 6, 9. 6, 2, 1. 
Arrian. Peripl. p. 16. Dionys. v. 784. Mela 1, 19, 9. Plin. 6, 2, 2. 
6, 3, 3. Curt. 4, 11. Liv. 38, 27. Ovid, ex P. 4, 10, 48. Am^ian; 
22, 9. p. 300. Bip. ^^) ; j. Kisil Irmak, d. i. der rotbe Fluss) ehtsprinfl 
an der Grenze von Grosscappadocien, Kleinarmenien and Pontus aof 
dem Armeniscben Geb. (Herod. 1. 1. Strab. p. 546. Dionys. v. 786. 
Prise, v. 757. Ovid, ex P. 4, 10, 48.) , d. h. da, wo der Scoedises 
and Antitanros zusammenstossiKn ^') , maebt einen grossen Bogeo, 

a. 6, 9, 9. Absaros), der nach Ptol. onterm 72<^ 45' L. and 43<> Br« (MMk 
Plin. 6, 9, 9. aof dem Paryadres) entspringt, aas der Vereinigqng zveier 
Arme, des Glaaoas and Lycus, eotsteht and sicb Qntena 72^ 20 L. nad 
44^ 40' Br. in^s Meer ergpesst. Dieser Apsarns aber, welcben wabrscbein- 
lieb aacb Xen. Anab. 4, 8, 1. meint (#. daselbst Bomem,)% and den Plin. 
6, 4, 4. ausdracklicb vom Acampsis tmterscbeidet, war ein anderer, onba- 
dentenderer KOstenfloss im Gebiete der Macrooes, der ticb nacb Arrian. 
Peripl. p« 9. 15 (soil beissen 5(t) Stadien sAdlicb vom Acampsis mOndet. 
Vgl. Mannert VI, 2. S. 306. 

19b) Ueber die VereinfguDg beider FlOsse 2 St Ostl. von der beat Stadt 
Sonnisa a. den Lauf dfes Iris Uberhaupt vgL HamiUorCs Researches in Asia 
laiau I. p. 340., wo sich p. 349. ftir den Iris aucb der NameTocat Sa fiadet. 

20) Nach Strabo p. 546. f&krt er setnen Namen von den Salxwerken 
ia seiner Nahe (vergl. auch Strab. p. 561.); was aber schoa Eustath. ad 
Dionys. v. 784. als eine willkahrliche Ableitung bezeicbnet, da Andere den 
Namen aneh ''Akvs ohne Aspirazion schrieben. 

21) Nor Plin. 6f 2, 2. Ulsst ihn am Fosse des Taoros entspriageii and 

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100 Zweiier TbeiL P^ilitisclie Geographie. 

iuievk et erat westlieh, dann nordlicb darcb Cappad«cif d if. Galatkn 
(bei.Sebastia und Tavium voiiei) flicsst, bildet dann die Grenze swi- 
scben Ponlus und Paphlagooi^n (Strab. 12. p. 544.)^^), and fiilll zwi- 
acben Amisas and Sinope (nacb Plol. anterm 64<^ SO' L. and 43® 10^ 
Br.) dareb mebi^re Mnndangen in die See (Strab* U. 11.. Arrian. Pe- 
ripl. p. 16. Peripl. Ponti Eox. p, 9. Hods.) ^3). £r ist dor gri>sste 
•Fluss Kleinasians a. nacb Xen. Anab. 5, 6, 0. ^wenigatens swei Sta- 
£ea breil. An seinemUfer erfochtCynia den enlscbeidenden Sieg aber 
Crdsus. (Vgl. Herod. 1, 53 sqq. 75 sqq. 84. Jaslib. 1, 7. Cic. Oliv. 
2^ 56. Lacan.'S, 272. Max. Tyr. 19, 5.) 5) Der Pktrihenius 
(6 ITa^&i'^iogj aach IlaQ&itf^sr Horn. II, 2, 854. Hesiod. Theog. 
344. Here^. 2, 104* Xen, Anab. 5, 6, 9. 6, 2^ 1. Sc7nin.v.2268qq. 
Strab. 12. p. 543. PuA. 5, l.^Arriaii. Peripl. p. 14. 15. Staph. Byz. 
p.528. Orid.ex P.4^ 10, 49. Aaimian.22, 9v p.299.Bip. ; j.Partine 
qder Bartan^-sn) eotspringt io PapbUgonien. auf dem Geb. Olgassys, 
bildet mit seinem nordwestlicben Laufe die Grenze zwiscben.Papbla- 
gonien and Bitbynien^ und fallt 90 Stad. westlich von der Stadt Aaia- 
atiis, nacb Ptol. unter OO^" 15' L. 43o 30" Br., in's Meer H). 6) Der 



voo S. gerade gegea N.- dorch Gataonien and Cappadocien fliessen^ iBdem 
e^ nacb Mawterfs Vermuthang (VI, 2* S. 455.) den sfldlich berauf durcb 
Tyana fliepsenden and nordwestlich von Gaesarea (Mazaca) miindenden Ne- 
benflass- des Halys, dessen alten Namen wir nichl kennen, der aber jetzt 
lechel Irmak (der grOne Pluss) heisst, fOr den Halys selbsl nahm. 

22) Nacb Herod. 1, 72. (Hesst er darcb das Gebiet der Cilicier (von 
denen allerdings ein Staoun in Kleinarmenien and einen TbeBe von Gappa- 
docien wohnte: vergl. unten §. 69.), and scbeidet dann das Gebiet der 
reebts von ibm w^hneaden Matieni von dem der Phrygier. Die ersteran 
aind nacb Manner i VI, 2. S. 453. die Gbalybes und andre robe Volker an 
^«fr Kttste des Pontoa ; die Pbrygier aber ^rstreckten sicfa allerdings in den 
Oltesteb Zeiten weit gegen 0. bis nacb Cappadocien; and so entbalt Hero- 
dotus Angabe nichts Falsches. Frflber (nater CrOsua) faatte der Halys die 

-Qrenze. ewiscbem dera lydiscben and niedisdien Retcbe gebildet (Herod. 1, 
72.) ; flberbaopt aber bediente man sich seiner an einer Hieibing Aaieas 
neben der in Aiia tii and tram Taurum. Ueber Asia ds a. irans Halyn 
vgl. oben S. 92. 

23) Nacb Apetlon. 2, 366. a. Dionys. v. 785. wire seine Mandang io 
der Nobe des Vorgeb. Garanibis, von welchem sie aber an 1200 Stad. Ofd. 
entferat ist Ueber seiae jetzige Bescbaffenbeit vgL besonders Homilies 
Researcbes in Asia ninor I. p. 296 f. and 325 f. 

24) Sein griechiscber Name ist wabrscheinlicb nar ans dem abnlich 
kfingenden ekibeifluscben entstanden; den griecb. ScbrifUteOern znfblg<e 
aber ibm deswegen , gegebea wprden, weil Diana gem in ibm badete 
(Seymn. v, 226 v^.) , oder an seinen Ufern jagte , oder wefl er darcb 



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§.6L Asia Minor. lAl 

SangariuB (o SayyoiftoQT Horn. U. 3, IVJf. 16, 719. flesbd.Theog. 
344. Scylax p. 34. Buds. Scymn. v. 234 sqq. Strab. 12. p. 543. 
563. 567. Bionys. v. 811. Ptol. 5, 1. PUn. 5, 32, 42. 6, 1, 1. Am- 
miMu. 22, 9. p. 298. Bjp.; naoh Scbol. ApolioB. 2, 724. auoh Zdy- 
yoQOC^ QAd nach ConsUnt. Porpbyr. 1, 5. Stiy/aQiQt bei Ovid, ex 
P. 4, 10, 47. Plin. 1. 1. n. Soiinus c. 43. auch Sagwrzs; j. Sakarja, 
Sakari, bei den Tiirketi Ayala) bat seine Quellen aaf dem M. Ado-, 
reos , einem Zweige des Didymus , bei dem Flecken San^a an der 
wesd. Grenze Galaliens (Strab. 12. pi 543.) nnterm 60^ 50^ L. 40^ 
5ff Br. (PCoI. 1. 1.), fliessi in sehr gekrtimmtem, erst sudosUichem, 
dann nordwestlicbem,. mid -endlicb nordliehem Laafe (Ptol. i. L) aos 
Galatien (bei Berezynlhns and Gordium vorbei) nach Bitbynien, des- 
sen Oslgrenze er friiher bildele, ebe das Land gegen 0* rergr^s^sert 
wurde (Strab. Scyl. U. U. ApoU. Rhod. 2, 724.), ist in seinem letz- 
ten LaoTe sefaiffbar (Strab. I. 1.), und miiudet sich nnterm 58^ L. 42^* 
45' Br. (Ptol. 1.1.). Nachst dem Halys ist er der grosste Flnss'dles^r 
Rnste, der besonders seines grossen Reichthums an Fischen wegen 
gerahmt wird (Liv.38, 18, 8.) ^^. Seine Nebenfliisse sind ostlich der 
Tkj/mbris oder Tembrogius (§. 72.), wesUicb der Ba^yi (§• 71.) u, 
GuUms (§. 73.) 2^). — B) Zum Stromgebiete des Propontis gebort 
besonders der Rhyndacus (o *Pw&a^6gf Scylax p. 35. Huds^ 
Strab. 12. p. 576. Ptol. 5, 1, Polyb. 5, 17. Apollon. Rhod. 1, 1165. 
Steph. Byz. p. 578. McU 1, 19, 3. PUn. 5, 32^ AO.^^ Val. Fk 3, 35. | 
j. Lnpad, End von sdner Vereinigung mit dem Snsughirli an Moha- 
lidseh, Mehnllitscb oder [aach Kruse] Mikalitza), welcher seine Quel- 
len am Fnsse des M. Olympus (Mela 1. 1.) in Phrygia Epictetus bei 
Azani hat (Stirab. n. Plin. 11. 11.)^^), nach Ptol. unter 57<> L. u. 40<> 
3ff Br., dann die Grenze zwischen Bitbynien und Mysien bildet, in 
seinem nordwestlicben Laufe durch den L. Apolloniatis (Ulubadsee) 
and bei Apollonla Torbeifliesst, bei Miletopolis den von W.'beriiber- 

hcbesde Gegeoden floss, oder ei^dlieh wegen seines saoften Lanfes u. bel- 
lea, reinen Wassers. Vgl. Jaiibert p. 236. 

25) Poeoeke (lU. S. 126.) faud ihn besooders reioh an Karpfen. 
25b) Hit letztarem wurde der Hauptstrom bisweilen verwechselt. So 

setzl z. B. Herodian 1, 11, T.^Pessioos in Galatien an den Gallus, welches 
bekaoBtlidi am Sangariiis selbst uofei*n geiner Quellen lag. Nach Leake 
Tour* in Asia min. p. 12. findet diese Verwechseluog nocb heutigen Tages 
Slatt, indem der Galhis bei- Lefke (dem ahea Leucae) auch Sakaria heisst. 

26) Nach Plin. L I. Mess auch er frOher Lyeus^ 

27) Plia. L 1. lasst ihn fUsehlich ans dem See Artynia bei Itiletppo- 
lis entspriagen*. 



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102 Zweiter Theil. Palitische Geographie. 

fliessenden Mac^stus od. Meg-lstuw (j . Sosaghiiii : s. §. 62.) anftiifliiBt*^),' 
und sich der kleinen Insel Besbicu$ (Bia/iinoc^ j* KaloliaiDia oder 
Ralolimno) gcgcnuber, uotcr 56* 2ff L. 41« 45' Br. fPtal.) miindet. 
Nach Val. Fl. 3, 35. soll.sein gelbes Wasser Doch ein grosses Stiick 
im Meere hinfliessen, eht es sich mil diesem venniscbt. An seineB 
Ufern erfocbt LucuUas im J. 73, v. Chr. dnen Sieg iiber die Trap- 
pen des Milhr^daies (Phit. Lnc. 11.). — C) Siromgebiet des Aegii* 
scben Meeres: 1) der Hemuts(o "Eg/nog: Horn. II. 20, 392. He- 
siod. Theog. 343. Herod. 1, 80. Strabl 12. p. 554. 13. p. 582. 584. 
621 f. 626. Plol. 5, 2. Nonnus 12, 124. Mela 1, 17, 3. PUn. $, 
29, 31. Claud, in Eotrop. 1, 214. ; j. Sarabad oder Kodos, Gbiediz 
Cbai) 3^) entspringi in Pbrygien auf dem Berge der Dindymena (H&- 
rod. Strab. 11. II.) nipht weit von Dorylaom (Plin. 1. 1.) *^), fliesst danor 
in sebr gekriimmtem, erst siidwestlicbem, dann nordwesUichem Laafe 



28) Der Scbol. a4 Apolloo. 1. 1, ssigt, d^r Rhyndacus' selbst babe.spX-r 
ter Megistus geheissen, Hir welche Meinnng man aach Po|yb. 5, 77, 9. 
aofiibit; aber Eustalb. ad Horn. II. 13, 771* versichert aasdrOcklich , dass 
er zu seiner Zeit noch immer Rhyndacus beisse. Ueber seinen Laaf and 
jetzige Bescbaflenbeit vgL besonders Hamilton*8 Researches in Asia minop 
L p. 83 ff. u. 93., der aach den beot. (mehrem FlOssen eigenen) Namen, 
Gjeak Sa and dessen Bedeutang (Regenw^ser?) anfUbrt, 

28b) Nach Hamilton' i Researches in Asia oiinor I, S. 108 f. ist der 
Gbiediz (wie gewOhnfich nach einer an ihm gelegenen Stadt benannt : vgl, 
unten §. 71. iiber das alte Cadi) eigentlich nur ein Nebenfluss des Hennas, 
dessen Name aber von den Tflrken nach seiner Vereinigung mit dem 
Haaptotrome aach aaf letzteren ttbergetragen wnrde; wie denn fiberhaapt 
bei den TQrken die FlUsse in den verscbiedenen Theilf^n ibres Laafes nacli 
den an ibpen iiegenden SUidten aach ganz verschiedene Namen za fUbren 
pflegen. 

29) Nach Ptol. aber etwas sOdlicber anter 60^ LI 40^ Br. Die Anga- 
ben des Sfr'abo a. PKnias wflrden jedoch im ofTenbar^ten Widerspruebe mit 
dnander stehen, wean das Geb. der Dindymene der Ak dagh ware, wof^ 
es sonst gewObnIich gebalten wnrde. Es ist aber vielmehr der Morad dagh, 
an dessen Fasse der Strom wirklich eotspringt, weshalb er aach io seinem 
ersten Latife Morad Dagbi Sn bcisst. Darch diese Annahme werden die* 
Qaellen des Hermns viel weiter nordtfstlich und Dorylllam nftber gebraibt, 
welches anf der andem Seile dieses Gebirges, aber freilich noch in ziem* 
licber Entfemnag vdn ihm lag. Vgi. Hamilton a. a. 0. S. 107 fS. Uebri- 
gens ist blei Strabo p. 626. statt "^TntTai di xtxt Mvalag 6 "EpfA^ bdcbsl 
wabrscbeinlich mit mebrern Codd. '^Qj^iTM di ano Mvuiag 6 *JS. za lesetf. 
Da n&mlich Strabo die Greozen Mysiens sebr weit gegen 0. ansdebnt, so 
konnte er wobi den Berg der Dindymene and die Qaellen des Hermns nocli 
in diese Landscbaft setzen. Vgi. Groskurd Bd, 2. S, 622 U 



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§.61. Asia Minor. lOS 

dirch RalakekaumetfK (bei 6ori«s) and dareh die grosse, fruchibare 
Efcene Lydiens (bei Magnesia amSipyios vprbei), a. fiHIi bei Temoos 
(Plb. 1. L) sIMdatlich Ton.Phocaa bei den* Myrtaeees Scopoli (Plin.), 
Bach Ptol. anter 57^ 30" L. 38* 45' Br., durch mehrere Mdndimgen in 
den aacb ihm benannten Sinns Hermaeus (j. MB.- von Smyrna: He- 
rod. Strab. n. ee.). Die IKebter lassen ibn Goldsand tnit sieb f&hren 
(Virg. Ge. %, 137. SiUns 1, 159. Mart. 8, 78, 5.)^°). Seine Neben* 
Insse sind anf dem recbten Ufer der Hyilus wtkALyeus (§. 63.), aiif 
dea linken der CogmnusnnA Poeiolus (ibid.) &*). 2) Der Mueander 
(d MmlwiQOQz Uom. II. 2, 869. Hesiod. Tbeog. 339. Herotd. 7, 
26. 30. Tboc. 3, 19. Xen. Cyr. 2, 1, 5. Anab. 1, 2, 5. Ag. 1^ 15. 
29. Strab. 12. p. 577 t. 13. 4>. 629. Up. 6,63. PtoL 5, 2. Pans. 
8, 2- Dionys. v. 824. Liv. 38, 17, 7. Mela 1, 17, 1. PUn. 5, 29, 
31. Flor. 2, 8.; j. Meinder oder Bojnk Meinder, d. i. der grosse M.) 
entopringt nnweit Gelaenae in Pbrygien (Xen. Anab. 1, 2, 7. Strab. 
Liv. U. U. Max: Tyr. 8, 38, 8.)^''), naeb Ptol. 1. 1, nnter 62o 30" L. 
39® 30* Br., flieast in slidwestlicher Richtnng mit vielen Krnmmun^ 
gen^) siidlicb neben dem Geb. Messogis bin (nacb Plin. I.'I. diirob 



30) Weleher naeb der Metnnng Biaiger ibm erst ans dem Pae^olns 
xvgefttbrt wnrde. Dodb vgk Drakenh. ad Silii 1. 1., nod Heyne ad Virg. 1. k 
Prokesek (DenkwflrdigL u. Erinoeniiigen aas dem Orient III. S. 48.) fand 
deo Hermus %^tonden von Sart 250 Scbritte breit und nirgeods ttber 3 
Pass tief. Vgl. aucb Richter]s Wallfabrlen iin Morgenlande S. 493. Naeb 
Ckamdier dagegen c. 21. S. 104.'ist er nicbt breit, abet tief. 

•SI) Plin. 1. I. filbrt uater seinen Nebenflttssen pocb den swOX ganz 
ttbekaantea Cryon oder Cryos aof. Vgl. §. 63. Note 49. 

32) Xenoph. 1. 1. sagt , dass der Maander seine Qnellen im Palaste 
des Cyrus bei Celana'habe, nnd den ibn umgebenden Park, so wie die 
Stadt CelaaS, durchfliesse ; der Harsyas aber, ein kleiner Nebenfluss des- 
selben (s. unten §. 71.) am kOnigl. Palaste zu Gelantt unterbalb der Akro- 
polis estspringe. MaxinHMTyr.l.I^aber, der die Quiellen selbst geseben bat, 
rersicbert, wie Strabo, dass der Maander and der Marsyas ans denselben 
QoeUea bervorfii^ssen, wabrend Plinias 1. 1. nnd mit ibm^Solinos c. 40* §«7. 
a. Mart Cap. 6. p. 221. den Maander aos einem See auf dem Berge ^uio- 
ertne entspringen lassen. Leake Tour in Asia min. p. 158 ff. glanbt, dass 
man dieae aicb scbeinbar widersprecbenden Angaben durcb die Annabme 
yer^ioigen kOnne, dass beide FlQsse ibre eigentUcben Quellen .wirklicb in 
jenen sebr bocb gelegenen See oberhalb Celana batten^ der seinen Namen 
wabrscbeiniidi von seinem zn FlOten sehr tauglicben Scbitf erbalten babe, 
nber an verscbiedenen SteHen des Berges nnterbaib des Sees zuerst zum 
Vorscbein kamen. 

33) Deber diesep Scblangenlanf des Maander vgl. Strab.. 12. p. 977. 
Ovid* Met 8, 162 sqq. Liv. 38) 13* Senee. Here. for. 683 sqq. Pboen. 



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lOft ZweiUrTheiU PaliUsQlie Geographic. 

d%8 Gebiet van Apamea and die Eomeiietiidieit iiii4 BacgfUclisdieB. 
Gefilde), nimmt inderNahe von (laodioea dea tod O.litrukerkoiib- 
pendon Lycas aaf, nod betritt oiui gchoil da beti^cfatU^beF Fliisa Ca; 
riea, das er in wesUiehdin Laufe darcbst^omt^ umsieh zwisoben 
Priene und^Myus der Ihsel Tragias gegeniiber, nach PioL unter 57*^ 
iff L. 370 iff Br. (nach Plin. 1. 1. 10 Siad. von Miletus), in's Icari- 
sche Meer zn miinden. £r isi iiberaU tief (Nieaias Chonataa p. 125. 
Liv. 38» 13.) » aber nicbt sebr breit, so daas aa mancbeo Stellen die 
Tiefe der Breite gleieb konunt, and daher, besondera da er sehir 
Wei Scblamm niit sich fiihri nad ansetot (Surab^ 12» p« 579. u. 14. p. 
636,)^ hur fur kleine Fahrzeage sohiffbar. Er. verursacbt hiu6ge 
Ueberscfawemmongen. Seine Nebenfliisse sind rechts : der Orgy^s^ 
Marsyas^ Cludrtis (§, 71.), Lethaeus, Gaes&n (§. 64.) f links: 
Obrimas^ Lycus (§. 71.), Barpasusy Mitrsya* (§. 64.). — D) Die 
Siidkiiste od. das Stromgebiet des Mare Iniemom 'enlbalt keine gdnrch 
limgea Laaf , wohl aber ein paar durch Breile and Tiefe aosgezeiebr 
note Fliisse. Die bedeuteadsten darunter smd : 1) der CalhU (iXaX" 
fiig: atrab. 14. p. 651. Ptol.5, 2. Melal, 16, l.»«), beiPlin.5, 28, 
29. u. Liv. 38, 14. Indus^^)\ j. Quingi od. Tavas), welcber anf dem 
Geb. Cadmus (Baba dagh) oberhalb Cybira eatspringc (Plin. 1. 1.), in 
^iidwestlichem Laufe Cariea durcbfliesst, eine grosse Ansabl kleini^r 
Flasse (nach Plin. nicht weniger als 60) in sicb aufnimmt, dadnrcb 
eine grosse Tiefe bekommt (Strab. 1. 1.), und westlich von Caunns, 
der Inset Hbodus gegeniiber, unterm 58<> 48' L. 36» 6' Br. (Ptol.) 
aicb mtindel, Er ist bei seiner Miindnng schiffbar.(Strab. 1. 1.). 
2) der Glaticus (0 FXavHog: Quint. Smym. 4, 11. Stadiasm. mar. 
m^gni §. 234. Plin. 5, 27, 29. ; j. Raiguez Blazarkhan), der auf dem* 
selben Geb. seine Quellen hat, dessen Lauf durcb Carien, unweit 
der Grenze Lyciens, ebenfalls einer sudwesUichen Ricbtung folgt, n. 
. der sicb 80 Stad. westl. vom Vorgeb. Pedalium in den naob ihm be- 
nannten Sinus Glaucus (Strab. 14. p. 651. j. MB. von Kaiguez) er^ 
giesst«*). 3) Xanihus (0 Sdv&osi Horn. U. 2, 877. 5, 479. Strab. 



605. Plin. 5, 29, 30. Vgl. aucb Spon and fTkeler I. S. 68. CAandim- 
€. 53. S. 246 ff. u.sA. 

34) bei Steph. Byz. p. 346. erscheint ein Kuk§i09 als iit^^ AvtUag, 
wodarch wohl nichts Anderes, als unser Galbis bezeicbnqt wird. 

35) Vielleicht hiess er im Innern des Landes Indus ^ a. nor in seinaa 
let^ten Laufe Calbis, (Vergl. auch Uarduin. ad Plin. und TzsohucL ad 
Melaell. IL) 

36) Pa der Stadiasm. 1. 1. die Mttndnng des Glaucas ausdrtlckiich 80 



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§. 6L AsU Hiii«f. ' MB 

14. p. 865. PloL &, 3; Dioeys. t. S48. Orjd. Met 9, 645. Meh 1, 

15, 3. ; j. Elscheo, EiseDidfe)^'), eoUpriDgt anf den Taaros, an der 
Greaxe zwisehen Lycien ond Piaidieo, liod iarehflieast als achiffba- 
rer, aber dot^ anr milleUmissjgtr' Flass in aiidweaUieher Rkbtang 
doe grosse Ebeoe (to Sdr&ior n^iioi^: anf weloker Harpagas die 
Lfcier besiegte : ^ Herod. 1, 176.), gerade in der Mitte too Lyeien 
(fiom. 1. 1.) ISngs dea Cragns. £r mfiodel sioh 60 Stad' sSdlieb von 
der glcScfanamigen Sudl und ebenaoweit Westt ven Patara (Stadiaam. 
§. 220v) 10 Stad. von einem Tempel der L^tona (%6 Affii^v: Strab. 
I. L). 4) Ctsinu (o Kiarpog: Strab. 12. p. 571. 14. p. 667. Ptol. , 
5, 5, Nieandri Alexiph. v. 401% Mela t, 14, 2. m); j. Dadenaa), ein 
•cUnarer Flnsa, der in Pisidien entapringt und siob naeh einem siid* 
iieben Lanfe in PampbyUrn, 60 Slad. anterbaib der Stadt Perge, de- 
rea Halbn er bildet, nacb Ptol. onterm 62^ 50" L. 36^.301 Br. in de|i. 
Sinns Pamphylios (MB. von Anialia) ergiesst. 5) Sams (o Ha^og: 
Xen. Aoab. 1, 4» 1. Strab. 12. p. 535. Ploi. 5,. 8. i^pian. Syr. c. 



Sud. westL vom Vorgeb. Pedalium (j. Bokbmadbi) aosetzt, so kann er 
kdi andrer, als der hentige Kalguezsein, der bedentendste Floss in die* 
9Ct Gegend, was aneb dadorcb wabrscheinlieb wird, dass man einen M^r* 
buen nacb ibm benanote. So wilre deon der Sinus Glaocus der Golf vOn 
Kaignez, ond ^eon wirklich die AHen den Sinus Glaocos mit dem Sinus 
Telmissicos (d. b. dem Golf von Makri) verwechselten (vgl. unten §. 65.)9 
80 scbeint bier bios ein Irrthom obzawallen, nach weichem man den Golf 
TOB Kaiguez als einen Tbeil des Golfs ?on Makri ansah. Es irren daber 
woiil Leake and FeUowiSy vpenn sie aOf ibren Kartea den Namen Glancna 
2a einem kJeinen, wjrklicb in den Golf von Makri sicb ergiessenden, (nacb 
Fellows Lycia p. 141. ganz unbedeutendem) KOstenfllisscfcen setzed,' und 
Ersterer den Kaiguez filr den Ajcon des Plinius nimmt (vgl. §. 64.)i Letz- 
terer aber, dessen Karle flberhaupt von alien andern mir bekannten auffaK- 
lend abweiebt, den beut Quingi oder Tavas gfinslicb ignorirt, und den ein- 
zigeavoa ibm angesetzten bedeutenderea Flosa Cariens, d. b. den Kaigoez^ 
ien er Dollomon Gbi nennt, f&r den Calbis erklSrt. (Vgl* Discov. in Lycia 
p. 96. ond 258.) 

37) Nacb Strab. I. i war sein aker ^ame 52r^e#; da nun Zirhi im 
Arab, nnd PbOnizi^eben retkgelb bedenlet^ so scbeint das griecb. Sat^^og 
bkw eine Ucbersetzong des alten eiabeimiscben Namens zu sein. (Vgl. Bth- 
ekarf* Caiiaaa p.'363.) Uebrigens vgl. aacb Fellows Dtscov. ia Lycia p. I2S« 

38) Vielleicbt gebOrt bierber ancb Solin. c. 38. p. 548. , wo wenig- 
steas Sahnasios atatt Oestros gelesen wissen will Cestros. Dieselbe Ver- 
sefaiedtenbeit der Lesart findet sicb aueb bei Mela i. I. Vergl. Tzsckuck. li^ 
1. p. 460. D^ft Namen selbst leitet Foss von neargov ab, so dass bei ibm 
dsMolbe VerblUtaiss Statt ftnde, wie beim Tigris, dessen Name ein Pfeil 
bedeolel. S..oben&-66. 



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laS Zweiter Th^iL P^iltsclie Geographie. 

4s, Lir. 33, 41. , Ibei Eastath. a< Dioiys. t^ 867. JShagacf' j* Sei^ 
ban, Sibuo) eDtspriogt'aaf ^em Taanis in CaUoaieu, d«ircbflieMt ia 
sodliehem Laafe die Stadt Comana Cappadociae, beriihri Adaaa in 
Cfiiciett, imd -AilH aulerhalb derselbcQ, nacb Plol. onlerm 68<> L. 36« 
30' Br. IB die See. Er war bei seiner Miindang 3 Pieihra (300 Fi^s) 
breit (Xeo. 1. 1.) mid schifbar (Procop. de aedif. 5, 5.). -6) Pyru* 
mu8 (6 UvQafJioQt. Xen.'Aoab. 1, 4, 1. Scylax p. 40. Strab. 1. p. 
59 f. 12. p. 536. 14. p. 675. Piol. 5, 5. Mela 1, 13, 1. Cori. 3, 
7. '*); j. GeibuD, Dsobeihan, Djyban) enispringt ebenfalls in Catao- 
^ men bei Arabissus (Strab. 1. I.) uoter 68<> SO' L. 38<> Br. (Ptol.), 
fliesst dann eine Strecke nnter der Erde bin, komoit als scbon sphiff* 
barer Flnss wieder henror, dotebbVicbt mil schrecklicheoi' Geiose den 
Taunts^®), and wendet nun seinen bisber 'siidljcben Lauf in Cilieiea 
jfegeii S^V;, big er sich uoter 66<> 15' L. 36o 30' Br. (Ptol.) bei Mai- 
Ids ia'a Meer ergieaat. Er war lief lind reissend (Tzelz. ad Lycbpbr. 
440.), ein Stadion (600 F.) breit (Xen. I. i.), i^nd einer der grossten 
FlJisse Rleinaaiens, der (nach Abalfeda Tab. Syr. p. 153.) selbsl 
dem Euphrat an Grosse wenig naehstand. Uebrigcas fuhrle er so yiel 
Scblamm mit siob, der 9icb an seiner Miinduog ansebte, dass nack 
eiaem alien Orakel durcb ihn einst die loselCypern mil demFeat- 
lande von Cilicien vereinigt werden soUte (Sirab. 1. p. 53. Euslatb. 
ad Dionys, v. 867.) ♦») 

Gescbicbliicbe UebersicbU Die ^testen Be,wohner 
Kleinasiens scbeinen syriscben Stammes gewesen zu sein. Zn die* 
•em Urvoike kamen scbon frnhzeilig fremde Einwanderer, tbeils auS 
dem W. (Tbracierond Pelasger), tbeils ans dem 0. (PhQurcier, As- 
syrier a. s. w.), vielleicht selbst Aegypter aus dem S.., die nan, mil 
jenen mebr oder weniger vermischl, verscbiedene Stamme bildelen, 
noler deneo die Cappadocier, Cilicier, Pampbylier, Pisidier a. Papbia* 
gonier^^) den 'gemeinscbafUiohen syriscbea, die Mysier (Teacrer)^ 



39) Nacb Stepb. Byz. p. 569. war sein alter Name jlevxoavQogj dea 
er von den Anwohnem, den Leukosyrem, fUhrte. ' 

40) Die Felstoscblocht, durcb welche er mit etnem donneriibBlieben, 
weitbiB borbaren GeV6$e bindnrcbbraoil, igt an maDcbenSlellep so scbnal, 
dass eia Hand hinflber springea kann; and AUes ^eigpl, dass eia.Erdbeben 
dem Strome diesen Aasweg dnrcb^s Gebirge babnle. (Strabo 12. p. 536.) 

41) Von den kleineren FlQssen, die nicbt raebrere Lander berttb^ 
ren, so wie von den Landseen wird bei den eiazeben Laadscbaften die 
Rede sein. 

42) Alicb die flUeslen Bewohner Lyciens , die Solymi nad Milyae, 
scbeinen zam syriscben Voiksstamme geb<)rt zu babea« S. UAten-§. 65. 



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§.6t. Asia Minor. 107 

Iftbnier (spKter Lydier), Billiyiiier, Career oad Pliiygier iber (die 
sefaoa zu den Zeiten des trojan. Krieges aaf einer ziemlich hofaeo 
Sittfe der Koltor siandeii) den gemeioschaftiichen tbraciscben Ur^, 
sprang' an dentlielisten verralhen. Die Pelasger wobnlen in einzel'^ 
Ben, zersfreulen Niederiassongen lings der Westkuste, ilind die Ph^ 
mder in ilen Handelsstiidtefi der Siidkiiste, nameollicli Cariens^ wUh- 
rend im NO. des Landes langs^s Pontas Enxinas von atlen bisher' 
genannten Stiiniiiien sdwobl als uoter einander selbst ganz verschie- 
itme, wabrscbeiolich vom Caucasus her eingewanderle scytbische 
Vdlkers'cbaflen. bauslen. In.dtm Zeilranme von 11<)0 — lOiOO. vor 
Chr. aber erfolgt^n , dnreh die Rtickkebr der Herakliden nacb Grie- 
ebeiilaDd veranlasst, neue und ausgedehnte Niederlassiingen der Hel- 
knen in Kleinasien, indem die Aeolier^ Dorier und lonier fast die 
ganze wesiiiehe Kus(e desselben besetzten, and bier eipe M enge der 
bliheDdsten Kolonien grundeten (Pfaocaa , Smyrna, Ephesus, Mile* 
taa, Halicamassus, Cnidus u, s. w., von denen aus sich aneh nber 
das enropaiscbe Griecbealand eine bobere Kultur verbreiteie), so dass 
aneh diese Kiislenstricbe von Mysien, Lydien and Carien die Namen 
Aeolis, Ionia und Doris bekamen, niit denen jedoch nie besondere 
Provinzen Kleinasiens bezeichnet wurden. Endlich erfolgte noch urn's* 
J. 278. vor Chr. die Einwauderung oelUscher oder galliseber Stamma 
(nainentlicb der Tectos.ager, ^olistobojer nod Troemer) in Rleinasien 
(Strab. 12. p. 566.), die sich in ganz Vorderasien aiisbreileten, nacb 
and nacb aber auf immer engere Grenzen ' beschrankt , endlich nur 
noch das Land zwiscfaen dem Saqgarius and Halys, oder zwischen 
Bilbynien , Paphlagonien , Pouius , Cappadocien und Grossphrygien, 
ak dn selbstsUindiges lleich unl^r dem Namen Galatia in Besitz bat* 
ten* Fassen wir nun das bi^er Gesagte zu einer allgemeinen Ueber* 
sidit znsammen, so fioden vfir in Kleinasien folgende Hauptstilmme t 
/. Senitisefaer Volksslamm : a) syrische Slamme c Cilices, Cappado^' 
ecs, Pamphylii; I^sidae, und (wenigstens zum Theil) Paphlagoaes u. 
Lycii. b) Pboenices (in den See- nod HaqdelsstMdten der Siidkiisie). 
//. Tbracischer , Volksslamm : a) AltvPhrygische Stamme: Phrygii, 
Cares, Lydii (sonst Maeones), Mysi jfmit den Teucris) und Bitbynii. 
I) belienisehe Stamme i Pelasgi ondLeleges, spater lanes, Aeoles, 
Dores. ///, Scytbische Volksstamme: Macrones, Chalybes, Dril<* 
he, Tibareni o. eine Menge andefer kleiner Volkers^haften am Pon- 
tas Enxinus. IF, CelUscber Volksstamm : Galatae. Diese verschie- 
ienen Stamme lebten in den friihesten Zeiten' selbststaadig und nn^ 
verbnaden tbeila unter eigenen Fiirsteny theils in repnbiikaniscfaen 



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lOB Zweiter Theil. PoliiUche'^eographie. 

Verfassiingeii. Erst spiter biyeten sieh darcb Unteijoohmig and Ver- 
. einigiiiig mehrerer derselben unter dasselbe Szepier gtossere Reiche* 
Bas altesle akis bekaonte Reich ia Kleinasien ist das Phiygiscbe, das, 
der Sage ntch noch vor Deokaliob vom Napoaikiis gegribidei, a. von 
raehrern Rooigen Namens Gordius und Midas bebernschi, hach den 
Tode voD Midas IV. an den fionig Crosus von Lydien fiel. Fur una 
>iFiobtiger ist das neben ihm gestiflete Trojanisebe R^ich/ das 300 J. 
laAg (unter Teocer, Tros, litis, Laomedoo, .Priamos) blfihte, seine 
Herrscbaft iiber einen grossen Theil der kleinasiatisohen Kosf e aa»- 
breatete, and mit der Zerstorung von Ilium durch die (^iechen 1184. 
vor Chr. endigte. Ubi*s J. 720. biidete sioh in Lydie^, das fruher 
den Trojanem, dann den Herakiiden unlerworfen gewesen war, un- 
ter Gyges ans dem Stamme der Mermnaden ein niaehliges Reich, das 
sich bald den grossten Theil von Kleinasien unt^rwarf -^.3), aber, naeh- 
dem es schon um\ J. 600. durch einen EinfaU der scythiscben Cim- 
verier heimgesucht worden war , die ganz Vorderasien 28 J. lang 
plundemd und verbeerend dnrcbzogen, im J^ 546. seinen Untergang 
durch Cyrus fand, der es nach Besi^ung des letzten Konigs Crosns 
.der grossen persischen Monarchic einverleibte, nach deren Veroich- 
tung durch Alexander d; Gr. im J. 331. es einen Theil des macedo- 
niscben Reichs ansmacbte. Nach Alexanders Tode geborte Kleinasien 
erst dem Antigonus, dann seit der Schlacbt bei Ipsus im J» 3Q1. dem 
Lyslmaebusv seit der Schlacbt bei- Korupedton aber im J. 282. dem 
Seleuous als ein Theil des. grossen syrischen Retohs, jedoch mit Ans* 
nabme yon Bithynien, Galatien, Cappadocien, Pontus, Papblagonien, 
Kleinarmenien und Pergamus (in Mysien), wo eigne Konigreicbe ent- 
weder fortdauerten/ oder sich jetzt erst bildeten. Antiocbus d. Gr. 
mnsste, im J. 190. bei Magnesia geschlagcn, aile seine Besitzungen 
ita Vorderasien diesseit des Taurus an die R^mer ablreten, die sie, 
mit Ausnabme der fiir frei erklarten griechiscben Stadte,' ibren Bun* 
desgf^ossen iiberliessen ^ namlich Lyciten und Carien den Rhodiem, 
Mysien, Lydien und Phrygien den Ronigen von Pergamus ^ . die von 
nun an Konige von Asien biessen. Der letzte derseiben aber, Atta* 
Ins III., setste im J. 133. die Romer zu Erben seines ganzen ^eicbes 
ein, welches nnn/nnter dem Namen A^ia zur romiscben Provinz ge- 
maebt wurde (Strab. 13. p. 626. Cie.pr.Flacco c. 27. y*)^ die jedoch 



43) Es reicbte in seiner bOchsten Blathe unter CrOsus DordOstKch bis 
zoM Halys, md endigte gegen SO. mit Pamphylien. 

44) Anfiuigs stand sie bios unter einem Piraetor (Strab. 13.. p. 618. 



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§.6i. Asia MiQOf. 109 

nkht ganz RleinasieD^ sohdem ausser dea Inseln and Kiiatenstriohea 
voo Aeolien, lonien and Doris nor die Landschaften Phrygien (dessen 
osUicbster Theil oder Lyisaonien spater an einen galatischen Tetrar- 
chea abgetreten'wurde), Mysien, Carien and Lydien amfosste. (Cic. 
1. 1. Plin.^, 28. Agathem. 2, 6. Ptol. 5, 2.) Den Rhodiern nam- 
lich batten die Romer die erst geschenkten Provinzen bald wie'der aj>- 
genonnnen, and Lyclen far frei erklart, Carien aber unmittelbar nnter 
ihre eigene Aafsicbt gestellt. Doc^ aacb die iibrigen, damals nocb 
selbststandigen, Reicbe in Kleiaasien warden nacb and nacb alle dem 
romiscben Reicbe einverleibt, namiicb Bitbyinen darcb das Testament 
des Koaigs Nicomedes IV. im J. 75. , Cilicien nacb voiliger Besie- 
gottg der Seeraober a. Mitbrida^s VII. oder des Grossen darcb Pom- 
pejos in den J. 67. and 66. , Pontas (za welcbem aacb der grosste 
Tbeii Yon Papblagonien gescblagen wnrde, dessen Rest Aagastas spa- 
terbin mit Bitbynien vereinigte) ebenfailf nacb Besiegung Mithridat's 
im J. 65. , Galatien (mit Lycaonien) dqrcb Aagastas im J. 25. nacb 
dera Todd des Tetrarcben Amyntas, Cappadocien aber erst darcb d^n 
Tiberias im J. 18. nacb Cbr. , ais der letzte Konig Arcbelaas in Rom 
geslorbtsn war , and das von den Romem bald diesem , bald jenem 
asiatiscben Konige gescheukte Kleinarmenien gar erst darcb Vespa- 
sian nacb dem Tode des letzten Beberrscbers Tigranes. Derselbe 
Raiser war es aacb, der das firtiber ffir frei erklarte Lycien nebst Rbo- 
dos n. Samos zar rom. Provinz macbte. Von da an bildete das ganze 
den Romem nnterworfebe Rleinasien folgende romische Provinzen: 
jisia naT i^oyjijv (d. i. Mysia, Lydia, Caria, Pbrygia), Lf/ciOj Ci- 
Uda mit Pmnphylia, Cappadocia^ GahUia mit Lycaonia^ BUhy^da 
mil PotttuSj and Armenia minor (vgl. oben S. 91.). Seit Constantin 
d. Gr. aber war ganz Rleinasien, ansser Cilicien, Isaarien and Cy- 
prns, welcbe zar Dioecesis Orientis gescblagen warden, in 2 grosse 
Dideesen getbeilt, Asiana (d. b. die alte Provinz Asia oder Asia pro- 
pria nebst den tibrigen westlicben Provinzen: Lycien, Pampbylien, 
Pisidien, Lycaonien a. s. w.) and Pontas (d. i. Pontus, Bitbynien, 
Galatien and Cappadocien); Die weitere Eintbeilang in einzelne Pro- 
vinzen s. oben S* 92. 

Die einzelnen Landscbaften Rleinasiens anter romiscber Herr- 
icbaft sind (obne Beriicksicbtlgang der Provinzialverfassnng) fol- 



Cic. pr. Flacco 27.) ; Augustas aber erbob sie zur Goasalar-Proviiiz (Slrab. 
17. p. 840.) and ordoete wabrscbeiolicb aacb die Gonventus laridicos oder 
Oiiergericbtsbofe in ibr an. 



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110 Zweiter Tbeil. Politische 6eo|;raphi«. 

geodeli: Ad der West- utid Siidkiiste ) 1) Mytia (mit Tri^as nod 
AeoUs)^ 2) Lydia (mit dem nordlicheo I&nia), 3) Cafia (mit dem 
sMIichen /ontVr und Doris) j 4) Lycia, 5) Pafnpkylia^ 6) Cilicia; im 
Innern des Landes : 7) Cappadocia (mit Armenia minor)^ 8) Lycao* 
nia (ndi Isauria) , 9) PisidiOj W) Pkrygia^ II) Galatia; an der 
Nordkiiste: VSt) Bithynia, 13) Paphlagoma, U) Ponius*^). 

§•62. /. mysla 

{ft Mvoia: Herod. 5, 122. 7, 42. Scyl. p. 35 ff. Strab. 12. p. 5|63 ff. 
Ptol. 5, 2. in. Sleph. Byz. p. 480. Mela \, 18. Plin. 5, 30, 32. Mv- 
c\q ala bei Dionys. v.805.)^^), aucb, im Gegensatze des enropaiscben 
Mysiens oder Mosiens am Fl. Isier, das asiatische JUysien genaant 
(Mvala 1] Aaiav^: EusUtb. ad Dion. v. 809. Scboi. Apoll. 1, 1115. 
V0. Stover, ad Hyg. 2, 14. p. 450.; j. ein Theit des Ejalet AnadoU a. 
zwar die Prov. Karasi nnd ^er westlicbe Tbeil von Khodawendkiar), 
grenzte in N. an die Propontis und den J^cUespont, in W. an das 
Mgaiscbe Meer, in S. an Lydien^ in 0. an JPbrygien nnd Bitbynien; 
docb waren die Alten fiber die Grenzen nacb dem Innern Kleinaisiens 
zn selbst nicbt einig. (Vgl. Strab. 12. p. 564 f. 571 f. ) Am richtig- 
sten nimmt man wobl den Fl. Rbyndacus nnd den Berg Olympus 
(vergl. Strab. p. 564.) als Ostgrenze gegen Bitbynien und Pbrygien, 
im S. aber eine yom 6eb. Temnus naeb dem Vorgeb. Melaena ber- 
fibergezogene Linie als Grenze gegen Lydien an. Die Alten unter- 
scbeiden 2 Haupttbeile des Landes, einen kleinem nordlichen, langs 
des HeOesponts u. der Propontis , welcben Ptol. 1. 1. Kleinmysim od. 
Mysia Helietpontiaca^'')^ Strabo aber (12. p. 571.), wegen seiner 
Ansdeboung bis zum Berge Olympus, M. Oiympene (M* tj VXv/Ain^ 
vilj) nennt^*), nnd einen grossern siidlicben, um das Gebirge' Temnus 



45) Vergl. aocb die von Scymnus (nacb Bd. 1. S. 289.) aufgezSblten 
15 Vdlkerscbaften Kleinasiens. 

. 46) Nacb Strab. 12. p. 572. batte das Land und das Volk seinen Na- 
men yon den vielen Bucben , die besonders in der Gegend des Olympus 
wucbsen; da die oivtj der Griecben in der Jydischen Spnicbe fivffog ge^ 
beissen babe. Aodere aber leilen den Namen von dem celtiscben Worte 
inoese, d. i. Sampf, zerflossener Baden , ber (worin Sickler S. 504. eine 
Verwandtscbaft mit dem bebr. ^70)0, zerfllessen , findet) ; so dass er also 
eio Sumpfland bezeicbnen wQrde. 

47) Die Einwobner ftlbren daber aacb den Namen 'EXXtitmoviioi^ 
z. B. Xen. Ages. 1, 14. 

48) Daber bebsen avoh die Einwebner bei Herod. 7, 74. 'OkvfA]nfjwot\ 



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§.te. Mysia, . Ill 

rad £e Stadi Pergamoni hei^, lUmffi des Flusses Caiens,' welder hti 
Scrabo 1. 1. JIf. Pergamene.(M* if ITi^ya/juvij) keisst, 0114 im Gegea*- 
MUe zo Rleinmjfsien wahrscheittlieb aneh Gro9smy»ien geaatmt 
wirde; geben aber die Gren^en xwtscheq.beiden Theileo nirgends 
geaaver an. Zu letzterenr rech^ete man aoch die unter bes<H|derein 
Namen vorkommeoden Landsckaftea Troas (17- TQtbae, d^ h. das Ge- 
biet dea alien trojan^ Staales oder den nordwestlichen Theil des Lan^ 
des), Cecils (37 AloXtg oder AhUa^ d. b. das Gebiet der aoKschen 
Stidte ULoga der Westkiiste zwiseben deo Fiiiasen Caions u. Hermaa, 
etwa 9 g. M. von N. nacb S. lang^ and gegea 3 g. M. von W. naeb 
0. breit) nnd Teuthrania (17 Tivd-Qaria^ odefden Landslricli ISags 
der Sadgrenze, wo in nralten Zeiten tin vom Kottig Tenthras ge* 
grandetea mysiaehes fteieb bestanden haitei Slrab. 12. p. 551.)* In 
Gegensatze zvl den letzigenanliten 3 Landschaften wird das iibrige 
Mfsien biaweilenancb Mysta propria genannt, nnd zn dieaem wiirde 
also aacb, als der nordSstKchsle Theil Kleinniysiens , das jipueke 
Gefilde i^Anlas n^dio^: Polyb. 5, 77.) zwiscbev dem Geb« Temnns 
(den bios bei Polyb. h 1. vorkommenden Berge Pelecsas), nnd dem FI*. 
Megiatns gehoren , als dessen Theile wobi die von Strab. 12* p. 574. 
and 576. erw'ahnten Landschdten Morsna {Mmffjifrf) ntA Abrettena 
(^A§Q€T%ijvii) anzosehen sind, von denen leUtere am Fn^se dei^ 
(Mympns and langs des Rhyndacas, also an der Grenze BiU>ynien»^ 
lag. Za der Zeit der persisoben Herrscbaft hiess die Satrapie, zn 
weicbe)r Troas nnd der grdsste Theil von Mysien gehdrte, /TfedipA/y- 
gien^*)y weil an der Kuste des Hellesponts 4ioch immer Phryjfier 
wabnten ; in den spaleslen Zeiten aber, d; b. unter den cbristHchen 
Kaisem, bildeten Troas nnd der grSsste Theil von Mysien die Prov. 
Hdksponitfs (1} InaQiia *ElXijanoy%ov) , die siidllehen Slriche aber 
bis znm Gebiete yoft Troas fain waren znr Prov. Ana gescblagen. 
(Hierocl. p. 658.) 

Mysien war ein gr^sstenlheils gebirgiges Land, in welchera sich 
die nordwestlichsten Zweige des Taurus nach dem AegUischeu Meere 
zn abdacben. Dabei war es mit vielen Waldem bedeckt und.daher im 
Gaozen oicht sehr fracbibar, besondera da auch die wasserreichen 



bei Plot. 1. 1. 'OXvfiTifjpol. Vgl. Strab. 12. p: bM. 575. Ueber die Nam^a 
tJnTfhier Theile dieser Landiiehf ft siebe weiter aaten. 

49) Nacb Scylax p. 35. f&hrtea im- pars. ZeiUber den Laadsebafts- 
aaaMa Mysia bios die an' der sadlichea RUste der Pnipontis gelegenen 
Landstriche-, das sich westlicher lings des Hellespoatas bis Abydns hinzie* 
beada Laad biess Phrygia, and das. von diesem sOdlicb gelegene Troas. 



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lit Zw^eiier ThfiL Politii^jhe Geographic. 

Elfcenm ¥iel^ SfimpFe eBtbidten. Es Ueferie aniBer den' gewSbtfcben 
Arodakten Eleinaftieiis (s. S. 94 f.) besonders trefiliche Morchehi oiier 
Triiffeln, ud an den Kiisieii des HellesponU^ so wie beiCyziras, £aii^ 
den sich grosut AmternbSnke; aaeh gaben die Gebirge eimge Ans* 
beote anSilber. (Vgl. oben §.58.) 

. Die beiden/so dein TaarossytfleBi geborigen^'Gehirge 4e% 
Landes.warfen t der Ida (Hj "li^, "Ida : Horn. U. 2, 814. «, 283. 8» 
47. Tbuc. 4, 52- 8, 108. Xcn. An. 7, 8, 7. Hell, i; 1, 25. Sirab. 
13. p: 58$. 602. 604. nod ofter^ Plel. 5, 2. Pans. Pboc. 12. PHn. 
5, 30, 82. TO ^I9ala ogiji Horn. U. 8, 176. 11, 153« 196. u. ofler, 
bei Mela 1, 18^ 2. Idaeus Mens; noch j. Ida), ein das WesUiche Mf* 
sien in vielen Zweigen ^) in der Rjcfalttng von S0«. nach NW. (oneb 
PtoL uAienn W^ L. n. 41<* Br.) darebzidendes, ^ieaHieh hofaes nnd 
waldiges Gebirge, das, viele QueUen'enthalt^^), namentlieh die dea 
Simbis'^ Scamaader, Granions, Aesepns, Rhodios, Cai'eaiis n. s. w. 
(Horn., II. 12, 20 ff.). Seine bochsien Spiizen sind der Gargtvw 
i%d rdgyncfop^ Horn. II. 8, 4J. 14, 292. Strab. 13. p. 583. Hesyeb. 
b. v. Macrob« Sat. &, 20. oder t«! JVpfwpa; Bpieham. ap. Macrob. 
I. i. Steph. Bfz. h. v. Plin. 5, 30, 32. Mela 1, 18, 3. Virg. Ge. 1, 
103. Ond. 0er. 16, 107. Stat.Tbeb.l, 549.)'^ tm S. des Gebirges, 
Auf odcfr an welebem die Stadt Gargara lag (s. nnten), ■• der Cotghu 
id KovuXocf Strab. 13. p. 602. j. Kaz-dagh oder jGSn^eberg)^ 
der naoh Demetrias bei Strabo ohngefilbr 120 Stad. oberbalb Scepsis 
lagf unA dieQuiKllen der obaigenannten Fliisse entbielt ^). Femer 



50) Dieter vielen Zweige wegen vergieichen ilu die AJten mit den 
Kellerwurme, der axokonfi/d^a (Strab. 13. p. 583.)* Der eine Hauptzweig 
ziefat sicb ap der NordkQste des Sinus Adramyttenns Kin, und endigt sicb 
nit den Pr^m. Lectnm (StriJi. 13. p. 605.); dar'andre streicfat westiieb 
neben dem Fl. Aesepas bio, ond endigt bei der Stadt Zelna (Hon. II. 2^ 
831.);. U€;brig. vgl. Ober die grosse AasdebnQng deg lig Strab. 13. p. 583. 

51) Daher schon bei Horn. II. 8, 47. no^vnida^. Vergl. aticb Strab. 
13. p. 602. Athen. 15, 8. Hot. qd. 3, 20, 15 f. Ovid. Met. 2, 218. 
Past. 6, 15. 

52) Ueber die doppeltXB Forn des Nanens yergl. iHisser nh'us Sequ. 
p. 29. EasUtb. ad Hon. 11. 14, 292. n. &erv. ad Aen. 5, 732. ancb-fTen- 
f l0rA. ad Lscian. D. D. 12. in. u. Tz^ehucL ad Melae LI. Nacb Psea'do- 
Platarcb. de flan. s. v. ^xa|uay^(M^ biess das ganxe Gebirge in den Oltealan 
Zetten Gargaras; ein Jflngst widerlegter Irrdiunu 

53) Yergl. Munfs Reise dnrcb Troas in fFalpol^s Menoii^ relatif to 
Ear. and AsiaU Turkey S. 120. 

54) Tiinostbeaei bei Stefit. Byz. p. 02. n* Strab. 13. p« 606. erwih* 



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§. 02, Mysia- 113 

dcr Tenmus (to Tl^/w'ov o^og: Slrab. 13. p- 616. Ptol. 5, 2.; j, 
Demirji, Demlrdschi-dagh) ^^), weleher sich vom Ida aus ostlieh Bach 
Phiygien heriiberzieht, Mysien ia zwei Halften, eine nordliobe uiid 
eiDe siidliche, iheilt^ die Quellen des Macestus, Mysius, Caicus uiid 
Eaenas enthalt, and, wie der Ida selbst, eine Dordwestliche Forl- 
setzong des Taurus ist. Seine norddsUiche Fortsetzung (der beut. 
Tomandji oderTumandschi-dagb) war der mysische Olympus (OXvfi- 
%0Q 6 Mvaiog: Herod, ly 36. 7, 74. Strab. 10. p. 470. 12. p. 571. 
Ptol. 5, 1. Stepb.Byz.p.515. Schol.Apollon. 1,598. Melal, 19, 2.), 
der an scinem nordwestl. Ende, an den Grenzen von Mysien, Pbry- 
gien and Bilbynien, nacb Ptol. unlerm 57^ L. 41^^ 30^ Br., den hocb-. 
steo Gipfel des westlichen Asiens bildete (j. Kescbisch dagh, d. i. 
der Moncbsberg, oder Domoun dagh) ^^). Ein sudlicber Zweig des 
Temnas nach dem Elaites Sinus zu ist der Pindasus (Plin. 5, 30, 
33.) mil den Quellen des Cetius. Ein andrer roobr siidwestlicber 
Zw^ig desselben muss der, natiirlich in Teutbrania zu sucbende und 
Uos von Ctesias (fr. ex Stob. Serm. p. 213. Babr.) erwabnte, Teu- 
ikras sein^^). Noch sudlicber, am nordlieben Ufer des Hermus.und in 
dcr Nahe von Cyipe,. war das Geb. Sardenc {SaQiivrj : Hom> Ep* 1, 
3. Vila Hom. c. 9.), an dessen FusscNeonticbos^rbaut war. 

Vorgebirge, in der Ordnung von NO. nacb SW. : Abarnos 
(kfia^og: Ileoat. fr. 207. ex Stepb. Byz. b. v.) oder Abarnis 



mta anch bei Antandros einen zum Ida gehOrigen Berg ^AX^lca/dQHa als 
deo Ort, wo Paris sein beriibintes Urtheil gesprocben haben sollte. — 
Uebrigeps ist zwischeo dem Ida und Temnus in der' Gegend der Stadt 
TTiebe aucb nomer's (II. 6?, 397. 7, 396. 425. 22, 479.) waldreicher Berg 
Plaeus (IlXdxog) zu snehen, den aber die SpAteren nicht mefar kannten^ 
so dass schon Strab. 13. p. 614. versicbert, dass es in dieser Gegend we- 
der einen Plaeus noch einen Plax gebe. Merk^'Urdi^ aber ist die gro8s,e 
Namensiibnliehkeit zwischen ihm und dem Berge IlsXexagy den Polyb. 5, 
77, 9. freilich etwas Ostlicher, als wir den Plaeus anzusetzen pflegen, z.wi- 
scben dem Apischen Gefilde {jtjg *Amag nediov) und dem FInsse Megistos 
cmrahnt. 

55) Mannert VI, 3. S. 537. sagt, neueren Reisenden (7) znfolge 
beisse er aof der Westseite Tschurous dagh, auf der Ostseite Kudg oder 
Kadscbe dagh. Nach iTri^e j. Kara und Kisil dagh. 

56) Vgl. Pococke Th.III. S. 178. /><^j»«r'* Asien S. 284- v. Rickte?s 
Wallfabrten im Morgenlande S. 4.04 if. 

57) Vielleicht der heuL Domacli mit dem sogenannten Eisenthore 
(Demir Kapa), welchen alle von Smyrna nach Brusa (also durch das alte 
Teathram'en) ziehende Karawanen passiren milssen. (Paul Lucas 3 6ue 
Voyage T. I. p.. 133. 

II. 8 



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.114 Zweiter TheiL Poliiische Ge.ogr-aphie. 

(Jlfiagvie: Xen. H^ll. 2, 1, 29.) bei der gleichnamigen Stadt in der 
NSbe voQ Lampsacas am HeDe^oot'*). lyapexa (Plio. 5, 30, 33.) 
ebenfalls am Hellespont, 18 Mill, ostlich vofi Dardaous. Dardanis 
(//aQ^avlg: Strab. 13. p. 590. 59^., auch /taqdavBiov a%Qov: Sirab. 
13. p. 587. 595. Diod. 13, 45. ; j. Cap Beri)ieri oder Kepos-Barna) 
sCidlich von Abj^dus bei der Stadt Dardaoos aih Hellespontas. Bhoe- 
teum (to *PoiT€iov: Herod. 7, 43. Scylax p. 35. Strab* 13. p. 595. 
Steph. Byz. p. 577. Mela 1, 18, 5. Plin. 5, 30, 33. "Pohiov: Thuc. 
4, 52. 8, 101. "PoiTBidg dnv^ bei ApoHon. 1, 929. u. Tryphiod. v. 
216. ^PoiTijdai duTai bei Antipater in Ablhol. 6r. H. p. 24. n. 65. 
Jacobs. Rkoeteum litus bei Virg. Aen. 6, 595. ; j. Intepeh)^^), etwas 
siidwestlicber, aucb am Hellespont , bei dem gleichnamigen Flecken 
nnd in der Nahe des Aeantium (s.nnten). Sigeum {%6 Slyeioif: tie- 
rod. 5, 65. 94. Thuc. 8, 101. Strab. 13. p. 595. PtQl. 5, 2. Stepb. 
Byz. p. 597. Mela 1, 18, 3. PUn. 5, 30, 33. Serv. ad Aen. 2, 312., 
bei Strab. 13. p. 603. a. £. auch i^ Siy^idg axga^ j. Jeniscbeer), die 
ausserste Nordwestspitze Asiens am Eiqgange des Hellespontus , der 
Stadt Elensa auf der sudlichsten Spitze d^r Chersonesus Tbracia 
gegeniiber, nacb Ptol. unter 55^ 10^ L. u. 41^^ Br. , an welchem die 
Griechen wahrend des trojan. Krieges ibr Scbifflager batten. An ihm 
lag die Stadt Sige nnd ein Ort Namens Acbilleum (s. unten)^^). 
Agamea (JyufAeiai Hellan. fr. 74. p. 105. Sturz. aus Steph. Byz.), 
ein sonst unbekanntes Vorgeb. bei Troja, das nach Steph. 1. 1. auch 
u4yd/Ji/fl hiess^i). lieehum (to Abwcov: Horn. U. 14, 294. Herod.K 
9, 114. Thuc. 8, 101. Strab. 13. p. 583. 605. Ptol. 5, 2. Plin. 5, 
30,^2. Liv. 37, 37.; j. Cap Baba od. Sta Maria), 4ie am westlich- 
sten hervortretende Spitze des Ida nnd der siidllche Grenzpunkt von 
. Troas, so wie unter den byzant. Kaisem der nordlichste Punkt der 
Prov. Asia (Hierocl. p. 659.), der Nordkiiste von Lesbos gegeniiber. 
Auf ihm zeigte man noch zu Strabo's Zeiten den, angebUch schon 
von Agamemnon erricbteten , Altar der 12 Hauptgotter (Strab. p. 



58) Vom Gmnde dieses Namens wird unten bei Lampsacas die Rede sein. 

59) Vergl. v. Richter's Wallfehrleo S. 475. (Nach fFood Versuch 
S. 92. w^e das Rboeteam das hetit. Cap. Baii)ieri.) 

60) Die beriihmte Sigeische Inschrifi ist langst yon Lord Elgin nach 
England geschafll, and musste daber von v. Richter (Wallfafa^en S. 473.) 
natUrlich vergebens gesucht werden. 

61) Leake Asiamin. p. 276^ sicht es an der Mflndung des ans dem 
Seamander in^s Meer gef&hrten Kanal, wo jetzt ein Paleo Kastro zn fioden 
1st. Vgl. apch CAoiseui Got{ffier Voyage pittor. de la Gr^ce. T.IL p. 331. 



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§.^. Mysia- • m 

605.),* dessen Entstehaog aber schoiw diese bestiaimte Zaki der Got' 
ter ein ap&teres Zeitalter aowQisL Catuf (17 Kdv^: Herod. 7, 42. 
Strab. 13. p. 615. , aucb Kdvaf: Strab. ibid^ u. p. 581. 584. f bei 
Ptbl.5, 2. darch Versehen£ci£yi7 uxQa^^)\ naeh Slrab.p.6l5. friiber 
Jiyd gebeisseD; j. Cap Colo'oi) in Aeolis, uoter 56^ 15' L. 39^ 15^ 
Br. (Plol.), dem Vorgeb» Malea auf Lesbos gegeaiiber, unferii der 
StadtCauae (s. iralen)^^). Es bildete die Nordwestspltze des Si- 
nus Elaiticus, wabrend das Vorgeb^ Hydra (1/ "tdga : Artemid. ap« 
Strab. 13. p. 622. Pud. 5, 2.', j. Cap. FoUa) uoter 57<' ZO L. 39^ 6' 
Br. die siidwesUicbe Spitze deaselben macbte ^*). 

Meerbusen des Aegaisohen Meeres: AdramyUenus Sinug 
{o*AdQafi/v%%%v6s xqXnoe: StraJK 13.. p. 584. 605.^606. undMers; 
nocb j. MB. von AdraAyti), nacb der an ibm liegenden 'Stadt Adra- 
myUinin benannt (s. unten), beginnt in NW. der nordostlicben Spitze 
der Insel Lesbos oder dem Prom. Argennum gegenilber, nnd ekidigt 
sicfa ostlicb mit einer westlicb von Heraclea bervortretenden'Lan^^ 
spitze. Sein mittlerer Durchsobnilt betragt 120 Stad., und q^e'er ror 
ibm liegt die Insel Lesbos (j. Metelino), in ibm aber eine Gruppe yon 
yieieu^*) kleinen Inseln , Hecatonnest (^jExaiovv^aoc: Strab. 13. p« 
618. Diod. 13, 77. Stepb. Byz. p.. 254.; j. Musconisi) genannt^^). 



62) Uela 1,^18,' 2. sagt: in promontorio est Cana opptdum, giebt 
akd dem Vorgeb. wabrsebeiaircb denselben Namen; Diod. Sic. 13, 97. 
aber scbeint es Kavig zn neooeDv deno bOchst wahrscbetnlich ist bier die 
gewOJinKcbe Lesart r^; ax()ag v^s Kaxmt^og mit Pabnerios in xrig Kmdr 
dog ZB verwandebi. 

63) Der altere Name war nacb Strabo 13. p. 615.r ^fya (vgl. Gros-' 
kwrd Bd. 11. S. 601. )> wesbalb anch 13. p. 581. Groskurd^s Koiyektor 
%tu xfSif Kuy^w vvv Xeyofievfov tiicbt ganz miwabrscbeinlicfa ist. Nacb ihm 
soUte das ganze Aegftiscbe Meer seinea Namen erhalten baben (Strab. 1. 1. ; 
docb vgl. ehbn S. 19.). Artemidor bei Strab. 13. p. 622. scbeint dasselbe 
Vorgeb. mit dem Namen 'A^fioctovg zo bezeichneo, da er die beiden Laiid- 
spitzea Ifydra add Harmatus den £laitiscben Bases biiden.lflsst. £ine Sta^ 
Harmatos, aber freilicb in einer gauz andem Gegend^ werden wir unten in 
Tirons kennen lemefn. 

64) Bastatb. ad Horn. II. 8, 47. Scbol. Nicandri Alex. v. 40. Tzetz. 
ad Lycopbr. v. 24. n. 1170. n. Stepb. Byz. p. 686. erw^nen au^ser dem 
Sigeara u. Lectnm nocb ein Vorgeb. des Ida^-PAalacra ^0akdxQa)^ dessen 
Lage nicbt gedauer bestimmt werden kana. 

65) Nacb Timostbenes bei Strab. 13. p., 618. von 40, nacb Strabo 
ielbst von 20«lBseln. Plinios 5^ 31, 38« fttbrt die meisten denselben na- 
■entKcb anf. 

66) So doeb .wobl.wegen ibrer gros^cm Heoge genannt. Nacb Strab. 

8* 



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116 Zweiter Theil. Politische Geograp^bie. 

nebst dcr Inscl 'Pordoselene oder Porosdene (IIoQioaeXijPfi : *S cy L 
p. 36., beide Namen bei Strab. 13. p. 618. 619^ und Steph. Byz.* 
p. 560. , IIogoGeXijvfi [welche Verandenuig des Namens wohl nor 
Riicksichten des Anstandes be^ingten] bei Ptoi. 5, 2. [U. Plln. 5^ 31, 
38. ; bei' Hierocl. p. 686. IlQoaiXijvri) mh einer gleiebDamigeD Stadt. 
Sinus Elailicus (xoXnoff ^EXaCtifcos: Strab. 13. p. 581. 606.. 6i07« 
615. 622.; j. MB. von Sanderli oder Tsehaadeli)*, iiach der an ibnr 
liegenden Stddt Elaea (s. unten) benaniit^ siidlicher als. der vorige, 
beginnt im NW. mit dem Vorgeb. Cane, und endigl in SW. pail dem 
Voi^eb. Hydra. Sein gerader Dnrcbschniti betrdg 80 Stad. In ifan. 
miinden sich die Flusse Evenus und Gaicns ^^). 

Voti den grosstentheils nubedentenden Fins sen des Landes fal- 
len a) in die Propontis: der Grenzflass Rf^/ndaeus (s. §. 61.) mil 
dem Nebenflusse Macestus^ (Munearog: Strab. 12. p. 576. Plin. 
5, 32, 40. ; j. Susn oder Sasugherli), der in der mysiscben Landscb. 
AbreHena auf dem Temnus entspringt^^), das nordostliebe Mysien in 
nordostlicbem'Laufe dnrobfliesst, und bei Miletopolis in den Rbynda- 
cus fallt ^^^). Mit ibm vereinigt sich der Tarsius (6 Td^aiosi Strab. 



13. p. 618. (u. Steph. I. I.) aber soil der Name so viel als Apollo^s Inseh 
bedeuten, da "JExocrdg (der Femtreffende) ein Beiname des Apollo sei. 

Q7) Bei Mela 1, 18, 3. erscfaeint auch die 60 Stad. lange KOste zwi- 
schen den Vorgeb- Stgeam u. Rhoetenm als eio Meerbusen unter dem Na- 
men Partus Aehaeorum (^Axtimy Afju^Jv; j. Kar^alik Liman). Auch Strabo 
13. p. 595. und Plin. 5, 30, 33. erw^nen diese kleine Bucht, und lassen 
den mit dem Simois vereinigten Scamander sich m sie ergiessen.' Sie ist 
nicht zu verwechsein mit dem andem Aehneorum. Portus^ bei Grynitim in 
Aeolis (s. unten). 

68) Bei Strabo L I. findet sich ein Widerspruch, indem der Fluss zwar 
ip der mysischen Landsch. Abrettena entsprmgen, aber doch von Ancyra in 
der phryg. Landsch. Abaitis, also von einer ganz andem Sette^ lierkommen 
soil. Uebrigens ist der Macestus wohl nicht verschiedeji von dem Mtyimog 
des Polyb. 5, 77, 9., obgleich der Schol. Apollon. 1, 1165. versichert, 
der Rhyndacus selbst habe zu seiner Zeit dieSen Namen geffthrt, auf des- 
sen Auktoritat ich wohl Bd. 1. S. 229. zu^viel gegeben habe. (Vei^. auch 
oben S. 102. Note 28.) Nach iram{7/o;i Researches 11. p. 105. und 111. 
hei^t der Macestus in seinem obem Laufe jetzt auch Simaul Su. 

68b) Prokesck (DeiikwUrd. und Erinnerungen ans dem Orient III. S. 
77*) fand sein Bett zwiscfaei^ 200 und 300 Schritte, die Wasserfltche 
selhst aber nor 140 F. breit und 3 F. tief. Rennell und Lapie iassen aof 
ihren Karten ein6n NebeuQuss Hippurius m ihn fliessen^ indem sie die 
Mttnzen von Blaundus in Phrygien (bei Bckhel III. p. 95.) f^lschlich f&r 
Miinzen von 'Blaudus in Mysien ansehen. {Vgl. Franz FUnf Insehriften n, 
filnf Stadie in Kf. Asian. Berlin 1840. S. 32- Note *") ' 



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§.€2. My»ia. .117 

13.* p. 587. f j. Tana oder Balikesri), der ebeoEEdls aaf dem Teniniis 
enlspringt, einen nordosUicheD Lauf bat, durohden Miletopolites La- 
ens Siesst, and bald darapf la den Macestus Tallt ^9). Aesepus (o jii- 
Qt^oQz Horn. II. 2, 825.4, 91..12, 2t. Hesiod. Theog. 342. Strab. 
12. p.. 564., 13. p. 586 f. 602 f. Ptol. 5, 2. Plin. 5, 32, 40.) '*>), der 
groMte Floss des ndrdlicben Mysieps^ hat seine Quellen auf dem M. 
Cetylns (Sorab. p. 602.)^ ^immt den aoob auf dem Ida entspringen- 
den, Ton W. berfiber fliessenden Caresus (Kagfjaog: Horn. U. 12, 
20. Sirab. 13. p. 603. PUn. 5, 30, 33.) in sich |iuf, fliesstjn nord- 
osllicber Richtnng bei Zeleia voFbei, nnd mundet .sicb unter 56^ 
Iff L. 410 3^ Br. (Ptol.) der Ipsel Halone Q. Aloni) gegeniiber 'o). 
Die G^gend , die er durcbfliesst , neben Dardanien und bis Zeleia 
«Bd Pityeia hSn , Kess nach ihm Caresene (JiecQfjatjvi^ : Strab. 13. 
p. 602 sq.). *Grm'icus (6 r^wixos: Strab. 13. p. 587. 602. Diod. 
17, 18. Mela 1, 19, 2. PUn. 5, 30, 33. 5, 32, 40, VeUei. 1, 11. 
FQ^ixog: Horn. U. 12, 21. Ptol. 5^ 2.)'^^) ^ntspringt apf dem- 
selben M. Cotykis, fliesst ebenfalls gegen NO. dorcb dfis Gefild 
Ton Adraslea (Strab.). and mundet sich nach Ptol. untejr 55^ 3ff L. 
41® 30" Br. der Insel Ophiusa (j. A&ia) gegen^ber, 27 Mill, ostr 
iich Yon Priapus (Tab. Pent.). An seinen Ufem erfocht Alexan- 
der seinen ersten Sieg iiber den Darius im Jahre 334. (Arrian. 

69) Er wird zwar nur voo Strabo 1. I. als ein in der Nfthe ron Zeleia 
10 einer Menge von KrUmmungen fliessender FIuss erwUhnt, kann aber 
aicht ffiglich ein anderer sein, als der Balikesri, der nach Leake auch jetzt 
Boeh den Namen Tiirza fllhrt Die meistea Karten (von Knue, Reickar^ 
0. s. w.) lassen ihn fiUschlicb gerade gegen Norden hin fliessen pnd, ohne 
den genannten See zu berttfaren, bei ^ntigonia^ einera bios von Steph.. Byz. 
als zo Cyzicns gehOrig erwabnten Kastell, in^s Meer fallen. Hamilton Re- 
searches in Asia min. p. 106. halt ihn f&r'den in .den See von Haniyas fal- 
ienden Kara Sn oder Kara Dere Sn. 

70) Nach Homer (bei Strab. 13. p. 586<) biidete er die Ostgrehze 
TOO Troas. Appian. c. 76. nennt ihn , nicht den Granicns , als den FIuss, 
an welchem Alexander d. Gr. den Darins besiegte. Man httit ihn gewOhn- 
Kch f&r den bent Satal oder Satal Dere. Leake aber betzt den Salisdere (?) 
weiter Ostlich, nnd giebt dem Aesepas den Namen Bokln. Nach Poeocke 
(HI. S. 166.) soil er jetzt Roia heissen; v. Rickter Wallfahrten im Mor- 
genlande S. 423. nennt ihn GOnen ond l^st ihn dnrch das Thai Taher 
Owassy fliessen ; Prokesek aber (DenkwUrdigk. III. S. 279.) h5rte von die- 
$eB Namen nichts nnd sagt, dass er schlechtweg Potamos genannt werde. 

71) Jetzt hOchst wahrscheinlich der Kodsha Sn oder FIuss von Demo-, 
t&a. (Vergl. v. Riekter^s Wallfahrten S. '424 f., der von dem Namen 
Onstwola, den er nach der gew<(hnlichen Angahe jetzt f&hren ^11, nirgends 
etwas hOrte.) Nach Poeoeke HI. S. 166. ist es der bent Tekef Ghai^ (?). 



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lift Zweiter Tbeil. PoHtische Geographic. 

Mp. Alex. 1, 12. 14. v.dfter, Died. 17, 18 ff. Plat. Alex. 16 ff. Garf. 
Ssppl. 2^ 5. Vellei. 1, 11, 4.) nod besiegte LacnUas i«i J. 73. die. 
Perdgerrn des Mithridates^ (Plat. Lucoll. 11.). — b) in den Helle- 
sponlas: Peesus (6 ITonaois: Strab. i3. p. 589. ; j. Beiram-dere)^^^)) 
ein Flusscben, das gegen NW. fliesst, and sich bei der gleicboanii- 
gen Stadt (s, anten) ostlich von liaippsacas mundet. Percotes (JJe^ 
%m%tlQt Horn. II. 2, 835.) floss vom Ida-herabin nordip^esll. Rich- 
tang bei der Stadt Percote vorber, and mundete sich zwiscfaen Abf- 
das 0. Lampsacas. Jh'actims (UQcixtiOQ : Horn. lU 2,835. CharoQ.{l. 
116. Creaz. Strab* 13. p. 590. Arrian.Anab. 1, 13. ;j. Mnskakoi-su, 
nacbAodernBorgas) entspringt auch aaf dem Ida, and hat seine Man* 
dang Bordlich von Abydas 7^). Bkodiiis (6 "Potfioe: Horn. II. 1,2, 20. 
20, 215. Hesiod. Theog. 341. Strab. 12. p. 554.* 13. p. 595. Plin: 
5, 30, 33. ; j. der Dardaneilenbach am alien Schlosse) mit dem Ne- 
benflasse SeUeis (S^kXtjeig: Horn. II. 2, 658. 839. Strab. 1:3. p. 
590.), ^er westlicb von Arisbe her in ihn Tallt, hat ebenfalls seine 
Qaelien auf dem Ida (Horn. II. 12, 20.), einen nordwestl. Laaf, and 
mundet sich zwischen Abydas and Dardanns ^^). *Stmois (6 Sifioeie: 
Hom. II. 12, 23.*21, 308. Hesiod. Theog. 342. Aeseh. Agam. 692. 
Strab. 13. p. 597. Ptol. 5, 2. Steph. Byz. p. 601,. Mela 1, 18, 3. 
Plin. 5, 30, 33. Virg. Aen. 1, 618. 5, 262. 473. a. s. w.; j. Gham* 
bre Oder Ghiumbrek) entspringt (wie der Granicos and Aesepns) anf 
deqi M. Cotylus (aach Hom. U. 12, 22. iiberhaupt auf dem Ida), fliesst 
erst westlich, dann nordwestlich bei Ilium vetus vorbei, und vereinigt 
si^h in der Gegend von Ilium nova (Strab. and Plin. U. 11.) mit dem 
*Scammder (o Snif^avdqoez Hom. II. 5, 774. 20, 74. 22, 147 f. 
Hesiod. Theog. 345. Aesch. Agam. 508. Herod. 5, 65. Strab. 13. 
p. 595. 602. 608r Ptol. 5, 2. Steph. Byz. p. 605. Mela 1, 18, 3. 



' 7\h) v.lUchter WaUfahrten S.431. hiUt ihnf&r dee beat. T&chardak. 

72) So Strabo. Nach Arrian. a. a. 0. mttndet er sich zwischen dem 
Hellespont und dem Poctas Eu^cinos (Propontis ?). Einer der beiden zuletzt 
genannton kleinea FlOsse ist der heut Borgas, nach Mannert VI, 3^ ^. 
517* der Percotes, nach Pqcocke III. S. 164. der Practius. 

73) Ueber seine vielen Httndungen zwischen SOmpfen u. Lachen vgl, 
V. AiV?^/i?r*# Wallfahrten S. 457. Nach Andern (bei Strab. 13. p. 595.) 
war er ein Nebenfloss des Aesepns. Allein er findet sich selbst auf den 
MOnzen von Dardanns (vgl. Sestini Geo. numism. p. 39.), and kann folglich 
^t dem Aesepns uichts zu schafien hahen, Nach Plin. I. I. ware er gar 
niobt mehr vorhanden* Einige halten ihn f&r denselben Fluss, den Thoc. 
8«106. (vgl^ anch Hesych. u. Phavor. v. Ilvdtop) nnter dem Namen ili^* 
d$og lEWischfNi Cynos seroa und Abydas erwftbnt. 



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|.72i. JlyiJa. M9 

Win. 5^ SP, 33. Virg. Aea. 4, 143. flor.Epod. 13, 14. CatuU. 64, 
357. ■. 8. w. , auch •seiner. gelbrotfaen Farbe wegeu^^) Xantkusj 
6 Sa¥&os: Horn. 11. 6, 4. 20, 74. ^1, 8, Plin. K 1. gcnanot'*); j. 
Mender^ Sa oder FIuss von BuDai!bas<;;hiJf, der 9m Fusse des Ida und 
TOT den Manem ^von Alt Iljon seine Quelien batte ^^), nnd sich nach 
zieolich karzem Laufe, jedoch als breitep und liefer Fl&ss (Hpm. U. 
20, 73. 21, 15. 22, 148.), bei Nen Ilioa mil dem Simois, auf dessen 
Westseite, vereinigte* Die beiden ve^einigten Fliisse miinden sich 20 
Slad. weiter osllicfa neben dem Pi^m. Sigeiun (bei dem heut'Flecken 
Knm Kale) in dep Hafen der Achaer (Strab. 13. p. 595. Pjiv. \.\.)P), 



74) Solbe dock sogar tim Wasser, ron den'Sehafen ^etranrken, der 
WoUe derselben eine rbthe Parbe gebeiK Vgl. Arist h. aik 3, 12: Aeliaii4 
k. ao. 8, 21. PKn. 2, lOS, 106. Vitniy. 8, 3, 14. 3ckot..ViU6ib. OcHn. U. 
20, 74. 21, 2* Sahntis. ad Solio. p. 419. 

75) Der aUere Name war Xanthus ; deoo dies3 bedeatet Homers : die 
Gutter nennen ibn Xanthtis, die Menschen aber Scamander. Plinios ). J. 
sckeinl den Seamander vom XaDtbus eh unterscheiden, nod llUst our letzte* 
ren mif dem Simois veretnigt in den Portus Ackaeomm sich mttoden. 

76) Und zwar-nack Hom, 22^ 1.47 ff. e^ kaite und ^e .warme, voq 
denen die letztere nach Strabo^s Meinapf (13^ p. $02.) zu seioer Zeit ver- 
siegt war. Ueberhaapt bemerkt Strabo (13. p. $95.)^, sich anch anf den 
Daietrios Scepsius berufend , dass die einzige Quelle ' des Scamander gar 
■icht kier> soodero auf dem Ida (dem M. Gotyius) sich finde, . und dass der 
Fhiss wahrscheioGch eine Zeit laog unter derErde hinfliesse, und vor Ilions 
Manem ersi wicder hervorbreche. Vei^). liber die Quelien .des Scamand^ 
*. Riekter's Wallfahrlen &. 461. 

77) Nur Ptol. I), 2. (und vielleicht auch Mela t, 18) 3.) gtebt jedem 
d^ beiden PlQsse seine eigne Mflndung, und setzt die de^ Simois (55^ 20' 
L. 41^ 10' Br.) um 5 Minuten, oder eine g. M. nOrdlicher an, als die des 
Scamander (55^ 15' L. 41^ Br.), vermulhlich den oben erwiihnten. Kanal 
1^ das wahre Belt des Scfamander haltend. Aber auch so ist die Entfer- 
■ang zu gross ; doch muss man bedenken, • dass 5 Minuten iiberhaupt das 
kleinsle Maass von Entfernungen bei Ptol.-sind. Uebrigens machea die 
Allen den Scamander zh dem bedeutendern von beiden Fliissen, und lassen 
den Simois in ihn fallen (Hom. II. 5, 774. 21, 124. Plin. 1. |.), .sprei-hen 
daher auch . nicht von der MOndUng des Simois, sondem von der des Sea- 
■ander in die S^e (Herod. 5, 65. [der das Sigeum.an den Scamander 
selzt] Strab. p. 595. Plin. k 1.). Nin^mt man aber auf den lilngem Lauf 
ROcksickt, so isl neuefn Untersuehungen zufolge der Simoi^ der Hauptfluss, 
der aber freilich nur ein reissender Waldstrom is^ der zu manchen "Zeiten 
gaaz anstrocknety wfthrend der nngleich kUrzere Scamander (tir gewOhn- 
Eck mehr Wasser hat (das^ab^r doch nach Herod. 7, 42. nicht einmal zum 
Tnmke filr das He^r des Xebecs hinreichte). Wenn aber Plin. (.,1. den 
Scaaumdcr einen amnis navigabilis .^emt, so kann sich das anch nur auf 



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120 Zweiter Tbeil. Politiscbe Geographic. 

e'rreichen jedoch nar bei fa'ohem Wasserstande wirklieh die See, and 
veilieren sicb ausserdem ia Sumpra. Sand (in die spgen^nnte S%6fia 
Xi/iir'f]: Strab. IS. p. 595. 597. oder den Mundung^UmpT). Des^ 
wegen ward auch schon irfihzeitig ans dem Scamander, noch ebe er 
sicb piit dem Simois vereinigt, in Westlicher RichCiurg ein noch yor- 
handener Kanal gegrabeo, dersiidlich von Sigeum die See erreicht, 
und nur bei bokem Wasser, wo der Scaraander auch sein altes Belt 
wieder. jiufsucht, iindel eine wirkliche Vereinignng beider Fliisse 
Suit. Nebenfftisse des Scamander.sind der Andritis {6 "A^dqio^i 
Strab. 13. p. 602. ; j. wahrscheinlich Enai-chaie;) ^*) ^ der dorch die 
fferggegend Cate^ne in den Scamander Biesst, und der vom Ida 
herabiu^Bimende Thymbrius (o Gi/u^gioe: Strab. 13. p. 59& En- 
stath. ad Hom^ tt. 10. 430. ; j. Thimbrek)?^), der bei Tfayrabra vorbei 
and bei dem Teippel des Apollo Thymbraeus, 50 Stad. von Neu 
Ilium, auf der (Htseite in d^n vereinigten Scamander * Simois fliesst. 
o) In das Mai*e Aegaeum fliessen; Satniois (Savvioeig: Horn. IL 6, 
34. 14, 445. 21, 87. Strab. 13. p. 605.*, nach Strabo p. 606. spater 
Sa^vioag^ j. Tuzla, Tnsla, Tnslaschai), entsprin|;t auf dem Ida, 
durchfliesst in^'westlicher Richtung den sfidlichsten Theil voii Troas, 

Jeiren fCaDdl heziehen^ der zn jeder Zeit fOr klein^ Barkeo schiffbar ist^ 
Uebrigens scheint je^ die KUste nm die MUndung de& FPu^es her zwi- 
scheo dem Achilleuin and Aeanteum durch aogesotzten Scfalaipm and Sand 
viel weiter vorgerUckt zu seio, aU es im Alterlhume der Fall war, Wo der 
Hafen der Achtter wahrscheinlich eioe ziemlich tlefe Budit bildete, die 
jetzto^erschwunden und in 'Festland verwandelt ist, aaf welchem Xom Kale 
sleht. Vergl. besopders die Untersucfaaogen yon Leake Toof in Asia min, 
p. 289 ff. , 

78) WenlgsleAs nach Pococke HI. S. 157. Nach MannertVU 3. S. 
500. wUre yielmehr der Thymbrius der heut. Eiiaichaie (dpch s. die folg. 
Note); einer-andem^ poch unwahrschcinlichem , VennuUinng desselben 
Gelehrten zufolge abcr (S. 505.) wjire der FIus$, d^r jetzt fttr den alten 
Simois gehalten wird, der Aadriqs, der Enaichaie aber der alte Seaman- - 
der. Eloige halteo Strabo's Andrius fUr Homers KaQi^trog (11, 12,* 20.); 
allein dieser f&tlt nach Strabo in den Aesepus (s. oben)« 

79) Der bent. Name scheint keinem Zweifel Ranm zu lassen. Doch 
fliesst jefzt-der Thimbrek nicht in den Afendere Su, sondem unmittelbar in 
den Karanlik Liroan (Portu» Achaeomm). Aach muss man sich dann die 
Ebene von Thymbra in bedeutendelr Entfernung von Ilium denken und an- 
riehmen, dass die Pelasger, Garier, Leicger ete. im troj. Kriege ihr Lager 
aift Hellespont batmen. Vgl. MannerlVlj 3. S. 501.. Leake h^lt freilich 
den. Thymbrius fiir ^in sUdlicher und wirklieh in den Mendere fliessendes 
Flisschep, das jet^ Kamara oder Tschamar-su helsst. Doch siehe dagegen 
prpkPSfh Penkwiirdlgkeiten und Ertnnerungen im deni Orient 1. S. 21 1» 



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§.62. Myfiia. ' 121 

and faik vwiscbea LariMa.aDd HanMudtas in He Set^^). Evenms 
(6 Evr^^QSz Uesiod. Theog. 345. Strab. 13. p.dl4. ; y SaiidarU)«') 
hat seiDe Quellen anf dem Temnii;? , darcfafliesst in. aiidwestl. Laofe 
Aeolis, ood miindet siah j)ei Pitane in den Sinus Elaiticas. . Aus ihm 
war eine Wasseiieitung nach AdramyUinm gefiihrt. (Strab. 1. 1«) 
Calcw (6 Kdikoe: Hf^siod. Tbeog. 343. Heeat. fr. 345. Aesdi. 
fr. 122. u. 131. Find. klh. 5^ 53. Herod. 6, 28. 7, 42. Strab. 1^. 
p. 616. Ptol. 5, 2, Pans.Bo^ot. 5. Mela'l, 18, 1. PUn. 5, 30, 32. 
Virg. Gc. 4, 370. Ovid. Met. 2, 243. 15, 277. A. A. 3, 196.»»); 
j. AJL - son Oder Bokbair, Bakir, Bacber)^^) entspringf am Fusse des 
TemuHS in Tealbrania »^) , naab Pioi. unter 58<> L. 40<> 30" Br.,. b|it 
erst einen siidiicbj^n, dann, nach der bei Pergamom erfolgenden Ver* 
einigong mit dem auch anf dem TemRiis enUpringenden und anf dem 
finken lifer in ibn einstrdmend^n i^gsiiis (6 Miotog: Slrab. 13. p. 
616. Ovid. Met. 15, 277.^'); j. Bergma), einen westlicben Lanf,und 

80) Die von Homer. U, 12, 20. ii. Hesiod. Th'eog. 340 3q* u. aas ibnen 
voD Plin. 5, 3, 33. erwahnlen Flttsscheo io Troas 'JSnranoQog and 'Pijaog 
lassen sicb oicht genauer bestimmen. Scboo die Alten selbst (wie Plinias) 
kannten sfe nieht mehr. Ein sonst unbekaDoter Kils^enfluss id Troas ist 
Mch der vom Timostheoes und DemetHas bei Steph. Byz. p^ 93. v. ^^nia 
frwabnte ^Anidavog; auch der bios bei Xen. Aa. 7, 8, 18. erw^ote Ki^ 
tuaog^ auf welcbem die Heraasgeber wohl mit Unrecbt den Catcus macben, 
iftbier zn sacheo. 

81) Nacb ZeoiteV Karte hei.s3t er jeUt Kosak. v. Richter Wallfahr- 
(en S. 487. schildert ibn als breit, aber seicbt, jedocb obne seinen neaeni 
Namen zo nennen. ^ 

82) Nach Pseodo*Plutarcb. de flora, s. y.JKwxog war sein alter Name 
4duru$ ; spdter biess ^f Jstraeu^^ und dann erst Caicus» 

83) Vgl. y. Richtfr's Wallfahrten S, 493. (nach welcbem Bakir tschai 
zzKapferfluss isl)a.-ynf/i«/e//Seven Churches p. 278. 282. — Leake Tour 
ip Asia min. p. -269. dagegep bSlIt dendurch Menduria und Balikesri flies^ 
senden Floss von Bergma (den wir fQr den Mysius ansehen) fUr deh Hairpt- 
Strom oder den Gaicus, wonach der Mysius zo dem Ddrdlichem, auf den 
reehten Ufer in deo Caicus einstrOmenden Artne werden wfirde, den wir 
(^ den Caicqs selbst balten, N^cb Kruse und Groskurd (im Index zom 
Sipabo) helssl er j.'Gipmasti.- TournefortT. III. leUre 22. p. 362. nennt in 
dieser Gegend den Floss Furtissar^ von dem es aber onentsehieden bleibt, 
•oh er der Caicus oder Mysius isU Prokesck Denkwflrdigk. 111. S. 829. 
giebl gar keinen neueren Namen an, sondern sagt nur, daSs er 70 Schritte 
Wasserbreite babe. • 

84) Daher'bei Ovid. Met. 2, 243. Teuthrantius Caicus. 

85) Nach Ovid waren Mysius und Caicus.nur 2 vefscbiedene Namen 
desselben Flosses. Daher glaubtauch Manner t VI, 3.^ S, 397* der Caicos 
M)e ill seinem ersten Laufp Mysius geheisseti, 



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i22 Zweiter TbeiK Politisch^ Geo^papbie. 

miiiidet sich ^swisohen Pitane mtd Elaeii (Mda tnA Plin. U. Ik), voa 
ecsterer 30,^ yoa leizlerer 12 Stad. entferni (Strab. I. L)» untenn 5$^ 
Stf t. 39^ 15' Br.*(Pu>l.) in deoseiben Meerbnsea. Em paar andere 
Nebenflusse desselben sind dec aaf dem M. Pindaans entspriDgende) 
die Land^haft El«fUs diirehfliesseDde, and bei Peiyamam in ihn fal- 
lende Cetius {Ktivio^: Strab. 13. p. 616. PKd. 5, 30, 33.; nacb 
Arundell seyen Gburchesp. 282. jetzt Barmak-palran), toa welchem 
die alien Bewohner der Gegend von Pergamum Cetei {Kriralpii Horn. 
Od. 11, 521. Strab.' r. L und p. 620. 678. 680.) hiessen , aii4 der 
aacb bei Pergfemnm , das ,er durchflieast, sich mit ihm vereinigendb 
Sp/i»ti5(PUn.i. !.)••). . 

-' Landseen: Jlpallonwtis Laeus (^noXXmViaTiQ Xi/j^vtj : Strab. 
12. p. 576. ;.j. Ulubadsee, ancb noch Abeilionte), ein bede;itender 
Se&®^) ta der nordoatlicben Grenze des Lander und am Fosse des* 
Olympns, diirch den der Rhyndaco^ fliessU Seinen Namen hatte er 
von der in ihm aof erner Insel liegen'den Stadt Apollonia. Mil^tapoli- 
Hm L. (MiXf^onoXlTie : Strab. 12. p. 576i) oiev ^rtynia (Plin. 5, 
32, 40. ; j. See von Manilas) •^**) , etwas westlich vom vorigcn , viel 
kleiner, und nacb der in der Nahe zwischen ihm und dem vorige'n lie- 
genden Stadt Miletopolis benannt®^). Pteleos (IlT^Xsiis: Herod. 7y 
42. Strab. 13. p. 595.), ein kleiner See bei Opbrynimn zwischen 
Dajrdanus und RhSteum an der Kiiste des Hellespontus. 

E i B w o h n er. 1) Die Mysi (ol Mvaoi: Horn. II. 2, 858. 10, 
430. 13, 5. Herod. 1, 28. 171. 3, 190. Scyl. p. 35. 36. Strab. 2. 
p« 129. 7. p. 295. 303/12. p. 5^4. 542. u. s. w.) waren wahrsehein- 
licb thraciscben Stammes (Strab. 7. p. 295. 303. 12. p. 542^ 564 IT. 
572.) und in diese fruher von Phrygiern bewohnten Gegepden erst 
nacb dem trojan. Kriege ausEuropa eingewandert (Strab. 12. p. 565.), 



86) Plinins 5, 30, 32. 33. nennt in Mysien nod Troas oocb folgeode, 
sonst nirgends vorkommende, kleine FlOsse: Gryliut y Ollius , JstroUy 
Connaios, Eryannos^ ^labastros^ Hieros, von denen er wenigstens den 
5 letzteren ihre QnelFeo auf dem Ida aoweiat. « Aasserdem kennt er noch 
dep bei Pitane (und doch wohl auch ber Cana) in Aeoiis fliessendea Cor- 
naiuSy unstreitig denselben, den Ptol. 5, 2. Pytanes. neqnt, wahrscheinKch 
eiq NebenflCi8S6|fea des Evenas. ^ 

87) Sein Umfang betrSlgt nach iieuern Untersnehongen 25 ital.Meilen. 
87b) Vgl; HamiltorC$ Researches ia Asia minor II. p. 105- ff. 

88) Nach PHn. 1. I. epUprlngt aus ihm'der-Rhyndacus, was ein oflen- 
barer Irrthum ist, wahrscheinlich bervorgegaogen aos einer Verwechscluog 
des Rbvndacus mit dem Tarsios.. 



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§.62. Mysia. 1» 

desn Homer (11. 2^ 958< 13, 3.) seheint sie dis eioen socli in Enropa 
woboenden . thracbcbeo VoULerstamm dpter den BuiidesgepfosseD der 
TrajaDer zu erwabileD;^). Si& scbeinen zogleieb mk den Teufsris 
{T€vnQoi)j deo m^abrscheinUcb aneb traciscbeo StamrnysLtem der Tro- 
janer (nit denea rerbpodeii sie sobop friiber die Bitbynier von deA 
Ufern des Slrjnnon in Tbraaien Teririeben and znr Auswandemng 
naeb dem- Bospumis Tbracieas genotbigt batten a Herod. 7, 75.),' in 
Kleinasien eiqgewandert zn sein (Strab. 7. . p. 303. 12. p. 541 sq. 
Flip, i, Al, 42.), n. wUirend jcne d^s Gebiet von Troas am derKaste 
besetzten, sict seibat in das weiter ostlicb nnd sndostUeb' gelegene 
Bei^nd gezogen zi^baben^ (Strab. 12. p. 572.) Ibre nenen W4>bp- 
silze, die sicb von den aiidostlicbsten.Tbeiien der Propontis iw N« 
westlicb bia zam Fi. Biiyndacns, siidiioji Ifis in die Gegend von Per- 
gamnsy and ostlicb bis znr Landscbaft Katakekanmene erstrecktep, 
D^fim^d sowohl in der LUnge als in der Breil;e einen RaUni von etwa 
20 g. M. .ein. ■ Im Siiden des Landes stifteten sie ^or Zeit der aoli- 
schen Einwandemngen ein naeb seinem Stifter Tentbras benanntes 
(Strab. 12.' p. 571. 13. p. 586. Q15.) a. wabrscbeinlieb bald von den 
Lfdiecii iiberwaltigtes Reieb Teatbrania,. voif welcbem den sndlicbem. 
Stricben Mfsiens ancb spaterbtn dieser ^ame blieb (s. oben S« 111.). 
Die nbrigen Hysier lebten a^s mebrere kleine, ^etrennte Volkerscbat' 
ten, and theilten die allgemeinen Scbicksale des westlicben Kiisten- 
laades (s, oben S. 108 ff.). Nach Alexanders Tod^ ward Mysien der 
Zankapfel zwiseben den Biihyniern, die die n5rdlicbe Ktiste des Lan- 
des bis zam Fl. Rbyndacas an sicb rissen,' and dem neuen pergame- 
niscben Reicbe^ das sicb die mysische Ktiste des 'Hellespontus unter- 



89) Er weibt ibnen freiliefa oirgeods bestimnite Wobositze an, erwibat 
ae liber a^ncb nocb iiicbt in ibren spdtern Sitzeo an der Kttste Kleinasiens, 
vo er bios der Pbrygier gedenkt (II. 24, 545.). Far die tbraciscbe Ab- 
kisft spricbt nameaUicb der Umstand, dass sieb io Thracieo stets- ein mffcb- 
tiger Stamm dieses Namens (die Moest) erhahen bat, der offenbar nfcbt 
erst ana Asien, dorthin eingewaadert war. Dass ttbrigens Herod. 7, 74. 
(rerf\, Strab. 12. p, 572.) die Mysier fiir einen lydiscben Stamm bfth, ver^ 
■athlirb wail sie dieselbe Spracbe mit den J^ydiern redeteo' und im pers. 
Heere stets als ein ¥olk mit denselben jmsammengestellt wnrd^n, wider- 
streitet dieser Ansicbt keineswegs, denn dass die Mysier, Lydier and Go- 
rier gtammverwandta Volker warea (Herod. 1, 171.^; ist keinenf Zw;eifel 
aaterworfen. (Vgl. ancb Strab. 12. p. 550. 572. 14. p. 6^59.) Und ilocb 
warea die Mysier viel Fober, als die schf>n der gnech. Bfldung sicb nSbera-' 
den Lydier, nod ancb bei weitekn nicbt so VoUsU&adig and got bewaffnet, 
als diescu (Herod. 1. 1.) 



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124 Zweiter Theil. Eolitiselie Geographie. 

warf (vergl. oben S. 108.), wo. sich die Mf^er, ' darob liie Bi« 
thynier v6q der Propontis v^rdrahgt , naob V ertreibang ;der an der 
westlichen Kiiste wobnend^n.Phrygier fest^setct batten (Strab. 43. 
p. 541. 566.).- Docbblieb d^eseo voh Afysiern ben^obnteo Landstii- 
cben aacb ^paler der Name Mysien, oar.dass man, wie oben S. llOf. 
gezeigt wurde, Gross- und Kleinmysien unterscbied. Die Mysier 
waren, wenn man das, was Posidonius bei Strab. 7. p. 296.' znnacbst 
fiteilicb nnr von den enropaischen Mysieni bericbtet , auch anf die 
asiatiscben iibertragen daff, wenig^stens in den iiltesten Zeiten ein 
frommes, gotlesfiircbtiges uitd friedliebendes Nomadenvolk,. das sehr 
eipfacb vom Ertrage seiner Heerden (von Milcb , ^ase nnd Houig) 
lebte, and nacb Slrab. 12. p. 572. eine ails der lydiscben nnd pbry- 
giseben gemischte Spracbe, d. b. einen diesen beiden ^prachen vet- 
w^ndlen Dialekt. derselben (tbracischen) Mntterspraebe redete. Aobh 
im pers. Zeitalter scheinen.sie nocb keine bobe Stnfe der Kultiir ^f- 
reicht zu haben, denn nacb. Herod. 7, 74. flihrtep sie sebr eioEAcfae 
Waffen, einen gewohnlicben Helm, einen kleinen Schiidi and'«inen 
Wurfspiess mit einer. bios im Feuer gebarteteb Spitze. Spaler ipag 
allerdings aucb ibnen dorcb den Verk^br rait ihren griech'. Nachbam 
ein hobefer Grad der Bildang zn Tbeil geworden sein; docb ver- 
scbwimmen sie von nun an so mit' den Nacbbarvolkern, dass von be- 
sondem Eigentbiimlicbkeiten des Yolkes nicht mehr dieilede isft. Ab 
eine den Mysiem eigenthiimliche Gottheit erwabnt Strab. 12. p. 574. 
den Abretteniscbea Zens *^). ' : 



90) Einzeloe vop den Alten erwShote mysiche. Vtflkerschaften siiid 
die Oh/mpieni oder Oiympeni (Okvfimrjvol : Herod. 7, 74. ^OXvimrjvoii 
Strab. *12. p. 574. Ptol. 6, 2.) in deo Dordtfstlicbsten TbeileD des Lahdes 
am Fusse des Olympns ; die ^bretteni (Plin. 5, 30, 33.) sttdlieh vpn jenen 
in der Laodscbaft Abrettene (vgl. Strab. 12. p. 574i 576.) ; die Traeme- 
nothyritae .('^P^^i^<^o^i;()/ra^ £ id. ibid.) westlicb von ibnen nacb dem 
Thebanisehen GefUde bin , aber aucb nocb nOrdlich vom Tenmos (mit 'der 
Stadt Traianopolis) ; die Hellespontii (PUn. I. I.) an dor KQste des Helle- 
sponts ; die Pentademitae (rhvradrjfiiifcu : Ptol. ibid.)^ also wohl 5 ver- 
bundene Vi&lkerscbaften auf dor SUdseite. des Temnus in Tentbranien ; die 
Mysomacedones (MvaofAaxidopeg : id. ibid, und Plin. 5, 29> 31., aacb bet 
Plin. 5, 30, 32. Macedones.Aschilatae)^ zWichen den vorbergenannten, 
also wabi^cbeinlicb urn die^Quellen des Mysius ber;'die Erizdi(EQl^fiXoii 
Ptol. ibid., wahrsdieinlicb die Erezii des Plin. I. 1.) nacb der Grenze von 
I^rygten za. (Andere von Plin. !. 1. erw^nte Yolkefscbaften, wie die Mi- 
letopolitae^ Poem^neni u. s.w.'sind bios die JGinwoboer einzelner, untcn 
Zir erwSbnender $tftdte. 



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§.62. Mysia. • . 125r 

2) Die Trojaner (T^W.- Pom. II. 2, 803. 4, 433.* u. s. w. 
Scrab. 7. p. 295. 12. p. 573/ 13. p. 582. 58&. 678. and <$aer, Virg.: 
Aen. 1, 172.^5, 265. etc. Troiimii Mela 1, 18, 1. Virg. Aen. 11, 
421. Civ. Diy. 2, 39. Liy. 1, 1. 2. a.'s. w.) wareh bochst walir^ 
scheidieh ebcQMs thracischer Abknnft (Strab. 13^ p. 590.) >^) unA 
als Teucn (TsvuQot: Herod. 5, 122. Strabv ^ p. 61. 13. p. 604. 
613. a. s. w.) zngleich mit den Mysiem aiB Enropa in Kieinasien 
eibgewa'nflert, so gat'wie dielhnen stammverwaridten Darjaner, die 
ihre firShern Wobnsitze in Samotbracien batten (Diod. 5, 47.). Das 
Volk war niebt sebr gross , stand al^er aaf einef hobem Stiife der 
Riiltiir, als die Griecben zn jener Zeit, wo sie es bekriegten,.apd 
bliibte wabrscbeinlicb aucb durcb Yerkehr and Handel. ' Wenigstens 
seheint sein grosser Woblstand and die Tbeilnahme so vieler Hiilfs- 
volker an seinem Kampfe gegen die Griecben aaf weit VerbreitetJB 
Handelsyertinddhgen binzadepten. Ddrcb diesen Krieg warde es aber 
aocb so gut als vemicbtet, a. spater'ist von ibm, wenig^teus in Klein- 
asien , nicbt mebr <lie Hede , wiibrend dagegen nan die trojaniscben 
Koloniea in ItaKen eine wicbtige Rolle zu spielen beginnen, wobin die 
Reste des Volks untef Anfobmng des Antenor a. Aeneas ansgewan- 
deri waren. (Vgl. Strab. 1. p. 48. 3. p. 157« 5. p. 229. 13. p. 606.) 

3) Die ^eoles (MoXmIq: Hexod. 1, 149. 150. Tbuc. 7, 57. 
Stnb. 1. p. 61. 8. p. 333. 12. p. 534. a.s.w. Cic. Place. 27. a. A.) 
eder AeoUi (Mela 1, 18, 1. 3. Vellei. 1,^*4.) waren nrspronglicb ein 
pelasgiscbes Yolk in Tbessalien (Herod. 7, 95. Diod. 4, 67.), das 
(wenigstens nacb ApoUod. 1^ 7, 30 seinen Namen yoin Aeolus, einem 
Sobne des Hellea and Konige in Tbessalieu, batte, wanderten aber 



91) Far diese Ansiebt spricbt schon deroben erwAbnte Umstand, dass 
£e BiUiynier von ihneo io Vcrbiodang mit dee Mysiem aas ibreo Wohn- 
sitzen am Strymon vertriebeB wordeo waren. Strabo 13. p. 590. sucht sie 
aber aucb oocb Aadbrcb zu begrOoden, dass sicb bet dee Trojanero and 
dea Thraciem in Europa mehrere gleicblautende Nameo fincien, z. B. daf 
Skliscbe Thor b Ilium und der FIuss Skttos, so wie ein VolL der Skiier ip 
Thracien, die trojanische Stadt Arisbe und der Arisbus, ein Nebenflu^s 
des tbradschen Helms u. s. w. Nacb- Strab. 13. p. 604. und Virg. Aeu. 
3, 102. wareo freilicb die Teucrer aos Greta, in Kleinasien eingewandert 
(vei^. Heynii Excqrs. V. ad I. III.) ; allein diess ist liur eine diditeVische 
FtctioB, die keino Anctoritilt f&r den Historiker sein k^n. Und wenn ApoU 
lod. 3, 12. den Teucer zu einem Sobne des Fl. Scatnander n. der Nymphe 
idia, d. b. die Teucrer 2u Ureinwohnera des Landes macht, so heisst diess 
weiler nicbts, als dass sie scbon s^it uralten Zeiten an der Kttste. Klein- 
asiens wobnten, und dass man ibren eigentlicben Ursprung nicbt kannte. 



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126 Zweiter Theil.. Politische Geaj^rapbie. 

spSter in' den Peloponnes, and zwar mch Elis (ApoUod. ly 7, 5. Co- 
.non. narr. 27.), yon wo aus sie schon outer -Ores tes, dem Sobne des 
'Agamemnon (Strab. 13. p. 582.), ihre Wandemngen nach Kleinasieii 
uoleraommen hibeti sollen, die non zo verschiedeoen Zeiten siefa wie* 
.derholten. (Veilei. lyi^ 4.) Sie liessen sich zuerstan denKiisteB 
you Troas nie<)er, die sie dorch.den trojan. Krieg^ziemlicl^yerodet 
bnden (Herod. 5^ 94. 122. Pans: 1, 35, 3. 8,^ 12. a.E.) a. yermisch- 
ten sicb ^ier mil bereits friihep dorl angesiedelten Pelasgern. (S^rab. 
13. p. 620.) *^): Der EnLel des Orel^tes , Archeiaus , gnindete die 
ersten aolischen'Anlagen.in der Gegend yon CyzicUs, wahrend andere 
aoiische Haufen sich auf den benachbarten Inseln niederliesseo, nacbdea 
fieboo Grans, der Sobn-des Archelans, sicb 130 J. nacb dem Irojanir 
scben Kriege anf Lesbos skogesiedeli hetle. (Strab. 13. p< 582.) Die ersien 
aoliscben Stadte an der Kiiste des festen Landes after, Cyme, Aegi 
n/s. w. warden erst nm's J. 150. liacb jenem Kriege, oder 4 Men- 
scbenaltcr yor der Eipwandemng der lonier in die siidiidtern band- 
schaften- Lydien and Carien, unter Kteva nnd JMalaos gegriindet. 
(Strab. 1. I.) ZwolT solcher aoliscben Stadte zwiscben deni Hermns 
and Caicns traten daqn in einen Band zusaminen (Herod. 1, 149« 
Strab. 13. in. n. p« 622.) *^), wdcbe Verbindang u'nyerandert blieb, 
bis eine der 12 Stadte, Smyrna, dem Bunde uocb yor der 23. Olym- 
piade (Paus. 5, 8, 3.) darcb die Treulosigkeit der lonier entriss^n 
.wdrde. (Herod. 1, 150. 'Paus. 7, 5, 1,) Docb gab es ausserdieSem 
Stadtebunde aaeb nocb manche andere aoiische Stadte langs der gan- 
' zen Kiiste yon 'den eyziceniscben Grenzen an dei* Propontis bis zum 
FH. Caicns, vo wie aaf der Insei I<esbo8 (Strab. 13. p. 582:)*, gress- 
. tentbeils yon Cyme a. der eben genannten Insel aas angelegt. (Vgl* 
Strab. 13. p. 622., der bier ihre Zahi zu ohngefabr 30 angiebt.)** Sie 
geiangten darch lebbaften Handel bald zu grosser Macbt and Bliitbe, 
was scbon daraus beryorgeht, dass sie zu der grossen Flotte des Xerxes 
'^ Schiffe zu senden yermochteo (Herod. 1,152.). Nacb dem Stntze 
des persiscbenf Reichs, dem ancH sie sich batten uoterwerfen miissen, 
kamen si$ erst nnter die Herrscbafl der syrischen Konige un'd dann 
unter die der Romer, denen sie aucb, jene karze Zeit ausgei^eaunen, 



92) Baber fOh^te z. B. Aataodras aocb zu Herolots Zeiten den Na- 
meo des Pelasgiseken: (Qer. 7, 42.) 

93) Bie Ubrigen doU^cheo Stftdte, Bameotlicb an der nOrdlichen Kttete 
yon Mysieo and auf den Inseki, gehOrten nicht mit zum ftotischen Bunde 
(Herod, i, 162.). 



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§. 62, MyiJia. t2T 

wShreDd sie, detn Midiridates.geborohleii, steti nnterthao blieben. 
Nftcbst SchiMirt iid4. Handel (Herod/ 7, 95.) war die Bebauung ies 
herflichen , lonien an Frachtbarkeit ubertrefTendeD, wenn anoh tob 
keinem so scbSneo Klima begtinstigten (Herod. 1, 149.) Kii^tentandea 
die Haaptquelle des Woblstandes dieses tbaligen and betriebsamen 
Volkes. • 

JUysien war in alien seinen Theilen sUrk beyfilkert and dalier 
anch reick an StsTdten jeder Gr5sse. A) In Mysia Minor oier 
Ofympenes a) iangs der.Kiisle der Propontis von 0. fkaeb W*.t Pla- 
eia {mania, ITXanif]: Herod. 1, 57. Scyl.p. 35.»*) Mela 1, 19, 
2. Piin. 5, 32^ 40.- bei Steph. Byz. p. 553. aber, wenn anders die 
Lesart ricblig ist, nXdnfj)^^) und Seylace (ZftvXdxfj: Uecki. ff.- 
V&. Herod. 1, 57. Mel.' Piin. 11. 11. Stepfa. p. 610. Scyfacetonhei 
Val. Fl. 3, 36.), zwei kleine pelasgische Kolonien osUich von Gyzi- 
eos and am Fasse des Olympas, die fruhzeitig herabgekommen za. 
sein sebein^n. Cyzicus (9/ Kv^txosi Hecat. fr. 204. Scyhp. 35. 
Thac. 8, 107. Slrab. 12. p. 575. 13. p. 588. 14. p. 635. 665. Pfol* 
5, 2. in. Aristides T. I. p. 237. Jebb. Appian. B. Mitkr. 72 sqq. 
Pint Luc. 9 sqq. Pans. 8, 46. Piin. 5^ 32, 40.'Cic. pr. leg. Man. 8*. 
pr. Arcbia 9. Nep. Timotb. 1. Vellei. 2, 15. Entrop. 6, 6. u. s. w., 
aoch Cyxicum : Mel9 1, 19, 2. ; j. B.uinen nnter dem Namen Ghizico, 
bei den Tnrken Bal Riz in der-Ndhe von Aidinjik, spn Aidindschik)**) 
Top den Milesiem (Anaximenes ap. Strab. 14. p. 635. Piin. 1. l.)^nf 



94) Da bei Scylax die Lesart der Godd. itoXig IRaklov iaU sq ver- 
witken Holsten. ad Stepb. p. 256. u. A* 9 man babe bier aucb einen Berg 
Pladus oder Plaeus za suchen, auf weichen siob Homers (II. 6^ 397.) 
'TiiQiiXa^oq nod (II. 6, 425. 22, 479.)^ vno IlXaxt^ beziehe. Alleio The- 
bae, welcbes am Fasse dieses waldigen Becges gelegen haben soil, ist in 
eioer ganz andem Gegend zu suchen (siehe aDten), and- schoa Strabo 
13. p. 614. wussie eineo Berg diesens Namensin Mysien nicbt mehr kuf- 
zalmden. 

95) Nacb Kruse^s Karte voo Griechenlabd zeigen sich ooeb Ruinen 
Ton ibr, die ith jedocb in de<i mir zugSlnglichen Reisebeschreibungeti nicht 
erwflhiit finde. Mannert Vl, 3. S. 533. ^laubt, dass die beat, kleioe Stadt' 
Panormo auf der Stelle des alten Placia stejie; allein di^se Hegt 120 Stad. 
wesUicber, als jene Ruinen, und deutet ofleabar apf Panormus, den Hafen 
Ton Cyztcus, *hin. Ueberhaupt suchl Mannert Placia zu nahe bei, Gyzicas. 

96) Siehe pQCoeke T. 3; p. 168 ff. Lucas Voyage dans laGr^ce. 
T. L p. 36 ff. 379 f. Prokeseh Denkwilrdigk. III. S. 271 ff. Hamiltores 
Researches II. p. 96 f. 102 C' Vergl. fiber diesa Sudt namentlich Jfar- 
foardt^jf Gyzicas and sein Gebiet. .Berlin 1836. 8., aach Grotefentfi atis- 
fUrCe^n Art. Cysicu$ in Pauly'9 Realencycl6p. Bd. U. S..834 f. 



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128 Zwciter TbeiL P'alitische Geographic. 

dem schtnalen Halsie einer Halbipsel (DoKonis Peniusala, j. 'Kapo- 
t^gbi), nach Ploj. unterm 56° Ls u. 41^ 30^ Br. gegriiodct (Mela 1. J. 
Ovid. Trist. 1, 10, 3; Val. Fl. 2, 635. Scboj-ApoUoa. 1, 936.), die 
spater durcb eiuea Grabeo^zor volligea lasel gemachtwurde, and tour 
durcb 2 Briieken mit dem festen Lande zirsdmmeuhing (Slrab. 12. p. 
'5750 'O* Di® Stadl biess (ruber !j4^xT(av vfjooe (die BareniQsel: 
Stepb. p; lll.*^uiitf p. 394« Plin. I. 1.), weil sie am Fusse eiies von 
P^rea bevolkerten Berges lag {ti^^Aq^iT^y oqbs: Strab. 12. p. 575«), 
aucb Dqlionis oder Dolionia (P\in* 1. 1. Callim. ap. Scbol. Apollon. 
1; 957, Stepb: p. 24L) nacb dem pela6giscb«n Volke der Doiiooes^ 
•die biec wobnten (Hecat. 1. I. ^Crab. 1. 1. Apoll. Rbod. 1, 947. c, 
.Scbol. ad b. I. et y. 962. EusUth. ad Hom. U. 9, 480. Plin. 5, 32, 
40.) xt, Dindymii (Plin. 1. 1.) von eiuem andern Berge, an dem sie 
lag {Jivdvfiov oQOQi Sebol. Apoll. 1,* 985. Scbol., Nicandr. Alexiph. 
, p. 51.9 mit einem von de^ Argonaulen erbauten Tempel «ler Dindy>- 
ipene:' £^trab. 12. p. 575.); den Namen Cyzicns aber erbielt'sie von 
einem gleicbnamigen Konige der Doliones (iVIela 1. 1. ApoUod. 1, 9, 8. 
Scbol. Apollon. 1,948.), der diess^Volk'ausTbessali^n bierber ^efiihri 
baben (Conon. narra't. 41.) und vom Jason bier erscblagen worden 
sein soil. Seit dem peloponn. Kriege, nnd besonders unier den Bo- 
mern, war sie eine der bliibendslen und ^cbonsten See- u« Handels- 
stadie Asiens, ibrer scbdnen Lage and gesnnden Luft wegen Lieb- 
lingsaufehtball der vernebroen R5mer, vom Kaiser Hadrian nacb eineip 
Erdbeben , das sie beimgesiicbt batte , sebr. verscbonert (Malalas in 
Cbronogr.ll. p. 118. Yen.), u. zutetzl seit Constantin Hanptstadt der 
Provinz Hellespontns (Malalas ibid.). Sie batie2Haren, PanormBs(an 
den nocb jetzl die kleine Handelstadt Panormo crinnert) auf der Ost-, , 
n. Cbytus auf der Westseite (Strab. I. 1. Apollbn. 1, 987. c. Scbol.); 
nnd bieli, obgleicb sie zn Alcibiades Zeiten nocb unberestigt war 
(Thuc.. 8, 107. Diod. 13, 40.), spater eine Belagerung durcb Milbiri- 
dat anfs tapferste aus (Appian. Mitbr. c. 72 J*. *Stra}). 1. I.), wofiir 
iBr ^ie Romer die Freibeit and grosse Landereien schenkten (Strab. 
.12. p. 576.); docb bob spater Tiberius ibref Preiheil wieder auf (Tac. 
Ann. 4, 36. Suet* Tib. 37.). Ibr& Goldmiinzen (xv^in^jvol)^^) warcn 

97) Nacb Plin. I. I. war es Alexander d. Gr., der die Verbindung der 
Iiisel 9>it dem festen Lande wiederberstellte. Vgl. aucli ScboJ. ApoUon. 1, 
936. 940 ff. 962. 

98) Sie zeigten auf der einen Seite 'eineo Franen-, auf dor andem 
ehieir LOwenkopf (Hesycfa. Suid.) und bielteu ^8 littiscbe Drachmen. (De- 
nibstb. adv. Pbonb. p. J9i4. iteisk.) Den PraCienkopf billt Larcher % den 



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weit and kreit-die gsw&biilijchef Zal4inigsmiiDM. {XtsL Ai^. 6, 2» 
4. 7, 3^ 10.' 5, 6f 33. ii. s. w.^ Aoch lieferte ^ie eine ^arubmie Salbe 
(f*vfO¥ KvCiwivivj Vfiguentun^ ifinwnoA^v amaracA$um: Paos. 4, 
36, 5. Aihen. ,15. p* 088. Ptni.^13, 2.), die ans der P&anzolris 
kereUet ](nir4e •»)• — Prii(pus (flQianog: Thilc. 8, 107. ^trib: ^3* 
f. 587- Plol. 5, 2. in. . Geogr. Kay. 2, 18. 5, 19. Mela 1, 19,' 2. 
Plhi. St, 32^^40.$ j. Karabo^), ebeofalls ei^ KoloQie^46r Milesier od« 
Cyzicener', iq eim^ wediirtticben Gegend y zn^eicb nit LampsaeHS 
HaapUilz^. des Coltiis. ^es Pnapus aiid Hafenstadt, sonst aber darcb 
Nichls besdnders wasfffiz^ehnti*^^). -^ Pityza(iliTV€ia) ^wiaeheu der 
Torigen lind ParMun in einer, wie ^cbon der Name zeigt, ficbtenrei- 
Chen Gegend^ wird bkis ¥on Horn- U. 2, 829. Strab. 13; p. 588. ii. 
Steph.Byz.p.5d2v erwabnt^^^). — Idkus {Jxifos: fitrab.ibid.) elwaa 



der Cybeleoder Siodpicme (s. qben)«. Von ihrem.Napieii sell aicb flbri* 
ge^s ancb der mpsf ^ jetaigen Zecblaen be^sehreibeo. • 

99) £u\em Gefilde in der Nahe der Sudt giebt GaHlmachos (fir. 4i{. 
Bfomf. aus Schol. Apollon. 1, 11 f 6.) deii Namen NriTfiirigmdiov^ ancb ist 
Bach Strabo 12. p. 565.^ Tergt; mk 13^. p. 589* in dieser ^gend flomen 
(0. 2) 829.)'r#Ha {t'fjQeiiq^ Sfipg tcivi) an tueb^n, ob{[leicb,Aadere (oaeh 
Straba p; 589.) ancb'40 Stad. vob JuampsacusveineD JBiigel mifeinem sebr 
heilig gebaltenen Tenpel dec GOttermuUer zeigten , .die bier nater dem 
Zaaamen tereia verehrt worde. (Denn bier ist die gewOhnliche Lesai^ 
t^ *Pilf}'9 ans KasUtb. ad flora. IK 2, 228. in Trji^eifj^ za Tcrandem. Vgl. 
Groskurd slA b. I. Bd. IL S. 553.) fianz nahe bei Gyzi<ins.lag eiast aui;h 
jfrtaee (uiqxaxri: Herod. 4, 14. 7, 33. &cyl. p. 35. Strab. 13, p. 582. 
14. p. 635. Apollon, 1, 357..Plin. 5» 32, 40.; j. die blobende Sudt ArtaU 
oder Erdek), eine Hafenstadt a^f jener' Halbmsel selbst, 40 Stad; west- 
licher, ancb von .den Ifilesiem gegrttadet (Strab. p; 6350^ aber beT dem 
AnGrtande der grieeb* Stadt» Kleinasiens gegen Darius zersU)rt (Herod, 6, 
33. Plim 1. 1./; wesb^ sie Strabo \%. p. 576. in der Rei&e, der Mysischen 
Stldte ganz mit Stillscbweigen jlbergeht^ nnd nur einen waldreichen* Berg 
Artaee und vor demaelben eine gleichnamige Insel (bei Ajn. 5, 32, 41. 
Arimeaeou) erwAbnt. Erst spater wurde.^ als Vorsiadt yon Cyzicos wie* 
der «i%ebcuDit (Procop..B; P«rs. 1, 25.) ^ . nnd ist erst in neoerer Zeit wie* 
der bedestender^geworden.'Hebec ibre Rqiaep vgl. Pococke IIL S. 169. 
mk «». mcJkierV WaiiiabrtoA ^. 418 f. thr gegenOber an der Kttste dea 
Pestlandes ist anch das bles ton Stepb. Byz. p« 86. erwafante KasteD *uirti» 
fOPHm zn soeben;. ' , k - 

99b> ^wiscben IViapos (ilber/dessen Rninen v. Richter's Wall&brten 
S. 425. za ve'rgleicben sind) i^ Cyzicos am die Mflpdong des Granicus be» 
wav aacb die Gegend ffarpmgtli (va ^AQTia/na.x^ Strab. 13. p. 587.), ans 
wekber Ganymedes geranbt worden sein soUte^. Thae, 8,* 107. aber er- 
wabnt aneh einen eo'nst aflbe|Lannten Flecken ^jiQniybQv. 

100) Naeh Andem war PHnia^htm der aite'Name von Lampsaeos. 
n. '9 



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iS6 Zweiter TheitV PoIiii9i:b« Geograpbie. 

tresUiclrcr iir" Jfersrelbcn Gcgenf am M^^re, w« iia'ch StSrafto difc viir- 
itigUchsteil SchncckcH gefhnden warden. *— Admstea (Aiqia^Beia: 
Hgm. 11^ 2, 828. Stfab. 13. p. 588." PKn. 5, 23, 4^. Sleph. »p5. 
p. 23.) in derr gifeichnamigeit. (aach P^iap1l9 und Parium WBiasseiidmi) 
Landscbaft; (Strab. 12. p. 565. 13. p. 586.) ^ewiseheA den beiden 
eben gdnahnten SU('d^n,; init einem Teinpel (a. Orakei) de9 Apollo und 
dcr ^Diapay der aber zn Slrabo's Zeilcn 4yerei!s vdrAicblel wa# ;)• -^ 
Parium (ro JJaV'ot': Charon p. 116. Crcuz. Herod. 5, 117.# Xcb. 
An. '7, 2, 1. 7, a, 16. Strab. 13. p. 588. ^ Pjtol. 5, % w. McU 1, 
19,1. Plin,* 5, 32/ 40. ; j. Ramarcs oder Kemer), cineKoJonie d^r 
Milesier (die nach Strabd niiil Pari^ra und 6rytIir8eni''VeAttnden tira- 
ren) ^, taiit einem gaten Hafen, der grosser als der von Priapiis war 
\(Strab.), pntcrm 55<^ 45' L. A\^ 36^ Br., sMwe^tl.' von Li*o»i noW* 
<>6tL von'Pasus gele^en, ertaob sicb bespndei's unter pergamen* Herr* 
^affc attf'Kosten yon Priapus (Strain). S^it Angnstns war ^e T'6m. 
Kolonie, and bei^tist daher auf Miinzeh des Kaii^rs Marc AnreK^oL 
Pariana lulia Augusta und auf einer Inschrifl bei Spon'(V\xt\\ 1. S« 
96. der deutoob. Uebei^s*) Col.-IuMa Papi^ina. Ak eine Aferl^i^urdig^ 
keil der Stadt erwab»t Strabo die itpiBy^eig^ cine l^amiKe daselbst, 
die ifl einer sellsamen Art yob Rapport mit den Sehlaogeii gestanden 
wd d^n Biss derselbeo durcfa bWe Beriffaning der Veirwurideten ge- 
beik' bfl^ben sojl, (Vgi. aucb Varro ap. Prise, j^. 894. P. und Plin'. 7, 
%^%)?). &) Any Helle^pontus : Idtmpsaeus (y Adfitpg^nogs Uecat» 

-r — :: — . •^- A \ • / • ^ 

Slepb. Byz. u. Ety m. M. s. v. AotfinpcfHog. Schok Apolloii. i, 933. Orph. 
Argon. 488. Plin. 5, 32, 40. 

1) Reickard u. Krust setzen auf i|uren Karten Adrasteti' zu -wejt la«4- 
efnwSlrts u. letzterei^ auch viel za OslKch ia die Nxhe des Gradicus. * Strabo 
sa^ ansdrQcklich, sie liege z wis eh en Priapas u. Parinm, nod dte.gleieb- 
namige Gegend liege unter ihr {exovok v n o nelftsvov iri^iov ifMivvfWp)^ 
also ist sie an der' KUste zu suchen, und eben daf&r spreehen aueh i\e 
UmsUlnde, dass der zu ihr gehorige, *mit eiaem Orakel Terbuudeiie'Terapel 
fiach Strabo l.'I.'dem Apollo Actaus geweiht war, * Pliahis aber l.i. das 
spaf^re Pafium selbst fQr Homers Adrasteia halt, vermuth lieh weilStrabo 
bericHtet, dass die Stqne des eingerissenen Temp^ls* aaeh Parium geaebttil 
tkrorden wSren. ^ ^ . 

2) Pans. 9, 27. in. lass^ sie nur v6n Erythrftern gegrfladet WBriCen. 
Aren Namen soil sie voih Parius, dem S. des Jason, haben, den Einigb auch 
ihreu Grfinder niensen. (Steph. b. v. Ammian. 22,- 8. Arrian. ap. Euatatb. 
ad Horn. Od. 5, f25. id. ad Dionys. v. 517. MAnzea bei Eekhel K 1/ Vol. 
2. p. 4C0.) Ufeher ihre Ruinen %*d. v. Jfh'ckter's WaUMlrten S. 429 f. 

3) In der Nahc dieser Orle lae einst'Pae#f^ (UctiGog: Herod. 6, 
117. Strab. 19. p. 589.) an der Mtednag eines gleiehBainigea Flttsscheus, 



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$,6^. Mysia, Ml 

fr. WIa ChatdD p..li0; Creuz. S<5ylaxf , 35. Hcfod. 4)138. Tkuc. 
1, 138. 8, ft*. Strab. 13. ^.9^9. Plo!. 3, 2. Diod. 11, %7. Plin. «, 
11, 18. «,.32, 40, Liv, ea, 42. OvM. Tk 1^ 10, 26., aucti Imp^^ 
em.- C5a. V^rr. 1, 24. Mela 1> 19, L ; j. Lepaek, .nop aiit Triii^- 
mtsen deir aheti AIa«ckii)^), ekie bedeuteadii Stadl am norddstticbsteii 
Tbede its tlelleapoot, ooteP Sd^" 20; L. 41^ 26' %. (PtoU), von Ph^ 
caern fegntadet (PDlyaeo. 8, 37« &tepii. Byz. Mela i L)0> die 
ttd BuiJgiM bkf scboB 4eq Ort Piigui*^ (Jlivvpeoaa) oder pityma 
Twbiiden (vgl; Gharoif L 1. Strab, L L Plal. de virt. m^l^ VqL VIH. 
p^'^. cd. Hutleii* Siepb.^Byz. s. v. Plio. 5, 32, 40.)«). Sk war 
Haa|it8tlB dea obaednen CiiUua des Priapas, .der bier von der A^hpo- 
dite geborai Borden sefio $oll (A then. 1, 23. Ovid. Fast. .6, 345. 
Pans. %y 31,f2. ApoUon.- 1,933. c' Schol.)^ batt^ einengutgn Hafon 
(Strab.)-, mid ihrtD UmgcbuogeB erzeiigten .eine groaso Meage gulen 
Weiitea (Tbuc. 1,^ 138. fitiod; 11^ &7. Strab. 1. 1.^,^ wesbalb sie auch 
iftm Tkenistocl^s vom Xerxes gescbenkt wurde (Thno^ 1. 1. Pint. 
Then. 29. Strak. 13. p. 587.'Npp. Tbei^ilO. Ai9miati.22> 8.). Sie 
war die Valer»4a4l des Geaebiebtsdbu^eibera ^baron^ derPeripateti- 
kers AdJDiantiis, des Rbetors Aoa;uHieDeB 0. des epicur. Pbilofophen 
Hetred^iis. EpieuHis* selbst leble webigsiens l&igepe Zeit d^bst 
(Sfarabo|». 589.)« Die'Gegjetid vanLaiapsacosO \iiAB^Jbamisi^/4fi^' 
¥k^ Theophr. b* pf% 1, 0,- 13. oder ricbtiger ,wobl '^Ti^^n^, von 
unmQp6l4f&a$ , wmV bipr Aphrodite ibre unKrmlicheXeibesfrncbt ab- 
fegte U4 MMkiiugneiet Stepb. Byz-y. "A^uQifiQ.y)— Jbydus {^^ffu- 



h& sich OsUicb von Lampsacns in die Propootig ergiesist '(Horn. H. 2, 828. 
Sirab. I. 1.). Sie w^ vop den Milesiern' zh Ehren Homers gctgrftod^ weil 
Mb^ difiser (L Load 5«. 612.) ein Paesns.oder Apaesos in dieyer Gegend 
erwabnt , aber frUhzeitig. verfailen, and! die Einw. nacb Lamps^tco]? ver- 
pfiaasi (SirakLI.). Aa dimer KUste> o4er doch in ibrer^'abe, lag a«ch die 
8|adl Bmlcea (Plin« d, 30^ 33. BakKSia^ nolig m^ rnp Il^onovilia: 
Steph. Byz,'p. 152.). * 

4;^ V^. PocoekelU. f. 1^2. , 

5^) Naeb Strabo 1. 1. von den Milesiern , ^ die.es vielleicbt nor ver- 
grtaaert«n. 

6) Oaber ancb die oben JXote 100. angefilbrte Meinung, es sei Ho- 
llers Pityia. \\- 

7) Die Bacb.eiaem Fr. des Charon p. il9. (ex SchoL Apbllon. 2, 2.) 
dnst auch den Namen BepQvxla fflbrte, doch irobi weil aich tbraciscbe 

""B^brykef (die ejgeatHcb weiter OstHcb in Bitbynien «u sncben sind : s. un* 
ten §. 73.) bier niedergelassen batten. 

8) Nacb dieser SteUi dc;* Sl^i^banna spracben He/i^na, Art^idor u. 

9' 



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132 Zweiter TheiL P^ililisehe Geographie. 

fioc: Hotn2 n, 2', ^7; Herod. 7, 34.^43/ T&uc. 8,' 61. Sen. AnA. 
1, 1^9. Diod. Sic. 13, 3». Slrabe' h. p. S83. i9i, Ptol- «, 2. P#. 
lyb, 16, 29. Musaetis y; 16. Mela 1, 19/1. Liv. 3J, 14 ff. Aifi^. 
pcrieg. V. 693. Or05. 2,10.' Jbydum: Pliii.-5, 82, 40: Vifg. Geo. 
1, 207. Ahydend urfisi Ovid, Tr. 1, 9,-28.> dae an dor achmlilstM, 
nar 7Stad« J^reilen (Herod. 7", 34.) Stelle des HellesponU*), Sestan io 
Thn^ion scbrag ge^enubcr, nnter 5&o 20^ L. 14'> 15'' Br. van Tlira- 
oiern. gegrtiodete , 5palery6n Milesiero vergrosaeite ^nd bevolKerle 
Siadt (Strab« 13. p. 591.) ^<^) mit ein^ni treVliclitir Hafen ;. keHikat 
diircb die von Atasaus besubgene S^ge von Hero dnd Leander (ver;^. 
Strab.13. p; 591.), and durcHibr^ h^Meniniiithige Vertbeidii^g gc- 
gen Pbilipp II.* von Macedonieh (Polyb. 16, 15 ff. Lir; 31, 17 JT.), 
weshalb sie ancb naeb dem maoedvKriege von- den Rdm^iH fur firei 
erklSrt wurde (ib. 33, 30'.)^ llebrigens war^n* die EinnvohnerL ihitoh 
ibre TVeaiosigkeit/nnd Ueppigkeit Abel iinrfichtigt, (Atben. 12,. 5. p. 
524.)^^) Ans ibr^n Tnimmerd (dereif letzten Aesl'na(n noeh ke^ 
Dorfe Aidos od. Avido findet) ^^) erbantendie T^Ykeii eine Meile siid- 
liicber die Stadt u; Festung Sukatiie Kalessi." Nordlieh vor den Stadt, 
gerade an der engsten SleUe des Hellesponts (vgl. oben.S. /^3.), wo 
Xerxes 480«.vor Chr.. die benihmte Schifthrfioke^cbUigen lm8'(He- 
rod.>Thuc. n. Strab. 11. U.), stand ein. alter Waehtknrro,. }. Nagara 
Bnran genannt. In der Nabe der Stadt bei Cremaste (Xen. Belt. 4, 
8; 37.) n. bei Asiyrm (SiiA. 13. p. 591.) i') ftndien sich ^Goldgruben 
der Abydener, die aber zu Stral)o^s Zeiieo sohon^ans^ebentetQ. ver- 
lassen waren (Strab. 14. p. 680.)3 aucb gab es bei Abydus beriihmte 
Austernbaqke (Enuius p. 155^ Hessel. Vir^. 1. K)* o) Im Innem 



*A. aocb von einer Stadt dieses Namens. (Vergl. Bd. i. S. 258w Note f;) 
Von dem Vorgeb. Abamis s. oben'S. 113. ' • ' 

9) Daber ta xar ^A^vdov atspa bei Strab. 13. p^ 583. npA Fau€98 
Abydende bei Vtrg) Geo. 1, 207> Ueber die Lage voa Aby^s 'gerade nn- 
ter dent bent. Maltepe vgl. Prokesch Denkwdrdigkeiten L S. 325.' 

10) Eine Kolonie d^r Milesier war sie aocb nacb Tfaue^ und Allien. 
D. II. Eastatb. ad Horn: 1. l.lind'ad Dionys. v. M3.< -aach SeyniDOS Chios 
V. 709. aber eine Kol. der Aeolier (die nacb Herod. 9, 115. alJ^Brdkgt das 
gegeniiberKegende Sestos inne batten). 

1 J) Daber das Sprttchwort fxti */x^ dg zfj^^uipvdop sc. itaxHv, Vgt. 
Eastatb. ad Horn. if. 2, 836. mit Politius Note T. 2. p. 771 f. n. Seiott.4e 
prov. Gr. p. 1. 294. u. 308» 

12) Nacb Groskurd (Index /am Strabo) ware Abydns ^as bent Dorf 
Maito. ' ^ 

13) Nicbt za verwechseln mit dem unten S. 146* ^rwaittCen jistyra. 



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. !• 62< Mybia, 133 

ies Landed^ ^henfaDs. in dejF Rkbtonjp Von 0. naoh. W. : Jlpotl^nia 
6^yiiMtAo)va»; Stra.b, .I2, p. 575. PloL 5, 2. Stcfpt. Byz. p. 8f4. 
Plin. 5» 32, 40.; j. ^nllionle). a«f eijMr kleioed Insel iis Sees Ap'olr 
loniatjs, diirch Welchen der Rbyndacus seinen Lauf l)iDimt(s. oben 
S. 101.)^), hadi JHoL nnUr 57« L. ^l^^ 15' Br., lein mUv^lm^siger 
Ort, lessen Anter Jen spStern Kaisern kdne* Erwabnung raehr ge^ 
scbiebt. Ancb^die M(iqien derStadt^'^) reicbeo nor bhs 'znm Kaiser 
Gordian. IJnter den erslen^KaiserD gehorte sie zum Codv. iaridicas 
TOB Adramyttium«^-T Miletopoiis {MiXrjxonoXii :\S\:r^. 12. p. 575. 
Sleph. Byz. p. 4fi7. PMn, 5, 30, 32. 5, 32, 40.f j. ]!^4aUtsb <^d. M(y- 
balidscb) ^®) am Zusammenfltisse .des Macestas un4 Rbyndacns (s^'S. 
116.) UL uiiweit des nacb ibr'ben^nnteo Seres, 'der aucb Aptynia bies's 
{i, S. 122.),'an der Strasse^^oii Apolioiiia n^cli Per|;amuin^*^)* — Ze- 

. 14) flierauf beziebt sicb wold die Bezeicbamig '^noXXtovla iiti 'Pvp^ 
iant^ itakoviiipti bei Strabo n. Ptol. a. a, 0., wodareh verleitei^ if a;7iie>*/ 
V. A. (aueb i¥oiejri DeokwOrdigk. III. S..S1 f.) ApoUaaia an der Stella 
de^'hevL. Ulubad oder Lupadi,. am Rhyndacas selljtst,*^ g. If. ndrdlicb von 
feiqem AnstriUe aas dem See >«acheD.. ' leh folge bier den Angaben^ von 
TifkrneferJ Voyage T. UI. p. '554 f., Poeocke III. S. 1 74., v. Richter Wall- 
Uiiieii im Hoi^^ S. 41(1 n. 413. and J7ami7toii.Researcbe« U. p..9() f., 
aacb welchen die bei Ulobad sicb findeuideq Ruiaeo. (vgl. Spojt u. fFhel$r I. 
S.58.) Rir die Ueberreste des erdt vom Kaiser Jobannes Goimieoafi gegrOn- 
deten Kartells Lopudium gebalten werdeto miisseo; wiihrend das nocb vor* 
baDden^. AbulKaate offenbar. ayf das ake Apollonia binwetst; d^, wenn 
sun ea dorcb einea^Beinanien von.andern Stadia dieses Namens unter-^ 
sfcbeiden^ wolHe , nicbt f&glicb anders^ als ad Rhyndaeum genannt werden 
konnte, da der See, in 4^n es eigentUcb lagi erst von ibni selbst seuien 
Nalnen erbalten kaite. . • ; 

15) VgL Sestini Qass. ^n. ed. 2. p. 7^. * 

16) d*JiMviile nnd Manner t balten sie {^IscblLch ftir . das' beat. Belt 
Kessr oder BaJikesri* das nacb den bessteii Kart^n viol weiter.gegen^SW. 
fiegt. Aucb Leake tfetzt Miletopoiis weiter sddwestlicb im S. des Sees' an 
add hM es Ata^. das beat. Minias (Maniyas), in irelcbem Hamilton, rich^gfer 
das alte Poemaneaqm wiederfindet. (Vgl. S. .134.)- 

> 17) Da PtoL 5, 2. diase Stack .gftnzlicb iibergebt, da^egen In dies^r 
G^gend ejn TrhianopolU als eine Stadt der Trameaptbyrit^ (s. oben S. 
124.) erwabnt, so vlsnnutbet'i^it^'er^ (Vi, 3. S. 542.), .dass vielleicbt Mi- 
letopoiis anf kura&e Zeit diesea Namen gefiibrt babe, was jedocb inoeh sehr 
zweifei(iaft bleibt Viebnfebr scbeint TraianopoUs viel weiter sQdOstUeb an 
der Grenze von Pbrygien , wean niebt *8cbon in Phrygien selbst, gesocbt 
werden zn mOssen. — Hier folgen der Lage nacb 5 kleine, wobt all^ erst 
nach ' Aagast's Zaitea erbantja SULdte, a) Hi^ra Gtsrma (/^^a ra^firi'heL 
Ptol. 5, -2. n. anf Manzen sail Trajan/ nndblos Tfff4ti bei Stepb. Byzl p< 
206. riffim bei Hiero^l. p. 663« nitd Socr. hist. 4, 11.) ebenfalls 19 der 



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134 Zweitei: T^eit l^olitisehe Geographie. 

leia (Zikuas Homi 11. 2, 824. Slrol, iX. p.^565. 18: p^tMS* 587. 
683. Sieph. Byz. p. 287. Plin. 5, 32, 40.) ^mVom des Ida^ m am 
Fl. Aesepas (s. oben S. 117.), SOSud. ron leiaerMiiQdiiQg) in euier 

Nske des geaanaten Sees am' weaUichao Ufer. dea Rliyodacaa, nmter 56* 
Id' L. u. 4i«^ 15' Br.« uafem (2 St.) vor J^adium ^Aiiiia Com. 15, 2.)^ 
WO Stad. sidOstl.. VQn Gyzicus. SchwerUcli ab^ist fie, wie Jtcnnert VI| 
3. 8^-525. yermudiet, ebe und' diesetbe $tadt ioit dem oben erwabnten 
Zeleid^ das allerdings geraSe von PtolemSas Zeitea an 'verschwinde^ wlih* 
rend Hiird Germa yon^da aa zuerst erw^hnt wird^; so das es im Angoslei- 
schen Zeilalter aphwerHch ^chon e»8tirt haben*- kann.- Hiera fibrigena 
wnrde sieztun Untei^biede von Gerpte zwiBqii^ Pei^ganiaa uad Tbyklira* 
nad Toa . der gleichnamigen $tad( Galatiens g^nannt. Ihre Buinea iaden 
si^b bei Hamabili, ,3 ^-^4 engl. M. nocdwestl. yon Kirmasli oder Qdi^maslp. 
Vergl. Cramer*i A^ minor L p. 59. Hamilton's Researches I. p. 81.; 
b) Poemanenus oder Poemanenum (iToificcprjvo^ :- Aristid. T. I. p. 596. 
Stepb. Byz. p. 556. Bierocl^p. 662. Plia. 5, SO, 3S.) ein k^ Orl sSdl. 
von Gyzicus, za dessen Gebiet er geh^Ke, nrit einen berObm^ Jempel 
des Aeskulap*; (wahrAcbeinlich das beut/- Maniyas aa dan nacb ihm bj^nana* 
teta See: vgl. Hamilton's Researobes 11. ^.'108 f.). -e) Hudrianutherae 
(Ad^MUfOXj '&ri^m: D^ Cass. 69, 10.' Spartian. Hadr. c. 20.) ancb att 4er 
oben genannten Strasse, aber welter sOdwesUicb, erst vtA Kais^ Hadriaa 
ium Andenlkeii an eine^glftckli'cheJagd in dieserGegend aagelegt. d) Cet^ge 
{F^i^Yi: HierocK p. 663.) m der Nahe von MiletopoK^ n. Germe, riditigep 
vieItoicbt*A^f'()Ti7, d^ sioh in dfeser Gegead nock eia Fleeken Nanent Kei^ 
tesiek rait Rninen findeU (Vgl.* Hamilton im- Jotan. of tbe royal Geo. Soe. 
VII. p, 3^ il. Franz POnf Inscbriften etc. S. 33.) e) Argests (Tab. Peat^ 
wahrscbeinlicb derselb^ 0;*t,^den Galea. tt^qI -icnXdv '(paQiu IX. p. 127. 
Bas. oder Xlt. p. 230.'KQbn.' nnd tlierocL p. 663. Ergasteria nemie«0 am 
Temnas nnd nnweit*. der Quellen des Tarsios, aof der Strasae von Qyzic«a 
nach Pergamum, 440 Stad. von Ifetzterer; in der Nike ein Bergwerk. 
{Prokesch DenkwOrdigk. 111. S. 328. sncht es an der Stfelle das bent Ma- 
«dfiik) in dieseibe Gegend; ^fidticb von Hadriigiutbera und'5stlicb van Arge^ 
sis^ geKoren auchf wobl die nur bei Polyb. 5, 77*. isrwfllintea Orte JlSvfun 
TiiXV H>id rioch sidlicher Miqaem, Diese Zwillingsschaazen nflmlich dten* 
ten wahrscbeinlicb dazn, den sobmalen , dnrch den Temnus fllhrend^ Ge* 
birgspass zn vertheidigen, der jetzt den Namen d^ Biseman Thores*(DB- 
mb* Kapi) Hlhrt, n. die Strasse vpn Siiiyrna nach Bmsa beberrscht.' (Vergf. 
Paul Lucas 3enie Voyage II. p. 185., nach welchem sich nocb jetzt Spu- 
ren after Festangswerke daselbst finden,' die aber di^ser R^sende ersf aus 
den Zeiten der griech. Kaiser datirt, n; Prokesch Erinnenmgen etc. 3* Th, 
S. i88. Welter ^egea SO. an der Grenze von Phrygien in def Nshe der 
phryg. Stadt Ancyra nnd der Quellen. des Macestus hf;Hlaudus {BXaS^ 
Sogc Strab. 12. p. 567. bei Hierocl. p. 662. BkiSog)^ bOebst Vabrsdieui- 
ticfa das beat. .Botat. (Vgl. Hamilton^ Reisebericht im ionrn. el the {oyd 
Geogr. Sbc/ Vol. VIIL p. 140.) Es isl nicht mit Blbundut ja Phrygien zd 
verw^hseln. ' . . . 



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fiehr Ikucblbareii ^Cregead*' Sie'^eborte tiun iGkiua^ tod Cy2i<»3 (n>i 
Jiirekb«in si^ taaeb Slnib^ p. 587. 19p Stadt eatferni wtr)/.ttbd ^mgt 
4er SamiBii(4plai9 dei; Aroiee d^s l)arius geigea AlexAQdep'(Arriaii« 1, 
13.) ^«). ^Polichka {liiiAxvai JSlrib. 13, V W5. Pliii- J5, 30, 3?. 
flietocl. p. 662.^ ^^) ein fester BeirgsUifttebeii »«f dar Ji^n Seiie dw 
Aesopus^. miweit i^einter QueU^p **»). . — Jlierpifl$s9» oter Mymiisuf 



', '48>.W«itei^*lagen in -fiHlheni jl^eileiit ra;*^2^« (:^ii()i7(Fd; : StraB. 
13. p. 603,)' lim wettL (Jf er ib& ^leichmni^n Fiu^ea <4..S.' MT^), unweit 
seines Zasamraeiiiusses mil d^m A^sepas, ntlrdiich v^ Enea,. i« der aaeh 
ihr be^jMintep Gegend Caresena; Beho^ ^y Straba^s Zeiten yerOdet;.iinjl 
Sidena {^idrivti: Strab. 13. p. 587.) am Granicus, ib euer frdchtbaren 
(legend ;' ein zn iStrabo^s Zeiten' IXngst «erstOrter Oi*t Ferner aa<;h die 3 
?on Strab. l2. p. 552* (vgl^ nri( IS. >. 6^3.)*) aas UeeaUns n. Demetrius 
^eepsius angefttrlen Jda^ion Piecfcan EHea (JSpta <^v\'u^ip§a; daskeut 
Ede adef Einieb: ygU OkandUr h S. 142. P^eocke aUTheH. S. 160. 
'LecAfvaii'er Reise nach Troia$. S. 128.), Jrgyriq. C^gyhQict**): der sei- 
nen "N^men tod- benachb'arten, nocb jelzl 1 "Meile sOdli^h von Ene V9rhan- 
denen Silbergroben 'batte), und jilazonia (AXju^ovia oder*/^^fwWa),*dre 
attcf in der Nsbe von Scepsis , dnfeni der Mftndnpg de^ Aesepns iagen, nnd 
rom deden S^abo niebt' wassle, db rie zu seiner Zeit nach vor^anden w^- 
ren; Iras 4o<^* weni^stenf yonEaea ^angeA0|^aien^w6^deB mi^ss, da^sifs 
Aocb jetzt exiftirt. - • 'i ' ^ 

19) bei Thuc. ^, l4. und 23. fa^ben die nenerp tferausg^eber tyi^ tto' 
hj[w€tv mit Recbt in das Appeltativam ttip noX^x^ap Vqrwandelt. 

20) In der Ntfb^ v«tt Polichna, anf der recbten Seite 'des Aesepns^ soil 
Mick Steabo aiKb JPalaesd9p€i$ \kg^ deal .wir abar natbwandig eiiiQ andre 
Sielle anweises nQjisen. , (& iin(en S. 146.), Auch ist' biar pocb ainer fn^ 
bar in .diesar Gegead felegenea Sladt ziA^i^nkem^GerfitAm {Fi^yk- 

^^og: Herad. 5, 12?;. 7, 43.. St<^.,Byz: p., 205- PHn. 5, 30, 32. auch 

^a : 3trab. 13. f, 589. Ft^ig t Xsu. Hell 3t U 15. Stepb. Byz. 1. !. n. 
GtTgiUum bei I^iv/ 38, 39*) niH*4^astLi{h von Scepsii^, jenseit des Ida, von 
din ^aala der Tjrojaaar ader Teuocar naob Ilioms %ersi^t^ng in Vecein 
mit Mysiem in einer weinrakben, zam Gebiete von Lamp&acns gebOrigen 
Gagaad anj^elagt, and stark 4efesUgt (A^en* L L)« Sie weqbselte mebrmals 
Area Namaa. and ibre jEinwahner, wurde von den ROmarn nacb Besjagong 
des Antiocbns.aa Nau.Diam ?ambeakt (liv. \. }J, und wM zu Strsjbp's 

' *) Diese beiden PamllelstelleD miissen gegensdtig atis einander emendirt wer- 
deq. Id der ersted ist ^AXa^iav aas d6r zxveiten. wo A)ia^dtviov' (Xu Aen 
.' ^w5hBlicb«a Atsff. HUscMieh *Al»^<ovt<Dv) stebt, mtstreidg \a*Ahfto)viav^ 
an^ ia der EWdten ^ Aitfa ^^(Fl walit^clieinUcrli aas der erstern in ''JSvaa 
Oder MvBa iMujy/ -tii verwAndda. (Vgl. Ctoikurd f^e 3i S. 48Q f.) 
.••J Bei SCrab. p. 603. wird freilich gcwohnlich 17 ^ia x^^iy %al uQ^^ta ^irt; 
alleli) es mass' xoi ^A^vqta g^schrieben werdetf ; dean- \^areB bios die 
8llbeiipabra bei Nea (edor Yietaiekr Eaea, Aeoea) gemeiat, so tfliSste es 
waXxA odjvQia beiBsen. Vgl. Grotkurd Bd. ^. 8« 580. - ' 



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13S Zweiler Tbeil. . P.oIiiU-c|ie Geo^raphie. 

(Mefliijiwo^ , MvQfitGdos : Polcmo ap/^teph* By«. {^..458. nni 
479.^>^)beiLactant. 1^ 6/12. Mhrmessus^ na'chPaus. 10,' fS.; ^ini- 
gen €odd* bei LactaDt. 1.1. uii<i Sjoidas s. t. ab«r Miarptssus^ M^Q' 
n9foco^) nabe bei der yorif^en,. zam 6e|i]«le.vdil Lampsaciu gebSrig, 
Vaterstadt aiocr t^riibnteii Sill)yl}edc9AHerlbtoms^^).c^ Col0npt{IC9- 
^hSyai: Strab. 19. p. 589.- Aman. Ai^. Iv 12.) , .ei*e AosMhiig^ 
der Milesier im Gebiet yoq. .Lampsaoas^ siidostlich voir 4ie8er,< aber 
Enbederutepd 2"). — Pereole (ZTejpW^: - Q o m, 11, i, 834* Hendd. fSj 
117. ScyL p:.35. Strab. 13. p. 586^ 590. Apotloa. Rhod^ 1,.933[. 
Arriam. Exp. Alex. 1, 13*. Steph. Byz. p. 543. Plin. 5^30, 32.; 
j.'Qor^as^oder Bergas) aa dem' Fliisschen Percptes (s:'obeo'S. H8.) 
unfl der Strass« Voo Aris(>e aacb X^mpHacus. Ibr alter lV^me war 
Fertgpe (Strab, p. 590. ^) vgl. mit Hon. II. J^l» 229^ o« Xen, Hell. 
5) 1, 25.| vo sie noch uater d^m Namen Tlaqnfinfi vorkommt). Die 
inneren Theile JMy^Jetis, isowobl die s{id<^tli<JheD des helle^pODtiscfaen 
alQ die nordostlicbeni dcfs perg^menischen, waren. den Alten-wemg bc^ 
bnnt u. wfrdep voa-den oben S*. 123. Note 90, erw^hnteb raubefischen 
Gebirgfvi>lkera beiKrobnt, bei draeo es wqbl kaiim grossere Flecken^ 
gescbweiga denn* wirkliche Stadui gebba mochte ^^)f B) In Mytim 
Mmior od. Pergamene: ayia der Landschaft Troasitj TQ^a^: Strab. 
12, p. b09. 13. p. 581 ff. 586.),,w^lebe sicb langs des Sgai«cbea 
Meeres 'etwa 6 g. |^. io der.Lange vojn Prom.'X*ectam im S. bis i^ 



Z^iten scboD nicbt mehr torhand^, iadeitf def Kdnig von Pergamatai Atta- 
his die alte Stadt au%ab mid die Bfawohnerja -eine mifeni der Qaetlen des 
Caieds in Teatbranta ben gegrfindete Sladt rt^tj^a versetzte. (Strab. ii. 
p. 616.) Da, wo Jie'alte Stadt gestanden hatte, kadnt Strabo^p.* 589- nnr 
nocb die weinreiAe'Gegend j^^yt^top, - . ' » . ^ 

21) Gewiss namKcfa sind dfese zwei von Sttepbanns' an zwei verisebiet^ 
denen St^llen nnd unter etwas verschiedenem Namen a^ifgef^hrfeii SpldCe 
nnr ^ine^ da' dieser Schtiftsteli^r nicbt sekcn ans etwM abweicb^dden Na^-*. 
men et>Mr Stadt zwei rerscbiedene OrtemacKt. 

.22) UDd-zwar nacb^ Stepbanus der' Erytbrftisehen, naeb Lactaatias 
einer.bellespontiscben (oder trojanischeD). Vergl. aneb die-Ausl^ger zo Ti* 
bnU;.2; 5, 67..U; Klopfer's MylhoL W(Werbuch II. S.'598. ' 

2i^ Nicbt zn ve^ecfa^n mitdei9 nnten S. 139f. erwtiuiten Colonae 
|n Troas. • * ; . - ^ . 

24) y^T^ Grosjturd zn dieser^eUe. 2. Thl S. 5bl^{.,fF4!ssei, ad 
Herod, p. 435. -n. Schneid. ad Xen. 1. I. Uebrigens vgh fib«r ^ raizende 
Lage von Bergas (oder Percote) v. Ricfitefs Wallfobfieh S. 43^ 

25) Aneb .von nenern Reisenden i3t dies^ Gegepd.aas^Furcbt vpcdev 
bier Jiansenden lUabem nocb wenig berUhrt warden. (VevgL Pau( JLucm$ 
30nie Voyage -U, p. 187;) ' " 



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$,:«a. Mysja- 197 

die Gegenl ^v6ii Abfdms erstredcte ^^), ui Aren.ilorllMtn ThtUdu 
eioe. sebp gering^ Breke haUe.^ sioh aber gegen S.- seht erwAtertQr. 
«i4 bier^om gealiaiiten ym^k.'Iaiigs desganzea adraayVtea. MB., 
kib in die GegeDtfvoD^Aiiraiiiyuittm reiihte^ ohBe-das^sicb jesddQh'die 
estliehe Greszi^ genau aogeben lasst: aj'iaDg&der KiistQyeo.N* 
m»A,S. I ^Dardani$t^(i^JiiQdap^BS: tfero^d. 5, 117. 7, 43. Scyl. jf. 
35. .Tbaa.^8;.104. Apotkn. 1, U3l; Slral^. Id. p. 59&. .lUnj Anion, 
p. 3^. Hierod: p. 662.' 6ee. Rk¥.2,.l&. 5, 9., aacli M-^a^K* 
yo^: Ptol. 5,'2. Pdrdanwn: Liv.-37, 9. Dardanumit Flin. S^sSO, 
33. and /h^wtn: Hon. 11/2/ 21«. Noftnaff Dtion. 3, 19^: :^a^ 
AxWa.-TKetz. ad Lycophr..29. Mela 1, 18^ 5. Conon narr. 21. hi^ 
dor. Orig. \%yX^) an der Muiidai% d^s Rbodins in den.b^espont 
(Strab. 1.1.) a. beim Vorgeb. Dardansl^O^ 70 Stdd. siidUeh voa Aby- 
dvs (Sirab. 1/1.) ^^y and cbeilaoiiFeit icordofltl. vomr PnHn. RboetBom 
(Plin. 1.1.), in der naeb ibr benannten Gegelid 9ard^ia (Strab. 1. J. 
ll(ela 1,' 18, 5.)^). Dife alte, vom H4aier.. erwfibnte and nacb iboi. 
fcben Tor liiu9i$ Erbaann^ vom Dardanos gegfriindeie ^)^ Sudt was 
sehon rriibseitig Temicblet, spater aber vOn Aeoliern. die neae Stadi 
•aagelegt worden, welehe von den Romern im Frieden mit Antioehna 
% frei erklan wnrde (Livv38^» 39.). Hier War es, Wo Sulla- im J. 
Si.Tor Cbr. mil Milhridates Frieden.scblogs (Sitab. 1. l.^Plnt. SuU. 
24. Dio Gasa. fr.,176. Pbpt. Bibl^ p. 232. Bcki.)?^ auch'fiel beilbr 
due Seescbiacbt im Peloponn. Kriege Vor (Tbuc.^Ll. Diod. !13) 



24t) Nacb Damastes (bd Sirab'. 13. p. 5S3.)'yom Voi^b^ Lectnm bia 
Parfoai. (VgL^d. 1. S. 62.). Strabo seUwt Idt. in. llUat Troas za weU thy- 
^aa,. nanillcb yom Caieaa bis zam 'Aesepns ; and audi nadi Sebd. Apolp 
loBv 1, 1115^ erstpeckt sidi Troas Von Mysia maior l^is.zum'Aesepns. . 

27) Nacb Ptol. lag es unCerm 65<* Id' L. 41^ 6' Br. awiscben ten 
Maadaagea des Sisais and Seamaader. Jetzt beikt'bs Kepas-Bima. Vgl. 
Pnkesck Denkwfirdigkdien u. Eriaaeraagea aos dem Oriant I: S. 141. ^ 

28) Nacb 'Herod. U 1. grenzte ibr Gebiet an das von Abydas. 

2^) Diese Labdacbaft Dardauia erstreckte sieh. langs. des Hellespoat 
voa Abydas sftdKch bis Rboetenm (Strabo 13. p. 592.) and gegea SO. bis 
aa dar Gebiei von Scepsis (id. p. 692.)^ ^re Elawoha^ bicsaen Ja^aifO/^ 
(atfrnJU. l5, 425.) 6der Japdivioi (U. 2, &ld. yergl. aacb Stiab. 13* Pt 
592.), warea Scammverwaadte- der T^oJaBerv and werden daber debt scd- 
tea Bit di'esen selbst'Verwedi^U'<Hoin. 11. 16, 807. and after). Ueber de 
birrsdite abcb Aeneas. Vgl, Horn. A. 2, 819 ff. Strab. 12. p. 565. 13. p. 
5I6« Hdlaa.ap^DioB.'HaI. 1, 46. i/a^M^c. XVII. adAen. II. 

' SOyAaeb Conon 1.1. Diod. 4, 75. ApoHod. 3, 12^ 1. «. X iiennen 
dan 6ardaaoa aJs ibren Grinder.. 



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ISt Zweiter Tbeil.. PoHtisc^e <ieograpbie. 

**•)**)' — ^flH''?!«Att»(tR} )0^pw£i<>y J Herod* 7, 4A. Xcu, An. 7, 
.*8) 5. Dgpft/l^AHr: Strtb. tS; *jp. if&.) mit'em^m iem Hector gebeilig- 
ten Hame ud in der NjLhe 4ea Jdcimea Landaees Ptcleos (s/<d>«^ 
8Af(li:y.^S/iO€iMm (Poi9tiovtBtvoi^7iA3. ScyL^.S^i) Strafr. 
IS.^ir. 995. Steph. Byz. # . ^7. Mela |, 18, 5^ f lb. 3, 30, 33u 
tiv. 37^.37.^ beiThncii, 52/11..8, fOl/ 'Pd/i;^(Hr);3ii>| am -giiM^ 
namigen^yorgeb; (s. 'oben^fi. 114.) anf eiaem Ui(gel<*). Weallibh' dar 
ie«B ntchiam Portas AcbaimraiD-.a* deai^Vorgeb. S^iBum tn. (u, zwar 
jueb Strabo 60, 9Mb PUnrus aber, der jeioob •hae Zwelfel irrl, ur 
^SudvVon letstwem) las4as.<iiacbPIiBuia tod deaBJkidiera erricik- 
^ale) Grabmal.des Ajaz. (^3 jil%¥v€io^^ Sfrab. 18: p.-59&. Pliii. 5, 
3D, 33.)'^inil eiaem Tempel ,. von ^eiB'jedocfa scben* Pliaias sagU Fi^ 
-esf^eoMttmn h^s. ^ Di^aoeh aeigtfaaii noeb jetat bier eioea bob^a 
.tintbbiigel oMt eiuer gemauArten HiSle, ta d«r eine Oeffoiuiigna Uer 
Mitte des flog^la ISlbrt , uoter dea^ Namea ijSbt^ ^itpog (im der 
Spraebe dar^.dort]gi^.Eiawobner. Ai^e/M);' tad sfllbst too einer 4em 
HoldeDL'gi&weibteii-Kapelie foadeQ ^tcb aa<A 1m J. 1770. 'JVpauner anf 
dedijGipfdl dersdbeii»^)< — uif ferombma Tr0€»(AX^y^BHt i^TqioaQi 



' 31) YoQ.ihr babeir aacb die. Dardandlea ibrdn fiaaea. 
' 31b) Doch siebe gegea.^se.prthfgraphie des Naaiea^ Eaftatb. ad 
Bam. II.' 2, 648. ,, , -. \ • ' \ . , '.* . '. 

'32) teaid Asia (uio. p.' 275. bUlt" es filr da^ beat Paleo Kastro beim 
Dorfe Itrgbetmfe. - ^ ' * . : " .' ■ 

' 33) Paus. 1, 35. erzablt, dass die Gewalt^des Meeres ihn eiagebroH 
chen babe, was jedoch ven Prokesch (Denkwttrdigkeileii etc. J. S. 211.) 
bazweifeil wir^ der diesea HQgel genan beseblpeibl, or. dem wdr'abtrhaupt 
^e sebr' grOodKcbe aqd auaftihrlicbe C^tersodiuBg der Sbene voa TTOJa 
vardadkeo.- — Am Vorgeb: Sigeum lag ein^t aueb eine gleiobaaidige Sudt 
{2:iymvA Herod. 5,«5. 94., Slrab. 13. p. 595. jHola 1^14, 3^ Pliai S, 
3^ ^3'. Staph, fiyv. p. 597. , wobl niebC verscbiedeo voa dto JHyri bet 
HecaUfi:. 208. aos l^tepb. Bfz. 0. ScyK p«'36.) mit eiaenHafen, die aber 
bald naeh dek* Vemiebtang des pers. Retches- von- d^s ^lUeoaera zersioirt 
wurde, uad sehoih zu Strid>o'8 i^eiten nicfat mehi^ axitCivte. Sie gab die 
VeraDlassuag ±a einem Kjriege xwisdieiip Pisisti'atiis wid Pittacos, dem Ty- 
rannea von Mitylene (Eerod. a. Strab.11. U.), and war'daaa Aafenlbaltaori 
der aos Allien vMrieben^a PiMstratiden^ (Herod. 5, 6&) Udsireitig lag 
aie ifn dor St^ des heul;. Xenischehr« (^rgl. Qkaniitr c, l£. S. 50 f.^ 
der den HOgeL von Giaiir.kioi>flUr die AkropoUs vda Sigeam balt.> In do* 
Nahe^ nacb Rhttteom za, war. auchr der ; biefeatigt^ ¥\^t}L»^ 'AekOUmn 
([AxlkXeuiv: Herod. 5, 94. StrabVl^. p. 60O. Plin. 5/30^33.) ayt dam 
Grabhiigel des Aebilles, l)ei welcbem Alexander dl'Gr. (Arri^'An. 1^41, 
12. Curt Suppl. 2i 3) 4. Ve^gl. Cie. pr. Areb. e. 10.) uad .Garaeatta (Db 
Gass. 77, 16.) Leichenspiele hiel'ten. Der Flecken AjcbiUaua aber wiirde« 



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; 8- -68. Mf«ia. . •. . 189 

Stral. S. p. 435. 13, p. 581. 60$. Plol. S, j^: Staph. By2/p. $8., 
Ijr. 35^ ^^anck l^o^ TVcuuc PUn, 5^;30, 33. fUa. Aaiob. p» 334* 
Act. -Apod. 16, 8. 20,^. u^.s. w., oi^rlAo^ Albxandfia:,V[in.\l^. 
j. bcdeatende iUinieBi^iiBler den Naaite Eski'-Sttabol, - d. t;4ias alte 
CeMtBiitiBopd) f^), der siidSstUcbeB SpiUe.der ^nsel^ToiiedeB.j^eiir . 
tber, 19 MiO. nonU. too Amos ^)^ xm Antigoios ant^f dem Na* 
men Antigania Trwu (Sirak! 13; p>d93., PCn. K L) dogelegt, od^ 
vielflielur fmrterweitcrtyiMid mil' djcn dahm verpflanzieii Elnwo^noite 
Biebrever beqacbbarter St^dtB. (Scepsis > Cebrene, Lariasa / CoUfeia, 
Hamaxilm «. s. v.) bevolLert (Strab. 13. p. .604,), spiiteriaber yont 
Lfsiouu^us T^rscho&ert^ rni^ Alewan^tria Tt*^%fifisua^V{&{^A. 13. 
p. 59S. 597. PUii..5y 30, 33.) s'^), wd'cher NaiBc sich Sit im|iker«r* 
Ueli. Sie war eiae bedeutende^ i« einea HngUcben QaaSinite^O gei* 
baate StadI, .die sidi- beaoBders aoUr dea Romorn hd), u. di|i a#woU 
Casar. (Sueti Jul. €aea. c..79.) als aoch ^nstaatfai d. Or. (fb^er 
Bfzanz waUiite: Zosim. ;2, 80: 2oBar. 13, 3.) zunr BkflpU&ze do 
gaazen Reichs ga ^cliea die :Ab!S(id)t geb^i^. habea saDea. - AagiK 
stoa machte sie Eur r5m. Kolonie mit Italiscbem Recbte (Col. AlesaiH 
dria Attgasia Troas auf Miiosea des Autoaift. Pius i;l. ^Iex< $eyer*; 
Stfab. 13. p. 593. Plin. 1.1.), und.anter Hadrian, ward sie auf Kpsbto 
des Cl.'Oeirodea Attibns dui*ch ^eme yom Uia da3 gc^iibrle Wasserlei- 
toDg, die zani Tfaeil nbcb vorhaiideii ist> ttiit Qaellwasser verseheu. 
IbrUafep a^der^Nordseite deRStadti^tjet^tyerscblammt'®).-r7C(^ 



Koray.^S'fimendaziMi bei S(rsd>. .1. I* xul [roiXro ^^ttji] tb -^fyeiov 
mfatig ist, schoB Q*ttbzeitig Von den Ifiensem serst5ft. Hi^bei^'gehOrt ler* 
Mr dbg Dur bei Spftterb; vorkoraqiende Nea (Nta: Steph.Byz.p.487.*Plia. 
2,96,97: 5, SO, 33.), ein Flecken u. Kastell sl|}dL yom Vorgeb. Sigeiini; der 
Nordwestspitze der Insel Tenedos gegentiber, nut 'eioer im FVeien^stekea* 
den BildsSale -d^r Minerva^ .die me beregnet wurde (Plin; -2, 96, 97.); 
Chmdier e. f2; S. 50. b^t es f^^ d^s benU £ne-kioi (oder ¥eni-kiai). 

Z4) Vergl. C handler c. 9. IS. Sd-ff. iVoA:«5c^ DenbiiirdigkQitetf IlL 
S. 366 ft. Fellows Excursioa'in Asia min. p. £l4r. v. Richter^s WaUfahr*- 
m imlloi^enl, §.'462 ff.. Aiisldiid 1834. Nr. 82.' . \ 

34XAber aicbt amSoama&der, an den sie alte If ttnaenT Terselzeiu 
{Efikkel P. I. Vol. I. p. A%U) Von^ diesem. war sie voUe 3 g. M. entfarat. 

36)- Auf irfiinzen deift Titos aocb nut beiden NaQien'^j8/i]gro»ia. ^et- 
s^mdria. • ^ ^ '- -..*.,' ' 

. 37) Diess seben wtr aus den grasstentbeils noch -yorbandenen ahen 
Maaern , die ran N. naeb S. • ^st eine ganse , von 0. nacb W: % engl. 
Hcile aiessen. Vgl. Piks&ijse 3. Tb. -S. vl 61 if. ^i Chandhr c.^ 9. S. Jl6 f. 

38) An dieser KOste Tw^chen Achillcum (s: ob^n Note 33*) u. Colo*- 



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140 Z.weiier ThelL Ppliti$oh^ Geographie. 

nai (^KoX(»ra[ oiet KoXiUfUi: Tboc* I9 13i» Xeni^Hefl/S, 1, !>. 
ScyL p. 36. Strab. 13. pr 589.«05 Diod. 14, 38,. vPm^. P^op. e. 14.' 
Armiu ex.p. Ai. 1, 35. Nep..Paas. 3-. CjObne bei Ptb. 5^ 30, 32.)''') 
in fir£ibe(rer Zeft die Aesidenz dae^^ tbraoi9ch«n>Piirsi)bn Kyknos^ itia 
)iie g^oze b^achbarte Gegead vmi di^ lasbl Tenedos geharohie ^ aber 
acbon z« Ainius^) Zett^ Vecscbwundeti. [Naafolgcm decLage nadi 
eiu paar zii' August's Zeiten* seboA dicbt mebr inoAaiHlene Sladte: 
Laris^fk (i} Augtaaa': Horn: II. Zy 841. ScyL-if. 36.-.Tjiuo..8, lOl, 
Xen. HeU. L'^l.':Strab. 9. p. 440. 13.. p. 604.^20;) efciira70$Ud. 
8iidli<]i vjan Alexandria , gelegfen / aber ^choa seitdea'Parserkrjegea 
yer6dek;,(tibrigeii8-liipht mit dem HBten S. 157« erWabnten (i^pisM in 
A«6iiei\ za yierwecbselii) ^ xn^ HamascHtus {^ ^t4ftaim6e't Scyl. p. 36. 
Tbac. undXeQ/U. IL; Strab. lO: p. 473. 43. >. 604*. 612: 613.. Ae^ 
Iiao. hi aiu 12, 5. Stepb. Byz. p. 71. PKn. 6,30, 33.)^')9 ^ ^^'** 
siidwestl. Ton der'joXigei), wabr$4Sbeiblieh yqs Aeofliern eH>abl,*aber 
si^boA zii^9li*abo*8 Zaiten vtrscbwuDdeh^^).] • la der Nibe waren die 
Bcbon dem Bellanicua (p. 94. Sturz.): bekannteii'^^) Tra^^ir^aigei^eii 



aae* ^rwUbnt Seyl. p. 36. den sonat TlHIig nnbekannleB ' Orjt, ^porr^pf; 

>/ 39).^aeb ChfUidler^t. 11. S.*49. jelzt'das DarfJChe^ali , das aber 
nacb Leakeys -Karie an einer ganz 'andepn S telle viel, wQiier ^UdOsU^cb im 
intiepo Lande liegt' . • , ^ \ ■ j ' 

40) Plinius setzt sie auch- nicbt an die Ktiste,, sdndera ifi^s Innere des 
Landes. Ein ander^s. Coionae im nOrdlichen Mysien baben wir oben S. 1S6. 
kedded gfclerat; 

,41)' Ihrc^'Ruinen sind no<^ nicbt anfgefanden. (Leate Asia minor 
p. 273.) •Prokesek (DenkwlTrdigk. III. S. 362.) bencbtet, ,dass sicb nacb 
Anskage*eiBe9 Hirleji.anf einera Vorgeb. Namens Tschorscbtepe, 75 Midn* 
ten vom Gap Baba entfernt, jfaiierreste fiiaden^ von denen er vennathel, 
dass sie woM Hamaxitus aagebOrt haben kdnaten. ..■'.,/. 

. 42) Nach Aelian. 1. L erm^esen die Eim^ohner den BfUnsen |;attlicbe 
Verebruog, und daonten 'daher aocb ibre Haoptgottheit, den Apolks* Smin* 
theus (2^fupd^fvg) , -vgm aolischien (T/u/Vi^ce, d.'.i. die Mautf. Strabo d3. 
p. 604. oqd 613. &rz^\l die Verantassun^. dazu also.-' Das Orakel des 
Apello hatte .den aus XlreUi flaehteoden Teuirern den t{ath gegeben, sieh 
di^. niederzulassen , wo ibre Feinde aus der Erde bervork<yromen vHrden. 
la der Gegenrd von flamaxitas nun - zemagten id einer Nacht eint Menge 
Feldmftnse alle ibre Schilde; daber schlugen sie» bierilrdip ^rfiilliuig oes 
Orakels erkennendf bier ibre Wphnsitze auf, nannten den Apollo Smintbens, 
and* bildeten ibn tnit eiaer Maus zu FOssen ab. 

43)* Vergl. bier Bcti l! S.. 61. Nbte ^. Uebrigens sind diese Salz- 
werke -aa der Mttndung des Tdzia tmner nocb voriunden. Leake Asia i 

f-2r3. . . ,..•.• , 



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§..6l. My sit. 141 

S4dmen(T6^T^yit0mloi^ dkoniiyicif}, i% ^ gegtn Vnit <^ S«fl&- 
mcn am uirtfdCgdbKclbeneauSeewt^er fatcr Sdz so «rz^ilgeB.p1ej||pte. 
(Sly«L 13. p. a05.- Al^en. ^; 1. PpUu.6^. 10. Plia.M, 7, 410 
Senrod biess die^fwce jGSegekid diesteil L^Mua ^^^) Haimm i^Ais^ 
ow§r veiitH^ Strabr. L l.)*^)« ^-^ :C!^fyj« (17 JC(»t/«9 <Mfer :X^t^op» .• 
Hoi». U« i, 87. 390. 431. u.s. w..l9trA]^. 13. p. 604. u. 61!^ Steph« 
B71: p. 723« Mela 1, 18^2. Plia. 5, 30/ 320«f^) noch wej^er aaoiii dem 
Vorgeb; Lectom zJi, auf dnete tidgal uk M«ere.MH'ihrer NtUic, atld 
zwar ^wischen ihr mt- Haihaxitiif , 'lag jhntt Tempel iee ApoUo 
SaiBAifeos (Seyl. pr; 36. Aetiaft. 12, 5. fz^tz. U L7eoplif..1302>), 
an welcbem der Valer der vom Achilles geraubleQ Cbrysefs als Pri^ 
fl€f aagesteUt, and der aelbst xaPii'nius Zeiten lioch vorbanden 



- 43b) Ich lb%e mft Ko^ay dbr £onj. Tym^iU^f ivwog tm/ AtwoS 
Matt der gew(lhalicben >Lesart iff toi^'xev Jlixrov, mlche bed^ntea soil 
^ d«t 6eg9iid vote Lectom'' (?) 

44) An dieser KQste ist ancb der bios rem Hecatins (fir. 21€l aos 
Sc^. Byz.) arwfihnte Ort Myrictts (MvQixof^) za sacbea, der nach SC^ 
pbttos insserst anbesCimmUHr Angabe Teredos nod 'Lesbos gegendber 
hg.' Diese ganto KOsla der Insel Tenedos gegeattber vcmi Akkaadria *Jbis 
zom Vorgeb. -Sigeura fUbMe ttbrigeas, weil sie uater «4er Herrscbaft der 
Teaser/ shandy, dea damen Tividimv mQCLid (Strab. 13.. p. 596. 603. o. 
$04.)) and der sadlicbere Ibeil derselben biess auch t^;^a/'av oder ^AyjMW 
(Strab. ibid.>. Manmrt VI^ 9. S. 475. l^st sich durcb die f^scbc Lesart 
bei Strab. p.i'604. j?. Tevfd^mv. n^aia ro Axotwp (wo oboe Zweifbi mit 
Gnuhutd jcairo 'jf^atotf za lesen ist) v^rfilhren, beide^Namen fOr id?a- 
liflieb nnd to Axcciot^ tilr di^ Ben^nnuog der gaA^en ^Uste zu haltea. Vgl. 
Gr^kurd Bd. l\. S. 581.' . ; / ^ 

44b) Nqr Strabo \l Jl. dnterscbeidet 2 Suidte dieses Nanens, q. weist 
den boBMriSch'en. Gbry^e eine ganz andre Stelie, atnilicb im^innerste^ 
Theile dea Siaas Adnuayttaniis i)i der Nabe too Ji!illji>ab9«woriii ibm-En- 
slatb. ad n. I4 37. bebtilniat. AUeia zwd i^iaer GrOnde, -dass Apolta der 
Vartteber Von Gbryse u. €iUff geaanal.wird,* a., daas die Tachter des Pri(^ 
sttrs YOB Qirysv b^ der Verbeervilg von Thebe jand^Lyraessas gedagen 
wa^de, betvetssen, wie Mumner$ VI, 3. S, 430. ganz ricbtig beolerkti gar 
tfebta, dei^ dritte aber, da^s nor dkse Lage 'des Oris auf die Fahrt'des 
%ssc» Back Gbryse piisse,' leogt gtrade gegen ibn^ deite ,w^ Gbryse 
dort lag, .w» Strafeorwilltd: b. 600 Stad«« wait von grieeb. Lager, emfsral, 
ia kointe Ulysses, tfaartlglicb in '<tmm .'Vagc^ doiibia nrisea, deai Prissier 
^ Tochter ftbergeben^ das Merliebe .Op|er bringen, uadwaBi Sd^wausa 
Ibeil nebflMii, der/ seboa^mil eiabr^hqiider Nacbr endigt, am andern Mor- 
gea aber wiedir zivttek rei^(^.. Aucb der. Umstaa^- dass aacb Strabo obi- 
ges Gbrysa keben Bafea batte^ beweist sehr wenig, ^da.sicb ftlir. eina eia- 
selae Barke docb ;i¥oU ttn. Landfingsphitjtchea £(^nd. . ' ^ . ' 1 



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142 ZweiterTbeiL Pelftische Geographie. 

w^r. (Plin. 5, 30, 32:.)^'')' Oesllt<?kif<oiii Prom. ^L^um l^Bgs' jts 
Siiitts Adramyttenos t»geii«^^): . PolymetUtm (IloXi^fi^dioif t Strab. 
1^ p. 606. f bei nUk.^, 80, 3t. Pdtamedidn and Polginedia)^) cin 
'Ueser Fleofeen, 40 8tad. <)sUidi von dem eben i^CBansten Vgeh., der 
z« Piiaitfs Z^itmi 9chon aidit m*ebr existfrie^^)^ >— * j#«jii» (^ VoOor: 
fi.ella«lc. ap.^irsb. 13. j^. 610. Xan« Ages. 2> 26. Panis. 6, 4, Q. 
Sleph. Bjrz, p: 126. AaHiol. Gr. VqI. IV. p.'19B.aacols. Mclai, 
1»; 3. PHn. 5, 30; '32. ^o "..^teoor bei Piol.^, 2. ^ j. btdeuiende Rd- 
nen tinttr dem Nanfen Asso . beim Dorfe Berem > ' Beriotti otfer Bet- 
rabm Kaleiii)^^)) tine scbdne* uod ungtaein f^ta Stadi<Slnik..L L) 



45) Selbst die -Tab. PeoU setzl 4 Mill, stidlicli' von Alexandria Troas 
noch eioen Flecken Smynthittm an. ^ 

•' 45b> Zoerst wflre.lrier Marpiuius iAQfmBo€g) Bajieflnen, Y^^ohet 
aber blo^tbm. 9; 101. als der Sladt Methymoa aaf L^aUe' gegieolUr 
liegend erwabnt, und von dem es daber.zwetfelbaft^itf, o^ ea aa AogvsU 
Zeitea nocB -eaiatirte. Daaoben S. 119. Note 6%* ^rwftluite'Vorgeb. dieses 
Nsbneas iai-weifc siTdliclier ia, Aeolfsan sacbea. J ^ 

46) Bei'PKimis orscfaeiaea zwar Pdlam^diuti^ xu Potffwwim ala zwei 
rerscbMleiiie Siadte.aanittetbar binter einaiider; AoA JiO^aC v«kiBcheia 
|ieb darcb einen bloseii- Irrth.nA des Konipilatoi8« -^ 

477 In diese Qegedd and die NMbe von Aisos ^Ort ameb Ctikr^e 
{K^^^nvtii Horn. Ep. 10, 4. %i: p. 56. Strab. 13. >. 590. 506- M4. 
607.^^/^()>}v;.XeniHcU. 3, 4,.l^' n. DeAioslh. adv. Arislocr. p.^Tl.Beisk. 
KefiQ7]iita: Rerod. %il.'Hom. c. 20. EpRori fr. 22. aiM Harp6cr. h<v. Dio- 
Jor, 14, 38^ nnd Plin. 5, 30, 30.) Fohl nicbt anmittelbar an der -Bee, soa- 
dei^ anf ein^ .Hdhe des Ida, ' am Flusse CebVen u. in d^r nacb ihr beaaaa- 
ten.Landschaft Cebrenia {Ke^gtipla: Strab. 13. p; 596." Slepb.-Byi. p. 
372.) gelegen^' ^in ^r fesler, wabrscbeinKdh vpiy den Aediem and zu'ar 
aaeh'Epboras 1. I. von dlen Cynflem angelegier, idier .zo'dea.ZeHen 4er 
|l5iner scbon verfallener Ort, dessea Gebiet der Scamander vaa dbi| der 
Stadi Scepsis sobiod (Strab. 13. p. 597.)* Mahneri \l, .%. S.*466..ver- 
mntbet,. dass es anf der'nawiHchen^telie gelegen babe^ wo spftl^r Abms; 
Liiakh abeir (Asia min.'p. 274.) sncbl es nit grtf tsenor Wabfscbeinlicbkat 
aaf der Westseita dos ida, .an der Stellr des beul» Kushanln l*epe ia der 
Nabe von Bairanlitsb, wb -Clarke bedeatende Rnmen fand. Plinrl. l..getzt 
es an eine aadire Sidle nCrdiicb von Hamakitns^ Scyiax abar ^cbog naeb 
Aeolts (wie denn 'aberKaopt von me^^rn.Sckriflstellem'^^ Bier falgefcden 
Stiidte sebon an Aeolis gerecbnel. werden^^ Veil man das Prom. Lectua ala 
Greaze zwivchen Trbas und A^s annabm). • • 

48) Dies^ RaiBeii*l)esebreiben Leake ia JFrf/jpofeV TVavels ia^lbe 
Bast* S; 253. Hunt m^fFalpole\s Memoirs rela^ to Enrop. Seind Asiat Tar- 
key S. 126. V. Rickter^s WalTfahriev im Morgealimde; S. 465 C fformer 
Biider des griecb. Alteriliams S: 136 f. aaeb Vkokmd CMg^^Woyage 



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§,6ft ITysia; 143 

aiif eiBearFofseii des'Ida^^),. ca dcmmatt vmii Ibfen ouaJkinaviiteH 
geii ttrastfle, nolerfli Mo L. 40^ 15' Br. <Ptql.) Sie ifal>>dii iMlierti 
gegrfiki^et (HellaiilcQs n. Jlelat KVU.)-^), iau haSle ia den let^stte Zei« 
ten d^s'fwrs. R«hAs iimi eigmb Bekeirsohir (Strab.p. 610.).^ PUtf, 
1. L komil Boch eioen mi^eiiab Kanjjetf dimc^en^ JlpoU&nia^ den sia 
iber irilmoheinMeii ent dnfer Altalds zu Ekven dei^ MtjiMr diem 
Kihngs bQ^in» die die^ta ^jFtaneil ffikrU. / Sie.wiP die V^tleraiadt des 
Stoikers Cteanthes (^rab> 1. 1-). BtsbnAtfs lecs&buftt.wtf der tref* 
Kebe WinsM ^^tm Assiis (Strab. 15. estr.) tuid dep J^in^ni ^sditm 
(aich ea^x^fpuyoQ genannt) ,' dbr die ICraft baUe^/das.Fiei^Qb.^es 
menseblichen LfeicbiMtas sebneA zn verxeKren, ynd dahcr IbeUil^a 
JSargea, theili ,p<dyerislrt sua Beitnonea der LeioKen gebra^cbt wur- 
de. « (IKoscor. 5,^ ill. Flki. %^ m, 98. a. 36, 17, 73. Alexand. Po« 
lyh.ap. Stepb. Byz. LI. — r Gargura (rd FaQyaga: Epbor> fr, 
9d. aas Macrob. Sat. 5, a». Strab. 13: p. 583. Mela 1, 18, 3. 
PUb. 5, 30, S2r. ,. frdher ij Fd^aQog, genannt: Alcibdn'.- ap. Steph« 
Byz. p.* 200. Strab/1. 1, Elym. M. s. v. Schol. ymote..Ham.'lI.44, 
2S2., bei Ptol. 5, 2« durcb Schreibfehler 7a(i/a^ov, ond beiHellam- 
ew (nach Stepbaaii&)iV9/(Mror^*j« Tsobepini), erst von den T^an* 
■en vhm Asins in den spitettenZeilea der\pers. Menarchie antiQpc 
de± Naneif Crcrgants *atif der HAe dea gteicbnaaiigen Berges 
{s.S. 112.)'gcgi*und£t^0 und mit griechiscb^n tmd c^irisclic^'Bintr. 
ans Milet^ns bevolkerl, s|)aler abet, ills die Einwohner durch/d^s 
raabe Rlima bewogen wurd^n ihre Bergstadt zu verjafisen, onter der 
BetJennmig €rargara (£tym: M. s. v.). am Fasse des 'Befgea ip'elner 
an Getpeide iiberatis reioben Gegald -(r^rgl. aaeh Virg.^Ge.''i, ltt2* 
Ovid. A. A. 1, 57. Senet. Tftcb. 608.) angelegt. Sie cxisCirte unter 
diesem Namen nocb zu ConsUntin^s^.GTr. Zeiten. {Cone. Nicaeni.2. 
p.350.)^— ^»toii4rt» (iq^Avxm^i: Hero4.7, 42. Thac^4, 5l 

-^—^, ' • '* . . . ' •. *->•*•*;. 

pilMes^e^de la iklbtB. Prok^sck De^wiirdjlgk..ia. S. 380 ff. 'Feji$w$ 
Ezcors. in As^a mia. p. 46 ff. ni^d Ausland 1842. Nr. 205. S. 820. 

49) rfacb Pan; I I andPlfri. 2, M, 98. 36^ 17, 27. am Ua.' (Jebri- 
gens rcehacK iooh ne Stepk Byz. p. 12j^ u.* A. sobon zo AeoUs. 

50) Nacb JMfTsflaa.ap. Strab. L i* ?on Metbyainaera, aacb Alex. illMv 
aefias-bei Stapbanaa a. a. 0. van littyleaaeni.^ Pud., Pliniui-.ii. Stepbanus 
setzen anck sie nacb Aeelis* 

^51) Dads Steven JSiaigea.^ebif.lklli^jldieKiolaiiie^geaanift wird, erkUlrl 
Strabo p. QlO.-anS' dem Beflanicns dabtn^ da<s ibre JHuUersladt«Assos von 
AeolieTa gegrfladet vdrdea war.^ Uebrigens vergl. Gro'^iupd zu Strab. L 1. 
Bd. n. S. 598^ gcfpen iLdray's WiiHHibige Aeadeningan. 

52) ^i«as OsUieb vM Gargara lag einst ancb die SaesUdl Ntandrla 



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144 Zweiter TheiL. Politisebe Gcbgrapbie* 

8iK»: Xcni'HcU. 1, 1, 25. Aii^.7, 8, 7.- &yl. p. 36.^«i«M. 13^ 
42. Slrablto.'p. 606. PtoL 5, 2. Mdal, 18;2. PKb. 5^ 30, 32. 
(^ic. ad Qn. fr. 1,*2, 2. Hteroch p. 661. Geegr«JEUv. 2, 18. m. by d. 
Anton. Itip.'p. 335.; noch j. Anlaadro) ^^), nacb Heroilot; van Pelaa* 
g^rnj nabh Alcaeus bei Strab. 1. L voa Leli;g.ern (vergl. an^ ConM* 
narr. 41:)^ nacb Thnc. 89 108<» aber von .Aoo^iern gegrUmidi, alsn 
Wabnicbeinlich von Le^terennacli VerireibttAg der .Epstereo- jefwei-^ 
tert««). Sio lag im Innerik dea «Simis; Adra^ytt. untecnk 56«-^ L. 
4(M> 20" &r. (Ptot.)^ etwa 110 Sud< westl. von AdramTHiam^ ^am 
Fufsse eines Bevgeft./ auf 'dem ibre CitadeHe atend-^^),- oad in ibrer 
NShe war der sehi*,holzreiclre Becg ^spofltiu (nacl^ Tbae. 4,' 52*. ein 
Tbeil des Ida). Bei ibr schifte Aeneas nacb Virg. Aen; 3,^. Aid! 
eiti ^^. ^— Adrmnyi&um C^S^aju.vwtqv oSar'^Arfa^. : Gbaroa pt 



(NsApSQ^tcci^ScvL p. S6. atrab. 13. p. 604. iVa{f^()«ovi Tbeopomp. fr. 
^10. aus Sfeph. By^. p. 487. auch Ntavd^og: Plin. S, 3lD> 32. r^rgL mil. 
Steph. I. 1.. die Einwohner Neai>dQe7g: *XeD. Hell. 3, 1, 16.)viiber derep 
ehemAli^e Lage Strabo gewiss im Irrthum ist, wenn er sie m^s IvQere Aes 
Lahdes, nOrdlieh fiber tfamaititus setzt."; ^ahrscbeinQch war sie von Aeo- 
liern an^elegt, ^er schon (rUbzeitig y6i^ftilfeD« da ibre £in^ nacb Alexan^ 
dria Trokg verpflaiut warden. (Daber wei9» tcb nicbt^ n|it weichcia^GniBde 
Mdnuffrt VI, '3« S. 466. die spatern Bewobner von Neafidria*ii| dem yoa 
Hierocl. p. ]6i64. in dieser ^ Gegend erwabnten Mapdrae wiederzufioden 
g;laubL * Vepgl. unten S. 160.) Leccke Asia min. p. 274. sucbt, Strabo fol- 
gend, Neatndria im Inireen icTe^ Landes, i^O Stad. von Neu Ilimn an d^ 
Stclte des {i^ul. Ene. * 

' . 53) Mela l;'l. giebl eiae doppel^ Deutang des Nanfens ^ai^: Eia^ 
beUauptetea^. Ase^iu^, d^r Sohn des Aene^^, bab^ sieh, vop. den Pelas- 
gern gefangen, •durch'^ie. losgekauft, so d^s sie also air <»i^(^a6^ gegeben 
worden sdi^ Andere aber,/sie.sei V09 vertriebenen £inw. d^r Insel Andros 
gegriindet,.worden, li. diesen also iurt, *[^tfd()ov gewesen. Nacb Aristot ap. 
Steph. ii. Plin. K 1. bre^s sie er^t tdoni^'i*tIdtaflg)t dann Cinmeris {Kifi-* 
fi^^^sh ^on ibren Einwobnern ; welcfae Namen, wend sie dleselbe^ Wirk- 
Ucb gefilbrt bat, sicli wobi; dor aof dort angesiedette Rolentstea besieliett 
kOnnen^ '. 

54) Za diesen ^so yecftcbiedenen Angaben fiber/ ibre Grtedong Kommt 
noeb eine vierte^-naefi welcber sie von vertrifebeaen Andriam ' aagelegl 
warden wttre. (Mela \. I. Sert. ad Vicg. Aoa..3, 6. Veqpl. Note 53«) 

115) Naeb Strabo 1. J4 war es dieser. ^Berg, aoT welobem Pam (oipr 
Alexander) sein beriibmtes Urtbeil spracb , und 'biess daber Alfixamdrtm, 
('^Af$ai/d(raa)k Vgl. .aoeb Timostb. bei St^pk Byzt p. 62. 

. 56) b dieser 6egeni lag einst aucb Cilia ^iXXtj: Hon* U. I, 37* 
cScboL Hecod. ), 149. Strab. 13. p. 613. Plin. 5^30^ 32, Ovid. Met. 
1*3, 174.? J. delicti) an dem Waldbjicbe CiHos* oder aQeas/a^/AA^^, der 
Torn 'Ida berabbopnit, and bei dieser kleinea Sladt iii die .See ftlft. Sie 



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§:62. Mysia. .145 

116. Creoz. Xeo. An. 7, 8, 8. Seyl. p.' 36. Sttab. 13. p. 606* 61S. 
Ptol. 5, 2. HicrocK f. 661. W«sscl. Mela 1, 18, 2. Cic. Brut, 91- 
*JdQaiivmto¥ Oder Wr^ajU..^ Herod. 7, 42* Thuc. 5, 1. 8, 108, 
Staph. Byz.- p. 22 f. 'jidqaiiii%%a: Theophr. h. pi. 8, 4. AdramyU 
tern: Liy. 37, 19, 7. Adramitieos : Plin. 5/ 3Dv 32. Adramut- 
tmm: Itin. Antdib p. 335. Wessel. ; j. Adramiti oder Edremit) ^^) 
am ionereUB Theile de^ liacb ibr benaanten Meerbnsens, am Flusse 
CaicQs and an der Hanptstrasse vom Hellespont nach Pergamain 
(Stcph. Byz. 1. 1.) nnter 56<> 30^ L. 40« Br. (Plol.), rom Adrarays, 
eiiem Bimder des Cro8as,> gegriindet (Sieph. L 1. Eustath. ad Hom. 
IL 6, 397.) >^), a. besonders als Hafenstadt seil-der pergamen. Herr- 
sehaft bldbend Cind wkblig; anterden R5mera Sitz eines Conventtts 
laritKeos XPUn* !• !•)* '^'^ ^^ Vaterstadt des Redners Xetiocles 
(Strab. 13. p. 614. Cic. Brut. c. 91.)^ uud lieferte (wie Cypern) das 
unguentum oenanthinum (Plin. 13, 1, 1.) ^'). 

§) Im Innern des Landes, in der Richtang von SO. nach 
NW.^o) : Im GeGIde vonThebe (80 Stad. siidl. yon AdramytUum, nach 



batte eitten ap^eblich schon vom Pelops, ihrem Grflnder, ejrbaaten Tempel 
ies Af^ollo Citlaeas, lag aber schon za Sfrabo's Zeiten in ^Rainen. Nach 
Herod. 1« 149. gehOrte sie schon unter die ^tadle des ftoUschen' Boodes. 
Nebeii sie setzt Strabo a. a. 0. Ghrysa (s: oben S. 141.). 

57) Vgl. Prokeseh Erinnerangen etc. 3. Th. S. 282. * Feli^ws Excur- 
tiob in Asia mii>. p. 39. 

58) Aach Strabo p. 613. aennt die Lydier als ihre GrQnd^er, sagt 
aber p. 606., dass sich auch eine Atheniensische Kolooie in ifat aiedergelas- 
sea babe, was nach Thuc. d, 108. u. Pans. 4, 27. 5. anch mit einer Kolo- 
lie aus Delos der Fall war. Nach jener Niederlassung von' Lydiem an 
£eser Kfiste hiess die gan^ GegendT von Antan^rus bis Adramyttium anch 
Lydm, (Scyl. J). 36. Xen. An. 7, 8, 20.'Slrab. 13. p. 613.) 

59) Plin. 5, 30, 32. erklart sie f^lschlrch ftlr Homer's Pedasus (s.na- 
tea I^ota 64.), Hierocles p. 661. aber, wenigstens minder iinwabrschein- 
iieb, fdr Homer's Lyrnessus (s. oben), das wenigsten^ ip dieser tvegend 
gesocht werden muss, nnd dessen Grund und Boden spSler den A^ateytte-' 
oem. gehdrte. Die Gegend von Adram. fDhrte nach Epborns (fr. 88. ans 
Steph. Byz. Vi JlaQGo) einsl den Namen Passanda, — Plol. 5, 2. setzt in 
der N&he von Adramyttium auch den sonst v(5llig uiibekannten Ori Traia" 
Mpolis an, der aber dem Bergvoike der Traemenothyritae gehOrte, und 
also wahrscheinlich weiter im lonem des Landes lag. ' 

60) Hierher geh5rt als eine Stadt der Vorzeit zuerst Tkebe (^ Brfpri : 
Horn. II. 1, 366. 6, 397. 22, 479. Herod. 7, 42. Strab. IS. p. 612. 
Mela 1, 18, 2. Plin. &, SO, 32. Steph. Byz. p. 307.) 60 Stad. nordttsUich 
Toa Adramyltiam (Strabo p. 612.), zwischen dieser u. Garina (Herod. 1. 1., 
Bach Xen. Anab. 7, 8, 4. minder ricbtig zwischen Antandms n. Adramyt* 

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149 Zweiter TbeiU Politische Geographie. 

Strab.l3.p.6120^') lagHdmers (IK2,e9a. 19^60.20,92. iat«)l^ 
nessus {AvQVfjssio) % dad zu Strabo'« Zeitea zwar ak ain natdrfester 
Ort nocb vorhaadeir, abfr verodet war. (Vgl.liaciiDioiiSy 4ft. Strab. 
13.p.584f. Plim5. 30, 32.)««^)— ^#<!s<^a,(»rf''^4awp«:Xen.HdL 
4;1,41. Scyl.p.36. Str2ib43.p*606.613. Supb.-fiyz, p. 132. l^^tlSy* 
ra, ae, Mela 1, 18, 2. Pliii. S, 30, 32.) nordwesH, vott AdiattyiOniB, 
nicbt allzuweil yon der Kiiste, an Jem SooipfeSApra, der aber mX deoi 
MeeFezasaivmeahing. Sie war scboa z«Pbai«8:Z«ilea «in¥firIaMeDer 
Ort Bei ihr befanden sioh.em beiliger Haia derl^iaiu, die aacbdavan 
den Bemvien 'AotvQt^VT^ CAqtb/hs) bei Su^. U 1.- ud p.* €06. «d4ff 
'AotVQiVfi bei Xe4i. Hell. A, 1, 41. fiibrte, and wacme Bider (JE^aiu. 
4, 3i,y^).'^Pumia (Hiovhi Strab. 13. p. MO, Pionm: ^ieroeU 
p. 663. Plin. 5^ 30, 33.) ^^) am Fl. SaHnioia, nofdwe^, vo« Ajalaa- 
drus vnd nordosU. von Gargara. Di^£iaw. d€ts Llaia«o. Ortes gebdfn 



dam) in eioer waldigen Gegend am Berge Placus oder Plax (den aber aoa^ 
ser Homer Niemand kennt: vergl. oben S. 113. Note 540; °^^^ l^'ioL 
5t 4d. von der Tbebe^ einer Tocbter des ROnigs Cilix, gegrUadet, n. wean 
ancb nacb d^r ZerstOniog durcb Acbilles (Horn. U. 2y 691.) wabrscbeialich 
ifieder aufg^baiit, docb stbon zu Svrabo's Zeiten verttdet a. yerCdlea; o^d 
Ml Plinins Zei^ter bereiU giUizlicb uniergegangen. Dean auf jtdea FaH 
irren {Itym. M. b. v. Didymus ad Horn. U. 1, 366. Diac ad Hes. Seal. ▼« 
.49. n. Easlatb. ad U. 2, 691., welcbe sie ftir dieselbe Sudt mit Adramyt- 
tiom baltfen. Nacb ibr biess die ganze reicbe und gesegnete^ (Llv^ 37, 19.) 
Gegend am die Spitze des AdramytL Meerbune^s bemm bis za den Sli^dlea 
G>rypha8, Ueraclea u. s. w. becab (s. anten) to Si^fiijg indiotf odior Cam" 
pus Thebdnut. (Herod. 7, 42. Xen. Anab. 7; 8, 4. Hell. 4, 1, 41. Liv. 
L I.) Die jadten Einwobner dieser. Gegead nennt Homer (U. 6, 397. 415.) 
KlX^neg. (Vergl. Str^. 5. p. 221. 12. p. 572. 13. p. 586. 605 11 
611. 616. 62(). 14. p. 676.) Fttr Niedei:Iassnngen der Gilicier in Troas 
aber zeugen ancb die CUices MandHeadeni des Pliaios. (Vgi. uaten S. 160.) 
Zwiscbea Tbebe and Cilia lag wohl aach daa za Plinias (Sy 30, 32.) Zeilaa 
bereits aatergegangene Cocylium^ dessea Einwobner {KonaiXitm) Xen. 
Hell. 3, 1, 16. erwabnt Pfacb H^ebb (Uatersucb. Uber d. ZasUnd d. Ebeaa 
van Ti^cga S. 94.) ist es das beat. Gotscbiolan-Keui oder Itscbiolaa-KenL 

60b) Fellov>* Excursion in Asia min. p. 39. glaabt ibre Rniaea 4 eagL 
H. von Karavaren entdeckt za haben. 

61) YgL Groskurd za dieser Stelle Bd. 2. S. 595 f. 

62) Strab. 13. p. 591. a. 14. p. 680. erwabai aacb aocb eiae zweila 
Stadt dieses Nameas bei Abydus, mit ebemais ergiebigaa, damais aber 
scboa erscbOpften Goldgruben, die je^och za seiner Zeit scboa verwHalel 
lag, nad derea sonst- Niemand Erwttbaaag tbal^ Vgl. obea S. 132. 

63) Vorber §. 32. bat er scbpo ibre Eiawobaer, die Piomiam er- 
wdmt. 



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$. 2. Mfsia. 14lf 

Ipi opler roinisch^BerrscbiA zit«i Gerichisbofe tod Adravyttiiiiii ^). 
— Andera {vd^Aifitt^: Tbectpomp. fr. 124, aus Steph. Bysc, p. 
8:;. Strab.13. p.. 610. Q14. Plin. 5, 30, 33.) weijter iii»rdlick zwisehefl 
Scepsis o. Piooia, mit eiaem Tenpel der Gotienaiilter, welcbe ^avon 
den Beinatten Aaderena fiibrie, Naoh Strabo warde bier eine S'Ui»- 
arigefoDden, die gebranotza.£i8eiij ond mil eiper gowissen Erdarl 
im Ofen gescbmolzeo, xa Ne^ftilber^v^^a/^a^^^oy) , mit Kapler, ver- 
seUt abcar zu Oricbalkoa w«rde.. (Vgl:. auoh .Tbeopomp. 1. 1.) ^*}« -^ 
&epstf (17 ^Ji^^itf: Xea. Hell. 3, 1, 15. Scyl. p. 36. Strab. 13. p. 
603. PM. 5,,2. Steph. Byz. p. 606.? j. da^ i>orf Eskrapsebi ed. Eski 
Scbnpscbe, bei dejB slcb'aaf^einem Berge Triimaier einer alieu Sudi 
TOB list 1 Stimde im Ujafaoge aiit 9 Tboren fiaden) «*) nordwestlieb 
Ton der TOrtgen nach dein Simois binr, 150 Sutdien siiddstL vmi 
Aiezaodria Troas^^); von Trojanera g^gnlndel, aber durcb 'eii» 

64) Ab demselben F|a8se^ sCldwestl. job der rorigeB,- lag die kleioa 
%\Ai\. Pedasus (Tli^dadog: Horn. II. 6,,?4. 20, 92. 2^, 87. Slrab. 13. p. 
605.), die aber sehon zu Strabo's Zeiten vertfdet war. Da Homer Pedafius 
aasdrfickKch an den Satniots ^etzt, sa kamn ea nicht fUglicb das spMtdra 
Adralnyttiam seio, vie Plin/l. L verlJBut&et. Eben ditdureb aber wideriegt 
sieh aacb Marmerfs (Vi, 3. S. 427.) Vennu(hapg, del* Pedasns, weil aa 
Homer mit Lel^em bevOlkert, nacb Garien vevs^t. Koonte sieb den^i 
licht; wie Sirabo VQrmuUiet, aueb ein Ha^fen vpa Lelegera in Troas pi^- 
iergelassen haben? 

6&) ^Bf^.' ffatismarm de arte 4*601 eonfieiendi veterom §. 17. Beck' 
9Mn Geseb. der BrQnd. IB. S. 378^^ and Grasian'd^s lieben. itg Strabo 
BiU. S. 3»«f.. 

66) Mmnnert VI, 3. S. 505. pieint, da Seepsis scbon <t«it 2000 J. 
Terlassen sei, so k^nnten sich kaum.nocb ^o bedeutende Ruinen von ibr 
fioden. Er b^lt diese daher filr die Uefierreste von Pondina. AHein 'diess 
war, wie wir oben geseben baben, tinr ei» festes BergstsdCcben, das wobl 
keioen so bedeutenden UmfiBiBg Latte, and lag, dem Sirabo ztfolge, k einer 
fUB andera G^end. * ' . ^ 

' 67) Strabo setztPala Scepsis in eine aadre Gegend, in die bobem Tbeila 
des Ida n. recbts vom.Aesepus in die N^e von Policbna (s. oben S. 135.); 
alleio abgerecbnet, dass dann Scepsis von Alexandria Troas, wobin seine 
Einw. verpflanzt warden, ttber 500 Slad. entfemt gewesen wSre, was nicbt 
lehr w|dlrscbeinlicb ist^ so widerstreitet aacb diese Annabme geradezn dem 
Scylax and Pcolen., welcbe Scepsis gar an der westlicben KttsCe von ,Troas 
^fttlicb Beben Cebfiene anseUen (letzlerer aster 56^ 30' £•. 41^ Br.). Gebt 
Boa aacb auft Demostb. adv: ArisUicr. p. 671 • Reisk. beRvoTt das4 Wda 
StAite nicht am Meere liegen konotea, so bleibt docb immer eine Laga 
ia dem westlicfasten Tbeile.Mysieas iu der Nab^ von Alexandhria fibrig, and 
4a sich nop bier der neve NkpM Eskinpscbi 4arbietet, ^so ist wobl' aa elaani 
brthaae Strabo^s in Ansabnag der I^age d^sar StadI- aicbt zn zWQifMa* 

' IQ* 



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148 ZweUer Theil. Polilische Geographie. 

KbloDie der MHesier rergrossert nird stark l>efesttgt; tnit^ den Per* 
sern Sitz eines eignen Tyrannea miter persiscber Oberfadbeit ^en. 
Hell. 3, 1, 15.). AntigooHS A^ersetzte zwar ihre Eibrw. nach Alexan- 
dria Troas, sie kehften aber spSler auf Erlanbikiss des Lysiniachas 
zoriick, nnd erbauten in der NUhe der alten, nntertfessen ^ahrschein- 
licb 'zerstorteb Stadl elne nene (if via xiifXfj : Strab. 1. 1. Nee hti 
Plin. 5, 30, 33.), besonders berfihmt durcb die bier liiiigere Z^ 
rergrabene BiUioUr&k des Aristoteles nnd Tbeophrastns ^ die man so 
TOf einer ferzwuDganeh -Auslieferung an die pergaaien. Rdnige sicber 
stellen wbllte (StraK. 13. "p. 608 f.). Von da an spraeb man von der 
alten Stadt gewobnlicb unier itm7iaLmeuPaiaescepsis(lIaXcHaK!iplfig: 
Strab. 13. p^ 603. Ptot. 5, 2.). . In der Nabe befanden sich sebr 
ergiebige Silbermineh (Strab: 1.1.), — Ilium (t6 "IXtov:^ Hom.^ 11.-2, 
113. 288. 4, 508. 5, 638. ji. s. w. Xen. HeU. 1, 1, 4. Strab. 13. p. 
581.. 592. 595. 597i u. ofter,.Plol. 5. 2. Mela 1, 18, 3. PUn. 5, 30, 
33. 10, 26, 37, 16, 44^ 88. li. A. , auch als Femin. ^ ''IXioe: Horn. 
II. 4, 46. 20, 216. 24; 27. etc. Quint. Smyrn. 6, 551. Orpb. Ai^. 
484. etc. Ovid. Met.' 14, 467. l>ei denRdmera auch lUos: Uor. Od. 
4, 9, 18. Ovid* Her. 1, 48. A. A. 1, 363.)««) od. Troia (TQela: 
Aescb. Agam. 783^. Pind. 01. 2, 145. Nem. 2, 21. 3, 103. u. s. w. 
Liv. 1, 1, 1. Hor.''Od. 3, 3, 60. Virg. Acn. 1, 1. 3, 5. Mela!^, 3, 
6. n. s. w.) mit der Bnrg Pergamirm (^6 llegya/nov) auf einem zWi- 
scben den Flussen Simois nnd Scajn^der gelegeneii. ilii^el (Apollod, 
3, 12, 3.) 42 Sud. von der Kiiste (Strab. 13. p.\596.) «'»),. von wel- 
cher aus man den Scatnander passiren musste» ebe man die Stadt 
erreicbte. Die von den Griechen der gewdbnlicben Annahme tiacb im 
J. 1184. vor Chr. zerstorte Stadt war spater wenigstens als Fleckea 
wieder hei^estellt worden^ so dass sowobl Xerxes (Herod. 7, 42.) 
ala Alexander (Arcian. eicp. Al. 1, 11.) auf der JBoirg Pergamom d^ 
Atbene ein feierliches Opfer darbnngen konnten (vgl. aa^sbXen^ileU. 
1, 1, 4.),' nnd Demostbenes (adv. Aristocr. p. 671. Reisk.) Dinm 
nocb als einen mit Mauem umgebenen Ort anfdhrt. Spater aber ver- 



68) Diesea Nanren f&brta es der gewOhoKchea Anaahine nach vimi 
Ifan, Sohn des Tros, semeni Grtioder. Andere aber leiten ilm voa ikv^^ 
SehlanHD, Morast her, mit KQcksicbt auf den sampfigen Bode* der dortij[ea 
Gegend. * - . • 

6ft) Nach Scylax p. 35. nup 25 Stad. ; allein die ^b^i ihm sich fia- 
d^e Zahl'Xf' kann leicht durch Versehen der Abschreiber ans fi6 eatstaji- 
den sein. Diess ist wcDigstens dia Ansicht Mami&ri^s Vl, 3. $. 496. 



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$.62. Mfsia. 14ft 

idamdi dieser Fle^ken^o), als in. den Zeiten der macedon^ Herr- 
9cha(l in ^ Nabe , d. h. 30 Stad. weiler nordwesU. nacb der See 
zo , unweil der Vereinigimg der beidea fensionten Fiysscf , wo man 
ebemfalls emen, sobon im lydischen Zeitalter aBgelegtea, Flecken 
BBteinem Teinpel d6r Atbene £uid (qacb PtoL, onUrm ,55» SO' L. 41^ 
Br.) , eio' neues^ Ilium entstandeii war (Strab. 1^3. p. 593 ff.) , wel- 
cbes sowobl Alexander als Lysimaehus ver^osserten und verscbo- 
nertea , and yo^ dem nan nun auehioach nod nach zu ^lavben anfing, 
dass es an der Stelle des alten Iliam^tehe. Dieses Neu-Iliton litl 
zwar viel bei der £n4»erang dnrch den ,i:dmi^ei| Feldberm Fimbria 
im Mitbridat. Kriege 85. yor Cbr. (Strab. 13. p. 594. Appian. Mitbr. 
cl 53. Lir, Sappl. 83, 6. 7.).'*), ward aber dafiirVom Sulla nnge- 
mein begiinstigty bnd erhob sicb onter den Ronlern zu einer nicbl un- 
bedentenden, von alleA Abgaben 'befr^it'en (Plid. 5,30,-33.) Mittel- 
sUdl (Strab. 13« p. 594 f.) Aucb Neu-Uium verfiel spaterhin, docb 
Inden sicb noebRuineo davon auSeinem Hugel ostlicb vOn den Dor- 
fern Kom-kiui and Ralafaili^kini , 5.engl. Meilen vOn Kum Rale and 
3 yen der ni6bsten.Ri]ste'^^J. Von Alt-ltium aber (das in der Gegend 



70) Decb gab es zu Strabo's Zeiten (13. p. 593. 597.}, vermeintlicb 
anf der Stelle des alien llibn , nocb eine ^IkUosv xcifjutj ; die aber Leake 
(Asia-mmoi: p. ^75;) nicht atit dem PlaUe voo Alt^Iiium, sondern 30 Stad. 
astt von Neii*Iiiom sacht, wo .sicb Rujnen onle'r dem Nam^n Eski Aktschi 
fiaden, (Uebrigens yergl. (iber Strabo^s Angabeo binsicbtlieb der Ebeoe 
▼oa Traja GroskurtPs Beaieckoogen zo 13;-p« 597. (Bd. II. S. 567 f. Note 
2..aad 4.), welcbe Qb^r die im gewOhoKcben Texte ziemlicb dankle Stelle 
UnUbigUcbes Licbt verbreiten.) 

. 71)Naebdem es aucb (ruber ^ian^al — - wir wissen picbt^ bei welcber 
Gilig«i|lhait — von eiaem gewissen Cbaridenlus (etwa dem berOcbtigtea Gb. 
?«■ Oreos?) eiogei^ommeo werdeu war. (Plut.Sertor.cil. Polyaeo. 3,14.) 

72) VgL j^e^» Asia minor p. 275. u. Prokesci Denkw(^rdigkeiten I. 
S« 206 ff. mif Poopcke T. III.' p. 155. Ueberbaiipt vergl. pher das Gefilde 
Ton Tni^i.Leckevaiier Voyage de la Troade. Paris 18Q2. sq. 3 Bde. 8. 
(d^iseb voti Dgrnedd^n: £^riie);a/i<er'fiesebreibiiDg der Ebeoe von Troja. 
Leipz. 1792. 8. ReisO.aacb Troas vod Leekevaliery -(earbeitet von Lenz. 
Ahenb. 1800.) Ckoiseul^ Gather Voyage piltoresqne de la Gr^e. Paris 
1820. Tom. 2. p. 177 — 346. (Die Ebene von*Troja pacb CAoiseuf-Gouf- 
fer'^wkLenz. Neo^trelitz 179^. 8.) Remxell Observations on tb^ topograi* 
pby of de plain of Troy. Lood. 1814. 4.. Webb in der Bibliotb. Italiana. 
T. XXn. p. 316 ff. (Deatseb: Wehh'^ Unt^rsqcb. aber den Zustand der 
Ebene von Troja von tin^e* Weimar 1822.) , Leake Joam. of a tour in 
Asia minor S. 275 ff. Prokesch Erinnerungen etc. Th. 3. S. 1 — 117. 
^lesfr/^ejv.DeplLwflrdigkeiten I. S. 137 ff. v. Rickter's WalUa^ten im 
MorgenL S. 458 ff. Fellows Excursion in Asia minor p. 66 ff. u* A* 



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iKtf Zweiler Theil. Politiffohe Geographic. 

ies heat. Baoar Baschi gelegen za hahen scheint) 7') linden iiek gar 
keine 'Spuren mehr^*). -* Ansba (jiglafifj: Horn. II. i, 887. Strab: 
13. p. 990. I'olyb. 5, 3. 111. Steph.Byz. p. f08. Plm. 5, 30, 33. 
Virg. Aen. 9, 264. beim heat.Oorfe Hassa) am Flussdieii SeHeift 
(s. oben S. 118. )» ^^f^J^ seines .ZosaflftineAfldsses mil dero RJioditis, 
znm Gebiete-voD'Abydas gehorig; Sammelplatz vod ATexandera Heer 
naeh dem Uebergangeiiber den Hellespont (Arrian. exp. Al. 1, 12.) 
und der Gallier naeh ihrem Eindringen in Kiarnasi6n'(PQiyb. 5, 111.). 
Man hat ron ihr Miinzen aas Jrajans Zeit l^). * « 

b) in jieotts (JtoXig: S07I. p. 36s Sirab. 13. p. 983. Ptol.5,S. 

73) Hier wehigstens fiudet sich ein steiler Hfigel, welahea Leek^a^ 
Iter fOr den Standort des alien Ilium selbst hdlt, der aber Toa.Andern mio* 
der ricbtig fiir den von ,Ncu Ilium 40 Stad. entferpten flQgel Rallikolone 
Homer's (II. 20, 53. 151. Strafe. 13. p. 597 f.) anges^hen Wrd*, und bei 
ihm- die Qaetlen ^les Seamander. , 

74) Ntfrdlich von Alt-Iliam lag eintt auch TA^m&ra (9vfifi^: 
Horn. 11. JO, 430. Strab. 13. p. 098. Plio. 5, 30, 33. Steph. Byz.. 
p. 314.) auf- eiiiem Hiigel nttrdlicb von Alt-Ili(km.am Fluss^ Thymbrias, 
der sie* durchslrOmte , und sich in ibrer NlUie beim Tempel des Thymbri- 
schen Apollo mit dem Simois - Scanrander vereinigte. Sie war schon frflb- 
zeitig TersebwundeB. Ueber-das, Thai von Thy mbra, ' das, so'wie der in 
ihm liegende HUgel KalKkolone (AToA^ixoAoi)^ ; Hom. I!.' 20^ 53. )51.), 
Doch imraer den alten Nameo filbrt, ver^I. Prokesch DerikwIlrdi^eiteB I. 
S. 145 ff. Mannert (VI, 8. S. 499. f.)? welchfer Thyrabra gar ni^ht fttr 
eine Stadt , sondem mit Strabo bios fUr den Nameo einer Geg^nd hik, 
sneht sie mit Poeocke III. S. 1 60. f^lschlich an einer andeni Stelle auf der 
westlicheir Seite des Scamandei", wo /etzt derTlecken Enai oder Ene an 
dem Flttsschen Enaichaie liegl^ > - * 

75) D'^ren Aecbtheit jedoch von Einigen bezweifelt wird, da die Stadt 
sebon za Strabo's (13. p. 590.) Zeitea^fast gataz vergessen war. *1^W^.' 
Rttscke Lex. nsi num. I, 1; p. 1099. ifipbAne/^DescripUlI. p. 653* Sestiirt 
Class. g0ii. ed. 2. p. 76. Uebrigens. lag im ,Jnnem voa Troas,. an der 
Grenze Aeollebs, auch die (naeh Hellanicas bei Strab. 13. p. 619. XoKsche) 
Stadt LamjMtnia (^tafincivHa : Hecat. fr.'210. aus StepHtByz.^ beiflero^* 
5, 26. Aafintaviov) . Andere ihrerXage naeh nicht nHher zu'bestimmeacle! 
Orte inTroja waren Homer's (11. 13, 172.) Pedaeum (UtjSKWv oder J7»}- 
daiog) ^ naeh Eustatfic ronog oux* inltjtjfiog tt^qI nev.xa xtitit Tgolav^ 
Silindium {2divdtow)^ naoh Deraetr. Seeps, bei Steph. -Byz. p. 601. etn 
Ort am Ida^ Poiisma (UoX^afici: Strab. 13. p. 60 1.) ^in Stadtcfaen am 
Simois ; Scamandria (Plin. 5, 30, 88> 2^nd^apdQog* bei Hlerocl. p. 662. 
Ygl. auch eioe alte Inschrift bei Choiseul Goyeffier II. p. 288.)i unstreitig 
am gleicbnamigen Flasse ; (Jnnchrtat {Kty%QioLi)^ naeh Suidas- der Gehorta* 
ort, naeh Steph. byz. p. 373l wenigsteos der AafenthaltAortdes Homer. 
(Leake setzt es zwisch^n Ak Ilion und Assus, Udem er ^i ftr^das'bont* 
Tsigrifaak.) 



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$.62. Mysia. 151 

Mela 1, 18, %. Plin. 5^ 80, 82. Nep. MUt. 3. a. s. w., aaeh AeoHat 
PliB. 1. L)'d. h. ^en grtesbntbeils von Aeotiere angebaatea Kiisteii* 
siricbaToo der SpiUe das Binas Adramyttenas imN. Ws zamFl.Her* 
oHis iiB S» (Strab. 13. p. 886.)'*) (wabrend die BesilzoDgen des' engern 
pd. alien aeliseben Baod^s aar vom tfermas nthHll. bis zum Caieas reich- 
lea, io eiiier AasdehnaDg^ vdB 9 M« in der LSage u. etwa 3 M. in der 
Breite toq W. BackQ.)'^. o> Kiistenstadte zwischen dem genannten 
MeeriHiseB Q. den Caioos. Ci$fhene-(Kic&^rij: Strab. 13. p. 606. 
Mela 1, 18, 2. Plia. 5, 30, 32. ; wx> jeUt Cbiria-koi) miteiaem Hafea 
am AdramyUeii. JHB« nod ^m Vgeb. Pyrrha, bereits zu Strabo'a Zei- 
lea yeredel $ obgleieh es Mela^ yielleiebl lilteren QudfeD als Straba 
foigieiid, als eisen Qoeb bliiiienden, wenn •aach our kleineo Ort an* 
fibrt. In ikrar NShe war nacb Srrabo eio Kapferbergwerk. . Weiter 
g^ea -S. aodann CaryphanHt (KaQVtpccif^ie : bei Plin. 5, 30, 32. 
Corjfpka9''% Herg^lea (^JEfQanXem: dafaer bei Plin. 1. 1. He^ratleo^ 
t$$ tracHu , io der Gegend , Wo jetzt Kidooia od. Kydhonies liegt) 
^nikAWki C^t%$a''^: wo j. Ajasmat-kai) , alias nnbedentende, bei 
Strab. 13. p. 607. Torkommende Orte, yon denen wenigstens die 



76) Bphanu bei Strab. 13. p. 583. and Mela 1, 18, 1. geben"^ Aeolis 
freOicb eine weit grOfisere AasdekinDg, n. lassen es yoa Abydus bis Cyme 
reicben, also aucb gaaz Troas nod dats ganze westlicfae Mysien mil nmfas- 
lea; ja Slrabo IS. p. 582. a. 586. l^sst sogar das ganze Laodlswiscbea 
dem Henans and Aesepns von Aeoliani besetzt warden. Andere lassen 
wenigstens'AeoKs scboti init dem Prom. Lectum beginnea a. also aocb alia 
Stiidte an der n9^Kcben Kdste des Sirnu Adramytt mit amfassen. Vergl. 
abeo S. 142. Note 47. 

. 77) Nacb Ptol. 5, 2. gat mir vom Prom. Cane bis znm Hermus. 

78) Auf der Tab. Peat, verscbrid^en CoHfanium^ beim Geo. Ravens. 
C&ripkatH'a. 

79) Anf der Tab. Pteat erscbeint dieser Orl uMer dem Namen Jeta- 
iky and da aneb Plia. 5, 30, 32. in Mysien einen Ort dieses Namens er- 
wahat, der nacb §. 33. zam GerichtsspreDgel von Pergamum gebOrte (den 
er aber -freilieb zwischea Aegft u.Neontichas, also in einer etwas stldlicbem 
Gegend, nennt), so liegt die Venmitbung sehr nahe, dieses von Steph. Byz. 
p. 137. BierocI, p.670. n. Not. ecd. (Concil. Chalced. p. 666.) freilich afs 
eiae lydisebe Stadt anfgeAbrle Attafta ftir dcnselben Ort zn halten, von 
welcbem aocb wohl das £attaka des Ptol. 5, 2. nicbt v^rscbieden ist, weK 
cbes dieser als einen OrtMttotaieos anfftthrt;. denn dass Mftonien bald 2;u 
Lydien, bald zo Mysien gerecbaet wnrde, ist eine bekannte Sacbe. Doch 
irOrde dieser Vermdtbnng freiiicb der Umsta'ad entgegensteben, dass anf 
Leake*s Rarte sfldKcb vomflyflds, also* im eigentlicben Lydiea, ein beutr- 
ger Plecken Ntfmens. jiittUt ersebeint, den dieser Reiseode fttr das.alta 
Atlana Uut. 



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15S Zweiter Theil. Politi^cbe Geographie. 

beiden ersten Eigeotham der Mitylenller waren. li dei: Na&e voii 
Coryphas faoden sich nacb Pliu. 32^ 6, 2L gate Ao^tera/ /?) Stadle 
des Aeolisebeo Puodes^^). aa) Kiistenst^te von *N. nach S. 
JttaneusQJuaQvkvQr Herod. 1, 160. 8^106. Xen. Hell. 4; 8, S. 
Anab, 7, 8, 8. Strab. 13. p. 614..PaU8. 4, 35. bei Stepb. Byz. 
p. 134. '^ctei/a«°^), bei Plol. 5^2. <lat. Ucbcre.) uod Plm. 5, 30, 
32. Atamea\ j. Dikeli-koi) ®^) am Berge Catie, der Insel Lesbos ge^ 
geotiber, in einer.getreidereicben Gegend®^); vob Chiern J>eydlkert 
(Herod. 8, 106. Xen. Hell. 3, 2, 11. Piod. 13, 65.), aber scbon zo 
Plinius Zeiten, wenigstens als Stadt, nicbtmebr vorbanden (PUb. I. L), 
obgleich beiibman einer andern Stelle (37[, 10, 56«) von ibr al« eiqem 
nocb vorfaandenen Dorfe jdie Rede ist ^^)..-- Nacb Pans. 7, 2. natnUcb 
waren die Einwobner durch eine Landplage genoibigt irorden , die 
Stadt zu verlassen, worauf sie dena zn' einem Moses Dorfe berab- 
gesnoken zu sein scbeint. Zwiscben ibr und Pergamum waren die 
einst so-reicben, aber zn Strabo^s Zeilen fireiticb scbon erscbopften, 
Goldgraben der altent lydiscben Konige (Sirab. 14. p. 68Q.). — Conov 



80) Herod. 1, 149. I^sst Ataraens, Ganae n. Elaea nnter den Stadten 
des ^oliscben Bundes weg, nod recbnet dagegeo zn ihnen das ob^n<S. 144. 
erwahnte Cilia, das unten in Lydien vorkommende Notium , und eine sonst 
ganz unbekannte Siadt u4egiroessa (u^lyigoeoaa)^ die aber wabrscbeinlicb 
keioe andre ist als Aegirus auf der losel Lesbos. (Vgl. unten Note 88.) • 

80b) Stepb. Byz. v. \^nuia6g p. 90. He^ycb. n. A. balten sie, gei^iss 
mit Unrecht, Air Homers (II. 5, 44.) Ti^vrj (welches vielmehr in Lydien 
zu suchen ist, vgl. §. 63.), und glaoben in diesem Namen dieselbo AbkOr- 
zung statuiren zu mtissen, wie in Piisos und Ap^isos. 

81) Wenigstens nach Kruse u. Reickard; v. Richter dagegen (Wall- 
fabrten im Morgenl. S, 486.) hsit sie ftir das hent..Ajasniat. 

82) Diese denselben Namen, wie die Stadt, ftibrende Gegend (He- 
rod. 1, 160. 6, 29. 8, 106.), die Andere schon zn Lydien recbaen, war 
vom Cyrus den* Cbiern zum Lobne einer VerrlUberei gescbenkt worden 
(Herod. J, 160.). 

83) Dcnnocb kommen nocb MUnzen derselben aus dem Zeitalter der 
Antonine vor (Mionnet Descr. de Med. ant V. p. 297 sq.) , deren Aecbt- 
beit aber freilieh zweifelhafl ist. Plinius 5, 30, 32. nennt zwiscben Atai^- 
nea n. Cane nocb eine sonst unbekannte, aber schon uptergegangene, Stadt 
JLysimacAia. Im Gebiete von Atarneus big auch die bios bei Herod. 6, 29. 
vorkommende mysische Stadt Malene (MaXtfpri)^ bei welcber im Perser- 
kriege ein Treflen zviiscben Harpagus u; HistiAus vorfiel. Auf 4em Wege 
von Atarneus nach Adramytthim ist auch das von Herod. 7, 42. und Plin. 
5, 30, 32. erw^hote Carene (Kapi^ptj) zu suchen, welches vielleicbt aiicli 
in dem bios von Xen. Cyr. 7, 1, 45. (Aber freilicb zwiscben Larissa und 
Cyme) ge'nannten KvUrivti verborgen lie^ wie scbon Poppo vennntbete. 



L 



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§.72. Mysia.^ 155 

(ai Karat: S.trab. 13. p. 615. Cmd'hti Mda 1^ 18, 2. a. Plin. 5, 
30,^32.); j. Kanot-koi), ein za Hlniitis Zeiten bereits verodetes 
Sladtchen aor Vgeb* Cane (s. oben S. US.)) dir aussersten Spitze 
des genannteD'Berges, von opunUsehen Locrern aus Cynos gegriin* 
del. Hier hatte die an's Land gezogener romisehe Flolte im Kriege 
mil Antiochus ihr Winlerlager im J. 191 — 190. vor Chr. ,(Liv. 36, 
45. a. 37, 8.)— Pitane (IIcTdvfj: Herod. 1,149. Scylak p. 37. 
Sttib. 13. p. 581. 607. 614. Ptol. 5, 2. Steph. Byz. p. 552. Ovid. 
MeU 7, 357. bei Hierocl. p. 661. Pittaue; j. Sandei4i) eine Hafen- 
stadt (Scyl. ^ftrab. 11. U.) ^^) an der Miindung des Enenus in den Si*- 
no^ ElaiUcus (Strab. 1. l.)^^), nacb Ptol. unterm 56« 30^ L. SO^ 15' 
Qr.. Unterm Kajs^ Trajan ward sie im J. 90; dnrch ein Erdbeben 
bart milgenommen. (Otos. 7, 12.) Sie war nach Strab. p. 614i det 
Gebortsorl des Akademikers Areesilaus. — Elaea (HXaia : Scylait 
p. 37. Strab. 13. p. 607. 615.. 622. Ptol. 5, 2, Mda 1, 18, 1. Plin. 
5,. 30, 32. Liv. 35, 13. 36, 43. 37, 37.) »<^); j. vielleicht Roinen 
bei Jalva) «7) nach Ptol. unterm 57^ L. 39^ 6' Br. , am Fl. Caieus, 
12 Stad. von seiner Miindang in den nach ifam benannten MB. Nach 
Strabo p. 615. war sie eine aoUsche^ Stadt , nach demselben aber 
p. 622. vom Menesthens and. den vor Troja ziebenden Atheniensera. 
angelegt, was aaoh Miinzen zu bestatigeo seheinen, die* den Kopf 
ondNamen desMenestheus zeigen®^). Spater hatte sie.einen grossen, 



84) Nadi Strabo L L batte sie gar 2 Hfifeo. 

85) PtoL 5t 2. (lat. Uebers.) nennt eiaen bei ihr fliesseaden Fl. PytOr 
mes^ nod Plin. 5, 30, 32. giebt demselben den Namen Canaius (vielleicht 
Bach def 3udt Canae benannt). Wenn hier Plioius ausser Pitane iioch noch 
eioea Ort nad Fluss Titanus erwShnt, den sonst.Niemand kennt, so hat ec 
sich wolil nor eines Irrthuins schuldig gemachl. 

86) Eastath. ad Diooys. v. 828. leitet den Namen dieser Sudt sowohl 
als der folgendeo von eioer Amazon^ her. Nach Steph. Byz. p. 255. hiess 
sie ehemals Cidaems. 

87).^aeh Leake jcUt Kliseli (?). Prokesch (Denkwiirdi^keiten IIL 
S. 330 f.) sah an der DordOstlichen Einbucht des Golfs vod Saoderii. Spo- 
rea der Maaem eioer ait en Stadt, von deaen er vermuthet, dass sie die 
von Elfla gewesen seio kdnnlen. 

88) Vgl. Rasche Lex. nam..T. II. P. I. j^. 551. EckheL Dop4r« qum. 
P. I. Vol. 2. p. 494. Aach Herod. 1, 149. erwfihnt sie qicht ooter den 
lolischen Stiidten (s. oben Note 80.). MannertW,^ S. 396. glau^ da- 
her nnter dem sonst'nirgends. yorkommenden .^egtroe^^ Herodols viel- 
leidit nnser Eiaea verborgen; was doch sehr Iweifelhaft schejnt^ Schweig^ 
kauser will statt u^iyifoeaaa gelesea wissen ^^^yivoenacc^ so dass es eine 
Stadt anf den Arginoschen Insefai bezeichne \ allein diirfen wir iiberhaupt 



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154 Zweiter Theil. Politische Geographie. 

schdnen Hafeo^ der zum WiQterlager der pergaraeii. . Flotte diente 
nod als Hafen yon Perganmin angeseben warde (Strab«'l'3. p. 615. 
Ptol. 'S,^. in der lat. Uebers,, Lir. 36, 43) f obgleicb er nach Strabo 
120. Stad. von dieser Sudt enlfernt war. (Vgl. ^uch Aristid. T. I. 
p. 348. Jebb.) Aucb> <sie litt yiel durch dsls erwabnte £rdbeben nnter 
Trajan. (SyncclL p. 276. Vcn. orf. I. p. 655. Bonn.) — Grynlum {Fqv* 
¥iov: Sirab. 13. p. 622. Xcn. Hell. 3, 1, 6. Diod. 17, 7. F^ifvtia 
bei Hecat. fr. 21L u. Herod. 1. 149. GrjfnUa: Plin. 5, 30, 32. 
Xqvv€iov darch Sebreibfehler bei Scylax p. 37. ; in der Gegend des 
beut. Kiisselik), eine alte, feste Stadt, 50 Stad. sudlioh von der 
Yori^en an demselbenMB., mit einem Hafen^^) und einem prachtigen, 
ans weissem M^rmer erbauten Tempel ond beriibnten Orakel des 
Apollo (Pans. 1, 31. Stra*. 1. I. Virg. Ed. 6, 72. n. Aen. 4, 346. 
Silius 9, 57. 13,^400. U. A.). Sie wnrde zu Alexanders Zeiteu tooi 
Parmenio mil Sturm erobert(Diod. 1. 1.), and war seitdem wohl 'ganx 
upbedeutend*^). — Myfina (ij Mvglra: Herod^ 1, 140. Xen. Hell. 
3,1, 6. Scylax p. 36. Polyb. 17, 27, 4. Slrab. 12. p. 650, 573. 
13. p. 622. Ptol. 5, 2. ApoIL Rbod. 1, 604. Mela'l, 18, 1. Vtin. 5, 
30, 32.. Stepfa. Byz.fp. 478. »^) nach Piin. mil den BeiiiameB Seta- 
stapolis)^^), 40 Stad. sudwestl. von Gryniom, nacb Ptol; nnter 57* 
15' L^ 39<' 15' Br. ^^)y eine sebr feste (Liv. 33, 30.), aber miuel- 



aonebmen, dass Herodot nnter diesem Nameo ketne Stadt des Festlandes, 
sondem eioe lose! bezeicboet (was freiKch BdAr ad b. 1. und Bohrik Geo. 
d. Herod. S. 130. Iflugnen), so ist die oben'Note 80* vorgetragene Ver- 
inutbnng, bei der es keiner'solchen VerftDderang Jes Namens bedaif, ge- 
wiss viel wahrscbeinlicher. 

89) Der nacb Scyl. 1. I. {Xqvvhov ^Aiamv Xifju^v)' Porttis j^chaeth' 
rum biess. . Strabo aber ftibrt diesen Hafen als verschieden von Gryninm 
an, wesbalb MannertVl, 3: S. 396. vermutbet, dass Tielleicht bei Scylax 
nacb X^vvfiov ein Pnnkt zn setzen sei. Uebrig. vgl. S. 116. Note 67. 

90) Wabrscheinlicb nicbt verschieden von dem Gasteii Gruntum, wo 
sicb Alcibiades einige Zeit iang aufhielt, nod welebes Nepos Alcib. 9. dann 
fHlscbTich nach Phrygien setzen wfirde. 

91) Beim Geo. Ravenn. 5, 9. f^Ischiich Myrenna^ auf der Tab; Pent. 
Marinna. 

" ' 92) Nacb ByncelL p. 144. Yen. haite sie anch ^en Namen Smyrna 
gefiihrt. Vergl. auch ff^esseltng, ad HierocL p. 661. i$'<i^a5. ad Solin. 
p. 607. n. Scaliger ad EAseb. p. 54. 

93) Nach Agathias an der Mflndnng des FT. Pythicn's, der ans Lydien 
kommen nnd siHi hier in den Sinus Elaiticns ergiessen soil, den abbr sons! 
PHemand kennt, nod der wabrscheinlicb von dem in dieser Gegend beson- 
ders^ beilig verehrten pytbfschen Gotte seinen Namen batte. Tzselmck. ad 



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§. 62. My sift. 155 

nissige Sudt mit einem Hafen (Seyl. 1. 1. Strab. 13. p. 622.) , die 
sthon in den friihesten Zeiten rom Mfrinntf (Mela 1. I.), oder von der 
Amazone Myrina (Strab. 11. p; 505.' 12. p. 573. 13. p. 623. Diod. 
3, 54. Tgl. aocb Horn. II. £, 914.) , od^ ron einer addern Myfiha, 
der Tochier des Cretbens* nnd Gemablin des Tboas (Scbol. Apollon. 
1,'604. n. Etym; M. b. r.), gegrdndet worden seiu soil. Sie ward 
Ton den Romem nach Besiegnng Philipps Ton Macedonien ffir frei 
ffkliri (Lit. 33, 30.), aber eweimal, nnter Tiberins (Tac. Ann. 
2, 47. Synccll. Chron. p. 254. Vcn.) mid Trajan (Oros. 7, 12.), Von 
heftigen Erdb'eben hfimgesucht und tbeilweise^zerstort, jedocb wieder 
bergeslelll, nnd war die Vaterstadt des Epigrammendichlers Aga- 
Ibias, der ofais J. 590. t. Cbr. lebtc. — Cyme (Kvftt]: Honi.Ep.l, 
2. 4,» 16. Herod. 1, 149. 5, 12^. 7, 104. Thac. 3, 31. 8, 100. 
Xen. Cyr. 7, 1, 45. Scylax p. 37. ^) Strab. 13. p. 621 f. Plol. 5, 2. 
Appian. Syr. c. 102. Mela 1, 18, I. Plin. 5, 30, 32. LiT. 37, 11. 
Nep. Aicib. 7. Vellei.' 1, 4. T^. Ann.- 2, 47. ; j. Rninen bei San»- 
dakfi)*^) mit denr Beinamen Pkricdn/s(^QtKa)vlgoi^ ^Qiucuvtne: He- 
rod, a. Strab. II. 11. Vita Horn. c. 38. vgl. Horn. Ep.IMl. ^^%mvoc 
laoi)^) am Sinus EIaiiiens,''40 Stad. siidwestl. von der Torigen, nach 
Ptol. antcr 57<> 40^ L. n. SO*' Br., eine der flltestcn jStadtc dieser Ge- 
gend n. die wicbttgste unter den Molischen, die nacb Strabovon einer' 
Locriscfaen , nacb der Vita Homeri .c. 2. (minder wahrscbeinlich) von 
einer Tbessaliscben Koloiye erst nacb dem trojan. Kriege> nacb 4^dem 
aber scbon Tor demselben nnd zwar von einer Amazon^ gegriindet 
worden sein soil (Strab. 12. p. 550/ 13. p. 623. Diod. 3, 54. , wel- 
cfaer ancb sie nebst Pitane nnd Triene von jener Myrina erbant nnd' 
nacb einer' ihrer Gefabrtinnen benanut werden jasst)'^). Crosus 



Mel. 1, 18, 1. bait mit Unrecbt Pytkieus fUr etnen SchreibfeMer statt Cat- 
fiEf, denn von diesem, aocb nieht aas Lydien kommenden, Flusse war My- 
rina an* 100 Stad. wek entfernt.' 

94) Der aber sowobi €yme. als Myrina scboD aacb Lydiea setzt. 

95) Vergl.'/Vo^e^ Erinaeniogen HI. S. 3t9. and ^rtrjii/e/ Serea 
drarches of Asia S. 292*9 der jedocb die Rainen von Saadakli Keber fttr 
die von ityriiia ballen mOcbte. 

96) Weil die aus Lokris gekommenen Ansiedler dort in der Gegend 
desBerges Phrikios gewobnt batten (StnU>. 1. I.). 

97) Daber soD sie aacb einst Wjuor^dv^oy oder ^^fia^ovHOV gebeisaen 
Inben (Hecat. fr.. 212. eit Slq>b. By^.); obgleich Petit des AmazoDOt 
p. 440. rennotbet, man mfl8se.2 Stfldte Nameas Cyme onterscbelden, von 
denen die eine Ama^nQnium^ die andere PhriconitU genannt worden sei. 
Fir- den vortrojanischen Ursprang fUbrt man den Umstand an, daat ibr# 



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156 Zweiter Theih. PQlitiso)re Geographic. 

QOterwarf sie i^er Herrschaft (Herod. 1;^ 6. 28*)^ dann hatte-sie 
uaier den Persem eigne Tyramien y die sie aber bei dem Aafsiaiide 
der griecb. Sladte unter Darias Verjagte ^id. 5, 38.). Die nun ein- 
gefiihrte demoktat. Verfassarig hob'Trasynachas wieder auf (Arisrlot. 
Pol. 5, 5.), nnd unter der romiscben Herrscbaft genoss sie einer 
Yoiligen Freiheit von Abgaben (Liv. 38, 39, 8.); In ibrem gerSinini- 
gen und sicbem Hafen (Scyl. ii. Strab. U. U.) iiberwinterie die liei 
Saiamis gescbiagene Flotte des Xeriie^ (Herod. 8, 130v). BqI ikm 
grossen Erdbeben unter 'Tiberias wurde «ie fast gaoz zerstort.nnd 
blieb| ob^eicb wieder ai^fgebaut (Ta(;. Ann. 2,. 47.), von da. an ein 
bios unbadeutender, nor nocfa selten erw'abnter Or( (Plin. 5,30,32.). 
Nacb Strabo p. 623. war sie He Vaterstadt des Hesiodus . (um 800. 
Yor Chr.)**) und des Gescbichtscbreibers Ephorus (445— 420/ vor 
Cbr.) , derselbe Scbriftsteller (13. p. 622.) bringt wobl mit Unrecht 
die Einwobocr in den Ruf grosser Einfalt. — Aegae {al Alyul: Vila 
Horn, c. 9. Scylax p, 37. Strab. 13. p. 621. Plin. 5, 30, 32. and 
auf Miiusen, Alyalath^ Herod. 1^77. 149. jiiyuHhei Xen. 
Hell. 4, 8, 5.) ^») ein. fe^es Stadtcben in der Nabe von Cyme and 
Temnus, wobl nicbt unmittelbar am Meere, aber unfem- desselben 
auf einer Hoiie. 8te lilt bfdeutend durcbjenes Erdbeben unter Tiber! as 
(Tac. Ann. J2, 47.) i^°). bb) Sladte im Innem des Landes: Temnus 

Kolonie Cumae in Italien bereils zn Aeneas Zeiten vorbanden gewesen sei 
(Salmas, ad Solin. p. 52.) ; aliein das italische €nmae war nach VeUet. 1, 
4. eine *Kobnie der Gbalcidenser. 

98) Aucb Steph. Byz. u. Soidas erklftren Cyme f&r die Vaterstadt des 
Hesiodus, beide aber wobl nur durcb Missverstand der eignen Worte des 
Dichters, der 0. et D. v. 636. nur sagt, dass sein Vater sicb in Cyme ein- 
geschifll babe, um sicb nacb Ascra in BOotien iiberznsiedein. Vgl. bierQJ>er 
Bd. 1. S. 21. Note 42. 

« 99) Was nicbt Name der Einw. ist, da es T^/ivog xal Alyuig xcd 
aXXa %iaQiu heisst, und die* Einw. bei Polyb. 5, 77, 4. n. 33, 11, 8. uii^ 
yaulg genannt werden (bei Tac. Ann. 2, 47. Jegeatae). Nacb Manneri 
VI, 3. S. 891. ist es vielleicht derselbe Ort, den Ptol. 5, 2. unter dem 
Namefn j^tgara scbon nacb Lydien versetzt Sckneider edirt freilicb hei 
Xenopbon AlycU gegen die €odd. 

100) Den bios von Plin. 5, 30, 32. zwiscben€yme und Pbocaea err 
wibnten Aicantus Partus kennt sonst Niemand ; ebensowenig, als die von 
dems^lben das^bst zwiscben Aega und Neontichos genaanien Ortsc)ia1len 
Attdlia u. Posidia, (V^l. jedoch oben S. 151. Note 79.) In dieser Gegend 
ist aucb der bios von Artemidor bel^trab. 13. p. 622. als 40 Stad^ Gstlich 
vom Vorgebp Hydra gelegen erwflbnte Ort ^d!a« cu sucken,*wettn nichi 
vielleicbt beim AHemidor ^AdAI Uos durcb Irrthum stall ^AlFAI fs^- 
acbrieben war. 



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§.<». Mfiia. 157 

(o l^fi^osi Herod. 1, 149. Xen. DbU. '4, 8, 5. Pdfb. tl, 35^ 
12. Sirab. 13. p. 621. Paus. 1, 13. PBn. 5, 29, 91.; wabrsokeiiriich 
das bent. Meaimen) 30 Mill, siidlich von Cjnne am weslKcben Ufer 
des Hennufi ^). Auoh aie ward von dem tken er^ibnten Entbebea 
beioisesacht (FhcAA.).— Neon Tiohos (Nioi^ Telxoe: Hom. Ep. 1. 
flero4. 1, 149. Scjl p. 28. Strab. 13. p. 621. Plki> 5, 30, 32. 
Steph. Byz. p. 490. ; j. i^inadqik) elwa 100 Stad. nordfiatl. voa wm- 
ger, 30 Stad. laiideuiwSrts too Lari3sa (Strttb. p. 621.), anob aaf 
der Nordseite des* Hermns und am Berge Siardlstie (Hafiifij: Vita 
Homeric. 9.) ; als fester Plato gegen die benacbbsrlenPelasger in dem 
nor ,30 Stad. entfernten Larissa (aaeh Strabo nocb vor Cyme , ''nacb 
der VltaHoiii. 1. 1. aber erst S Jabre nacb Cyme) gegrtfndet (Strab. L 1«) 
c) In TtutkrmitL(T€V&^avi»t fr. Cypr. ap. Pbot. Cod. 239. 
Strab. 12^ p. 551. 13. p. 615. Plin. 2, 85, 87. TB^fhQavroQ m9ioy: 
Find. 01. 9, 108.) oder den innera, siidostlibhen Theilen Grossmy- 
fiens, die im Ganzen eine grosse, an Stidten mcht eben reipbeEbene 

1) Plinlos I. 1. Ittsst, freilicb Temnus, das ;sa seioer Zeit scbon nicbt 
nebr existirte, im Widersprucb mit Anderen, ao der MUndung des Hermps 
gelegen baben. DeoD gewiss hat Chandler c. 21. S. 107 f. diese SteUe 
{Puit in ore eius oppidum Temhos : nunc in extremo sinu Myrmeces sco^ 
fuH) missverstanden , wenn er sie so ttbersetzt: „Soiist kg' die Stadt 
Temnos, A^ aber die Fdsen Myrmeces vor dem Eode des Busens an der 
Mandopg des Hermus^S and -damit auf das vom Hermas angesetzte Land 
Uogeddntet gVaabt, fiber welche ErscheiQung (die Piinius ganz unerwilhnt 
lisst) er sieb S.109 f. weillSudger aussprichL ^^ ' 

2) Ans firflherer'Zeit gebOrt bierher aucb die eilfte Bundesstadt £ir- 
ns$4ie oder Larissa {ui Aj^QtooM; Horn. II. 2, 840. ood Herod. 1^ 149. 
If Aa^imoa: Tbnc. 8, 101. Xen. Gyr. 7, 1, 45. Hell. 3, 1, 7. Strab. 9. 
p. 440. n. 13. p. 620 ff. Vit. Horn. c. 11. Plia. $, 30, 32. Veitek 1, 4. 
nacb Strabo p. 621. mit dem Beinamen Phriconis (wie Cyme) oder aucb 
A. ij^TUQi xfiw Kvfiriv^ nacb Xenophon II. 11. A, t} Alyi^TtTta, weil Cyrus 
eben Tbeif seioer 9gypt. Miethsoldaten bier arisiedelte), eine alte pelasgi- 
•cbe, spiter aber yon deii Aeoliero dnrcb aUraHlige Aosiedlung in Besits 
genommene Stadt (Herod. 1. 1.), zwiscben Neonticbos o. Cyme, von ersterer 
30 Sud. westbeb^ yon letzterer 70 Stad. 5stlicb, scbon zn Strabo's Zei- 
ten lEer^det. (Wenn es aber bei Strabo 13. p. 622. beisst: JSig di xotwcn^ 
tiu ra int xbv Katnov wvomot^ imo Aaolaaijg fiiv diapivti top "Eqiiov 
Hc Kvfifjr, als ob der Hermns zwiscben Larissa and €yme flOsse^ so ist 
gewiss odt Groskurd Bd. U. S. 615. folgende Umstellnng der Worle vor- 
amebmen: £ig di Ttofovxla ra ir^ iCdi'xov vevovra dcapavri tov'Eq^ 
futPy iaso Abt^otntg ilg KvfAijtf,) — Die zwOlfie Stadt des Bondef war das 
ipifiBr abgeftdlene Smyrna^ Welches wir unten bei loaien kennen lemen 
werJen. Pkocaea^ welcbes Ptol. 5, 2. nocb zn Aeolien rechnet, gehOrtO) 
obgletch nOrdlicb yom Hermns gelegen, ebenfalls scbon zn lonien. 



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1S8 Zweiter TheiL Politiscli^ Geographic. 

Uldeten, welohe der JtfysiDS diirchsti:^ale , und die im N. der M. 
TemnuA, .im W. <der M. Piodasus, im & eiue Reihe von Bergeji Inh 
greii2le, welehe das Flassgebiet des Caicut voi^ Sea Ebeoen des Hev* 
nas treoDt (vergl. obea S. 111.)^): J^ergatmsm (i^ Hi^^/u^o^f: 
Strab; 13. p. 603. 619. 623 f^ Xea. Aeab. 7, 8, 8. 23. Poiyb. 5, 
78, 6. 4, 48, 2. u. oft^r, PUn. 5, 30, 33/ niQr^f*0Q kei Ptol, 5, -2.? 
iiocb j. I^ergamo iider Bergama mit bedouteajien RiuDeii) ^j[, eiue alte 
mysisebe und aucJi pack noter pers. HerrAckaft uttkecteatendis ^ladt 
ii^ eiaer berrtieheD Gegend am Fi. Caicus (nit dem sick kier 2 an- 
dere kleioe Fliisse oder Waldback^ yereinigea, 4er mittes durch die 
Stadt fliessende SeUnm n. der ihre Mau^co bclspiilaiide QetiU0: Strab. 
und Piia. 11. U.), Jticht weit von d^m Einfliiase des Myms in densel- 
ken, 120 Stad» vor der See (dem Sinus filaitiea^) an eipevi Berge, 
a«f welckem die Burg eri>iiMt war, naoh Pud. iinter.$7^ 26'. L. u. 39® 
45' Br. . Efst Lysifnackas legte den Gtnndzu^der spitereai Griisie a. 
Ber^hmdieit die$er Stadl, indem er sie ibrer feakep Ls^ w^gen za 
seiner Sckatzkammer machte (Sfrab. p. 623.) und den Bilbynier Pki* 
letSrus zu ibirem Commandaiiten emannte. Dieser aber machte sick 
nach dessen Tode unabhSngig und griindete zu Pergamum ein eignes, 
kleines Reick, das slch iinler seinen Nachfolge^n rasck yergrosserle, 
besonders als die Romer nack fiiesiegung des Antioekas dem pergam. 
Konige Eumenes II. dem grdssten^Tkeil Vorderasiens geackenkt hat- 
ten (s. oben S» 108.). Dieser ward der Veip^sserer q. Versobonerer 
von Perg&mum u. Grander der beriihmten Bibliothek daselbst (Strab. 
p. 624.). Auck nack dem Uebergange des pergam. Reicbs an ELom im 
J. 133. (s. ebendaselbst) blieb Pergamum jUe Uanpisiadt 4er Prov. 
Asia und ward der Sitz eines Oberappeil.-Gericbts ^) und der Mittel* 
punki after Hauplstrassen durch das wesiUebe Asten, weshalb eS'aneb 
Plin. 1. 1. noch die bei weitem beriihmteste Stadt Asians nennt« Un- 
ter den by^ant. Kaisern aber sank ibr Ansebn u. ihr Woblstand, als 
Epkesus die Haqpistadt-der i\eo errichlet^n Prov, Asi^ geworden war. 

3)' Wokl Bur durch MissverstaDdniss ist Fragm. Gyprior. ap. Phot. 
Cod. 239. (p. 582. Didot.) Xen. Hell. 3, 1, 6. PHo. 5, 30, 33, und Stepb. 
Byz. p. 650. aoch von eioer Stadt Tcuthraoia die Rede. 

4) Vgl. Spon u. fFhaler I. S, 70. Choiseul G^ugier Voyage piUor. 
T. U, c. 13. Leake i^urn. of a tour in Asia min. p. 266. Prokesck Erin- 
neruDgen aus Aegypten uad Kl. A9ieD. 3. Th. S. 291 ff. Desseiben Denk- 
wOrdigk. U£. S. 304 ff. v. Rickter's Wallfakrten iid MprgeaL S. 488 fL 
ArundtU Seven Ckurckes p. 281 fll F^Uov^ Excursion in A&ia 
p. 34ff. . . 

5) U^er seinen Gericktssprengel vgl. Plio. 1. i. 



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§. 62. Mysia; . 159 

Ab ilir fiafea gait £laea (d. obea),. yon iem sie abar^SO Sfad. ent- 
ferol war. Sie war die V^terstadt des berdhmteik Arxtes Claud. 6a- 
lenos (ge1>. 131. gest.'-200. nach Cbr.), and ist aucb beriihmt gewor- 
dea dorcb die Erfiadang des nacb ibr bena'nnten Schreibnaterials aus 
Tbierbaaten, der Charta^Pergamena vder des Pergamens (Plia. 13, 
11,.21.). Ancb gedenkt Pliii. 35, 12, 46. (ler bi^r fabrizirtea irde- 
aea Beohtr ^). Uebrig. bil'dete sieh in ibr eiie der erstea cbrisUicbaii 
Gemeinden Kleioasiens. (Off. Job. e» 1«) — Sudostlicb von Pergamon, 
aahe bei Geraut (vcrgl. untea Notev9.) lag (zufolge einer von Ftltowi 
Excnrs. in Asia min. p. 30- ff. mitgetbeilten u. 8 engl. M. von Per- 
gamns anf dem Wege nacb Soma gefundenea Jnsebrift) *^) dor von 
Xen. Hell. 3,^* 1, 6.- neben den Aeoliscben Stadten Grynium and My-» 
riaa ei:wab|ite Ort Gambmum (Fdju^/iQio^ n. naXaiydfi^qtov)^ der 
▼oa Steph. Byz. p. 199. bnler dem wobl ricbligern Namen ra/ififelop 
(dean anch die Inscbrift bat rafifigsmtai) ialscbiicb nacb lonien ge- 
scUt wird. -^ Parthemwn (JlaQd-iviov) und Halisama CAXiaaQva 
uch bei Stepb. Byz, p. 64. ^) Halisame bei Plin.), zweiyoa Xen, 
Aaab. 7, 8. (erstere §. 15. u. 21. , lelztere §. 17.) und Plin. 5, 30, 
33. erw^nte, siidlicb von Pergamum gegen ApoUonia bi)! gelegf ne 
Sta^tcben, von denen die letztere aucb Xen. Hell. 3, 1, 6. u. Stepb. 
Byz. p. 64. au^^.Tbeopompus erwabnt wird. — ApoUonia CAnok" 
lu^la: Xen. An. 7, \ 15.. Strab. 13. p. 625. Plin. 5, 30, 33. 
Stepb. Byz. p. 94.)* ostlicb .von Pergamum ®). -^ Perperena (TleQ- 
n^ijifa: Strab.- 13. p. 607. Perperene bei Plin. 5, 30, 32. JlaQTva- 
Qmv in fir. ApoUpd. ap. Stepb. ^Byz. p. 533. , welcber Letztere aucb 
den Namen JleQivij anfuhrt), ein Flecken siiddsli. von Adramyttium^ 
der spater seine n Namen in Tkeodosiupolis veranderte (Hierael. p. 
661.), und sebr guten Wein li^ferte (Galen, nsql 6Vj[v^iac p. 358.). 
Nacb ApoUodor 1. 1. soUte er der Sterbeort des Tbucydides sein. In 



6) Die alten Einwohner dieser Gegeod biessen, nacb dem eben ge« 
uanten Flasse Getios, bei Homer Cetei {Ki^hoi)^ S. oben S. 122. 

0b) Vergl. aucb Franz Fifnf Inscbriften und fiinf Stadte in Kleinasien 
(Berl. 1840. 4.) S. 14 ff. 

7) Bei Xenophon ist die gew(Hulicbe Lesart 'EXiaamnig scbon von 
Zeune aus Handscbr. in ItiXiOaqin^g verwaodelt .worden, besonders da aucb 
M Xen. Hell. 3, 1, 6. die Coda, uihaagviav baben. 

8) Es kommt auf Mflnzen aus den Zeiten des M- Aurel u. Alex. Seve- 
ns (bei i^e^/uii class, gen. ed. 2. p. 30.) mit 'der Bezeicbnung iv*I(avl(f 
▼or, and ist nicht mit dem etwas sttdlicber in Lydien liegenden Apollonia 
Oder Apollonis ' mitten auf dedi.Wege zwiscben Pergamum ui^ Sardes zn 
▼enrecbsebi. (Vgl. §. 63.) 



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100 Zweiter Theil. Poliiiscl^e Geographie. 

seiner N^ war audi etn Kapferbei^pRrerk (Strak L 1./. Nicfai weil 
davon lag der 'unbedeatende Flecken Trarhtm {Tg^Qiovt Strab. 
ibid,) »> . . ' ' 

Die zn Mysien (mit Elnscbtuss von.Troas und Aeolis) gerechne- 
ten Inseln waren folgende; a) in der Prdpontis : Btsbicm (Beofii" 
uqq: Scyl. p. 35. Strak. iZ. p. 576. Diescor. 5, 136. Ammian* 
22, 8. Piin. 5, 32, 44.) j. KaloUBMie)^), der Muodung des Rfajm- 
dacos gegentiber, 18 Mill, im Umfia^ige (PEn. L 1.). Stepb. Byz. p. 
162. nennt ihre Einwohner Peksgar. Das Meer mm sic ber enikieil 



9) In dieser Gegend, anf dam Wege von Adramyttium nach AjLameas, 
lag aocb der bios von Xen. Anab. 7, 8, 8. erwSbnte Flecken Cei^ort turn 
{Ke^iviov oder Ki^xtoviov}^ der wabrseheinlieli von dem Kvxtovtov des 
Tbeopompas bei Stepb. Byz; p. 405. nicbt verscbieden i^ Aucb Herodols 
(7, 42.) Ka^ivri (bei PHik 5, 30, 32. Carene) muss gaoz in derselben Ge- 
gebd gesucht werdep. Erst spHter vorkommende kleioe Sudte dieser Ge- 
gend sind Germe (Itin.* Anton, p. 335. anf der Tab. Pent: Geam^e) am 6ai- 
ens^ n. an der Strasse von Pergamum nach Thyati^a, 2h Mill, von jener *>; 
Mandacada bei Hierool. p. 663., das aber ancb ^cboQ frilber existirt ^2k- 
ben moss , ^a Plin. 5, 30, 32. die Cilices Mand^cadeni in diesen Striehen 
Mysiens k^nt; ^od Mandrae oder Mandrupoli^ (Hierocl. p. 664. JHTat^' 
dfOTTokig bei Stepb. Byz. p. 441., der cs aber nacb Pbrygien selzt; j.Men- 
dnria oder Mendregbora), n($rdlicher*am Ph^se des Temnus, unstreitfg der- 
selbe Ort, dea Liv. ^38, 15, 2. nacb der gewdbnlichen Lesart untel* dem 
Namen Mandropufi erwSbnL {Kruse jedoeh onterscbeidet anf seiner Karia 
von ^XignethtnL eta. Mandrae von Mandropqlis, und sei^ letzteres , als 
das beut Mandragoi sUdlicb, ersteres aber nOrdiich voa; Temnus in Abret- 
tena an.) Leake Tour in Asia min. p. 271. vermutbet, dass aucb etwas^ 
westlicb Ton Mepduria an der Stelle des beut Balikesri eine alte, uns vol- . 
lig anbekanate Stadt Caesarea gestanden babe, deren Name durcb Yer- 
unstaltuug zu dem bentigen (d. i* Alt-Gllsarea) gevorden sei. *«-- Ciar 
^pbt naber zn bestiinmende Orte des inn^m Mysiens ;sind Jrdynium C*^^ 
dvviov) bei Xantbus p. 195. Greuz., Comania {Konapia) bei Xen. Anab. 
7, 8,, 15.; die b.ei Plol. .5,.2. vorkommen^en Ortschaften diyovta, T^aYa-- 
voTTokig (s, obcn S. 145. Note 59.), \4li)Sid^ (vgl. Leake Joarn. of a tour in* 
Asia min. p. 167.) qnd n^uinflnaGogl von denen wobi einige schon nacb 
Phrygien geh^ren mOgen; u. die von Plioius 5, 30, 33. genannten:* Caie^ 
Stabiilum^ Conisitim, fegium, Tiare , Sarnaca , Lycide , Oxyqpuni, 
Lygdamum^ voa denen aber wcnigstcns die 3 letzten nacb Teuibranien zo 
gehdren scheinen, da sie Plin. zwiscben Haiisarneji Partbenium, Apollonia 
und Pergaqum nennt. * . " 

10) Vgl. Pqcocke IIL S. 168. 

*) Nicht za verwechs^In mit dem' obea S. 133. genaonten Hiera Gcnne, 
Noch jetzt liegt faier* ein sehr hoher Hiigel, g;enaont Ytrma-tapi. (Vergl. 
Arundell Seven Churches p. 278.) , • 



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§.62. Mfsia, 161 

Mtl Rorkschw^mm (dhwi^iov: Dioscor. 1. I.). — Proeofmcfus (tj 
JlQO»ovy9]Mg}^)z Scyl. p. 35. Strab. 13. p. 587 sq. Plin. 5, 32, 
44. bei Sp^teni oft Hgotuovvfiaos : Zpsimus 2, 30. Hierocl. p. 662. 
aucb, darch Verwecbseluog mit der gleich folgenden, Elaphonnesus z 
Sirab. nod Plin. U. II. ^^)y and daher bei Strabo 1. 1. nnd p. 618« zom 
Uflterscbiede von jener: Neu Proeonnesus ; j. Marmora) ^3) , eine 
bedeotende, von den Milesiern angebaute Ins«l, mit einer gleichna- 
■ugen Stadt ^^), nordlicb von Dolioois Peninsola, auf welcher Cyzi- 
cns erbant war^ beriihmt dorcb ihren trefflichen weissen Marmor, aus 
welchem mehrere der beriibinteslen Banwerke des AlterihuroSy na- 
■lenUich ancb die ansehnlicbstenGebaade vonCyzicus, anfgefuhr^ wa- 
ren. (^Irab. 1. 1. Plln. 1. 1, u. 36, 6, 6. Vitruv. 2, 8. 6, 6.) — Elapho- 
nesus CEXa<p6^f]Qog : Scyl. p. 35. bei Strab. 1. L AltProconne^us), 
wabrscheinlieb dieselbe Insel, die bei Plin. 1.1. u. Stepb. Byz. p. 67. 
Habme C^Xtiffj) heissij d. i. das heut. Aloni, sudwestlicb von der 
Torigeo, gleicb westlich nebeii ^er eben genannten H^Ibinsel and Ar- 
Uce, aaf welcher ^ich ancb noch jetzt der gate, von Scylax ihr zage- 
scbriebene Hafen findet ^^). Nacb Plin. batte aueb sie eine Staidt ^^). 
— OphiHsta (Plin. 5, 32, 44.) etwas westlicb von der vorigen, cine 
kleine Insel, jeUt Afzia genannt, in deren Namen wir leicht den alten 
wieder erkennen^^). b) Im Aegaiscben Meere; Lagussae (Plin. 5, 31, 
38. ; j. Taocban Adassi)i kleine Insehinordl. von Tenedus. — Tenedus 
(17 Tireiog: Horn. B. I, 38. 452. 11, 625. and Sfter, Hecat. fr. 
139. Herbd. 1, 151. Thac. 3, 2. 7, 57. Scyl. p. 35. Polyb. 16, 34. 
27, 6. Strab. 13. p. 604. 2. p. 124. 6. p. 271. 12. p. 554. Liv. 



11) Diesen Namen erapfing sie nacb Scbol. Aponon.'2t 278. von npoS 
(ein Hirscbkalb), weil aaf ibr die HirscbkObe gewdhnlicb ibre Jungea abzu- 
kgen pfiegten. Daber ancb der andre obeo erwabnte Name. 

12) Der ancb aocb einen dritten Namen Neuris erwUbnt, welcber 
jedock nacb Stepb. Byz. p. 67. vielmebr der folgenden zakomrat 

13) Nacb ibr beisst bekanntlicb jetz^ die ganze Propontis Heer von 
Marmora. 

14) Dean bei Strab. 13. p. 587. scbeint die Stadt Proconnesos ge- 
Beiat za sein^ wesbalb Groskurtfs Vermutbung, dass aucb p. 588. nacb 
nihv txovaa das Wort ofjuaifv^oy ^ozuscbalten sei, nicht anwabrscbeioF- 
lick isL Uebrigens irrt Strabo, wenn er sagt, Proconnesas liege zwiscben 
Purinm a. Priapns ; er batte sagen sollea : zwiscben Gyzicas and- Priapos. 
Vgl. Mannert VI, 3. S. 532. 

15) Vgl. Poeocke IlL S. 168. 

1j6) Stepb. 1, K fUbrt Itlr sein Halone aucb nocb die Namen Nivglg 
■. Hgoxcitnj (d. i. eben Procoanesus) an. 
17) VgL Poeocke III. S. 167. 
n. II 



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162 Zweiter Theil. Politische Geographies 

31, 16. 44, 28. Mela 2, 7, 4. Plin; 5, 31, 39. Steph. Byz. pr. 648. ^ 
j. Doch immer Tenedos; bei den Tiirken B6gdscfaa Adassi), eiiie 
ziemlieh grosse , 80 Stad. im Umfange baltende (Strab. 1. 1.) Insel 
an der Kiiste von Troas ^^) , nordWesd. von Alexandria , mil einer 
gleichnamigen Solischen Stadt (noch j. Tinedo), 2 Hafen nnd einem 
Tetaopel des Apollo Smintleus (Strab. ibid.). Ste hiess friiher wegen 
ihrer Kalkberge Leucopkri/s(StvBh.-u. Plin. II. 11. Lycopbr. v. 346.), 
veranderte aber diesen Namen sp'dter naeh ihrem z^teiten Stifter, iem 
tbracischen FiirslcnTennes*®), dem sie sogar -goitlicfae Verehmng er- 
wies (Cic. Verr; 3, 19. vgl. mil N. D. 3, 15.)2»), u. gelangte bald zn 
einer ni'cht nnbedeutenden Macht , so dass noch zn Strabo^s Zeiteft 
der -gegenuber liegende nnd Acbaium genannie Kiistenstrich zwischen 
Alexandria nnd Sigenm Eigenthum der Tenedief war "*). — Die Co- 
lydnae (/fali/^ra^: Strab. 13. p. 604. Qaint. Smym. 12, 453. Eo- 
stalh. ad Horn. II. 2, 677. Tzetz. ad Lyeophr. i^.) waren kleine Insdr 
chen zwischen Tenedos nnd Lesbos, die ihi^n Namen wahrsebeinlieh 

18) Der Abstand betrog naeh Strab. 1. 1. 40 Stad. , u. wenn derselbo 
bei Plin. 1. 1, za 12% Mill, angegeben wird, to ist diess wahrsebeinlieh 
nor ein Verseh^n der Abschreiber 5 denn Chandler (vgl. c. 7. n. 8. S, 30. 
b. 31.) erreichte von ihr aas in 1 '^/^ Stonde Alexandria Troas. Von. Lesbos 
belrag die Entfernnng (nach Plin. 5, 31, 39.) 56 Mill. 

19) Sein Vater beherr^hte die gegenttber liegeode Kflste von Troas 
nnd hatte seine Residenz zn Colone (Diod. 5f 83. Esstath. ad Dionys. v. 
536. Pans. Pboc. c. 13.> 

20) Der Name wUrde sonach ursprOnglich TiwQV tiog gelautet ha- 
ben. Sickler jedoch (Handb. d. alten Geogr. S. 449.) trSgt eine andre 
Etymologie vor, io.dem er den Namen von Tevogy diinn^ lang nnd sckmai^ 
nnd* tdog herleitet, so dass damit die Gestalt der Insel bezeichnet werde, 
anf welche sich aach der alte dichterische Name Leucopkrys (die sich wie 
eine Angenbraune lang hinziehende Insel) beziehe. Plin. 1. 1. fUbrt nodi 2 
andere ^Itere Namen an , Lyrnessos nnd Phoenice. Letzteren erhielt sie 
wahrsebeinlieh als eine Niederlassung und Station^ort der naeh dem Pontns 
Eux. schiffenden PhOnicier. Vergl. Mannert VI, 3. S. 510. Nach Strab. 
1. I. hiess sie anch Calydna^ wie einige kleine Inselchen in ihrer Nahe 
(s. nnten). 

21) Vgl. besonders Lud. de Hemmer Respublica Tenediomm. Hafh. 
1735. 8. nnd iiber ihren jetzigen Znstand nnd die wenigen Ruinen, die sie 
cnlhall, Poeocke III. S. 32 f. Chandler c. 7. S. 24 f . Toumefori 11. lettro 
9. p. 97 ff. SauveboeufU, p. 203. Dapper des isles de fArchipcl p. 489. 
und Prokesch DenkwUrdigkeiten L S. Ill (T. — Kaiser JnMinian liess 
in ihr ein grosses Getreidemagazin aniegen (Procop/de aedif. 5, 1.), n. im 
Hittelalter war sie einige Zeit Tang ein gefOrchteter Sitz von Seertlnbem. 
Jetzt wird sie besonders ihres guten Moscatweins wegen anfgesoehL Vgl. 
Poeocke in. S. 33. Chandler c. 7. S. 29. Tavemier lettrc 9. 



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' §.62- MysU. •'■ 163 

Uof itm Bdmer ssa Gefetten erhi«lteD > ieisen Calf diiae ahev k eSuer 
ganz anfleni 6egend» siMwestl. von Cos, gesmcht Werden miisseii^^)^ -^ 
lesfttto (i; Jkfiec: Horn. 11. 9^ 129. S7i. 24, 544. u. s. w; Aeselh 
P»s. 881. PInd. fr. p. 17. Herod. 1, 151. 6, 9. 31. n. ofter, Thne. 
3, 2. 51. 8^ 5. n. s. w. Scyl. p..36i Strab. 13. p. 616 ff. Plol. 
9, 2. Mela 2, 7, 4. PBii. 5, 31, 39. Liv. 45, 5t. Tac. Ami. 2, 54. 
6,2. v. A., spMter naoh ihrer HaDptstadt Mitylene genanot (6e^. 
Ray. 5, 21. Slid. b. v. Hieroel. p. 686. Estatb. ad Horn. U. 9, 
129. H. ad Od. 3, 170.; daber tiocb j.ltfetelino, Metelin, Midilly) 2^, 
die grossOe Insel ao dteser KiiBt^, die sieh Mngs des AdramytteDiseben 
Basens in der Ricbtang von N\V. nacb SO. biastreckt / bei As^s, 
wo sie sich der Kiiste am meisten nahert, von dieter nnr 60 Stad. 
(Strab. I. 1: , nacb PHn. h L 7 Mill.) enlfernt ist, und nadrStrabb 
einen Umfong von 1100 Stad. ^. 27 Ya g. M. , nacb Isidor bei Plin. 
aber vra*168 Mill. od. ^% g» M. liat^ Sie mci in der Mitte dai'oh 
eine tiefe Bncbt auf der Weslseite (j.Biisen ronCakwri)**) sehr 
sefamal, ist iiberaU yon Bergen darcb^pgen ^)^ aber dennocb Sussersi 
frnehtbar, besonders reicb an Getreicje, Oel und Wcin, welcber 
bek^miiilieb zu den gefeierlsten Sorten desAlferibuns geborte (Atben. 
1, 22. Bor. Ep. 9, 34. Sat. 2, 8, 50. and die auten bei Meibymna 
angef. Stelien). Die altesten Bewobner der Insel waren' Pelasger 2^), 



22) Han bait diese Galydoae ia der Nuhe yon Tenedos gewdbnlicb 
mit Unrecht fdr die beat. Kahincbeninseln (nacb Cantacuz. hist. 4, 39. 
T. in. p. 282. ed. Bonn. Manria n. St. Andreas genannt) ; denn diese klef- 
nen, unbewoh^n InseJn liegen nOrdlich yon Tenedos na^h den Dardanellen 
zn. Eioe Menge andre kleine n. sonst nnbekannte Inseln an der Kiiste yon 
Mysien, tbeils in der Propontis, theils im Aeg^iscben Meere, nennt Plin. 5, 
82, 44. n. 5, 31, 38. 39. 

23) Aeltere Namen der Insel waren Issa, Pelasgia n. Maearia (Plin. 
1. L, der ancb nocb andere, wofal bios di<*bteriscbe, Benennangen anf&brt). 
De« Namen hsa kennen aucb Strab. 1. p. 60. Diod. 5, 82.*Ly<)opbr. y. 
219. n. Enstatb. ad Horn. H. 2) 129. nnd den Namen Pelasg^-9Mth Strab. 
5. p. 221. 13. p. 621. Ein yon Plinias iibersebener dicbteriBcber Name ist 
Mytanis bei CatKm. f^. S3, aus Steph. Byz. 

24) Vgl. Pocoeke III. S. 29. 

25) Plin. I. L' nennt die besonders bervorragenden Bergspitzen X^^pe^ 
ikymnusy OrdymnnSy MaeistuSy Cr^on n, Olympus. Der Olympas ist im 
ifidlicbsten Theile der Insel zn saeben, nnd ihre h/k^te Spitze. Den Maki- 
stos erwabtti scbon Aesch. Agam. 296. (s. jedocb Bd. 1. 8. 32.). 

26) Der Fttbrer der Pelasger, die sie zuerst bevdikert haben sotteB, 
wvd Xantbos, der d'er lonier Maearens genannt, (oacb welehem die Insel 
Maearia biess, und der aucb nacb Diod. 5, 80. bereits gescbriebeve Ga- 
ll • 



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164 Zweiter TheiK Politliffojite Gedgraphie. 

so denen derSage nach schon 2Heii8chenaker vor dem IrojaiitKriegt 
lonier and 130 J. nach letzterem Aeolier kamen ^ w^lche die eraten 
Stiidte anf der Insel griindeteii , und die^elbe mm Haaptaitze der 
Aedlier in Kleioasien machten. Dtese StlLdte^^ wonden diffch ihrt 
gtinstige Lage an einem hafenreichen GesUde bald sehr mScktig , et^ 
langten selbst die Oberlierrscbaft iiber ejnen Theil der|(&8te des Pesf^ 
bndes, nad bildeten alle selbststandi^e, kleiiie Staalen, die aicb je- 
doch spaler d^n Persern unterwerfen mns^tea (Herod. 6, 31.). La 
Peloponnes. Kiiege kam Le^os nnter die Herrsebaft der Athenienser 
(Tbuc. 3, 8. Diod. 12, 55.), gpftter unter die des Mithridates imd 
der Romer. ' Die Insel war das Vaterland einer ganzen Reibe der 
geistvoUsten u. gelehrtesten M&nner (vgl. Strab. 13. p. 617. a. onten 
bei den einxelnen Slfidten), wie denn iiberbanpt ibre Einwobner im 
Rnfe feiner Bildnng, aber freilicb anch grosser Unsittlicbkeit slan- 
den f daber das Wort XBofiidC^tr. zor Bezeicbnung nnnatorlieber 
WoUnst diente (Eoslatb. ad Uom. U. 9, 1^.)^^). Die Insel batU 
3Vorgebirge: Argenmm CA^tvvwi PtoL 1. 1.) an der OslseiU 
der Insel, dem AdramjrUen. ^B. gerade gegenuber, beim Fleckea 
Aegims) Sigriitm (Si/Qior: Strab. 13. p. 616. Slepb. Byz. p. 
597. bei Ptol. 1. 1. diircb Scbreibfebler SifYQMv\ j. Sigri) die 
Susserste Spitze gegfn W., nnd Malta {i^ MaXia: Strab. 13. p. 
617. MaXia: Tbnc. 3, 4. 6. Xen. Hell. 1, 6, 27. beiPlol. 1. 1. 
dnrcb Scbreibfebler Mavia ; j. Cap Maria) am siidlicben Ende, dem 
Soliscben Vorgb. Cane gegeniiber^ 70 Stad. sifdostl. Vdn Mitylene, 
nnd 560 Stad. siidostl. von Sigriam. Ibre Stadte in der Richlnof 
von N. nacb W. n. s. w. waren^s Methymna (MijSv/44fa: Thn«. 



setze aof der Insal einfUute). Seine Tocbter Metbynma beiratbete den An* 
f&brer der eingewanderten Aeolier,, Lesbos (den jedocb Strab. 1. I. 
Grans nennt, ond zu einem Urenkel des Orestes macbt). Die Hauptstadt 
der bsel, derea Einwobner ibr daber zn Plinins Zeiten eta Altar voa 1600 
J. zascbrieb«D, erbielt ibren Nan^ea Ton der altesten Tocbter des.Maca* 
reus, Hitylene. 

27) Urspranglicb waren deren 6, nnd zwar ansser den gleicb zn nen- 
nenden f&nfen nocb j^risba^ welcbes zn Herodots Zeiten bereits nicbt mekr 
ezistirte (Herod. 1, 151. SeyL p. 36.)^ Vgl. nnten Note 30. 

28) Ueber die iUeren Verbfiltnisse der Insel vgl. besonders Sw* Luc. 
Plehn Lesbiaeomm liber. Berot. 1826. aebst der Rezens. dieser Stbrift in 
d. Allg. Lit.2tg. Apr. 1827. Nr. 88. nnd Lander Beitrige znr Rnnde der 
Insel Lesbos. Hamb. 1827. 4., fiber den bentigea Zostand dersalben aber 
Toumefori II. lettre 9. p. 81 ff. Pococke Ul. S. 22 ff. v. Meki^'s Watt* 
labrten im Morgenl. S. 477 ff. 



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%.9l. Mysia. 165 

S, 2. 18. 6, 85. a. MIer, Seyl. L 1. SiraB. 13. p. 618. Paus. 10, 
10. Plol. Mela Plin. 11. U. Lir. 45, 31. Steph. Byz. p. 464. die 
Eisw. M9^v/wulo$ sehon bei Herod. 1, 23. 151.; j. Holivo)^') 
die iidrdlichste and nXchsi Mitylene die ^chdgste Sladt der Insel, 
der Kiiste swischen Assos ond Polymedium gegenuber, die aber sett 
ikrer Piilnderanf^ doreh die-Spartaner im PelopoBn. Kriege 01. 93^ 2. 
(Diod. 13, 76. Xen. Hell. 1, 2, 12.) sehr gesnaien war. Sie hatte 
einen geraumigeB Hafen (Ken. I. 1.)^ unA war Vaterstadt dea Ge* 
teUeht^hreibers Hellamcns nnd des Sangers Arioo (Strab. 1. 1.). 
In ihrer Ufl^;efsiid wnobs besonders der treffiche lesbiscbe Wein 
(Ovid. A. A. 1, 57. Hot. SaU 2, 8, 50. Virg. €eo. 2, 90. 6eU. 
13, 5.)»^. AnUssa Cjip^iaaa*^)t Thoe. 3, 18. 22. 8, 23. De- 
BosUi. adv. Arisloer. p. 476. Scyl. Strab. Ptol. Mela Plin. U. U.) 
zwiseben der rorigen mid den Vgb. Sigrinm an der Westkusie , eiM 
idebt nnbedeitende Hafenstadt , die aber von den Ronem vemiebiet 
vvde , "Weil sie dem Antioehus geholfen hatte (Strab. 13. p. 618. 
Liv. 45, 31.). Ihre Einwolmer warden naeh Methymna verpflanzt 
(Liv. 1. I. Plin. 5, 31, 390^')- Eressus (Egeaffog n.^E^aos: Thac. 
3, 18. 35. 8, 23. 100. Diod. 14, 94. 27, 29. Spyl. Strab. Ptol. l\. U. 
bei Mela a. Plin. U.il. Eresos^ j. Eresao, Erissi)^), an derselben 
Koate, 28 Stad^ sfidOatl. vop den genannten Vgb., eine besonders 
ak Oebartsort der Pbilosophen Theophrast il. Phanias (Strab. 1. 1.) 
wiehtige , sonst aber onbedeatende Stadt , in deren Hafen die Flotte 
des Thrasybol Sehiffbnicb litt. In ibrer Umgebnng wacfas trefflicbe 
Gerste and ein ganz vorziiglicher Wein (Athen. 3. p. 111. Galen, 
de antid. 1. 1. T. XIV. p. 28. Kilhn.) Pyrrha (17 m^^: Tbac. 3, 
18, 25. 35. 8, 23. Theopbr. h. pi. 9, 18, 10. Scyl. Strab. Ptol. Met 

29) Vgl. Focovke HI.. S. ta f. 

SO) Zwiseben Metbymia a. Antusa lag eintt woU anch jenea jirisha 
(ScyLp. 36.), welcbea aaeb Plin. 5, 31, 39. dupob ein Erdbeben za Grande 
gegaagen war, and desusea Eiawobner dem Herod. 1, 151. zofolge nacb 
M^yaioa Obergesiedelt warden, welehef Stadt wenigstens zn Strabo's Zet* 
lea (13.^ p. 590.) das Gebiet des ebenaUgen Arisba gebSrte. 

31) Diesen Nanen fttbrte «ie, weil sie eiast Sis Inselstadt der Haopl- 
iasei, firOber /sra geheissen (s. Note 23.), gegeoOber lag. Erst spSter 
wvde sie dordi Ansetzaag voa Land zar HaMisel (Strab» 1. p. 60. Plin. 
% 89. 91. Ovid. Met 15, 287.) 

32) Poeocke IIL S. 28. faad norditotlieb von Cap Sigri bei Kalas 
Uaneooas eine kleine Halbiasel ailt Raiaen, onstreitig die Ueberreste voa 



33) Pococke UL S. 29. glaobt die RniMa der Stadt in einfger Bnt* 
fcraaag von Bresso anf einem Ueinen Hflgel geAiadea sa bab^* 



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196 Zweiter TheiU. Paliti$ob« Geographic. 

Hin. U: II.) am innersten' Wipkeljeoer tief t« 4ie Insel^eiAsckteidei^* 
dee Bucht, folglich an dar $ebmal^A Stelle dersalbaii, 80 Stad« v.on 
Mitj'Ieae iind 100 Stad. van der.Landspiiee Jilalea y muJib- TbfK)pbr. b. 
pi. 3, 9, 5. an einen aaoh ibr beDaantea Bei*ge. Die Sudi^ selbal 
war scbon zu Strabo's Zeiten (vielleicht dnreh ein Erdbeben? vergU 
Piin. 1. I.) vom MeeF^ ver^ohlutigen, ibre VorsUidt aber «. ibf H»f«a. 
exis^irtea noch zu PiimusZdIen uuler dem alien Nanea^^j. Mitjfief^ 
(MiTvX^yTj, auoh Mvvdrivft^^)T Hei'od. 1, %7. 160. 2»,13§. 178. 
Hecat fr. 101. Tbius. 3^2. 3. 4. 8,22.u.fAer, SeyKl.L Qtod.5,57. 
Appian. Mithr. o. 52. 6. €. 2, 83. Agatbe«.2, 12. Paas. 8^ SO.'Sirab. 
13. p. 617. Ptol.Mela, Piin. U. B. Hor.Od.l, 7, %. Martial. 10, 68.; 
j.Metelin)^) aa der Oslkiistei arspraoglich ebenfalls auf einer Ueinen 
Insel ahgelegl;, die aber spater,. als eine Vergroaseraiic nothig wardt 
durch einea Damm zur IJalbinselgemaebt wurde; eine berriioh ge* 
baute Stadt nnd die gro^^te jd^ lD$eI init 2 Hifeii , eijietti gi^ssera 
gegen N. and eineyi kleinern, dem eiganUichen, versebliessbaffM 
Kricgshafea, gegen *. (ScyL 1. 1. Slcab. y. 617. »0 Xcn.EeU. 1» 
6, 23. Diod. 13, 79.). Sie litt aebr im Pelopoim* Kriege dnrcb die 
Athenifenser (Thuc 3, 8. Diod. 12, 55. Strab. p. 618.) , ward spar 
ter bei Alexanders Expedizion naob Asien voci MeoMion nach barter 
Belagerang dnrcb Sturm erobert, und audi als Anbaageriit des Mitbri* 
dates von den {lomem.bart uutganommen (Liv« Epit. 80^), erbolte 
sich aber immer sehr sobnell wieder, ward besooders ron Ponpejos 
begiinstigt^^), und war uater den Romem eijie freie StadI (Plin» L 1, 



34) Nacb jpofiocke ebeadas. beiest der t^andslricb am Golf von. Galoni 
nodi immer Pera. Die alte Stadt lag vecmutblicb an der Stelle des bent* 
Fleckens Ajasso. — Unweit Pyrrha lag aucb der von Piin. 1. 1. genasnte 
Flecken Jgamede ; weiter sUdOstlich aber, naeb Mitylene zu, an etner Ost- 
Bcbem Bocht der Ort ffiera (Piin. ibid.), anstreitig der beat. Hafen Jero 
odar Oliviere , bei mebrern tiirk. Flecken Namens Jera , van welcbtm Po* 
eocke S, 82. spricbt. Manner t VI, 3.- S. 443. isl gewiss im Inrtbum^ wenn 
er dieses Jeroi fiir den Hafen von Eressos bait. 

35) Bei Herodot und PUnim finden sicb beide Scbreibarten ; die| Qbrir 
g«B ScbriflsleUer scbreiben stets Mnvkiiirri^ auf den MOnzen aber stebt 
regelmassig Mvr^^vfi. 

36) INocb jetzt bekanntlicb eine bliibende Stadt, deran Name auf die 
ganze. Insel iibergetragen w(H*den ist. Vergl. Ober sie Tourtuifort lettra 9. 
f. 149. Pooocke III. S. 23 ff. 

37) Und daselbU GroekurdBi. IL & 605..- . 

38) Weil sie der Geburtsort seines Lieblings und Yertrautea Tbft«r 
pbaoes war/ dem die Miiyleaaer deshalb aus Daakbarkeii gOtUijcbe Ebre 
erwiesen (Tae. Ana. £, 8. vgl. nit Vellei. 2, 18.). 



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§.65- Lydi^. 161 

Vdlei. 2y 18;). Verkwiirdig.ftadi als Vater^tadt des, Pittaouf , des 
AloSis Qiid.derSapiriio (Strab. 1. 1.) and als ein Hauptsitz der.schdnpn 
Kunstet besonden der Dichtkiiiiat, so wk durch die ia ihr yebaltenen 
Dichterkampfe (Plot^ Pomp. c. 42. $eii. ad Helv. c. 9. Cic. ad Div. 
4,7.)*»). — ^ArgmuMae {ai 'Jgyivovcat : Thuc. 8, 101. Xea. 
Hdl. i, 6, 27. Smb. 13. p. 617. Diod. 13, 98. Plat. Lys. 7. Cic. 
or. 1, 34, 84. Vai. Max. 3, 8. Plin. 5, 31, 39. bei Sieph. Byz. 
p. too. *jiQfev^ovaa*^y^ j. Janoi-lEseln) 3 kkiae Insela acwischeH 
Miiylene aaf Leab^s.ond dem a/oUscbeB Vgb. Cane, von jener 120 
Stad. entfiornt, demFesUm^^ yon Aeolii$ aber ganz nahe (Strab. I.I.), 
so dass 816 aneh bisweilen mit zu diesem' g^recbnet warden (Thai6» 
1. 1.)'*'). ,Sie 9Uid beriibnit geworden durch das Seetreffen, welches 
bier ibi J. 106. r. Chr.dieAtbenieoser den SparUinern lieferteo (Tbue. 
Xea. Diod. H.ll.)«>). 

§.63. //. Iiydla 

^Av9ia: Herod. 1, 142. Xen, Gyjr. 6, 2, 21. 7, 4, 14, An. 1, 
5, 6. Slrab. 1. p. 58. 2. p, 130. 12. p. 572. 577. u. ofter, Ptol, 5, 
2. P««s. AU. e. 35. Steph. Byz. p. 428. Plin. 5, 29, 30. hiv. 37, 
56. 38, 39. Tac. Ann. 3, 61. 4, 55. JasUn. 2, 7. n.*s. w.) friiber 
MwmiaiMvQvifi, Mcttavia: Hf>m. H. 3, 401. 18*, 291. vgL Strab. 
12. p. 572. 13. p. 625.) *3), dessen Grcnzen nadi Strabo 11. U. 

39) An der OstkOste fag aucb zwiscben Mitj^Iene nnd Metbymna am 
Voi^b. ArgeoDnm lUid an der schmalsten Stelle der losel, wo sie nacb 
Sln^ 13. p. 617. Bur 20 SCad. breit sein soU, der Flecken Aeglrus {At 
fupog : St^. ibid.), den wir wabrscbeinlich sehon in Herodots Verzeicb- 
■its der Aeolisehen Sudte (1, 149.) unter deto Namen Aiyt^foeoaa finden. 
(VgL oben S. 152 f. IMoie 80. «. 88.) Ueber diet Steile der alien Sudt s. 
Ncoeke III. S. 26. Sonst vdllig anbekauBte Orte auf Lesbos siod Metaon n. 
Na^ bei BeUaoic^s p. 155. u. 95. n. Tiarae bei Tbeopbr.' b. pi. 1, 6* 13. 

40) Stephanos nambcfav neant nor eine Insel Argennusa^ and leitet 
ilvea Naaen von dam Vorgeb, Ai^gennnm her, Aach PUn. 1.<1. sehreibt 
Jrginusa \m Siagnlar. 

41) Diess bestivolt Gro^end jn Pauly^s Real-Encyclop. Bd. 1. S. 
722. im Art. Arginttsae to scbreiben : „Wahrscheinlich stebt bei Herod. 
149. [soU beissen 1, 149.] f&F den Namea dieser, manchmal zam Pesllande 
geredneten, Insehi (vgLTboc.S, 101.)'ftls€hUcb Aly^o^aaa,^ Wir babon 
•0 ebon eine aadre Vermatbong UeFttber aalgestellt. 

42) Zn den Mysiscben Inseln geb<)rten endlicb aneh noeb die sebon 
abea 8. lift t erwaknen Inaeh dot Adramytteniscben Moeriiasens ffeca* 
immegi m. Pardottlen^ 

43) Bei HomiBr, der don Na»«n Lydien, Lydier nocb gar nicbt kemoX^ 
beisst (II. 2, 865. (, 43. I0>^31«) das urn den Tmoka ber wohncode Yolk 



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168 Zweiter Theil. Politische Geographic. 

schwer zn bestimmen sind (j, die Prov. Sarakhan nnd der nfirdlictere 
Tbeil vod Sighla) , grenzte im romischen Zeitalter gegeii N. an My^ 
sicD , von welcbem es an der Kiisle der Fl. Hermas , weiter oacb 
dem Innem zn aber eine nordlicb vom Herrans hinstreiobende Bei^-> 
kette des Temnus treDiite , gegen 0. an Pbrygien , gegen S. an Ca* 
rien , von welcben beiden Landschaflen es das Geb. Mesogis nordUek 
vom Maander und das in die See auslanfende Geb. Mycale scbied^ 
gegen W. an das Agaiscfae Meer (vgl. Piin. 5, 3S9, 30.). DieseH 
Grenzen nacb betrug die Ausdebnnng von S. nacb N. im Di)rchr 
sohnitt 15 g. M. , die von W. nacb 0. an der breitesten Stelle, d. b. 
im Norden, gegen 30, an der scbmalsten, d. b. im Snden, nor 
gegen 15 g. M. , der ganze FiSobeninbalt etwa 300 DM. Frtiher 
aber 9 nnd namentlich im persiscben Zeitalter batle Lydien eine 
grossere Ausdebnnng gebabt , indem es oslliob bis an den Lyens, 
siidlicb vielleicbt bis aii den Maander gereicht'^'^), und also einen be- 
deutenden Tbeit des spatem Pbrygiens nnd einen kleinen Strich von 
Carien mit in sicb begriffen b^tte. Die westlicbe Kiiste batten, groste- 
tentbeils Grieeben (lonier) inne, die bier mebrere bliihende ifeestadte 
gegFiindet batten, wesbalb auch diesar ganze Kiistenstricb von der 
Miindung des Hermns bis zu der des Maander in einer Aasdebnnng 
von 800Sud.45) Ionia (tf 7«)Wa: Herod. 1, 142. Xen. Cyr. 6, 2, 
10. 8, 6, 7. An. 1, 1, 6. Strab. 14. in. Varro L, L. 4, 3. Liv. 
37, 56. Mela 1, «. 17. 2, 7. PUn. ^, 29. 31. u. s, w.) hics^ , weU 

nocb M^oveg; Herodot aber 1, 7. sagt, dass das Yolk, welcbes einst 
M-fifav gebeissen babe, spSter nacb einem - KOnig Lydns jdvdiog genanot 
worden sei; obgleich Andere einen Untersebied zwischen beiden Volk^r- 
scbaften machten (vergl. Strab. 12. p. 572.). Der Name Maeonia aber ep^ 
bieit sicb ancb in spSltem Zeiten nocb in dem Landstricbe am obem Lanfe 
des Hermns, . n. Ptol. 5, 2. f&brt daber Maeonia nocb als eine eigne kietne 
Provinz (Lydiens)' ao. Anch Plin. 5, 29, 30. erwabnt npcb die Jnaeonii als 
Bewobner eines Landstricbs zwiscben Pbiladdpbia nnd TraHes, also stldL 
vom iTmolus, n. bei Hierocl. p. 670. n. in den Kircbennotizen kommt bier 
selbst ein Std^tcbenifaeo/iiVi vor, welcbes ^ami/ron Researches II. p. 159 f. 
in dem zerstOrten Flecken Me^^ 5,engL H. wesU. von Sandal, wiederge- 
fonden zn haben glaabt. 

44) Wesbalb auch Manche einige der nOrdlicbsten Stadte €arieB8, 
wie Aromata, Tral|es, Nysa, Magnesia ad Maeandmm n. s. w. nocb zu 
Lydien. rechnen, n. Strabo Ijl^. p. 577. den Mftander als Grenze zwiscben 
Ly^en n. Carien anff&brt. 

45) Namlich in einer geradea DDrchscbniitslinie. Die Fabrtiinga 4er 
sebr bnchtenreichen KUste aber betrug etwa 3430 Stad., wovon anf ^ 
Entfemung zwiscben Ephesus imd Smyrna, die in geradd^ Linie nnr 320 
^d, betrtfpt, fast 2:^09 kompen. (Str^. 14. p. 632.) 



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$.63. Lydia. 109 

ckcr Nanie j«doch fhen so wenig, ak der ¥oa AmUs und Doris, 
cia€ bcsoadtre Proyiaz IQeiiMsieos bezeieimet. 

Lfiico wsE, obgleieh grdsstestheils ^ wenigsteas im S. u. W., 
VoB Gebirgen darchzogen^ eiu ^firncbibsres Land (Xen. Cyr. 6, 2, 
21.), da aucb die Bergo nicbl nnaogebaiii waren, uad hatle ein ge^ 
Bisstgtes nod gesuades Elima, ward aber dftersvon Erdbeben heinb- 
gesoebtXStrab. 1. p. 88.). Die wicbiigsten Produkte waren ein vojv 
ziglieb galer Wein and Safran (anf dem Tmolos) / aneh eiwas Gold 
(m Tmolus nnd im Flasse Pattoins) «»). (Vgl^oben §. 58.) Beson^ 
ders gesegnel aber war das berrliche Kiistenlaod lonieos (Berod. 1, 
142. Pans. 7, 5.) , naebstdem aber auch die Gefilde urn Sardes and 
an Cayster (BerOd. 2, 10. Slrab. 13. p. 626. 629. 15. p. 69}. Ar- 
riaa. ap. Emtalb. ad Dionys. v. 772.). Man naierschied darin meh- 
rere grosse Thaler oder Gefilde, namlich 1) das CMtanucke(v6 KiX'- 
fita^ir mdiov: Strab. 13. p. 629. EnsUtfa. ad Dionys. v. 837. 
CaUmi agri: Plin. 33, 7, 37.), oder das fracbtbare nnd gut ange- 
baate-Thal zwiscfaea den Tmolas and Messogis, welches von deo 
CilUanem bewobnt warde, die Plln. 5, 29, 31. in die Oberen und 
Uaterea (Cilbiani svperiores eti^fkrioret) theili; 2) das CaystrUche 
{%i Xav^Qiurov n$diov z Strab. 1. 1. jvo KatiaTQiov ne&iov .* Strab. 
13. p. 620. 9. p. 440. 15; p. 691. Eualath. 1. 1.), welches westiieh 
aa das vorige grefizle , sich zu beidea Seiten des Fl. Cayster bis 
Ephesns ansbreitete , i^ad ebepfalls uberaus fmchtbar war (Strab. 1. 
L a. 9. p. 440.) '^O? das Hyreanisehe (tS 'Tgxavioy nadiov: Strab. 
13. p. 629. Campus Jlyrcanut t Liv. 37, 38.), oder das nfirdlicb ne- 
bea dem vorigen gelegene, nnr dnrch einen schmalen Bergriicken 
da¥OD getreante aod vom Herams dnrchstromte '^^) Thai zwiscben 



46) Die Naebricbtea der Sltesten Scbriftsteller von dem grossea Gold* 
reidithome des Landes, aos dem man die Schfttze des OOsus herleitete, 
asd jedenfolb flbertri^en ; da in spSlerer Zeit der Pactolos gar kdnea 
Goldsand mehr aiit 3ieh flhrte, nnd die Aasbeote der Goldgroben des Tmo* 
fat kaom npch 4ie Betriebskosten deckle. (Strab. 13* p* 591.) 

47) Zn ibn gebOrte die Jiische fViese Homers (U. 2, 461. *Aaltf iv 
XHfimt^ Kavtnhv ififpl ^ii&^a. Vgi. S. 3S. Note 77.). Das KavmQOV 
sudiov bei Xen. Aaab. 1, 2, 11. aber gehOrt bierher gar nicht, sondera 
aadi Pistdien, and soike wahl ricbtiger Jtair(ioi; als Kov<n^ov Ttidiop 
beisMa. Vgl. aalea §. 70. 

48) Daber, besoaders ia seiaaa westlicheva Theiien, aacb "jS^ftfAou ns» 
ikp (Strab. 13. p. 625. 15. p. 691.), so wie. am Sardes her Za^diavow 
ntdiop (id. 13. p. 626.) geaaaat. Zn ibm gebarte uastreitig ancb das bios 
bei Strab. 13^ p* 626. (wo gewdbaHeb feUerhaft Kipov edirl wird) and 



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17i Zwc^^ter Theil. Politisclie Geographie. 

dam Tmolas umL SipyluK welches seinen Nitpicn davoa erfaahea 
hatte, dass too den Persern Hyrcaoier Bicrlicv yerpflanai wordea 
wareo (Strab. I. 1.), nnter denea abar ftriiteBhin . iiuoh Maeedonier 
wohnten (Tao. Ann. 2, 47. qui Maced&nes.Jfyreimivoeanturj Plin. 
5, 29, 31. Mat^danes Hyroani eogn&mmati)^^)\ n. daa verbrannle 
Oefilde (^ Kaw%e%(»vfji^7}:.^\nh. 12. p. 578. 13. p. 626. €28. 14. 
p. 637.) der nordSsilichste , nordlioh an Myaien, ostlich an Phrjrgie^ 
grenzende Theil Lydieos, welehes der Hermua ia seinem. ersica 
Laufe durchfliesst, and das sudlich bis Philadelphia reichie, thdls 
von Lydlern, theils von Mysiera bewohni (id. p. 1^79.), weshalb 
aach Sirabo ibid. n. p. 628. aicfai weias, ob er ea za Lydien oder 
Mysien reohnen soU. Der romiscben Eintheilimg ia Proviazea naek 
gehdrte der grossere siidliche Sirich zu Lydien , der Ideinere nor^ 
liche aber (unter den Namen Maonien) zn Phrygien. Die gapze G^ 
gend kiindigie sich dureh ihreo verbrannten Bodea, ihre a^oheoartiga 
Erdo» dnreh eineMeogeErdrisse, dnrch 3Krater erlosoheaer Volkane 
n. s. w. als <^ne dnrch nnteriEdiaehea Fener verwiialete an, tnig 
aber , wie vnlkaniscber Boden gtewplinliph , treffliehen Weia (id. p. 
628. 637.). Obgleieh. wohl im Gaaaen weniger bewohni i enUiieU 
fiie doch eitoige kleine Stiidte , und. die Heeratraase voa Nicaa nack 
Philadeiphia fiibrte mitten dorefa sie hindarch'. 

Gebirge und Vorgebirge. 1) Das Haaptgeb. iat der zwa 
Tanmasyslem gehdrende M. Mes^gia {MbcojIq: Strab. 14. p. .637. 
648.)' od. Mess9gt$ (Meaamyig: Sirab« 14. p. 636. Steph. Byz. p. 
62. vieHeicht ievMtsetis (Mia^Ttg) dea Plol.5, 2. [nnler 58o 40" L. 
3S^ iff Br.]; j. Mosatag), der aich vonrCelanii bis JHycale (StraJb. 
13. p. 629. 14. p. 636.) a(>rdlich atbea dem Maander hmzieht j daa 
Land anf dei^ Slid- und Ostseite begrenzt, und einen guten Wein er- 
zeugt (Strab. 14. p. 637« 650.). Sein wes^licbster , ziemlich steiler 
Theil fiibrt den Nanen *Mycdle (MvnaXfj: Horn. II. 2, 869. Herod. 
1, 148. 7, 80. Thuc, 1, 14. 89. 8, 79. Diod. 11, 34. Pans. 5, 7. 
7, 4. Strab^ 13. p. 621: 629. 14. p. 636 f. Ptol. 5, 2. ; j. Samsnra) 
lauft als Vorgeb. (das auch Trogylium^ TqwyvXtov axga: Ptol. 
5, 2. Tf(oyi)uovt Strab. 14. p. 636., j. Cap S. Marie beisst) ^o). 



p. 629. vorkommende JTv^t; mdlw oberiudb Sardea. YieUeicht iat m 
identisch mit dem X^aaroikov nedlow bei Xen. An. 1, 1, 2* •!« 9, 7* ■• HeH« 
i, 4i 3m desseii Lage nicht nafaer z« armitlein fist 

49) Vgl. aach die MacedoneB Caiumi in Lydien bei PKn« 5, 29, 30* 
u. oben S. 124. Note 90. die Maeedonier in Mysien. 

50) Var ihm lagea die InsuUu Trogiliae^ Psilon, Argoinoa a. Saa- 



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§.63. Lydia. 171 

dcr Iiisei SaiDos gegenfifcer iii's M«er itnaHS , and Mdet mil dem 
gegeoMeriiegeBdeii • Vdrgeb. Pd^idium • adf Samos eine nar 7 Stad. 
kfeite Meereoge <S«ral>. 14. p. 636 f. 39.) [Seeschlacht im Parser- 
kfiege im J. 479. , wo Leatychides uad Xanthi^pus einen glMazenden 
Sieg davoatrugen. Herod. 9, 96 «qq.] Eib j^ar andere kleine Ne- 
kozvreige desaelben waren der Padres (JJawfVfjgz Strab. 14. p. 
647.> sidl, VOID Caystrna im Gebicle yon Ephosns , mil den Qnellen 
dea Lelhaas^i), und der sk dtesem zasamhenhangende Thxrraiff 
(OmQuS: Strab. ibid.) hei .Magnesia am Maander ; ferner der Cora#<» 
tw (ICoQTjQaog: Xen; IMl. 1, 2, 7. Pans. 5, 24. Diod. 14, 99.) 
40 Stad. von Ephesus in der Gegend Tgaxsta (Strab. 14. p. 634. 
640. Athes. 8^ 16. p. 361.)"). 2) Tmobu (T/udiXog: Hom. XL 
I, 373. Aestfa. Pers. 50. Herod. 1, 84. 93. ^, 101. Strab. 13. p^ 
625. 629- Dionys. v. 881. Plin. 5, 29, 30. 31. 7, 48, 49. Virg, 6e. 
2,97. ; kei'Ovid. Met. 6, 15. Timo/us, welcbes naoh Plin. 5, 29^ 30. 
die Ulere Form des Namens.War^ j. sBozdagh^ fio^tagy d. i..Freii^ 
denbeiFg),.ein nordwestl. Hauptswetg deaMeaogis, ait den Qvellea 
des Caystntt^), Hermns (Sftrtb.l2. p. 554.>n. Pabtolus (id. p«625.) 
der, reicfa an gutem Wein (Strab. 14. p, 637. Piin. 5, 29, 30. Yvag. 
ik. 2, 97.), Safran und.Zink (Strab. 13. p. 610.), vordem anch 
an Gold (Strab. 13. p. 591.), durch das ganze Innere des Landes 
streicht, nnd (nnter diesem Namen) mit Beinclr Nordostspitze bei' Sar- 
des endigt**). Von bier lauft ein durch Erdbeben zertriimincrter 
(Strab. 1. p. ^. 13. p. St79.) Zweig deaselben unter dem Namen 
Spibu iZinvXoct Homj n. 24, 615. Strab. ll/U..n. p. 571. 621. 
Pans. 2, 22. 7, 24,; j. Sipuli-dag) mit Melallgrnben (Strab. 14. p. 
080.) in nordwestl. Richtung l&ngs d^s Herinus nacb Magnesia bin ^^^), 



dalioa (Plio. 5, 31, 37»)- Strabo 1. I. nennt nur etae InselNamena Tqoh 
fuUw^ unstreitig dieselbei, die^Adt. Ap. 26, Idi 7'(M»/i;Ai^03'.'beisst; 

51) Poeoeke UL S. M. hlHtdieaan fiebirgsing fiftr dan Samoa gegen* 
fiber gefegenen Berg Sapsan, d. h. dea Mycale aelbst 

1^2) Ueber die Orthograplii^ dea Nanens vergl. i^cAx^u/. ad Xea. 1. L 
a. Tsuekuck. ad StraK 10. p. 48A. T. IV. p. 3. 

53) Der aaf dan ^m TmofaM gabOrigen Qlbianiscbea Hoben ent^rang 
iu aatea S. 175.). 

54) Anf seiner hOebstep Spitze batten die Parser eioe marmonka 
Warte erbaaft, von welcber ana nan die ganze amliegende Gegend fiber- 
ieben konate (Strab^ Id. p. 625.)* Ueber seine jetzige Bescbaienheil rgl. 
BBter Aadem v.MiokUrU Wailfabrtea inrMoigenl. S. 512. 519. 

54b) Ueber seine jetzige £r$>cbeinung vergi. r. Rickter*9 WaiUbbriea 
m Maiged. S. 6«5.' 



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172 Zweiter Tbeil. Politisebe Geograpbie. 

ein aiiderer aber fiTaoieDs Mimw {Mifiu^: Horn. Oi. Z, 172. Iliie. 
8, 34. Paas. 2, 1. 7, 4. Siiiab. 14. p. 613; 645. PUb. 5, 29, 31. 
Amrnian. 31, 42. f Bocb j. Mimas) der wieder itm GaOesms (FoeAli^* 
^logs Slrab. 14. p. 642.) ^^), ^als siidliob^n Nebenswieig nordl. vofli 
Caystnis , zwisehen diesem and Colophon, nach deni Sinas Ephesios 
btnsendet^^), als ein bolz- nnd wildreicbes Gebii^ (Strab. L K) 
gerade westlicb naoh der See beritber , wo er die Halbiosel siidwesll» 
von Smyrna ^^) nnd in der Bjebiong voa S. naeb N. folgeade 3 Ver* 
gebii^ bildet; a) Ceryceum (Plih; 5, 29, 31. KmqvnoQ: Hon. 
Hymn. 1, 39. Hecat: fir. 216. Artemid. ap. Strab. 14. p. 644. xaA 
Steph* Byz. p. 408. Corycums Liv. 37, 12. <^); j. Koraka od. Kor* 
ko) an der Sudspitze der Halbinsel, denl Vgeb. Myonneans ge^pen* 
liber. Eine Hohle dess^lben (Fans* 10, 12, 4.) war der Gebnrtsorl 
der Erytbraisehen Sibylle Heropbile**). b) Argennmm CAgyev^^^t 
Artemid. ap. Strab. 13. p. 644. Ptol. 5, 2.; bei Tbnc. 8,i4. !^^ 
Yi^O¥\ j. Cap filanc), die Siidwestspitze der Halbinsel. nnterbalb 
4er Stadt Casistns (des bent. Tsi^besme), der Insel Chios ge{^Diiber, 
nnd npr dtifeb eine 60 Stad. brdte Meerenge davon getreaat* e) Me^ 
laena (Mikoivat Strab. 14. p. 645.; j. Kara Bnran), die nordwesU 
liche Spitza der Halbinsel, oberhalb der Stadt Pteleon ^^). Noch isl 

55) J^ach Chandler (c, %J. S. 145. n. c. 77. S. 366.) ond AnatdeU 
Visit of the seven churches p. 24. jetzt Aieman oder AlymaQ> ein niige* 
mein bohes, rauhes und steiles Gebirge. 

96) Zu ibm muss aacb der bei Tzetz^ ad Lycopbr. r. 424..erw9]iiiCe 
KiQKa<f)og gebttrt b^aben, md welcbem der bei Colophon sich mindendo 
^ales entspriogt. 

57) Deren 7 Mill, breilf n Hals Alexander d. 6r. zn dorebstechen be^ 
lahl, um die Meerbusen von Smyrna and Ephesus in unmittelbare Veribia- 
dang za brin^en. (Plin. 5, 29, 31.) 

58) Livias nenoi es hier ^Teiorum prom.y wiShrend Andere (Tbnc 8* 
33. Agadiem. t, 4.) es zam Gebiet von Erytbrfl rechnen. 

59) Seine Umwohner, die Km^vnulw (Ephori fr. >36. ans Said. Strab. 
14. p. 644. Eastatb. ad Dionys. v. 855.), wares irilber als kfthne and ver* 
schlagene Seerloiier berflditigt. Von ibren Httfen s. nnten S. 185. Uebri- 
gens ist dieses Vorgeb. and dlese Hole aicht mit der gleichaamigea in ClVt* 
cien zn verweehseln. Aaf den Karten von Leake n. Knue erscbeini aacb 
ein sich von dem Vorgeb. nach Smyraa binaufziebendes Geb. Cormx^ wel-» 
dies ieb nirgends erwAbnt finde, nnd aucl^ Chandler gedenbt mebrOMls 
(c. 23. S. 117. 119. n. e. 24. S. 127.) eines Berges Corax twiscbea Ery- 
thrft nnd Smyraa, dessen 2 weisse, kegelft)rmige Spitzea jetzt die Brfidar 
heissen. Der Berg Coradue oiat Coradum Ae$ 6tnho (s. Note 62.) k* 
•lidiicber zn sncben. . 

60) Plin. 5, 29) 31. scheint dasselbe Vorgeb. mit dem Namen Csry 



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g. 63. Lydi«. 173 

«ui fBaftes Vgeb. Lydieos (od. lonien^) zu erwUmen ^ 9ill« vom Co- 
rjceom , der kkinen iDsel Aspis (j. Karalbasch) im MB. voa Ephesiu 
gegennber, Namens ^Myonnwis (Mvovpijoqc: Thac. 3, 42. Sirab« 
U. p. 643. Slepfa. Byz, p. 477. Liv. 37, 27. 30. ; j, Hypsilobou- 
•m)*^) mil dnem gleioknamtgen Orle» wesd. von Lebedus, bei 
wekhem die Romer die bekaante Seefchlachl gegen AnUochuf ge« 
waBsen (Liv. 37^ 27 sqq.) ^^). 

Meerbisen: Hermius «« SmymaeuM Simu ("Egfietoe %6X* 
nog: Herod, yit. Horn. c. 2. Z/avQifamr uolnoc: Strab. 14. p. 
645 aq. U/Mfgvaikoe «..* Staph. Byz. p. 612. &i^maeuM S. : Mela 
1, 17, 3. ^'); j. Golf von Smyrna), io welcken der Hennas aich er- 
goss, and an welebem Smyrna lag. Den Eingang za diesem an 350 
Sud. tiefen and in einen grossen aasseren and einen kleinen innerea 
zerfidlenden Basen bildete auf der Westseite das Vgb. Molina > anf 
der Ostseite eine Landspitze bei Phocaa. In ihm liegen mehrem In- 
seln, namenllich Drymaa (j. Kioslin) *'^). 

Floss e: 1) der oordliohe Grenzflnsa ltemm$ (a. oben S.1Q2.:) 



naeum m bezeidmea, nach der Stadt Coryna benannt debrigens worden 
tt ikai vieie Mohlsteine gebroeben (Strab. 1. I) 

61) D. h. der bohe Berg. Vergl. Ckanditr o. 28. S. 142. Aaek ein 
Dorf daran keisst noch immer Hypaile. 

62) EiDz^loe hier and da erwdhate Bergspitzea Lydieos waren : der 
S9imissus (I^oXfuaooQ t Pans. 7, 5* Strab. 14. p. 640.) bei Ephesos, auf 
welcbeoi der Sage nach Latbaa von den Koreten verborgen gehalten warde ; 
der Piom (Umwi PaD8,.h I. Plin. 5, 29, 31. bei Strab. 14. p. 633. woM 
Mlerhalt IIqiwp)^ an desseir Fosse Epbesos lag; der Coraeius (to KoQttr 
Mstr o(K>^s Strab. 14. p. 643.) zwischen Colophon and Lebedos ; der Jfo- 
9Uttia (PUn. I. 1.), ao dessen Abhaog Svynia. erbaot war, ood etwas ntfrdL 
TOO dieser Stadt der Pagus (Hi/og s Paus. I. 1.) mit einer Kapelle der Ne* 
nesb ond einer reichea Qoelie, (den Hamilton Researches 1. p. 53 f. als 
einea hOebst merkwOrdig gestalteten 500 — 600 F.hohen abgestompflen 
Kegel besehreibt) ; and der Termeiis (Plin. 1. J.), der vom Fosse des Olym- 
pus aosgebt, ood dorch den Draco (ibid.) mit dem Tmolos zosammenhMngt* 

63) Die Griechen verstanden on^ Smymutus S. eigentlich aor den 
atlfichsten TbeU des Bosons bei der Stadt Smyrna. Nach HecaU fr. 213. 
•as Stqih. Byz. hiess er naeh dem in ihn faUenden Moles aoeh MtU^xov 
tiknog. 

64) Dm Golf bei Ephesos (j. MB. von Scale Nova), einen mehr brei* 
lea, als tiefen, ond weit aosgedehntea Bosen sfldlich vom vorigea, der im 
N. beim Vorgeb. Goryceom begiont ond im S. mit dem Vorgeb. Trogyliom 
der hsel Samoa gegendber endigt^ fUhren die AHen nicht besonders aof. 
la ibm lag die Insel jispis (Aoni^j anch *A(/%iyp^oog genanntr Strab. 14* 
p.643.;j.£arabaach). 



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174 Zweiter TheiL Pplitiscfae Geograpbie. 

mit Mg«nde]iNd>eiiSiissen: aof dem reebten Ufer: a) Byllus (Eom. 
h. 20, 302. Herod. 1, 80. Strab.'l . f. 554. Ptk. 5, 29, 31.), 
anoh Phryghis (^Qvyiogs Strab.' IX p^ 626. Appian* Syr* c. 30. Lit. 
37, 37.) genaimt®^), Q. 'Kumtscbai?) ^)i der ia siMwefttikhem I^aalb 
bei der St. Hjrcairia ¥orbci aid • dem Sipyfais and Magnesia nordostk 
gegeniiber in den Hermoa floss, b) Lgem (Plin. 5, 29, 31.) , der bei 
Thyatira, also nordwesllicber, stromte^ and sieh wabrsebeinlieb niebi 
tthmiUelbar in den Hennas, sondern in den-Uyllus ergoss^^. Aof 
dem Knken Ufer: c).€ogamm (Plin. 5, 19, 30.), welcber siidi»slt. 
▼on Pbiladeipbia enlspringt, dann in *nopdw«sU. Ricbinng aa den 
Maiem dieser Stadt vorbeifliesst nnd 120 Stadi von ibr in den Her- 
mas fallt. d) Pactolta (naxTwX66: Herod. 5, 101. Xen. Cyr. 6, 
2, 11. 7, 3, 4. Ages. 1, 30. Dionys. v. 831. Sirab* 12. p. 554. 
591. 685 sq. Yirg. Aen. 10, 142. Plin. 5, 29, 30. ; j. Sarabal)««), 
ein Ueines Flosscben, das aof dem Tmolas entspringl, bri Sardes 
voi^beifliesst, nnd nacb karzem nordirastk Laofe 30 Slad. n(Ml. von 
dieser Stadi in den Hermas falit. In fniberer Zeit soil ^.Goldsand 
mit sicb gefiibrt and dadurcb den grossen Reicbtbam des Croaos ba- 
wirkt baben (ygl. ancb Dionys. a. Yirg. IL IL Silias 1, 158.), wo- 
ber sein Beiname Chrysatrhoat (Plin. I. 1.); scbon za Strabo^s 
Zeiten aber enthielt er kein Go\A mehr , oder docfa so wenig , dass 
es gar nicht mebr aufgesucbt wnrde (Strab. 13. p. 626.)*'). Femcr 

65) PliniDS 5, 29, 31. fiibrt den Hyllta and Phryx vielleicbt ricbti- 
ger als aswei verschiedene FlQsse an. Ancb Prokesek (Denkw&rdigk. UL 
S. 63.) anterscheid^ beide als 2wei sich in dieser Gegend verelnigeade 
FIttsse, von denen der eine, den er fttr den Phrygins bait, jetzt Oeletscbak 
8a beisae. Vgl. aucb Le4tke Tour in Asia min. p. 266 f^, nacb welehem dor 
n5rdlicba Arm (oder Nebenfluss) des Hei^mos, der die Ebene von Akbissar 
darcbfliesst wid naweit Magnesia den Hanptstrom erreicht, der Hyllos ist, 
der Pkrj^gins des Livias and Pbryx des Plinias aber den sadliehern a. brei- 
tern Arm des Flasses zwiscben Magnesia and Thyatira, also den Haapt- 
Strom selbst bezeicbaet. Soaacb ware also Phrygius aar ein anderer NaaM 
des Berrans selbst. 

66) Nacb Andem der Mermera So oder Oeletscbak Su. Ygl. Note 65. 
Leake Tour in Asia min. p. 266. bah ibn fir den beat. Gfaiediz. Vgl. obea 
S. 102. Note 28b. 

67) Vgl. ff^keier T. I. L. 3. p. 253. Paul Lucas 3cuie Voyage T. L 
p. 139. nenat ibn Zttr sn, bait ibn aber Dllscblicb flLr den Hermns selbst. 

68) Prokeseh (DenkwOrd. ill. S. 48.) fand diesen kleiaen Floss roll 
rothen Schlammes, 10 P. breit a. kanm 1 F. tief. 

69) Ein andrer Nebenfluss des Hermns Namens Cryon oder Crytfi 
(PHn. 5, 29, 31.) lisst sicb nicht genauer besdmmen. ChiskuU ball iba 
fUr den Nymphi-Fluss, der links vom Sipylus in den Henaus Mit. 



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.§.63. Lydia. 175 

iwei ittbedeuleiide Kjisteiiflttfiadieii 2 . 2) *Meki (MiJiAjg: Horn. 
Hymn. 8, 3. Ep. 4, 7. Epheri fr. 164. ex Vha Horn. c. %. Strab. 

12. p. 554. 14. p. 646. Paaa. 7, 5, 6. V6n. 5, 29, 31. Sut. Silv. 
3, 3, 60. 3, 7, 33.) bei Smyrna 7<^J) , iiach wekhem Homer, der in 
einer Groite bei seiner Quelle seine nnsterbliebeii Gesange gedicklet 
habea seilte (Pans. 1. 1.) ^^^)^ MeXeatjfsnJQ g^nanot wnrde (Vit. Bom. 
1. 1. vgi. Sut. Sylv. 3, 3, 60 sq.) und 3) Hale$ {"Mfis , 6en. UXep^ 
wc*' Pans. 1. 1. n. 8, 28, 2. Tzets. ad Lycophr. 424.) oder BcUestu 
(Plin. 5, 29, 31. Uv. 37, 36.)^ welcher auf dam Berge Ccrcaphus 
eatsprang (Tzetz.l. 1.), das kaltesle Wasser nnter alien FUissen 
Kleinasiens batte (Pans. Tzetz. n. Plin. U. U.), and nach knrzem 
Laofe bei Colopbon in die See fieP^). 4) Caysirus {Kav(ycQQqi 
HoM« 11. 2, 460. Xea. An. 1, 2, 11. Scyl. p. 37. Strab. 9. p. 440. 

13. p. 621. 641. 15. p. 691. Ptot. 5, 2. Mela 1, 17, 2. PUn. 5, 29, 
31. n. A. ; j. Kara Sn, d. i. Scbwarzwaaser, ancfa Kntscbak Meiu'^ 
dcr Oder der kleine Maander) , entspringtaaf. den Cilbianis iugis des 



70) Und zwar beim a 1 1 e Smyrna, weshalb ' alle Vlie Nenem irren, 
welche das beim beatigea Ismir fliessende FlQsschen ftlr den alten Meles 
halten. Letzteres hat dD 'schmuziges, schlammiges Wasser, das unmOglich 
der GesQodheit zutrilglicb sein kann, der alte Meles abei^ sollte nach einer 
van Morier eatdeckten Inschrifit (vergl. jitundell Oiseoy. in Asia min. II. 
p. 406. n. HamUiofCt Researches in Asia min. Append. Nr. 48.) sehr ge- 
rthmte Heilkrilfte faaben. Es koaimt (wie BamUton Research. L p. 53. be- 
■erkt) biBza, dass der Meles die Grenze von Aeolis gebildet haben soil, 
wozB das alte Smyrna- gehtfrte, das nene Smyrna aber schon ansserhalb 
dieser Grenze lag. Und so ist denn der Meles {wie Prokesck Denkwfird. 11. 
S. 158. nnd Hamilton a. a. 0. p. 51 f. zeigen) unslreitig jenes hinter Bur- 
■■bat hervoikommende, bei Sedi Kieoi eutspringende (vergl. HatnUt07i*$ 
Research. I. p. 543.)} lu^d die nnten S. 183. erwahnten Rninen des ahen 
Smyrna bespOlende, klaTe' and belle FlOsschen, 20 Stad. Ostlich von der 
Bai des bent Smyrna. Chandler's Beschreibang des Meles (c. 20. S. 99.) 
•cbeint sieh bios anf den Floss beim boi|t Ismir zn beziehen. 

70b) Ueber die no'ch jetzt so genannte Ekmersgrotte, ohne Zweifel 
da altes Felsengrab, von 5 F. Hofae und 12 — 15 E. Tiefe, in der Nabe 
aadrer dergleichen FelsengrKber in der Umgebung des Tantalnssees oder 
Sees von Karaghienl nnweit Boorn^^at, vgl. ti. Richter^s Wallfahrren etc. 
S.50S. a. ffam'Uoh's Researches L p. 55. Was CMndler (c.20. S. 103.) 
fitr die Homersgrotte hielt, war wohl eine durch den Felsen hindurchge- 
Abrte Wassarleitang. (Vgl. HaniUon a. a. 0.) 

71) Er wtrd aitch scbon vom Mimnermns bei Strab. 14. p. 634. er^ 
wShnt, wo sieh aber freilieh die falsche Lesart *A(nvivcoQ flndet, die nn- 
fitreitig mit Tzschuelfe in ^Akrieviog za verwandeln ist. (V^rgl. aocb Groi-^ 
htrd Bd. 3. S. 5.) 



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t7% Zweiier Theil. Politische Geograpbie. 

Tmolos , durcfafliesst ia. vieleQ Kraflimuiigett '^^) imd • in sodwestL 
Laure eine grosse Ebene (Kavav^ov n^iov: s. oben S. 169.) zwi- 
scben dem Tmolus mid 'Mesaogis , beriihrt die Stadte Hfpaepa uai 
Anagome , und errticht die Set b^i Epbeaas, dessen Hafeo er imniOT 
mefar verschl&nniter (Sirab. 14. p. 641. vgl. mit p. 621. u. 691.), 
wie er dena anch durcb aogesetzten Schlamm und Sand die Kuste 
homer weiter hi&ausrtkkte, und zu Plinius Zeiten bereits £e Insel 
Syrie aaf diese Art mil dtm Festiande verbunden batte ^^). Er wird 
der vielen Schwane wegen, die ihn bewobnten^ von den Dicbtem 
hU6g erwabnt XHom. I. 1. Nicand. Ther. 630. Diooys. v. 833 sqq. 
Virg. Geo. 1^ 383. Ovid. Met. 2, 252. 3» 386. MarUal. 1, 56. a. 
s. w.)'«). 

Landseen: 1) Gygaea Lacus (Fvyaltj^ Fvyala Xifivij : Hon. 
n. 2, 864. 20, 390 sq. Herod. 1, 93. Siagnum Gygaeum: Plin. 5, 
29, 30.) aucb Coloff (KoXivj : Strab. 1. 1. 7*); j. Merraeve oder Mar- 
nora), 40 Stad. nordwedtl. von Sardes, jenseit des HeinmS'. Er 
war durcb Menstbenhande angelegt, urn die Ueberscbwemmungen 
fur das Gefilde von Sardes un^cbadlicber zu macbea, und an ibm be- 



71b) Vgl, ancb Span u. ff^keler I. S. 66. u; 67. 

72) Vgl. C handier c. 37. S. 186 f. 

73) Ein NebetUklsscbea desselbeh ist der Phyrites^ der des Sompf 
Pegaseus darchfliesst (Pfia. 5« 29, 31.). ADSserdem gedenkt PKn. L 1. §.30. 
in Lydien aoch norh der Quelle Tamtf Strabo aber 14. p. 634. 640. nod 
Atben. 8, 16. p. 361. der Quelle Hyp^laeus (TjteXatogt vgL Salmai. ad 
Solin. p. 570. Palmer, in aact. Gr. p. 344.* Groskurd xa Strab. L L Bd.3. 
S. 4; u. Hamilton Researebes II. p. 25.) bei Epbesus. 

74) Reichard nnterscfaeidet den Gygaa ^ See von dem Goloe, und btil 
letzteren P^ einen an 240 Stad. -Ostl. von Sardes, 110 Stad. nOrdl* voa 
Philadelpbia in der Nshe des Fl. Gogonios Jiegenden See ; vermutbltcb weil 
sicb jelzt bier etn Pl^cken Namens Kolab fiadet • Maunert aber (VI, 3. 
S. 364.) sQcht den See des Gyges und die Kttoigsgrjlber nftber bei Sardes 
und diesseit des Hermds^ wo sicb jetzt kein solcher findet. Viebnebr scbei- 
nen Chandler (e. 78. S. 367 if.) and Proheseh (Denkwiirdigk. III. S. 19. 
24. n. 49 f.) wirklicb die alten KOnigsgrftber am See Marmora vor Angea 
gehabt zu haben. Vgl. aach v. Richter^s WaNbbrten im Morgenl. S. .510. 
Beaujour T. II. p. 170. und ffamiiton*s Researches I. p. 144 f. Es sind 
gegen 60 GrabhSgel, die von den TOrken Bin Tep^b (d. i. die tansend HO- 
gel) genannt werdenl Besonders zeichnet sicb onter ibnen der sogenannte 
Grabhiigel des Alyattes aus, der die anden an Hohe u. Umfang weit flber- 
trifft. Hamilton branch te 10 Minoten, ihn za umreiten, Riesige Phalli feU- 
ten auch auf diesen Grttbem nicht (vgl. S. 180.). Sie befinden sicb anf 
eioer BergbObe links am See, der einen Abzng nacb dem Hennas in nOrd- 
licber Richtung hat 



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. , §. 63. Lydia. 177 

bndea sieh die Grraber der ahea Kdnige^ voDi deren EinenHf dem 
Gyges, er ^eiaen Nspien hatte (Herod. 1. L) \^). 2) Saloe (UaXoTjs 
Pans. 7, 24.) oder Sale (Plin. 5, 29, 31.^ ^ cin kleiner See am Bergfr 
SipylaSy nach Paas..a,. Plin.'H. IL an der Stelie der (wahrscheinlich 
darch ein Erdbeben: Strab. 1. p. 58. \^ergl. mil 12. p. 579.) an- 
tergegaB{|^nen alten Haup^tadt M^oniens Tantalas oder Sipylus 7^), 
3) Pegaseus im Caystrisefaen Gefilde unw^i Ephesas , aus welcbem 
der kJeiiie Flusi Phyrites im den Cayster falll (Plin. 5, 29, 31.) ^^). 
i) Selenzisiae {ZeXftvovoiui\ Slrab. 14^p.'642.)'o4* Seimuntes (Plin, 
1. 1.) f :^wei Ergiessungen der See auf dec Nordseite des Cayster, 
ganz nabe bei dem Ephesiscben Dianentempel,^ dem aucb der Ertrag 
des reichen Fisich&nges in ibnen gehorte ^^). 



75) An ibm war ancb ein berObiiiter Teihpel der Diana ert)aQt, die' 
Mcb ikra den Beinamen Xokoi^prj fUbrte (Strab. 1. lO? nnd Strabo bericbtet 
zagieich als eine besendre MerkwOrdi^eit, dass der. Sc fail f aof ibm an. 
den Festtagen der Gdttin getanzt babe ; -dena unstreitjg isi in der angef. 
Stelle xttkccfAOvg statt xaXa&ovg (wofOT'die alten Aosgg. gar ni^icovQ ha-* 
ben) ZQ leseo. (Vgl. Ruhkopf, ad SeA. N. Q» 3, 25. n, Bernkardy in Berl, 
Jabrbb. Mai 1830. S. 673.) Diess ist aber obne Zweifi^ anf scbwimmende 
Inseb txk denten, and so ist wahrscheinlicb dieter See niebt verscbieden 
?op* jen^m den Nympbeir geweihten See Calamine in Ly'dien, von dessen 
tehwimmenden Inseln Varrp R; R. 3, 17, 4. Senec. N. Q. 1. I. Plin. 2, 95, 
9a. u. Mart. Cap. ?, I. §. 928. ^prephei^. (Sichn^id'. ad Varr. L 1. Dalech. 
af Plin. I. 1. Spauhem, ad Catiim. in Del. 36. p. 407 sq.)' t^ro^^r^ jedocb 
(Bd.*^2. S. 624.), wdcher iiaav&a gar nicbt auf den See, Modern auf den 
Tempel zii bezieben scbeint, vertbeidigt die Lesart* ^aXaf^ovg^ und v^rstebt 
daranter die KOrbe der Kanephoren, die von den dazu abgericbteten Mftd-* 
chen leicbt in eine tanzende iBeii^^gung bl^tt^n versetzt. werden kOnnen. 

76) Er ist bOcbst w^dirscbeiDlicb in der Nahe yon Magnesia zu sucben 
(s. nnten S. 193.). Uebrigensvgl. ProkescA Denkwiirdigk. III. S. 14.', wel- 
dber bericbtet, dass die ^ganze Geg^nd nocb die deuUich&ten'Spuren eines 
gewaltigen Erdbebens zeige. '* ' 

76b) Ceber seine jetzige Be$cbaffenbeit vergl. Arundell Seven Gbnr* 
cbes p. 23 f. Er befindet sicb in der Milte eines grossen Morastes and der 
Phyrites, der als ein Bacb in ibn fliesst, . tritt als .ein nicbt nnbedeutender 
FIuss wiedcr ans ihm hervor. 

77) Eben daber (von der Mopdgtf ttin Selene) batten sie wobi aucb 
iliSfen Namen, den folglich Tssckucke nnd Aoray'^icbt rait Salmas. ad So- 
lia. c. 40. p. 570* in £iXtvovaia batten verwandeln sollen (vgl. Groskurd 
Bd. ^ S. 1 9.), w.enn aoeb nicbt zu laugnen ist, dass Stitabo an einer an- 
dem Steile, 8. p. 387., einen Flnss 2!eXivovg beim Dianentempel zn 
^phesns erwSbnt; wie denn ancb Plinius mit seinen duo Selenuntes zwei 
cbisscben zn bezeichnen scbeint. Uebrigens vgl. Uber ^i^se Seen Chandler 
P. 37. S. i8I. 

U. 12 



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178 Zweiler Theil. Politische Geographic. 

Einwohner. Die. Lydi (Avtol, fy^het Myoyse^ Malovag: 
8. oben) warea hochst wahr^cheinlich tracischea Stammes and alsa 
Stammverwaiidte der Mysi^ and Carier (s. oben S.1070 ; doch fiilll 
ihre Einwanderung in die vorgeVcliichtliche Zeit, weshalb sie v6n 
den Alten fur Aatochthones oder'Ureinwohnerdes Landes angeseben 
warden. An&ngs war ihre Macht gering , obgleich sie schon firub- 
veitig ibre eigenen Konige , and zwar. er^t vom Stamme der Atyaden 
(Herod. 1, 7. 9i.) , *dana etti^ s^it dei^ J. 1200. vor Cbr. aos dem 
Stamme der Herakllden (Herod. l/S^-iZ': Jostin. 1, 7.) batten, 
die aber anterfbrfj^scher Oberberrscbaft standen. Erst afs am^s J. 
716. mit dem Gyges eipe neae Dynastie , die der Mermnaden , den 
Tbron bestieg, fing das lydiscbe Reicb sieb za b^bcn an, welcbes 
unter dem fanften Konige dieser Dynastie, dem Croiias, seinen 
Glanzpankt erreicbte , aber aacb s^in Ende fand. Scbon sein Vater 
Alyattes batte ddrcb Vertreibang der Cimmerier aas Kteioasieii nnd 
darcb Vernicbtiing 4es pbrygisoben Reicbes dea Grand zn der Gn^sse 
des lydiscben gelegt (Herod. 1, 16 IT.) ; Crosus selbst aber setzte die 
Eroberungeq seines YaterS mit solcbem Gliicke fort , dass er zuletzt 
eins der macbtig^tea Heicbe beberrscbte, welcbes ganz Kleinasien^ 
aasser Cili9ien and Lycien , and selbst die an den Kiisten geigrnnfle- 
ten griecb. Stadte, mit einziger Aashabme von Sliletas, omfiisste 
(Herod. 1, 28. Jost. 1, 7. O.X Seit der Yefnicbtung seines. Reicbes 
darcb die Perser anter Cyras aber im J. 546. (Strab. 15. p. 735.) 
tbeilte X^ydien, der pers. Monarcbie einverleibt, die schon^ obep 
(S. lOSf,) erwabnt^n.Scbicksale iek ganzen vordem Asiens, a. verier 
immer mebr seine Nazionalitat , so dass zu Strabo^s Zeiten (13. p. 
631.) selbst seine Spracbe scbon gluizlicb verscbwnnden war. 

Aucb an der- lydiscben Kiiste liatten sieb iibrigens seit der Rfick- 
k^br der Herakliden nacb Gri^phenland griecb. Kolonien anter An* 
fubrung der Sob'ne des Codrus.ang^siedelt, die dort gefundenen Ca- 
rier and Leleger verdrangt, lind mebrere bliibende Stadte gegriindet 
(Pberfic. fr. 26: p. 124, Helrod. 1, 142 sq. Paas. 7, 2. 3. Strab. 
14. p. 632 f. Dionys., y. 822 sqq.), die, weii ibre Grander dem 
ioniscben Stamme angeborten 7®) , dem ganzen Kiisteostricbe Lydiens 
von Pbocaa and dem Hermns an (Strab. 14. p. 632.) and isinem 
Tbeile der benacbbarten cariscben* Kiiste in einer Ansdebnang von 
800 Sud. (Strab. 14. p. 665.) den Namen Ionia (Imvia) verscbaff- 



' 78) Nacb Herod. 7, 94. baUen die looier, so laage' sie liocb im Pelo- 
ponnes lebten, Aiyicdieg IliXaayol gebeisseo. 



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teo^ Unler diesen SlMtaa waren b«iond^ft 12 sehr bliibend a^d 
Biaeblig geWorden, (vpn. deiieii; aber eigsotlich nor 6 auf lydischem 
Boden lagta [s/unteujy eine ^dagegen [PtiDcaia] noch auf mysiscbem^ 
dMi [Miletos, Myiis and Priene] schdn auf oaoschem, und zwd [^Sa- 
mos and CUoa] aaf betiacbbarteri Inselil: vgl. aiich Strab. 8. p. 3831 
14. p. 633. n. AeBaB. V. fek 8,'5.), vtnA diesc' achlossc^ , wie die 
ioUsehen ,' ehten Bond zu gememsamer Vertheidfgung gegen Hussere 
Feind6-(deiii sich 'sptiter BQcbeine dpeizeh^iila^ Smyrna , anschlosss 
Herod. 1> 149. Pans. .7, 5. Strab. 14: p. (S33.)v ai^d hielten Bun- 
desversammlimgen im^ Pani6Bi'on anweit Priene (Herod* a. Paas. U. 
n. Strab. 14. p. 639.). Velrigens bildete jede dieser Stadle einen 
selbststilndigeii Freistaat,* nnd batte |br eigenes Gebiet.. Sie iimsaieii 
rwar spater erst lydiscbe, dann persiscbe Oberhbbeit anerkennen 
and den Persem Trfbot zafalen and Kontingente stalten,' verloren 
aber doohibre alte Verfassnng aieht, obgleiph ibr Wohlstand dnl^h 
£e Kriege der Perser mit Griecbenlaod einen. gewakigeh Stoss erlitt, 
and die KSmpfe zwisoben Alexanders Feldherrn das.'Sinken desselben 
nocb mehr bescblennigten. Erst unier den Rdmern ,. die AAfangs so 
gttt wie Alexander nnter iem Titel ihrer Befireier anftraten', Underte 
aicb ibt gainzes Veili^tliiasy 'ilnd sie warden nit Verlust aller ibrei* 
Yorrecbte nnd Freiheiten gewebnlicbe rSmiscbe PraVinzialst^dte. 
Dass sie iibrigens dorcU bltihenden Handel' and Yerkebr sebon firiib- 
zeid^^eine bohe Stufe der KUltar efrei^bten , and*dass in ibnen der 
Gratad grieeb. jbinst and Wissenscbaft gelegt- wards , die sicb erst 
von ibben afosin das earopSiscbe Gtiecbenland .virpflanzte ^ ist eine 
dgemein bekannte Saebe'. ' * ' . 

Die Lydicr,\^aren\TQr;ibrer'Untcrdruckang dorch die Perser ein 
eben'so betriebsaroes , als lapfcpes an^ streilbares Volk, dessen Rei* 
terei besonders fur die beste der dan^allgea Z^it galt'(Herbd. 1, 79.) ; 
Cyrus aber Terclicbtete absichtlieb ihren kriegerisebes Geist,*'verbot* 
ihnen das Tragen ron Waffen , lie'ss sie , statt in den Waffenubun- 
gen-^'), imTanzenund Singen tmterricbten (Herod. 1, 154.* Justin 
1, 8.), und iegte so den Grand zu jener unmannlichen Weiefaiicbkeit, 
darcb wetcbe das Volk spHterhin vefrufen war. Seine Betriebsamkeit, 
besonders im Handel , dauerle aber aucb unter pers. Oberberrscbaft 



79) Herodot 1, 94. erklftrt sie filr die Erfinder,der bei den Griecbeo 
so beliebten gymnasUsebea Kampfspiele ; ja Einige leiietea selbst die rdmi- 
scbe Bezeichannlg dieser Spiele durcb Ludi von dem Njimen jener Erfinder 
ab. (Dion. HaL A. R. 1. 2. p. 130. ed. Syib.) 

12* 



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180 Zweiter TheiL Politilche .Geogra|)hie. 

fort, und ward die Qae]^ eioes UoheAden Wohl^tandes. (Vgl. Be* 
rod. 1, 14. 25. 51. n. s. w.) Die SiUeQ der Lydier war^ von ie«e« 
der Griecben nnr wenig verscbiedqi , obgleichi sie Areilieh anf ehiei; 
viel tieferen Stare der .KoltHr. standen*, i^as sohoo der einzige Uia- 
stand beweist, dass ihre Toebter ^ii^h ibre Aasstattang dorcb oS&Or 
licbe Preiagebmig. ibrer lUite verdieaea konaten., ohne dadui^b 
ibcem Rufe zu dcfaaden (Herod. '1, 93 f.); wie deim iiberbaupi die 
Sittlicbkeit der Lydiei^innen In sebr 8<^blechiem Anfe stand (Strab. 11* 
p^ 533. 13. p^Q27.).;]!brreKgioser.*Calta8 bestaalbesonder^in der 
Yereb^ng der Cybei^Xvgl. Herod^ 5, lQ2.)s w&bread Athen« 14. p. 
636. A. a.iicb vom Cultos dler Diana, Dionys. v. 842. n. A. von dem 
des B^cebns bei ibnea sprecben^ (Vgl. Bernhmrfy^^ih. l.)i Wenigstens 
berrscbte ^selbc^t der Pballusdienst !f). Uebrigens wird den Lydiera 
der erste Cj^e^apke mancber far den Verkebr wicbtiger Einricblongen 
kageschrieb«n ,^ namentKcb der Griindang von Gastbfifen und des ^ 
braqcbs von gc^pragtem Gielde (Herod. 1,.94.). 

S t&d t e : ^ Kiistensiadte lomtens in der iUcbtang von. N. nadi 
S. *^): datf je^seit des Bermos, also eigentlicb nocb aaf mysiscbea 
Grand and Boden liegende Phoeaa (fwnaia: Horn.- Hymn. 1, 3i* 
Herod. 1, 142. 2^ 106^ .Tbac. 1, 13. 8, 31. Scyl. p. 37. Strab. 13. 
p. 581. 14., p. 632: t Polyb. 5, 77. P)oi. 5, 2. MeU 1, 17, >. 
Plin. 5, 20, 31. Stepb. Byz/p. 707. die Einw. .##x«e^e£bei liecattr. 
22.; j. Riiinen nnter dem Namen AlitFokia (Foges) in der Nihe 
desFieckens Fokia n9va)*'^), ^e nordlicbste alkt ibniscben Stable 
(Strab* 14. p. 632..) 'an jener Landspitze^mitder sich- 4er Sinus 
Eiaiticus im S. endigt, und der Sinns Hermaeas beginnt, leinebta- 
bende, liaeb 3trab. 1. 1. p. 638. vop Atheniensem nnter Pbilogenes 
gegriindete Handetsstadt mit 2 Hafen ^ Nadstatbmas a. I^ampter (vgi* 
Liv. *37^ 31.9 der. die Lage der Stadt ^iemiicb g^naa bescbreibt.) 
Vor diesen Hafen iiegt die kl^be, abermit Teppeln und sebonen Ge- 
bauden beselzte Insel Bacbium. (Liv. 37, 22.). In den Perserkriegeai 
wo die Stadt vom Harpagus belagert wnrde (Strab. 6. p. 252.), wao- 
derten s&mmtlicbe Einw. nacb ibrer scbon friiber angelegten Rolonie 



80) Daber findea siob nocb jetzt fast auf alien alten GrabbUgela inLy- 
' dien riesige Pballi aofgerichtet. Ygl; besooders Prokeseh Denkwirdigk. IIL 

S. 49 f. u. HamiltorCs Researches I. p. 145. 

81) Nor die als wicbtiger durch den Brack (mit. fetterer Karsivschrin) 
aa8f|[ezeicboe,te;i gebdrten zum ioni^cben Stddtebvnde.* 

81b) \^.4runieU Seven Gburcbes p. 294. a. irannY/dn'iResearckes 
II. p. 4 f. , 



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5. 63. Ly«ia- 181 

AtaBa' aof Corsiea mb *^)v')^er.'8^boii 'aitf halbem Weg« berente ein 
TbfA denelben .diesen EnticUass, atfij k^brte in seine Vaterstadt 
xarfick (Herod: .1, I6&O9 die.adch *sp&ter. immer eine b^de^tende 
SladC Uieb^ ond den sicf •anle^ dera'Pi^tor^emilins pUmdemdeir 
Bimen. eiiie< reiche Beiiie gewiihiAe. Dto* Pbo<^nsev soUen aacb 
nefst la9g^, nil 90 Rndern. versebene Hriegssefaiffe gebanl baben. — 
Leueae {Asimai: St^. p. 37.^) IMod. 15/ 18. Sfcrab. 14. p. 646. 
Flin. 5, 29, 31. Lmtea bei Mela 1,)7, 3. \ nocb. j. Lefte)^), ein klei- 
ner Ori anf derselben Landepitze^ an welcber Phocaa.hig, sudwestl. 
von jener, dem Orte gaiiz nahe, wo jetzt Fokia nota liegt>«^). Qter 
fiel im J. 131. eine SeUacbt 2wischen dea Consnl Liein; Oaasas nnd 
dem Kronpiiitendenten von Pergamnm Aiistonicns. vor, in welcber 
jener blieb (Jnsiin. 36/4. vgi. mit Strab. 14. p. 646.). — * Smyiiia 
{Sfjw^a: Horn. Hymn.£, 4« £p. 4, 6. Find. fr. ditbyr. 9. p. 73. 
HijnHl. 1, 5. Ife. 142. 149. Scyl. p. 37. Pol^b. 29, 1.10.;Strab. 
14. p. 646. 11. ofter, Ptol. ^, 2. Lit. 35, 42. Plib. 5, 29/31. Taow 
Ann. 4, 56. Steph. Byz. p. 611.) «ine der berabititetten und Unbend- 
stea Stadte Kleinasiens, worde in sebr* alien ^ten von ^iner.-iiol]- 
seben Koloaie ans Cyme nnter Anfiibmi^ des TheseiM ini innerstCQ 
Theile dea nacb ibr benannten Sinus SmytiUbeus nnd an dem kleinen 
Fliisseben Meles (s.obenS. 175.) (2eO$Ud. 9u4<tetl. von.Pbocfia) ge* 
gruadet; u: nacb der Gattin jenes Tbeseiis benanni (Yit. Hom. c. 2.)*^). 



82) Phocaea war iiberlfaiipt die Mutter vieler PflanzstSdte, unCer denen 
Massilia in GaUien dieberiltuntest^, das schon lit Strabo's 2^iten aerstOrte 
Maenaca aber die westKehste war. (Strab. 3« p. 156. 4. p.. 179.) 

83) GatV gloabt^ ireiUcb, dass.Seylax diesen (nacb Diod. 1. 1.) erst 
352. Vi9r. Cbr. erbanten Ort nocb ^iebt gekaant babea l^nne, n. ii^t Name 
daber erst spHter in den Text eiogescbaltet worden sei. VergI, }edocb was 
Bd. 1. S.'114 f. fiber d^s Zeitaiter de^'ScylaJf beindrkt wotden ist; 

84) VieUeicbt derselbe Ort/den Tbue. 8, - ^- ^^d: Polyaen. 8, 68. 
Jtvnmviop n« PkL de virt. mui. p. 267 s^ ed. Batten, dreimal jle^xatffia 
■eant Nacb liCtzterem war Leuconia eina Kolpqie der Cbier, .welcb9 lien 
scboo firfiber vorbandenen Ort- den Goronaera (soil wabrsbbeinlicb beissen: 
Cor]raSem) entri«sea batten. 

85) Nac^ Kruse*s. Karte lag Leueae an einem ganz andem Orte, 
■Iffllieb 240 Stad. sttddstlicb von Phocaea, sfidlicb vom Hermus, nnr 50 
Stad. nordtfestl« .von Snyma. Dass> diess ein Irrthnm sei, gebt ans Arun-- 
dtU Seven Cbnrcbes p, 295. hervor, nacb welchem ganz in der Nahe von 
Foges and dicbt aa der See binter einem gleicbnamigen. Btlgel nocb jetzt 
eia E(orf Nameas Lefke liegt 

85b) Die gewObnlicbe Sage machte eine Amazone Namens Smyrtoa zo 
ibrir Grttdeiin. (Strab. 14. p. 633. Plin. nnd Stepb. U« II.) Strab. 14. p. 



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182 !2^weiter Theil. Politisch^ Geographic. 

Sie gehdrte daher Anfangs/zii deittaolisoben Btnie, kam aJfter iioeh 
vor 688. Yor Chr. durch* Verralh ia den BeftUz deir loaier (Herod. 1,' 
50.' Pans* 5, 8.), n. schlpsr sicb darapf als 13te Sladl'4em ionisohea 
Bande an (Herod. 1^ .149; Pans. 7| 5. Strab. 14.- p. 6330- Bait 
daranf (iim'g J. 627. ?) ab«r eroberte und aerstocte sie der Ijrdisebe 
Konig Sadfattes, nnd die veqagten Einw. lebten nnn mtt ihren Nnch- 
komroen gegen 400 J^lang zfsrst^t in mpUegenden Flecken *^, bis 
nach Alexanders Tode Anligpnus, <nf eipet* andem Stelle, ^ Stad. 
tndwestl.von der alien Stadt, kn d^ siidl. KiUte des MB., zom Theil 
•uf einem Berge (denPCn. 1. 1. Mashtsia nennt), znm grojssern Tiieile 
abeir am Fnsse desselben^ einnenes Smyrna groadele, welches Lysi- 
macbos nodi vcrgrosseiie nnd verschdneric®^), so dass es eine der 
regeUaassjgsten ndd prachtigsten Stadtc des Allerthnma nberhanpt, 
und die schopste Kleinasiens wnrde (Strab. 14. p. 646%). Zngleidh 
War sie^.mit einem -sebr guten; Hafen. Tcrsehcn , selbst nocb uot^ 
den Romem cine der reiobsten nnd binhendslen HandelssUidte.nnd 
SitiK eines Conv. Inrid.^ zn welohem der grosste Theil Aeoiien&>?)i 
gehdrte (Plin, 1. 1:). J)a sic sioh Yatferstadt des Homer zn sein riihmte, 
hatte sie ihm zn Ebren ein herrliches Gebaude, worin seine BUdsanlc 
anfgestellt wac, das Honferion (^6^ X)/ii]Qeior)'9 erricbtat. (Vgl'.' 
Strab. 14, p. 646. , der aneh noph andere merkwiirdige Gebi&udc er-" 
wal^nt, namentiiph cinenTempet der Cybele,) Ein Uebekiand war 
es, da^s die Stadt keine Kloaken batte^ und daher sebr schmuzig war * 
(Strab. ibid!)^') Nocb jetzt zeigt diegrosse turk. Handel$stadt Ismir 
einige wenige Riiinen der alteh Stadt^^^). — Clatomenae (KXaSofie^^ai : 

634. Dimmt v6bl irrtbiimlich an , diese Amazoac sei Bchcrfscberin too 
Ephesus,- nod Smyrna iirspriingUch eine K6I. der fpbesier gewesen. Die 
ephesTni^chan Einwohner w$ren dann von den Aeoliem vertrieben wordcn, 
bktien aber spflter mit Hfllfe der Golophonicr die Stadt wied^r erobert 

86) Die Stetle bei ScyK p; 37-i nach walcheraucb in.Philipp^s Zeit^ 
alter eme Stadt Smyrna e»stirt haben wttrde, ist daher wabl nnachtw 

87) Der gewfihnlichen , . aber VoDig ungegrOndetcn , Sage nach, der. 
auch Pans. Ach. 5» uad-Plin, 1, 1. folg^n, war sdum AloModer selbst der 
Grttnder des heuen Smyrna. 

88) Und aiKserdem auch die Uaceddnes Hyrcani nnd die Einw. von 
Magnesia ad Sipylum (PhD. ibid.) 

89) Uehrigens war sie auch eine der 7 Stadte Kleinasiens (ansser ihv 
Ephesus, Sardes, Thyatira, Perganus, Laodicea n. Philadelphia), wo sick 
die ersten christliohen Kircken bildetea (Offenb. Joh» c. 1«). 

90) Vergl. tiber dieselben Spon und Wheler 1. S. 62. Pococke IIL 
B. tA ff. Ckandier c. 18. S. 8d if. v. Richter's Wallfahrten in Mdrgehl. 
e. 498 f* Proke^ch Denkwttrdigkeitea I. 6. 519 9. and fiber tm bocfcst 



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. . ^.63. Lydit. 183 

Etw^4. 1, 142. Thoe. 8, 14. 23. $cyl. p. 37. Strab. 14. p. 645. 
Pmub. Ach.* c. 3. *>tol. 5, 2.' Aelian. V. ft «, 5. PUn. 5, 29, 31, 
Mdal, 17, 3. ; j. Kelisman), auch ansder Sodkiiste des genaanten 
MB. and am Hatse der darch das Geb. Mima) jB^ebildelen Halbinsel, 
30Q Sud. westl. von Smyrna ; Anfangg aof der Stelle des spiUem 
Fleckens Ch^trion •») von Cdophokiiom nnler Tatialns (Strab. 14. p. 
A3. Psuu. 7, 3, 5.) gogrondety.spiier aber aas*Parebt vor den Perr 
sem etwas'wmter ostlieh aaf«ine kleine Inselirerpflfnsi, die von 
Alexander dnrch einenDamm mit dem feirten Lande verbnnden wnrde 
(Pausan. u. Plin. fl, U. 'vgL anch Arist. Pol. 5; 2, 42.)>*). Vor ibr 
lagen noch mebrere andere kleine Kiisteninselil , ync^Partkenie nud 
Hypiy die nacb Plinins h 1. den allgemeinen Namen Chftropiotria ^ 
fSfarten^ nnd zn dessen Zieken ancb mil dem Festlande^zttsanmiea- 
bingen. Sie war iibrigens nur eine der geringem Stidte des Bondes, 
Merkwiirdig aberals Gebnrtsort.deft Phtlosopben uitid Mutbematikers 
Anazagoras. Von den Romern winrde sie fiir fire) erUlrt ond mit der 
beaaehbarU^n Insel Drymaa besebenkt (Liv^ 38, 39.) *,*). ^- Cybetia u. v a. 
{tUfieUut: Hecat. fr. 214. ans Stepb. Byz.) od. CybiUia (Kvfiel- 
— — ^— — • > « . , • , 

wahrscbeinlicb von Prokeseh anfgeAwdeBen geringea Ueberreste del jalten 
Smyrna desseti Penk^tiird. II. S. 157 ff. nnd III. S. 335 ff. yergttehen mit 
PQC9ekelM. S. 58. Ckandler^c. 20« S. 100. n. Fellows Ex^mr^ion in Asia 
■ioor p. 10 ff., besoad^rs'aber nnt Hamilton Researcbes in. Asia minor I. 
p. 46 ff^j wekber weitlflnfig ans^^in^dersetzt , dass diese aof ov aii einem 
Bigel an ^em dordOstlicben Eqde der Bai von Smyhia'befindlicben Trttm- 
iMr einer nralten >Stadt und' AJuropolis von cyclopis^iber' Banart, welcbe 
Texier ftlscbHeb fUr Reste des alten Sipylus angeseben babe, dem nlten 
Smyrna angebOrt babep mttssen. 

91) Dieses vod Strab. L 1. gf^naanten Ones Xv^iovj d^r zn des Gee- 
graphen Zeiien nocb existirte,. ^escbiebt sonst jiirgends Erwflbnkdg.^ 

92) Mit dieser Aogabe aber stebt fr^icb Scylluc p. 37. in Wider- 
^rtieb, d^ GLaaomenl bereits in PbiBpp^s Zeitaltef als eine Stf dt des festen 
Laades kenat. Ueber die weaigen nocL vorfaandenea Spuren derselbea Vgl. 
Pbeoeke III. S..d9 f. Chandler c. 24. S. 1^!} ff., welcher feigt^ dalss 
maa Varia f^scblicb fOr das alte Clazomeaa Jialte, a. Prokeseh Deakwflrd. 
U. S. 163 ff. Die Balbinsel, natb weTober der zum Tbeil oocb vorhandene 
DaauD Dibrte, beisst jetzt Jobaanes - lasel. Vgl. Pocoeke Bd. III. S. 59. a. 
Prokeseh S. 168 ff. 

. 93) Im Gebiete vaa Clazomeoa lagea auch die Ortsebaftea 2%v(pla a* 
Aififipoq [s. Bd. 1. S. 107.], aad aaeh das in der Nabe^voa Cbios gelegeae 
Ka^idf^ [ebendas.] ist ip dieser Umgebong zn sacbea. Die €^gend, w^i^ 
dM das Gabiet der Stadle Clazomeafl aad Erytbra scbied, bie^, aastreitig 
ftl^r steilea Bes4:b«rffeabeit wegea, 'Tjton^fJiPog (Strab. 14. p. 644. u. 645. 
a. daselbst Groskurd Bd. 3. 8. 24.)- 



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184 Zweiter TheU. P4liti«cbe Qeographi^. 

# 
Xfa: Stcab. 14. p. 645.:Tgl. Lndan. ind.. vo«d. c 7.) am schwanea, 
Vorgcb. (Strab. 1. 1.) , nordlich von ErytWi ^*). — Eryihrae (^Efv 
&fai»: Eom. Ep. 7« Tfaic. 3, 33. 'JEi^v&gal: Heeat. fir. Zli.M 
Steph. Byz. Herod. 1, 142. Scyl. p. 37. Diod. 5, 79. Afthen. & p. 
258sq. Strab. 9. p. 404. 14. p. 613; 633. PtoL 5, 2. Pans. 7, 5^ 3. 
Aelian. V. H. iS, 5. Plifi. 5, ;^9; 31. Tac. Ann. 6, 12. Stepb. Byz. 
p. 273. ; j. Hainen onter dem^Namen Ritre od. Bitii , eibige Stunden 
nordl. yon Tsebesme)^^) an-der WestseHe der geaannUn Jfalbinsel, am 
B^ge Mimas (Stra}». p. 613.) n, am FUisscbea ^Uos (Plin. 31, 2, 10. 
od. Jiieon: id. 5, 29, 31.)^<^)> 150\Stad. tiordwestl. von Clazoraenii, 
znerst Ton einer Cretensiscben Kolonie noltr £iyt})nis gegrundei, 
dann abe» von einer lofiispben nnter Cnopns, einem Sohae des Cobras 
(vgl. Strab. p; 633. a. Poi'yaen. 8, 43.), ia Besitz genommen and vei^ 
grossest (Scyi..u. Strab. U. 11.), und daber anch Kv(»ni}V7voXig ge- 
nannt (Hecat.' 1. 1.). Si^ lag nicbt^omittelBaran der See,- hatte aber 
an>ibr einea Hafen mil Namen.Cjr^^ (Liv. 36, 43. ». weiter unten), 
and gehorte nicht za den bedentenderen Sladten des Bnndes ,• Ut aber 
als Vaterstadt der beriibmteh Elrytbraiscben Sibylle Herophile oderkr 
wiirdig (Pius. 1/ 1. u.^lO, 12,4. Strab. 14. p. 645. 17. p. 814.) •^). 
In ibr befanden sioh ein sehr alter, berihmt^r Tempel des Herenles ^^) 

r • ' — ■ 

94) I9 derselben Gegend ist wohl anch Mela's i, 17, 3. Coryna aor 
xosetzen, der dazige von ihm enrflbnte Ort.der ganzen HsfJbinsel, da Pfio. 
5, 29^ 31% das Vorgeb* Melaena mit dem Namen Corynaeum zu bezeich- 
nen-scBbuit. (¥gl.-oben ». 172. Note 60). WabrscbcftiHch ist es diesdbc 
Sta^i) deirto Einw; bei Plut. de mdh 4^11^.' p. 2'68. ed. Hntten. -flKlscbUoh 
K6^vHg %\aM Ko^velg geoannt werden. . 

95) S. Pococke Bd. HI. S. 61. Hamilton's Researches U. p, 6 ff. 

. 96) Sek^Wasser balte aachPlin. 31,' 2^ 10. die Kraft, die davonTrin- 
kenden haarigzu machenr. Sonstgedeokt JSienaDd dieses FlOsscheos, di^ 
ttbrigens ^icbt mit dem oben &. l75.'geDannteB Flasse Hales bei Colophon 
ZQ verwechsein ist. Auf den Mflnzen voa JBrythiia ablsr wird das Fliisscbam 
an dfem die Stadt lag, ^xds geoaiMt. (Vgl. Rasche Lex. rei nam. H, h. p. 763.) 
97) Naeh Strabo 14. p. 644. auch Vatersudt einer aodero 3yl'<^ 
Namens Atheaais tn Ale^Landers 4J/eiten und eines zo Slrabo^s Zeit berfihift- 
tea Arztes Heraclides. 

•98) Der bier nach Strab. 13.p. 613. den Beinamen 'IiwKTOvog (der 
Wnrmtiidter) flihrte, weil sich nur in der Gegend von Erfthrlkeiae ilea 
Weinstocke so schadlichnn Iit^g fandeu. Dass fibrigens in der angef. SteUe 
statt na^' -^Egv^^euoig To7g top M^hovvta oixovaiv, wi^e in alien .Godd* 
^d Ausgg. stebt, -rTOP Mipiavra oi^ovocv zn lesen sei^ nnterliegC.TwAI 
keinem Zwei&l. (Vergl. GroskurdM. 2. S. 597.). Reste.dieses Te^ipek 
glanbt Hamilton a« a. U. ^. 7. uftter denRninen von Ritri noch gefundcp 
'4,\\ haben. 



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1.63. Lydia. 1811 

«Bd eiii ^drar der Athene Polifts (Paiu. 1. K) **). -- CasystH (JTo^ 
^rvavfjg: Strab. 14. p. 644.'^ wohl nicht vmischie^ep toq dem Cymm 
des.Lfv. 1. 1. ; d, heiuU Tscfae6me)^<><>)y eia Hafenort siidl. vonEiy* 
thi^ imd nordwestl. yon^ Berge Corycus., 'derail Hafen voikfliylbrll 
aDgesehen worde (Liy. 1. 1.). D^nr noph ein andrer Hafen Nameos 
ErylhrasCEgvdfd^i Strab. I. 1. 5 D.acb.GosselU^ Bocb > Erythri)*). 
— CotycHs (KtiQVKoe: Tbac* B, ];9. 20< Liv. 36^ 44.) , ein Hafen- 
platz am glftichaamtgen steilenBe^e (Strab. 14L p.'644.) etwarnord- 
wesll. vofla Vgeb. Cpryecuin?). -^tErae CE}fa$: Thuc. U. lU Strab.. 
L 1.) ^) ein kleiner, fester Hafenort, znm Gebiete von Teos geboiig, 
wahrscbeinlicb das beut. Segi^ek (S^dscbidscbiek) od. Sigbajik*^).^ — 
Tewf (ij Tim:: Hccat.fr. 219. Herod. 1^ 142. 2, 178. Tbuc'. 8, 
16.^20. Scyl. p, 37. Strab, 14i,p. 643'sq.Ptol. 5, 2. Mdla-l, 17, 3. 



^ 09) Die Meereiige zwisebeo Erythrfi n, Cbt^s btest ba<fti'Thi^. 3, 29. 
c Sehol. nnd Theopoipp^ fir. 16. aus St^pb. ByZf.jp. 262. !£^/?aTO^ oder 
^fA^ccTOv, — ZunkGebie^e T0Q.£rytbrft gehdrten auch die Kastelle Siduua 
(^id^vaaa: Hecat. fr, 217. ex Slepb./Byz. Tbuc. 8, 24.) und F^ieum 
{Tlxekfov: Thucv 1. I. und c. 31.). •' Ptelewh keimt aaeh Pliiv 5, 29, 31.; 
iBdeiii> er^ ibin abef aucb noch Helos u. Dorian- als eiost vorbandeoe Orte 
beifligt, erimiert er durcb diese Reibenfo^e Ton Ortscbaften su st&ITaUeod 
aq Homers (II. 2» 594.) %al nrekidv ical JEXog nal Jdfjioit' in Jd^ssenien^ 
als-dajw man bier nicbt irgend einen Irrtbnm oder ein spttter'es Glossem an- 
Mbmeh sbHte. Zwiscben Bryihrft* uod Teos aber lag nacb. Seyl. pi 37. eine 
Hafenstadt ^gra ^Jypa), Aucb das KasteU Babruntion {&u(^fiatTiov: 
Pdyb. 16, :^iv 3.9 welcbes Stepb. Byz. p. 149. als einei^ tonog tit^JLlw 
irwabat) mnss wobi an dieaer Kiiste gesojcbt werden. * . 

100) Vgl. TaveTmier-Jt II. lettre 22. wi^Pocacke III. S'. 6L Ledte 
dagegen (Tour in Asia mio. p. 263.) bait Casystes f^ djui bent Latzata 
and Tscbesme f^. den- unlen Note 2. erwflbnten Hafen Pkoenicui,^ den da* 
^^O'Hamiiton Researches II. p. 5. ftlr den beuU Egbri Limtei efklirt. 

1) '^pv^^o^ ist nnstpeitig die ricbtige Lesart' statt der , altera !£jpiN 
^(Kx/, .denn es ist nicbt wabrscbeinllcb, dass fier Hafm gerade eben so, 
wie die HaopUtadt selbst, ^ebeissen fnk^ • Daber ist sowohl die ILonji von 
Pabnerins (in anet. Gr. p. 345.) ^EQV^Qctmv hfAiip, ^la afucb die von Koray 
xflu akkwg^ wonacb Erythras nor ein andrer Name fiir Gasystes wttre, un* 
■atbig. VgL Groskurd Bd. III. S. 25. 

2) Diess alles waren Httfen der oben S. 172. Note 59. erwabnten Co« 
ryeier. . tZa ibnen gebOrCo vieUeiebt aucb der von Tbnc. 8, 35. am Geb. 
Mimas ai)g[esatste H^en Ootvixavg. Vgl. Note 100. • 

3) Groskurd (Bd. III. S. 23.) vcSTmntbet, der Ort babe aucb Gtrae 
geheissea, da sicb in einigeurGodd. deuUiclr ri()ai^ in aadem y "Ep<*h in 
aadem FtQ^ai findet^ and aucb p. 644* der Hafen v^ Teos' Fep^tittdtu 
beisst Vgl. onten Note 7. 

4) Vgl, CAandf^c. 26, S. 133, 



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t86 Zweiter TheiL Politiiche Geographie. 

Pliii. 5( 29y 31. ; i. Ruinea iH der NShef yoa*8egigiek) ^, mbh noch 
atif der genannten Halbinsel ^) , oder vielmehr auf der SUdseke'des sie 
mit dem Festiande verbJQdenden Istbmas, 300 /Stad. B^rdoatl. rail 
Vgeb. Coryeebm, wlir eiiie bliihende Stadt, bis die Einw. , denea 
daa Jocb der I^erser ' anertraglich war, grosstentheils naebAbderaift 
Thraden aaswanderten (Sfrab. p. 644. Herod. 1, t^*)^ ^^^^ ^^^ 
sie aacb spSterhin noch ^ine n^cfat ganz anbedeatende Mittelstadt, wie 
ihi^ yielen Doch vorhandenta Maocen aus der-Rteerzeit i>ewei8ea. 
Unter ihren Tempefai war*beaoiiden eiii(sj''de8 Baccbas beriihint (Vh- 
tmv. 3, 3. a. 7. praef.)^). Sie war aach 'Vatersiadt'de^ Dichlers 
Anadreon and des GeschichbBchreibers Hecataa» (Slnd)." 14. p. 644.). 
Zirder Stadt gehorte ein scbon dera Scylaxp.'37. bekaimten Hafen, 
and.aiiss^em nocb ein s^weiier, 30 Stad. weiter nordlieb Tpn -ifar 
eatfemter , den Strab. 14. p. 644. Gerrhmdae ^) , Lir. 37, 27. aber 
GermetHcus denni^). — Lehedus{Ai^t8oQ: Hecat. fr. 219. H^rod. 

1,'142. Tbnc. 8, 19. Ptol. 5, 2. MeU 1, 17, 2. Plin. ^, 29, 31.) 

1 'j \ ^ ' ' - 

\S) Vei^I. Poc^cke Bd. UL & 62. Ckandler e. 27. S. 135. Leake.^ 
350. nni Hamitton Research/ 11. p. 11 ff. Die Maoem von Segigiek sind 
MAch tfamiiltfn fast gaoz ans Fragmentea Von Teos* erbanjt nod daber mil 
einer Menge interessanter InschHfteta bedeckt Anch das henachbarte Se- 
vri hiss^ ist zam Theil ais Trfimmern von Teos eri>adt. {ChtinHer e. 2d, 

s: 139.) ' ' • :■ - 

6) Plinia8*^5, 29, Si.niaeht «ic)i eines Irrthnms schnldi|^, ind^m et 
di^se Halhinsfel fUr eine wirkliche Inse^ ansieht, n. daher Teoa in der Reihe> 
der KHstenstadte ganz* abergeht . ^ * , ' . . 

6b) Ueber seiiie Form n. Rninea Vgl. Ledte Toor^ in Asia nin. p. 350. 
n. Hatnittonft Researches II. p. 14. ' 

7) Die bessten Godd. nimlich sctireibeto r^Q^atfar oder Fi^^aidm^ 
mid MannertYh'Z. S. 316. hatte daher^oicht dan Namen bei Livina ftr 
verschrieben hilten soUen, wqU die'gewOhnlichen Aus^. des Strabo Xb^ 
datda& jehem. Vgl. Groskurd a.. a. 0.; wefftcbermit Rejcfai vermnUie^ dass 
dieser Hafen seinea Namen vcm dem ebea erwAhnten, zn Teos gehorigen, 
SUdCclien Gerae oder Gerrue erhalten habe. Nach HamtHton Researches 
II. p. 15., der aneh den andem Hafen fand, ist der jetzt sehr versehlimmte 
Hafen voa Sighajik der ahe Gerae8ticus# 

8) Zam Gebiete ydn Teos gehOrCe aach die von Ghalcidensern (Xalni^ 
Seigt Strab. 14. p. 644.) bewohote'kleiae Landschaft Chaleitis {XaXxU 
xigt bei. Pans. 7, 5., der sie aber freilich zn Erythrfl rechnet) am inaera 
Tbeile der Landenge zwischen Teos .n, Clazomeaft 'mit einem gleichnamigea 
Stadtchen (in, der.Gegend des heat; Sevri hissar) and einem di^m Alexander 
geweihten Haine, worin . yon. den Ibniern die Kampfspiele Alexandreia g^ 
feiert warden (Strab. 1. I.). Weiter Ostlich folgt nun znnachst der kleine 
Ort Myonneius (Hecat fr. 219. aos Staph. Byz. Strab. 14. p. 643.) aa 
dam gleichaanu Vorgeb., der Insel AMpii gegenOber. (S. oben 8. 173.*) 



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$.63. Lydia. 187 

90 Stftd. (jstl. vom ^ghx Myonnesns, 120 Sud. dordwiestl. von Colo* 
phoii (Strab. 14. p. 643»). Sie verlor durcb LyiKmachofl, welcKer de)i 
grosaten Theil der Eiolr. nach Ephesas veq^flanzte (Paas. 1, 9.')vden 
Rest ibfer^friihei;!! Grosse, so dass sie za AagUKt^s Zeiten schon zi^* 
Edi rerodet war (Hot. Ep. 1, 11, 7.), dock war sie noch im 7* Jahth* 
abFlecken vt)rhanden (HierooL p. 660.). Die.Kduier Verpflaiuptea hier* 
her die dem Bacchas ^eweihte Schaiispilelerlra|^pe, die fniher zu T^$, 
dann zu MyonBesos ihren Haaptsitz gebibthatte (Strab. 1.. l.)i In de^r. 
NiUie.yoii,ibr waren warme Bader (Pans. 7, 3.)')- — Clatnu (Kkdr 
Qoe: H-om. fl]rmn. 1, 40. 8,5,) a'Uf *^iner Landapitz^ ,* ganz ia der 
Nabe von Colopbod (j. Rwnen beim Flecken Zille)^}, ein kteiner 
Ort, aber beriihmt 'durcb den alien, mit cSnem Orakel verband^nen 
Tempel des ApdUo (Strab. t4. >. 642 f. Pans. 7, 3, 1. Tac. Ann. 2,* 
M. Plin. 5, 29, 31, Mela 1; 7, 2.) »^). — Dios Hieron (^Jioe'Ugoy: 
Tbnc. 8^ 19. Stepb. Byz. p. 239. Hierocl. p. 659.), ein Seestadtcben 
zwiseben Lebedos nnd €olopbon ^^y. -^ Colophon (KoXo(pmv : fr. 
Cjel. ap. Pbot.* Cod. 239: Find. fir. p. 89. Heyn.' .Herod. 1, 142. 
Xcn. flcU. 1, 2, 4.' Strab. 14. p* 633. V^llci. 1; 4* Melai, 17^ 3. 
Plin. 5, 29, 31.) am Fliisscben Hales (s. oben S. 175.), '70 Stad. 
YonEpbesns, 120 Stad. von i*ebedas (Strab. p. 643. vergl. Xen. 
Epbes. I. p. 8.) mittinelB 2 Mill^ westlicb von derStadt gelegenen 
Hafea Noiiwn (Noriov: Hocat. fir. 220. eiL Stepb. Byz. Herod. 1, 
149. ^0 Tbnc. 3, 34. Herod; 1, .152. Xen. Heft. 1,^3, 4. Plol. 5, 
2. ,0iod. 13, 71. Liv. 37, 26.), anf welcben spater, als Lysimacbus 
die ESkw. von Colopboii nacl^ tipbesus verpflanzt batte, mid so die' 
Stadt terodet Vorden war, der Name Colopbon iibertragen V^irde, 
der dem Orte nan fair alle Zeiten verblieb ^*). Dieses Neu Colopbon 

9) Chandler (c. 33; S. l!43.) faad ip der Ntthe Jar warmen Hioeral-r 
qaefleB nocb einige Raiaen' onter dem Nadken Ekklesia, voo dec Stadt telbj^t 
am Meere aber fast gar keine Spuren mebr. . 

10) Chandler c. 31. S. 147 ff. . '. 
11> Za Tacitos Zeiten' ejustirte dais Orakel nocb, Plin. 1. 1. gedenkt 

aadi ooeb eines zn Gdopbon geb^rigen Mnviaiov (Manteium)\ das wobl 
TOB dem ebeQ erwflbateh nicbt verscbiedeti ist, obgleich er das j^polloms 
Clarii fynuin DQk;b besondero ervflbat; iJeber das Orakel des Glari^cben' 
ApoHo vgl. Muller's Dorier LS. 226. 

12) Spliter biess es Christppolis (Acta Goncil. Constant. III. p; 500. 
e4.Labb.). 

IS) Der aber.iVa/^toft zu den Aeoliscben Stttdtan recbneL S. oben 
S.152. Note 80. 

14) Daber vntarseheidet Liv. 37, 36. Alt and Nea Colbpbon; Strabo- 
iber Qbergebt Notiam ganz, a. Plin. 5, 29, 31 . sagt : Puii etoppidum Notium* 



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188 Zweiter Tbeil. PoHtiseke Geographic. 

eriiielt von den Romern die *Ittuniiiiitiit <Liy. 38; 38«). Beriihnit war 
Colophon durch seine treflSUche Reiterei' (Strab. i. 1.) ^^) nnd imn^ 
i«nes ffarz (Dioscor: 1, 93. Plin. 14, 20, 25. Cek. 5, 18.), das noeh 
oente von ihr seinen Namea fiihrt (resina Colophonia, Colophotiinni). 
Aach war sie di6 Vaterstadt des Mimnermas^ Xfnophanes, Hermesia- 
nax u. Nicander (Strab.* p. 643.)**). — Ephesus C^fpsaogt Herod. 
1, 142. Xen. An. 2, 2, 6. Ages. 1, 14. 25. Strab. 14. p. 639 ff. Ptol. 
5,: 2. Diohys. v. 827 sqq. Mela t, 17, 2. Piin-. 5, 29, 31. ; J. Ruinen 
bei Ayasaluk) i^) durch daift Geb. Galiesius (s. oben S. 172.) Ton fler 
voligen getrehnt, aip Abhange d(to Berges Coressus,'spater aneir des 
Pion od. Prion (Paus. 7, 5, Strab. 14. p. 983. (vgL ob^en S. 173.] 
Pliii:5, 29) 31.) nnd amFiosse Caystrus^^) (s. obeoS. 175.) in einer 
weinreichen Gegend (Strab. 15. p.' 637.), ursprtinglich vonLelegem 



15) *Die ^ewiAskMk im TteSen fien Ad^schlag gab.* Dliher das SJlricli- 
y^9ri TOM Kokogxava invtid'.iitui,^ Cahphoffem tlmpo/ier^lSt^ab. 14.p. 643«). 
/ * 16) Sie warde raebrmals von Feinden erobertuad hart mifgeDommen, 
vom lydischeo KOnig^Gyges (Herod. J, 14.), von den Persero wJLhrend des 
Peloponn. Krieges (Thuc.'S, 34.), vom Lysimacbus (Pau^. 1, 9. 7^ 3.) nnd 
von den Glicischen SeerftDl)ern (Cic. Manil. 12.)** ^A^$ sie sich immer wie- 
der erholte, zeugt von ihreni Wohistande und ifarer Bedeateaheit. Wenige 
TrQmmer Ton ihr finden sicti noch bei dem F|ecken Chiile od. Ziile {^Pia^ 
dell Visit to the seven pfaurches of Asia p.<306* Bockk Corp. inscr. Gr. 
n. 3031'.). Die Jdainen von Clams aber s^cfat man bei dem vah^n Orte 
Gianr keui. • - . • • , * 

17) D. L "^pog'SeoXoyog^ efn Beiname dfes Evang. Joh'ann'^^, dem 
die Hanptiirehe von £. geweiht war (Procojj. Aed. 5, 1. Anna Comn. 
p. 319.). Beschreibungen dieser Ruini^n geben Span a. ff^Aeler I. 6. 66 CL 
Po'copke III. S. 6? k Chandler c. 33 — 36. S. 160 ff. Prokesek Deok- 
wUrdigkeiten uad Ermnefungen ans dem Oriejit^I. S. 93 ff. Ders. Erinne- 
roogen aos Aegypten tf. KI. Asien II. S. 281 ff. i^cAi^^erf Reise in's«Mor- 
genland I. S. 298 ff. Reise des Herz. von Ragnsa II. S. 217 ff. Beau/our 
Voyage milit. dans I^empire. Othoman. II. p. 171. Chandler a 35. S. 169ffl 
jirundtlt Seven' churches p. 27" ( FeZ/ou;^ Excursion in Asia minor p. 
274 ff. Hamiltoh Researohes II. p. 22 ff. nnd Ampere Uae course dasa 
TAsie mineure, in der^evue d^s deux mondes, 164!^. Janv. 2me Livr. 
p. 169 ff* Nach ihnen hat Kiepert. in s^inem Atlas von Hellas Tab, XIX. 
einen Plan des alten. Ephesus zu geben versucht. -^ 

- 18) Von Sardes 3 Tagereisen oder 540 Stad. (Herod. 5, 54.), von 
Smyrna 320 Su4. (Slrab. 14. p. 632. 663.), von Gol6t»hon auf geradem 
Wege 70^ mit Umsegelnng der Landspitze 120 Stad. entfemt (id. 14. 
p. 643.). Die ersie Anlage de^ Stadtwar nach Strabo 14. p. 633. ansser- 
halb der spfttem Ringmauam beim Athenfton and der Quelle Hypelios ge- 
wesen. (Vgl^oben S. 176. Note 73,) ^ • . 



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. §. 63, Lyilia, 189 

tind Cariern gegroodet (Strab. 14. p. 640, Paos. 7, 4.) ^% daiiQ aber 
yon loniem unter Andrpdiasin Besitz gemunqien aud audKcH nach. d^r 
Ebeae und dem Hafen zu^) veip^ossert. $ie .war ^chon ^abze|Ug 
due bliiheiide Handelsstadt (Herod. 1, 26. Slrab. 1. I.) und, nachdera , 
besondeis Lysimachos sie nacb dem fi. Pioa ^u vergross^rt und jsai 
einer nenen Maaer umgeben batte (Strab* Pao$« Pli^- U-.U-)^^^)' ^^ 
Strabo's Zei^n der grosste nnd wicbiigste Hande^plaitz in Kl. Asien 
(Strab. 14. p. 64^ f. bei PIiB.J.. l. jinae lumen) iml aocb apater 
■och eine der 3 Hauptstadte des. von Grieeben bawohnten Atiens^^) 
(UlpiaiL de off. proc, 4. §.5..D«)/ aiuc^.SiU eines Conveiftus iiiridi€u^ 
(Pl&i. 1. 1.) '2) and unter dencbostliclien Haisem Hatiptsl. ier ganzen 
Prbvinz Asia (HierocL p. '658.) ^3). DieJtfandung de^^ Caystrus bile 
dete den Ha&n von f^ib^o^^ ^amens Panormm {JIdv0f/io6);uuwtii 
Pygela, und nabe bei diesem auf der Nofdseite des Flosses u. unfera 
der obeli S. 177; erwabnten kleinen Seen lag d^ beriibmte Dianen* 
tenpel, der wabrscbeinlioh alter ^Is flpbesus selbst.war (Pans. 79.2.), 
imd nacbdem ihn Hei'ostrat im J. 355.' abgebranXit batte , duroh den 
Bamnei^ter Cbersipbroti noch weit herrlicber, als fruber, ,wieder 

^9) Eine alte Sage HeiM fipbesns (oder doeh den QianeBtampel da* 
ieft4) von den Amazonen. erbant worden 8ein.,(Gairui. h. in Diaii. 237 tqf* 
Dioays. v. 828. Mela 1, 17^ 2. Plin. L I.). Die Illerea Namen sollen-nadi 
PIL1.LI. ^iop^, Ortygtd, Marges, Smyrna Trtu:Aea, Samornionund 
Pteiea gew^en sein. . ' , ' * 

* 20) Deno vor den Zeiiep des Grtens bewpbntev die Ephesier den 
iMber.gelegeaen Xbeil der Stadt (rgaxeut) am Goressof ;.*8jpftter;aber sie- 
delten sU sleb aucb in den Ntederaagea am den Diadenteikpel bee an, bia 
Lysimacbns sie zwang, ^icb' anf d^n Ueberschwemmvigen wentger aosge- 
tetzten and leichtar zn befesligeaddn httberen Ponkten am Berge Pioik an- 
zobaaen. (Strab. 14. p. 646. Pans. 7, 2, Plin. 5, 29, 3l. Stepb. Byz. 
P'M2.) , . 

'20b) Hamil^n R<»earches 11. p. 25.^idiBi^aB, dass dieseMaoer so- 
wohl den Qoressns alsdan Pion mit nmfasst babe. Uebrigens moss Ephe« 
ras aneb schon frflhier befestigt gewesen sein, da es eine Belagemng des 
GrOsns anshiolt (Herod. 1, 26.). « . 

. 21) Die beiden andem waren Smyrna nnd Perjfainns; 

22) Ztt welcbem ancb die entfemteren- Gaesarieuses, Netropolitae, 
CiftiaBi.inferiores et snperiores, Mysomacedones, Mastanrenses,- Briuili- 
Ite, Hypaepeni 0. Diosl^ieritae gebOrten (Plin ibid.). 

23^.Daber anf Inscbriften (bei Bockh Corp. Inscr. Gk 2968—2992.) 
•ftcts fi n^viftrj xai ftsyiorrj fAtiz^ino?^ rijg ^Aalag genanntl Wahr^choin^ 
Kdi warde sie erst tjurcb Tamerlan, der bier lange sein HauplqnarUer batte 
(Ducas p.40.)f Temicbtet ; denn erst seit dieser Zeil gescbiebt ibrer in .der 
Gesehichle keine Erwabnong mebr. 



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190 Zweiter Theil. Polltisch^ Geograpbie. 

bergesteiltwiirde^ so dass er wegen stiner^GrSsse'iud Pracbt fSr^eios 
dcp 7 WuiidiHrcrkc der.alten Welt angeBehea wurde. (Vgl. iiberiiin 
J^aus. 7, 2. Diog. Li 2, ,103. Plin. 36, 14, 21. 16, 40, 79. jVitni?. 
S;^ 2. mid praef. I. 7.) ^^). Uebrigens war E. aucfa die Vaterstadt des 
HeracKt nod Hernipdo^as >,*).; Siidlicb von dieser Stailt au'dem Fliiss- 
eben Cenchrws (/f^xpeoi;) Jag -in einer reizenden GegeBd, am Fasse 
desBergesSolnussiis (s. obc^&'173^ Note 62.), dieiibeHiatipt tod deti 
Epbesiern ahr Vergniigangsort benatEt,wiird|6, der aDuoiathig^ ^ain Or^ 
tfgia (Pans. 7, 5. Strab. 14. p. 6S9.). Nabe bei der Siadt befand sich 
aacb am gleiebnamigen Berge (s. pben &il71.) der Ort Coressu9 .(&%» 
rod. 5, 100. Stepb. Rjz. p. 375.), Asp ipiUer als ibreVorstadt abgeseben 
worden-za sein ^beint ^aos. 5^ 24. \^V Sohneid. ad Xen. Hell. 1, 
2, 7.^«?), — Marathestum (MctQa&fjoiov ; Scyl. p. •37. Strab. 14. p. 
639.' Plin. 5,: 29, 31.) zwiscben Epbefsus n. Neapolis^ welebes die Sa- 
mier gegen das ibiien nahere Neapolis yeriauschteB (Strab. 1. 1.)^0- — 
Psgela {niyeXa: Xen. Hell). 1, 2^ 2. Tbeopomp. fr. 612. ex Harpocr. 



24) HOchst wabrscbeiolich wii'rde er spflter in eine cfaristlicbe Ktrche 
des beil. Jobannes verwandelt, d^nn AnoaConm. p. 31[9. fUbrt als Haapt- 
raerkwOrdigkeit vop Epbesns die sebr alta Kir^e dieses £\'aagelisten an^ 
obne d^s Dianentempels mit eiaer l^ylbe zu gedenkea. Jetzt ist kaum n4ch 
die Steile mit Gewissbeit zu b^zeicbaen, wo er gestanden (vgl. Sauvebbeuf 
Reisen II. p. 194.)) deno die von Pocockp (Bd. HI. S. 75.) fUr Ueberreste 
desselben gebaltenen Rnin^d kOnnea ibm sebwerlicb angebOrt haben. Eker 
dtifften die von Prokesck d)enkward}gkeiten etc. 11. S. 106 ff. vergl. ancb 
desien Erinlieni^gen ans Aegypten n. Kieinasien I(: S. 298 ffO'besehrieb^ 
sen Triinnnej^ die wirklieben Ueberreste desselben sein, obgleieb C.ha$tdier 
c. 39. S« IttS* dias^en nicht daf)ir an^rke■njen Wil). Uebet seine einstife 
GestaU lind Banari vgl. unter Andern Spoft T. II. p. 109. ond Leake Asia 
min. p. 346 ff. •, 

25) In EpI^esQS bilJete sicb-aoch ftiibzciitig eine cbristlicbe Gemeinde, 
nnd der Apostel Panlus* hielt sicb 2 'voile Jahre in ibr anf (Act. Ap. 19. 
1 Cor. 15s 32.). Im J. 34K worde ancb die dritte ailgem. Kirebenyer^ 
sammlnng bier gebaken. ^ . 

26) Ancb befanden sicb im Unikreise der Stadt die baiden QneOen 
H^pelaeus (Strab. 14.- p. 633. 640.) oder Halitaea (Pans. 7, 5, 5.) and 
Callipia oder (ricbtiger) Calippia (Plin. 5, 29, 31.) nn^aa der Kflste ein 
Mcmtlov {?MtMteiuln: Plin. 1. 1. Vgl. S. 187^ Note t\4, HamilUm Re- 
searches II. p. 25. glanbt, dass alle j^ne Namen nnr eine nnd dte'selbe 
berrficbcf Qvelle bezeicbnet baben, die er 200 Ellen von der mntJbmass- 
lichen Stelle des Uianentempels sab. 

27) Zra^e Tonr in Asia.min. p.«261. glanbt, es babe an der Stelle 
des beut Scala Nova gelegen, welches Andere filr das' ahe NeapoHs bal- 
ten. (Vgl. nnten Note 30.) 



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$.63. Lfdia. 191 

Slrab. 14. p. 639.) od. Phygela {^y^Xat Scyl. p. 37. Mel. 1, VJ, 
2. n. Plin.. 5, 29, 31.)^^;|, ein^kleiner, yod Agamennon angefogter im4 
TOD 4e]Q.Be€te seiDes. Heeriiaufenfl bevolkerter Ort siit emeii^ Tempel 
der IMaii^ Munychia (Strab. and Mela 11. II.) ^^). Er erzeugtje jpiten 
Weill (oJpoe ^vyeXiT^jQ) , der yon Dioscor. 5, 11. ^Is btsondeis zn- 
ttigiieh geriilinit wird. — Neapolts (NadnqXisS ^^^ Ueiner.Ort, friiher 
den Epbesiern, spater den Sanqiern^gehorig, die ihn jenen gegen Ma- 
rathesioB iiQ innero Lande abgetaosaht batten (Strab. I. I;); j. wabr- 
s^teiBlich- Scala Nova'<'). — Nocb etwas s&dlicber ap d^r iSrenze Ga- 
riena.«Bd am aordl. Abbange des Geb. Mycale, 3 Siad. von def 
Kiiste^^), lag das Pamom0n\ oder dus Gefilde, auC welcbem die 
hmtr ihre grosaen Bondesvefsammlnngen bi<;lten (Herod. 1^ 143. 
Pans. 7, 5. Strab.. L J. Mela );17, 2. PUn. 5, 29, 31.). In der. Ge- 
geiiA des Myc^e war ancb ein, bios von Tbnc. 8, 79. en^abnter, 
Hafeii0rCJl«fiiii7'»'). 



28) Mela o. Plinias leiten die bei .den Rom^n pblichere Form des Na-. 
Bens yoD q>v^ oder tpvyig ber, mud lassen den Ort tod Landesfliicbtigen 
gegrind^t werden^ Strabo dagegen 1. 1., ^nid. IJ. p^ 653. nnd Etynu M* v* 
IlvyiXa glanben, die' andre Form des Namens sei aus Twyi^ nnd aXyog'za^ 
sammengeaetzt , nn^ bezeicbne den Lendensduners , wekben sieb Aga- 
■emnons Gef^ibrten, die GrOnder der Sladt, ddrcb fibermassige Anstren- 
gppg beun Rudem zogezogen. Utistreidg war IlvyeXa die altera Form des 
NameiiSr.die. erstspSter aus hilcksicbten des Anstand^ in (pvyiXcC^umge- 
waadelt worde. Uebrigens ist bt der angef. SteHe' d^s Strabo statt itvya" 
Ai«^, nnstreiUg nvyaXyectg zu lesen: Vgl. Groskurd Pd. 3. S: 13. 

29) Poitocke Ui. 8.-78. glaubt nocb Rninen dieses Tempels zwischen 
Ephesns ndd Scalaqova jpeseben" zn baben. Vergl. ancb Chandler c. 40. 
S. 200. n. LtiiJte p. 261. 

- 30) Nacb Toumefort lettre 22. p. 402. n. ChandUr c. 40. S. 190. 
3 Stnnden von Ajasalqk od. Epb'esns. Vgl. ancb Poeocke HI. S. 79. Leake 
dagegen' (Tonrin Asia mim p. 26.1.) bait Scalaaova filr das alte Maratbe* 
nom (s. obea Note 27.), nnd glanbt die^ering[6n Ueberreiste von Neapolis 
s&dlidier zwiscben Scalanova nnd Tscbangli zu finden, nnd Fellows Ezcnr- 
sioB in-Asia minor p.. 271. bah Tscbangli oder Cbanlf selbst filr das alte 
Neapolis.. 

31) Jn der Umgegend des bent Fleckens Tscbangli^ ^^rgl* Pocofike 
Bd. ni. S. 77. Chandler c. 46. S. 223. nnd Leake Tour, in Asia min: 
p. 260m welcber zeigt, dass, Panionion an der Steele d^ bent- Tscbangli 
selbsl gelegen baben mfisse, da sicb an der gaazen KUsie* zwiscben Nea- 
polis il. dem Vorgeb. Trogylinm kein andrer zn Yolksversammlungea geeig- 
iieter Plalz finde. Ancb babe fFilL Cell zu Tscbangli eine Inscbrifl geiiin- 
den, anf wetcber zweiiqal d^r Name Panionion vorgekoinroen sei. 

32) Yon Miletus.vaki andem auf Cariscbem Gebiete liegenden Stadten 



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192 Zweiter Theih Politiscke Geographie. 

. ' . . S) EigentU^h' Lydiich^ Stadte im Innern iti iiantdes : a) in der 
wesdichei*D Halfte in der Richtnng von N. nach' S. : Thyatira (%d 
Oyazslpa^^ Pclyb. t6, t, 7. 32, 25, 10. Strafc- 13. p. 625. Ploi 
5, 2- Art. Ap. 16, 14. Liv. 37, 37. Plin. 5^ 29, 31.; j. AiWssar, 
d. 1. -das weisse Sehloisy^s) ain Fl. Lycus (Plin. 1. J.) eine maced<H 
ttiscbe tTblonie • (Strab. 13r pr. '62^.) und zwar vopi Seleocus Nieatar 
kn'Gefilde^desilyiliK erbaaV(St;eph..Byz. v. OvaTBiga) oder wenig* 
atens vergrossert, da s'e nach $leph. a. Plin% 1. 1. schon friiher nnter 
dem Najnen Pelopia and Euhipfa vorbdndeli War. Plot, giebt ihr den 
Beinamen Jf^a^o)^ , and nach Strab. 1. 1. geh^e sie Mberza 
Mysien. Da die Homer die Sirasae von.Pergamam nach Sardes uber 
sie zogen^^), n< Ariatonicus bev seinen Unternehmangen gegen. das per- 
gamen. Rdcb'sieh vorer&t in ifarenBesiiz zn setzen suchte (Strab. 13. 
p. &46.), -kann sie nicht nnbedeutend gewesen seiiu Auch. b^tte sie 
grosse Purpurfarbereien ^*)* — [Attalia (^AuraXBia: Steph. Byz. p. 
137. .Hierocl. p^ 670. Cone. Cbalced. p. 666. , wahrscheinlicli auch 
SGl\on von PtoL 5^ 2. erwabnt, t^o sich ^in Ort Adki^ia neben einem 
SuTTaTia bei Erasm. findet) ostt. vbn Thyalira (j. Adala)^^).]— ' M(h 
stem (MooTi^Poii Ptol. 5, 2^,).siido8ll. vonTbyatira im .Hyircanisch^n 
Gefilde. Auch sie wurde nach Tac. 2, 47< von jenem sabrecldicbcn.Brd- 
beben im J. 17. n. Chr.heimgesuchia'), ,^ -^ai^ii^flf (NdnQccca: 

_ >— , • 

des lonischen Bnndes wird anten S. 214.' die Rede sek. NicHt aSlier-za 
beatimme;ide . ond nur von einzelaen SchriftsteUern erwahnte Sudte lonieaA 
waren: Bov&ia fp. li6.J*), ^Axada(jilgy ^EQaQifer^axiOg (?) n. Xagad^w 
[p. 134.], n.^^(yi5Ai;.[p, 57.]. » • , - ,, 

S3) Ueber ibre^ Aicht nnbedeutendeo Rninen vgl. Span and fFkeler I. 
S. 6l»f. Paul Lucas 3eme Voyage p. 192 ff. Prokesch Denk^^ltrdigk. UI. 
S. 60 ff. ArUndfiH Seven Chm*ches p. 188 ff. . Fellows Exeurs. io Asia 
min. p. 21*ff. • •• 

34) VoB PergamoB lag. sie 58 Mill. sfldOstl., von 3a^es 36 Mill, aord- 
westL (Tab. Peat kin. AnUln. f. 336., wo Dikeblieh 33 Itfill. steht.) 

35) In ibr biidete sich-anch, eine der ersten christl. Gemeinden in Kl. 
Asien (Offenb. Job. c. 1.). ' , 

36) Welches jedoek keine *antiken Ruinen zeigt.' Die dort nebeo 
einem aas Ratakekaumene in das Hermusthal geflasisenen Lavastrolne be- 
findljchen Trttrnmer scfaeiren einem zerstArten tflrkischea Kastell des Mit- 
telaltersanzngehO^en. Vgl. Hamiltan^s Researches], p. 143. Vielleicht ge- 
hCrt jaber auch Attalia far nicht hierher, sondern nad^ldysien. ' Vgl. obea 
S. 151. Note 79. ^ - , . . 

/ 37) Prokesch (Denkwflpd. II. S. 16.) vermothet ohne hinreichenden 

*) Urn den Raam za sparen ,; verweise ich dafch 4ie in Krammera beige- 
"fdgten Zalfleji bios aof die Seiten des 1. Bandes, "wo sie mit den iiathi- 
gea Zitaten sebon erw&bnt sind. ^ 



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§.63. Lydia. 193 

PkA^l.Wjxfuoog beiHierocl.p. 670.)f») an derSbPiBfeTonTlyatira 
uch Pergamum ^^). — ApolUmia ilAn^Umvltk: Xen* Anak.7, 8, 
\i. Strab.. 13. p. 6S5. oAer ApoUonos Hteron: Hierocl. p. 670. 
die Einwoimar Apolhnoskieritae i Plin. &^ 29, 30.) gerade .sudiiGh 
Ton rotiger an der Greiize yon Lydien nnd Mysieo zwischen Perg^- 
nmnuiid Sardes^ von'jeder diescx beiden Stadte 30 Slad. entfernt 
(Slrab.. 1. I.)^*); — ApoUonis (AnoXXmfiQ: Strab. 13. p. 6^. 64jB. 
•l/noJUa{yffC • Hierocl. p. 671. Sinwohner ApoUomdenses t Cio; pr. 
flacco c. 31. 32: Tac. Ann.. 2, 47.) 4 etwas wesll. tod der vo- 
rigen , '300 Stad. dstlich von Pergamum und ebenso weit Ton Sar- 
des'^^). Sie war mit nnter den dnrch jenes grossa Erdbeben unter 
Tiberias verwusletcn Stadten Lydiens. (Tac. 1. 1.). -r- ^Magnesia ad 
Sipyhun (MayvTjaia nQog HmvXfp od. vna ZtnvXifi : Strab. 13. p. 
621. Ptol. 5, 2. bei Hierocl. p. 666. darch Schreibfefaler Mayvfjaia- 
9omoXigi j. Maniss'a od. Manaschie) ^^} , am Abbange des Berges, 



Grand, dass sje tieHeicbt an der Stelle de^ Snmpfes gestanden, in dem 
Chandler (vgl. Note 42.y dad alte Tantalis versnnken glaubt. 

38) Auf einer iDschrifl; bei CMskuU AnU Asiat. p. 146. 17 Mateedo^ 
ttav NaQTcaifHTcSv ^ovkiq; dagegen MUnzen bei Sestini Ge'o^. nam. p. 52; 
*AxQcciyionw. Vgl. Mannert VI, 3. S. 378. Es war das beut. Bakir oder 
Bokbaif . Vgl. Arundell Seven Cbnrcbes p. 276. 

38b) In dieser Gegend ist wobl auch das bei Polyb. 16, 1, 8. Torkom- 
iiende 'JfQa Ktifirj za sacben, welcbes nacb id. 32, 25, if. von einem 
Tenipel der AKemis seinen Namen batte and, neben Tbyatira, dem Gefilde 
TOO Tbebe and Cbios erwftbnt, scbwerlicb der von Liv. 38, 13. genannte 
gleicbnamige Ort in Carien sein kann. 

39) Da Ptol. 5, 2. siidlicb vbn Pergamas eine Stadt Hierocae^rea 
aasetzt (der aucb Hierocl. p. 671. zwischen Apollonis and Mostene ibren 
Plalz anweist) und anch Tac. Ann. 2, 47. die Hierocaesarienses in der 
Zakl der dnrch das grosse Erdbeben anter Tiberias heimgesuchten Stfldte 
setzt, so vermatbet Mannert VI, 3. S. 382. nicht' ohne Grand, dass der 
Name Apolhnia oder JpoU<mos Hteron spSter in HiePBcaesarea'VUbeTge- 
gaogen sei. Pans. 5, 27.. stellt freHich diess Hierocaesarea mtt dem anten 
S. I9&. erwahnten, *in etner ganz andem Gegend 'liegenden, Hypaepa za- 
sa»Ben, jedocb wahrscbeinlich nicht wegen der nahen La'ge, sonderb we- 
gen des in beiden Sifldten ebheimischen Persisohen Feaerdienstes. (Vergl. 
anch Tac. Ann. 3, 62. 63. n. PKn. 5, 29, 31. Mannert a. a. 0. S. 369.) 

40) Bei dem' Flecken Qnelembo (Jel5nib5h) auf der Karawanenstrasse 
▼on Bnisa nacb Manissa fand Paul Lucas (3eme Voyage T. I. p. 135.) be^ 
deotende Rbinen, die n^h Mannert VI, 3; S. 384. vi^lleicht diq von Apol- 
bnia, so wie die von Toumefert (T. III. lettre 22. 7>. 364.) bei Balamont 
gefnndenen die von Apollonis waren. Anch Prokesch (Denkwiird. IIL S. 67 f.) 
beschr^ibt jene Triimmer and Felsengraber in der N^e von Jeldmbtth. 

41) Vierzehtt Stoaden westl. von Sart ; nftmiich 8 Stnnden von Dar- 
IL 13 



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194 Zweiter Theil. Polilische Geographic. 

bk>s,dorcb devgrossen Sieg des Scipio fiber Antiochns bertilmi gC' 
worden (Liv. 37, 3$sqq.), und eioe der dorcb jenes gioase Erd- 
beben outer Tiberius hart mitgenommenen Stadte (Tac. Attn. 2, Kl. 
PliD.2, 84, -86.), der die Romer nach dem Mitbrid. Kriege Immiiiiitit 
bewiUigt batten (Strab. U l.)^'')- — Sardes {al HdgiMiQi Aescb. 
Pers. 45. Herod. 1, 84. Thuc. 1, 115. Xen. Cyr. 7, 2, 3, 11. -7, 
4, 12. An. 1, 2, 2 sqq. 3, 1, 8. "Strab. 13. p. 625 ft. Plol. 5, 2. 
Piin. 5, 29, 30. ; j. Sart mit weillanfigen Ruinen)^) an )>eiden Ufero 
des. Pac tolas in einer Ebene an der Spiize des Tmolos^), die alte 
Residenz der Konige und spater der pers. SaUrapen, doch nor scUedil 



guthli (Chandler c. 79. p. 371 AT.), welches nach Tavertiier 1, 7. sechs 
StQoden ton Sart entfemt ist ; und 8 Stonden norddstj. von Smyrna (i^oji 
T. I. p. 302.). Vergl. Mannert a. a. 0. S. 374. Ueber ihfe (bnbedeoten- 
den) Ruinen vergl. Chandler c. 80. S. 375. v. RtehterU Walifobrten S. 
506 ff. n. Prokesch Erinnerungen III. S. 124. 

42) In ihrer N^Uie am Sipylus lag einst aach die dnccb ein Erdbebea 
vemichtete n. in den See Sale (s. oben S. 177.) verwandelte HanptsUdt Mlo- 
niens Tantalis^ ^pftter Sipylus genannt (Strab. 1. p. 58. 12* p. 579.)*), de- 
ren-Triimmer nach Pans. 7j 24. noch Iflngere Zeit bindurch onter dem See 
sichtbar waren. (Vgl. Chandler c. 79. S. 372.) Der franz. Admiral Mas- 
sieu de Clerval glanbt noch Sparen von ihr und namentlich des von Paor 
sanias erw2Lhnten Grabes des Tantalns entdeckt zn haben. VergL Ausland. 
Jabrg. 1836. S. 251. Andere nennen ein bei Smyrna gefundenes altet 
Grab das des Tantalus. (Vergl. Prokesch Denkwtirdigk. U. S. 159.) Dass 
aber die nord^stl. von Smyrna gefundenen uralten Ruinen nicbt Sipylus, 
sondem dem alten Smyrna anzugeh^ren scheinen, haben wir oben S. 183. 
Note 90. gesehen, und dass der in ihrer Niihe befindliche Pfnhl nicht der 
See Sale sein kdnne, wie Texier annehme, indem er viel zu klein sei, nai 
eine ganz alte Stadt zu bedecken (vergl. oben PaOs. 1. 1.), sondem dieser 
vielmehr in der morasligen Umgebung Manissa's zu suchen sei, zeigt JETc- 
milton Researches 1. p. 49 f. 

43) Nach der Meinung.Einiger Homer's (II. 7, 221. 20, 385.) Hyde 
(vergl. Plin. 5, 29, 30. Eustatb. ad Dionys. v. 830. und Scbol. Horn. L 1.), 
wihrend Andere auch wieder Homer's Tame (D. 5, 44.) fiir das spAtere 
Sardes halten (Schol. ad h. 1.). Plin. 5, 29, 30. kennt wenigstens in der 
Nabe von Sardes eine Quelle Namen Tame (vergl. oben S. 176)9 und na<eh 
Lydien ist dieser Ort der homer. Slelle nach ohne Zweifel zu setzen. 

44) Drei Tagereisen (oder 540 Stad.) von Ephesns (Herod. 5, 54.) n. 
eben so weit vom. Mian^er (Xen. Anab. 1, 2, 5.Xund von Smyrna (Taver^ 
nier 1, 7.), 600 Slad. von Pergamus (Strab. 13^ p. 625.)* Noch andere 
Distanzen siehe bei Mannert VI, 3. S. 361. 

*) Pliniut jedocb 5, 29, 31. nnterscheidet Sipylus von TantalUy and saft, 
dftM an die Stelle det ersteren Archaeopolis^ dann Colpe q/ endliek J^#- 
bade getreten sei. 



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§.63. Ljrdia. 196 

aos Rohr gebaat and daher erst 2 mal vob den CimHwriem zerstort 
(Strab. 1^. p. 627.), d4nii von den Grieehen veri>raitnl (Herod. 5, 
100.) y ttiid scaler yon Antiochus dem Gr. abermals verwiistet (Po- 
hjb. 7, 15 ff. 8^ 23.) , aber immer wieder hergestellt , bis sie end- 
lich vahrscbeinllch erst dareh Tamerlan (vergl. Anna Comn. p. 323. 
Dncas p. 39. n. A.) ibren ganzlicbea Unter^ang fand. Nor die aof 
dem Tmolns gelegene Ciiadelle war Musserst fest und fast nnzugang- 
licbxHerod. 1, 15. 84. Arrian. Anab. 1, 18.) Sejt Alexanders Zei^ 
tea aber war aach, die Stadt selbst mk einer dreifachen Maaer am- 
geben. Herod. 5, 102. u. Soph. Phil. 395. erwabnen in ibr einen alien 
Tempel der Cybele am Ufer des Pactolus. Unter den Romern, wo 
sie schon sehr gesnnken war^ Sitz eines Conventus inridicus (Plin. 
5, 29, 30.) n. iramer noch eine grosse Stadt (Strab. 13. p. 625,)^^). 
Sie yerior zwar tlnrcb das grosse Erdbeben unter Tiberius ibre meir 
8ten Hauser (Strab. 1. I.) , ward aber durch Unterstiiteung des Kai- 
sers wieder bergestellt (Tac. Ann. 2, 47. Piin. 5^ 29. vgl. Strab. 
12. p. 579. 13. p. 627.). — Hypaepa (%d Tndma : Strab. 13. p. 
627. Plol. 5, 2: Ovid. Met. 6, 13. 11, 150. Plfn. 5,29, 31.; j. 
Birgfae od. Bereki) ^^) ein kleiner Ort des Cilbiauischen Gefildes am 
sidlicbea Abbange des Tmolus, nach der Tab. Peut. 42 Mill, von 
Ephesns. Es war daselbst, wie in Hierocaesarea (s. oben Note 39.), 
der persiscbe Feuerdienst einheimisch (Pans. 5, 27.)^^). -^ Metropo- 
Us {MfTQonoXis: Strab, 14. p. 632. Ptol. 5, 2. Stcph. Byz. p. 465. 
Hierocl. p. 660. Tab. Peut. Einw. Metropolitaei Plin. 5, 29, 31.) 
to der Strasse zwischen Smyrna und Ephesus im Cay^triscben Gefilde 
120 Stad. Ton letzterer und 200 Stad. von ersterer (Strab. 1.1.). Die 
Umgegend lieferte guten Wein (Strab. 14. p. 637.)^®). — Ltffwa 



45) Von ihrea zwar Ober einen grossen Raam rerbreite^en, aber doob 
BUT sebr nnbedoatenden Ruinen and deren immer gi^sseren Verfail vergt 
Chandler c 75. S. 356 ff. Proktsch Denkwttrdigk. 111. S. 31 ff. i;. Richr 
ter*s Wallfabrten im Morgenl. S. 511 ff. Beatg'our Voyage milit. T. II. 
p. 169. Leake Tour in Asia min. p, 342 ff. 

46) Vgl Chandler e^ 76. S. 362 f. Leake Tour in Asia min. p. 256^ 

47) Ptol. 5, 2. selzt zwischen Magnesia nad Hypapa He sonst unbe- 
kauteo Orte *Ai/yaQa .(vieUeicht darch Verwechselang mit Aegae in Aeo- 
lis: s. oben S. 156.) mid UovXucyofjdog (lovhoyaQdogl) an; (md die Tab. 
PebL bat 9 Mill. sMtfstl. von Hypftpa den sonst anbekannten Flecken Ana- 
gome, — In diesen Gegenden ist wohl aach das bios von Tac. Ann. 2, 47. 
■ater den von jenem Erdbeben heimgesachten Ortschdfien erwabnte Tmo^ 
ius ZD snchen. Vgl. aacb Leake Tour in A^ia min. p. 257. 

48) Es finden sieb jetat mitten auf dem Wege zwischen Ephesus uad 

13' 



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196 Zweiter TherL Politi&cbe Geographie. 

(AaQiifaa) a<f der Nerdseite des Meraogb and in derNabe dM Tbmh 
las/in dem fraefatharen and wemreioheii eaysttriftcbeii Crefilde, 180 
Sud. TdD Ephesns and 30 Sud. yett Traltes (Strak. 9. p. 440. 13. 
p. 620.).' b) in der ostiicbem Ilaltt« in der Ricbtang yon S.nacb N.: 
PhUadelplUA {^iXgi^dik^ua: Strab. 13. p. 628. PtoL 5^ 2. Pfou 5, 
29, 30. Tac. Ann. 2, 47. ; j. AUab-Sdiebr)^») am Foase dea Tmolaa 
tt. an dem Ueinen Fl. Cogamns (PUn. 1. L vgl. ^. 174.) 28 MiU. M\r 
licb yon Sardes (Itin. Anton.. p. 336.),* aber sefaon zu Strabo'a Z<ir 
ten der ba&ufigen Erdbeben wegen, die diese Gegend beinunichleB, 
niff npcb wenig bewobnt ^). Aucb sie war cine der dareht jenes JSrd- 
beben nnter Tiberias grosstentheils zer^torten Stadte (Tac.^ 1. 1.). — 
Dios Hieron (JidgUQOp: Ptoi.5, 2. Dioskientde: Piin.5, 29, 31-)' 
ein kleinerOrt ostlich yon der yorigen inKatakekaameoe. — Termere 
(Tsq/lUqtj: Ptol. 5, 2.)^^), der nordlidiate Ort Ljdiens in Katakekan- 
mene in der Nabe der Qoellen dea Hermns ^2)* 



Smyrna^ 4% St. yon« ersterer, uBgeftbr 3 eagl. M. von dem Dorfe Tonr- 
bali (in dessen ^amen man leicbt eiofe blose VemnstalUing des alien er- 
kennt). Ruioen eiper grossen and prftcbtigen Stadl und AkropoUs, in der 
schon Chishull a. mit ihm Arundell Seven Gbarches p.* 22 f. n. Hamilton 
Researches I. p. 542. mit Recht die TrOmmer von Metropolis erkanntea. 
Daber irrt MannertVl^ 3. S. 371., wenn er behanpt^ Metropoiit babe 
im Mitteliilter seinen Namen in Tyria verwandelt, n. sei die jetzige beden* 
tende Stadt Tireh oder Tirie. Tyria oder Tireb Uegt aber an 5 M. sQdOstl. 
von jenen Ruioen jen^eit des Gayster, end zeigt alJerdings aucb viele Ue- 
berreste einer alten Stadt (vgl. P. Lucas Seme Voyage TL 1. II. p. 158.), 
welohe Leccke Toar \h Asia min. p. 257. fOr die Triimmer ^der Hauptstadt 
der Caysfariani hah, 4eren Name uns.nicbt eriuJtea sei. Dean da die 
Caystriaoti MOnzen geprSgt bflttea, mfissten sie aucb wqhl eine. Stadt mit 
einer JtfQnze gehabt haben. Auf der Rarte giebt er ibr geradezn* den Na- 
men Cm/strus^ und aucb Fellows Discov. in Lycia p. 9 ff. spricbt yon der 
ahen Stadt Gaystms (dem beutigen Tbera) wie von einer ansgemacbteo 
Sacbe. Jedenfalls aber ist CkandUr c. 77. S. 367. in grossem brrtbume, 
wenn er Tyria mk dem von Xenopbon -erwahnten Tyriaeum in Pbrygien 
verwecbsell. 

49) Ueber seine Ruioen vgl. Chandler c. 74. S.'350. Paul Lucas I. 
p. 306. (der sie ^.die Ueberreste von Laodicea bieH) and v. BwAier's 
Wailfabrten im Mei^enl. S. 513 ff. ' 

50) SfidOstl. von Pfailndelpbia* nOrdl. yom Maander, an .der Strasse 
von Golossa nacb Sardes lag anch einst die Stadt JCaXXmii^, derea Ein- 
wdbner die Kunst verstanden aus Tamarisken a. Waizen Etonig za bereiten 
(Herod. 7, 31. J. 

51) Im God. Heidelb. nf(}fif^fj, Andere Sebriftstetler keonen den 
Ort nicbt. 

52) In dieser Gegend und in der NAbe des Hermus lagen wobl aucb 



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§.63. Lydia. 197 

Die lose In der ionisch - lydisphen Ktiste waren: Drymussa 
(JfVfAO^aca: Polyk. 22, 27, 5.. Jj^vjuovaaa:. St^pb. Byz. p. 247. 
PKiuS, 31, 38. Jqifiimaax Tli»€.8, 31.) hnSmus ifermaeils, welcbe 
TOB dea RSmeiii den Clazomeniern gesefaenkt warde (Liv. 38, 39.). -^ 
Oemissae(Ohovaoal: Heeat. fr. 100. Herod. 1, 165. Tbac.8, 24., 
bei Plin. 5, 31, 38. im Singular Oenussa^ j. Spermxdori ed. J^lgo- 
■iffis) gtnz nafce bei der NordosUpilze von Cbios , zWiseben dieser 
lasel and der iureb den Sfimas gebildelen ioniscben Halbinsel. -^ 
CkUs (i}XU^: Horn. Od. 3, 170. H. in ApoU. 38, 172. HecaL fr, 
99. Aesch. Pers. 881. Tbnc. 8, 38. 40. 8, 24. Strab. 14. p. 645. 
Mda 2, 7, 4. Plin: 5, 31, 38. Slepb. Byi. p. 720.)*^); j. Scio, 
Rhio, biei den Tiirken Saki Adassi) , eine wicbtige ionische Insel der 
eben genannten. Halbinsel gegeniiber , von der sie nur 60 Stad. ent- 
femt isl (Sirab. i. L)^^)? ▼on N. nach S. in die LMnge gestreckt. 



ik nor bei Sp^item genannten Orte Setae (2iTai : Hierocl. p. 069. Act 
Cone. Coast. III.' p. 502. 2kav: Act. Cone. Nicaen. II. p. 591., nacb 
Mflnzen bei Sestini Geo. miiii. p. 55. ricbtiger Saettae^ ^ahtm, j. Sidas 
Kaleb); tabala (Taficda: MOnzen bei Sesttni ibid. ^ bei Hierocl. p. 670. 
Tenchriab^' Fapaka)^. Bage {Bayrj: Mllnzen ebendas., bei Hierocl. 1. 1. 
Bayig}, AinHermvs faodtn sicb aucb iteSVkdid Siiandus {^Uapdog: Not. 
Episc. ; j. Selendi) and Hertnocapelia {'£J^fA0ica7tfjkia : MUnzen, Hierocl. 
p. 670. n. Act. CoDC. Nicaeo. U. p. 51., wo p. 591. aucb die Form 'Eq^io- 
tinjjlog vorkommt), deren Einw. Plin. 5, 30, 33. HermocapelitUe nennt, 
nd die zam Gericbtsspreagel vpa Pergdmom gebdrtea. Nicht naber zu 
beitimnieBde, nur btsi einzeJDen ScbrifUtellern yorkommende Orte Lydiens 
siad die von Xanthas erwdinten jdvxoa&^vfj , SjQoycaXa^ EvncctQta^ 
'Jm^ififl [Bd. 1. S. 59.], ferner Aa(noi)k6g*) and Sv^i^gu^a [S. 103.]^ • 
zwd Versamatlaagsdrter der kleinasiatischen Kontiogente aater der pers. 
Berrscbaft, fi^vrdviop [S. 116.], Xvin^ and Mifii^dog [S. 56.] v* Homer'^s 
Ta^vij [s. obeo Note 43.], uii(jr)XiQvnohgy K(Qa(rri und lopSog bei Hie- 
rod. p. 670., 'HgaidHa^ Oveoaog u. ToQ^rj^og bei Stepb. Byz. und ^/r- 
hniopolis am Mftaader bei Plia. 5, 29, 30., welches, so gut wie das 
laaittelbar vorber erwahnte Tnpoiisy wobi scbon nach Phrygien gehOrt. 

53) FrObere Name* waren Jethalia (Ephor. ap. Plin. 5, 31, 37.), 
Maeris (Plin. 1. 1.) n. Pityusa (Strab. 13. p. 589. Plin. 1. 1.). Nacb Pliaias 
■lantea ste lletrodoma n. Cleobalas aucb Chia. Ueber die Etymologic des 
Napeas vgL Pans 7, 4, 6. n. Stepb. Byz. 1. 1. 

54) Diess i^ die EntfemuDg zwischcn ihrem Vorgeb. Posidiam, wel- 
ches sicb dem Festkmde am meisten n£lhert, und dem gegenUber liegeodeD 
Vorgd». Argennnm. 

*) Nach Steph. Byz. p. 368. lag sie schon anf dorischem Gebiele. D^r- 
selbe herichtet, dais die Dorier voa dea Lydiern Kaovotloi geaaaat wiir- 
it^ wireo. 



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198 Zweiter TheiL Politische Geographic. 

and in der MHie am schmalsten ^ wo ihre Breite nieht iiker 60 Sud* 
heti%t. Den.Umfang giebt Strab. 1. 1. zn 900 iStad. , Plio. 1. 1. aber 
etwas gHisser zn 129 Mill, and Isidor. ap. eand. ibid, gar za 134 
Mill. an. Si^ war Hasserst firachlbar, and lieferte besonders d^ sehr 
gesuchte ProduLte , einen trefflichen Wein (den Strab. 14. p. 637. 
a. 657. fur die beste Sorle anter alien griech. Wein^n erklart) *^)y 
einen sehr gdten Marmor (Plin. 5, 31. 36, 5. Strab. K 1.) and den 
besten Mastix, den das Altertham kannte (Dioscdr. 1, 90. Piin. 12, 
16.) , and der bekanntliob noch jetzt das Haapterzengniss der losel 
ist **). Aosserdem aber erzengle sie aucb vortreffliche Feigen (Varro 
R. R. 1, 41. Colam. 10, 414. Martial. 7, 24, 8. 13, 22, 1.), und 
einen feinenThon za Topferarbeiten, die auch ihrer kunstreich^n Aas- 
fiihrang wegen beruhmt waren (Strab. 7. p. 317, Plin. 35,^10.). Der 
nordliche Theil der Insel ist sehr gebirgig^ u. hier zeigt sich nordlich 
von der Hauptstadl die hochste Spitze der Insel der M. Pelinaeus {%6 
HeXivalop oQoe: Strab. 1. 1. IleXXijvatov: Steph.Byz.p.539. Peiie- 
naeus: Plin. 5, 3l, 38. Silias 7, 210.) ^^). ^Anch laufen die Berge in 
mehrere Vgeb.aas. DieSiidwestspitze der Inset, wo sich dieselbe dea 
Festlande am meisten nahert; bildet das Prom. Postdtum {Hoa^ldtov: 
Strab. 1. I.), die Sudspitze aber biess Phanae (^aval: Thac. 8, 24. 
Strab. 1. 1. $araf bei Steph. Byz. p. 689. Liv. 44, 28. 17 ^avaia 
iuQa bei Ptol. 5, 2. ; j. Cap Mastico) und batte einen Tempel des 
ApoUo and einen Hafen. (Strab. 1. 11 Liv. 36, 43.) ^^) , vielleicht aach 

55) Er wnchs vorzOglicli an der Nordkflste der Insel^ in der j^riusi- 
sehen Landschaft (AQiovaia X^Q^ ' Strab. 1. I.)9 n. daher heisst anch der 
Wein von Chios bei den RSmem gewdbniich Finum Arvisium (Plin. 14, 
7, 9^ Virg. Eccl. B 71. Geo. 2, 98. Hor. Sal. I, Ip, 24. Silins 7, 210. 
Athen. 1, 1. p. 29.). ** Uebrigens rUhmteD ^icK anch die Eiowohner, Erfin- 
der der Kanst des Weiobaues zo seio, (lie alle andre Volker erst von Ihnen 
gelerat batten (Theopomp. ap. Athen. 1, 20.). 

56) Er wird namehUich im sadlichen Theile der Insel gebant, der we- 
Diger gebirgig ist, als der nOrdiiche {TournefortT. D. lettre 9. p. 67 ft. 
Pococke m. S. 1.). 

57) Von ihm erhielt der auf ihm verehrte Zens den Beinamen Tl&h- 
vaTog. Said. L v. 

58) Virg. Geo. 2, 98. gedenkt ihrer namentlich wegen des hier wach- 
senden trefflichen Weines, Strabo aber nnterscheidet den Hafen PhanS. 
von der sUdlichen Landspitze (to Notiov)^ welche er in einiger Entfemnn^ 
von ihm ansetzt. An der westlichen Rilste, zwischen Notion n. der Mel9na 
Akra erwlhnt er den Kflstenstrich Adtovg mit Ankeriiachten, woftit* nach 
GroskurtPs Vermuthung (Bd. 3. S. 26,) richtiger wohl ^aipog oder j^lat- 
wovg (statt Aaivtog) zn lesen ist, da dieser Kttstenstrich noch bis anf den 
bentigen Tag Litkilimena, das Steiuufer oder der Steinhaf^, heisst. 



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§.63. Lydia. 198 

gleichnaiiiigen Fieckto dabei (ygl. Thuo^ 1* 1.). An der Nord- 
wcst^eite war das schwarne Forgtb. (ij fkiXaiva auQa: Strab. 1. 1.). 
Die iltesten Bewobner der losel waren nacfa Eustath. ad Dionys. ▼. 
533. <Tgl. Strab. 13. p. 621.) tjrrjieniscbe Peiasger, ni^ch-Str^bo 
14. p.- 632. aber Leleger, zu .denen sich spater Creteaser (Diod. 5, 
79.),.Carier md Eoboenser gesellten (Paus. 7> 4, 6.), bis endlich 
lonier dieselbe in Beaiiz nahmeih. — Die Haaptstadt der Insei in der 
Blitte der.osUicben Kuste «») hiess ebenfalls CAia# (Herod. 1, 160. 6, 
S7. Strab. 13* p. 601. n. s.' w.) nod war eine -der wichtigsten des 
ionischen Bnndes*^). Sie warde ^war von den Persem , dieanfder 
gansen Insel furcbterlicfa baasiea , erobert and znm grossten Tbeil 
lerstori (Herod. 6, 8. 31.) , erholte sich aber bald wieder, and war 
mr t»eii its peloponn. Krieges wieder eine sehr reiche and bluhende 
Stadt (Tbao. 8, 15. 24. 45.) ^ deren Einwobner ein sehr iippiges 
LebeD fahrten (vita Chia bei Petron. c. 63.). Die Romer liessen 
ihr, wenigslens dem Namen Qach, ihre Freibeit (Plin. 5, 31, 38. 
Chios Ukera). Sie hatte einen guten and geramnigea Hafen, in dem 
80 Sefaiffe liberwiotem konnten (Slrab. 14. p.* 645.), nihrnte sich 
die yaterstadt des Homer zn sein ^^) » and war wirklich der Geborts- 
ori des Tragikers Ion and des Geschichlschreibers Theopompas 
(Slrab. 1. 1.). Ausserdem befand sich an der Ostkiiste noch eine gal 
brfastigte, mil einem schonen Hafen yersehene Stadt Delphinium 
(JiXfhio^^: Thuc. 8, 38. Xen. Hell. 1, 5, 15. Diod. 13, 76. Steph. 
Byz. Said. a. Harpocr. h. v. Schol. Aristoph. Eqa. 772.'; nochj. 
Deiphino , Port Dauphin). Kleinere Fiecken waren Bolissus ffioXia- 
q6s: Tbuc. 8, 24. Ephori fr.. 165. ex Steph. Byz. , der sie falscMicb 
eine Stadt in Aeoiis unweit Chios nennt) ^^) an der Westkiisle , and 
die nor von einzelnen Schrfflstellern erwahnten Orte Kavuaaa 
(Herod. 5, 33-), UoA/xi'iy (id. 6, 26.) a. Aevniaviov (Thuc. 8,24.). 

59) Ihre EntferDang von Lesbos betnig , nach der einen Stelle bei 
Strab. (14. p. 645.) 400, nach einer andern (13. p. 619.) jedoch (die sich 
aber nnr im Allgemeinen hflk) gegen 500 Stad., von Samos aber 93 Mill. 
(PKn. 5, 31, 38.). 

60) Zn der gegen die Perser ausgerOsteten Flotte der lonier stellte 
tie aHein 100 Schiffe (Herod. 6, 8.). 

61) Noch jetzt zeigen die Scioten mit Stolz die angebliche Schule des 
Homer, d.h: einen thrqnartig ausgehauenen, mit Sparen ruoder, in den Fel- 
sea gearbeiteter Sitzreihen omgebenen Felsenblock. Yergl. besonders Pa- 
cedte III. S 10 f. (mit Abbildoog) a. Frokesch Denkwflrd. II. S. 547 ff. 

62) VgL HoUten. Castig. in Steph. Byz. p. 70. and C. HltiUe de re- 
bos Chiorom poblicis. Havn. 1838. p. 9. 



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910 Zweiter Theil. Politische Geograpbie. 

Eine Gegepd der Insel, wabrscheinlich auf der Westseite, an der 
schmalsten SteUe, hiess m KolX'a (Herod. 6> &&)^^). — * Psyrm 
(rd WvQa^. Strab. 14. p. 645. Staph. Byz. p. 728. , i^ Wvpl^ tebon 
bei Ho|D. Od. 3, 171. ; j. Ipsara) eine kleiae Insel von 40 Stad^ Um* 
&lig vor der Laiidspitze Melana auf .Ghios, 50. Stad. TOfhibfentfernft, 
mil einer gleichiuinigen Stadk (Strab. 1. i.) und .eioem berihraten 
Bacchastempel^^^. — ^spis (17 *Ao7ch: Strab. 14. p, 643.), eiDcf 
kleiD^. Insel vor den Vgeb. Afyoanjeaus , die ni^ch Strabo aacb ni^- 
oormems and nach Liv. S?*, 2& Maoris hiess (j. Karabascb)^^). — 
Samo8 (17 2d/io6^^): Hecat.fr, 286. Aeseh. Pera. 881. Hcrod. 
U70. 2, 182. u. oftcr. Thuc. 1, 146. Scyl. p. 37. Strab. 14. p. 
636 ff. u. anderw. , ApoUon. 1^ 187. 2, 872; Plol; 5, 2. Mela 2, 7, 
4. PUp. 5, 31, 37, Virg. Acd. 1, 16. Ift. Apulej. Flor. 2, 340. u. 
8. w. ^®), noch j. Samos, bei den Tiirken Snsam Adaasi)^^) der 



63) Vgl. Bdhr ad Herod. 1. 1. a,' WkiHe 1. I. p. 2. — Aosser diesem 
Werke von fFhitte vgl. fiber Chios dberbaupt besonders ji. Jtor^*s X^a- 
%ijg .icQX^tokoylag vktj im 3. Baade seiner ^'Avi^txva. Paris 1^30. 8. and 
Poppo^s BeitrSlge znr Kunde der Insel Chios u. ihrer Gesch. FrahkL a. 0. 
1822." 4. Ueber ihren Zustand in neuerer Zeit vgl. Tournefort Voyage du 
Levant..!. 11. lellre 9. p. 55 ff. PocockeWl. S. 3 ff^ und seit ihrer furcht- 
baren Verwflstnng durch die ^firken im J. 1822. Prokesch Deakwflrdigk. I. 
S. 76 ff. II. S. 545 ff 

63b) Pocovke III. S. 19. fand sowohl denUmfang der Insel, als ibren 
Abstand von Chios grosser, als ihn Strabo ^ngiebt, n. schdtzt jenen zn i8v 
diesen zn 20 engl. M. . 

64) Vgl. Pococke III. S. 66. Chandler c.30. S. 144. u. oben S. 173. 

65) Das.schon bei Homer. II. 2, 684. Od. 4, 671. 845, u. Ofter vor- 
komnende Samos ist nicht diese Insel, sondem, dieselbe, die er anth Same 
oeniit, d. h.* Caphalenia. 

66). Ihre fraheren Nadnen wasen Partkenias (UptQ^tifiig : Strab. 14« 
p. 637. Lactant. Inst. div. 1,17. Hu^d^fvirj bei Callim. ia Del. 49., den 
si^ nach Pans. Ach. 4. als Gebnrts- u. Erziehungsort der Juno, and zwar 
nach Strabo nur so lange fiihrte, als die Carier ihre Besilzer waren, wel- 
chen jedoch Schol. Nicand. Alexiph. v, 148. bios auf einen besondem Di- 
strikt der Insel beschr£inkt), Jnthemus^ Melamphyllos*) u; Dryusa (Strab. 
L 1. u. 10. p. 457. Plin. 1. 1.). Ueber die Etymologie des Namens Samos u. 
die Geschichte der Insel vgl. Strabo p. 637 sq. 

67) Ueber die Verhaltnisse der Insel im Alterthume vgl. Th, Panofka 
Res Samiorom. Berl. 1822. 8., Ubcr ihren neuem Zustand aber Tourne^ 
forC Voyeige du Levant. T. II. leltre 10. p. 103 ff. u. Pococke, UhS- 36 ff. 

*) Strabo scbreibt an beiden Stellen MfkafjupvXoe , anj eben so aach. S^epb. 
Byz. v. 2afioi a. Jamblicb. vit. Prot. c. %, richtiger aber Plinl 1. 1. Ea- 
st ath. ad Dionys. v. 534. and Hesycb. b. V. MtkafitpvlXo^^ da der Name 
aus fUlai a. (j/vUj^v zusammeDgesctxt ist. Vgl. Grptkurd Pd. 2. S. ^S\f 



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§.63. Lydia. 201 

LMidspitze Trogiliom nod der Grenzib zwisKhen lonlen nnd Carien 
gegeniiber and tod ersterer nar7 Stad. enifernt (Strab. p. 636. 637v 
▼0. Thac* 8, 79.) , von NO. nach SW. gcstrcckt , nach Strako 1. 1. 
600 Sud.^ baoh Plin. I. 1. 87 MiU., nach Isi^r. ap. eand: ibid. 
100 Mill, fm Umfang baltend. 'Zn den Pjrodukten der nngemein 
frnchtbaren Insei (Strab. 14. p. 637.) geh&tie namentlich avdh der 
den Goldari^eitern zatn Poliren anentbehrliche samtscbe Stein (Plin. 
36, 21.). Ansserdem trieb sie einen bedeutenden Handel mit den anf 
ikr Ycrfertigten, aasgezeichneten Tonferwaaren' (besonders Vasen), 
aos dem treffieben Material daza , Welches die Insel darbot (Fans. 7, 
4. PUn. 35, 12, 46. Cic. Mur. c. 36. Plant. Capt. 2, 2, 41. Anct ad 
Hereon. 4, 51. Tibnll. 2, 3, 47. Tac. Ann. 4, 14. u. s. w.). Auch 
warden der terra Samta Heilkrafte zngeschrieben (Plin. 28, 12, 53. 35, 
16, 53. Hijf^pocrr. de iiat. mnl. T. 11. p. 557. Kiihn.). Alitten dnrcb 
ziebt 8icb das GOArge Jmpelos C^/uneXog: Strab. 10. p. 488. 14. 
p. 637.) ^^) eine Fortsetznng^ des Geb. Mjrcale anf dem benaehbarten 
Featlande, welcbe^ sieh ai» der westlicben Spitze Ant einem, ebenfalls 
Ampelos genanntea Vgeb. (Artemid. ap. Str^. 1. 1. Ptol. 5^ 2. Aga- 
tbem. 1^ 4. Steph. Byz. p. 75. ^^); j. Cap Samoa oder Capo Doirii^ 
■ibo) endigt. Die aiidBcbe , dem Vgeb. Trogilinm anf dem F^stlande 
zngekehrte Spitze der Insel hiess Postdium (tj Jloaeidiov axgat 
Strii). 14. p. 637.) nach einem anf ihr befindlichen Tempel des Nep- 
tiu^. Von diesem Gebirg^e flossen 3 kleine Fliisscben herab nacfa der 
Kiiste, der hnbrasm ClfiPqacoQ: Strab. 14. p. 637. Plin. 5, 31, 
37.)'<»), Chesius (Plin. 1. 1.) oder Chesias (Xfjoids: Callim. in 
Dian. V. 228:) und Ibettes (Plin. 1. 1.). Die friihesten Bewohner von 
Samos waren Leleger ^ dann nnterwarfen sich die Carier die Insel, 
bis sie endlich ein Besitzthum der lonier wurde (Strab. p. 636 f.). 
Anch Samoa hatte eine gleiebnannge Hanptstadt (Herod. '3, 39. 45. 
54. n. ofter, Thnc. 1, 115. 8, 73. 76. 79. n. s. w. Strab. 10. p. 
488. 14. p. 633. 637. ; j. Megalikora) eine der schonsten des ganzen 



68) Docb darf man ans diesem Naineii nicbt etwa aaf eiae starke 
WeuikaltDr der Insel schliessen. Sie erzeugte im Alterthnme nor weaig 
Wein ond ketne be^oders beliebte Sorte (Strab. 14, p. 637.). Ihr jetziger 
herrlidier Muskatweb mass also erst spater auf ihr angepflanzt u. heimiscb 
gemacht wordea sein. 

69) Welebes jedoeb naefa Strab. p. 639. anch den Namen Kpn^a- 
Qwg tLJt^a filhfie. ' 

70) Nach Callim. fr. 213. aos SchoL Apolloo. 1, 187. and 2, 868. 
hiess aoch er eiost Partkenius. 



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202 Zweiler TheiL Politische Geogpupbie. 

Akerdiiims (Herod. 3» 138.) an der Siidostseite der Insel, 40 Sted. 
▼om Vgh. TrogiUom ^^) und 300 Sud. von Miletus, zam Theil am 
Abliaage ejuies Berges (Sirab. 14. - p. 036 f.) nnd an dem kleinen 
Finsselmbrasus gelegen, der zwischen der Stadt nnd Yoi^tadt hiih* 
dnrchfloss. In letzterer. bdand sicfa nahe der Kiiflie der berahmte, 
prilchtige Tempel der Jano (Herod. 3, 60.) ^^) , der , nacbdem er bei 
der tbeilweisen ^erstomng der Stadt doreb die Per^er niedepgebraant 
wordea war (Pans. Acb. '5.) , nocb scboner als firtiber wieder berge- 
stellt wurde^ nnd zu Strabo's Zeiten zngleicb als Bildergallerie be- 
nntzt wurde ^^). Ueberbaupt bnd sicb d^mals zn Samos eine sebr 
reicbe Sammluog alter Statiien, Gemalde und anderer Kunslirerke 
(Strab. 1. 1.). Eine andre Merkwurdi^eit der Stadt war ein grosser 
Aqu^dnkt, der das Wasser von dem 150 Klafiem boben Berge in die 
Stadt leitete (Herod. 3> 60.). Der grouse Safen war dorcb einen 2 
Stadien langen> roi^mauerten Damm gegen die Siidwinde gescbiitzt 
(id. ibid.), und di^ gan2e Stadt yom Polycrates mit einem.Graben um- 
geben worden (Herod. 3, 40i.). Die Grosse nnd der Woblstand der 
Stadt 9 der unter dem eben genannten Tyrannen seinen HShei^Ninkt 
erreichte ^*) , griindete sicb ndmentlich auf den friihen und ausgebrei- 
leten Handel derselben ^^) , fing aber schon seit der Eroberung durob 

71) Die Meerenge zwiscben der Inset and dem Festlande wnrde oacb 
ibr die SamiscAe genannt. (Strab. p. 636 !f.\ 

72) flerodot erklSrt ihn f&r den grdssten Tempel, den er je geseben. 
Ueber seine Gonstruction vgl. Pococke III. S. 41 f. n. Le^ike Toor in Asia 
mio. p.. 348. 

73) Docb drttckt sicb Strabo etwas zweideatig aos : to ^H^aTov, a(H 
Xaiov Ujoop xai vmg fii/ag, og vvv nivaxod-tjxij iarl. Vielleichl war der 
nacb Strabo in der Vorstadt befindlicbe neue Tempel an einer andern Stelle 
erbant; als der a(te, dessen Gemfluer DachJ^ans. 1. 1. steben geblieben war, 
n^ der nachHerodot in der Stadt selbst stand. Dieser sollte ^mgeblicb scbon 
zor Zeit des Trojan. Krieges erbant worden sein (Pans. 7* 4. Atben. i5> 
4. p. 672. vgl. aucbVarro ap. Lactant. i, 17, 8.), und word« stets als ein 
Asyl angesehen (Cic. V^rr. 2, 1, 19. Tac, Ann. 4, 14.). Nenere Reisende 
fanden nocb Tnimmer desselben. (Vgl. Toumefort Voyage T. II. p. 122 ff. 
Pococke III. S. 41 ff. Choiseul^ Goti{[fier Voyage pittor. de la Gr^e. 
T. I. p. 100.) 

74) Dieser bielt eine Kriegsflotte Ton lOOScbiffen. Zu der ioniscben, 
Qberhanpt aus,353 Scbiffeo bestehenden, Fiotte gegen die Perser aber 
koantcn die Samier schon nicbt mehr als 60 Schiffe senden. 

75) Besonders nacb Aegypten nnd an die Africaniscben Risten. Die 
Samier waren auch die Erstep unter den Griechen, die sfcb mit ihren Schif* 
fen durcb die Strasse der Stfulen in^s Atlant. Meer hinauswagten u. Tartes- 
sus entdeckten. (Herod. 4, 152. Vgl. Bd. 1. S. 42.) 



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§.63. Ljriia. 20S 

die Pener zu sinkeo ao', and wnrde dureb inriere Z^tTgLeileii der 
aristokratischen mid demokratischeii Parthei wahreod des pelopo&n. 
Krieges fast ganz yemichtet , so * dass Sands zur Zeit der. Homer nor 
BoclT ein nnbedeutender Ort war (Apulej. For. p. 930.) r obgleieii 
man ihm seines alien Auhmes wegen dieFreiheit gelassen hatie (Plin« 
ii Zl, 37: Samos libera). Uebrigens war sie auob Gebartsort des 
P]rtha|rora^ (Strab. I. l.)^«). Herodot ft, ^. gedenki auf derlnsel 
ansserdem noch des Fleckens - Ctf/ifmt {KaXafiog). — Narikeeii 
(Na^^xig: Strab. I. 1. Steph* Byz. p. 4B5. bei Sold. JVap- 
&fji)j em Ueines Inselchen Vor.dem Prom. Posidinm anf Sa- 
mos. — CorMie (KoQOiai :Sir9Lh. 14. p. 636.^7) Agalhem. 1^ 4. 
p. 12. Hods., bei Sieph. By%; p.- 378. Kogasai, naoh H^rodian. ap. 
eimd. KoQcla im Sing, .and ebeoso bei Plin. 5, dl, 37. Carseas^ j. 
Femi od. Fai;ni and Menas) !& kieine Inseln bei Samos (SCepB. 1. L), 
Tom Vgb. Ampelos aaf jener Insel 30 Stad. entfemt (Agath. 1. L). — 
In der Nabe von Samos , .wabrscheinlich zwiscben ibr and Pharma- 
cnsa,.mass ancb die Insel Tragias (TQaytdg: Tbac. 1, 116. Plat. 
Perich c. 25< Plin. 5, 31, 37. bei letzlerem 4, 12, 23. aber Tragta) 
gelegen haben , bei welcher Pericles die Flotte der Samier scbluig. — 
Icarus (IfKagog: Hom. hymn. 34, 1. Aescb. Pers. 887. Tbac. 3, 
92. 8, 99. Scyl. p. 22. 55.) a. spater Icaria (Inagia : Strab. 10. p, 
488. 14. p. 639. Ptol. 5, 2. Mela 2, 7, 11. Plin. 5, 12, 23. '•); j. 
Nikaria) ^') westlicb von S^mos, and zwar nacb Strab. 1. 1. 80 Stad. 



76) Das bent. Stftdtcbep Kpra aOf der Hohe liegt - wahrscbeiDHcfa an 
der Stelle der alten CitadeDe. (Vgl. Poeocke III. S. 43.) 

77) Wo TzseAueke fUschlich KoQatjoiag emendirt, indem er sie, wie 
die Moisten, mit den von Strabo 10- p. 488. a. A. erwSbnten Carassiae 
Ins, verwechselt, die weiker sOdwesllicb in der Nsbe von Patbmos a. Leros 
lagen. (Vgl. Grotefend in Pquly's Realencyclop. II. S. 638.) 

78) Bekanntlich soHCe sowo^I das Eiland selbst^ als das.ganze es am- 
gebende Meer (s. oben S. 20.) seinen Namem von dem Starve des Icams 
erhaHen haben (Strab. 1. L); and zwar solles Hercnies gewesen sein, wel- 
cher der Insel, nachdem er den Icams auf ihr begraben hatte, diesen Na- 
nen gab (Apollod. 2, 6, 3.). Andre, die dergleichen'mythologischo Etymo- 
logion verwerfen, leiten den Namen von dem lonischen Wbrte Kaga oder 
Kagog ^ ff^eideptatjg J ber, so dass ^r „WeideiDsel^^ bedeuten wjOrde. 
(Vgl. flesych. v. JSCaOj Bochart Hieroz. i, 429. Sickler's Haadb. S.454.) 
Adtere Namen der insel wartn nacb Plin. 4, 12, 23. Doliche (anch C^al- 
Hm. in Dian*. v. 187.), Maoris (auch Enstath. ad Dionys. v, 530. Liv. 27, 
13. B. das. Buker) vu Ichthyoessa. 

79) Ueber den heatigeu Znstand der Ipsel vergl. Toumefort Voyage 
do Levant T! U. lettre 9. p. 94. 



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2M Zweiter TheiL Politische Geographic. 

naob P&n. I. L e&er 35* Mill., yom \%eb. Anpelos enlfernt, ^enau ge« 
Donmen nur einie Fortaetenng des Gebtrgrtickeos' yon Samoa, and da^ 
ker lang- und schmal, ob^n&Us tod NO. nach SW. gestreckt. Dire 
Lange betnig nacb PUn; 17 Afitt. I ihr Umfang nach Strabo 300 Stad, 
Das oiUlifdie , yon Samoa nm* 80 Stad. afttCBmie, Vorgeb* bieas Dr€^ 
poMum (//Qh$(ivap:,8it3h. p. 637. 9i.' /fQdnava^s id« p. 639. Horn. 
H. 34; 1. Diod. Sic. 3, 66. Siepb. By^}. p. 245. Piin. 4> 23;), nnd 
an ihia lag ein gleicbnaAiiges Stadtcben. An der Westseite befMiden 
skb nocb zwei kleine Stfidteben htiClaroli Strab. 1. I.) mit ^eiaer 
gttlen Rbede nnd einem Tempel der Diana {Ta%fQ&n6XiQ¥ genannt) 
in derNiibe, und Oenoe (O/roi;;.* Strab. 1. 1. u. Aiben. 1. p. 30.). 
Docb war die yon -Miietas aos zuerst beyolkerte (Strab. 14. p. -635.) 
Insel sehon zn Strabo's Zeiten wenig bewobnt, und wnrde yon .den 
Samiern eigentliefa nar als Viebweide benntzt (ibid. u. 10. p. 488. 
14. p. 639-) »«). 

§.64. ///. Caria ^ 

{ri Kagla: Strab. 12. p/577. 14. p. 632 IT. 651 ff. Ptol. 5, 2. 
Pans. Cor. 30. Mela 1, 16. PUn. 4, 32. 5, 29. Cic. Tusc. 1, 38^ 
pr. Place. 27. Sen. N. Q. 3, 19. u. s. w. ; j. die tiirk. Proyy. Alidi- 
nella und Mentecbseli) der siidwestlicbste Theil der Halbinsel (mit 
den siidlichsten Stadten loniens und den doriscben Ansiedelungeo) 
wird im S. und W. yom Meere umscblos^en, im N. durcb die Ge- 
birge Mesogis und Mycale yon Lydien^^), gegen NO. ,ddrcb das 

80) Voa den sfidlicbem, also der Cariscben Raste gegeiiaber ^egen- 
den, ionischen losein wird unten §. 64. die Rede*sein. ' 

M) AiideVe, wie Slnib. 12. p. 577. 14. jp^651. (wo' er CaHeii voo 
der Peraea Ahodiomm [s^ Note 85.] bis zum Vorgeb. Posfffinm bei ffile- 
tes ansdebfrf) and p. 663., Jassen €arien' nnr bi^ an den Maan'der reicben 
(jedoch Blinder ricbtig, da aucb mebrere nOrdlicb vom Maander gelegene 
StXdte n6cb zu Carien geb^rten, vergl. obcn S. 168.); wesbalb Groskttrd 
(Bd. III. S. 2.) vermothet, dass'ancb Strab. 14. p. 632., wo nach der ge* 
wObnIicben Lesart xai zmv JfCa^m^ 6^(Sp von einem Grenzgebirge zwi- 
scben Carien nnd Ionian ^er Rede ist, geschj^ieben werden mSsse : xac tcSp 
KttQi^viv OQiov^ was mir nicht nOthig scbeint, da ^\t Grenze Oberbaupi 
nicbt so genan bestimmt war, and eben so ancb anf der Nerdostsette einige 
jenseit des Grenzgebii^cfs Cadmns gelegene Ortscbaften bald' zu Carien 
bald zn Phrygien gerecbnet warden. Wenigstens . ^er dnrfte.(?;*o*/hirrf 
nit;bt als Grand der Aendemng die Worte hinznftlgen : „Im nordwestBcbeji 
Carien giebt es keine bed^utende nnd zasammenh^'ngende Berge, * welehe 
zur Grenze gegen Lydien and lonien dienen ktfnnten^,' da sicb gerade bier 
ISngs des ntfrdl. Ufers des Maanders i9n$ Geb. Messogis als die natQriichsle 
Grenze beider Landschaften biozieht. 



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g. 64. Ctria. 205. 

6eb. Cadnras roii PhrfgieD and gegen 0. durcb das Geb. DidalaunS 
den Plins Gksein TOD Lvoieli getrenrnt. Die mltdiefe LSage von W. 
Bach O. b^nig etw» 20, die mitUere Breite von N. nach S. 24 g. 
Meikn^ also der gaose- FlcLobeniBbalt weBigsfeens^480 DM. Die 
UmsebiAmg der ganzen Kiisle betrog , diei Bachien mit eingerechnet, 
nach Strab. 14. p. 651. 4900 Stad. Die nralteaETinwehner des-L^n* 
des, He Cares (Kdf, JKaQes} bielten sicfa aelbs^fiir das UrvoUL dee 
Landea and .for Stammbrpder der M&anier oder Lydier (Herod. 1, 
171.), die Griecben aber glanblen, sie seiea Leieger (jtdXe/sg^ die 
firnher zor Zeit des Konigs Mino» von jCreta , von dem sie abb^gig 
gewMea , auf deb nmliegenden Inseln gewobnt and sicb erst spaler 
aof dem Festlande angesiedelt batten (Herod. 1. 1. Pans. 7, 2, 4« 
Strab. 12. p. 573. IX p. 611. 14. p. 661.)®''). So weit jedocbdie 
Gescbicfale zarnckreioht, findeo wir sie scbon unter dem Namen Ca« 
res als Bewobner des festen Landes, and Homer (li.' 10, 429.) onteiv 
sebeidet aoadritcklicb KSqsq and AiXsysg; es ist daber viei wahr* 
sebeinlicber^ dass die Leieger enst spater von den Insela beriiber 
gekommen sind and sieb mil den Cariern vermisebt baben^^), urovans 
siehaacb erklaren lasst, dass Lefktere so'leiobt griecbiscbe Sitton an^ 
nduneB and fest ganz za Griecben warden. Neben den Cariem aber 
ist nook ein zweites , von jenen in" Sitten aoffallend verscbiedenes, 
wenn gleicb dieselbe Sptacbe redendes (Herod. 7, 93.) Urvolk des 
Landes za erwabnen , He Cauconier XKavKoivtOij bei Homer. L 1. 
Katmiav9g) an der Siidkuste in der Gegend von Caanns, die sicb 
zwar selbsl far. Einwamderer aas Creta ausgaben, von den Griecben 
aber finr Eingeborne gebalben wnrden, da jene £!i|iwanderang ana 
Creta darcb nicbts bistoriscb begrtindet wurde. Diese Uri^wobner 
Cariehs warden, nan aber scbon friihzeitig darcb griecbiscbe Koloni- 
sten^) von dem'grossten Tbeile der westlicben Kiist^ verdrangt| 
indem sicb nordlicb nocb.Ionier, weiter siidlicb aber Doner an ihr 

82) Naeb Strabv 13. p. 611. zaigten sicb za seiner Zeit nocb darcb 
gau Garien Grftber.ond aonstige Sporen von Wohaerten and Vesten der 
Leieger. 

83) Vergl. Eod^M Kreta II. S. 6 ff. nod Soidan im Rbein. Mas. II. 
S. 89 ff. 

84) Dass ancb Pbtaicier sieh. an der SfldkOste des Landes festgesetzt 
bill6n> wie Atben. 4, 23. p. 174. bdianptet, diirfte scbwer za erweisen 
seb. Nacb MamnertYU 3. S. 187. beroht diese VermathaDg bios ^aaf dem 
akea Namen 0on4xfi\ den Carien bei einigtn Griecb. Schriftstellem f&brt, 
aber wabrsebeintieb von seinea vielen Palmen^ eicbt von pbtfmeisoben Be** 
wobnen. 



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206 Zweiter Tbeil. Polilische Geographic. 

anmedelten , a. aaoh die Rhodier m^rere Kfi^tenst^te daselbsl gron^ 
deten^). Doch rdchten -die Besitznn^D dfeser Eikiwanderer nicht 
weit in^s Land hinein, nnd die Carier bebielten iminer nocli'so vid 
Kusteoland , dasa sie mebr^re bedentende jSeesliftdte grunden imd znr 
Fletle des Xerxes 70 Sehiffe stellen konnten, wahrend z. B. die 
Doner nar 30 stelitOD (Herod. 7, 93.). Uebrigens wjur fireilich die 
ganze Bevolkemng* des Landes' aas • Griecheft und Cariem w^ 
mischt®^), and nurin mehreimkleioem^ doreh das gauze Land zer- 
streaten Fiecken lebien auch no^h anyemriscbte Carier. Das Yolk 
faatte friiher eine demokratische VerfassaDg, iadem jeder einzelne 
Ort sich selbst regierte, allgemeine Angele^enhelten aber aiif den 
Landtagen^O entschieden warden, auf deneo jeder einzelne Fiecken 
seine eigne Stimme batte , wodorch natuHic|^ diejenigen SULrnme, die 
mebrere Fiecken besassen, bei der Abstimmung bevorzugi warden 
(Stra^. 14. p. 660.). Spater dem Crosus unterworfea^- wnrde Carien 
eine Provinz der pers. Monarcbie, and theilte das allgemeine Schick- 
sal dieses Wehreicbs, nacbdem anter pers. Oberberrschaft einzelne 
eariscbe Stalte , wie Miletus and Halicamassnis^B) , ihrie etg^ieD Ty7 
rnnnen gehabi batten. (Vgl. Herod. 3, 117. 7, 99. Strab. \A. p. 
656, Arrian. 1, 24. Diod. 14, 98»»). N^cb fiesiegang des Antiochos 
tkeilten die Romer Carien anfiangs onter ibre Bundesgenossen , s^ 
dass alles Land siidlich vom Maander an diellbodier, der kleinere 



85) I^abec bless denn ancb seit den Krie^en nnter' Alexanders Nacli- 
ft>1geni der ganze. Kttstenstricb, der insel luiodiis gegeafther, von der 
Greoze-LyeiQns bis zom Kastell PbOniz 17 Ilf^aia %w 'Foditaw. Vefgl. un* 
ten S. 222. - ' 

8<>) Dasselbe gilt von ibrer Spracbe, die ein Gemiscb des Cari^ben 
n. Griecbiscben war, so dass den Griecben xaol^sip u. ^aQ^aQi^Hv gleicb- 
bedeutead war. (Strab. 14. p. 663.) 

87) Beim Tempel des Zeus Cbrysaoreus in der Nttbe des spMtem SUiH 
tonicea. (Vergl. unlen S. 230.) Vod diesem fiibrte der ganze Volksverein 
den Namen Chrysdoreum (Xqv9u6qiov: Strab. 1. 1.). Nacbst diesem Hei- 
ligtbom des Zeus Gbrfs. war ibfken ancb nocb der Gultns des Men (oder 
Zeus) Karios zu Mylasa gemeiDsam. 

88) Nacbdem dieses aus dem Doriscben SUldtebnade ansgescblossen 
worden war (Herod. 1, 144.). 

89) Hiw beisst der Tyrann von Halicamassos ffecatemus Dynast von 
Carien, was aber nicht so zu verstehen ist, als ob er Beberrscber voa 
ganz Carien gewesen wflre, wenn sich auch seine Herrschaft fiber einen 
Theil des Landes n. namentiich fiber mebrere Seestftdte erstreckie. Uebar 
diese Cariscben Pfirsten vergl. fiberhaupt St. Croix snr*la cbronologie des 
dynastes de Carie in den Mem. de Flnst Fr. U. p. 506 ff. 



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§.64. Caria. 207 

TheSL nordlieh von diesemFlnsse aber anEmnenes vonPargainiis k^» 
spiier aber nahmen sie den Rhodiern^s Gesebenk wieder^ab, a. er^ 
Uaiten Carieii demNameii nacfa fur ein freies Land, bis.sie es endlioh 
n J. ISO. T. Chr. zu dnem Theile der rom. ProYinz Asia maebten, 
m welchem aach die friiber dem pei^aoieD. Reiebe zuerUreilten StSdte 
■ordlich Tom Maander wieder mit gescblagen wiird()ii , wabrend man 
dagegefi eia>Stiiek der siidostlicben Kiista zwiseben Cauhtis mid Tel- 
irissas mil Lycien vereinigte. Die Carier waren ein ranbes 5 krieg- 
liebeDdfes Volk '^) , and dienlen daher nicbt nnr baafig andem Krieg 
fiihreiiden Staaten als Soldier (Mela 1, 16| 1.), was ibnen von den 
Griechen sebr znm Vorwnrf gemacbt wnrde (Arcbil. p. 88 sq. ed« 
Liebd. Sirab. 14. p. 661 sq.) , sondem inebeii aucb Seeraoberei 
(Tbac. 1, 4. 8.), iind standen spaterbin als ein nntrenes, feiles,. skla- 
Tiscbgcsinntes Yolk in sebr scblecbtem Rufe. Fur Handel and In- 
dostrie batten sie keinen Sinn, wabrend dagegen die grieebiscben 
Kasteastadle darcb lebbaften Handel nnd Scbiffabrt bald iusserst 
Unbend, m&cb^g a. woblbabend warden (Strab. 1. p. 61.15. p. 632. 
651. 675 ff. Plin. 5, 27, 29, Vgl. nnten S. 214. 218. 220. a. 8. w.> 
Zn der Flotte des Xeipces liessen die Dorier 30, die Carier aber 70 
Scbiffe stossen (Herod. 7, 94.). 

Gebir ge. Carien ist ein grosstentbeils ebenes and daber firucbt^ 
bares, besonders Getreide, Wein, Feigen and Oel in Menge ber- 
Torbringendes Land , das mar an seinen Grenzen von Gebirgen , d« 
b. Yon einigen siob bier nacb dem Meere 2a scbon sebr abdacbendea 
Zw^gen des Taomssystems duscbzogen wird. Von dem Cadmus 
nimlich , der sicb im siidwctsllicben Pbrygien an'der Grenze Carienft 
binziebt^ erstreckt sicb ein Zweig unter dem Namen Albanus (Vil- 
fia9ogt Plol. "5, 2.)^0 Oder ricbtiger wobl Albacus C^Xfiaxog; 
ffierod. p. 688.) darcb das nordlicbe Carien gegen W.,^ and.erhalt 
an seinem wesll. Ende in derNibe von Miletus den Namen Laimus 



90) Strab. 14. p. 661. f&brt als Bewei^ ibres Gifers ffUr das Kriegs- 
wesen den Umstand an, dass die Griechen selbst emige Tbeileihrer Waf- 
lea, BamentHcb die-Hebnbfisebe und Handbaben an den Sebilden, und die 
Siuie, letztere pit Wappenbildem za scbrnflcken, von den (!ariem ent- 
kbaien. 

91) PtolemSis gedenkt bier der beiden an ibm 'gelegeneu Sudte He- 
ridea ik ApoUonia, and nennt letztere lETQaxXeia n^ig ^AXfiaPMj erstere 
aber, wenigstens in nnsem Ansgg., ^Anoklnnvifjc n^og Aaiipawof^ was on- 
atreitig sack iiQoq *Ak^»fa beissen moss. fFesseling. ad Hierocl. p. 689. 
■» Leake Asia join. p. 237. sind wobl obne Notb in Zweifel> ob man unter 
tea Jlbanus einen Berg oder einen Floss za ver^teben babe. 



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^OS Zweiter Theil. Politische Geographic. 

(Epcfki. fir, ap. 9tral^ 14. p. 635. •^y Paos, i^ 1« MOa 1, 17, 1. 
Plin. 5>29, 31.)'»8) and Grwn{rQlo¥: Strab. 1.1.), wekkesleU- 
teresich von.Miletus her parallel mit dem LabnaSvia^s Iimere Cftrieu 
hindni^eht^ in seiki^r sudlicben Fortsetzung aber> nach der !<» 
sqhen Halbinsel zu, den Namen Phoenix (^In^: Strab. U. p. 
651 f. 9 nach welchom dieser Berg der hochsie- in dieser Gegead 
tst, und Ptol. 5, 2. , der* den Phdnix aosdrucklich fiir ^die ^sente 
Spitze des Taurus ^klart). Ein<andrer siidlicher Zweig isi der Beif 
JUde (ji/^r Herod. 1, 175. 8, 104.) in der Nahe 4er Sudt Pedasof. 
An der Grenze gegen Lycien zwiscben dem Fl. Calbis und dem Sinus 
Gkuous war auch der zum Tauruasystem gehortge Berg DaeiaU 
(rd JaiiaXa: Stepb. Byz. p. 21^.). An der nordwesU. Grenze aber 
ziebt, sicb auch der Mesogis (s. oben S. 170.) nocb ei^ Siiiek in's 
Ltnd^binein^^). 

Diese niedrigen Gebirgsziige bilden folgeade Vorgebirge: 
a) an der Westkuste in der Riobtung von N; '.nach S«; Pmidim 
(fro HoQulSiov : Polyb. 16, 1. Strab. U. p. 65&. Sta^asm. naris 
Biagni i 273- 275. 176. Posidtmn Mela 1, 17. Plin. 5^ 29, 30.? 
j. Arbora?) welches siidlich von Miletus, su •des3en Gebietesg^ 
horte (Strab. 1. 1.), die nordliche Spitze des ksisoilen MB* hildet; 
^nd an dem oacfa Plin. 1.1. auch ein gleicbnaouges Stildtohen lag. — 
Termeriu^ {Tsqfiiqtovi Strab. 14. p.. 657.) am nordweslfoheo 
Ende des Ceramiseben MB., nach der kletaeo St Termeca od. TenBe- 
ram benannt, 40 Stad. Ton der Insel.Cos, zum Ckbiet von Myndus 
gebSrig. • — Astypaiaem (AovvnaXala) und Zephgrium (ZegnffiOf- 
Strab. 14. p« 658.), zwei Landspitzen ganz in dier Nahe des rorigea, 
etwas wesll. yob Myndns; von denen die'eine wahrsefaeinlich voa 
Ptol. 5, 2. mil ilem Namen Scopia (2x&nia) bezeichnel wird >^). — 

92) Nach Sti^abo's Vermulhun'g hielt HecatHus dea Latmtis''(aen An- 
dcre mit dem Grion vwrwecbseken) filr den Beiig der PAMiVer f(b&st^w 
oQog) bei Horn. II. 2, 868. , der vom Dichter ailerdings neben Milei er- 
wUmtwird. 

93) Berilhmt als Sebanplatzr des Mythas vom EMfnioa. Wathftlk 
man auch spttter kier Bocb ein Heiligthum desselben (Pans. 5, 1, 4.) and 
sein Grdbmal in einer H6le des Berges zeigte <St^. 14. p. 943. vgLMeb 
1, 17. u. Sut. Sylv. 3, 4, 40.). 

94) Eines HOgels ^atAog im Gefilde des MHander gtfden^tThoe. 3, 19. 

95) Leake Asia min. p. 228 f. hilt das an der Sadseite des fiatas 
Ton Mpdas befindlicbe Vorgeb. fUr das alte ZefAyrium, and da- sich bier 
beim Dorfe Kadi Kaiesi R^inea emer alten Stadt zeigen, so vermnlfaet cr, 
dass eiast bier auch eioe Stadt Zepkyrium gestanden habe^ die aber vca 
den Alten niobt erwihot werde« 



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§. 64« Caria. . 20& 

THopium (Mda 1, 1&, 2. TQiouiovt Thflp. 8^ 35. W^ Scyl. p. 
38. ; j. Gap Crio) bei Cnidus, an der westlichsteii Spitze von Dorrs, 
der siidwestliehste Pnnkt^ yod' ^anz Kleinasien , bei welcheBi die . 
Kanpfspiele za Ehren des Triopischen Apofio gebalten wurden, un'd 
welches ^aher Scylax 1. L dngtati^Qtov Unoy nennt, b) an der 
Sfidknste in der Richtaqg von. W. nach Q. : Aphrodisium (Mela 1, 
16, 2.. bet Plin* 5, 28, 29. Aphrodi$ias) ^ wabrscbeinlicb dasselbe, 
welches Strab. 14. r. 656. Kvvog att/iia, PtoK 5, 2. aber "Oyoi; 
fpu&og nenni^ d. h» die aussei^ste Spitze deS Geb. Phoenix zwischen 
den beiden Buchten $choenus and Thfmnias, der Insel Syme gegen- 
uber (j. Cap Volpe od. Aiupo), — Pandion (Mela 1, 16, 2.)^«), west- 
lich^von Larymna. — Pedaliwn (Mela 1, 16, 1: Plin. 5, 27, 29. 
li^diXiovt Stadiasm. maris magni §: 228. 233. 234., bei'fitrab. 14. 
p. 651. *AiiTifJiifJio¥i j.. Bokoniadhi)^^)^ an der wesli. Spitze des 
Sinus Glaucus^®). . * , 

'Die Bwisehen dieaen Vorgebirgen liegenden Meerbusen sin9 :, 
a) an der Westkiiste: Smus^atmicus (ojiaT/u^iHog HoXnoe? Strab. 
14. p. 635.) der, von der Miindong des, Maander gebildet, seinen 
Namen vom benacbbarten Berge Latmas hat, und dessen Breite zwi- 
schen Miletus pod Pyrrha nur 30 Stad. betrug^^). — ' fashis Sinus 
(laoixoe ^pXnog: Thuc. 8, 26^ Mela 1, 16, 3. Plin. 5, 29, 29. von 
Polyb. 16, 12, 1. naoh der Stadt Bargylia auch ^ap^^t/JliT/Tixo^ noA- 
nog genannt; j. MB. von Assyn Kalesi) zwischen Miletus und Myn- 
dns, nach der an ihm liegenden Sladt lasus oder fassus benannt, 
dessen nordlicbe Spitze das oben genannte Prom. Posidinm bildet, 
wahrend die sudlicbe L#andspitze keinen besondern Namtsn fiibrt. D(r 
Bcirdlichere Theil desselben (j. Bai von Gaziklu) fuhrte nach Mela 1, 
16, 3.. u. Plin. 5, 29, 31. den Namen BasiUcus^ Sinus, — Cerandcus 
Sinus (6 Kega/^eixos xoXnog : Herod. 1, 174. Xen. Hell. 1, 4, 8. 



96) Plin. 5, !tSy -29. erwiUmt an derselben Stelle eine kleme Sudt 
Pttridion^, oder nach der nchtigem Lesart der Handschr. Parydon. 

97) Vgl. Leake Tonr in Asia min. p. 223 f. 

98) Hier ist nach Manner t Vl, 3. S. 195. die Spitze des Cragns zn 
nehen, den Scyl. p. 38. als Grenze zwischen Garten und Lycien ansetzt, 
der aber richtiger schon innerhalb Lyciens und weiler <)stlich zn stehen 
kommt. . ^ 

, 99) £r ist jet^t Tom Meander umschlflmmt and dadurch zn einem von 
der KOste getrennten Landsee Namens Ufa Baffi bei der JStadt Baffi gewor- 
den. (V^^ Leake Tour in Asia min. p. 239.) Ueber die grossen Verande- 
rmigen der Kflste, die hier der Mflander be^ii^kt hat, vergl. aosser Strab» 
selbst 12. p. 579. tiberhaujpt Chandler c. 53. S. 246 ff. . * 

U. 14 



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2fa Zweiter Theil. Politisehe Geographie. 

2» 1, Vi..Ii€Qa/Ji.ta»dc %.: %!. p. S». Mela 1, 16, 2. Plin. 5, 29, 
29. > welcber iho auch. im Allgemeinea Doridis Stmts m nenneo 
seheinl^^^') ; j. MB. vod Staoco oder Cos/ aacb Golf ron Bodnm, 
Boadroum) z>jidschen HaUcarnassas and Cridus, nacb der an 'Am 
gelegenen Sudt CerAnas benanDt, vod siidl. J>eiiii Vgel. Triopimn 
beginnend. b) an dair Sidkuste, and zwar Ufaigs der dorischeo Htib* 
iasel zwiscben dejn eben genanoleii Vgeb. and ^er Insel Syma^ siad 
wabrscbeinlicb dia drei bei Metal, 16,2. a. Plin. 5, 28, 29. aafgefiihr- 
ten Bocbten Thyrnniat^ Schoent4s "(vqu^ der Torigen dorob diGs Proa. 
Apbrodisium getrennt,) and BiAassius Sinus anzaseUsen.^. (Der 
Stilts Glaucus gebort bereits zd Lycien.) 

Die Fliisse Cariens sind, aasser den Bcbon bbeo S. 103 (.go- 
nannten Maander (dem Grenzflusse) , Calbts und^ Glaucus nnd ei- 
iiigen NobenflHssen'derselben, bloa nnbedeutende Kiistenflussehea. 
Die Nebenfliisae des Maander aber sind :. a) aof der Nordseite der 
Lethaeus (Aif&aloe: Strab. 12. p. 554^ 14. p. 647.)^ der aof dem 
Geb. Pactyes , in Ionian entspringt , nnd nacb einem kurzen Laofe 
gegen S. unterbalb Magnesia in dien Maander fiUlt^); and der an 
Fasse des Mycale and bei Priene Torbeifliessende Gaesan (IWaoir: 
Herod. 9, 96. Epbori fr. 91. ex Atben. 7. p. 313. £.) oder Gassut 
(Mela 1, 17, 2., bei Plin. 5, 29, 31. Gessus auf dem Kiiatenfltriebe 
Trogilia; j. Kali-Bek-Osmak) ^) ; b) auf der'Siidseite ier Marstfos 

100) Plinius a. a. D. scheiat zwar 3^eerbusen zd unterscbeideni den 
Doridis^ Ceramicus and lasius Si'nusi was aach RrusCy Reickard ji. A. 
besUmmt bat, den Doridis Sinus als den Namen des drilten Caris^hen MB. 
sOdlich VOD der Doriscben Halbinsel (za welchera die oben geoaantta 3 
kleiaeo Bacbteo .gehi^Fea, d. Ji. des Golfs von Sjrin^ aiizosetzen. Allein 
da Plinius am Doriscben MB. die Orte Leucopolis, ffamaxitus, Eldus 4Uid 
Euthene, nenot, von denen Leocopolis leicht in Mela^s (1, 16, 3.) Htut 
Leucaj Euthene aber in desselben (1, 1 6, 2.) J^t^Ma/iae wiedergefunden 
wird, ond Mela jene Kflste tvestl. von H^lieamassus, Eutbanft aber zwi- 
scben Cnidos and dem €eramisch^n MB. ansetzt, sokann ancb onter dea 
Doridis Sinus des Plinins wohl oor der Ceramicas Sin. yerstanden werdea, 
u. dieser Kompilator scheint nor seine Qoellen nicbt genan angesehen, oder 
sich selbst nicht deatlich ausgedrdckt za haben. 

1) Deo Buhassius Sin. erwXbnt jedocb nor Mela* PUnias bat daf&r 
eine regio Bubassu's. Vgl. nnten jS. 222. Qber die Sudt Bubassus. 

2) Arundell Seven Cborches p. 57. beschreibt den von ihoi ftr dei 
Lethaeas gebalteaan Floss als in einem felsigen Bette mit an:UbIigen Kaa- 
kaden dabin radscheod. 

3) Vgl. Chandler c. 41. S. 205. mil c. 52. S. 24*. Mannert VI, 8. 
S. 265 f. zweifek ohne Grand an der IdentiUI des Gibas and JUli-Bak-Ot- 
maL Vgl. onten Note 12. / 



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§.64. Caria. Hi 

(i Ma f mag: .Herod, fi, flS,. ; j. Chdena , ^Thsina , iPscheina) *) tm 
■icht flnbedeatender Flu^s 5 der aus der. Lalidscbaft Unas (d. h. aus 
der Oegend yon Stratoiieea) -heTaafkaBi , Hi Coseisiae< lyd Ala« 
handa xorfcdfaM and sfcb Tralles gegeniiber in den Maunder ergoss.. 
An ihm lagen nach Herod. 1. 1. die AevnalovijXaij bei welchen^dit 
Carier ibre Volksversammlangen bieiten. (Vei^L unten 8. 230.) ^^ 
Der Harpasus (bios von^Piin. 5^ 29^ 29. erwaluit/nocb j. Harpa 
Su) ^) ) welcber in nordostl.' Laufb. b'eivjiarpasa Vorbeifliesst , nnd 
Nysa geg^niiber in den Mender faOt.- — Der Orsinus (nacb ^hdrer 
ht^dLtl Mo€8inus ^ bei Piin. 5, 29, 29.^), ein Flirsscben, das noch 
etwas weiter osll. bei Antiocbia in den Meander mubdet. Nebenfliisse 
des Calbis sind wabrscbeinlieh der Chaus nnd Caularis (Liv. 38, 15.), 
welcbe beide Toni Geb. Cadnins in Phryg^en berabkommen ^) ; die des 
GlaucQS aber vielleicbt der Lysis nnd- Cobulatus (Liv. 38i 15.), die 
ibre Qaellen anf demseiben Gebirge baben miissen ^). Piin. 5, 27, 29. 

4) Vgl. Leake Asia miii. p. 233. Die frflberen Reiseadea, wie Ciand^ 
ler c 59. S. ^82. 284.' niid c. 6a S. 288., denen die Verf. geograpb. 
LjebrbQcher A>lgeh, verwecbselten den von ihnen ganz unbcacbtet gelasse^ 
■en Marsyas mil dem Harpasns des Plinius, den sie Tdr den Tshioa bieiten, 
and worden dadiirch zn groben Irrthttmem in der Lage der Orte verfUhrt. 
Aaeb Mannert VI, 3. S: 1^2. ball den von ibm allerdings erwahnten Mar- 
syas (der ja nicbt mil einem andern gleicbnaftiigen Nebenflusse des Maan* 
der bei Celttdft in Pbrygien zn verwechsehi ist) wenigstens fiir einen Ne- 
beafims des Harpasns. . Der Tsbina aber, der allerdings ein paar klain« 
Nebeaflassis bat, den P^esla (s. Chandhr S. 287.) n. Karpnslee-cbi {Fei- 
lows 'Disear. ia Lycia p* 58.), deren alte Namen wir jedocb nicbt kennen, 
koauttt niC dem viel dfitlichem Har^asas in gar keine BerObrong. 

5) Vergl. ffitiTff /iron^^ ftesearel^s I. p. 533. Aach; Leake p. 249. mid 
Peiiows Dfscov. in Lyeia p. 51 . gedenken dieses Nosli gegenOber. in den 
MSander sMnieadeo FlOssebens als des altea Harpasus, obae jedecb seinen 
■eaem Namen za kennen. ' 

' 6) Am ricbti^sten wobi- Mosynus^ da'Hierocl. p. ^65. in dieser Ce^ 
gend aneb eine Sta^t Mosyna erwabnt, die wabrsiebeinlieh an seinen Quel* 
lea lag. £s ist das von Gbeira n. Karajasu heraufkommende NebeaflQsS' 
cbea des Maaader bei Leake Asia mill. p. 249., welches nacli Chandler 
e. 64. S. 304. jetzt den Namen Hagisik oder Hadscbisik fbhrt.*. Vgl. auch 
Poeoeke ill.S. 10!. Arundell Seven Cbnrched p. 5^1* n. Fellows Discov. 
is Lycia p. 27 ff., welebe.ihn alle Mosynas nennen, 

7) Bianlias'pafsirte sie anf seinem Marsebe westlicfa n. Ostlicb^on Ci- 
byra. Aneb jP. Lucas ^3eme Voyage T. I. p. J 72.) sab sie u. meldet, dass 
die Eittw. den C»daris jetzt scblechtweg bloss ^u (d. i. Pluss) nenneiv 
Van ihrer MOiMifing in den Calbis wissen wir'niclHs Gewisses ; ibrer Ricb- 
tag Bkth aber scbeinen sie sich in denselben ergiessen za mOssen. 

8) Aaeb sie kennen wir bios ans dem Zage des Maniitfs, der sie wei* 

14* 



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Zii Zweiter Theil. Politische Geographic. 

neni^t s^ncb einen Telmessus (nach andern Codd. Tebnedius od. Te- 
medus) als Nebenfluss des Gla\ictt8« im Carieii ^). Ein^ Nebenflas^ det 
Chaus^ wean, nricht dieser selbst, ist wahtscbeiQlich aifch der von 
Plin« 5, *28, 29. erwahnte Axouj-'ier wobrnicht yerscbieden sein 
diirfte von dem auf eiaer Miinze bei ^rundell Dioscov: II. p. 136. 
yjorkommenien '^^dvrjg hti der Stadt.Theinissonium in Pbrjrgien '^). 
Stadte. ^) Ad der Westkusle^^in ^cr Ri^hluag vod,N. naeh 
S. : a) Tonische Stadte: Annaea'CAvvuia ; Thuc. 3, 32. 4, 75. 8, 
19. Scyl. p. 37. [wo die Codd. ^Avva baben] , *4'^aia : Ejpbor. ap. 
Steph. Byz. p. 86.)^ der Insel Saihos gegeniiber, an der lydischea 
Grenze^ dem Epbor. I. I. u. Eustatb. ad Dionys. v. 828. zufolge 
nacb einer AmazoDe benannt, Zufldchtsort dec Samier im Peloponn. 
^Kriege (Thuc. U. U.)^«). — PWene (HQi^Vf] : Herod. I,:t42. 
Thuc. 1, H5. Xen. HeU. 3, 2, 17. 4, 8, 17. Polyb. 33, 12. Die 
nys. T. 825. Strab. 12. p. 551. 577. 14. p. 633. Ptol. 5, 2. Mela 
1, 17, 2. Liv. 38, 13. PUn. 5, 29, 31., nach Strab. j. 636. aach 
Kd&fif] genannt; j. RuineH uhter dem Namen Samsttn Kalesi)^'), 
am Fusse des steilen Berges Mycale und an dem kleihen Flusse Ga- 
son Oder Gasas (s. oben S. HO.) ^^) , zu Strabo's Zeiten nieht mebr 



ter i^stlich Oberscbritt, so dass sie wobi flir Nebenflflsse des Glancas geltea 
kdnnen. 

9) Denkt er sich ihn in Verbinduog idit der StadtTeljuessus^^so kdont^ 
er wenigstens nitbtNebenfluss desGjaucus sein. Vgl. oben S. 104. Note 36. 
. . 9b) Leake auf seiner Karte (u. mit ihm mehrere aeoere Kartenzeick- 
ner) macbt den Axon zo einem der HauptflUsse Cariens, d. h* za« dem heir- 
tigen Kaiguez, in welchem icb nach dem Stadiasm. §. 234. vielmehr dea 
aUen jGlaucus zo erkeiftien glanbe.*" Vgl. .oben 8.104 f. Not|^ 3dw 

' 10) jSie wird zwar nicbt als lonlsche, sondera stets als Carieche Stadt 
angefuhrt, hig aber wenigstens in dem lonischeiv KOstenstriche. In der 
Nahe derselben am Vorgb. glcichcs Namens ist wohl auch die yon Steph. 
By^. p. 474. erwShnte Stadt Mvxaltj zu snchen, die ei^ aber wenigstens 
nicht aus Herod. 1, 148. h&tte anftlhren sollen, wo der Name Mycale bios 
das Ygeb. bezeichnet. Doch gedenkt er weiter unten auch einer bei Epho- 
fus vorkommenden Stadt Mvxakridaqs in Garien, die vi^eicht von jenea 
Mycale nicht verschieden war. » • 

11) Vgl. Chandler c. 48. S. 227 ff. Ionian Antiquities p. 1 3 — 25. 
u. Leake Tour in* Asia min. p. 239. u. 352. Fellews Excurs. in Asia min. 
p« 268 fT., nach Welchem die R'uinen eiue engl. M.seewflrts von Sans6on 
liegen. ' » 

.12) Ephorus in deiti oben angef. Fragm. sagt ausdrlicklich , , dass 
Priene «m G^son gelegen babe,, und auch Mela setzt diess FlOssch^n^in 
dieser Gegend ah; da nun Chandler c. 41. S. 205. .die Ruinen Priene^s 
an dem obea gonannten Kali-Bek-Osmak fand, so hat Mannert VI, 3. S. 



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§. 64. Caria. 213 

QDBlitteQMir am Meere.(d. b. dem Ijalmiscben MB.) 9' da der beofl«h- 
krte-Sfilander dnrch AtasetzHog von Schiamm « uDd Land die Kifste 
nacb nnd nach nm 40 Slad. binaosgofiickt l)atie (Slrab. 12. p. 579.)9 
iber (weDigslens iMiber) mit 2 Hafen aa demselben (Slcyl. f. 87.) and 
im Besitz einer kleinen FlottjS (Herod. 6, S.) y weiiQ auch sonst.nicht 
eben sebrvbedeatend, eiais der 12*Stadte.des lonischcn Bundes u. Ta- 
tn^Udt des Pbiloaef ben Bias, eines Zeitgenossen des Crdsas (Strab. 
14. p. 636.) »»). —Pyrrha'i^ m^ai Strab. 14. p. 636. Plol: 5, 
2. Pliir. &^ 29, 29.), aucb ati derNordseite des Sinus .Latmitus , ein 
fon der Mtindang des Maa&der 50 (Su*ab. L 1.), also von Miletos . 
80 Sud. efttfernt^s StSdtebe'n >^). — Myui (Mvois, Gen. Mvovv- 
foc: HeM. 6, 8. Tliuc. 3, 19. Polyb. 16, 24, 9. Diod. 11, 57. 
Pais. 7, 2. Strak. 14-. pV636. Plin. 5, 29, 31. Stepb.Byz. p. 477, 
and sehon^bei Heo^t. fir. '224. onter dem Namen Mvfj(: ^^) ; j. Rui- 
oen nnter dem Namen PaU4itia, Palatsbi) ^^) am siidllcben LTer des 



266. (d^r Ireilicb die Stelle des Ephorus nickt kaodte) keinen triftigen 
(inmd daran za zweifeln, da dieser der Gdsus^ des Mela seL 

13) Plin. 5, 29, 31. erwahnt zwischen Priene und My us einen sonst 
anbekknnp^n Ort Nauhchusj hOchst wahrscheuiHch den Hafen einer von 
jiesen beiden Sudten. In diaser Gegend des MMandrischpn Geflldes schei- 
■eo ancb die bei Xen. Hell. 4, 8, 17. v6iiconmenden Orte ^JevxoipQvg nnd 
*J^iXXHOP gesncht.werden zn miissen. Leucopkrys hatte nach einer andem 
Stelle der Hell. 3, 2, 19. einen sefapbeiligenTeippel dor Artemis <-^ flb^ 
6% Diana Lencophryene vgl Creuzer Symb. II. S. 190f. Ueyne Collect, 
Diss. Anti^!. Vol. I. p. 109r nnd unten S. 226. — ) und einen See niit stets 
kwegtein, beissem, jedoch trinktareniWasser. (Vergl. ancb Athen. fr. ex 
Nicand. Geo. 1 5, 9. u. Buonarotti- Osservaz. sopra alconi medaglioni p. 86.) 
Jcki/leufft aiher ^ neben Prtene und Leucophrys ei;F2ihnt,' kann nnn^dglii^b 
iMM oben S. 138. Note ^3. In Troas vorgekommene sein. 

- 14) Nlmlieh Iftngs der Kiiste; denn quer Ober denMeerbusen berOber 
betrog die Entfenlnng beider Stidte bios 30 Stad. <S. oben S. 20d.) 

15) Da Mela 1, 17, 1. Myas ganz mit Stillscbweigen libergebt, dage* 
gen aber eine Stadt (urbem^ nickt oppidum) Namens Hippus, die sonst Nie- 
■anderwibnC, an -die MUndung des'Maander setzt, so kommt man fast anf 
fe Vennutfanng, dass-er falsch gelesen habe (JIIUO^: statt A/TOT^^ 
nd dass es statt Hippum heissen sollte Myuntd, (Doch darC ich nicbt ver- 
•cbwdgen, dass bei Plin. 5, 29, 29. unter den Carischen Staaten, jedoch, 
wie es j«cbeint, in « einer ganz audern Gegend, aucb 'Uatydienses seu Hip* 
;wii Torkommen, die sonst Niemand keon^.) Mannert VI, 3. S, 260. bfilt 
weit onwabrscbeinlicher Uippum f&r einen Schreibfebhsr statt- Heracleam. 

16) Span nnd fFheler (I. S. 73.) Chandler (c. 42. S. 206 S.) nnd 
PHhws (Excurt. p. 263 ff.) erklflren ihre Ruinen fUlschlich f&r 'die von 
Miletus, weil an den Manem derselben mebrmab der Name derHilesier 



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314 Zwei-ter TheiL Politische iGeographie, 

Mftandir; 30 . StaJ. < Ton seiner MandQiig'(Strab. h I.) 9 frAerabcff 
woM uDniltelbar an 4er See-^^); die kleinsle uitfer den^StadteB del 
loniscben Bandes'nnd zn Strabo^s Zeken scbon so* nrensobeiileeri 
dass sio(i ibre Binw^ ml 7ur BiirgerscbAft von' Miiietas recbnelea 
(Strab. 1. 1.), wMu spaterbin der ginze-Rest de^sellen aaswanierte 
(Pans. 1. l.)^Ov* Sie ^ar eine d^r 3 St&dtc., die Artaxerxes den 
TbetoisU)cIes.scfaenkie'(Diod. 11, 57.' Nep. Tbenn^lO.). Bios 4SUid. 
osll, yon Myas lag am MSuindev der FlecLen Thymbria (Qvfi^ta: 
SjLTab, 14. p. 636.) mii^einem' CbaroniiMi, d. h. einer giflige Ddoste 
aasbAucbenden Hole. — Meraclea ad Latmum {'H^uXsia ^ vni 
JaTjiifp: Scyl. p. '30. Slrab. I4. p. 635. 658, Plol. 5,*. Plin. 5, 

29, 31. Hierocl. p. 687.) i») ein kleines St$dtchen am Fosse des 
Lalmas and dem nacb dfesem l)enannlen MB., and dalier n^cb HeeaU 
fr,327. bei Stra^. 1. 1. frtiher selbst Laimus genannt, ^ddftU. voa 
Miletas and siiiwestl. von Amazon ^^). ^^ MHetua (MUitjTOQ\ Horn. 
II. 2, 868. Hecal.. fr. 223- Herod. 5, 28. 6, 18. Tbnc. 8, 17, 25. 

30. Xen. An. 1, 1, 7. 1, 4,. 2. Scyl. p, 38. Strab. 14. p. 633ff. 
Pans. 7, 2. Plol. 5, 2. Dionys. v. 825. Lir. 37, 16, 17. Mela I, 



angescbrieben stand (vergl. jedocb nnten Note 21.); and Letztere nebmei 
die Rainen von Heraclea (s.anten Note 19.) fOr die von Myos. 

17) Vcrgl. oben S. 213. and onten Note 19. 

18) Als Gnmd der Answaaderang giebt Paasaaias die oagdieore 
Monge' voD Fliegen an, dje aus dem sanpfigen Gewasser entstanden. Zn 
seiner Zeit war vop Myus nur noeb ein Tempel des .fiacehoff^filHri^, ver* 
matblicb dasseibe Geb^de; dessen Ruinen Chandler fiOr die eines Tbeaters 
ansah. Eine andre.Ursache der Auswandemng-waren vjelleicbt die^b^ii* 
gen Ueberschwemmiingen, denea Myus ausgesetzt war. (Vgl» Vitroy. 4, l*t 
aa€h welefaera sie einmal ganz vom Meore verscbiangenwarde.) . ' 

19) Seine Ruinen finden sicb am Fusse dcs Latmos'o. an einem.See, 
der von der Sladt Baffin seine.a Nanen bat^ and wabrscbeinlick eip Tbeil 
des alten^Sinns Latmicus ist, den durcB den MManderaagesetztes Land za 
einem Landsee gemacht bat. (Vergl. Leake Asia nin. p. 239.) Chandler 
c. 50. S. 234. u. c. 58. S. 280. pnd Fellows Excars. in Asia mia. p. 263, 
(der aber freilich gerade diese Gegend nicht genauer natef sucbte) nabnea^ 
an diese durcb den Mitauder bewirkte Umgestaltong der Kttste nickl den- 
kend, den See voa'^Baffi Tiir den See von Myus o« folgUcb die tlainea roa 
Heraclea Cllr 4ie von Myns, 'die von Myus aber file die Ueberreste von Mh> 
letus, welches lelztere der Mttander uhmdglich von der nprdwesU. Eeka 
der Halbinsel bis zn der Stella, wo jetzt Palatsba liegt, d. b»80 Sud. ober* 

*|»lb seiner alien MQndung, vefriioken koante. ' . * 

20) Plin. 5i 29, 31: nennt, ,wenn nicbt die SteHe dtireb»die Abscbrei-* 
ker verdorben ist, ie#isehen Myps and Heraclea ^m ILiatBos eine soj»l vf4» 
Plf iwJ^kinate ioniscbe Sfadt Carimt 



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, §.^. Carta. 215 

17^ 1. PUb. 5, 29, 30. a. s. w.) ^^) tn demselbjBii MB. , 80 Stad« 
fMl. Ton der Jtfiiiidaog d^s Maander, dt€ wichtig3te uBter alien 
Siadfen der lonier, undvoii dieseir bei ihrer Ansiedekng schon vor- 
gefonden nnd dot erweitert (Strak 14. p. 634. Paus. 7,* 2. ApoUod. 
3, 1* Evstalh. ad Dionys. y. 825.), da sie*schon Homer]. 1. als eine 
Stadt der Cari^r kennt ^^). Sie wnrde bald eioe der maohtigsteii See- 
imd Hadtelssladte , deren Sobjffe das ganze Mittelmeer bis iiber die 
Sitfed des Heredes binans, durehsegelteD , nameQUich aber ihre 
Richbuig naeh dem Pobius £iix« nabmen, and luer, -wie anderwarts, 
eine Menge von- Kolonien gt^iind^ten (vgl. Bd. L S. 42.)^), er- 
warfc sicb aber ancb lom BefSrderung ^der Kanste nnd Wissenscbaften 
■kbtgeringe Verdienste, da in ihr der Gnmd zor.gri^cb. Pbiiosopbie 
nnd GesebiebUobreibnog gelegt wnrde (s. nnteo). Die Biiilbe der 
Stadt ^nd jedoch ibr Ende -mit ihrer Erobemng n. Plnnderhng durcb 
die Perser in Fplga des* von den Miiesier HistySUis Teranlassten Ab- 
Ms Yon der Persiscjien Oberberrscbaft (Herod. ^5, 30. 35. 6, 18 IF. 
Strab. 14. p. 635.)^^). Nocb tie/er sanL sie^ als Alexander d. Gr. 
fie abermals erobert and znui Theil zerstort batte (Anrian. Anab. 1, 
19. 20. Strab. 1. 1.); docb blieb sie aneh spaier and selbst nnter r5- 
Buscber Uerrscbaft wenigstens eine mittelknassige Handelsstadt, von 
deren voUigem Untergange (darch di6 Tiirlcen oder Mongolen ?) wir 
keine nahere Nacbriebt baben. Sie bestand , von einer gemeinscbaft- 
lichen Manor umgeben , ans einer aussem ond innern Stadt ^^) j von 
denen letztere aucb nocb besondereBefestigungen hatte (Arrian. Anab. 
L L ) , wabrend ancb die vor ihr liegende Grnppe der 'Tyagasai- 
sckat Insetn (n^i %d6 Tqayaiw vrjola^ Strab. 14. p. 635.)*^) bei- 

21) Nach Bea9(four T. 11. p. 173. bat jetztder HSander *die ptnze 
Gegead von Biilelas am Fosse des Latmos in einen die, Laft verpestfenden 
,See oder Sompf verwandelt ODd die RiuDen der alten Stadt nnter seinen 
€ewassenf begrabeli. Uebrigeas vgl. Note 10. o.*19. • 

22) Naeb PUn. 1. L soil %ie nrsprttBglich -Lekgeis, Pityuta qnd jihiOr 
etpHa geheissea habeo. Nacb Strab. 1. I. ond p. 573. waren seine ersten 
Grander Cretenser, and Mcbp. 611. zeiglees Doch zn Strabo^s. Zeiten 
Graber and aadre -Sporcm der alt^a Lei^gen 

23) Pya. 5, 29, 31^ giebt die ZaU der milesiseben Kolonien zn 80, 
Seneca Cobs, ad Belv. cu 6. za75 ao. 

24) Wa^ ypo 4ea Eiaw. aat Leben gebliebea war, wnrde Vora Darios 
ia £• Gofaagenscbaft aach Anq^e in Babylbnien abg^f&hrt. (Herod. 6, 20.)* 

. 25) Bei Callim. fir. 402. ex Etym. M. (jp.457.. ed. Lips.) ersebeint eia 
K$^'(nttg, rinog Mdiftov, 

26) Biie grOssto derselben war Lade (s. naten)« Bin paar andere, 
Drmmeos o. Peme^ nenat Plin. 2, 89, 91. 



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216 Zweiter Tbeib Pelitisch^e Geograpbie. 

trag^, ilur und namentliob iluren Hiifeb Schntz* .und SicberheU zu ge- 
ben y dereii Miletas , wenigstens ia spatem Z^ilen y viei* -zaUte, 
woruDter eiiier der Hauptbafen fiir Kriegascbiffe war (Str^b. 14. p. 
935.)* Auch in der Literargescbicbie ist M. merkwiirdig ab Vater- 
stadt'.der alteaten looiscben Pbilosopben Tbale3 and ABaxima^der 
und der Logograpben Cadmus und.Hecataus (Strab. 14. p. 634. Piia. 
5, 29, 31.).<. Die Umgegepd von Miietiis trieb starke Scbafkucbt; and 
die mUesiscbe WoHe gait fur ekie der ,besten Sorten des Alterthans 
(Strab. 12. p. 578. Plin- 8, 48, .73.) ^O- SiidiLcb von Miletus (aad 
zwar nacb Plin. 5, 29, 30. 180 Sud. daron) nod 20 Sud. nord- 
licb. yom Prom. Posidinm und der Kiistct (nacb Plin. 1. 1. in dneiii 
Flecken Posiditun, 20 Stad. von der Jliiste entfemt) lag derm^ 
alte, nocb vor der tjlriiodung Miletus erbaute., beriibmte Tempel 
4es Apollo Didymeus init einem Qrakel*, dessen Verwallang der 
Priesterfamilie der Branchidd erblicb iibertragen war (Paus. 1\ 2. 5. 
Mela 1, 17, 1. Plin^ 1.1.). Der vom Xerxes ztrstorte Tempel ward 
spater.in einem von keiner andern Tempelanlage des Alterthans 
erreicbten Umfange wieder bergestellt (Strab. 14« p. 634. Pans. 

1. L)*«). — lassus Oder lasus (Yaaao^: Polyb. IB, 12, 2- 17, 

2, 3. u. ofler, Plol. 5, 2. "laao^: Thue. 8, 28. 29. Slrak 14. p. 
658. .Sudiasm. mar. magni §. 274. 275. Plin. 5, 29, 29. u. Miinzeii; 
j. Askem [oder ricb tiger Asyn] Kalessi .mit.ansebnlicben Ruinen)'^ 

27) Ueber welche Bd. 1. S. 43 f. u. 47 ff. zu vergleichen ist. Ueber 
Miletns and seine Verhftltnisse im Altertb. vgl. ilberhaupt Rambach de Mi- 
leto einsque coloniis. Hal. 1790. 4. Schroder Comme'ntt, de rebus Mile- 
siorum. Part. I.. StraIsand.'lS27. 4. u. besonders iSoAio^ Rerom Milesia- 
rum Comment. I. Darmstad. 1829. 4. , < 

28)'I)och nicbt ein Tempei oabm diesen von einer gemeinsamen 
Maner nmschlossenen grossen Umfang ein, sondem mebrere kleioere Tern* 
pel n. Kapellen ; auch befand sich ein heilip^er Hain, ja ein ganzer Fleckea 
innerhalb der Mauer (Slrab. Ll.)^ sa dass^diese Aniage aaf einig^ Karfea 
(z. B. bei Kruse) als ein «igener Orfr Nshneas Branchidae erscbeinU, Von 
den Tempelanlagen sind' nock Ruinen ttbrig. Vergl. Ionian Antiquities p. 
27 — 53. and Chandler c. 43. S. 213 f. mit Zei7i^ Tour in Asia min. p. 
2.39 f. and 348 f. — Zum Gebiete von MiletgebOrte ein^t ancb die Sudl 
jissesus (uindrtGog) rait eiiTem Tempel. der Minena, der in dem^iCriege der 
Lydier mit den Milesiern abbrannte, ' and an dessen Srelle der lydische Ktt- 
nig Alynttes 2 Tempel- der Gottin erbauen Hess (Herod. 1, 19. 22. Po- 
lyaen. Strat 6, 47. Partben, Erot. c. 14. Stepb. By^ p. 126.) u.^ das Ka* 
BitW Tichhusa (THx^omtra I Thue. 8, 26. 28.). - ^ \ 

29) Vgl. Span u. H^heler Voyage T. I. p. 361. (deatsch. Uebers. I. 
S. 73.) Chandler e. 54. S. 257. Leake Asia min. p. 227. v. Hiehter's 
Wallfabrten im Morgenl. S. 546 f. * 



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§.64. Caria. 2i7 

anf ^iner ficbt tfeben deo^ FesUaqde liegenden bsel ,iii jiem naeh: iHr 
keiuiDiiteii MB. , von Argivern gegrfindeV^ tod Milesiero aber v^r- 
grosseit (Polyj). 16^.1.), ubd obgjeich es nur.lO SUd. im Umfaog 
bielt , mid sicb banptsacblich vom Fiscbfang Qhd Fiscfabandel oahrte 
(Strnb. 1. 1.), 4ocb ein reicber^rt (Tbnc. 8, 28.). k der Nabe lag 
dn Heiligtbam der Yesta, dereii nnter freiem Jttiminel stebende BUd- 
siUile Die vam Regen gelroffen wnrde (^olyb. L 1.) ^o). — ftargylia 
(TdBafyvXia: Polyb.l6, 24, 1. 17, 2, 3. 18,27, 4.ii.ofter, Strab, 
14. p. 658. Ptol. 5, 2. Liv. 37, 17. tm Sladiasm. mar. magni §. 
272. ,d. 274* darcb Scbreibfehler BagfivXia^ Bargylot bei Mela 1, 
16, 3» Bargyla hti Plin. 5, 29^*29. ^^)y vod deji Cariern seibst^nr 
danu^ geiianiit: Stepb. Byz. p. 154. Const. Porphyr. de Them. 1, 
14.) ein ileiner Ort aa der Sudkiiste des lassigeben MB. , de]r naeh 
ibm aiich den Namen. Biwgy/teticus fiibrte (s. obeU'S^* 209*), mtt 
einem Heiligtbum der Diana Cindyas (rtje 'jigT^fuSoe %ijg Kivdvddos 
Polyb. 16, 12, 31 Slrab. ,1. l)«'.derei| Bilds^ule, obgleicb sie unter 
fceiem Himmel 8lap4^, nievom Regen getroffen wurde. Von den.RcH 
mom ward sie fur frei erklMpt, nacbdem Pbilipp III. gezwungen wor- 
denwur, die macedonische .Besatznng ,aas ihr zuriickzuzieben (P.o* 
lyb. 18, 31. exc. de]eg.^9- Liv. 33, 30. 35. 39. Plul. Flam. 12.) ^^> 
— Caryanda (KagvdrSa: Hei^at. fr. 228. Herod. 4, 44. Scyl. p. 
38.^3) Strab. Mela n. Plin. U. U., aucb Plin. 5, 31, 36.), ancb ein 
minder bedenteifder Ort, (nacb Sciyl. n. Strab.. 11. 11.) theils aiif dem 
Festlande , tbeils auf eider Insel hagrt an derselben Kjiste , jerlocb mit 
einem Hafen^-^);. Gehortsort des Logog^aphcn Scylax (vgl.. fid.'L 



30) Stp^ dagegen i4.'p;658. spricht in dieter -^regeod nor von dem 
ulen erwibnten Tempel d^r KindyadischeD Artemis , welcbar Qie beregnet 
werde, a. sagt, dass es^instbi^r am lasiscbieD ]\fB. aacb einen Ort.^^Wi;^ 
gegeben babe, den Herod. 5, 118. nocb .kaante. ' 

31) Bie Bargyielicicampi bei PUo. 5, 29, 31., welcbe der Mtander 
darebstr5mt, e&e er die Grenzen Cariens betrftty diirfcn aber mit diesem 
Bargyba nicbt ve^echsjBltVerden. 

32) (Jeber seine matjmiassliche Lage zwiscben- Pasba LimaDi u. Asyn 
Kalesi vgL Leaie Asia jninor p. 229. 

33) Wo dorcb Scbreibfebler KQvlvda steht. 

34) Denn gewiss. mit Recht bat Txsikhcke bei Strabo 1. 1. die « alte 
(aneb sehon von Stepb. Byz. in seiner Bandscbr. vbrgefundene) Les^rt Aa- 
qa^uvfa kifjonj (welcbe Chandler c. 55. S. 262. verleitete , die Stadt auf 
eine Insel eipes ibr gleichnamigen Sees zu ver^etzeo, voik .dem sonst Nie- 
mand etwas weiss) in AT. Xifuiv verwandelt. ' Aucb Scylax 1. J. beststtigt die 
Riebtigkeit dieser Emendazion, indem er scbreibt: Kccg'. t^aog nal nokig 



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tl8 Zweiter Theil. Politische Geographie. 

S. 63.)^^). -^ ^ Potiscfae Stadte: Myndt$s {MwJhQ: Hecal. fr. 
229. Herod. 5, 33- Polyh. 16, 21, 1. 16, 15, 4. Strab.13. p.611.»«) 
14. p. 658. Seyl. p. 38. Ptol. 5, 2. Meta 1, 16, 3. Plin. 5, 29^ 29. 
Stepb. Byz. p. 477. bei Hierocl. p. 687: 'Afwrio^i j. Mended od. 
Mendesche)'^), ^inealte, von Trozene aus gegriindete <Paus. Cor. 
30.), dorische Kolooie an der Spitzes der geoannten- Kiiaie und der 
nordlichftten dorisehen Halbinsel , nordwesU^ von HaUcarnassps , ait 
starken Maaem u. einem Hafen (Arrian. 1, 20, 5'ff. 2, 5, 7. Stnb« 
14. p. 658.)«»). — Medmiisa(Jf]i%,\.L Miifia^og: Hecat. fr. 
1K30. ex Steph. Byz.) in der Mahe der vorigen, zwischen dem Ce* 
ramisehen and- lasischen MB. — r- Termera (rd Tig/Mgrn: Herod. 
5^ 37, Steph. Byz. p. 650. Plin. k 1. Tdgf^Qovi StrA. 14. p« 
657.) am Yorgebirge Termerinm oder der nordwestlichen Spitte 
des Geraitiisohen MB. , nach Plinius ^nter* den Romero «ine Crtie 
Stadt. — Leuca (M^a 1, 16, 3.) »»> oder LeuoopoUs (Plin. 5, 29, 
29.) wastlicb yon Halicarnasans, an der nordi. Kiiste desSin. Ce- 
ramicos , iibrigens anbekannt. — Hdlicamassus (^AXiua^aaooq: 
Herod. 3, 14. 7, 99. Thnc. 8,. 42. Apoilod. ap. Steph. Byz. p. 63. 
ScyL p. 38. Strab. 14. p. 656.- Pt6l. 5, 2. Mela.1, 16, 2t Plin. 1. 1., 



fital Xifti^p. Der Hafen beisftt jetzt PashaLimani (vgl. Lea&e Tour in Am 
Bin. p. 227.). " » 

' d5) Noch etwas O^icher, 80. Stad von Mynda3 (nach der sehr wabr- 
3cheinIickeo Konji yon 6ail ix Mvpdov st. im Ji^Xov)^ setzt der Stadiasm. 
§. 272. 273. 276. tk. Ofter einen flafenplatz Panormus (TlaPOQfLog) an, 
wahrscheinlich denselbeo, den TEac. 8, 24. mil dem Zasatze r^^ MtXi^maq 
anfiihrt, a. der von dem ontea S. 224. Note 78. vorkommenden gieicbnami- 
gen Hafen der Gaanier wohl za onterscheiden ist 

36) WosieStrabp'ftir eine aHe Stadt der Loleger erkliirt, die-eibzige, 
die aftchst Saagela vora If aasoias erhalten wprdeo sei, wihread er die Einw. 
yon 6 apdem Stftdten 4er Leleger nacli llalicamassas iiberge'siedelt babe. 

37) Nacb Leake Asia minor p. 228. bitte Myndos an der Stelle des 
bent Hffenorts Gninisbln gestanden, wo Beaufort bed^niende ildinjea fand. 

38) (Jebrigens sagen Plin. a. Stepb/ Byz. II. II. la der Nabe von den 
Myndus ihrer Tage babe einst die alte -Stadt {PafuetAyndut) gelegen, und 
eben* daranf scheiot an£b Straiio's Astypalaea hiDzawaisen. Aoch der von 
Mela 1, 16, 3. o. Plin. 5, 29, 29. als OsU. von Caryadda aafgefUbrte Rd- 
sienort Neapoiis ist wahrscbeinlieb nicbts Anderes, als das neoe Myndus, in 
Gegensatze zu der Astypalaea^ da sonst Niemand ein Neapoiis in dieser 
Gegea^ keniit (Vf^.< Manner tVl,^ S. 247.) -^ Id der Nabe votf Myn- 
dos lag einst anchdie Stadt Suagela {^ovayfka: Strab. 13. p. 611. 
Stepb. Byz* p. 614.) mit den Grabem der ahen cariscben ROnige. . 

*39) Bei Mela aber aicbt als eine Stadt, sondera als ein' Rttsten- 
striob anfgef&brt(/iiri^ i^cn). < / ' . 



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.§.64. CarU. , ai» 

Mber Zepfyra genannt: Strpb. L L; jv Bodnw od. fiondreum) ^<^), 
otch Herod. 7, 99. it. Pans. Cpr. 30.' iron DpHarn aas Trdzene^^) 
am Abb^nge dnes steUen Felsen^ mid an derselben Kuste angelegt, 
(oach SudiasjD. mar. magoi ^.248. n. 249. 220 SUd. tob Myndioa 
uid 18Q Stad. (?) ron Qos), and dne der 6 Haoptstadte des doriaehfin 
Bandes^^); spater, als sie ans dies^ Bnnde ansgeseblossenr wbrden 
war (Herod. 1, 144;) , die Reaidenz eigener. Kfinige^ des Jkutsoliia 
and der- Artemisia (Strab; n. Mela It. U.)^'); Jie grosate nod scbonste 
StadC Gaiiens (Diod. 1^,' 90« 17, 23«), ancb sUrk befestigt, and 
beaondcrs doreb-die CitadeUe Sainads^) janf der Spitzes des Felseoi 
gescbiUt (Arrian. 1, 24. Diod. 17, 24 sqq. SitA. I. I. VHnr. !^, 
8.)^^). .Den Hafen bildete-dje klein^ baeljircohnestis*^), anf welober 
siab eiB Z](feiles Kast^ll befind (ISirab. L 1. Arrian; 1^ 23.)«7)- Von 
Alexander naeb einer langwierigen ^ Belagernng eroberl nnd grosslen- 
tbeils zerslort (Strab. 1. 1. Dio*. 17, 2S— 27. Curt, 2, 9, 10.), 
wnrde sie doch spatiir ^ieder bergestelll ,' u. war auch unter den JR.Q* 
Bftm immer -nocb eine bedentende Stadt. Ibre gr(>sstje Merkwdrdig-* 
keit war das von, der. Konigin Artemisia ibrem Gemabl Mausolos er- 



. /kO) Wo sicb noeh eioige RniDen der alien Stadt finden. Vgl. BfflU" 
jntr T. 11^ p. 17.5. v. Prokesch DeakwOrd. III. S. 441 ff. nnd Hamiiton's 
Researcbes.U. p. 30 ff. Nach fFhele'i: Voyage I. p. 333> aber wiirden die 
;Qemlicfa bedeotenden Rninea jetzt vielmebr den Namen Okanstecbcs flihren 
and Bodrun (aa der Nordkflste ia^r Halbipsel) die Ruinea von Myndc^s ent* 
halten.^ Docb ist offeqbar den geaanern n. grfindliebem Unlersucbon^n der 
aeneslen'Reis^den mebr zn glaoben. 

41) Naeb. Mela 1« I. aber eiae Ai^viscbe Ansiedeloog. 

42) Die flbrigen. fttnf waren Gnidus, Cos ^nd die 5 Stadte der intel 
Bbodos: lalyluis, Lindas a. Camiras. 

43) Untei', denen sie sehr rergrOss^rt wnrde. Vgl. Note 36; 

44) Denselben Namen l^brte'aack die am Abhafnge des Felsens^recbts 
?«■ der. Stadt, in der Nfibe eines Yeans-' nnd eiaes Merkorte^ipels (Vitmv, 
L L) bervorspmdelnde QdlsUe, die' ia dein Rnfe stand, die aos ihr Trinken* 
den zn entneryen.(vgl. Ovid. Met. 4, 302 ff.), wflhrend' vielmebr die sinn- 
lieben Geoilsse, denen man in den ihres herrlichon Wassers n. der reizen«- 
dea Gegend wegen nm sie ber angelegten Baden *(Reistaorazionen a. s. w.) 
frabate, der eigeatlicbe Grand dieser Entnervnng waren (Strab. 14. p. 656. 
Vitrov, I. I.).; Vgl. notk nnten Note 48; 

45) Alezander kOnnt^,, als er die Stadt eimiabm nnd f nzflhdete , die 
C^te CiradeUe, in welebe sicb die fiiaw. gefliicbt^ baften, ntcbt erdbem 
(Arrian. nl Diod. U. 41.). " '- /- " 

' 46) Nach HandUwis Researcjies II. p. 34- jetzt Orak Ada genannt 
47) Naeb Scyl. p. 38. batte sie zwei Hafea n. danmter mnen an ver^ 
scbfiesseadeat 



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220 Zweiler TheiL Politisi^be Geographie. 

richtete pracbtige Grabnal, 'das' Mansoleam (beschriebeo' yod PKd. 
36, &;9. a.'Vitrav; 2, S.*®); vgl. auch Sti^ab,-u..M€la IL U. GcB. 
10, 18. VaL Max; '4, 6.).' Vnict den zahlreioben Tempeln der Sudt 
war besoaders einer djsr Veous aasglszeicbnet (Dfod. 15, 90. 17, 23. 
Vitniv. 1. 1.). Uebrigens war sic die VatersUdtder Geschicbtscbm- 
ber Herodotus und IKouysius, wetcber letztere von ibr seinenBei- 
namen^ftihrt (Strab. 1. I.)*'^). — Tebrdstus (TeX/at&ao^) od; Tebnisis 
(TeX/jtiGig: -£iQW. TsX/iiooilg), ein yon* Plolcino ap. Sdid* p. 3517. 
B. n. Eijm. M. p. 751, 27. erwabnb^s St^dtcben, 60 Stad. yohder 
yorigen^ das abch bei Plia« 5, 29, 29. nnter dem Namen T^bnessim 
yoritommU (Vgl. Bd. L S.-2S9. Note SO.) *o). ^ Bargasa (totBa^ 
jt^aa: Strab. 14. p. 656. Ptol. 5, 2. *i) Stepb. Byz. p. 153.), cin 
kleiner, zwiscben Halicarnassus u. Oramas gelegener Ort, nieht aa- 
mittelbar am Meere. — Ceramus (Kiga/Ueg: Strab* ibid. Ptol. 5, 2. 
Hierpcl. p. 687^ .PHd.S, 29, 29.) ^) an dcr Sudkfetc^^) dcynach ihr 
ben^onten MB. **), abcr weiiig bekannt. — Cedreae {K^giiii: He- 
cat. fr. 234. ap. Stepb. *Byz. Kcdgelai: Xen. Hell. 2, 1, 15.) an dcin- 
selben MB. -^ Euthenae {Ev&rjvai: Foleino ap. Stej^b. Byz. p. 277. 
Euihene: Plin. 5, 29, 29. Eutharme: Mel. 1, 16, 2.). am dorischca 
MB. (Plin. 1. 1. vergl. oben S. 210. Note. 100.).. — Hamaxitus und 
Elaeu^j zwei von Plin. h U erwahnte Fleeken an demselben MB. 



■ 48) Hamilton Researches II. p. 34 £ glaabt weni^tens die cyklopi- 
seben SabstnictioDen deSselben noch gefunden za habeo, und zdgt den lir- 
Uuyii derer, w.elcbe vermuthea, dass das- vqu dei^ flhodiscben Riltern ai 
der KUste erbaute' feste ScMoss auf der Stella des Mausoleums sleheJ Die 
Akropelis auf dem Berge, von der er ebenfalls cyklopische Trtimmer faod, 
mu^s seioer Meinuug nach so fest gteweseo seio, dass sie^faSt aneimieb*- 
bar war. Auch die Quelle SaFmacis finder sich noch vor. 

49) Alexander d. <itfr. schenkte den Halicamassensern nach Plin. 1. 1. 
6 Stadte der Umgegend, nlinilich die oben genannten Medmdssa^ "Pcdasum^ 
Telmissum n. aussierden noch 3 sonsl vOllig unbekannte, Tkeangela^ Sibde 
und Euraniiim, ' ' 

. 50) Nicht zn yerwechsein roit der w)eit bedeutenderen Stadt dieses 
Namensiu Lycien. • ' ./ 

51) Wo jedoch gewdhnlich BagyaCa edtrt wird. Uebrigens setzt Ptol. 
die Stadt zu tief in^s Innere des Landes zwischen Amyz<m n. Magnesia* ' 

52)^^;zvi7/ela8st sie jetzt noch denNamen K6muno fUhren, yon den 
ab^r Icein neuerer Reisender etwas weiss. (Vgl. Leake Asia min. p. 225.) 

53) Auf manchen Karten, auch bei Kruse und Leake^ erscheint es 
f^lsehKch auf der Nordseile des Geram. Meerbusens, da es doch Strabo a. 
PtoL nicht alku weit yon^Cnidus ansetzen. Vgl. Mannert VI, 8* S. 237. 

54) Plin. L I. macht es zu einer Stadt im Innem Gariena. 



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§.64. <:aria. 281 

— CnidHS {KvlHoQi HoiD. H. 1, 43. Aesch. Pers. 888* Hefod. 
1, 174. Thuc; 8, 35. 42. Xcd. HeU. 4, 3, 11. Tbeopomp. fir. 
111. ap. Phol. Cod. 176. Paus. 1, 1. 5, ?4. 10, 11. Slrab. 14. 
p. 656. Ptol. hy2. Mela 1, 16, 2. Stadiasm. §. 245. 247. bei den 
Romern auch Gnidus: PUd. 5, 28, 29. Hor. Od. 1, 3, 1. 3, 26/9.* 
a. Qfter)^^)^ ein^ der Sage nach vom Triopas gegriindete (Diod. 5, 61. 
Paos^ 10,. ^.) Qnjl daber.AnfafigS' Triopion'^^) genannte, naeb He*, 
rod. 1> 174. Ton Lacedaiaonlerii bewobnle , Hkuptstadt d^s dorisobea 
Bandes ,< am Prom. Triopium vnd auf der-aussersten Westspitze <er 
doriscben Halbinsel^^), ein Tbeil derStadt aufdem Pestlande, eia 
aaderer-auFemerkleiiien, felsigen Insel gelegen^^), die dureb einen 
Damm'mit jenem verbunden war, der die beiden Hafcn trennte , vba 
denen der eine, fiir die Kriegsscbiffe bestimmte^ verscfalossen werde« 
konnte (Strab. 1. 1.) '^). Sie war .ein Haapisita^es Cultus der Apbro- 
dile (vgl. z. B. Paus. 1, 1.), die vbn ibr einen ibrerBeinamen fiibrie, 
und als ^ine ibrer grossten SebenswiirdigkeiLen gait die bf^riibmte iin- 
bekleidete Stattie dieter Gdttin von der Hand des Praxiteles (Paus. 
7, 1. Plin. 36^ 5, 4.) ^^). In ih^er Nabe auf der Landspitze Triopinm 
warden aucb . beriibmte' KampCspiele ,ztt Ebren des tribpiscben Apollo 
gefeiert , . an wdcben 'nor die Verbiindeten doriscben StSdie Antbeil 
nehfueh dorften (^erod. 1^ 144. Scbol. Theo<^r. Id. 17, 69.) ; sie 
selbst aber war (nacb^ Strab. 1. 1.) die Vaterstadt mebrerer aucb um 
die Geograpbie bocb yerdienfer Manner, des Ctesias, Endoxus^^), 

55) Ueber ihfe zum Tbeil q^klopiscben Rainen am Gap Grie. vergl. 
Beaufort Caramania p. 81. Ionian Antiquit. II|. p. 1. fFill, Tourner 
Joov. of fi torn* in tbe Levant. .T. lU. pt 31. Leake T&ar in Asia min/ 
p. 226. Hamilton's Researches II. p. 39 ff. 

56) Nach Flint 1-. I. Triopia, sp^ter aber aoch Pegusa nnd Stadia 
(nach andrer Lesart Caudia), Ueber den Trropas qnd die GrQndnng von 
Triopion vg!< anobEoseb-. Gbron. 464. -fiustath. sM Horn. IK A\ 341. Hoi- 
stem, adSteph.'Byz. p. 666: Sp(itnhem, ,k^ Gallim. in Del. v. 160.* And in 
Cer. V. 31. ff^ass. ad Thuc. 8, 351 : * 

57) Nach dem Stadiasm. §^245. betmg ihr Abstand vonRhodus 750^t!ad. 

58) Also- eine Doppejstadt, w4e das obep genanojte Garyandsft 

59) Als Harpasns heranrftckte, wollten die Cnidier die Landspitze 
dircbgrabenv oraihre Sladt za einer v5tligen Insel zu machen, was jedoch 
nicht gelang. (Vgl. Herod, 1, 174.) 

60) Vgl. aoch Lncian. Amor. c. 1 1 sqq^ and Philostr. vit. Apollon, 6, 
40., ^ dessen Zeiteh sie noch vorhanden war, Ramhaek za Patterns griech. 
Archaol. Tht 3. S. 475. Antiquit. of Ionia IIL p. 14.' and Hamilton's Re- 
seicrches II. p. 45. , " ^ 

61) Der aucb bier seine Stemwartehatte, auf der er seme wichtigen 
ud berabmtea Beobacbtoagea anstdko. (Strab. 2. p. 119. 17. p: 807:) 



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2SS Zweiter ThelL Palitische fieographie. 

Theopompas vad Agatharbhides (fiber welebe Bd. I. S. 93 ff/ 107 f. 
116 ff. 244 ff. zu vergleiclien ist.) Uebrigens ist sie lAioh in der 6e- 
schicbte beruhmt geworden 4urch den Seesieg, den bier der Atke- 
nienser.Conon im J* 394* y. Cbr. iiber d^ spartan. FeldhermPisan- 
deF crfocht ««). 

- B) An der Siidkuste, welebe in ibrarganzen, bei Hifstenbbrt 
^inabe.1500 Stad. betragedden (Sirab. 14. p. 651.) Langevonder 
Lyeiscben Grenze bis zun\ CastelL Ph^nix den RUodiem gebprte ^), 
imd daber ^ ncgaia vmv Todiwv hiess (Polyb. 17, 2, '3- 6, 3. % 9. 
31, 25, 3.), in der Ricbtnng von W. nacb 0. : Dss Kastell Pioemx 
{^iviiy auf dem obenS.208. erwabnten gIeicboamigenBerge-(Strib. 
14. p. 652. Ptol. 5, 2.), die Grenze dea Rbodiscben Gebiets (Stnb. 
p. 651.). — Der Hafen Cretsa(KQV09m : Ptol. 1. 1. ^) Plin. 5, 28, 29.) 
ganz in der Nahe des genanpten Kastelis, 20 Mill, voti Hbodns.*^.— 
Gelos nnd Tffsanttta^ zwei von Mela 1^ 16, 2. arwabnte Hifenin 
derselben G^end za beiden>Seiten des Vgb.' Pandion (a. oben S. 
209.) ^^). Plin. 5, 28, 29. ilennt ebenfalls Ttsanma neben seinem 
Stadtcben Pandion. — Feraer H}/la (Mela 1. 1., bei Plin. 1. 1. Hyda, 
docb mtt der Variante ffyla) an derBvcht* Scb^ns, und Cyan an 
Sin. Bubassins (Mela 1. 1.). Plin. 1. 1. nennt bier aaeh einen fraber 
yorhandenen Ort Acanthus^ der tmsi Dul&pelis hiess. — Bubatsus 
(Bv^aaaog: Herod. 1^ 174J nacb Ephok*. bei Steph. Byz. p. 186. 
aoch Bv/iaavoe nod Byfidanov; BvflaaTog auch bei Parthen. Erot. 

1. imd BovfiaoToe bei Diodor. ,5, ^Z.^-regio Bubas$us bei PUn, 5, 

■ » ■- 

62) An denselben K<istea des Sin. Ceramicus sind wabrscbeiniieb Mob 
die oben nacb ^ote 49. von Plinius angefttbrten Sttf^te ajizusetzen. 

j69) Und zwar wobl> schon im Persiscben Zeitalter, da sebon Scylax 
p. 38. sttdlLch von Cnidas eine Landschaft der Rkodier (xvi^a ^'Fodiw) 
kenpt. Aacb beisst die der Insel Rbodas gegenttbw liegende HaJbiasel ifos 
Festlandes nicht s^hen der Hkodise^e jCkersones (Diod. 5, 60* 62. Piia* 
31, 2, 20.) Fellows Discov. in Lycia p. 89 ff. scbilderl diese Peraea RlkcH 
diorum als eine der reizendsten/ Gegenden der Erde, yen^ebem kraftigen, 
in der Regel ein bohes Lebensalter erreicbenden MensckeBsehlage bewohnt 

64) \yo sicb die verscbiedenen Lesarten K^jfina u. K^aoto findeo. 

65) Dieser Hafen beissr jetzt bei den Tttrken Aplotbika, bei den Eraa- 
ken Porlo Gavaliere. Vgl. Leake Asia mio. p. 222 f» 

66) Zwiscben ' ilmen soil aucb eine kleine Sudi liegen, die bei Heb 
Larumnay bei Plinius Larymna beisst (anf der Tab. Peut Lwrimna)^ die 
jedocb von dem oben genannteq Loryma kaom verscbieden sein dttrfte, 
pbgleicb Plin. allerdings neben Larymna anob Loryma erwabnk Ledss 
Asia mill. p. '226. ball die sicb gleicb wesUicb vom Hi[fea Aplotbika (den 
alten Cressa) zeigei^den Rninan einer alien Stadt iUr die von Loryma^ 



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§.63. Caria. 223 

28, 28.), eine -a^te Sladt anf eiaem' aach ihr bMa&nteD Ckersonea 
(Herod^ fi. Diod. U. 11.) and an ainem Meerboaeu', der. eben/alls too 
ihr sekieit Namea haUe {Bubasnus Sinus: Mda 1, 16,-2. s. oben 
S. 2i0.>«?). — Lorymq, (m Adgyfu^a: He eat. fr. 232. Thub. «v 
43. Strab. 14. p. 652. *•) Pld. 5, 2. Lir. 37, 17. 45, la Mel. 
PKd. U. U. Sea. N. Q. 3, 19.) «*) aaeh* Ptol. 1. 1. ancb aa der west- 
liobea Spitze dieser Kiiste, also, iaderselben Gregeod, aa eiaer sehr 
febigea Stelle, jedoeh mit eioem Hafen (Dibd. 20, 82.) ,' der aach 
LiY. 45, 10. etwas iiher ^20 Mill, von Rhodas eatfernt war. — Co- 
lydalla (KogvdakXa: He cat. fir. 244. Ptol. 5, 3. Plia. 5, 27, 28.), 
wie die*¥oriiergeh^ade, ia.Peraea Rhodioram gelegea. (Vgl. Klansen 
id Hecat. fr. p« 112.) 7^). — Physcus ((^t/ojcop.* Artemid. ap. Strab. 
14. p. 652. Sudiasm. §. 245^ ^ovana bd Ptol. 5,2. ^ax/abei 
StepL Byz. p. 706. ^^ i j. Paittchia)^^^) mit eiaem Hafea, dessea sidi 
Mflassa^, die aiehtte Stadtim Innera', als des ibrigea bedieate, aad 
in welchem gewohalich die 'Von Rhodas aach dem'Festlaade iiber- 
setzeadea Schiffe laadetea (Strab- 14. p. 659. 663.) 7^); aach ^1 
einem heiligea Haia der Latoaa (Strab. p. 652.). — Ptsitis (Uiair 
liQi Strab. p. 651.), eiaFleekeazwischenCalynda and Canaas^^).— 
CwmusitjKavvoss Herod. 1, 176. 5, 103. Thuc. 1, 116. 8, 39 
42. 57. Scyl. p. 38. Polyb. exe. de leg. 93. Strab. 1. 1. Ptol. 5, 2. 
SUffiasm. §. 238. 245. ^i) Liv. 33, 20. 45, 25. Mela 1, 16, 1. Plia. 
5, 28, 29. Hierocl. p. 685. ; j. das Dorf Kaigues) etwas ostlicbrvoa 
der Muadbng des Calbis ^^ in eiaer aasserst {rucbtbarea , aber aa-' 
g^^aadea tiegead (weshalb ihre Eiawohaer eia sehr krankliches Aas- 

67) 'Bei Ovid. Met. 9, 644. konmieii Bubasitks nurus vor. 

68) Bei dem jedoeh diese gan^e felsichte Kiistc der Insel Symegfigea- 
fiber, nicht bios eioe einzelne Stadt^ den Namei^ Loryma filbct. 

69) VgL Note 66. 

70) Zwiachea den ebea genannten Orten a. Physcos sinjl die im Sta- 
diuii. §. 241 ff.^genannten kleinen Flecken Phalarus^ PosiHum a. Sapius^ 
der Insel Elaeusa (s. nnten) gegc^pOber, anzosetzen. 

71) Der sie schon zu Lycien rechneU 
71b) Vgl. Poeocke lU. S. 92. 

72) Die Ueberfakrt von hier naeh Rhodas betrogdem Stadiasm. 1. 1, 
nfolge 450 Stad. (eine zn grosse Zahl). * 

73) Dass ndmlich bei Su^abo 1. 1. Calynda statt Ca^maa ±a Jesen 
•d, werden wir onten Note 85. sehen. 

74) Wo did Entferaung von Rhodus aach za 450 Stad. bestimmt wird. 

75) So aach Strab., Ptol. n. J^efa. Pllnius d>er setzt Cauaas.gewisa 
ivrig wesUich von der Mllndang dieses* Ftpsses an. VergL; Jfoaner/ YI, 3. 
8. 198. Hiero^les reehnet aoch sie schoa za Lycien. 



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t24 Zweiter Theil. Politische Geographic. 

sehen batten: St^ab. a. Mela U. 11.), e|ne der be4<teteiideni Stadtf 
Cariens, von Cretensera gegrtindet (Herod. 1, 172. 176.) 7^), mit 
einer Citadelle Namtnslmbros (Strab. 1. L) '^) und einem verschhw- 
geben Hafen far Kriegsschiffe (ScyL p. 38. Strab. 1. 1.) , aussierdeii 
aber aach nocb einer sicbem Rbede fur andreFahrzenge (iStrab.I.L). 
Sie trieb bedentenden Handel mit getrockneten Feigen (nach ihr .Ckm- 
n^oegenannt: PliQ. 15,19,21. Colnn^.lO, 414. Cic. Div.2, 40. Sut. 
Sylv. 1, W, 15. n. Gronov. Diatr; p.76sq.), und-var Vaterstadt des 
(im J. 373. Y. Ghr, gebom^) beriihditen Malers Protogenes (PUn. 
35, 10. 36, 20.) 78). ~ Clydae (KXviai: Ptd. 5, 3. ''^) Stadiasm. 
maK. magni'§. 233.) eine kleine Stadt der Rhodiscben Peraa am Sions 
Glancns, 30 Stad. ostl. vom Vprgeb. Pedalium (Stad.). — * Crya. 
(Kgva: Arlemid. »«) ap. Steph.Byz. p. 390. Mela»>i) a. Plin. 11. U., 
im Stadiasm. §. 231. n. 232. Kgova vt. bei Ptol. L 1. durch Schreib- 
fehler Kagva)^ eine kleine Stadt an demselben MB., 160 Stad. 
westl. YoA Telmissu^ (Stad.) , nach Plin. 1. 1. (opp. fugitivormn) 
Ton Flucbtlingen gcgriindet «2), — DaedaJa {%d JaiSaXa : Strab. 14. 



' 76) Wenigstens geben sich nacb Herod. I. I. die Einwohner (die iibri- 
gens bier Kavxviptoiy anderwkrts aber bei Herodot KavpMt' beisseo) fir 
Cretenser aus, w^rend sie Herodot selbst filr Eingebome b^t. 

77) Diod. 20, 27. aber giebt ihr zwei Kasteile oder feste ScblOsser 
Heracleum u. Persicum, . . 

iSilm Stadiasm. §. 236. a. 237. folge^ als Zwiscbenorte zwischen 
Cadnus u. €Iydfi dee sotist unbekannten FlecKen flaaida^ Kvfiagia a. Uav- 
OQfiog^ cin^ Besitznng (Hafen?) der Caunier, <denn gewiss rait Recht hat 
Gail die gew5hnlicbe Lesart im x^y Kovvl(av in tm tov Kavvimv ver- 
wandelt) a, 'Ld^/xoiv. Letztere, die am FL Glaocus liegen soil, halt Gail^. 
566. ftir die von Steph. Byz. p. 210. nach Lycien gesetzte Stadt Ghucus. 

79)^0 die Codd. u. altem Ansgg: Xvdai^ Er^m. al^er jdvdtu babes. 

80) Der sie, wie Andere, schon zu Lycien rechnet. Stephanas fiilirt 
jedoch unmittelbsir nach ihr noch eine Garfsi'he SUdt IfQvtxaaog an, die 
aocb bei Plot, de mn). virt T. Vlll. p. 271.* HutteH. anter dem NaoeB 
jK^vaaaa vorkommt, o. von ihr wohl nicht verschieden scin dOrfte. ■ Nafh 
einer InschriCt zu Rhodus bei Leake Tour in Asia Hiin. p. 224. ti. bei Bockk 
Corp. inscr. Gr. 2552. heisst eine Einwohnerin der Stadt K^Qvaaalg. 

81) Der es aber nicht als Stadt, sondem als Vgb. 'aufhihrt, als wel- 
chef es sonst Niemand kennt. 

8!^) Vor ihr lagen anch 3 nach ihr benannte Insein, XQvmv vtjaoi 
(Steph. Byz. I. 1. Cryeon trcs : Plin. 5, 31, 35.), von denen nach S|cph. 
eine wahrscheinlich sejbst Crya^ die beiden andern aber Carysis a« JUna 
hiesseA. — ^ ZWischen-<]rya u. Daedala aber hat der Stadiasm. §. 236. und 
231. wieder eioen sonst vOllig unbekannten Ort Kukhfiuxfit 60 Stad. voa 
ersterer vl€ 50 Sud. von letzterer. 



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§.64- Ca^ia. ^ 2S5 

f. 651'. Ui.Pliti: 1. 1. Stodtaam. §. ia». iSti. Liv. 97,^211.)^), 
aock im Sift* QlaoiMiSy.SO Stadt. floriLw^sU' vott Tdmiss(Us>,(Stad.') 
mi^' in der. NaN des gleichnaniigeli Bttrgetf (f • okea S? 006.) ^); r-*- 
OiME^balb der ziiletot genaHoten S^Sdte und dcs 9iii. {flaocos, 60 
Stad. voo der.Cul^,eiilferiit (Sirab. 14. p. j651.) hgCafynda (Kd- 
iW^»: Mez. Polfh. ap. St^ph. By>. pu 348. Strab. 1. 1. «&) P(6h 
5, 3. ««) Plin. 5, My. 29.)., ein,' yvenigstelis'i^ spiterer Zisit, mbe- 
deoleoder Ort ailf iem tieb. • Dadai^t ostlIch;VOia Calbis imd an der 
lyciseben Gr^nze^^). . •. ' 

,C) hi Inoern dfts. Jjand^s , a) Btfrdlich iron Mstand^r,^^) in der 
Risiitong von W. nacbQ. : Ifagnesia adMaeofidrum (Mayviiala ^ 
ngSs MaMvd^m : PtoU 5y 2. i/.- in) Maidvigm: Diodor- li, i7% 
Strait.. 14. p.63iB. 647. M.MuhwSqov: Hierocl. f . 659. Liy. 37, 45. 
38, 13, Plin. 5, 29, 31. ^O; [.- Inek-bazar) s^^) aof dem nordUchen 
lifer des'Jttilaiider, jedocb nicbt onnuttelbar'amFlu^se selbst, wohl 
abet an einem ^ebenflnsse desselben, demLetbaeiiis (»• oben S^ 21iO.*) 



, 83) PtoU 5, 2. setzt sie nntef dem Namen JaddaXa sebon nacb 
iiyci^n. * ".>'.. . ' 

84).<Aae|i vor ibr lagen 2* tieiae nacb ibr benaante Insefai (DaeiOr 
Mil Aae: Plin.. 5, 31,35.). \ ' ' 

, 485) Hier'wird. freUidi in alien Codd. XakvfMia gefnnden, was, aber ' 
j^ewiss nnr Scbreibfebler ist, da sie Ptol. 1. 1. ^aA^t/^^ Steph. Byz. and 
Pluu II. 1). aber wobl am ricbtigsten Aakvvda neDne;!, indem aneb sebon 
Herod* 8, 187/ (6 Kahjvdmv fiaadev^ n, 1, 172. {Kavnoi, tnovto f^e'xQi' 
ovgotp T(Sv KaX^^dttHi^v) def-Calypdiei' in diese]^ Gegend gedeoldt. Viel- 
leiehi*ist ^ |i0<^ von dem Kvlwdog des HeeaU fr. 233. ap. Stepb* Byz. 
nicbl yerscbiedeo. Vgl. ancb Cellar. Geo. aat. T. II. p. ^8. Mannert Vl, 
8. S. 196. 9w GrQ§kutdx^ Slnd>a Bd. 3. S. 40. 

86) Der'jie aber, vie die ganze P0raea Hbodiorom, ta Lyeien 
ree)|net. 

' 87> Frflber aber mass qie bedebcender gewesen sein, da nacb Ber^d. 
L I. die Calyndier in der Seblaebt bei Salamis als Bundesgenossen des Xer** 
xes nater einemeigiienligSiiige focblen. WabrftcbeinJicbgeb^rtibr ancb eine 
MOnze m\i der. Aafsckriftf JCnkUvdmv^ bei Sestutt Glass* gen. edw 2. p. 87. 
an. — Fellows (Discov. in Lycia p. 1Q4 ff«). gJaobt' ibre Rninen in der be- 
seicboeien.'Lage anf etQear boben Berge gefdnden zn baben, nnd 'bemerkt 
zngleicb, dasd sie wobl ancb einen'Hafen am Meere gebabt baben mttsse, 
da sie and| ScbiffjB znr FioUe des Xerxes gestelll'bdl»e. .. ' 

88) Qenn < dass ancb nocb eioige n<trdlicb Vom Mftander gblegeno 
SU4^ aik ^ Garien gerecbnet wnrdeii, isi sebon oben S« 204. Note 81. 
bemtfrk^ Worden. 

80) l^a^b Felcbem sie firOber Tiessaloce n. jindrolUU biess. . 

00) Vgl. ml^ Nolo 93. ^ 

II. 15 



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226 Zweiter Theil. Polliiscbe Geographie. 

and am siidlicheQ Ahhao^e des^.^orax^^), eine'aolis^he (Sirak 
14. p. 647. ^ergl.-Alheii. 4. p. 173'.)^ nacb Sirab. p. 636. ttid PKo. 
1. r. von KoIouisCen- aa» dem iheSsalischen Magnediar gegrdndete, nod 
naoh*itirer Zerstorung diyrch die^Cknlnerier von' den Mileaeni/^), 
dehisn sje.anch wabrscbernGch Uingere Zeit ^r gebSite, rwidder 
bergestellte iind beVolkerU (tStrab* p: 647),- niehl nnbedeateiida 
Stadt 9 'die bekanhdicb Vom Artaxerxes, fiebst Lampsa^sas iind Myus, 
dem Themistocles geschenkuwilrde (fiiod. 11, 57. 'Nep. Them.'iOl), 
/welcher sie zu seiiiemvAufeiithaltsorte machte, mid deren grosste 
Merl^wiirdigkeii der Tempel der Artemis- I^eokophlyene War , einer 
der grossleh nnd bin^icbtlicb- der regielmassigen Baiiart Vielleicht der 
scbooste Tempel in gan'z Kleioasien (S^b. h 1.) ^^). --7 ^rMes (al 
TgaXXsig^rXeu. An. 1, 4, 8. HeU. 3, 2, 19. Anemid. ap.' Strab. 14i 
p. 64*1. Di'od. 14, 36. 19, 75.>*) Polfb. 22, 27. Plol. 5, 2. Caes.' 
B. C. 3, 105. bei Steph. Byz.^p. 662. f'TgdXXie, und ebenso^bei 
Plin. 5, 29, 29. TralKs^^}-, j. betraofatiicheRninen Namens Ghiazd- 
bissar b^i Aidin od. Idin)^^) in einer ausserst fruchtbaren Gegend 



91) N&cb Strab. 14. p. 663. n. PIid. 5, 29, 31. ]ag sie 120 Stad. od. 
15 Mill, von Epbesas, was genaamit der Entfemnng zwischen den Rninen 
von Ephesus uqd Inekbazar iihereinslimmt. Manner t (VI, 3» S. 269.),. d«f 
Gnsel Hissar f&r Magnesia. hSit, musste' frdilicb die Ricbtigkeit dieser An- 
i;abe bezweifelti, da Pdcqcke Itl. S; 79. die Entfemnng von Bpbeaos bis 
Gtuel Hissar ZQ 24 engl. M. u. Chhndlef c. 61. S. 293. eu 11 St angiebt. 

92) Wenn nicbt bei' Strab* I. 1.^ st^itt MdfjGlovg zn lesen ist '£ipe^ 
alovg. Vgi. Alben. 12. p.. 525. n. Graskurd^Bd. 3, S. 31. 

9(3) Ueber seine Form n. Bauart vergl. Chandler c. 61. S. 291.' nnd- 
Leake Tour ia Asia min. p. 349 f. — Paul Lucas Voyage 3eifie T. 1. p. 
223 ff. nnd Pococke III. S. 80 ff., die (wie Chandler a. a. 0. <?* Richter 
Wallfahrten im Morgenl. S. 493. v. 536 f.'u. A.) Ghiozel- Bissar flir das 
alte Magnesia ballen, glauben seine Ruinen gefahden zn haben o. bescbrei- 
ben, sie ausfilbrlicb. AHein Arurtdell Seven Churches p. 58. 65. Leake Asia 
min. pi 243 ff. u. A. (vgl. nnten Note 96.) baiten mit west grOsserer 
Wahrscheinlicbkeit- Gbinzei - Hissar fUr das alte Tralles, nnd Magnesia fUr 
Inek"^ bazar, wo sich anch noch die TrOmmer des Artemistedipeis flndeo* 
Uebrigens vgl. anch oben S. 218. Note "13. . • 

94) Der es in der zweiten Steile ^ Carien, in der ersten aber sn 
lonien rccbnet. . • . - .' 

95) Plin. nihrt ancb'noch die Nainen Euanthia^ , Seleucia lAid Antw* 
ehia an, nnd nach Staph. B^z, p. 662. hiess siefrtther^y/t^^Mr.' 

96) Vgl. Jrundell Seven. Churches p. 58. 65.11.29301 Leake Tour in 
Asia min. p. 243 u. 246 ff.' v. Prokesch DenkwQrd. III. S. 456 ff. FeHowe 
Excursion in Asia mfn. p. 276 ^.<n. Discov. in Lycia p. I9 A*. Hamtiton^s 
Researclies I. p. 533 ff. Friiber bielt man Eski Hassar^ eine Slonde nOrdl. 



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§.'64. Xaria- ; ' . 2S7 

am fiitd&li (Plin. 1.1.), einetn Nebenftasschea des Mllander^'(>Qn vd- 
clicm letztepen sic SjD^tad. CHtfernt.war) »«'*) nud auf einei^vierecki- 
gen AnlKAe am Abbange des Geb. Mesbgifi, mil einer aaf eioBto^ noch 
bob^a Pimkle ^legenen Cjtadelle (Strab'. p. 648.), ubrigens durch 
Handel reich und WiHicii*»7). '— Ackaraca (Ax<aL^^at Strab. 14. 
p. 649. 650.) 4 eia Flcckea «uf dem Wcgi von Tralles nach Nysa, 
mit Mtiejn Platonium ,. welcbe^* aiicb eia Cbaroniam , 'bder eitfe todt- 
Ifebe Aosdudstungen aasfaauebende Hole , edtbielt , die Jedocb '-von 
den PrSe^tem aach zaf* gebeimnissvoUen , Heilun^ von Krankbeiten 
•gebrauebt warden (Strab/ ibid.)**). -^ Nysa (i^ Nvoa-: Horn. H. 
4; 17. S(rab, 14* p. .650. Plin. 1, 1. bd Plol. 6,'2. ti. JHierocl, p. 
659. T<Jijaad^^)$ j. Roinen bei Sultan-bis&ar) ^o^*) ctwa 2 M. sudost- 
lich ^on Tralles., an demselben Fliisschen and gleichiaUs am Stidlicben 
Al^bange des JM'esogfs, durch eine Von'jenem Waldbach aasgebdlte 
md' niH einer ftriicke' tiberbaitte Scblucht in "2 Tbeile getreiyit 



von Soltaobissar, f&r das atte Trall^s. Vgt. Pococke III*. S. 9S. (der docb 
scboa bei Ghiif^el-bissar eme Ibscbrift mit dem Namen von Tralles CsCod) a. '^ 
Ckahd/er €.'6X^.269^, 

96b) Nacb Plii>. 1. ]. floss Aev Tkebais tait;^n dnrob sie bbdorcb; wllb«> 
rend derEudon ihre Manera bespOlte.v * 

97) Ihren Handel begitnstigte besonders thre Lage an 2 sicb^kreuzen-* 
iHi Hauptstr^ssen von Ap&mea na(*b Epbesds, jind von Rhodns in die ntfrd^ 
fidbem Provrhz^n Kleffnasiens. Zu ihren reicbsten BUrgern gehbrte z.*B^ 
der Pytbodora^ Vater der Ponllscben .Ktalgia Pythodoris. EinT im. Tenipal 
der Victoria, wo man Jal. G^^ars Statue aufgestellt batte, wSlbrend dessan 
Anwesetibeit in Asien vorgekommeoes Wunder erzalilen Gaes,. B. G. 3, 
!05. Plat. Gaesv c. 47. Val. Max. 1, 6.' * ^ ' - 

98) Vielleicbt dieselbe weit unter der Erde l^ingebende H(Ue, von den 
aacb Porocke HI. S.-99. hOrte. Die ?venigeti Ueberreste dej* Stadt sab 
wabrscbeinlich j^rtendell Seven Gburcbes p. 68.v <>bne sie zd ' erkeAnen,. 
anf dem'Wege von Gneel bis^ar'napb Nosli beim Dorfe Akchay oder^iiVk- 
keny. £s ist derselbe Ori; den Pococke HI. S. lt)0. fillscbUeh Jaek^Cqi 
tfennt n. f^r das aha Brhila bah. •" / ^ v . 

99) ^eb Step6. Byz. p. 29- 87. a. ^66. ftthrte sie aocb die Namen 
jffkynrbra^ Jntiochia n. PytkopoUs: . * ' • 

100) Vergl. ArnndeU Seven Gkurebes* p. 66. and Le^ke Asia lAiD.'p. 
248. (welcbe zeigen, dass die Lagoi von Snltankissar ^Ilig mit der Be^ ' 
sebreibong Strabe^s ttbereinstinmit)^ fielhws Discov. in*Lyciap. 22. and 
Bamiltojk^s Researcbes I. p. d34. Di^ ^ekcfren, wie Pococke HI. S. 99. 
Chandler e. 63. S. 299 f. u. y. Rickter Wallfabrlen ete. S. 53D., baited 
die 2 Meilen 5s{l. Von "Snltanbissar • beim Stidtcben NesK oder Nasii'gefnik-, 
denen Tramm^ fttr* die Rninei)' Vqn Nysa, die Leake eber l&r die Ueber- 
reste von Maituira aaseHen liidckt*. S. jedocb onten Note 5. 

15- 



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Xt6r Z^eiier TheiL Volitiscbe Geographic. 

(Strai. Ir I.) ^). Dreissig Stad. ndrdl. ^) .von ihr^ wahrscheiiiiidi ywi- 
schen dem Messogi's aod dem*T«iolus^ liegt ^iae Glegpiid Limm {An" 
fifiv,, die Wiese) genannt; ih welchen -man ^sn^Aot^g Xu/Mit det 
Homer wiedjersafindeii glaubte, 'Opd wa j^riiob fisieriidhe Yers^nn- 
luDgedgehalleik wiirden.^)'^ Jiad D?)rdlicb ..von der Stadt «alif eiBen 
Berge der Fli^cken Aromata {vd !Aqo/44^»: Strab.ibid.) od.ricktiget 
wohl -Aromi^j wo der beste Wein anf dem ganzeil 'SfeMdgii 
#aebst-^ In deraelbea Cregen^^ zwiscbea Tralles u-TripoUsinPhry- 
giea, bgen anck die ileinen St^te BritUa (BqIovIw: Strab. ibid. 
BrtuilaiVUn. 6, 29,U,MQlovXXa; Hierocl. i^: 659.) u* Mastaura. 
(Kaorat;^: SWab. , Pliii.'u. Uierocl. ibid.) <»>. .&) Aof der Sudseite 
des Maander, ond zwar a) zwischeQ der Wesikiisie and de^ Abu^ 
syaa'y'in der Rie&tung voa'N. 9acb S. :- Alabdnda (ij *AJi4fi^^^' 
Artemid. ap. Strab. 14. p. 66a Polyb.,30, 5» 15 PtOh 5, 2, St0pb. 
Byz. p. 57. Cie. Nv D. 3/15. 49.. ^d Sir. 13, 56. Liv. 33, tS.iav. 
3, 70. PUn. 5, 29j 29. va WAa/Jw^r .- Herod. 8, 136- «) bci Hic- 
rocL p. 689. fehlerbaft ^AXinnvda) ^) unrem 4es Mar&yas, 160 Sud. 
■■ I ■ * 

i) Strabo besclireibt den Ort, in welchem er telbst in €ei|ier Jogeiid 
den Wissensdiaften oblag, sehr genaa. '^ • - 

%) Nach der gewDhDiicben Lesart in-der jedenftills<verdorbenen Stella 
des Strabo fireilicb sUdlich. Ueber die VerbessemngsVprsacbe derselben s.* 
Qroikurd fid. 3. S. 36 t, wekber der Sfelle am einfaebaten darcb eiae 
Umatelkag der Worte za Htilfe kommt, indem er die Wortn TimXw to 
•(»o^, in TfiokovTov o^ovg Terwandelt,.naeK la n^g wmov,fU(f9i zo »etxaB 
▼vracblligt* 

8) Vgl. CUfdndler e. 85. S. 300. AfMnert VI, 3. S. 273. glaobt, o 
tei diesa derselbe Strich, den Plii|« 5>.299 31. mit dem Namen B^eejfth 

4) Wenn namKch der Ort wirklich ti'^A^fiectp, gebeissen btite^ wie 
bei Strabo gewObnticb ediirt wird, so mflsste der Weiq, ^e'^^rie/ad 
Stepb. Bfz, p. 554. o. Riuruy bemerken, 'AfOfAcctivg gebeisseq babea. Da 
iin-abef Strabo ^AQOfUvg nennt, so baben woU /Tora^f nnd Groskurdta 
^AQOfJiara gaaz ricbtig in ra "A^ojiec veri¥and^lt. , Casavhonus verwecbseh 
dtesen- Wein'mit dem ^ai^arOrzwein iagtofJKnlTrjg) bei Dioscnar. 5$ $4. 

5) Nocb jets^ ^efindet sich in der Nttbe.von Na^ii ^in Dorf unter dem 
alien Namen (Mastanra-Kialesi) mit .eioigen Ueberresten dea Alterdrams. 
Vgl. Poeoeke III. S. 100. n. BUmiltou's Researcbes, 1. p. 531. 

tf) fWo sie aber no^ig fuyuXtj r^g Ogyyia^ genannt ward. 

7) P^cocke m. &. 84' ffr a. Chandler c. 59. S. 282'ff. glaiiblen ibre 
Bninen bei Karpnseli bder KaroiisH za fioden, Leuke aber Tear in Asia 
min. p. 231 if. bftlt mit gritaserer Wabrscbeinliebkeit die Rninen bei Ara- 
biss4r , welebes gerade wie die aite Stadt zwiscbea 2 -Ifigeln am Ftnssa 
Tsbina Hegt (vgl. Poeoeke ILL S. W.), wd de^a^A ganze Umgiiceml vidlig 



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ftodlh^h veii.Tranes, zWiscbignSHfigeln*) (Strab. I. L), unlerdefi 
Rdmertt me freie Stadt and Sitzeines Conv^i^Iiiridicas (Pltd. L 1.), 
fibrigens eine dar wobKabeBdat^ti , aber auch uppigst^n'Siiidte Klein- 
oieiis, dereA E\nw.. die Freaden der Tafel and ^ndre Vei^niigQngai 
*aehr liebten, «nd 4ianieatli<^b auch viel Geld anf Sangerinuen verwen- 
delen (Sirab. 1. 1. ygl.amshl^teph.'^B^z.I.l.)^). Die llKtigegetidliere]^ 
eine beson^ Steinart ^lapis AHAdndicus: Plin. 36, 8,.lf3. VgU aooh 
isidor. Orig. 10, 14,. 0.), die im Feuer fload,- and in den'Glasbotten 
gesehmolzen wurde ^*). — Amyxon (A/iv^my c Sirab. '14 • p. 658. 
Ptol. 5, 2. PUfa. ^, !^, 2&« Qierooli p. 688.), eine. der geringern 
Stidte des Landes zwiscben Heradean: Alabanda^^). -^ In derselbeq 
G^end', nordl. von-Mylassa, lagen.woU aneh die Stadte Heracien 
(RgduJieui : Strab. 14. p. 658. PuA. 6, 2., nieht za verweelmeln init 
Heraotea adliat^aln) a. Eurdmus (Ev^mfMQ : Polfb. 17, 2. exc. leg. 
e. 9. Q. 9S. Strab. 14.. p. 636. 658. Ltr. 32, 33. 33, 39. 45, 215. 
ftffomebeiPlin. 5^ 29, 29.) ^^) n. der Fleoke^ Chtilbetor (XttXn^o^Q: 

■it der Sefaildenuig bei $trabo QbereinsfimiBt, fUr Alabanda, nod ^aubl, 
dasa die daninter befindlicben TrQinmef eines grossea Versaflinilajigsbaiisei 
den' Sitz des Conv.' luridicus be^eeichnen; womit'aoch Fellovn (DiscoV, 
in Lycia p. 54 ff.) Obcfk^in^timmt., v, Rickier Wallfabrten im Merged. 
S. 539. ^sucbt Alabanda ganz irrig aof der Stelte des betft Bosdoghan, in 
der Nihe.Ton Arpass Kaiessi; , .- 

8) Die ibr nach Strabo a. a. 0. das Aasebea daes bepackten Esek 
gaben. * . • ' 

9) Nacb VilroF. 7, 5, 6. batten i(u*e Einw. im Rafe der Einfah n. fie- 
fcbraacklnsigkeit gestandan ; was nicht selir wabrscbeinjicb klhi^. • ^ ' 

10) Neuere haften ihn Vnit Camtllus Leonardus (Specnl. lap. p. .71. 
ed. Paris 1610. 8.) ftir Braonstein, der slcb farbfjg^ zn verglasen ftbig ist, 
and von den Alten wabrscb^inlicb znr Bemalong des Tdpf^l*ges^birr8 ge* 
braacbt V*rde. VgL Paulifs Realencycl. I.' S. 289.N 

11) Die-Rainen vonAmyzoD zeigen sicl^ aafder Ostlicben Seite des 
Latitias an der Strasse rod Baffi n)Bch Tsbisme, 1 Stunde Von letzterem, 
beioi Dorfe Kafkslar, wo ancb- Unmilton eine Inscbrift mit depi Nam to 
AMTZONESIN fand. VgL Uake Asia min. p. 238. 

12) Vielleicht dersejbe Ort, dessen schpn Herod. «8, 133. ^denl^t, 
wo aber freilich in nnsem Godd. rbvEvQm'jtia Mvv steht Aucb nnterscbei- 
det Stepb. Byz. wirkiicb 2 StUdtfi Canons £vQmiiog u. EvQtanogf^ Die Ue- 
berreste von Enrontns land Feihws (Excnrs. in Asia min. p. 261. ^nd 
Discov. in Lvt*ia p. 67.) $ engl. M. nordwestl. von Melasso. ^ L^ake Asia 
Biin.^p. 231,1. naboi,.Von der an sich wobl richtigen Vordussetsnng a^s* 
gebend^7 dass die Tempelminen zn Jakli nicbt die des ilten Jupitertempels 
ta Labranda sein kOnoen (vergl. nnten Note 20.), d^ss aber zofblge einer 
Mteze ans Caraealla's Zeit^ei ^cil^e/ [doctp. nnni. P. I. Vol. 2. p. 581.] 
and* Faittani Nonb Gn) Jtipiter ancb zb Eqromns einen berObmten Tempel 



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230 Zweiter Theii Polltisphe Geographic. 

Sbrab. 11. U.)^^), -bis zu welcbeit d^ Geb, GrioB (su obea S..208.) 
reichte^ und yoii velchenei^tererzum Geiichts^prefigel voa Alaband^ 
gehorie,*—: Lagina (rd Adyiva: ^irab. 14; p.'660,j; no«h j, cin 
Dorf Lakena) ^), ein za StratODicea 0ehoriger'JPl6ckeD ^ der Stftsse 
voir Abodijgs -ftacb* dem MSander , 250 Slad. siidL Vou jilabanda.iiiid 
^^, Stad; ndrdl. von- Pbysous ^ init einem beruhmtep ^'Tempel der 
Hekate , bei welcbem jabrUcb grosse VoIltKreate geballeb wurdeo 
(Strab.. 1. 1.). — SiraknUcea ($T^a%ori%€m i SliHib. 14: p. 660^ 
Dio Cass. 48, 26. Stepb. Byz. p. 618. Liv. 3^^ l&.Piiii. 5,. 29, 29. 
beiPtol. 5, 2.' 2*v^axovl%fj ; j. Eski Hissir mil Rutnen) ^*) cine der 
bed/en^ndern St$dtesdes JLandes, erat vom^A^Dtiocbu^ S«ter zuEbreli 
«eraer Gemabiin Stratoaike angelegiund stark befealigt (Dio Cafis. 
und Lir. 11. 11..) i^) , vOn den RoflMm ffir frei erkl3ii (Plio. J^ J;), nnd 
Yom Hadrian verscboneft (Stepb. Bjrz.). Nabe *bd ibr befand sioh 
der alleiv Cariern gemeinsehaftUcbe Tempeldes Zeus Chrysaoreos, 
in welcbem die aUgeni. Bondesopfer dargebrachti and bei welebem diis 
beratbschlagenden. Volksversammhiqgen gebadten wurden (Slrab. 
I. 1.)''7). _' Jlinda (zd ''AXivda.: Alex. Poiyb. ap. Steph. Byz. |>. 
64. [vulgo"^A«j/a] Strab. 14, |^, 657.' Arrian. Ahab. 1, 23/ Ptol. 
^, 2. .UierocL p. 688.) y ein fe^^s fiergsehlpss Und Stadtcben , 3 g. 



gebpbt babe, mit ChoUeuL Govff.er (Voyage j>ittor. de la Gr^ce Cr 1 1 .) o, 
Barhii du Socage (Voyage de. Chaadlerll. p. 248.) eben jenes Jakli % 
4as alte Guromu^. ^ . . ' 

13) Tz^bkucf[e, dem Manner t\l^ 3- S. 28g. Vrig folgt, venrandcH 
bei Strab. 14. 9. 658.' XaAxi7rcu() ia (ra) JCa^xi^ro^a, weil vorher p. 636. 
XaXmixoQOip vorkprnmiL AHein dort ist es der Geo. des Nameo^ der Eii^ 
wobper,^AaAx?Jro()6?. (Vgl, Groskurdli^.i. S. 55.) 
\ 14) Unfern der Quellen dps Tshina: Vgl. Pooocke III. S. 97. Chani- 
2^ c.. 60e S. 287. Xefl^e p. 236. . . 

15) Vppgl. Poco4e ill. S. 93 f. Chandler ,q, 57. S. 272. Chishull 
Ant. Asiat, p. 155* Leake Asia mio. p. 229 L v.Richter'^s Waiifahrten etf . 
S. 545. Fellows Excure. in Asia mio. p^ 254 £. a. Diseov. ip Lyda p.'SOfT. 
, ' 1 6) So. dass sic deo UiiodierD lange Zeit ^derstehpo , und aucb vom 
Labieoas nicbt eingeDoinmenwerden konnte. , / 

17) VgL S,206. Note 87. uis^:jll. Nach Stepb. B>:2. p. 321* gab cs 
in Garien <ijne Stadt Nameos 'Id(jiag^ die friiher X(jvaaoQig biqss^ u. aach 
Herod. 5, 118.; lUsit deo Fjuss ^^larsyas, an welcl|em dio kevxul inrjlat 
standi, bei welchpn die alten Cariei* (zu deuep nacb Strab. p.»678. auc|i 
die idrier geh(irten) ihre V^olksversaiqmtungeii brelten, aus eioer iLandscbaft 
Idrias fa^rabstrObien. Es ist daber leicht mdglicb^ d$iss Antiochu^ sein Stra- 
tonicea an d6r Steik dtei»er ^chon vorge^ndenen alten Stadt Icfrja^ erbaute, 
^ip schon leafie A^ja mio. |). 235. u; A. annehmep. 



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f64., Carit. 231 

M. sodostl. von Sti^lonicea, Resldenr dbr aafi Halieariia$B vardHLng-' 
ten A(U,*iier Tocbiter des Hecatotp^us und Sckwf^r ded Mausorua 
(Arrian-.l.L vgl! toil Slrab. I. 1.) "). — Labranda (rd Adfiqwda r 
Herod. 1, 171/5, 119. Stip^b. 14. p; ^.)) eiu Flecken 68 Sud. 
imrdlt voB-Mflassa (zn demies gebort^, and voti y¥o aiis eine gepfla-' 
Merte SCraase , 4ie heilige genannt^ nach ihr ftibrte) nach Alabanda 
Un, a^nf deai G^birge, durchbinen Tempel des Zeus Btratios;^') rnerk* 
wiirdig, .worin-itacli i)ach Aeliaou Y. H..12, 30. einBaasin mil sahmeii 
^i^chea bofand, die gddne Halskettenuttd Hinge trugeo^^). — JUy^ 



fS) Pocojdte III. S. 97. bait es (At das bent. Arabi Hissar beim dorfa 
Gkhia, wb sich betrttcbtlioh^ Rnh^en, fin^e^. Vergl. jedocb obeo Note 7. 
Fellows Discov. ip l^ycta p. 58 if. scbeiot vielmehr die Wirklicben Ruiiren 
von Alinda auf einem steifen Feisen beim Dorfe Demmeei^e - derasy zwi- 
scben Arabi-bissar und Karposle^'gefunden'^ baben. Eine Via sacra^win- 
det sick zwistben Reibea von ^panitsafkopbagan-zu'der Akropolis aof der 
fl^ des Felseas biaaof. Es^iqd nnstreitig dieseiben Ruinen, **die v. Prih- 
kesck (Denkwilrd* HI. S. .451 f.) l>ei dem voa ibm Jenidei^sse.genannten 
Dode 1 Stonde sUdl. yon Kapussli (wie er schreibt) erblickte, and ebenf;!(lls 
sdioD tat die Ueberreste von Alinda (oder ^Pedasum) bielt, p. Rtckter 
(Wallfabrten im Morgenl. S. 540.)) der flberb^pt ntcbt selten in der Be-, 
slimmung der Lage alter Stiidte irrt, .bSlt Alinda ftir das bent. Mngla oder 
MoUa. — In diese Gegend gehtfrte auch Pedasa (Uridaaa : Strab. 13. p. 611 . 
Boiyb.^ 18, 27., Steph..fiyz. pv 547.,. bei Pliq. 5, 29, 29. Pedasum, wabfw 
schei^licb das Badfjoaog des Ptol. 5v 2.), eine alte Stadt n. einst ein Haapt* 
orl der Leieger (sehon. Herod. 5, 121. u. 6, 20. erwfibnt die Iltjdaaeeg)^ 
welcber spater von . Alexander d. Gr. d^a. Halicamassensem gesclieiikt 
wnrde. (Ptia. I. LK ^a den Zetten der -BOmer .ab^r schon verfoUen.war, so 
4ass nor noch der. Name d^r Ge^epd Pedasis (Tlfjdfiiaig) an sein frttberes 
Dasein erinnerte. £s mus4 also fswischen Halicarnassus, Miletas (denn He* 
rod. UL tbeilt den PedaseaserR.einen Tbeil des Milesiscbc^A Gebi'etes zu)'a. 
Stratoniceta gelogen baben (obgleich Ptol. sein Badrjon^g viel sUdlicber an^ 
setzt), n. Mamnert Vl, 3. S. 287. vermntbet daher , • es babe an der Stella 
des benl. Mel^s^o gestandep. (Vgi. unten I^ote ^2.) v^ Richter W&(lfabr<p 
ten etc. S. 549.' bal| l^lscblicib. Arabi Hissar fdr das ^te Pedasqs. (Ver^l 
oben Note 7.) * - . ^ 

. 19) Nacb ibr aach fjabrandenos genannt (Herodt 5,,119> ^trak l.'l. 
[vgL.niit-^ro«^r</'i Note. Bd. 3. S, 56.] u. Lac^tant. Inst. Div. 1, 22.)* 

20) Chandler c^ 58. S. 277 f. glaubt die nicbt unbedenlenden Ueber- 
res^ von Labranda, namenilicb des bertibmtep Tempel^, be\ia Dorfe Ja|lv 
(spr, Dschakli) zwiscben Jasus u. Mendeldt aofgefunden znbab^nru. aiich 
Ftlhws Ex<tes..in Asi^ min. p. 261 fi ummt diese Ruinen fUr Labranda. 
Docb kdnnaa die von beiden £e^cbrieb^nen und v6n Fellows abgebildeten 
Roinen eines aierlieben Tempels von corinlb.-Ordnung^ der offenbar erst 
aos rOmiscber Zeit herriibrt, wenigstens nicbt die des alt<ui Japitertempelii 
sein. (Vergl. oben Note 12.) 'Daber glaubt Lea^ Asia roin. p. 234, dasti 



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Hz Zweiter ThbiL P<>Iitisx;he Geographic. 

lam (Td MvXawcri Herod. Ir, IJ^J.'Polyb. l«j M, 6. ?2, 57, 4. 
Q. «. w. a'cieh 3f</A<toar Strab. 14. p..658. Paos. 8, 16. Ptoi. 5,2. 
Steph. Bji. p. 476. Hierocl p. 68&. PKn! 5, 29,. S9. v) nad bid 
Aesch.;fi*. p. 48.- Sdhatz. MvkuQ; j. Melasso^'MeUissa.mii Ral- 
iieii)?^,. einesehF ake Stadt, vM zngleiDlt die gposate mid achensie 
iffl laoern Cameos , Gebnrlsort und* Residenz des K(Mg8 Iieoa^>]tttoiiSi 
y4a welchem Mausolus abstaoAmte j(Stral).J. 1.), rad suiter von dea 
A5meni fiir 'frei erklarl (Potyb. exc. leg. c. 3Q. Plio. 1. J;)) aber vom 
Labiepus bart mitgettonmieD imd'tfaeilwei^e*9eT&t(|rt (Stirab. h 1. vgC 
mil Dio Cass. 48^ 26.). ' Sie lag in ein^r i^i^eit^n, fracbl^iaren Ebene 
ail einem isolirt st^henden, steilen'und ilBerl^aiige^deii F^^seri, ie^ 
den schonen, weisien Dlarmor lieferte^ ans welphem die Stadt, weit-' 
bin. le.ujch tend., erbaut war (Strab. 1. 1.), 86 Slad, voil dpr $udkiisle 
(Pausr. 8\ 16,) un^ der Stadt Pbyscus, dei^b.HMen als der ihrige 
galt^s. oben S. 223.). Fast keine Stadt Kieiaasiena ^aUie so viele 
<{ffeBlLliche GebJindb, ,besonder9 Tempel , als sie , und onter ihnen w^r- 
namentlieh d'er des Zens Osogon' beriifamt (Qerod..!^ 171. Sthd). t: 1. 
p. 65&0'^)- — fi^dissq Crdiaaa : Ptol.5, 2. Plia. 5^, 29, 29. 'r^yoaoi:^ 
Stej>h. Byz. p. 676.),' ein klein^r Fiecken osUicb vonMylassa. fi) zwi« 



tie wabreft* Rainea voa Labranda noch gar nicbt anfgefonden n. tnf einem 
der Berge nordGsU. von Meltassa za sucben wilren* 

21) Ueber die doppelte Schreibait de^ Namens vg;!. Schwmgk. ad P»^ 
lyb, 22, 27, 4. 

S2) Vgl.Aw?oc*<fIII.S.87ff. Sp<m u. J^htier T. I.*p. 334. (denlsefa^ 
Uebers. I. S: 74.) Chandler c..56.'Si 264 tf. v. Richter's .yf^m\aUm 
S. 54^ f. Leake p; 2304 (welcher bemei^t, daaa der voa Poeoeke II|. .!S« 
90. Doch fest unversebrt gefnndener n. abgebild^e Teippel des AagilsUia n, 
der Roma seitdem i^onden Tarken zersttfrt wordeo istjf f>. Proktsek Denk- 
tiKird. ill. S: 446. Fellows Excnrs.m Asia mio. p. 259 f.* nnd Diseov. in 
LyWaj), 67 ff. — Slannert VI,- 3. S* 283. Ittssl sich ibeils durcb die Mei- 
nuBg, daek dag bent Melasso 800 Stad. van, der Seekflste entferot Kege, 
theils durcb den Umstand, dass die Rei;seDden seiner Zeit jenes steilen Pel* 
sens bei Melassb piobt gedenken y zo der Ansiebt verleitenr, dass daa bent. 
Melasso vielmehr das aite Pedasum sei, die Ruinen von Mylasa aber jM>€h 

Sir niebt aufgetunden n. vielleiobt in dem hea|. Mnlla, 15 Stsflditeh.voii 
ela$6o (y^.;Pococke a. a*.)0: c. 9. S. 96.) zn sncb^ wfiren. 

23) Slrabo 1. 1. nennt den Cariscfaen Zend im Gen. ^SliroyA^ Pans. S, 
to. aber, vonihmabweichend, im Accus. 'Oytia, v, ^irA/^r WalHabrten 
etc. S. 548. glaubte in einigen S^^olenfragibenteh n. andem TfUmmien^ die 
aich onter dem Namen Bedsbea Kalessi aaf ein'em boben, ntoden m^d 6ei|k«> 
reebten Fetsen 1 Stnn^e sQdL ^^On Mellassa finden, Spuren vom* Tempel dea 
Cariscbea Zevs »a erblieken. 



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§.64: Cai-ia. 2S3 

/- ' 

seheii dem Malrsfas nfid jCalbis, tani swar in fler Ridktiififf yob W, 
BKch.O.'IaBgsd^s Miiahder: Htera eems (jLiv,38, 1^.), einJ1eekei> 
am KnkeB Uferdea MSander, nicht .Weit. tob Magnesia ,. mit eiaett 
sebr angesehenen T^mpel 01)4 Orkkeldes ApoU^f^). — Harpata 
CA^naw: Ptol. 5y 2. Steph. 672: p. iU.PUn. 5, 29, i29. Hier 
rael. ^ 688.)9 utifeni dea MsLan^er am PL Harpasds (Pl^n.lwl. Steph. 
Byz. 1. 10 ^^). -^ Cosehna (Koainvla : Strab. 14. p. 650. bei Plin. 
1. 1. Cotfiirhu) in der N^he des Maadder iuid-Hia*pa.sii^^^). y- Ortho- 
m (O^^waia: Palyb. exe. de leg. c. 93. o. 30, 5, 5. ISlrab. i. 1. 
bd Hi«ro€l. p. 688. Vg^iHihx), ein Pleckea, bei' ireichem JS& 
Rkodier diite Sieg iiber die Carter erfoohten (Polyb. o. 8trab.>U. 
B.)"). — Neapoiis (N^9foXiQ: Ptol. 5, %. flierocl: p. 68».), zwi- 
sch^n Oitbosia,ita$I.Aphrodisias/aifl Fosse des.Cadmois oinI in def 
Nibe Totf flarpasa^^^).; — uintiachik ad Maeahdrwn'(A9%f6x9ia 
n^dg JlfaMxV^w: Sti:ab\ 1». p. 630. PtoU 5, 2. Liv. 38, 13. PUq< 
5, 29^ 29. Hierocl. p. 688%),, eine Mittelstadt am Knflosse des' Orsinos 
(oder richtiger wohlMdsynos: Plin. 1. 1.. ygl.* oben S. 211.) in den 
Haander (liber den iiler eine stattUcI^ Brocke fiihrte), in einer 
aas3erst frochtbaren, ))esonder8. feigenreicben; aber haofigen Erd- 



1t4) Aber^iicht'ni'Terwecbsela rait dem .too Polybios enrtthiiten fiiera 
Kome im nOrdli4:heo Lydien (s. oben S. idS. Note 3$b). * " 

25) Itire Roinen sitid ODstreitig die v6d Pecocke HI. &. lOt. eine 
Meile' 96dl. vom Maaade^, l^asFi geg^fiber, geftmdefleD IVO^nmer nntef deo 
Namen Arpaa Kalesd, die er irrig htr die Uebetre^te ybn (kftciaia od^ Oiv 
tboaia bah. Aach v. Richter WatlfUttteii etc. S, 540. nnd Feliaws IJiscey. 
ia Lyeia p. 51. balten^die Roineii bei^Arpas f^ die Uebehrste von Harpa- 
M. Vgl. aacb Leate p. !M9. Uebrigens fabek Plin. 2, 96, 9S« von einem 
wanderbaren Felsen in ibrer Nahe, der beim Drocke eines Fingers sicb 
bewegte, dem Stosse d^s ganzen Ktfipers aber nicht nachgab. In deraeK 
beb Gegend am^k Hiurpasns lag'naeb Plin. 5, 29, 29. eiast anch eine diadi 
Trallicon. ■' • 

2i$) Nacb Chdndkr c. 64. S. 305. Tielleicht das bent. Ipsili-Hissar, 
aaeb Leake p« 234. jedodh wabrscbeinKcber das : heat. Tshina ''aih gleicJU 
aailngen Fhisse,- d^s&en Name eiie blose Verunstaltuog des alten ist. 

27) Naiib C^;iifApr ebendas.. n. Mannert VI, 3. S. 276. wahrs^bein* 
Keh das bent Dschepischeer; naeh Lea^e S. 234. jedoch Tielleicht das 
bent Karposli, welches Andere Air Alabanda hidten. — Uebrigens lag 
aacb PBn. 1. I. in dieser Gegend einst audi eine ^it^K-Maeandropotiar, 

23) 9. Riekter Wallfahnen im Morgenl. S. 539,' ei^l«rt das heat. 
Jenibola in der Nahe von Arpas - Kalessi (dem Harpasa d^.AHen) fUr das 
alle Neapoiis, yon dem fibiigeas das Ten Mela i, 16, 3. n. Plin« 5, 29, 29. 
aa^der Kasle e^lfinte Neapoiis gewiss ta anterschdden ist. Vergl, oben 
S. 218. Note38* ^ ' 



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234 Zweiter TbeiL . Polilische^Geographie. 

beben aii^eseteieii Gegend (Sirab. 1. 1.), nacb Plin. 1. L an det Stella 
einer Slt^rn Stadt Namens' Cranaos , nacb Stef>fa. .By:^. p* 87. aber 
Tpm Antiochms' S^ter an der Stelle des alten Pythopolis i^graodet^^). 
— Carura (tu Ko^ovqu .Slrsii. «. p. 557: 578. 580. 14.*p. 663. 
Tab. Pent. 9 j. Saraklui), die ausserste Stadt Carieas am Maander^'') 
gegen 0. (daher auch voa Einigeo sckoo zu Phrygien. gerechBai: 
Strab. 12. pi 578. 14. p. 6630^^)> an der Strasne von Laodioea nacb 
Ephesiis 3^) 9 mk heissen QaeUen ^^) wi oiehrern Karavanserekn 
(Strab. p; 578.). b dar Nahe, mitteti an der Strasse zwischen Ca- 
mra und La^jcea, lag da^ HeUigtbam des Men Karos. (vd U^ov v'ov 
M^'^oQ Kd^ov)^: einer einh^miscben Gottbeit, inil welcb^m za Stn« 
bo^s Zeildd eine i)eF(ihmte Scbale fur Aerzte >ach den\ System des 
Heropbilusyerbund^n war (Strab. p. 580.) ^^). — Andere Stadte zwi- 
scben beiden oben gebannten Fltis$en in einer^ bald zu Carien , bald 
zu Pbrygi^p-.gerecbnel;iBn Qegend, siidiieh.vom Maander, waren in 



29) Die Tab. i^eut.' entfemt sie 71 MiH. yon Magnesia; der Consnl 
Manlius abe r brauchte 5 TagemiirSche, nm von letzterer bis Antiochia za 
gelangcn (Liv: 1. 1.). Poeocke IK. S. 101. (n. mit ihm v.Wchter Wallfabr- 
ten jm Alorgenl. S. 530.) baft die bei Jeaisbere (Dschenischeer) gelimdeneB 
Ruinen Hir die von Antiocbia, aileia diese iiegen eioe valie 'Stunda vom 
Msiaader entfemt ^^afeiaain Berge, und. werden- daber von C handles und 
Mannept (vergl. Note .27*) .vielmebr fllr die Uebcrresle voir Ortbosia :ange- 
9eben. Nacb Chancer e. 63. S. a02. wird von £inigen das bent. NteK- 
Biyuk oder fiodscfank (d. i. Gross-Nosii) £Ur dau5 alte Antio^bia gebaJten. 
^a^u'/Zon' (Researches I. p. 529 f*) ^erfand die* wirkiicben Ruinen von 
Antiochia 4 — 5 .engl. M. stidostl. von Kuyiya. £s sind obne Zweifiel die- 
selben TrOmaier von Manem, eines.Tbeafer^, Stadiums u.s. w.*, die schoa 
^rtf/iii/eZ/'Seven Churches p. 71. zwisclien den Ddrfeni.Gheranis a. Gbifilek 
diobt am Meander sab, die ibm ein TUrke Uissar nannte, n. die aucb er f^ 
die* Uebcprreste von Antiochia halt. Nacb Fellows (Discav. inLyoia p- 27 ff.) 
gleichen die auf einera isolirten Felsen seitwarts der Strasse von Nosli (Nas- 
leie) nacb Yehnejah erblickten Ruinen. von AntiocMa eber den Triimmem 
eines- in Eile hefestigten rOm. Lagers> als dei^ Ueberresten einer bedeutea* 
den Stadt. '— iJebrigens schlug die Stadt soi^obl eigene als Kais^rmaazen 
{Sestini Class, gen., ed. 2. p. 86. fiascAe Lex. rei nam. I, 1^ p» 747 f.). 

30) Chandler,c. 65. S.,310. fand auf der Strasse von Sultafthissar 
iiacb Denizlee oder Denisli noch Trttmmer der alten Brilcke. 

31) Nacb Bryant's (Observations and Enquiries S. 175. i79.) Ver* 
Qiutbung voiw einer agyptischen Kolonie-gegriindet (?). * , 

'' 32) Nacb der fob. Pent. 20 Mill, von Laodicea. ^ 
. 33) Die aucb Chandler c. 65. S. 311. noeh faoA- ' 

34) Chandler e. 66. S. 312> glanbt noch Spuren desselben.aar \Vege 
nacb Denisli gefiinden zu baben. 



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§. 64. Caria, . 235 

der RichttBg yoa >N* nach S;,.foIgendcL3^): TrapezopoHs (T^ne^i^ 
noitg oi. T^ne^ovnoXie : von Pul. 2, 5. u/PUn. 5,. 29, 29. [ier 
jiardieEinw. TnepesopoUtae erw&hnt] zu Carieb, von JHie/ocl. p. 
665. and SocraU hist, eocl. 7,.36. aber zn Pbrygiea gftrecbnet) ajn 
indliciien Abhange des (^ajSmns, siulostlich von Antiocbia.^^}. -^ 
Jfhrodisias (Jfpf^odtQMs: von Strab. 12. p. 576. i§. p. '630. za 
Pfarygi^, vonPtol. 5, 2: u. alien Spatern zu Careen gerecbnet; j. die 
Roinen Gheira [Dscbeijra] od. Yeerab^ Keireb)^^), siidwestl. von der 
?origen^, ^^e.spatere HanpUtadt.d^efies zwischen deagenanpten Pro-. 
Tinzen 3weifelhaften.Dislrikte8.(daber bei Hieroel. p. 688. Apfirod. 
Metropolis) ^®) b. nnter den Homern dne freie (Plii). 1. hjlphrodi- 
sienses iiberl)^ init dism Recfate eioes AsyU begnadigte (Tae. Ann. 3, 
62;) Stadl.3«»). — JpoUonia ad Jlbanvm (Ptol. 5^ 2. y) und Hieroel. 

35) Hierher gehOrt ^u^r&t das^bio^ bei Sptfteren vorkommeade Jttuda 
(Jxwdat Hieroel. p. 665. ,C«De^ Ghalced.f. 674., Ephes. p. 5S3. and 
C#Dstant. {II. p. 678. u.^Miiftzonj vgi. Sestini Class< gen. ed. 2. p. lid.), 
welches nach einer allep Inscbrift bei Sherard p, 9. Cod. Spanb. n. 98. 
Cod. Ask. I, 81. (ygh Franz FUnflnschriAeD und fOnf Stfidte Kleina^^ns. 
S. 13 f.) das bent. Y^sili Wssar 1st; .u. wahr^cheralich sttddstl. von Antio- 
diia, zwiscben dieser Stadt ik Trapezopolis lag*. .lo der Ndhe, vernmUilich 
an den Qnellen des oben erw^nten Ft Mosynus, ist nnstreitig ancb der 
?0Q Hierocjes ibid. erwSUmte Ort Moavvti zu sucbeQ. 

36) Nach Fra/ii FUof Inscbriften u, s. w. S. 28. vieHeicht das beut 
Kisiidsba Buluk, wo, ^runtfeU Discov. II. p. 147. RuipeB faod. Ploleniiius 
setzl es BOrdlicb von Aphrodisias , es scbeint aber mebr aordOstl. dav^n 
gelegen zo baben, wie Franz bicbr nur daraus iscbliesst, dass es Hierocles 
zwischen Mosyna u. .Colossa erwfthnt, soodern besonderis daraus,. dass es 
pack den Notit sprier zor Prpv. P^catiana L gehdrl^ , devfin Haupt^t, Lao- 
dicea war, wSbrend Attuda, Mosyna u. Hierapolis zur Pacatiana II. gerech- 
set warden. ^ T 

37) Wq sich mehrere InscbriAei^ nii^ dem Namen der.alten Stadt and 
Munzen mit der Abbildqng des Venuslempels, von dem sic ihren Namen 
kat, fanden. Neuere Reisende (verg!, Pococke III. ,S. 102. Ckandfer 
c. 64. $. 304. V. /i«Ci*V<?r WaUfahrtCD im Morgenl. S. 531 ff. Leake Tour 
io Asia min. p. 250. Ifamilton Researches I. p. 529. Fellows DiScov. in 
Lyda p. 30 ff.>. der auch eine Abbildu\]g der gro^sarligen Ruinen^des Ye- 
Dustefflpels giebt}-,6a)ien diese prflchtigeo Ruinen 6 St. i\idijd vom Milander, 
20 Sl OsiL .ven Magnesia a.i.1.3 St sudwestl..voa Lao^icoa* 

38) Vergl. jiucb EpisL Leonis Imp; iq Labbei Goncil< T, IX.. p. 267. 
aus Wesseling TLiixii yon- Mannert VI, 3. S^ l42. Ih^'e bis auf Gordian 
herabreicbenden Miji^en wissen jedoch nichts von* diesen^ Titel.' 

3^ Nach Slepb. Byz. p. 496. hiess die vqu Lelegero gegriindete Stadt 
{nkber Megahpoh's^ dann NinQC, 

40) Wo die gewObnIiche Lesart 'u^noUmvla jiQog J^p/i/Xwi'w offenbar 
ip W. TiQog 'Ak^uvof ^u verwandeln isU Vgl. oben S. 207. 



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236 !jCweiter Theil. Polllisohe Gc cgraphie. 

1: 1; ApoUoniatae: Plm. 5, 29, 29;) und Beracka ad Atbmum (bci 
PtoL I. i. nqo^ *AX^di^fA , bci Hicrocl. 1. 1. ^HgdnXeta ^Aipdnovoq 
and bei Suidas \y. /libfevtavool ij 'AXpantj JCT^axA^ia)**), wa- 
ten iwei SUdlched des stiddstlichen Carieas siidlich vbn Apbrodi- 
sias und an defti oben (S. 207.) g^nannten Gebirge .Albanus oder AI- 
I>'ac)is.' y) ^wiscben detn Calbis and der ostHcben Grrenzie , in dersel- 
hevL'Bichinng^) '.^(Sordtutickus {JTopJiof; trs?;joff), bci Stcpb. By2, 
p. 2t2. bl6ral8 mhs Miiov^ u. bcr Liv. '38^ 13. onler dcm Naraen 
Gordiutkhi crw^bnt, ein FIccken, dcr cine Tagercisc stidosdich von 
Antiocbia lag. — TabaeXso h€i Liv*. 38, 13. Stcpb. Byz. p. 629. *^ 
and HiciTocl. p. 689. t bei Strab. 12. p.. 570. aber gewiss'nnr darcb 
Scbold der Abscfareiber TVa/fa/da da^ bei ihm p. 629^ vorkomniende 
7^pf]¥6v nsdlov VLhs\xt\i\% nach ibrbenannt ist**); j. Davas)^*), 
eine Mittdstadt aaf dem Grcnzgcbirgc gcgcn Phrygicn , 3^ Tagereiscn 
siidostl, yen- der verlgeii^^). -^ Efiza {%d''EQiCa :'Mnnzen'btiSe' 
3tini< Class, gen. ed. 2. p. 88. d. Concil. Constant. III. Liv. 38, 14. 
bei JBierocl. p. 689. "EgeC^g, die Einw. bei Ptol. 5, 2. falschlich ^Bpi- 
ifji^oi statt lEfiCfjvoi; beiPlin. 10>43,6Q. regioErizena) iTagcreisen 
weitcrinder^lbcnHichtang, ^ineTagc^eiscwcstl. Vom Fi. Chaos '^'j^ 



41) Diesen Beinamen ftihrte ^ie znm Unte]:schiede" voo dem oben S. 
214* erw^hnten Her.iclea ad^Latmnm. . . 

42) Apch die folgenden Sudte werden von Andern schon zn Phry* 
gien' gerecbne't; da bier di^ Grenze allerdings nichl fest bestimmt war. Vgl. 
oben S; 204. Note 81. 

' 43) Der freiUcb 3 Stftdte dieses Namens in L)rdien, Cariei^ and Perla 
(Rbodioriun> unterscheidet; ein Irrthnm, der wohl nor aaf Rechnung seines 
Oilchtigea Excerptors kommt. ^ x - 

44). Vgl. Franz Fttnf Inschriften etc. S. 30. Leake (Asia min.p. 1$3.) 
Iialt das Ta^fivhv nedlov (Or das heut Tbal I)ombai\ welcbes nach u^run^ 
dett Dis^ov. I. p.* 187* 229. d. Feiiowi Excurs. in Asia min*. p. 159. ricb* 
tiger Dumbari Ovassi (das Bttffellhal) heisst n. viel weiter nordOstL in dcr 
Gegend von Dineir (dem altcn Apamea Cibotus in Phrygicn) zu snchen isC 

45) Vgl. V. Rickter's Wallfahrten im Morgeni. S. 543. * 

46) In der Njlhe, von Tabae muss einst auch eine Stadt Cilia gelegcn 
habeita, daStrabo p. 62^. neberi dcm Gefilde vofi Thbfl a^nch das CiHani" 
BcAe (to JCMpiviov jtedlov) crwAbt, and beiden eine ans Phr^'em n. PI* 
sidicro gcmisqhte BevOlkemng giebt. 'Es ist wahrscheinlich die heat. Ebcne 
-von Rarajnk, siidlich untcr dem Gefilde \on Eriza und wesilich.von Cibyra 
ail dqn Grenzjcn Phrygiens n. Pi'sidiens. Vgl. A rUnde II f)isco\. H. p, 134. 
nl /^rflw^f Fttnf Inschriftep etc. S. 31. 

47) Nkch den oben erwUbnten Mttnzcn hStte sie am Flassc Ckavs 
(KAOS) sclbst gclegcn ; was der Angal^e ^esLivibs widersprcdicn'wOrde. 
Docb cs ist bekannt, dass auf den Htinzen anch bios nahe, nft mebrore 



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§,64-:;Cii.pia/ issr 

ond ia derNXbe das CasteU 'TRal(nsifi$ ^ Calbis oder lados (Liy. 
38,14.^), . . \. • , 

. Dk Lnseln liogft i^f (Carischen Ru$te in der IUcblaIlg^ voa 
NW. nachSO^ warep felgeafle: *Ph(fnfacusa(0aQfKtxovqa: PluC« 
Gael, c, 1. Saetoa.Cae^. c. 4. Plio. 4,1^, 23.; noch jl Fenoaoo) 
Bich Steph. Byz. p.- 600. (welcher ,!2^^^axot;a0a scbreibt) 'auf ter 
Hpiie Ton Miletus, nod zwar nacl^ dem gUadiasin. dnaris^agai §..280. 
120 Stad. Yon dieser Stadt, der Ort, 'wo Casar von den Seer^ubem . 
gebngeii wurde (Plat.Sue^. U. 11.). — Patmos (Jldspfioei, Stri^. 40. 
p. 488. EnsUth. ad Dio^. y. 530. Sudiasin. §..252. 270. Plin/h 1. ) 
idckj. Paimo, Patinjo', anch Palmo, Palmosa')^*), eine kleine^-fel- 
uge,* zn ^ Sporaden gerechnele lasel im Icariseben Sleere, 9 g: 
H. aiidl. von Icaria, nacb, PUd. -L 1. 30, A(iU. in , Umfang lialtend^ 
Se.batte keiiie Stadi, und der Sladiasm. 1.. I., ei^wabnt auf ibf krnr das 
Vgb. Jmazonium an der ^iidspitse der IpseL» welcbes 200 Stad. von 

■I I ■ ' . ' • 4 

Hdleii weit entfemte FlO^se ei^^abiit wercten (wie z. B. aaf. den MOnzeiif 
ven Smyrna n. Camfl der fierraus : vgl. ^rundell Seven Gburcbes p. 292 f:,. 
inch Hamilton's Researches I. p. 108. n. A.), iind Manlias zogdamals ai^T 
Oiiwegen n. in sebr klettaeil TagemSrscbeq. 

48) Von der Starit Ctdyr« iprerden w{r nnten.§.71. bei Pbryrgien spre^ 
dwn, zn welcfaem Lande isie m Aogu^t Zeitaltar nocb gerecbnet wnrde. -r— 
Andre , nor volpi einzelnen Sehnftsteltern qjrwlflinle und ihrer Lage nacl| 
licht niher zu bestimmende Ortsck^fteQ Gariens waren : KgUdti, Aada *), 
Mtaifafia, MfUct^ Mvyiso^, Ihfvaaog n. ^vAo?**} bei H^catftus (s. Bd. 1. 
S. 56.]; ''jifiog i "^oyika , diwdcfaop^ ^a(t6noltg**') , jlttfia^a>, ilfbi)- 
luttnog, Na^M n. IVfivos bei Alexander Petybistor [Bd. 1; S. 253*] ; dda 
}LmM\ Xttpdaau [Bi, 1. S. 229.], Btrdotm, "Idviiog, BtiQu, JIv* 
vtoq bei Ptol. 5, 2. ****), Eutane (oeben dem schoo oben S. 220. genann- 
\»AEtUhenc\ ffym'dosy Nariandtis^ Pyrnos\)^ Pilaium (aucb von Stepb. 
Byz. erwSbnt), Pkprantit^ Troezene^ Thydionqs, OrtAronienses, * Ifah/di- 
I mes s. H^pini'ij^) ^ Xystiani bei Plin. 5, 29, .29. , MaQUMvoimoXig^ 
*Ant(ndaiovnoXigj ^(fiaoronoXtg bei Hieroel. p. ^9. hka^aaaa u. Kjjqpj 
ciist Ktmi^ov genanni) bei Stepb.. Byz. a. s. w. 

49).ygl.aber sie TmmefortWoy^e II. lettre 10. p. 141 ff.ti.Pococke 
m. S. 46 ff. Ibre grOs^te Merkwilrdlgkeit ist das Kloster d[er Apdkalypse, 
wdches.i^ der Nube desHafeite Nestia fiber der Hdle ^erbaut ist / in wel- 
ckr der Apostel Jobannes seine Visionen gebabt baben soil. . « 

•) Vri. Rlatum ad Heciit. fragtnm. p. 1 1! . • 
•0 Viefleicht Xyline (Uv. IS, 15.) U PisiiieiT - - 

*") Btwa.dat Caiti§a des.PliiuttfT Vs}. oben S. 214. Note 2). . 
) Die beidea letztern scheinen an den Calbis nach der (vrenze Lyeient hin 
> gesetzt Werden an massen. * * 

t) yielleieht PAy/ctu/'oder SersetbeOrt,- den Ptel. Uvoto^ neantT - 
-H-) Vergl. oben S. 213. li^te IS. Mannett VI. 3. S. ;2S8. v^rmntiiM, data 
die Balyi$mt$ti die fiinw. von Aljsda ^eio selltea (T).. 



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^38 ZwcHcr TheiK' PoIJtfsche Geographic. 

Leros enlfternl ist *^. MerkwSrdig abcr ist sie als dcr VcA^mnongs- 
ort Aes Apost. JobanDes , der bier seine Apokalypse gescbrieben ba- 
beti soli (Apocal. 1> 9. lFefi;adv. baer. 5, 30. Edseb.b. cccl. 3,' 18.); 
wie sie deno iiberbaupt von deo Rdmeni 5fters als yerbaDnnngsort 
gebradcbt wurdp. — Coirassiae {KoQaatriat; Slrab. *10. p. 488. 
PIiD. 4^ 12, 23.), einc -Gruppe von Inaclcben im Icariitcben M.,,in dcr 
Nahe von Patmds und Leros, nacb Strab. 1.1. westlicb (riebtiger 
siidwesll.) von Icaria *i)."-^' Lepsia (Plin. 6, 31, 3fi. ; j. Lipso) «n 
.kleine? Inselchen desselben Meeres nordl. von Leros. — Leros (Ae^ 
QierEeroi. 5, 125. Tbuc: 8, 27. Slrab. 10. p. 4^7. 489. 14. p. 
635. StadiVm. §. 246. 258. n. ofler, Plin.-4, 12, 23. $, 31/ 36.; 
j. Lero), einle kleibe InSel dem Smns lassins gegeniibef, iiach*d^m 
Stadi'^sm. §."250. u. 252. 320 Sud. von to* u. 350 Starf. von Myn- 
dus "enlfernl. Sie wtirfe voa Miletus aus tevolkert fSlrab. 14. p. 
635.) , und ihre Bewohner standen in dem Rufe der Bosartigkeit (id. 
p. 488.). — Calymna (KdXvfivat Slrab. 10. p. 489. Plin. A, 12, 
23.^^) ; j* Kalymno, Kalamioe, Kolmine), eiue kleine Insel zwiscben 
LeroS'iind Cojs,'naber bei letzlei^r, •nacb Plia^ 1. 1. 25 Mill. Von 
Car^atbus. Sie lieferte sebr gnlen Honig (Stfab.'L l)^^)> — Co$ 
(17 Kwg bd. Kooig :' Horn. II. 2, 677, 14, 255. Herod. 1, 44. 7, 99. 
Scyl.p.38. Thuc.8,41. Arlemid. af. Agatbem. 1, 4. n. Pliri. 2, 108, 
112.' iSlrab. 14. p. 637. 653. 657.' u. s. w. Ptpl.*'5, 2" Cos: Mela 
2, 7, 4. Cous: Liv. 37, 16. Tac.'Ann.2, 75.,«iich Cea: PUn.'S, 31, 
36.; noob j. Ko od. iSlancbo) ^*) , friibec Merep/s. (Mefomg : Horn. 
H. 1, 42. Callim. in Del. 160. Tbuc. 8, 91. Slrab. 15. p. 686. 701. 
Paus. 6,' 14. Hygin. Astr. 2, 16. Anton. Lib. Met'. 15. Slepb. Byz. 



50) Toumtfort fk, a. 0. p. 143. giebt diesen AbsUnd zu 18 Mill an. 
51)^Nich{ zu venvechseln mil den^obeii S. 203. genannten Cprseae 
oder Corsiae Insulde, 

52) Bei Scylax p. 38. , wo an der cariscben Rflsle zwiscbcn Haltcar^ 
nassus und Caryanda eine Insel Kal\mva vorkommt, fot dieser Name mit 
Berkel dA Steph. Byz. h. v. in KaXVvda in vferwandeln. 

53) Strabo glaubt, dass Leros Ul Calymna die bei Homer B. 2, 1S3. 
vorkommenden Calydnae Insulae wilren; PHb. 5, 31, 86. aber self! CV?- 
lydhe (die er iA der oben angef. Stelle von Calymna UBterscheidet) ais eioe 
mil 3 Sl!ldt^ bebaale (?) Insel westlicb von £!nido» an. ^(ygl. ancb oben 
S. 162 f.) Derselbe rechnet Leros so gut wie Lepsia nnd Fliarmacnsa za 
der Gruppe d«r 20 Ihsii/ae ^rgiae. 

54) Ueber di^. Verhaltnisse der Insel Jm Allertbume vgl. KiiAer de 
Co insula, flaiae 1833. 8., iiber ihre jetzig^ fiesebaffoi^mt aber v. /Vo- 
kuch DenkwOrdigL III. S. 435 If. • 



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§. 64i Caria, 239 

p. 409.) and Nympliaea (PUh. 5, 31, 3(k) genannt'^), eine wiehtige 
bsel des Myrieiscben Meeres, de'm Sinus Cerimiciis gegendbery die 
nacfa Strab. 14« p. 657.- aod Agathem. !/$« 550 Stad. , nach Plinr« 
1. 1. aber 100 Mill. 'im UmlaDge' batte , wd«be letztere Aogabe zu 
gross ist. ..Die.nordosUicbe Landspiize derselben biess Scandarium 
od. Scandalium. (Snav&dXtov i Strab. 14. p. 637.) / die wesUicfae 
Drecanon (jdQiuurov: Slrab.^ u. Artemid. 11.. 11*)**), die* siidlicbe 
Lacter (cf Aaxnjg^ Strab. ^. Artemid. ibid.). Aass^rdenr -erwahnt 
Pfiniofl. 1. 1.. aof ibr nocb einen 'Berg Prion. Oie Insei'war sehr 
fimcbtbar (Strab. 1. 1.)/ and' lieferte besonders ' trefflicben -Wein 
(Strab. 14. p. 637. 657. Plin. 14, 8, 10. 15- 18, 4. Hor. Sal. 2, 4, 
29..Pcr&. 5j 135.) "^),.^uch trieb sie Seidenbau (PUu. 11, 23, 27*). 
KoDSierzeagiusse der Insel waren die ihrer Leicbtigkeit and Darch- 
nch%keit wegen .berohmten seiden^n Kleiderstoffe (Coaa vestes: 
PUn. 11, 23, 27. Prop. 1, 2, 2. 4, 5^ 55. Hor. Od. 4, 13. Tibdl. 2, 
4, 29. 2, 6, 35. Ovid. A. A. 2, 2, 98.), vorztiglicfaes 'r<)pfergerath 
{Amphorae Coae: Plin, 35, 12, 46.) and Salbed (Atben. 15. p. 688. 
Plin. 13, 1, 2.). Nacb Diod. 5, 81* batlen^die, scbon su Homehs' 
Zeiten stark bevolkerte and von Herakliden be wobnle- (Strab. p. 577« 
653.), Insel Aeoli^r aas Lesbos zuerst angebautf spater war sie 
eiD Besitztbam der Dorief aus Megava, aid ibre Hauptstadt ge-> 
horte mit in dem engera Ausschass der 6 dorischen Stadte (Herod. 
1, 144.). Die schon zp Homer's Zeilen vorbandene (S(rab. p. 573. 
653.)HauptsUdt4iiessebenfalls Cos (Horn. 11. 11. Thuc!8,4i. Sq^l.1.1. 
Strab. 8. p. 374. 14.^ p. 657.. u« s. w. ; j. Stancbo), lag an der 
Dordlicbsten Spit2e den Insel *7), nur 40 Stad. vom Festlande ir. nach 
Plin. 1. 1. 15 Mill, von Halicam^ssus eatfemt^^)^ war nicbt gross, 
aber schon gebant and herrlich gelegen (Strab. p. 657. Diod.. 15, 76.) 



55) Nach eiDem Fr^gm. des Hellanic. bei Steph. B'yz. v. Ka^la (p. 
147. Stnrz.) fiibrte sie auch den Namen KaQig, . 

56) In der Stelle de^s Artemidor bei Agathem. I. I. heisst es. freilich 
jQiincpop, was aber ans Strabb in 'Jginavov zu verwandeln ist. 

56b) Namentlich die Sorlen Leucocoum (Plin. 14, 8, 10.) and Hippo- 
ewm (Fesths h. v. p. 101. ed. Mflll.). - 

57) Nach. Strabd p. 657. hatte die alte Stadt ^Astypalaea) vorber an 
aier andem Stelle gestanden ^ war aber durch eih Erdbeben grOsktenth^ 
zerstOrt worden (Thuc, 1. I.). 

56) Ihre Entfemnng von * Halicamassos giebft der Stadia^os eiwas 
aiders als Plinias, pamlich za 180, die von Gnidus anch zn 180, voo 
HyiidUs zu ^40, von Leros zu S20 r. voa ^hodus ^ 320 Stad. ain.' (Vgl. 
§. 247. 248. 251. 252. des Stadiasm.) 



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no Zweiter Thei|. Politische Geographie. 

nnd sek dem pelopon'n. f(Htoge darch Alcibiades befesUgt (Thne. 8| 
108«)- Spit«rfain dnrth eia Erdbeben grossteDtheils aerttort , wnrde 
sie durchAntODUins Pins. wiedbrhei;ge8tellt. (Pans. 8, 43.). Inder 
Vontadt lag der berfliuDUste Tem|)el des Aescalap >»), in wdchen 
die geneseaen.'Kjrankeii Abbiidungen der leidendea Korpertheik nit 
Angabeder Mi^el, die ibpcn geholfen batten , aafzahangen pflegten, 
. so dass detTempel TOD de&Aerzten.wie ein anatoouacfc-patbologiielies 
Moseam benaUl wurde (Strab. p» 657. vgK mil 8. p. 374.) ^^). Sie 
bfitte auch ^inen gaten, ver^chliessbare^ Hafen (Scyl. p. 38. Diixf. 15, 
•76; Strab. 14. p. 6S7.), a. war VatersUdt de$ Arztes Hippdcrates (vgL 
Bd. I. $. 171.)^ des MaUrs Apelies and des Dichters PhiieUi 
(Strab. 14. p. ISilfj PUn. 35, 10. OvM. A; 4.'3, 4(H. m P. 4, 1, 
29. 3, Iv 58. Ovid. Trist. 1, 6, 2. Rem. 760.). Kai^r Claadios 
verlieli ibren Bewobpern Immunitat (Tac. Aim. 12, Ql.). Die obri* 
gen Fiecken dkr Insel waren StotaaUmhn (Sfq^MtXi/AWj : ^inh^ p. 
657.) iJDi .W. derselben,'2Q0 Stad.)rom Vgb. jprecanum a. ebenso weit 
y6n i$f HimptsUdt, nnd /taUsdma QiXiaaQytd Strab. 14. p. 657.) 
im stidliclMten Tfaeile der Insel , in der Nahe des Vgb. Lacter. — 
Nisytos (NiavQOQ: Horn. II. %, 676. Diod. 5, 54. Scyl. p. 38. 
$U^. 14. f. 656 f. 10. p. 488 f. Stadiasm. §. 245. PUn. 5, 31, 36. 
'spiiter aucb Porphyrts genannt: Plin. 1. L Stepb. Byz. p. 497.; noch 
j. Nisiro, Nrsari, Nizaria) zwischen.Cos nniTelos in der Mitte, tob 
jeder etwa 60 Slad.' entfernt, dem Canschen Vgb. Triopiam gegen- 
ii|>er, eine Ueinc^ lili^licbe. uad felsige Ibsel von'80Stad« Umfang *9* 
Sid hatte eine j^eidinan^igc Stadt mil Hafen (Slrab. 11. U.) und beitse 
Qoellen, ondiieferte (nach Strab. p. 488.) Muhlsteine fiiraileam- 
Uegenide Gegenden. — TelQs\fj TijloQ: Herod. 7, 153. Scj^l.p. 38. 
Strab. 10. p. 488. Stadiasm. 1. 1. Plin. 5, 31. 38.. Stepb. Byz. p. 652., 
fruber Agathusa genaunt: Plin. a! Steph. 11. IL ; nocb j. Dilos^ ge- 



59) Dem ii))erbaiipt £e gauze Inael heiJig war, so dass die Asclepis- 
den , zu denen aucb Hippocrates gebOrte , die angesebenste Familie^ der 
Insel waren. 

60) Aqs ihm soil namentlicb aucb Hippocrates geschOp^ kaben (Smb. 
1. 4. Piin. 29^ I9 2#). Der Tenpel brannte aber ab ^. and 90 giqg anch die- 
aer Scbatz fQr die Aerzle verloreo. Den ernenerten ^Tempel schmdcktei 
besonders zwei berrlicbe GemiUde des ApellQs, eine Venos Anadyoneae u. 
ein AntigoDtas. (Strab. ibid/ Pliji. 35, 10, 36«) Ersteres sehaffie Augostof 
nacb.Rom u. erliess daftir den jCoejm 100 Talente von ibrem Tribate. 

61) Ihre £nitfei<iiubg voo Cjiidas betrflgt ,n%cb Plin. 1. 1. 12y8 MiO., 
die yon Rbodus nacb dem Stadiasm. §• 245* 820 Sl^ad« 



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§*«4. Catia, .841 

v«hiiticli^ aber Pbcopia), vwiitbeu der^vodfaa and Gbalcia^ 90 
Sui.,mriwt9A. von leUterer.(StraIi!. L L) wd 820 Stad. rm lUt^ 
das (Stadiaam. i. l.)«. Sio^war jtlt«|gp.aiid s^hjBal;! haUfe^ eiiuep J^an-^. 
dwgsplaU, Qod lieb^te troche Salbea (Plia« I. L). — .Chakkt 
{Xul^ia; $€]rLp.3^ SUrab.4<^ p. 48»^ U. p. 6^. Mel^2, 7; It.) 
od. aa/ce CXa'A«^i ThjM^ a,.41« 44. 55. PUB.4,A2r23. 5,31,36.^ 
Qoct^ JA>Cba)fci; KiiaiJu)f^2^^ ^e iii^iw Ihsel xwiactoi.Telos and 
Rbodaa, AiU eiaem Orts. gUiohea MaiAena» eibem iHafed lyid eiaeai 
Apolbiei^ieL ^ Sgm4^.{Suf^ .- Horn. U. 2, 671. Harad. 1, 174. 
Scyl.. p. .8». ^ab. 14*.p. 6^. St^k. Byz. p. 623. Hela 2, 7, 10. 
Pliii. a> dl>^36^; j. ,2^iq«l), in dmn n^ ikr benannten MB.)«'), 
uch PJin^.attf hatteia^ Wege zwisohen .CoidiK und Rhodus, nidkt 
wait TOt der Kfiste dea Festlandes, sebon vor dea Trojan. Krieg^ 
?«i;Qil^i^adien beviSlktrt,. i^^her von den Cariart m Q^iu geaam^ 
siofiy aber'spStar viewer .aafg^g#ben5-and aufa Naue y^n Griechen 
(Argivero^ Laoediimmiehi and Rbodkrii) beseUt (Diad. 5, 53. A^ttaoib 
7. p. 296.). -- itWua W'Piulofii doa. II. 2,«54ff. 607 if. u. s. 
w. ^ecai. fr, 232. 244, Bmd> QL 7, 24. 103. Harod. 7^ IftS.Scyi 
p. 38. Tbuc, 8) 44. d7.>X«)* An..3» 3, 16. 3,4^ 15. Sirab. 14. 
p. 652 sqq. u- otter, M^a 2, 7, 4. PKn. 2, 87, 89. 5, 31, 3$. anob 
lPi>^a{so. v^Q0^: $M». 2. p. 134. 14. p. 673. 681.,^);.ttocb j. 
Rhodos, Rbodis, Rbod«i)4t>> aine sdt den ihesfen Zeiiea bekannte, 
grossly mid scb^ne. Von N. pach S. jgestreckte Insel ^ an derSteJIe 
des Aegiischen Mee^es^ wo'sicb dieses von den o^sUichern Theiien des 
MiUe|meeres scbeidet^ . 3— 4 g* M. von der Cariscben Kiiste, deren 



62) Ueber ihren jatoigea libstand u. ibre Rninen vergli Ltiikt Tour ia 
An iBin.r f. 224*, ba8oiider$ a^r Uavditon*s Researebes II. p. 67 if. 

63) VgU t;. Prike^ch DankwOrdigb. HI. S. 432. 

. 64) VrObei^ Nao)ea ^yarey />pAitis<i, Stadm lu Telclunis (Sirab. 14. 
f..653.). 1 Piia. 5,;349 36« giebt auMerdein nocb die Namep^ j^sttria, ^«- 
Uraea, Trinacrm^ Cof^^fmbiM, Poees^^ MabyriM, Macaria nnd (Uo4i$t0 
aa. Dec allgemeia rejilsTrU; Name bed^ntet wabrseheinUcb A^Rosenmtel 
(voB ra-^o^a), and wnrdo' dem fiilande gegeben, weil die Grieehen diese 
Kdaigin der Blinnea auf ihr zuerst keoiien lernlen. Daber fObrte aucb Rbo^ 
das eine R»se aU Symbol auf seioea AQUzen. 

65) Ueber. die' afeerenVarhidtnisse.^er losel vergl. JfeurAi' Rhodaa. 
Aauiel. 1675. 4.Tk. ifesjvgft VorgescU^hte von Rbodos n. s. w» CtfJa 
1827. HeJtirB Abbandl. ttber die allgemr. Gepgraphie der Inaal Rhodos. 
Bmd^. 1827. o. MulUf^ porter an tien onten aogef. Stellen; fiber die 
jet^dge-Besebaflenheit decs^befi^aW ai^be v. Prok^h Deakwlirdi^. ill. 
S. 430 ff. Fellqi^ PiscoV. iaXycia p. 243 f. a. A. "^ 
It '16 



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Hi jCweiter Th«iL Foliti'sohe Geograpbie. 

HmfiBg TOn Btnbf^ p. ^SH. zii ^ Slad« / von PUb. ft/9f » 86. n 
125 usf vea Isidor. a^P* ^oBd. za W$ Mill* angegebeii wird. Ikit 
mteo (nicht'grieoliiM^B) Bewoteer eriiidt siewabrscbeinliek tm 
d6B gegeniiber liegenden FesUande.iiiis^), zh deoen spater aoeh 
Pbdnioier (Diod. 5> &7. Cobod ap» Pkot. p^ 4M.), Crei^lider (I>M. 
5, 53.) ^ imd domche GnecheB aus JIfegara (Tbae. 7^ 57. ..^tn^. 
14. p, 658. CoBon 1. 1.) kaiaeti. Lelsteve scbeiiien acboh 211 itu Zti- 
ten dasTrojaiiiscbeBKrieges die Hepren <ler hs^l gewesen'sn mb *^), 
imd die Sltorai Bewohner entweder gan^ «d^ dech vMi'^f Kfate 
vteadi^ngt zn babea, an whicker scbon dto^ 3 Mfibctide SlSdte 
(Lindas I lalyioff and Canwros) mi grieeb. EinrfebtangtB bestanden 
(Hom. U. 110^®); un#ao ersebeiften denn aneb-^spSt^n alets'.die 
Doner 9h Bevir«btfer der Inael (Tbac« u. Simk U. Hi), 4{e, der 
JPers. Berrsebaft^aiterworfen) ibr KontiBgenilsitt den S& SeUiren der 
Doner im P^rserkriege - sleUteB (HerBd. 7; f^.y 'Die Berfihrntbeil 
oBd i/kfbi yon Rbodos aber begkat erst yob dem Zeitpaakte.an, als 
jene 3 SGIdteia einen Bawl BasanuBeairateii aad Oi. 93, 1. eiae 
vieite, der Insel gleicbnainigo StadI, als Baikplstadt derselben, gruv- 
detea (Diod. 13^ 75. Strab. 14. p. 654.),' die besoaders nack dem 



« ,; . ^. 

66) Die bhen MythoB aennea tii^ Teiekin^ (Ti^tw^ : Diod. 5^ 5^. 
Strab. 14. p. 654.) olft die ilteslen Eiaw. der Ibtel,' die, wie dies^ seDwl 
(Pliau 2, 67, 89.), ais dem Grande des Jd^eres beraufgest^j^eo und aiaeb- 
tige.Zaubefer gewesen sein, dabei abeir auch die Kuost verstaoden baben 
sollen, Eisen und Knpfer -zu bearbeiten (Diod. oind PIb. U. I|.). Nach 
Strabo 1. 1. waren es eingewanderte CretenseT) nacb Siekler's Ansicbt aber 
(Handb. d. alten Geogr. S. 459 f.) phOnicische Dergleqte, die sicb anf.der 
Inse^ niederliessen. Sie gingen zum grOssien Theil^ durch eine Ueber- 
sobfrenmang anter, oder wandertenaos, iin4ihiien folgten sodana die von 
der Sonne' g^zeagten Uetiaden (HXiadai: Strab. .k 1.)', welche in alien 
ROiMien, besonders ia^ der A^tropomie, wM' erfbhreo waren^ die SchilT- 
iabrUkande aaebildeten, and das Jabf inTage a. domden tbeiltea (Diod. 5, 
570* Nacb'ib^ war die ganze'lnse) der -Sonne geheiUgt, b. wnrde'dab^ 
¥oa ibr ancb so begOnatigt, dass im gonzeti iahre kein Tag vetgiagN wo' 
nitbt wenigfltens eine Stande lang ibre Slfalilen 'die Insel erwitrmten (PHa. 
2, 62, 62.). Nacb Sickhr^i JHekiuqg ara. 0. wSren jedocb die Heliadea 
von den Telebben nicbt ver$cbieden geVesen. , ' ^ " ' / ' 

67) Obgleich die ims bekannleti Dofiischen- fiifm-anderungen alif Rbo- 
dos erst' in die Zeiten nacb d^m Trojan. Ki*iege MIon^'aBd naeb Sirab. 
p. 653. znr Zeit jenes iUmpfes Aeolische Heri^klidan. ^ese. Insel' ao got 
wie das beaacbbarte Cpi ione batten. * > . * , - 

68) Die aach schon*(rtthzeidg'K6lonfen*an den Kdsten Italieng, Sict- 
liens 01 Hispanieos grfiadeten (Herod. 7, 1^. Strab. 3: p. 160. -6. p. 264. 
272. 14. p. 654. 0^1. Mda ly 16, 2. o. Muihf^s Dorier L 8.: 110 f.) 



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§.64. Caria, ^ • t49 

Tode AtetaaAwiui^ der Befreidog tea '4itr Mmei(Ak. H^sM^aGt 
^BM: 16, 8.) Aarch ihrea ton *ihrMi Lagf^ ' |^rade in der MiUe 
zwiscken Hien dsClici|(;ii nnd waslli0ten*Llind6ni<'dar Erde*, anip^b* 
mead begaastigteii ilalidel und ihret adsg^IimMe SohillkBrt ^ bf^ tihtt 
s^brpl gtatfUktiUu^ mehr arislok^atisdieti ; als, demofcrati»)f(^ 
St9i(tverEMa«n|^)^ eine der bltihendsleii mid miMibtigsteir des gianaea 
AtteHhttttft.n^iivde , s^lbst eialfa TMl des gegeniiber liegej^deta Feai^ 
Indts '{Hifi Peraea Rhodiomn) in^C^rient vgU S; aK&^beliemQht^f 
rniib^ iieae Befealeiiheit .selbil witer riknisclicnr* IfeiTstftaft noeh 
ekuge Zeklanf sn eriiaiteii waisl«; Us ^ndUob^der Bttrgerltriiig takk 
Cisaiis Tod0 ftre Bitfthe \wrniclitolcf (AppiM. fi« C: 4, 72:), md 
selist .4er. ifar Jrilier von den H^^mrn gelassane Schain der Freikeil 
(jf^iYb. exe^ da teg. 25. 39. '69- 1^ a- w..}'ilBler VcflpyfairVeriorea 
p^^(Sael« Vesp. ft. Eatrop, 7, 43»)^<>). ^* Aq ^f- spXlem EiiH 
tfeflitQg de^ rdm. KeMis nnter Conatantk , wo ^ laaek it9 Aegliit 
lehen Ifeerea eine dgne -.PrevHiB kildelen,. war Rfao^na dfe<0anpt^ 
sttdtdeneUen (Hinr^ot. p. 0B8'fi ^vgK v^fcda S. 9«.). ~ Sftflasel 
war fibefaus frachtbar , und liefeHe' beaealers' Mttcbet ftoln zaai 
Sdafbaa (Hesek. fTiQ^VOk. i%f 39; Z6.)v eUe s^^iHoJSaHe 
Weia , der dem v&d Cbios We^ig nachMkod '(!%». .&^iy&. li, 8i^ 
W. Vhg. Ge. 2/102., Orlaar. 5, 2. Hadrobi SaU-2y i6. OeM. la^ 
5. Atkcn. i. p. '32.),' imd berrlkhe •F'dgen' (Plin, 15, 16^ 18.) f 
liclKtdeiB aoch sch^neb Mamar (Fliki:37, IV, 62.Strab.5. p.^24w), 
8€h5ne Aobate (Plia. 37, 10, 5^.) , eine feidie Art ¥0n Hreide (Ptin* 

M) Die trefflicfaea Einricbtpogen destRbQdiaoheii SUatesurer^en von 
ieoAHea allgemein gerfHtfat (Ter(^» ^trab« p.-652. .Mn/Zer'^ I>oAer II. S. 
147 ff. 0. 413.^, a. oanenlKah galteii ibre Gesetaa and VerordnaDges hm* 
ncUieb des^Seeweseas afcbt Mot (Qr die alteaten; aondem aoeh Hlr die 
Yorzagtichiteo ttirer Art (€ic. Manil. c. f k 38.), so dass •^tint die Rttmer 
niter ^er Eegiernng des Claadias sie auf ibren Sfaat abertrageo z^ aiifenen 
gkiibteii. I>as9 sie deninad|l aneb ^ treflTKebsleB Sealeate waren, verstebt* 
ach wohlVoB se!bst. (Ygl. Liv. 37, 30. -Gell. 7,-3. h. js. w.) . 

tP) JNe deoRbodiera, AlsftrenenBoiideiigeaoMen im Syriscfaen Kri^e^ 
vio ded Hamera n^ch Besie^ng dira- Aatjoclus' gescbeakten Besiteuageor 
atrf-dem Feitlaade, d..b. gaos CariAi o. Lycien (P0l7b.exe.de lag. e.3^.), 
wareB ibilea zmtt hM wieder abgenommen worden, - ajs sie- es gewagt k^- 
ten im Macedon. Kriege als bewafnece'VermiUler zwischeti Perseos a. deft 
Rsnehi aafi^qtreten (vgl. obea S. 108 &)f der iHseVadbst aborJiess^n die 
mten r9m. Kaiter den Namea der Preiheit, i^gleich .aas Tad. Ann. 12, 
(8. bervor^hC^ 'dass ibr selbst di^se scbon vor Vespasian ekiigemale eiil- 
sogeii^ aber spftter a^b 'wieder go«ch^6kt.wonden-.war,-'jeBacbdein ^ 4ia 
Mo4i^ dnrob. ibr Bedtobaiea gegem Koiti venKent zo faabea f^ienen. 

16- 



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244 Zweit^r Tlieil.; Politische GeograpJiie. 

24, i, 1.). and ekie fce^Mrflsrs b'^liebte Sorte Bi4€3chw.«pn (PIid. M, 

10. extr.) 7^. *Un^ toi FrWokten de^ Thiemiciis sdcbneten skh 
nam^ntiicb eine. sehr geMshle 4SaUaii9 tou Fiac^ (Elopes i Aeliaii. 
h.^n. 8; 24/ ^in. 9, ««; 7%. Gokm. ft, 16, ».) ti.^die Kampfhibiie 
(PliD. 1S;S, 16^ 10, 21, 24.) ^w Rhodns ws.^Db j^dchiigsteB Bf^ 
seagoisse'^dar Indastrie^.wdi^ii'.Sdiitfe^.die nirgeada je gaigabaiit 
wnrdea'^), Wafen Q« aiidi'e mrkzeu^ (Strabi 14« p. 663.)^ ^iebe- 
rfihmte RiiMtisclieSalba (PUn. Uy 1, 2. 28, 17, 71.)t daa bt94ieBitt- 
weias (Pfin. 34^ 16, 54^)> GrdiiapafB «nd oia^Mar OobseBobreQ^ hetm- 
tetet* Maknrfirniss (Plin. 34, lit ?6-)- Die EiitFobfier n^aren nber^ 
banpt actsserst bctriebsase nad knnalfertige Leote, hA denen Handel 
mA Indastrie die voraagiichsteii ilebel des Yaiksf^ns warea* Ihtk 
wupdeDaaobKHilste inul 'WisaeD^chaftea *V(m ihi|e0 keioeawega iiff* 
sacbl^aigt, Vtalinphr naftientli^b Redel^anai*^ Pbiiosopttie mf Matter 
matik ia Abodaa aoPs fleissigste betpieban (Strab. 14« p; 6M>) ?^), a. 
anob -in Hriege ftaigtan^ sie sid^ tapCur oii'd-iiiUeniabnettd. .Xeii« As. 
3^ 3, 16; 3» 4;*l$i'rttbDrt.si^ AameDtticb a|a trefliphe Scfaleuderer. r-: 
Bar hdchste Pmikt ^er Imal ist dar Berg Akikgris od. Atabyrmm 
(jiw^fig jA 'Awpi^ovi PtHftd. 01. 7, UN), c. ScbaL CaUiai. 
fr. 413. fiiad. 5, i9. A^Uod. 3, 2^ 1, T^cAz. CbiU 4, 136. 390., 
bei'Slepb. Byz.'pu 133. /fva/9t/(oy) auf^ibrer ISitdw^MapiUe , yda 
welcbem aoa^ nan Creta e'lilicken konDte (Diod* u^. Apollod. U. 11^), 
miC eiDcm baiiifalntBti Tempel des Japker Atabyriua (Pin^» Died. 11* 

11. \f^. nut Lactant. Inst. 1, 22.) ^^). Die S Uivt der Inael warens 



71) Strab. 7. p. dl6» gedeakt aucb eioer erdpeebbaltigeo Erdnit aaf 
lUiodos, die roao vam Sohat^ der Weinstttcjie geges^ieJUaltlaase braoehte, 
indem sie, mil Gel aofgeatricheo, dieae Thiere todte. . 

72) Die Rhodier varea aueb Erfihder der ieiabteateo ontd ant acbnaU- 
sten' segeladen^GatlQDg vou Schiffen, der X('ktjt€^i bei dan Rfaifm Ce^ 
ce9 genaant (Qerod. 8, 94. PKa^ .7j 56, 57.). 

' 73) HaopUiicblidi zeicboete sieb die vett AiBstbiaes daselbtt geatifUle 
Rbetorenschule aas (Cic Bmt. c; 43. 910- -lleber die besonders eii^ Stre- 
ben aacb Kolossalem und Imposaatem zeigendea KimatWerke 4er l|bodier 
iz, h. die berObnlte Orappe dea Laokoon and die CleailUde 4ea PrologeDes, 
des' griecL Gorreggio) vgl. Meursii Rhod. I,*29. uad'^i^^r*'^ Doner lU. 
9. 413. a. ttber die Menge der dart Vorhaadeneo KoaiUrerke Plitf. 33> 12^ 
55, 34, 7, 17. r . , , . 

74) Das. vom Apgiiko. B. ]|fHbr. -e* 26. erwahale Ifoiligtbina d^a nta* 
byriscben Zeus aii^ss bei der Stadt Rbodos gegaebt w^rdea, and kana aliio 
nicbt. dijbser Tempel aaf, dem Berge'Atabyris seia. (BinJriKea HaiKglbaar 
deA Zeas AUtbjriOs befand, sich aacb Polyb. 9, 31. aa Agrigeatao^ wd Si- 
cilien.) Uebrigeas erzafaltPlift. 5, 31^36., dass die lasel ^cb aiaem alien 



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5.«4..Ga:ria. »45 

Uwhs (fttrvk ,14. f. Wit t 9. p.. m. 12. p::605. u. s. w. IKoff. 
13, 75. PKn. &,. 31; '36.) , ,«fa|« teieM sebr gress^ ^), aber jntiiebtige 
Stadt (Stirab. pi 852;) an 4er ootUesOicheii Spitoe^ im J, ^08. v. 
Chr. vom Baumeister HippodaimKi '^) in GSesfalt eiaes AhipHtheaCerd 
IB AUange* mies. B^rgtg uM inften aa dei' Kiiste erbaut (DM. 1» 
L)T7); Die SlaAbatteSliafeil, eiMa gr(fss^rrNi ubd.einen, wabr» 
scheinliob don^ Kiinst gescbafeh^n und stark' b^^igtea, kleinisraii) 
ib^ dts^en eng^n Eingaoge iter' berSbnife , der frme gisw^iilte, 
ekiroe Kolosa,. 6in^ der TWiindar^i^rke Jw ttllen rW^ctt, si^inei^ Plate 
baa* (Sirab. 14. p. 698. Pliu. M, ^7, 18.) ^•). Unt^V d^ G«bia4e& der 
Siadt z^iobnete aieb- beao1)d«rs der Soaaeoieiiip^ durch'-stitfe Groase 
ndS^bdnheii, so iried^reb seiaen K^toVlbam and aabae H^ligkeit 
CBS. Sie hiekeiiie barta^kige uni aach alien Reg'ela der.Kuast ge^ 
leitete Belag«niag dmrfh Demetrius Poliorcelies^ aaPs ta|rfef8ta aii& 
(fiiodi 20) 92 ff.: Plot; Demetr. 21 f.), ward aber spiter^in dent, 
Birgerkriege naeb CMsars Tode tcmu, Casslus ^^beptaad a;u8ge]plte-i 
ifert, wodarcb der W^stind' dar Stadt fiir.ijnia^ vcflorea gin^^ 
(A^ian. B. C. 4, K.). Rhadus war aiieh VateraladI yieler^bariibm- 
ter Ibiioer / aaoMlDUicli 4es PbilosoflMii Paiiiioa> des^Diefat^ 

'- . " ' '' ,-'• ^ ■ -^ .'•.'•:'. . 

K^aiga eiast aafh Atabyfid genan|rii^rden acj. Skkkr dagegaa (Baadb. 
i alL G99. & 4€l.)'yiaraiiebt mie stesliiiache Etfiaoiogie de» JSameiM voa 
JjOllAtapb)^ veridilU^ ppd '^'irt (Hpr), J^erg^ alfOs^^cr in Wolken vcJjr- 
lilHle Bepgzeas''. • 

75) Sie zahlte aacb in^ ibrer bOchstea blOthe ear 6000 Bttr^r and 
1000 Sebatzvenranike ^Diod. 20, 85.). ' 

70) Es war baeh ScTab. p; 654« derselba Paalpieisler, - der meb- dea 
Pirikia ia Athen im Peioponnes. tLriege i^ieder berBtellta. 

77) Had zwar sc^'sfaimetpi^ uad ads .einem Gasae, ^bss sie .dea 
Altea BUT e in. Haas zu^sAein sckiea.^ Vgl. Meursn Rhod. t, 1€. a^ MUHer'i 
Doner II. S. 255* 

;78) Er <var vam Undier Gbares gearbaiut aad 79 Ellea oder 105 
grieck Fass boeb, so dass die Scbiffe nHt vcdlen S^gela zwisdMra seia^a 
atugetpreiztea Beiaea biadarchfabrea ^ and batte 300 Taleatd gekostet, 
wnrde aber-schon 76 Jabro*nt9ok s^bier Erricbtoag darcb ein Erdbebea ale- 
^^rgeworfen li. ntebtivieder aafgeriebtet. ^Strab. 6^ p. 278. 14. p- 652.) 
VoD seiber riesigen GrSsse zeugt die Naehricht bei Plin. I. |., dass dnr 
weaige MBaner eiaea Danaiea dessetben^ amkfoftera koatiten,* apd''jeder 
Rag^ die 'Grttese eiaer* gcfvrahnti^n £ir4saul0 bade. Bte Aegfpter kona- 
ten aadi^ der Erobemiig dei" Insei m J. 672. die Ma6s<^ des zevtrfiinmerten 
Kneskauia airf. 900 Kaatealen <deren jede^ an tOCentaer za trag^ p^egt) 
farUcb^ffen. Vgl. flber iba Pbilo Byz* de septem miracolia; etc. in iJrpnovit 
Ibai. Attt Gr. T..VII|. Meursit'Mi^i. M5. and Cay/itf Abbandi. zur 
fieseb. der Kaast Th. 2. S. 176. ... v 



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tM Zweiier Theil. .PolitiscliQ Geografbie. 

Atlollbiiiiis y cfes^cm.Ciceh) gnhf^ei) Rh^tors-MolQ w^^leslfklen 
Protagjwes(Stralr.p.055.);^*). linim(^ AipihQ: Bo in. II. 2,656. 
tkrdd:,2i 182. PumU 0K7/137/Xlifio.8, 44. Steab.Ll. I>io4.4,60. 
P^ot.^,* 2. JJfela.2,r7, 4. PbV 5, 31, 36. JoantaMU t, 34. ; nooh j. 
l^inde) vonRhodui s6d(tod.^0 aur^ewSai^ an derKiiftle, eiv niobi 
ttlil^aleiidec, m iooi JBi]oda4ler;6 4er^hfQ fifildlfee gtMSrig^p Ort» 
dw sioli aiacb. M^b der j^rlmawg yonilbodiis ab s^lcb^r.erbiek ^% 
und aw«i»beriiJMte Tampel batte, ei»^ derJU4idii^cbieiiN.iD^n^(Strab» 
L k),\')iuid ^bea des HerAolea (LaotaiiUl>'31.)^». 6te war •wh 
£a^ Valersiadt da^ 'Gleobolas^ ISia^s. der siebem .Weiflieo.GffiAc|i«B^ 
lands (S4fab. 1. L). yf^^iw audttdi varep-zwioi , ^'^an $ln£. p. 6&5. 
anv^aU, soaat ijl>er mbekaAnie Kastalk^ /iff^ ('X£a»9 bai, Stepb* 
Byz. p. 32a..7|i<»0^^) «uid ibiM^^rim (Ift^ifedti^iaf'). Cmmims 
{liafiEi^asi Ham. ). L Piad. 01. 7^ 13(k JHemd. i, 144. jScyl. p. 
38. fhiio. 1. I, Su-ab. U. p- W5, .Dipd, 4^ ». 6, 57. 13, 75. 
P«oL '5> 2. , i»Bi SUfb.jBya. i;. 349. bod Eastiiih; ad Dio».. v. 5(IG». 
ancb Kdf^tfQC] (joi.N. Q^ 3,'^U Mab ud PUa* U. U. Macrab. 
Sat. 1, 17.), die drkte uttiTor der Sriiaaoog von Rbadas h^4em^ 
Uspldste iStadt dar Inset, abeafalls eine.-der 6 dariachen '.Buad^- 
stadte', lag'ao der Westkiiste ®^} , )rar aobefestigt (Thuc 1. 1.) , wad 
2tt Stf Elba's Zdtea wohl scboo sabr varfiiUeB> da diaser -Geogeapk 
gar Nif^hts yqnihr sv sageR weia9« in- ibr Vafd'e besnadcM Apollo 
uater deoi BdtidJXktft 'Em/AijXiot verebrt (Macpob. Sat. X^ 17.). 



79) Date die Altea'dnrcb RhodjiSi wel^es aatorat 80^ Br. lag, nidil 
nar eaiaa Hirer HaapUberidiana, sondera aacb aiae HauptparaUelliaie zo- 
geo, auf welcher sia dea Umfaog der. Erd^ baracbneteo, a. dass maa eiee 
Meaga voo^^ialaozea voBfibodiu.alHs.be6tisunt6 (vgl. besooders'Suftasm. 
§1. 2^.), Imkm wir beceiti;^ l. Bde. ^182. 186. 1«9. 3.18. 31d. «. s. 
w. gesehen. 

80)iJBd avtrir nacdk Tapfinnm^ (Yofaga T. L c« 74.) 60 Miliar (iuL 
Naiten?) davoa eotleraU * '• . . 

^ 81) Obgleieh liM ^e maisiea JEkw^ba^ dar 3 alten Stsdta u die 
aeiia HaapCs^t aasfiraaderlea (vgl Diad. 12) 75.). . ^ ..- 

- 82) Vg). Aet Ap^t 17, 17. M^utm Bhei. 1, ^ MUUer^s I>bnar L 
S. 898. 

- ^3) Der bier yon daya saksaaMa Caltas das Bereales aaXiadus baa-* 
delt, welcber i^ dnrch Flttcbe a. Verwtta^cbaagea verebrt verdaa darfte. 

84) Stapbamis ^rwSiuit Iner aach eiaea Hafon 'J'iog, voa dem ef sai* 
pen Nam^ balla„ and IM Artamidor eiaen Teoipal des AfoUa dasalbsT 
CH^9 WttoAAwi'). 

85) Ptol. L U ^etzfrsie (jedach ia^einar gawiss dtircb die- Absebreiber 
verdorbenen Stelle) an die,Sadktista. 



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§.64,.Garit. • * , 247 

Aych war sie Vaterstmit: d^ Biclilef? Pigaoder •«). latyms (7a- 
At;o6i^> Oder domoh 'Ji^XvooQ:,H9m. i, L Find. 0!. 7, 106. Be- 
rod. Tbae. Strah. U. Ul Died: $, 57: Ath^n. 8, 16. Mela ond Plin. 
0* 11., bei Pud. ij 2. 'J^XvaaoQ', noch j. Jaliso), aucb eine der'6 
donaehen HauyUUdfe , lag- Our 60 Stdd. yon Rbodus , and mag bei 
dieser Nahe naeh Erbauong voi^ jeper wofal bald berabgekommen sejn, 
so dass sie Strabo nuf nocb a(s Flecken k^nnt, Plipius aber 1. 1. si^ 
geradezn mit Rbodua setbst verweebselt^p. 'Ibre Citadelle^ nnter 
dem Namef Ofybhamq(C>QV)iia'iLK»)y lajg avf einem Berge, und war zv^ 
Slrabo^s Zeiten 'nodi vorb^nden. Im : Gebiete delr Stadt od. der Ge^ 
gend Jahfista (Diod. 5, 57.)'erbaiilen, der.Sa^e ngch, die Hetiaden 
die' Sladl Jichaia (Ajyta: Diod. '5, 57.), die'^nocb Atben. 8^.56. 
als cin Ha'sleU Namens ^p^a/a kenni*^. w- ^Eleilsa (EXiovaa: 
Strab. 14. p. 65l f. .671.) ocler Elapse CMdovo^t Stadiasm. §. 243. 
244.)^9 eine^ klein'e Inse) sswiscb^n Kfaodus nndderKuste des Fest- 
laodes, nach Sirabo 120 Stad. von erst^rer bnd 4 Slad. von letzterer 
oder. vom Kastell I'hiinix, hocb$t iM^ahrseheiAIicb diesefte, die bet 
Plia. 5, 31; 35. /fyetussa beisst. -'' Bthodussfl,(y]inl 5, 3t, 35. nn- 
slreitig dicselbe*y die inr Stadiasm*. §.245. ^Tonovaa genannt wird), 
oacbPIin. eine kleine, det Kliste nafie Ihsd vor derSu(dtCa«nas, von 
der. sie nach detn Stadlasoi. 1. J. 15 Stad./^^) entfernt war, wahrend 
ihreEnlferpnngTon Samoik 100 tttid von Rbodns 350 Stad. betrug*'). 



86) Homer !. 1."^ nenoi sie, nnstreitig wegen'ibres weissien Thoid>odens, 
ig/ivoivra KifiHQOv^ n. diess scbemt aHer^ngs mcbt wenig fUr die semi- 
tisebe E^ymologia des Naiiiais von 'h^l'^ari j(ehamirab) ,* d» !• Ihimiirtig^ 
tkomrei^A^ MVL spre€kei/(Ygl. SieUler's Handbi S. 463.), wonacb die Stadi *>v^ ' 
■rsprtiglich eine pb^oiciscbe Adiage gewesen sein wiirde. Sie lag wabr- ' ' 
scbeinlicb da, wo jelzt Aet Flecken Feracbio bei Enbona. 

87)^sagt: Habitue insula urbibus Lindo^ Camiro., tak/so nunc 
Rkodo. ' '^ • A . 

$8) Das bobe, ffelsige," ier Insel Cfaaleia gegenflber llegende Ufer 
zidscben Camirus u. lalysus biess Tho€mtium {Soavriovz Slrab. f . >5850- 

88b) Ich weisp nicht, vas Mannert VJ, 3; S. i^9. ge^eben bat, in- 
den er (oflTenbar nur dem Sudiasm. folgend) die EBlfemaBg der insel von 
CtoBiis zo 110 §tad. besfiinm^I 

8d)'Plin. 1. 1. n. Sudiasm^ §. 36,. erwdhnen noeb mebrere kfeine iwd 
soast irollig «nbekannte loselcbep an d^r Cai*isqben RUste, die alle hier 
aaJEciil&hrea.za ^eitlaofig sein wiirde. Icb bemerke nor,, dass das vom Su- 
diasm. §. 2j4. iwi^cben Crpa (^ Stad.davon) u. CIyda6. (jedo«h hicbl aus- 
drflcUicbals^el) angeseUte'Aro;(A/a unstreitig die bei StepLByz.p. 382. 
vorkooMieode Insel KoxXiovaa ist ' ^ 



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248 Zweiter Theil. Poliiisebe G^ographie. 

§.65. /^. Wijelk 

(^!4vK4]a:Eom.6,lSi. 10, 430. 13,330. iDiod. 17, 27. Acbao; 
fa. aQ> 8, 5. JLjv. 33, 41. 37, 23. a/s. w,, geiuuer bescbrieben vos 
Scylax p. 39. Strab. 14. p. 66it:?iol B, ?. Mela 1, 15. pUn. 
5,27,28, Sladiasm.warip magtii §.205 iff. Hierocl.p.683ff.?'^)i 
j. der westlicbe Tbeil der Landsch* Tekeb ia Anadoli) , eine Halb- 
insel an der siidUcben Kiiste Kleioasiens, die ge^eo W« .bad NVV« aa 
Cariea, gegea N. an PhiYgien und Pisidien, gegen NO. nod 0. an 
P^mpbylien grenzt, und im S,. vom . Mare . Internum bespiiit wird. 
pie westlicbe Grenze ^bildei da^ Geb. Dad^a and der Fl. Glaocas 
(Strab. 14. p. 66%.)^ die ndrdliche der Taa)ras^ und die ostliclie das 
Geb.'CUma;^, Die Ausdebnung in der Lange betragi nj^cb 3trab. 1. \, 
1720 Stad, , wobei'^aber die' Kriimmiing^ii uiid Biiefaten'der Kiisle 
nrit eiQge^cbnet seip mSssen i debn der gerade Dui^cbsch'nitt betragt 
oibbt mehf als e^wa 20 g. li/Lj ; die Breite i^t der vielen Bucbten we- 
gen sebr ungleicli, betr<agt aber im Gaozen etwaa mebr als die Jyange. 
Per altere Nam^ dea I^and^s war Milyfis (^ MiXvag: Herod. ;1, 
173^), nod die frnbesteii Bew4)bnery -wabrsp^iplich' Autocbtbones, 
^nd zum .syviscben Vdlk'33tanini gehdrig, bjessen Sofgmer {ZoXvfioi; 
Pom. II. 6, 180. 10, 430. 6d. 5, 282. u, s. w.) »«). Dieae abcr 
warden vpn^den.IVtr^^eni (Z>p/t/A«»), d- bf untc^ Anfiibrung dcs 
3arpedon, des Brqders von Minos, ausgewanderten Cretepsem, 
aus den Kus^c^nstricbett verdraqgt , welcbe ' spttier, als^ der Aibekieii* 
iser Lykoa i der Sobn PandioQs II. ^ vi^n' seineip Bmder Aegeas ans 
Atben vef trieben , beim Sarpedon eineo. Zuflucbtsort gefiinden batte, 
naoh'diesem ibren Namen^in Lycier (Atmibj: Herod. 1, 28. Strab. 
12. p. 534. 5i69. 14. p. 664. a. s. w.) verwandelten (Strab. 12. p. 
573. 14. p, 667.). Pie^e sphon dem Homer *0 bekannlen Lfeier 

89b) .Um den Ran m zu sparon w'erde ich. von hier an zn 
Anfang* einerjeden §. die yon einem.Ll^Dde bandeln'den 
Banptstellen der Alien so.dur'cb d^n Brack ausgczeicli- 
not ^sysanhmonsteilen, dapn aber, wo imXaiife der §.'auf 
^ie zo yerweisepjst, bios dep P^amen des Schrift^telferf 
ohne- Wiederhoiung des genaueren Zitales anfCibren. 

90) P^nn Homer *kennt dep ^s^n^en JUilyer noch nicht Vgl. Strab. 
J2. p. 554. 44. p. 667. ftlTS. : ' * 

91) Homer kannte tiberhaupt f^yct'en scbon etvras renAuer, afs £« 
bena^bbarteu LSnd^ KI. Asiens, a. erw^iit daseibst' dep FI/Tff/iMoi lOid 
das Vorgb. ChimUra (vgl. Bd. 1. S. 8. n. 11.). Uqnnen H 3. S. 152 f. 
vermodiet, dass aucb das Gefijde /iUHon liod A^'j4rifn^r d^s Botnei^ nacli 
Irfj'ciep zu^etz^p teiep, /• ■ 



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aber batteii im 2€itelter dieses jSSu^cts tiMef «ocli thil diett Sohpiieni 
m kSmpfen (ttomV U. il.)-; sjmfef jeilocb Terlor "steii itv Ptame Solj^^ 
Bfr ganz aas 4ef Cresetriobie , def Nattte Milyas abef erhieh skH, 
wenigslens in dem n9rdliebsteii, *gege<l Plff]^a hitf fiegenden, Qi^rg- 
striebe, iir wdeben wabrscbeiqKcK^^'^ Re^teder Soljrmer znsammeki- 
gfdriogt worden waitn, die iran btef den-Namen Mifyee fSfarteft. 
(Vgl. Strib. 14.^ p. 667.)*^. Dije Lycier, -welcbc sonacb- ^ssieii«- 
diells bai^ariscber Abkanft wafen (deno aticb die aiis Creta einge- 
windefUMft TerinilS w^ren kelne Grrteebeo), lebtei^ in tia^ a«s .Bif6h-« 
rem selbstslSfidigen RepoMikeD' beslebendeii Stadiebtmji^ ; mid Be^ 
iaopteten, stark darchEinb^acbl, ihre Freibeitgegen CrOsiis,* WSHi^ 
rend alle beDach))arte VM^erscharieiiibm'huldrgen'iiMisslert (Herod.* 
l,"28u), eriageii jrtbcK dcr Uebermabht dcs Cyras (yom llar)yagiis 
am ^antbas gesoblag^m: Hdrod^ 1,(76.), irad- kamed so spSUrmit 
der pers^ Monarcbie*^) anter Macedonrsbbe , Syriscbe nnfi eDdlicfa 
Bacb einem kdrzeo Gemisse der Fireibeit nnter R^miscbe Herrscbaft. 
Bie ^omer namlich scb^nkten Lycieii, nacti QesieguDg des Autjocbus/ 
wie Gari^ , Anbiigs ibrea BupdesgieaQSsen , den Rbodiei^a (Pplyb; 
exc. de leg. c. 36.) , uabmen es ibneo jedo.ch nacb d^ MiM^etfoiii 
Rriege wieder ab (Polybv 90,^, %2. ilivi 4&, 250) <• gabeii tbm seine 
Freihettzarnck,woriPif deralte lycischc $l3ldlcbunil wfeder bcrgeslcljt 
worde, andlijcien jein goldnes Zeilaller verleble **). Dnrcb stredge 

9i) In rOariseben Zeitidter terstahjl man ihnter v 4/^^a^ (Herod. 1, 
173. Polyb. 5f 72, 5. "24, t7, 10. Arrian. Airab. 1 , 26.) eme taicbt unbeden-^ 
trade LaadfebafldeA«ttdlichdn Kleiaasiens roitk westl. Abbonffe des Tavrna 
bis ia^das Gefilde desMaander bin, in^elcfae nicbt nor einen betrX^bllicboa 
Theil ¥on Pisidjen, - sondem ancb die ai^^n^eilden Slricbe van Pbrygied, 
Carien nnd Lyeieii onlbsfte,' In diese^ €nifan^e. worde die Likndsuobaft iw 
Pers. Zeitalter tn Lyefen ger^cbnet''(Arrian. I.I,). / Nacb der Herrsciaft 
der Selenciden aber verstand man nnter de'm Naraen Milyai nor netb. d^ 
■Ordliebem Tbei4 dei^ ebemalSgen Lan^baft von'Tennes^as bi» nacb Saga- 
lassns ond Apanea bin (Pofyb. 5, 72/ Srrab. 12. p« J570. I^j p. CfSl. H« 
p. 966.), oder densdben CaiRdstriebV^ nan anch den Name* Cmbah'tf 
fs. nnfen S; ^58.) erbielf ; dnd Plel. ftv 5. fHhrt laliet^ eine S^ii Naiden^ 
Milyas itt*€abalia'an. • , . * 

93) Dass ancb .ontef'Rers.^Oberberrscbaft ibre -Seemaeht gar* nicbt 
■nbedeateml war, ersebefi wlr'^dafaua, -dass sie W Ftette des^X^bxes 50 
Sdiire sMen konnten (Herod. T, %t.), • ' 

94) Der Hand, an dessen 8p{tne ein Generalstatlfadller (Avnw'i^g) 
stan^ ^ite jalzt 23 Stadt^, Vnn dene'ndie 6 gr«s6ten*(Xaniba8^ Pataria, 
Pbara, Otympn^ liyra nnd Tlos) anf den aH^em^neli LandUtgev 9, die 
MltelMito Zi' nad ^e kleineren niir eitans Stinme Uatieir^. Pfe B^oides- 



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IM Zweiter ThifriK PoUti-ieb« Geograpliie. 

N«iMniUMIt €»tgiBgeii MmMk i^'CMibiaen dec MitliH4«tiMtoi (Af- 
pira, MkArid. Z^M-) i|a^ d«» SteriiMj>erkriegei (Strab. 14, p. 665.), 
iml orfi:eQ4a« sich^ |ia^ liis ui den Bucgeriujeyea enl^ bliiheodea 
WjoUsUAdes*' fix^i leUt^, in deilea Xaiiiiutf zweimal seineB Ub- 
Urgaiig foad (a^aatea), aad uo^ere^Uaeimgkeit vei9ikl)teteadiestt 
(Apfiati. B* G. 4, 65., Pio Cais. ^y^M.), and sdaem VeHostB 
folgte aucb bald ^r ibfer, Preibeit^ indeai Ktfiser Claudius Lyciea 
zar romi'sobeu jProViaz nacb|e/ uad d«r Prafektur Paqni^Uen eia- 
Yerleible.(Oio*Ca6s,,W, 17. Sac?. Claad; 25.)*»>— Di* Lycier wa- 
rea eia friedliebeDdes , : woMl^esiliates. Volk , wflcbes aa der l^^eriih 
baroisfuaefk^fac^barB keineif Tfaeil aabai X^fab..l4« p.lSQ^*^)' unl 
'staadaa auf eiaec.iLeiaeaw^ aiedrigea Stiife der Kuiiar* Ibre Ge- 
brttaohe-^r^ theila.cielische, tb^U cariscbe (Heroi* 1^,^ 133.)^). 
fai d^r Baukunit Icasiteiea sie'adit TiicbUgea *0« ^U oharaktenstisch 



-v^l3«aaau|iui|pen lyoi^d^a abw^ohselaii ^fld iadic^ser, baldinjeaer Stadt g«- 
hilteo , wetche gerada die passendsle daza schien. Richter sowobl all 
Staatsb^amte' wurdeft,. na<;h VerbJllUiiss *jer StimraeDzahl, aas jeder Stadl 
gewahlt, Q. d\6 V^ffassang war*eine stretig gei^geiie and sebi^vorzQgiidie. 
(SlliA. 14. p/6d4 f.) V \ ^ 

^9)t) PUI. {^t. 9. ttalt zWar Lydea als ^ine lM»piideP9 Provias-dw, 
arabf^cbeinilicb ajber blieb as bis auf Tbeaddsios U^, aiit Pampbyliea ver« 
eiji|g;t; wenigst^Ds ^jnelmt eiae ^![nschrift hex Gruter. Thes. p.. 4 58, 6. deo 
Porcius Prqcos, Lyciae et Pamphylfae^ und audu un^r Constantin d. 6r. 
batten bejde nocb eine^ gemeinschaftlieben Stattbalter (Cod. Tb^odos. L. 
24 dl^eeasB)i Tkie9dc«ia§ afcef^treaaUsi aHardii^ <iiaab MUala U XiV. s«b 
Tbados. iua.) Lyleitn von ^Lycaoniea^^ (saH wabt bei^ed ,,PanipbytieB^)i 
a^ "fa «r9€beial es' dean aach bei Hi^ro^L f. 682 £ a|s j^iae eigae, Provias 
nit^der BanptsU ifyra* . ^ ' > . 

'*, ^) Dor bier nameadich das s^ft^iaea Gebraacbs gedeakt, dass sie 
aieh aaek-def Mailer, ai«bi'iiacb laai Valer beaaiu^ea, iM weaa naa sie 
aacb ibrei< Barknnft fragle« die Hcihe itarer llttUais Gnassiailtter a. s. w. 
bersabhaa. . ' ,, .7 * . ., • . ^ * 

f 7) Der lyci^be BaaStil « 4»esanders der der GrabaiiUeHr^ ia welebsa 
die Haaptras^ d V a^tea lydsebea Baawerkabealebeai.a^ von deaeaFei- 
Amw in aeiaen Diiiaoveries ih JLycia^^Lood, 1841.* (deia neaftslen Haapt* 
werlLe *|U>er jLyuiefe) i. It4 ff. tier chaaaklerisliscbe Qattaag^ unterscbei- 
det, hatte etifras ao Eigentbdmlicbes, dass Fellows S. 26D. aas ibm alleia 
die Greazea der eigeaUieb Jyeiaqbaa Besitaoagea a. Smdta aiit zieaiUefor 
'Gawis^bcilt Jiestiaaaea koimte, iadeni saeh -ia der Hocbebeaa nardlicb voa 
Arycamja u. dem*Geb. Massiey^s a. ^tlicb vam Xauthustbal» keina Spa- 
ren. vba eyklopisckon'M^aera, Felseagrabara, u. «adi gotbischaai Slil ge- 
formtea Sarkopbagea mebr fiadan,^ bingegen aUes Land spdwesdich voai 
Massicytas a. im Sfidea'der a<k*d|iiQbaa Ketie des Daedala j^oll van salcbi^ 
lyctsehan ^Banwisrkeil oadttra 1>«ava€m ial* Die Baa^erke der^.iaydea 



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m ilirwB«/ir«faiiiig werdea vpd .Herod, 7^ 9%' QHxk'iiStFedBr&fisobe^ 
BeiQscluefteii ; Dol<Ae uvii .Sicludschircrdljer aogefilhrt ^'^). . 

Lymea war.) okgleich dmicbaas ir^birgigV (l6<^, okhi onihi^btbar, 
Qsd IMnte Weill y G^et^kle qad «lle ukrigeProdnfcte {(l^nidioMi 
aadtSaflraQ; 1>esMdclrs $ber z^ichnetea fifeb-die tttogeml^ hohen vb^ 
frofsen Zedem, Tataea u. PlaUaen im Lavdes'au^ (Piitb 12, t^ $.). 
Uun cfigeityUolicbe Prodiikte aber waren isiii^ beaWdere wdab^ Act 
YOA B^desehwaaiiii bei ^itiipbeUiDi sod^ ehie ei^^enf Art' von Krfeide^ 
die aiicb ia der Medizio ge))raitob( wiirde«. Auoh hpUe^a Naphiba* 
queUeii, oad Verri^h- dentUch seioen, weoigsleni ^friiber, y:aU(aiii-« 
aeheo Cibarakier**). • * . *. 

G^birge.; Ganz Lyeieii ist Gebirgdand/ iddem der ao aefncr 
■6rdticbeii Graoa^ ^cb bioziebead^, aiil dem Cadi»08.iQlHirygiea(y(^. 
§• 71.) zQ^aaiaenbfiogerkde Zweig des Taiims nebrere aiidlicbe Atme 
dureb das Liaiid. biadurcb stre^kt, di^^ sioh iqiiDjsr mfebr abdacb^ad^end^- - 
boh a}a Vorgeb* ig^die See aiislaufieii'(Strab^, 14. p. 6^1. .C!6&.). Dij^e 
Zweige ain^ iai W.'ievi)a(kfl^j im. SW^ AtvCragysy and vm 0^ ^ 
der Masicjfies dnd CUmaa>. -^ Der DaeAala (JaidaX»':SXvA. p. 
664. 665. Steph« Byz«p.21S.), daa Greiizgebirge '^egen tlarienV zieht 
sacb als weatUebateli Zweig* des Taiuras an dem dstUoben lifer des 
Gtaticos bisM): _ Der Crofptii (o M^dyQei Scy t Alex. Paiyb. a|»: 
Stepb. Byz. p. 382. ^^J[ Strain: p. 66&. Ptol. Dfonyl. v. 850^ MtUi)^ 
tieht siebabein' Zweig des Taurus ia sildwes^icher Richtung dtircb 
das Land, und tbeilt sieb wieder iD'zwe<Aniia, von^ denea je;* U^^t-. 
arm sieb aia'wea4..UfiQr. de^ Xanlbttt nacb der Kiiste tii^ziebt , and 
Uer dM aiidweatyobsCaygeb.LycieiiA (daB\Rro2».*iSMo«M«r> s. nliteli), 
bitdel, der andere aber hnter demNamen^/i^/cra^ttf (o *AvTi%Qaybf^ 



BordOatlicbeni GebirgsstricbiB d^8 tandas w/^end^ Milyer babea na^ />/-,^ 
Hms p. 251^ eineil Veit 'roheren Cbia*akt69% als die der eigeatlicben L.ycier. 

V7b> Ueber, <3ia eilie .grMse Vervaodlacfaaft mit dejn\Zen4^ z'eigeadi9^ 
Spracbe n.i daa AJpJiab^ der Lycier vgt. Cockere/l Observatioiis anr Us loi^ . 
scpiptions Lyciaaaas d^avertea^im Jonra^ d^s Savaos. Avr.. 1821'«« J>es4ui^; 
dtrs aber die grOndlicben Unliaffauchiiiiged voi| Ifau^^Sharpe nnd feUowSy 
die Letzterer aeiaei^ Oiaeav, ia JUycja als Appfuidix B. p. 427 ff., ^age- 
biaglbat.. 

98) Die das Vorbanileaseia dieser ProdukU besUtige&^ea. Zitate s, 
ohai §. 58. ia der aljgen. Ucb^rdicbt -der Pradukte Asfens. .« ^ - 

99) An ibm Ja|; die sdidfi Cariscbe .$tadt Dd4a/a (s. eban S. 224.), 

100) 'Wddier'nx iTHnfOftaCofUvfi ^emtt iygim» £yt(jia in ihnr erwilbol.' 
1) Nacb Tester's Bericbt im Maiuteor (vgl. Auslai^d 1837. rfrvl72>) 

eribebl sieb der Cragus nebr a^ MOQ F. i&ar 4ie JS^ae. / 



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J52 Zweit^r Theil. Politischc GcogpapWc. 

9lrri). ^i AGS.) ii9Mlid%ei^hiasirai(^^-uDd-isicfa^arm InDeK^ 
Jes4Siiius Telmiisteus «tidig|. Dcr* Cra^ hat 8 Spilken (Strab, 1. 1.), 
cilfcat cin^ Sladt gijeicbcs Namms <iW*.),. wft ifarl^dkMi. oaoli Ho- 
nef '(fl. <i« ilT.) Att Sit2 des. fe'tterspcienden UngehenefS Cbhiaera, 
d- h. dtirch'SSftttPC vdkattische AttsbriJebe/f'crttifeii. (Vetgl. Strab* 
Mefe tt. PKii. II. M-.) ^).. Deif JMtti^^iybts iMa6(fikvtoa: Ptol. AJoiiiU 
Sniyni. 3, 282. Mas^dteiiPUn.yiMiiti ietseWen Gegcnd init dea 
Cragns^ TOm l^trarn^ aa$ , Mgt aber einer snidosMicb^ii RicblQQg) and 
ziefat ric1\ vom Xanthu^ naeb der Mfhidang 4^ Limynis <pier daFeh 
Lyden tiindorohi Ejn driiter 6fjbir(;^zag strekbtiTem Tanras aas ai( 
der osllicben Kiiste dcs Landes hm^), fiibrt in s^inen iR^rdHcbern 
Tbeileii, zwisehed P^adelt^ nnd Olbia ; wo er aach die Gretise ge- 
gen Pfeiniphylieif bifd«t, tkn tiitmen €Kfnaar{iit^eithT: PoJyb. 5, 
72, 4. Ill Strab. p. 660.)*), and endigl ate Meere, den Chelidoiiischen 
litsdn-geg^niiber,: in einem andeni'heil. Vorgeb. (s. uflrteh). iu ihiA 
gelib'ren 2 besdndefS^oheBet^pitzan, der Solyma (ttd SoXvpan 
', Strab. I. 1.; ^. Xaghlalu)^, weAtl. ton Pbasclis*), ndi der mebr 



J) Strab. !. 1. kennt noch" das Thai Chimaera (ij XtfutLv^a' q>iQuyl^ 
nodi bis'.aaf den hept. Tag'tCnffechimari) ia den .s{>d#e^ieb8teii Tlieileli 
des Landea bairn Amlaaf des fi^ragn^ id's Meer; erwabut abbr auchschoa 
efnen JB^i^ gteiohes^ Naaians in.dan BOrdlicbemT|i6ileirLycien8,^oOnllicb 
oberbalb Phei)og.(p. 666.), oind Plin.-l. 1. a. 2> 106^ 110. fin^et den, ¥oa 
Ctesias'erwdhnten^ nocb immer Feneir speienden Berg 'CAf/nd^rtf an der 
Ostktstfe naiie.bei Pbasalis, Indent el* orflfbnbar den dort allerdfngs aacfa 
8J|)tlter> noch dfter "Peueir answerfe;iden "Otympus fftr d«fft ahen C^fnaera 
\M, Dien vnlkamsdieji Gbarakc^^ dea Gragua ktentoi ancfa £asU4b. adL W»- 
•nya; v. 850.. • ;. , . ' 

'3) Und zwar so nahe,, ciass die aa demselben binftthreade, nnebene 
Strasa^ vofa Phaselis gegen N. nar beiNordwind n. mhigerSee za passirea 
:war.: Ate|r(iBder8 Truppen mbssCen^ oft bis <^l 'den GO^I im Wasser ^raden, 
aft sfe 4icse Strasse zogen, um dl^n XJmweg €bef das rauhe *tieMrge tn «r* 
sparen, {Arr(aa.Anab.'1,27. lHut.Alex.l7. Polyb. ,1,72. -Strab. 14. p. 666.) 

4) Ein mebrem sich ^tnfepweis^naeh dem Meere zu -abdacbeadini €e^ 
birgen aigentlitiiiiKehef Name. l)ef CTimax-heisst jetzt Ekder. - • * • 
^ 5) VgLZre«>tc'Toar in Asfamin, p. 18^. - < 

^> Da 4er Solyma voti k^neiA andem ScbfffksteHef erwabnt wird, jlie- 
ser Berg westlich von PhaaeHs< abei* bei weitera der hSch^te de^s ganzen 
Landes ist, .iadetti er sieH nach .Fe/^5 bitf 7800F. erfaebt, ond alao der 
I^^ame Oly^mpas a'tif ibn^ weit 1^esserS>a$st , *al6 aaf den Berg sQditcb Ton 
Phaselis, der naeb FfiUows nar S300 t^.^ bocb ist, • und* Von Velebem man 
dochnskch' Strab. 14. p. '670/ ganz Lycien,* Pamphyliefannd Pisldien Qber- 
sii^n* soil, ^h ktlnnte man anf die Vermntbnng kpftimen,* dass Strabo obne 
Grund einen Untersebi^^zipfecliefi dem Sofynta a. Oiympnd maebe, ii. jenas 



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▼Ml PhftMlia ,. mit ei«ei»^TealpiftI de» VjiHtan,. eiiii B^t^K^/dMs^Sobp* 
Scykx |u 39. ged^n)^, j«4D€K«i«^ ibar fuil|f^eji< iVaqii.Cieoaa ap^- 

Hepbasiion m^Lycieii) woaus.dem lockem Boden bQsta]idig:Se««r 
hcDnroi4uriQiii> welobi^jedooh ifin^ IniaicufrS, 10^, JtlOwatifoi^ gross- 
lenllieUi- Aftr darcb einie Siu^i^ llrsaobe 6du^diet& N«)ihtha^8^l6i> 
gewesen m ^iii se^eiDafi ^K^ Diedaiinih die aua^eti^tan ^piU<^ .die^^r 
GekirgegebUdelen Yo^rgebirlft wafen w W; das Vgob^ Te^w>> 
(TeiiWMrdiV* St^ab- J* 06^) Oder. r^An^«i^.(rtf;ifittfWA4. ArUt 
■1^. aip^ Slep^ B7^p^646>aflii SiBiia.Tel«iinieiis nndli^ dar S4ad( 
Tdmiaava,' mil eulcm Hafei^; dto h^fiigfi J^ergeb.. (y ii^angu: 
Ptol. Stadiasm. §.. 22!^. 23.)>/^« /biaersJ^.Bpit^ der (Dragvs z^i- 
lelaa XanUiBa nnd Telqiias.qa (vgl: M^M Uli^ 8.), dubef beiPlin. 
P^vm. Oragus. (nook j- Cap* Ina, auch Macri od» £ftai i^yi » . d^ |i» 
die aiebeiv Spilztfii)^}) 4in aitfsertfteii^S; die Ladd^fatze iti, P^tatm 
(^.na%a^v anQ^f BiOBv ^ar; y.IW. ihiq^itf £ttsUi|u SiepbVfty^t 
T. Hwufa) , weicbjs daai CarUebe iiwd Lyoi&clie Mfftt tteania (£!^ 
ilalh. U L); jhdB. 0* aber aj» aodrea heiUfges, Vorg^^.i'^ Uifd ^x^j 
Strab. p. 66Q« AcHm: JB. C« 2i>Ud. Sladiasd^. g.Jfi&Xden Cfaelir 



■or der einheimische Nalne des Berges set, dem die Griechen seiirar^be- 
deateadea fliribe wegan den Naiaoa Olyapas beigalegt Jiittea. Alleitf die- 
ter ABaahme wflr^e thejls der SciidiasDu widersprecbent der §i 204. nnd 
205. den ^grossea Ber^'^ (0^9 /M^a) bei Plia«elts: (also dea Kolyma) aas* 
drilckiich yoa dea^ gleicbf^Hs .bohen-^Borge Olyaipos bei Pbfnii^iis* oat^r- 
fcbaidel, Ibeik der UttHaod, daas xQ Dc^iktaib. <dem. alien Pbo^aiaas pder 
OlfMpQs) gefoadaae Insabrifleii n; Bfttazea nil dem Nanea 'OiU/pn^ftisi.dia 
Lagedea Beiges -Or^rmpos t6\\}g sicber sleHen* Diasa llhrigena yoa jeaen 
Bfl^^Solyma aiteb das ¥alk'der Sof^mer(s. obeiiJS. 248») seineji Namcn 
Ube, scbeini keiaeai Zwei&l av aaterlM^e*. 

.7) Strabo':14« p. 070,^ setxl; .'darcb eiae Verwediselaiig der gl6icbi|a* 
■igea. Suidle farfcus. in Lyeien aad Cilioieii Tedeilcli di^ea Befg,\dea 
Buptaits des RkaberfHrstan Zeaieetas, sack GiUeaan. Y^rf^:Jitumfrt'yi^ 

«-&. 70.' •* '. ■ • ■ • ■ • • - . ■ ; ■ 

.g> D^ Plinius dieMT ErsebQiamlg wegen biefber^abfib daa^Beig C^i* 
SMera aaUi, /baben wir so ebon Note 2« geseben. 

9) Vergl. AeoH Asia miiu p. 182. Oieser iieaere N^in^ beswfat.siob 
aastreitig aaf die. obea erw^Umten 8 SpiUen des Crt^us. Uebrigeas ei'ii'JUiiil 
aacb sdioa Scyfai: p..38. da8.Vgeb..Ch]^i» abar HiUcUicb ab Oslgrtnae 
Lycieaa.^ /*•*.• ' ' '• 



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tH Z^eiter Tbeil. Peli^*<ok;e <3eogpap|i^ie. 

ttiid*Ai1;er tiKfh selbtt CketUknim geiitfuiii (X^jLiJo#/i7^ c»«pa^* iH"t. 

^ap (EkelnMit jo4. C;A«tid«ftia) ^). . Mit - -diMeM Vorg^k. ijeM aiaa {f»- 
webiKch die* Taoiw begiiiiiebi»Hfe4 er fithH duber ««cb kei Mdt 1« 
U, 1. Q. Pliii. L t. deteJVmeq Ptom. TaurL (V^: ohtn^. 44. 

N6te84'0. . 

M^erbuiTeB. Ad, der wesUiekfltM 6fe«tse^g«|;#tt Caaen 4er 
iSmM C&ifW (J^%Mbo£r 9Mhtft€P^.' Stfri^. p. 651;^ j. MB. tooKai* 
gaez), der aeinea NaaiM vqd dem siph m'ihii «rg(«ifl!ettdeii Pl« ^Isvr 
€118 battev ii9d etmras fistlkli^oB iktt.ltf gnoase 5{ttiwT«te£M<ritf 
(Lit. 37v td. Lvoan. &» !Mft.^ j* MB.'vo»M^crl), nacb iermA ihm 
iiegtnietk Stadt Tefanistoa baoibnit, swiachen deo Vgeb. P^daiMimim 
N. n* SavDlam iifl Si >i>$ to-dar <taWc>^ Cfeiise aber der gvaatfe &P 

Dia Flttaa^ LyeieBt aiiid^ imtoer.deiff jGireftBloM lEMattcaia (t. 
pbeft IS* M4')» ^i' bedeutende-Slrani.lftijffAMf (l: ebtfadaseibal)^ 
dir Weit Uehiere , bber docb vob der St. Limj^aMs zu se|tier B|li»* 
d«iiig 8ebilAare,v/^^!»^)yfM (!4ifivfifC' Scyl/ Sirabi p- 4^^ Ptol., 
Limyta bei'Melan.JPIia. , uad im Stadiaany §. 211^ ''/ikf^fs^i dar 
dea Arif$mid$is (j v Flne^) in neb auMpMK (FKii.)« uiii nab 90 Stad« 
w^U. vo)D befl. Vgb/ nod 160 8taDd« von. -MefaHiippii iar^s Mf%r op* 
gies^t^^), Fetner das KtfateaS^sschjen Adet$a od^ Aedesajjut den <tas 



- MO) Veifl. 2>tfAa p.^ St. n. Feihw Lytia p< if 2. Aaeb dia X«Ae#o- 
9€m irif^m bai Loaiaa. Navig'. §. 7« a^ 8. md die X^h^ia^ net^ Wi 
Siagb. Btm. p/ f IS. acbman' ehei( Aast Vorgeb., alj^^ dS^ lateln in siimr 
Nihe ^ bezeichnea. Scykix p. 30. erwfllRit aQcli'iH>eh.«fia Vgdb. SiSs*rm 
(JEWif^aCt^) mit eiaer ^icbnangati ftafeaaladl, daft ,w1r aber iricbt i«*«fMer 
kanaaa. Naek AaaiAe'Aaia niiak p« 489. ware w-gMckbadattlea^ ttit4eai 
B af ga a. der Slad< Otyufpus^ :..'.•*• 

• ^ 11) Gewtthaiiab nimnH laaa dea Sinus* Glaacaa uad Talmimicaa 1^ 
ideati&ch; mir ist jedoch keina Stalla afkias Klassikaps i>ekafliil^ aus dar 
si^« diass erw«ia^D ttassa, nnd nar aaa PHa. 5, 3)^, 29., der ataea sonsC 
val|ig;inbekaimien Flass 7tht^$9us j(Wb aadam Lesaiiea abar T^himdmi 
oier T^lmedut^ ale NekaaAoss das 6tai»toft aalMrt^ liasse skk akla Vcf^ 
Wechseiung beider Meerkusen' bei dea Al(6n' wahrscbeiolieb maebea ; ditf 
jedack immer hut aiif einam imbem kernhea wOrda. Vgl. S.lfR(.:Nate 86. 
12) Nacb Leake p. 1S7. batjader der kaidea PHlsae saiae ^gna MVa* 
daag, der AFveandas' aHras asiL vam Lijnyms. Feliows roadiC auf seiner 
Karte' dea Arycaadus'ziini Hauptflosse, a. Qkergehti3en Limytasgaaz ant 
StiUsckweigan. Andre kailea fMscfaludi den Lituyms 'fBr den beat. Myra 
oder Denibi^, weiler gegea W., dess^n aken Namaa w^ nicbt kaanen. 



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StiMehm Oioiiia lir*<fi^.)) m< eki nM^^ KUstieiBA^^^tkeMJi^ 
64er MoPM {Mm^dr tf^r SidKam^.g. 207; tOB;).kw»elMti / 
Crttabusa nmA den h«il. Toi^fc. >ei'icn GheU<knlMli€ii iBsdn, 
50 $taA. porddslUoh iK>n lelzter«Bi wabi^oberalidbr ^MaelW,. diiii 
S«lia. c^ 90. u^^iMii? r^g^ neiint «b4 in fjis Nllhe'4«r SIihU Oljin-^ 

hit mitlaigem SUdte Lydeos^ w«r^««); «) Hitelaitl^dle m 
to RidHug Yoii^W. mth 0. t TelmMp» oi^ Telmksuk (TVI^m^ 
tfocV tfer«4. 1^ 7».. Ptol/ Mefe, Plin. od. T^^l/iiMvf^ ^) / Polyk/ 
esc. de kg. 3$. Arrittn. 1, 25. Strab* 14; p. 666.. SUMlkfliiK §. 228. 
20. Dienjrr. ▼. ^. Liv. ^7^ Wr$i, 39. , i^ei Hi6P»el: p. 684. T$i^^ 
^•c) 9 eiiie ahe ilnd' eiii8i:bHihiE»Kl« Md woKibaben^ i^dt as dran ' 
aaeb flir benannteii Vm^eb. H&d Me^vbdf«a , 200 Siad. von ¥^b;' 
Fedalimii in C«rieii^(6t|d. t.h); die aber 'sefaoa nn Strabo^f i£eifeitii 
(1. L) aebr berabgekoamiefi oad . Bur Meh «ia i$tsfdt«li<i|| War i<): -J^ 
AkI«v (to' i2(tT^pa.«'Hec&t. fr. 242. Berpi. 1^ 192. Aiex. Petjki 
ap. Stisph. By:^. p. 5d». i«> Ai46flud. ap. Strab;. p. 666. Ptol.^ t/Mt^ 
IMosUy 41. d6, 80. 41. a. dffer, Appan. B. C. 4, 81. Hi^d. p. 
6B4. Stadi^sm. t§. 210. SO. , Qaeh J^liii. fr^iw Siiiaro$ [q: genmniO^ 
dar Sage naeh vbm Pat^rtii , etiie& S^ne dea ApoIIf gegriadei, da- . 
her flailplaitz des Caltm' die^ea Ctotlea, der hiier^nolepieai B^ciaiqM.' 
Aftaraw-ein berflbmtass,* den Detpbiseben aia Anaefa^n^ faat gleid^ > 
konmendes Orakel baUe (Lycophp. y. 020. Hor. Od. 3, 4, 64. 
Sirab. p. i606. Eoilathi; ad Biimya. v. 120; Setv. ad Virg. Aen^ 4, 
143. ^i^la)^')^ dasjedeeh snr 2tth dert^n.^Herrsdiaft aabon aehf 



13) Naeh PKii. (> 27, 28. 'Mlie Lyden eiasi 70 Stadte,\zii seiner 
Zeit aber neriiQeh 36. v*r . • ^ - * ' 

14) Bei 3<^'JP* 39. verdorben %apnf(rig n* in Siadiarai. §. 227 ft* 
TtUiitwtrog,' 8i6 wnrde, n^ahipeiid das gaiite*flbr%e Lycfaii firel blieb, son 
dei RiHueni 'deto K()pig fiamtoes gesebenkt^ and ers) aach de^i .LTnterr 
gaage-^es FergameB. Reiehs- wieder -firei (Folyb% Afrti|D< Liv. M. k.>. -Ue* 
hrigeu ist sie picht mil der'obea S. 220. erwabnten gieiehBaluigea Stadt 
Cariepa-za vem^ffchaelii. 

ift) Ueber ibnr Riiiaeo'<BaiBeBUfeh'elpes Theaters aod Felsedgraber) 
bei Mei, dem Hafea .yo^Mifkn, vgl. Beauj^ur Vc^age fl|3. d)has^ rempira 
Otfiomati IL p. l76. Leak^ Asia mia. pi 128.. ood Z2%. Ftlicwit Asia aua. , 
p. 243 ff. aod Lycia p. l06-ff., aojpb CAoisekl Ga^ffier Voyage piU. *dc k 
ertce.T.L-pl. 72.. 

16) VgLBd.i. S. ?&3. ' - . . 

l^jWabirend das Oelphiscbe Orakel sefae Aussprttohe im Sominer 
eitheilte, gab sie das Orakel a;a. Patara im Winter* ($enr. hi.) 



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nS Zweiter TheiL, Fo^iUifelu Geograpbie- 

l(UMAtm\9^ (ttsb). ^UeM^entf WMvtif M$b«MK MMi^e»4<i Hi<w 
aitttliXStrak. L 1. Ian 37, Jij^^ 17,>« and tag a^^ 4^<'t>ea «jwiiMim 
yorg6k.r*^eiMi^jii» sitdlioMea Laqila^te^ J^ydiea^/ 6A Sud:. dsllkii 
Ton der ItfaiAuif dii$ ^KMtfmi (^tod« i 1^) 'P)y oMhrio:. "^C^ FmU 
30 BBIL MiimMk m6 4Miti|»h^.* PioMhifi-vPhUa^pM , ^er m 
lerweiierte, gab ibr den Nam^n j4rn^oe\ doefa bKeb der iibbQ^NHVA 
aAeto VorM^fthepd, ($t«ab^./U }.>« + . j^NfAetf^^ 

diasin^ §> ' %\&. 46« ;Iiierocl .1. 1> , Mf ' <kr, Tab*: ^f^t^: J^^^fiUtn^^ 

noeb j^Andiiki^. Aadiffajb) V>> Awis^o.PaiaaEia niqd Apai?ti (Sfca- 

. '^vunn.)} la^eresNtlbdde^iflbQaotoQd*^!. e|ii9l^ 

IchwaBna wiicba. Sie war Qcayrili^ili 'yvoM.Wr.Haftai^^ PbeUna 

(s.-MleaS.SS^) V. Uess lMbev/f«6a^ (PUn, ^,^7,^.). ^ Mfyr^ 

(W 3i»^(»:t ^iib; ^ 66(S. PU>lw PHa. Qtertrnhf . 684-. $^pb. B^ 

p; 479.) 4 jrenHiUblioh 4ai. Mii^a^ des Siadwm. §« 209. f mch j. bei 

daiL Grieebea M)ta/bei dM:Tiiitei /U)!9P0«iiibre>^^)» ew? d^ beA^ 

* tetidfita'SiVta dte LaiMleii?^)^ bet wek>bei;derAHP<»J^^lP^|il9&l^eU 

' (^ct A'pefeit.S5^5«>» 8ieiiigiiiclrtoiHiM(e^l^'am.Me^rf,^AJiier:mff 

20 Slad. vpn d^ KiiaCd> mt ood aa ^m b^te F^laaa (Sttab.LK). 

Ah ibr Hafen gaU das g^iH^ m i&t JUikh liegeode A/ndrii^a ^J^tQ^i- 

'ffif.r^AfipiaiiJ B. C...4, 82/.PtojLj>lia.,-iA$Cadia^di. §1.21^ 1^, vec^ 

^ Mbriebw '^a^i«Ki7f Mcb j* AodraU) '')..-- iH^^ («(MV^t 



1 A) Ueber ^e -ikirfoea * vbo .Patart \ meiriL ael^ii der- Bai voit Rak- 
naU, sMeoHicb die eiim» groMip 31i^er% ^^.Leuke ^. l^>ii4 326 t 
(wo sicb auch ein Plan des Tbeaters findet) ii. Fellows Asia niiii. p. \2% ff. 
H. Lyoia p. 179 ff. 

•19) Der w»c}i\i^tipk€Uos illk<}blieb*iil^s Inaere tu'^i^rsetsien.acU^t, 
wabrend die tibrigen alien, Geogr. nur das^ naniBnverwancfta PheUot ala ciiie 
Sudtdei inneimrUndes anselxea* , . . . ^ 

• 30) MliaEon vo/i ibr mit .der Aufsebrift ^jivrnpatlBv^v ^ der Zeit 
Gorditn^s III. 8« bei Sestm Ciass* gen. ej. 2. >. ^|. Uebar iyuce* i^ lasel 
Castellocizo .od(e(r».Casiel Roisso (den. alten Jlegi^ie) g^enilber Ik^e^ileai 
ftuiaea ygl LeaJtfi tn WalpQUs^ Travels in thn £ast..p. 251. n.Toor in Asia 
pun. .p. 127. 185, Fallows Asia nrin.p. 219 f. n. L}^cia p. 185 ff.-' 

^ 21) Ueber ihre benUcben^'grosseDtbeils aus. dam ^Isei salbsi ber- 
ansgekaoeniMi jjlaiaani etw;^ wa^. vom Flusse Dombre^ vgl. aiiaser LeakM 
A«a nin* p* 18^ a. FeUoMu Am rain. p. 263. besonders de&LeUtern Lycia 
p^ 192 ff.> wo sicb aileb vide' Abbildpi^n dejse^an £ndejr. 

22) Und daher seU Tbeodosius II. di<e Hauptatadt von JL>yoien. (Hie- 
rocL p. 6B4. Ma|ala 14. -Imp. Theod. a.Gonc.Cbalced.) r , 
/ . 23> Vgl. ^fi^ai(/brr Karamania p. 26, Mtu^our J. JI. pi 170. Le^h 
Asia niin. p; 183. ; ' » , ■' \ - . 



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, §*fl6w Ljrtia. tUf 

BBni.X 17& Thae. % 6». ft, 8S. 9^^ Sfifl Sm^. |4«p. 466. 
ftoL SteliiM. f 904..9e6. WMys. r. 966. ScM. Thac. 2, 69. 
au. Verr. 2, 4, !•., Lir. S7, 23. lt|eb i, 14., M ^iisrttoi. pw 
683. TefscbfMbM ^akruitje) ^^) , eit6 alto ^. IrtHiar sehr iBMbnlitflie^ 
TO! I>Miem aa^egte (Herod. I« t>*^) fikcptedt tm pattphyl, Aber-t 
tMeii(ttfe4 daher aueli von Eiai|;M, wie PIhi, 5, 27.^ 26. [vgK 
Sirab. 14. p. 067.] seboA ta PatiphyIieti*g6reobiiet)». a«f elaer hiM** 
spitzfl (Ck). Verr. a.Liy» U. U.)» aa eiaem gleipbiuunilpeB Berge (8ud.), 
densdbw^ defiStrtb«p.666w^a£olv/efa Beo\iittt.obenS.292»), «« ia 
to Nibe eiMB SeetJb mio» atwiidicia dom G«birg6 €Umax and iet 
Swkoste aaioh Parapbyliea fifarradea Eagpatset, bH 3 Hafeh (Slni(« 
1. L)*«). Sie hieU aicb niohl la dea fibrigea Ifeiscbta ^UUite, 
m&krtt maohte einoi freiea Slaat fiir aidi ao (Sti^* P* 667.)^ 
▼ard tpildr ind HanpUlapelplaijB dec Sperttabwy aad deabalb v#ai 
Serfilios Isaaneas ec^rft and tersldn {Ci&. Verr. 4y 10> finlrqp. 
6) 3.) ; spacef awar wieder hergealeill , aber, aabedeiiteal (Lacaa^ 
IL, 249.)^ Sie war, der gefrabaUebea Meiaaag aael, 'Erfiaieriji^ 
der nacb ihr lienaanien Gattaag bnobtaegekdear ScUffe (y^icBhoi)^^). 
b) uninnerB Lande: a) wesil. vemXaalbaa^ Pmarg, (vd Jliifa^at 
Sbik p. 665* Arriaa. 1, 25..PtoL Plia. Hieroel. p. 684. ^ph. Bys* 
p. 557. ; j. Aliaara) ««) , aii Kus^ de3 Bergel Ginigna. -ffier geaof s 
der Ijrciscbe Heros Pandarus goUUcbe Yerebrang (Strab. 1. 1.). 
/})ostlicb vdm genannten FUisse: Tlos {TXms: Artemid. ap. SMb. 
p: 660. Ptol. PUn. Slcph. Byz. p.6»., bci Hicrocl. p. 699. Tliy^) 

24) Der Phnseiunoch nacb Pampbylien setzt Eben so PGp., Dio- 
lys. L I. Stepb. Byz. 1^. v. iiod der Sudfasm. §. 20i., der §. 208. Ly- 
dea erst beini Prom. Sacram den Cbelidon. Inseb gegenOber beginoea 
tiut. Liv. f. h setzt 'sie #enigsteiis an die Gren2e zwisebea Lyclen uod 
Faapb. Ceber die Raioeo von Pbasdis bei T6ki^ov« Tgl. Fellows Asia mia. 
^ 211 if., aiicb Leake p^ 190. o. Beaufort Karmn. c 4. ^ 

25) Vgl. BMt Kreta U. S. SSI. Nacb Slrtb. i. i. abcilr war lie eine 
Iffisdie Stadt, die Jedoeb (wie scfaon.gesagt) Iteinen Tbeilnabm am ly«H 
tcbea Stadtebiwde, soadeni gaaz selbststOiidig Arerwaltel wirde. < . ^ 

26) Naeb Tab-. Peot, 47 AfiU, tod Attalia, naeb dea StadiasiiL 216 
Stad» Twn betf. Y'geb; 

27) Daber J^gten aacb alle Bftnzea der Stadt das- Bild eines solebe^ 
Pabrzeogs. {Eckhel VoL lU. p. 6.) Andre jiedocb glaabea bekaaallieb, der 
Naae sei dtesaa^Fahncengen wegen -ifarer bebaeaAhnaigta CiMall beigelegt 
vMdei. Tgl. fAa^am^iFoe^ ad GafoH, 4, i. . 

28)l}eber ihre baebsl merkwiordigea Raioea y^tf^, Fellows Lyeia. 

M37C . -, 

29) Gfii. Plor. TXmvz 6 TXmv iniaxono^: Hierocl. 1 1. . . . j 
n. . 17 



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iSi Zweiter Theih- 'FpriiiscU^e Geogrtp'hie, 

HI den ii.orili4^en l*hefleii des Landes am Udiergaiigd' ies GeU 
Massicytvs und aa der Stragse iiaeb Cibyri ^ ei&e dir MesUmdenii 
9tadtfe des Landes, von der wir aber sdb^ wenig^saen ^®). — - JCon^ 
^ma {^i^^OQt Hecat. fr. 241. Herod^. 1, i7«. Polyl. 26, 7,3. 
Strab. p. 666. Ptol. MeU, Plio. Sfiadiasm. §. 220. Hierool. f. 6S4.), 
diVg^ssie ikberfihoiteste SladtL7eieDa(Strab.4.*L), 60Sudvvoii d^ 
Mittdttngdes gleicbiiAiki]genPlii8ses(PtoL Sbad. 11. 11.)?^, dieJSweiBal 
\Bk Krie^fe ihren UDtergang Sand, erstdiil^cfa dieTevser (Herad. L 1.), 
dimft dnrch die Hdmer nnUir firkitus (Dio Ga». 47, 34. A|ipiaB. BV 
€. 4, 77.) ^>), ntid sich seit der • lefi^dereii Rataatropke Iflie inrieier ei^ 
hp)te. Eipe %rer Hauftmerkwiirdfgkeheii war der Tlimpel des Sar- 
padon (Appian. B« C. 4, 18) » a«<)h em Tempel dts lyeiacben Apdlo 
(Diod. 5, 77.), Q. 6eSud. abwirts too der Staih (aber nooh iOStad. 
.TM seiner Miiiukin^ entferat) lag am' Fl. Xasfhos eid HeiKgihivn der 
Latena (%6./hi%mvi Strab; L I.) •«>. --^ PMhu {*iXkog^ aneh 
teXXo^'i Hecat. n. Alex. Polyb^ ap. Stepb. By^. p. 684. Seyl. Strab; 
p. 666. Ptol; PKh. Bierocl. p. 664.) sidwestl. vob der ydrigen, aof 
ekem Berge zwiseben ihr und dem obcifr ffenaaiiten ADtiphtUus ^). — ^ 
Yoo dekn Distrlkt Cabalia , d^' von den Spateven gewANdich mil zn 
Lycien geitecbnet wurde , warden wir, da er eigentlieh .na^ jekufm 
Theil derX'lindscliaft Milyas bild^te , und ^e von den Lyx^em gann 



.30) Ibre Rtyneii joden sich 'in der Nube des jPleckeat Doover, 2% 
engl. Af. Ostlicb vem Xanlhus. Vgl. Fellows Asia mid. p. 237 ff. ond Lyda 
p. 13iff. ', 

3i) VUn. 5, 2^, 28. giebt.dieso Entrenrang viel zn gross, n^tijiUpb zn 
15 Mill-v Sirabo.ab^rl, l.zu 70 Stad. ^n. ' 

32) Beide. Male fielea die^ heldemnflthSgea Eiowobner^ aacbdem da 
den Rest ibrer^Habe selbst deo Flammen fibergej^ea halt^ gni^sttei^eila 
durch ibr eigenes Schwerdu , ,/ 

33) F^i&ms Lycia p. 164. glaabt anf eiaem fekigen Bagel imtten in 
einer ^smiipfigea Ebene (daber jetzt diQ insel genaiiBl), 3 St. von XaaUHUy 
die Ruinen dkses Tempels von fern geseben zn bi^ea. Den Hllgel zu be- 
aleigeDy macbte der ihii.iinigdbefldis Stimpf unm^gUciL ' Die grosiarligen n. 
bOcbst interessanten'Ueberreste vonXanthos. selbst bei Kooail^ beadqiMbt 
FeUaws Aaia min, p. 22& ffl a. Lfcia p. 164 K, wo aich aticb vieie Abbil- 
doagen dertfelb^i ibiden.. < ' . 

. 34) Wean aamlteb .die von Fe/htps Lyda •)[|.'1S4 f^ bei 4eai 
Dorfe- Saaret, 9 engl; M. sOdOstl. 'von Rooaik i. *5 nordvesd^ van An- 
£flyo, 2'>4 M.von der Kaste, gefaadenen Spnrea 'einer altea'Sudt 
(cykJop. Maoern, FelsengrSb^r^u. s. w.) wirklidi die von PheUns skd," 
er anniioint. ' • 



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rwn^khitj^ Ser^thtm^ Jia(M,:afiteir $, 74). - B^ -PUidieQ* hao'- 
Die Inseln Isuigs der lyciscben Kiiste sind alle nor unbedevtend 

■ •- ■ -• • <•• ■' • .^ ;^. ' ■:•/ • - . • 

35) Die kieuiereii^StlldteXfdehs*) 'wtt^'fi>lge«de; «) KflstensUldte 
in der Aicktnng von W. nacb 0.;: [Ttlmissus.] Crssidae {Kidoedai,: Sta- 
diasiii. §.225. 26.) 85 JStad. von Telmtssns u. 130 Stad. I'om heiU Vgb.i>>. 
Perdieiae (Tlf^ixicU: ibid. §. 224. 25.) 50 Stad.* von der vorigdn. Ca^ 
ianii'a {KttXccpavtlci : ib. §. 223. 24.) 50^Stad. von der vorb^^rgebenden 
If. SO Stad.Tom beil. V^b.; aHes nnbekannle, nor tm Stadialm. erwtlhnte 
Orte. Camtyiessus {KaQ}ivXri(fQog: Strab«. p.* 665.), ^eine feste Scadt in 
einer lliarschlucbt de^^Anticragi^, wafars<!beittlicb in erniger Entferming 
TQn def Kiiste u. stldlidb von TeJmissus *). Pydnae (Hvdvm : Sta^iasm. 
ip.'221. 22.) f zwiscben Telmissus Und Patara, 60 Stad. voit der Mdadtnig 
des X^tbiis, wabrscbetttiicb ders^be Ort, den Plof. Kvdittt i^ennt and an 
den Gragn^ selzt*): [Patar^a. AntipkhUus.'] j4perrae (^niEp^an Piol. a. 
iffDuten bei 'Settini Class. g(n. e4. 2. p. 91., ^Ane^hm ^ Hieroei. p. 684 
a. im Stadiasm. §. 214., /disgleicben«nf Inscbriflen, von CeekereUf^hftix^ 
den: xc^¥*^ntDkwi^v ; bei Win. ^^yj^^H^ ii. in der N<>t. ^ifks^.^An^lkiai) 
zwiscben Antipnellas n. Andriaca, 50 St»d. ((stlicber, als ek*slere '^. EXwn^ 
OstlTcber lag . vielleicbt die Stadt Vyan^e (Xvotp^m), duS weoigstens* ^ie- 
rocL p. 684* . zwiscben Aperla uoid Myra nennt, , obgleicb freilicb Plin. sein 

a) Von kier anhabei^h^ am den Raamza'sparen, yon alien 
kleincr^nand iDiader''Wick tigen Ort:>cJiafteB der einzeln'ep 
Lander -bios in No tea am Ende einer jeden §. gehandeJt, je- 
dock, der |».e98era U€^J>•P«ioJl t wjegea, dieiea Nojti^n avok die 
Nam en der wicli tigef o, .obe.D ifa Te;&te seschilderteo^ SUidte ^n 
den S telle n, ii.^ ihi^en ^ie Topograpkie anyipeist,, in [] eiag^ 
• eklossen beigeJ^.iigU ' 

b} D(eBe DisUazeo tfeffen apf den lent. Hafen St. Nicholas an def siidli^ 
eken Roste einer ll^ineo Halbinsel {Leake Asia min.- p.!lS2.). Fellows jedoch 
(Lyeia p. 247.) glanbt, dass der jttzt van den Griecben Lavisse, von den Tur- 
kea aber Tatlee ^aajquile Flecken, etwas ttidlick vo|i Makri, auf de|^ Slelle des 
alien Cissida slahe. 

_ ey Die J^^ des Ortes ist se hwer zn bestimmen , da er bios von- Strabo 
enraknt and vom Stadiasm. Hbergaagen wird. Fellows ^. a. 0. glaubt ibre 
Trammer aof .eiaer.^er Kiiste oahen loseL von .feengesehen za habea, koonte 
aber. ana MaAgel eioes Botes die losel selbst nicbt besuchen. Dieke Ansickt 
widerstceilet Jedocb offeobar der AQgfd>e des Strabo, der sie in eiae Tbalscblocbt 
des Antieragos setzt; aneh wiirc|e sie daon der^tadiasm. .sphwerlich gan^ aa- 
crwabnt gelassen babea. Diese beiden UmsUiade aber, namcntlich. der letztere, 
fcbeinen eben so aacb gq^en L/sake (a. ». 0.) zn spreehen^ der die Stadt etwas 
sidlicker als Fellows, aber ancb aa ^tr Kiiste. -si^cbt, a. bestimmen mieb, ste 
in einlger ^ntfernuog von letzterer nack dem loDctra zn ahzqsetzdn. 

d) Na^b If^ake a. a. 0« die .von Betmfort bei Usland an Fosse des.Ci^a^ 
gas gefoadeaen ^abedeutedden Rtiiaea., Vcl. 9i\kc\^ Fellows Lyoia p. 159 f..^ 

ej. We^n maa DfUnUcb mit Manneft V(, 3. ^.' 167. ionimmt, d^ss Aperla 
selbst anf dem vom Stadiasm. 1. 1. erwabnten» aber nicht genimoteo, Vgb. )ag« 
Die Worte Ats Stadiasm. sindi *Anh JSofiip^ai ein^AnioXas qtoS. g, Aito axp£- 
Ti^/bv ili *AyiUpiU.ov avad, v . Uebrigeos setzt der Stadiasm. Aperla WestUcb, 
Btol. aber Sst|icb von Andriaca an, Nach XeoAe p. 186. tr^ ibre'Laga anf 
die Spitze der bent. Assar Bai. 

- 17* 



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26ft ZweUer Theil. Poliiitcke 6eograpJii«. 

und Uegen ganz nlihe. ani Laiide.' Esrini in der'Rkbtng^yiMi W. 
nacfa 0. folgende: Lagusa (Adyvaa: StadiasB9^§. S26. 917^ PSb* 

Cyane in^s Ipnere iti Lances 'selztfy-/ S^^ (^ ^Qftrip'a: 8la£^m. 

^ Sud. tfaU. von Apei:la a. 4 Suid. westl. von Aadriaca*). [^«i/r^ca.]^> 
fielanfppe {M^opbanj: Stadiasm. ^ 210/ IImJ^^i He<^. fir. 24^.*iuiil 
Quint. SinyrB.3, 232. Jfikwhmwp) OaSud. von Gagt<s.iintenS.26l f.) 
s. (nae^ einer'wahrsckeinHoh JMgen Aagabe) ebea so weit vom PL Lim^r- 
roi (oder AlfiTtiit » Stadiasm..)> 30 Sm. vom Jieil; Vgeb:^^4 Cr^miusm 
(AT^/^ovora: Strab. p. 666. Sudiasm.^. 20&. 206. Ptol.,5, 5.)>^ 100 
Stad. Von Phaselis, mit einer Rhade^). [WeiterhinJalgte, Bordwf$ll» voa 
Crandmsa^ 3Q Stad. 0dL vain Corycii8» die einst bldhande Sudt Phoenieus 
(<Poitc^xo0ff : Sudiaam. §^ 205.) am Qerge ^Otympns^ a. daber aueb s^lbst 
0^;9i^genannt(Strab.p,666. PioL Pl^t. Pbmp^ c. 24'. EQ^p.6t 3. Flor. 
3, 6.), die aber bereiu Serviliirs zentOrt batte (Ci<l« Verr. AcL II, 1, 21.), 
weabalb ancb Plid. 5^ 27, 28. v<m ibr Ug^i-oppi^uwt'Oljfmpus ibijiik; 
ntme suat mantana. In ibr batten die Seerftober Uire eigentbamlicben 
Fegte and Mysterien (dea Milbnu) gefeieri (Pint 1. 1.) ";* Aacb Corycus 

f) Leake wenigytens p. 188. i|ii4, nit \\mr Fellows 9^ut seiner Rarie setsen 
lie iiber Pprt Tristomo an dem Innern der Bai hinter der Insel Rakava Mi. 
Der Name Ber*Einw. (r^ Kvavux^^ sell. /2t)t;l^) ftadet aid^aucb anf einer In- 
fchrift zn Patara (tf^alpole Travels in the East. p. $46.). 

^)r'Sp der SUdiasmus: Plii^. th^v aetzt'sie jioeh fis^clier in die G^egead 
des hell. Vorgeh. Ueber die ymn Beat^fort gefiiadeneii iinbedeiitendea Evinea 
derselbeti vgl. Leake p. 188. 

h) Der Stadiasm. %, 911*. \t. setzt 60 Stad.JIstl. von' Andriaca n. ekensf 
weit weAl. von der MUndnns des Limyttis einen ^latoi^^^os an. Ss ist ^ck 
Leake p. 187. das heat. CapePyrifo. Fellows Lycia p. 204f. •niimnt afneh eine 
Stadt Isium an, and gtaobt ijire Ruinen (Manern and Felsengriiher)'aiif eieea 
5000 F. hohen^ steilen a. nnr von N.' her zagiofpliehen Felsen, 4yi engl. M . Sat- 
Uch vonMyra, gefmiden zti h|then. 

«) UnstreiUg derselbe Ort, den Steph; Byz. p. 454.* melet, wean er aagt: 
Btilavhmi$Vt nora fLot [nacb SerkeVs gewi8aHehtige^ Emend. vielmbikr.Ti^oi^ 
HafuyvXlas, Leake p. 185. vermuUiet, dass Melani^e def Hafbta von -Gmfft 
fewesen sei. Es ist wohl an der vdn^Cap Chelidoaia gebiiietea Bai n. an der 
Stelle za saclien, wo Fellows Lycia p. )^i!^. noch alte Felsenipraber fand. 

* k) Der sie aU eiae za ^ampnjlien gebSri^ Insel erwSbnt) die er aber wohl 
zp weit von der Rqste eAlfernC. Ans dem Stadiasm. wird es nieht klar, ob sie 
eine Stadt des Festlandes,. oder einer ihm heoachbarte'n Inael war. .Slrahe 
•eheiat die erstere Ansicht zn bfgiinsli^en, Wiihr^end ^ie noeh vorhandene Insel 
fCarabasa (v^. B^axifart Raramania p. 36" f. a. Leake p. 180.) fiir cHe letztere 
anricht. Yielleieht fHhrten aach die Stadt and die davor liegende kleine lasel 
eensetten Namen. Leake a. al 6. a. Gail ad' Stadiasm. I. ;i.' halten die laaei 
for dfefelbe, die Scyl. p. 30. o. Rlin. 5, 3r/35. Dionysias nennen. Bei S»- 
antos Seer. fid. 9, 4. p. %^, bfisst sie fehleffaafi Camhrubpa, In keinein Falle 
aber ist sie jAit der vom Strabo p. 670.' erwahnten Insel Crambusa yor der 
CHteischea Riiste hiNder N&he de^ vorgeb. Corycas za verwecfaseln; wenn niaht 
Stralio selhst sich eihes Irrthnms sehilldig gemacht hat. 

/) In dieser Oegend der Rfiste, 30 Stad. sndwiestl. von Crambnsa> aetxt der 
Stadiasm. $. !M6. 1107. ^nen sotfst vStlig anbekannten Ort /loai^a^i^vc an. 

m\ Ihre wenigen Ueberreste linden sich jzu Deliktash. (Lemke p. .186. a. 
Felhwi Lyoif p. 2U f.) 



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|:.65. LyciV . . »t 

d, ZU 35-> w Siniig T^aissimts.; 6vSta4: too Xebnissas and 89 
Sdki. vw CiMi«U -r- D^McHute {J/f^Uxio^: VuA. Plio. h I. Steph. 

oder CQf^eum (Xoi^vudp : StadiasiQ. §. 204. Diopys. v. 855.) an d^nisel- 
ben Befge, eine besitzuiig^ d^s.dlien S. 253. ^en^oten RUu^erfdrsten Ze- 
miceias (Strab. 14;i p. .^71.), in welche AUahit II. Philadelphus eina Kolo- 
■i^ gesendet liatte. (Strab. p. 667.% traf dasselbe Schickisal (Strab. p. 671. 
£ilrop. 6> .SI. A^CM. ut Cic. Verr. 2. p. 173.'ed. Orell.)^ wasbalb sc^oi 
Strabo.p. 666. nor locb Aes lL4iiQv»cos ttiytaXog g^deakt.]") [PAaseiis.] 
b) bm, innern Lande : a) wesUich vo'm Xantlm&,'in der Richtang Von SW. 
nach NO.: St'dyma .(ra'^ldvfia ;' Alex. Polyl\. ap. Stepb. Byi. p, 598; 
Ptol. Pfin.' Hierocl. p. 684.) nOrdlicfa von der Mflndolig' dea -Xantbas 'aaf 
einem Berge*). ^raxa C^Qa^a: Alex. Polyb. ap. Stepbw'Bjz: p. 98. 
Plol. Biei«|cL p; 685.) nacb Ptol. in der Nibe der vorigen an Qragds. 
[Pimmrm.] /^'Oeitlicb vmn. Xandraa: In den nirdfidi^rn Stvioban {in der 
Gegesd von Thi] sind die klainen v<an PtoL genaaatenrFkcken Symbtr^ 
(Zvfifi^)j Oc^oMs (Oxranohgy and C^mba (ra Kofi^a, auch von fiie* 
rod. L L erw^Bt) tn^snoben. Sfidlicber.sodann folgten: Coryiatlui {Ko* 
^iaXlogrPloU Corydaiia bei Plin. n. No|. Episc. p. i5.).ini Qeb. Mbaai- 
eytna, naeh dor Tab. Pent. 29 MiM. weaU. von Pbaaelia nnd 5^J4iU: nord- 
«atL von Antipkenna. M^tlui (Podia: Tbeopomp. fr. 111. ant Pbot Cod. 
176. Plot .Siepb, Bps. p.* 577. $ hti?\Mt. kjkodii^HMi in dev N«be der 
vn Hg c n» aneb ia Gebirge^). jirycdHda (u^fvxmvda: SeboL-Pind. Ol. 7^ 
SS. SceplT. Byx. p. 149. Plin. 5, 27, 25.0 ^^ Fl. Arycandna, einem N^ 
benflnase des Limyms. In einem nocb siidlicbem, der Kttste n^bem Brei^ 
tenatriebe ^adiieb lagen; [Xmitku^. Pkelliis*). Myra.] Limyra (ra AU 
fOffa: Scyl. Scrab. p. 666. Ptol. ffierocl. p. 683.), bei Spatem anab 
4 Aipw^: Baail. M. f^piat 218/ n. so sleta bei den ttamem: Ovid. HeL 
9, 648. Mela; im Scadiasm. §.211. fitl^cblicb lrj^Afit;()a) . am Fhisae Limy- 
ru (im Stadiftsm. Alnyms), und zwar nacb Slrabo mir 20, nadb dem S^« 
d^as-aber 60 Stad. von seiner Mftddang'S Gagae (ri/ii: Alex.'Pdl]^. 
af. Stepb; By^. p.' 191. Stadiasin. §. 211v Plin., bei HieroeL ;p. 68^. 

ft) Leake p. 192. glaubt, von. Stepb, Byz. Y,*J!TTaXtia n. Snid.^ v. Kfia4ffH 
tteuo^ ^ettimmt, 4mAs Corycai der friinere Name yon Atti^Ua geiKeteo' tei, wel- 
etes deeb vmI weiter noDdb^tl: in Pamphylie^ lag. 

a) Ueber ibre Rninea J»eini Dorfe Tortaorcar Hisiar vergl. F0//o«a# Lyela 
p. 153 ff. 

f) Die fUiaaa dar .baidea snlatxt ganaontaa.Orta find nacb nidit g^Aiaden. 
VgU Feiiawt Lyoia p. 2 1 a. a. Leake p. 186. • . : 

r) Der ea aber faUcbliab nacli Milyas aetxt. VieUeicbt^'iat ancb daa bei 
Pul, Vorkonmeiiie ^A^Mat blo& eip verdorbener Name atatt ^A^vxav^a* * Nacb 
Leake- p. 187. ^nden -sick voa Aryeanda keine Spuren mebr. Fellows aber bat 
ibre dvrcb f aaobriftea nnd Monxen featgealellten Ueberreale. am Floaa^ Arycaa- 
daa aafjgefaadea a. bescbrieben in Lyeia p. 221 ff. 

s),Fellaw9 I«ycia p« 19S. aeut io dieaer. Gegead am Fl. Dembte 15 en|^. 
M. ndrddatl. von Pbellus a.' 10 M. nordweaU. vmi ^yra die Rninen cinar mir 
faas fabekaaatea alten Skadt Trahala an.- 

.1) -Ptol. fpt^X die Eutfaninng nocb etwaa grSaaer an. ' Die Rmiaen von ti- 
■yra laiea aicb*a<»rdl. vom beat. Flecken Fiaika, n. swar ia dar von Staabo 
aageg abeaea . gatfwm^mg <10 Stadv) von der Haadnag dea Fkuaaa, VgL Leake 
p» 13*. Felhwe Aaii inia. p. 914. n. (.yoia ^ 1^6 ff. 



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262 Zweiter TheiL PolitHc^e Geographie/ 

Byz. y.' JoUxvi J* KAava)**^, nach f^toi. 4eni Pk^m. Chiiaiaefa 
gegeniiber, die tcdeuteadale Ufiter ihneti, abei^ gerade yom Sladiaa«f» 
ubergan^eir« vermuthlich .wejl sje 'iiicl]it auf d^in Wege des KOsten- 
fabrers lag. — \XenagorQe Insulae (ai SePayoQOV vijaot: $tadiasoi. 
§. 218. 19. Plia. 1. 1. , ,wo ab«r ralschlich Enagora gel^sen wird), 
nacb Plin. eiue Gruppe yon Skleiaen .Aiseleben^^? ^>^ ^^^ ^^^ 
Stadiasm. 60 Slad.'ostir von Patara lagen; — Rkope (^onfj: Sla- 
diasm.'§. 217. 18.) odcr richligcr wobl Rhoge (Pdyrj : Steph. ^yz. 
p. 578. u. Plin. 1. 1.), 50'Stad. westl. von dcr fblgendeq. — Me- 
ffiste (il Meyloviif: Strab. ,p. 666%. Ptol. Plio. l.\l. im* *Sudi9Siai. 

riyay) eio von dbn Rbodiern gegrCisdet^r (Etym.ll. p, 2t9,.6.)'Fleckeii, 
od^r nacbvAlex.' Polyb. em attes KaateU^ 60 Stad..:08ti. ^oa 'Melaaippe, 
bekanot darcb depMO'eiaera naheii FllUscfaen gefundeimo St^ia Gagate 
•(Dies€or. 5, 14. Calep. otrH. <f>tiQii. 9! T. 11. .p. 123. Bas. oSier T. XIL 
p. 203. KOhn.). -^ Bios roo eipzehien ScbrifUtellenk erwabnte ond oicbk 
Di&b^r ZQ bestiidmenda Ortscbaften Lyeiens sind : ili^A/o^ and Sidiiwa^ vom 
Xandms <bei Stepb. By^. p. 266. n. 598.) ertvttbnt, dia Hafenstadt^ii^iT- 
^Qvg bei Scylaxp. 39. (vei^ oben S. 254. Nole 10.), tenet lE^vfo^i, 
rkmvHov dfjuog (vei^l. oben S. 224. Note 78.), '^ti^tm^ Av^vatia 
j(mt emer gleicbnamigea Halbiosel) ^) , Mikaivat, MoXvf^Hm, JSifieSm 
(nut eiaem Hafea) nad TtjkcnfdQog (ancb.so bei PHn.) oder TrjXatfd^kt bd 
-Alexander Polyb. [s, Bd.i. S. 253.], ^Anaikhaogy ^P^hvXuk; ^ *uiQpim 
(aueb bei Stepb: Byz.'p. 112.) jedocb als Pkur. ^li^vHiiy, JEiSonjlme, '^A«- 
peaog Xmwtreitig dsLS^Bd^^tiaog des Stepb. Byz. -p. 115. >Vestenn.) n« jK^ 
fiunct^og bei Hierod. p. 683 s^.^ AmeldSj Aif>audali$^€0ktti^N0seopium 
bei Plin. 5; 27, 28. u. s. w.^) 

. 96) VgL ffalppU^M Travels in tbe East p. 26^ f. and l^akt Toor in 
Asia min. p. 127., der daraof ancb RniAen einer alien Suit, nameinUidi 
^es Theaters, fand. 

37) Denn gewiss ist ib der angef. Slelle des Hin. statt Enagora 
nil. M. P. na(Jh Mannerfs (VI, "3. S. l69.)' Vennulhang bios Xenagorae 
'Fin, za lesen, da die Be^moHing eines Maasses durch FIIL MilL Pass, 
.ganz nnpasseod ist. Die kleinen Inseln liegen in -der bent Bai vonKalamakL 

tf) S&ji. p. 99. crwahnt in dieser Gegend tlneit OHAiyain,', Asr Vahr- 
sclieiDlich' vod Gagae .nicht* verscfaieden nnd nor durch Sehrcibfehler entstandfii 
Ist'p weshalb ancb Klausen dia Emendazioo des Saima$%u$ Payaia in idea T«xt 
anfgenommeD hat. Vielleicbl ^ab aach die doppelte Fafra des Pfamens Gagae 
nnd €agaifa die Vecanlassnog dai^^ dds4 Alex. PoMi. 1. 1. sagt, derselbe b«- 
i:«ichne sowohl ein alies Kastell, als eine ganza Ge^nd. Ueb'er die kaiaen 
yon Gaga beim bent. HacgeveUeh yfl. Ftllows Lycia p. %\(^.,Beai/fa^i glankte 
sie bei A'fadja, 5 engl. In. von Mittelponkte derl^ni ran FinikaCalso nock wei- 
ter irn hinern als Feliows) fl^undeir zn llaben. Vg\, Leake p. iM\ 

v) Nach der scbr wahrscbeinlicben Koig..des Salmashu ancb sdma tmi 
Scyl^ p. 39. als Inscl d«r lyciscben Riiste ^rwlibnt,- wost^att vrj&ot Av^aiay 
.Tda gei^iss ^aog Av^arala zn leseif Ist. VglnnMn'S: S^ftLiyota-SfJ. 

w) Das voD^Plin. zwiscben Pbell^s n. Xantbns ^Imnte PyrPha istimbfr- 
icheinlich die fpleicbnaaige, nitr aas irfftham bierber ^versetxte» Stadt CaHeas, 



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{.66. PaaVhylit. m 

$^tl6. 17; vcfkArMmb Jlfcf itefv;> KtMdlbriM •d* CatCelRotii)^) 
SOStad. Ml. yon 4er Ydiifeti^ ant eiur gleiduNunigeiiSuft, die 
tMb Ktm&ir^ hi6Mr <Strai. 1/ L), ftberte Plitiias ZetCaa sekm zp 
Crude «^g«Bgea ir«p, nnd cmmbi grossen Hafen, wckiier^'ibine 
pnze.Klotte fam^koimla ^ur. 37, 23.)* — CMidanuuf (XskiAi^ 
¥mit Seyl. 8lnik;vp. 5Sb. 661. 6i66. Dumys. v. 128. 506/AgathtK. 
1^ 4. Stediasa. g; 20ft. Jttj». Meta.2, 7. Pliaa. L JUv. 34, 41. Solia. 
€.41. Aviea. v. 184- Steph. Bfs. p.71& Geo. :Mab. p, 106.), elae 
drappe voa 3 UeiMH Felaaainaeln dem Cbdiddn. od. keik Vorgak. 
gegendbtr , aine ("ortaelEafig d^t aatar ^m Keere mit ihwa soaam- 
■enhiagea^m Taatntawieiges , . der*siab an der WaatkasUf deii Paqh 
pbyL MB. hiasialit (ygL Slrab* p. 66&^ , aja wakha har^ .dar Un- 
tiafaiMkBrandaagiitdaii HailaoFaliMa w^gen, diaSokiiahrtitasserst 
galUtfiietwaB^). ^ , 

§, 66. . y. PanipliyllA 

(i7i7a/rf>«a/ar Heca^. fr. PA. 24» i^. Aeich. SoppI.dSlSt. Herad. 

'1,%i:%, 68. Tkae. 1, lOP. Polyb. &< %4, 7. &, 32^ fi.' PAal. 8, 2. a. 
f. w. , nach Piia. 5, 27, 26. ebemi^als Mopsopia genannt^<>), ba- 
Bchrieben Ton Scylax p. 39 LStrab. 14. p. 667. Pt'ol. 5, 5. 
Dionyi. v. 850 ff. Mal« 1, 14. Plia; I. l.Sladlatai. mar. 
magiii §.194 IT. Hierocl. ,p. 679 f.) im engem Smae hieSrHOr 

^das schinale Rustehlaad om^deh ^os'^en, twlscb«Q l<yclen nad Cili- 
cien sick ausbreilenden Meerbusen ber, welches von Lyrna bis Pto- 
lemais etwa 18 g. M., nach Strako U 1. ym Oikia.bis Plo>emais 640 
Stad. lang wai*^ nnd tidk kamn ^ain pAiar Meilea in^s Land hinein 
inrstreckte , im weitera' Sinae aber , als VSmisl^ha Provinz , aq^jaasle 
as auch das ganze n5fdlic6 daranstossende Pisidien (s. antea §. 70.), 



38) VgL LSak0 a. V 0. o. p. 1S4. a. FeUat^s Lycia p.. 189. Bi fia- 
dea sick nock Rdnaa Sirer StadU . . -^ 

39) VgL fr^miiorf ad Prise. V. 126. a. obaa^S. 254. Nolo 10. -•- 
PKb. 1. L anr^bal nocj^ aimge andare sonst yallig aabelpaaate ^aln d#r 
hrcisckaB KOstfl^^ fUyris^ felendas (viatteitkt aicht verschiedeg von dor 

»9tadl T9landr0$ ia einarandam^Stallet vgl. Note 85t a. E.), Jttekkvsm^ 
CfpritLB ires o. Dionysiay fraher CaretMa geiiaBnt, dia, wia es sckaitf , 
aia asdick' voa dan Cfaalidoniscbaa nack CJ^ien za gesnchl warden qifls- 
taa. i^/l^/Q^Mrkcnait aack PtoL 5, 5., Att sle u. dos wasUiekar liagaade 
CrmnkusfL (s. obaa S. 269.) als'an Panpbylien.gekarige Ipsaki aafftthrl. 

40) Mack dbrnMapaasv aama der Aaftkr^ jeaar grieck HaaSia, die 
aack dam irojan, Kfiegate Tanras Hkerst^ea , . nad sM in PamphyUaa, 
Cikcien a. Syrian niederliessen.(Slrak 14. p. 668^» . - . 



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SI4 , Zw«iter TbeiK ^Pe'litifioK^ i^eographie. 

ZQ keidtu StiUn 4e8 Taimu^)^ wtk^.bkjMiA. Jtbil. h 
nor ab dn Theii ier. ProviiUE PaaipbfliM aag^i^iieh inirde, uid eiyl 
smt iter naiien Eintheiloilg 4ei Rdcbs ui kleiiMre Pr«vitt^eii «il» 
CofisUDtin als eigBe.Prbviiiz ersokeiot. Wi^ boiradOea jedodi kier 
das Kastenlaiid PamphyUen, besoaden seiner vteien Piaidiora vtt^ 
achiedenea Bewobder wegeu^ als- eine eigime Laodaohaft^ db ge|^ 
W. fiurob das €leb. Cliaia^^') vod Lyoi^n^ in J)> dteob aiM Un^i 
des Tauhis binUofeiide.LiDie von Pitidiea- ^Sfrab: 14^ p^ 669«) , nod 
gegen 0^ durcb 4eii> Flasa Melaa vom rtobca CilicieiL gatraaft . 
(Strab. U. p. 664.)«>), » S. aber vom Ptiapbylisobaa Maerbosea 
(SiraL* 2. p. 125. 14. p. 681. PuiL K.I.) begraaiEt wmde^ Q. Tekkt 
and dcQ jrestUcbsten Kasteastrieb von lUebil naiiuaead).] 

. Biefiiiiwobnerj Pdftqfk^' (ndfifvJM:1itroi^7j 91.%^ 68* 
Pans. 7, 3, 3^ Strab. 12< p. 554. 570. 14. p: 682; a. s« w. Appiao. 
B. C. 4, 60. Liv. 44, 14. n. A:) oder PamphtflU (IlafKpvXioi: Ap- 
pian. B. C. 2, 49. 7Ii.Slrab. 2. p. 130. Dionys. ^.127. 850. Xiv. 
87).40. a. 6. w.)^), waren Abk^ittnilinge der griecbischaa Sabaai'eii, 
di^aieb'nacb der ZersUKraag von Troja iuiter.Anliibnin|; dea AnpU' 



' 41) Dakar aacb 1^6} Pdjkl exe. de leg. e.' 86. der Zweifel, ok Vtm-^ 
pkylien' aani Xanda. diesseit oder jenseit des^Taorns gekOr^* der sick anr 
erkl^en UUst, weiu. man an Pampbyiien im weitetti Siaae i^nkt; deaa 
dass das eigeatlicbe Pamphyl/en hlogs der Rttste bios zam Land^ jenseit 
des Taams gerecjioet werden kdnne, verstehtysich wohl von ^elbst (Verjfi, 
ancb Strt(b. 12. p. 570. 14. p. 632. a. 15. in.) 

42) Strabo l4. p. 651. seitzt daber die firanve dea CkalidodiackaK la- 
Hia gegeaOkeran* (Vgl. oban S, 2$7. Note>24.) 

. 43) Diess sind wenjgstens die natllrlicben^ Grenzen des Landes, die 
aber freilich nicht immer fest gehalten warden. Deoo wie man in 0. das 
j^Dseit des Melas liegeode Pieleiaais allgemejn noch zn Pampb. recbnete, so 
wnfde ancb aaf der Woslseiui von Einigen, wie Mela,* Plinias, Diooys*, v. 
855.*nnd Steph. fiyz. p* 692. das von alien Uekrigaa Lyiriea zageUieitle 
Pbaselis BOob*za Pampbyliaa gezdgea, ja voai Sudiasm* ^ 208. a. Strabo 
J. I. gar Pampbyiiaa sdkin* ant' dem bail, odier Gbalidaa. Vgk. kegonnea, 
wflkrend dagegen wleder Scyiak p. 39.^ selbst die pampkyi; Stadia Olkia 
Mf Perge nock za Lycien >ecbnet So war also eigeiMkCck aar die MrdL 
'Greaze darcb dea Taaras 4est bestimmt. • « 

. 44) D. b. „aHerfei V61ker^, etwa ivie das dentsabe ^lAHemaancm^ 
also ein aae sebr ver^cbledeneo Suimmen geQUsabtes Vettu lieker die diap- 

Cite Form des Nameas- ftbrigeas (-^ die Form iViii^ilyiiur is^ die spilere, 
solders dea itOmera eigeae-^) vgL Eastatb. adDioa. V. MO. TMkeAk^ 
ad Meiam VoL UI. Pi I. p. 427, ScAweigk. ad AppiaA. p. 114. ». ad fie- 
rod. 7« 91. ^ffernAflrdgMWioMjn* f* 759*. 



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iMhoB «•& Gftbhts dori UMfei^ipebHaen. «n4 adi 4eA 9Mst «aM»ui» 
tea yreuneo^cni, so wie mil gleicbfolls eingewanderten CiU^ierii 
(Sirab. f3. p..€l^. U. f^. 676.) vod spaten gricK^fi. KafeiiUAteii yer^ 
aiadit biitu. (Herod. 7,91. Siral. p. £6^>, jibtr noob in den Per- 
lcnei(e^eiQesq| geruige MachI befi«fi4ii« disa aieJEOr pers.'Fkitte 
tm 30 SabUTe alellten (Herod; 7, tt20^*> Die aitealfitn Siadtov 
ksoaders die griafh. KoIomob (wia A^enim ud'S^de), btfdetaA bir 
n der UiUerwerbiig Mter di^ Peraer wid aelhsl^ noob nater d^esaa 
aatattome' FreiaUtleQ (Amap.^U 25^37.) » iiber AttmYohB^wg 
■dl V>rhiltniss xa eia4iider.aii3 aber tuttert Naehriohlea abgebea* 
Sie tbeilCea die.Sebiekaale der fibrigea Kiialeav^tker HJeinasieiia md 
kMian mil den PecsisdieB Aeicbe uater ^faped(N|Mscbe«« dioin nater 
S^scbe Herrspbaft, and' biUelen oaieb Baaiegang de^.^AnUocboa 
dareh iip Rooier einen Tbeil. dea PergMneoaa^obeii Reiohes (Ppljrb, 
eze. de 1^. 2^ ff.)» bh aie null diosen dem R<hiiiacbea*,$Biwerieibl 
wordea. Qie Panpbf lier waraii in ibn^ iSitlea 4ai C^cie^ aetar 
ibaiieb (Strab.' 12- p< 570. 1^. p. 670.)) nabnea en decea Aaiib#* 
rriea Tbeil, and inaebtan 'Aft Se^sUulte.'^ZQ JtfarJktplatnen fKr dan 
Rad» der Cib>aaeben Koraarta (fitjrab. 14. p. 664.)* ihr<^Spracbe 
war waduyobefailicb eita darcb die vieUac^ Berubrangnit barbaiiscben 
Valketn der Nacbb^rscbaft aebr terdorbener-oad kauas- nocb sn er- 
keaaender DfadelU der Grieebiacbea. (VgL AnJaii; ^b. 1, 26.). 
Das Land wird ron Gebirgen darcfazogeii,;*denii' scbon wenij^e Mdl- 
kn Qordlich voa*der*Riiste*erbebt sicb der Taurus^ der auch meb- 
rere aiidlii;be Arme bi^ zor Kitste sendet, Qpd bier^eben den Pampby- 
fisaben Mfi. bilde4^ iiber/dem. ^r aicb mub and aieil arbebi. fiiaer 
dieter Zweige ao der >weatiieben Grense^ in dei« Nabe der ijtir 
scben Stadt Pbaselis , also wohlmit^dem CHpaarx znsaoinien&iingend, 
fiihrte den Namen Sardemtsus (Mela, PUa.)« Aucb bildeter ao der 
dsttjcb«^ar Grenze^ PampbYlIens gegen Cilicien, bei^der Stadi Side, 
da Vorgebirge^), welcbea der Stadiasn. ^. 190. 91. Leu^oikmm 
(Ajnmi^now) y Plikiaa aber Lattba/iii'nennl, .and doM^n aoeh Lrr. 
27, 23. a. Mela 1,'15, 1. gedenken, jedocb obne seinen Namen zn 
aeanen, Mela lassi es falscl)licb den grossen Pampbjl. Meerfiusea 



45) Wibrend dje Lyder 50 1 die Qlicier gar JlOO Scbiffe aeadetea. 
(Herod. LL) ^ . . . . ' . , 

46) Strak 2. p. 129. qiiiebi nor im Adgaaieiaeii^ yoa Paap|diytieaB 
Vargdurgea. 



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;M6 Zweiter Thieril. P«lFti8«he.GeagMphie. 

»ttnia)^^> ^ ^' ' • ^ • / 

I>ie*Flii»se 4e9 Landes in derRicAtimg von W.ntebO.^ 1) der 
Catai^kaeteiiKaivaQdnvfjivSisji. Haw^dwnjgt flbnA* Ptol. Mck 
Pliii./iiii Statfitsiii. §. 300. jEawe^'xTde im Phiral^^.); j. Dideo^ao). 
tin wildstr^iiieii(|er, wacserraicbcT FltissVdar ans dem 'C^bir^e M 
Tertneatf^ durcb'eiMii'ittKahligeii Wi^aarfall berabsttrtfe ,* vnd aiah 
isweimal Qnteir der firde ▼vrbalrg, ehe'er dsMidi -vont, Attalia ^) , ia 
4er Kibfi Vm Magydos (Plol.>«o) at Maaara (Sladiaam.) , sieh n dia 
See ergos6«^). ' 1^).Delr Cestrus id Kiarpoci Slrab. Plot. Nicaiid. 
Alex. 401. Mela ^ }. Ak-say), fSii sebifMrer Phi^ (Mela)) dcr 
ia sildUdier lliebtang aos ileni 6ebirge berabfloss , die, 60 Sud. tm 
'seiDer MiiQidiH)g.(8trab: p. 067.)v^aH aeibeoi ^esdichra Ufer liegeode 
(Mdajt Stadf Peife zQT Seealadt maebte, u. sieh etwas weflflfich vaa 
CaUrrbaetes mindele. 3) J>er Eurym^d^n, (Ei^v f»i^m$f .'^ Siyb Tlnie^ 
1) 100. Xen: HeH. ^, 8, 3»; Strab\ 1. 1. Ux %%: p.^1. Dhmi]^. ▼. 
M2. Ptoi. MeU^ PHn. Lit. 33/41. Stadiasia. $. m.{ j. Kapn- 
S«) *<) , ein ebeiifalla acbtffbarer Flaf<(Stadia'8i^.), der mitten dnreb 
die-Stadt Aspeadus' biadorebflasa'ond'rie zarBeesUdi'maehAe^ da er 
-aicb nor 60 SfiM^.-iHin ifar and idO ShtA. nai^westL von Side id die 



47) y^, GmU ad SUditaa. 1. L p. 556. JUale p^ 196. Sehaan in 
iM freilicb^ da^ aas Apm weissen Vgeb. der Alteo ^U\ gencde eia ^fl^acMiSr- 
sfes <I^ra) geworden ist, Vielleicbt hatte die Nabe de« Flosses JUeias einea 
Einfluss auf diese Aenjdemng des* Namenk. ' * . ' 

/ 48) Diese t^laralfonn -des Namens dentet wob! anf mebren? Mflodnn- 
gen bie, wie -sie^ 4er "Plass aaeb inanrsera Tageo swiaebeB Laara q< AdnKa 
'aeij^. (VgL J^Aa p. 191. a. natea.Nole 59.) 

4d) Nur'Strabo a. a. 0. setzt Om vielleicbt aos Irrtbom wMlieb voa 
Attalia aa. Docb vgL unteo Note'59. 

50) Die Erasm. u. andre Aosgg. babea zwar Mqtylos} die' Cbd4. aber 
sebreibett'Jlf(r^<fo^, was wobl richtiger ist, da aocb Hferocl; p. 67$I (wo- 
selbst Wtu€l^ za Tergleicbea ist) «iD Magydos io Paaiphyliea kaaDt> wet- 
ekes bMisl w^brsahehiUcb das dorcb Scbreibfahler veranstakete'ilf«#i7do^ 
iles JScyl^ p. 39. ist, wo Gail alicb Miyvdo^ edirt bat. • . 

51) Diese geoaeereo Nacbricbten verdanken wir dem* Paul Luc^ 
(Second voyage T. I. c. 33.) ; die Alt^n meiden ons von seinen Qnellen a. 
frOberen Laufe aicbts. ^ 

52hVgl. Fellows Asia mia. p. 194. Es ist wabi derselbe Plasa, dea 
/tolkef^2 St. westl. von Stavrvrs faad {Leake p. 194.). 

' 53) Vergl. Leake Asia' mia. p. 194. Wif erkenaen in diesem Namea 
noeb den des alten Sees Capria (s. nntan S. 267.). ' Gail ad Stidiasm. p. 
559. l|Mt iba diesea Namea ¥oa aiae^ ahaa Btadi (^rfa^ ftbran, van 
der ich nicbt^ weiss. • * 



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8te etffostL Berlibint wwde er durefa den ^nUebeidcftdeii Sie|^, .de« 
CintoB im J. 499. V. Chr» u sdnen-UfemtilMr die* Persia lw»li^ 
lni^(Pl«t. Gki, o. n. 13. ThQc. 1, IM. Diod. 11, «1. MeiaL l.)v 
4) Dcv lf€^*(.SMAa^ r Stra>9, Mela, Plio. SfMiaMi^ §« 193. 94. 
ZoaioHis 5, 16(.; j. 'Mebavgai^) ««) , der sabifliai^ (Mela) Ghreaa^ 
Sass PanphylienB gegea CiiicieiiX^^'^^ii^D'- *• P^* U* UO* ^^ ^^^ 
MiiadaBe 50 Stat, ostliah von Si«e <8l%dfau»ii. 1. l.)i«ttd dem Tgab., 
Leacotfa talte. — Der Sinus PanphyUui (Jla/tiq^iXm n6Xnoct 
fitrab. 2. p. 135^ iP<^^yAiiE^ Sm»? liiv^ 27, ii3. <>«)| j. MB. m 
Alalia), in welehen ^h alle dieae Fliaae ergie^Mn, hatte meii 
ffttab. p. 666 1. Ten Otfcia bis-PtoleiMis ; d. fa. bie. xmr Grenie Paid*- 
pbyKeoA , eiiie LSLoge ven 649 , and rom hei). Vorgeb; bis Olbia enw 
Tie^ von 367 SuhI. JBr begann* sonaefa weatlioh mil dem beiltgen ed» 
eheiideii. Vgb. V-er^treckte aiob aber ^Uieb liocb wisU i&ti Side nod 
du Vgb. LeoeeOa Knans , Vings der Cilioisehen RQsie bis laai Vgh. 
An eB Jw r i nB i. ' Aasserddm erwibnt Strabo in Pamphylien neeb 4eB be- 
tricbcliehen Aeb Capria (Ki»npla) daliieh von SyiUiim mud weetl. 
vem Enrjnnedon » in der Nabe der Kiiete (noeb j. Kdpri)/ ' ; ;•' 

S^adte, lltegs 4et Koste, in der Ricbtnug voil W. tiaob (>. 
waren: LymaM {Ava^aii Stadlasm, §.'294. , bei Strab. Dienfs. t. 
675. imd^Piin. JtvfPff(nf6c^ Lynm$sm)^)i nach dent Stadiata. ein 
Raslell 60 Stad^ westlijcfa Von TtneAofi^ nacb Strab. n. Plin.'in dc^ 
Gegjcnd v<^. .Olbia and atp CaUrrbaetes^ nacb Strabp von Irojani^ 
ftcfaen Ciliciam .gegriiiidet t die aus dem Gefiide^vofi Tbeb^ dortbifi 
g^lachtel wafen *7). ^ Temdm <2^a#ec< ApoUod, ap. ^iepb. 

-M) Vgl. />tfite p. i9«. -• 

5fi) SeiiieF.GMse wq[en eft eacb da« FmnfkyHt^k9 Meer ftnumA. 
ygl.>^eB& 21. \ 

56) &ef7 ad ^ladianm p. 560. gianbt, AiA% aneL bei Scyfar dieaer 
Ort . soirdil, ^als da» weiler antaa (blgende Atlalia, emrllbttC werde, iadett 
'die off^nbarvefderbene Stelle demelbea ■ (p. 390 "l^v^^ilvqs vn^oq 
Aiqala, Tela, ^OXfiiU etc. %o gelesen werden. mllssee ^'/ivfof noki^, 
^01$ fj#r6f^ir<yaT], Avfvfi0(i6g. (eder Jii^pfig), ^uixuksmi^'OiiPia eta. 
Nacb dieser Konj. wiirde freilich ftchoa Scylax Attaiia u. Olbia Debenein- 
inder nennen, ondeeiait die ebea S. 606.'aii%estelite Aasichl'falsdl aein; 
alleiir die ILony sefbaC scheiainiir fa<H;b^t xweifelhafi, tiad icfa gebc der viel 
einfaclieren Eoyead. dea SerfrtMsitii^vfjtfog Av^iwwnla 'OX/f/n etc. (fergl. 
ebeeNete'3S. v.)*nnbediDgt defl Yorsii^. ' 

- 57.) Sirabo L I. erwihac neben -Lyniesaaa 'aacfa nocb ekiea von- den- 
ielbea trojan. Cicilieni dert gegrOad^ten FYecken Tkebe^ aagt aber von 
Mdea Sudten Uoa: ^wia^hea Pbaseila and Attalia toll man each eh 
Tbebe a. Lyraeaaoa seigen a. #. w/* .--.*. 



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268 Zweiter ThDiL PoUliselM Geographle. 

Bye. f /-ftifS. ^) 8uii9i$Dk. §. 203. 204.)^ nabk dm StadiMM. eb 
JKaaldU SO SUd. vm AttaUa* ^ Ottui (t; tM^/« :. Scyl Strtb. PloL 
Plia.), eilie slarke F^stiing (Slrab.) am ianers^ Th^ile.derPapipbyL 
M^erimseoft , weMl. vom Cattrrbactes (Rtttif ) , |;i^wolialkli -«ls ilie 
westL, Gf«a^stattr Pamphyliena angeseheii ,- te die vorlier ganaa^fev 
Offte iiiir Kaslelle wlarett. VieUeiebl war-si6 iiieki Terachiadea von.^ 
UJi0>(A%%aUu,: Strab. 'JvtfiAeM: Ptol. Ael^. Apo8t.l4,!&, fficrod. 
IK ^9. 'Jwkata: JSudiasm. §. 195. 96. , beiiii Geo. Nab. fi; t9a 
^toMa ; nacb j. AdalMi) ^% weldie naeh Stttbo elwas dstlieber 
ala-OUxa lag, u^d erat Tom Attaioa U. PhiUdetpbos , Kooig van-Par^ 
lianas y aiigrle|[i wiird^ ^o). Da jedodfaoStrabd, der-eionge Sebrift- 
steller ^. weldier beide Stadte nebea eiMaader anRibit , Attalia adf di^ 
OsUeile des Calatrhactea aeCzi, Plinins aber Attalia gaaz ubergel|t, 
die Tab. Peat., mid der Peripliis idagegen wohl aia Attalia, i^er kda 
OUNJa keoiM^a, se acbeiftt'iuiter beideu Naman eitte und dieseibeSladl 
Ycrataiideii we»deii «« masaeii ^^) , di^ viellefoh^ Attalas acb^tt noter 
deal (befr^Scy^adlc vonk^akolebdto) I^amefi Olbia yorfimd, ^and-avr 
yergrosserke aad.aacb sicb beaaiinie ^^). Id der NSbe lag 'aaoh 4ai 
yoQ demselbea Kooige gegrfibdeie SiSidlcbeh (krycm (Kwfvuog: 



M) Wo a«eb bemerkt wird, dias die JBinw. Ts^atig bi^Maao» ^^ab- 
read diQ der gleichnoiigeD Insel Tavidtou geliaont'wiirde|iL 

59) Docb Dlc^t ganz an der SteUe der altea Stadi, deren TrCbBmer 
sich yielmebr aach ^eat(/br/ Karaman. p. 86. Wnlpole^s Tr^yeXs in tbe 
Bast p. 257. Q. Texier im K^unslbl. zmn Morgenbf. 183S. Nr. 44. (rergl. 
•aucb-X>«it« p^'192f.) beiai beat. Laara am iWtltdtea Cfe# des GaterriMctes 
finden. Den Widerspruch zwiscben Stra)))», der Attalia Ostlieli, n. Ptol. ii. 
den Sladias/n., die es westl. vom genannten Fbssei, ansetcen , glaabt GmU 
ad Sudiaam.' p. ^9 .sq. dorch die Amahme aatgleieheii za kaniMQ ', dasa 
der Caiarrfaactes, den der Stadiasm. daher woM aoch Keim^c^KTM im Pla- 
ral nemiet' aein Beti>eiilnderl9 and firOiier aeiiie Mondaiig Ostiicb^; sptter 
abar weatl yo% AtVdia gehabt babe. (Vergl. obea S. 266. iHole-48.) 

60).Wir baben untfr AegitflBfl, Tiberiod a»d CaBUDAdns * geprigla 
If Anfea yoa ihr. Sestini de^cc^ nam. vet. ^. 390 f. EekJktl Do^. warn. 
P. I.. Vol. 3. p. 6. Unterm Kaiser Alexins war sie.Htoptstadt ^des westli- 
fiban Xbeils TOO Piuipbylien.- ^' . 

61) Diess ist aiicb Mannerfs Ansicbt 'VI, 2. S. iSOr 

62) Der . Stadiasm. erwabnt zwiscben Attalia undPerge an dar Man- 
dm^ des Gatafrhades aocb die Flecken Jfb/dixAf; (§.* 201. 202.) v..ilf«- 
aoyga (§..200. 20i.), nnd am Aasflnsse des CesUua dea Ort 'iWxmsiifc 
(§. 199. 200.)^ Misurm ist wabncbeinlidi derselbe Ort, d^ I^oL (wenig- 
fltans nacb der Erasoi.. Aasgv) n. Plin. if0#|r/a#,. HierocL p. 679* abinr and 
die Haadsciut. des PtoL M^gifdos^ \u ^cyl p, 3^. Mwnii^ neaaei* VgL 
Manneri VI, 2. S. 128. a. oben Note 50. 



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f. M* PamphyJit. • . HM^ 

Bttab. p. <8r;«^671. Eosltlk.^dDuni. t.MB.)^'); ~ Ay^ iBi$y^s 
8eji. Smlu PteK DioDfs. v. 896. ^ierocL p. 479.), i«iack«n*4eia 
CatecAaolM md Cesinos (MeU) , Oa £M. voft 4e^ M^sdvog de* 
ktzteren (Strab.)i «)^ nieht on^tteftar tm Ibere^f)^ alier, an dam 
tihiAarM SkoflriiB f elege'o^ doeh HafMSUdt; /Wo der Apoatel Paaktf; 
nerst die KiiBta Rleidasieu lia4rat.(Ael. Apoak. iSy 13. 14, 250* 
h fpilarer Zeit war lia Haoplatpdi von Paaphj^lia a acaad a (iiiaaocL 
p. 679. c. Ml. W9$9eL). to iinw Nihe bebad^aiab aof ainlsr AaUbe 
ca altar, k«riEb«ler teaipel der Diaaa ^^ (Scfk Strab.«.Melalt.4i:>r 
M wdabea» jiihrUfihe ValUfeste geMert wacdas^O* «-n Jkfindu$ 
{fjfme¥&BQ^ Tbno. 8, 81. ST. Xea. An. 1> 2, 12. Hall. 4, ft, JOl 
Scfi. StrtJ). ArfiuiB^ Aaab. ly 27. Ptali Dioaya. v^85S. Heh/lm 
ni|u.^tfi7iMif}Mi«7)j j. Miaagair)> naeh Sirafc. I. U aiaagitWtf-* 
karte Koloni^ dar Argiver ««) ; aaf ^iimii. aleflaD Bar^ (Melv Pi»*) 
k dar SlUia daa Saaa Capria,<dia ^ohoo so Xeaopboaa 2eitoft Mttla 
(Anab. L 1.), zwarnichtiuiihiUelbaratti Meei:a, abelr am icbiffbaran 
Earyaiedoii (Plin.) , aar 60 Stad. too der M(indpirg deteelbea lag, 
aad dadoroli aur S^estadt warde (Seyl. St'ra{). II. II.' Zbsiai. 5, 16.)* . 
h ihrar Uaigegaad warde sUrker Octbaa^fetriebeii (l^astatb. ad pio- 
ujs.r. 852. T. I. j^. 265. Benih.). ^ SgUktm \Si}XX$op^t Poiji^, 
tt, 17, 11. [WQ aadra Codd. XvUm^ habaa] Arrian. Anab. 1,26^. 
Tab. Peat , bei Scji. p. 40. vers^hrieben* SiXlof^j bei Ptol. SiXovot^, 



•S)*DacK kaan Mar lMiiph'ei|ia Verwacbaelaag nit dam gkicbaamigaB 
Ortt in Lymn <v^ ebaa S. 260 f.) SUtt Bsden. • 

44) Wcfbalb sia aadi PM.. aatar dan Stadtaa des iaami lilndat aiif« 
Mrt. VAer ilwa Ridnfln, 16 aagL M. aarddttk ▼« Adafia, rgl. F^Umim 
Anemia, p. ItO f. ^ ^ 

65) DalMT i8t Perga aack^Callim. ia Diaa. y. 187. aia LiaUiag»:^' 
■■fcalbiltaart d^r Artemis. . ^ .*• 

HV) Dar Stadiaim. §. 198. aelil iadUcb Toa Perga aa der iLttala svi- 
dem Ceslras aod larymadea eiaen aaait viUig oabakaaalea Ori Na«* 

; Kvwf^^^ap aa. » * 

67) BieroelM keant tie «kM pabr; sia • verbirgi lieb aber maU be» 
3ua uler dem-Namen TrmmyoHs (soli baiuen Pr mup oKs). Weiiigsleaa 
bewwt biar J^iTMaMif , dais dar Bmebafvon Primapofis aofdett^Concil 
a BpbeMs Biscbof Toa Aipandos war. VgL Mkmmrt ¥1,2* 8. 125. 

' 68) AaMlaad jadad^ itt as, :dass Aleicaader keiMjeriecbaa daeelbit 
ted, imdaacb Scyl^ der doch toast die griech. KdoaiaB geaaa anaag*^ 
baa fflegt, aicbts'Vonr ibvem griecli. DBsprunga * erwabat Daa sia stack 
berolkert war^ beweist .aacb das voa ihe m einem eiidiAiauaaban Kriaga 
IV 2eii der Saleacidea gasteHta KaaliDgent Van 40(M.HMttla& (Balyb. 
5>78.) • ' '•'••. ^ . 



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tf0 Zweiler Tb«il. P/ifiCiscbt .Creo|;raptiie« 

bei Wdroel, p. 679..1I. Vorphyr. mF^aUm.AjiiM,JL^pAOL^ 
Svk($in¥, vnd bei ISleph. Bfs. p. .^, 2vXBiaif).i f^t iikki oiib** 
4eoteiuM and iihr fbsie Sladf (Arriu. 1, 17.) 7«>;aaCcuiMt fi«rge ^i) 
swiscben Aispendas amd Side, 4» Smd. xon dw:See*(SirabO ''')'^ — 
SMa iSiiif^ Heeat 4r. 290. SeyL Polyb. 5^ 73y 3. 4. Slnlr. Pans. 8, 
28,2. PloL Stadiasai. $. 194. 95. Lir. 36, 13. 37, 23. Mela, PIiii.» 
dieEiDw. Xfd^r Arrian.l, 30. Si4iUe^Uw.d&^Ja^^}iim%Ato- 
Ktfobe Kidimie , von Caoii atia gefprteda <8<7k Sirab. . Airiaa* I* l-X 
50 ^d< wesiL vom Fl. Mi^a aad 350 Sud. iron AiiaUa (SiadiaMk 
$.1040', mil aiireM^ gaten iidcii (Sc^i, Mda. 1, 45, l.>9 dea die 
Saaraabar besandars.zitr Erbai^aag uad AiisrfisUm^ibrer S«biffbb#« 
mtztelL :(Strab. p. 604.). Dieoe ^r luitbt ubedMtayde Stadt ^air 
ein HtapUitadesiCnltas^der Mioeiir^ (Sirak) l^) imA AA-apaierMrJLelt 
BaapUiu van Pfoiphylia pmui (Hierocl. p. 682^ ibiqae^ fFm^)^ 
Nacb ibrenMiiveD aa icbUeaaan^^), wutd^n iaibHiadb^fMupiafltaacbe 
T-^ — — - . .• . ■■ . . : .. - i ^ 

69) Vgl. ^ast. ad Greg. Cor. p. 22. , ^ ./ 

70) ^o daes sie Alexa^tder be; seiaem.lreilich pilfertigea Zuge aickt 
einnehmen kjonnte. \ -^ . 

• 7l) Sfckl^ Hatfdb. d. alten Geogr. S. (H)2. leitet'daber Arbir.NameD 
vom semitlsekeB ^b (efRdbeo) a. nbbb (Brhabuag) ab' - ' * • ' 

72) B^ $tfa£o febU freificb dir Name der Sudi dwrcb eb Vereebes 
* 4er AbicbreibeTii es ist jedocb -uastreitig' aacb .Tiolli^^ itnUf vijitiXrj der Name 
^vAAm)!' binsazufligeo (v^rgl. GroskurtPs Note. Bd. 3. S. 72.), obgieicb 
nrdbt zu l^ugnea fst,'. dass Slrabo der Stadt so cine etwas aadre Stetle an- 
waist, vab der Stadiaaii. (dem wtr obea gefolgt'siad), aaaiiiicb a^estL ?om 
Eurymedon in der Ntthe dea Sees.Capria, awischea P<ei|^ a.^Aspebdils. — > 
FBUomiAsiaLWMKf, 209« glaobt ibrt anbedqaftaadoa V eiae.^ptleHi Ent- 
alehiiii§; vysfra^eBdendgLaioiBa (von 2 Tbttnaen' u. a. w.) aaf etiieiia^elfligaa 
HOgei mitten in einem Walde and einer Wildniss nOrdtkb ¥0n Xef^ala^koi 
-^viHa^ea. PddnelUaiia'.a* Side) ge^den*za babea, ^Uebrigeaa ve^ aacb 
Leake p. 195. — . Der Stadiasm. §. 196v setzt 109 Stad. tetiicb vaa dec 
Mandaag des Eurfmedon a. 80 Stad. iresll. voa SidoraiaeB aoaai vQlNg uir- 
bekaanlea Ort SeleueU aa; deao ait Umreeb Udelt ^ailwi b. L^.. 538. 
die ganz. richtige Bemerkang Manner fs VI,- 2. S. 124., ..das^ dieaer Orl 
aoast nieht vttrkomoce^ b daa von ^i/aagj^MMrtea Slellea ifl Aetail voa 
Seleucia in Cilicia aapera^ie R^de. 

73) ibre aoeb vorbandeneA Uebanraabe werdea aacb 4Mke Aaia Mia« 
p. 199 /. diirch eiaan krtbwa der TOrken jetai Eaki Adalia (daa alta Alta* 
fia) geaaoaC, -aibgleidi var 150 i. Ha^ji &balfa aadb ibrea^irahreB Namea 
Side kanaie. Vgt. aaeb Feihwi Aaia mia. p. 201. 

74) Wesfaalb aacb die Mttaaen dpr Stadi das Bildniaa dieaer G(»ttia» 
eiaaii Granatapfel ipldri) in d/sr Hand baltaad, zeigle. 

li) ^ciAe/tfoear. nam. Pc L VaL 3. p. 44. 161. S^Uai i^m. aaak 
veU p. 392 f. Spankem. de oaa et pr« num. p. 8!7[9. 



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ispetdtt, gutQtf Pel (JSttamUi. 11.). -^ Gbpta:(w€t JSifivQiLi, S^fl 
Plii. n Sm^bni. §. J«l..^ i'Kv^iQyii)r. eiD.fiwUU ap der 
K^it^^)\ 59 Stiid. QS«Mfr Y«B Melts oad'SO 8bd, weallieh'vovi 
VorgeUr^D Leivsidla. (StadMnn^), das swar Straka niehl ak J>e8bo« . 
dent Ort^ei^abiil , das er alf^sr do^ -geiLaiiBi^ bahte onus ^ da c r 14* 
f. €67* 44ar Koale der. JUaiiifihi Cdfcyratea (ij Kifivfawi^ itOQicdiat 

lefaen- dbm Fl. lldaa itisd ^<tir CiUeischen GiieiisaUdl Xibriwesiam^^ 
' Tidkiokt voft AegTplern aogelegi^ die tor. der. Yeniidhtdiig ibfear 
Sliatea voa den Roweni aaf kvtrze' Z^tBeailamg&ik a» ^leier tUkXtn 
trUelten. Dock ged^okt aosser Sira&o Nieaiarid di^er klisiaen fiudU, 
DigegeAsetitder StedilisiiK §.189. fO. ^ans liadieselkQ'StdleeuM: 
Oti Jagae (i^^oi), 4|eii' s<^at Nkw^bd kfikioM^). -4 ^noMtm 
CAmiiior)^ ^ bios Tom Sudtfiafli. §.: 188« 89. trwabtttoa fiMldl^ 
70 Stad. (Mh van Aiga not 80 westf. v^n Coracaaiam ^% 

{ijKdinkk: genaner gc^ctUtdeffl/roft SmsjI. ^. 40. Stirab; 14. f.. 
668. Pul.^ 8. Mela 1,13. Plin. 5> 27» 22 ff. Sudraam. 

J, 143 ff. Hieracl. p. 704 ft 708 f. «o) vgL anch Died. 17,. 33. ofid 

-I ■ ' II II ■ I ■«' * . » .' ' •• ■ 

76)^aehPloLjeda€b.!^JIeildnypndar£tt§te4M^;firat. ^ 

' 77) Jedoeb nichl ganz ^ dersejbea SteUe, wo der Stadiaam. §em 
Gykeraa aosclzt^'SoniefB wesU«^ Vom.M^laSv awisefaea dieaea n. der Stadt 
Side ; woraas jedoeb nock alebl fb^, daiu Strabo ge^rt babe {wie Lenie* 
^ 196. aflniaimt)^.da die Sudt aelbstastk vom Melas liegen, ibrGebiet 
aberticb aneh westl. fib^ dan Flusa bmaas erstrtek^ koante. (Vgl. £giii 
ad Stadiarai. K K p. 556.) Hit Rcieki aber kilt .webl ^^dake die y^.^sm^ 
>-/ anf eiDeni. flOgei 8 U^Hd: vM-Melaii a. 4.M. n^. voa V^. 'Kann 
kms gefimdenen iUainea ite dieTriaaier voa Glb^.. . Uebri^s aelat 
dir Stadiasm. §.;i92. 93; zridaeheo.Cibyra u^ deii Jfeki^ id9%^ Sui. vea 
bliterea, eiae^aoaaiiabe'^aDnlaaTeBpel der Diaaa an. 

78> Da* der Stadiasni. Ptolemais nicbt erwabnt, so vermntbet L'eaJte 
p. 197m dasB es gar niebt jm. der Kfi^te^ Bou'dera ^twi||.landeil waits an 
irfaea kknen Kasieaftiiise aa der Stslle dea heot« Alara gcdegei babe. 
Te»g|. andb ^^oi/ a^ SladUsm. p..556. o. vi AUk^t Waltfdwtea S. 384^ 

79) Ba der Stad. sagt*; \Ako ' Kxh^anfiGiov eig AvwtjfU¥ inl x^^ioif 
'Jn^^ov aku8. jc, ao gianbt 6kfU p..556,, ^aai Aaackun^nkbt an der See 
gtlegeB babe a. AoBasia seia HaXeif gewesea setv Uebrigeu vertaatbeier^dasa* 
dietesAnaxhai BfebtvertcbiedeB set yoa Sirabo^s flaaaxvavWekbes dtaaer 
Gfitgrapb Aar ans Irrtbnm Mliisk' van- Coracesiara (also in^Cliiiien) anaOMsew 

80) In wekker lemei^'Stelie adireSudte Gflieieast.beaanderi^er 
airdKcbeii Tbeile, car !ffii«^K^ 



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tihS* Zw.eiter TheiL PolitiiE^eht Geographie. 

Ort 9r^ ff;),,its sdMstUeliste RiUUnlMa % Ueinaiialisehn 
HalMu^L GroozeD : is. W. f anlpfiylieii aid' PWd^ett , ton %iekbM 
LSodBrii es der PI. MeUs' schied ,« Ie N« das TaiiniHfeb., wddwt 
die Grense gegtt Cappadodeir Mdalej is 0« JLimenia nuoor «ad 
Syrien, voa 'dttn et der AvaBos iremie, in *S; der BOPASdiickate 
Tb^il de^ MHCelUwi/M^Fea, oaiBentHoh das Mare ^. Fmxm CiB- 
cum (vgl; efien 8. 21t) nnd der latiaeke BIB. LaBge von Wl nach 
0.90 1 iKlllei'e Breilv 10 g^M.*^), Fftcheniabatt weirigat»a 600 
. DM. ^^). Gs z^rtel in 2 Tb^le: t) Bis ^^eMiUcke ^AsrvtanajC^ 
IMm (f! tSlmc tLiUni^t Ptoh od. ^-, n^tus Hik^t Sirab. ^ fiS6. 
CiUcU v&mpe9iri9r Carl.' ^ A. *^)^j. Ad^e)^ 4» h. die grSasvre 
ogaiehe Htilfta, tm SyHeai Grenae weatlieh Us za PL Laim 
(SMb. p« 671 «) and.bia mr Landspilze ZepfafHain kd Cory«aa 
^toL) ^) , {Mugs der l(<tete gegep>30 M* lang , imd JS) das mui^ Cif* 
licien (ij fpax^ict Kfi Strab. K 1. n. p. ^1. PtoL, C. ^spermz Mkk 
Uos Tracheotu (T^piAuit Sirak. I. 1; u. |^ &!l^ ,« tei Serod. 
2^ 34. 1^ oQBivii Kiii^if] I j. Itacbil), die kleibere wirotUcbe Patfte, 
yon bier bis zur Gre^ze Pisidiens ^nd Pampbyliens , etwa J20 M. 
lang'iHid 'nadh aMen lUdbtallgeB ^vba Z^ceigen dea Taania dionab- 
sahaifttea*^). D«s ebeiae Qt. War^ b^s6adai« ill dar bertticbeii^ 12. M. 



81) Dock ist.die Breite sebr yer$dueden, a. tSievbaapt sebwer za bl^- 
stimmen, da die tfardKebe Grease dps Ludag in dea raaben Gebiiwek des 
Taara^Jiie gaaz fSMt be«timiat- war. Am tcknaktea ist Gil. m deia Slnebe 
■ifdll aber Tarsas, wo die Breite -kaara 7 g. M. belrigt, fua brailesteB '(» 
Darcbsehaitt 16 g:ll) in seipeD <tolficbem Tbeilea. 

92) Frflber reebaete man aadi etaea grosaea Tbeilvoa Gappadaden 
arit an {Tdieiea^ n. daber bat lei^res bei^tod^ % 49. eiae arettgrAsaera 
Aasdebaangf ab^abe^ aagegebea,- inda» es ai^rdfieb wait IftarJaa Taaras 
Waans, and aordastlick M an dea Bapbrat reiebt Es batte ia jaoer.Zak 
elgeae Knni^e (Herod. 1, 74; 5, 118. Xeai An. 1^2^ 20), die aber aaler 
IWb, (ttMimscbaft staadea j -wie frOher oater AssyHseber a« Hediscbar. 
Spater worde, es dar MaeedMiscbea, dann.der Syriseben Herrsobaft a»* 
terworf^. *' •:.-..> 

. 88) Bel Scrii^. p. 671 . ancb iJ aXkti K. n. n$Ql r^p-VwrSp. 

84) An eiaer aadera Slelle p. 668; blset es Strabo ?en Issa^is Soli 
peicbeo. Geaaaek* aber bMbnait er p. 671. den Lawps ,,zwiftdieh Sofi and 
Elaassa'^ als Greaze. * : * » 

8&)*Nar das e%eatlidie Cifieiea ward, aachdeai die Rttoier aebon 
dareb dea KHeg. ^ Servllins g6g<n» die Seerflnber-iai. Jabire 70. fiarran 
eines Tbeifo Jes.Landes geaidrdea, naeb^valiiger Besiegnag dar Puriment 
so wie des Mitbridalesmid TigNaaB, darcb Pdowejas in dea, ^.67. and •& 
▼. Gbr. raaiscbe Prdnna (Appiaa. MUhr^ e. IM. M8.Vdas. rai^M Ciliciaa 
dagegen ward voa dan RMmM bdMrtzli'am time Baod^'">r -^#> n^i^amt* 



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- §.67. CiHcif J73 

geo^smEbcM- siriieliMi Tafsasnal Ml|)simtfa; cm^ilkenHis fnkehU 
teres hmtti (Xm. Aa. 1, 2, ^: J^trak l/t; Amniiaik 14, 8.) , A9 
aHe Aitn YOU Gttreile, aiieh Hirse ,' Wein, CM ia Menge bervor- 
kNebte utti ind^r Geffend von Corjcus . atioh rortrefliolieii Safran' 
(IHiii/21, 6, 17. Lucr. 2, 416*.) «rze;ig)6| do'chaEck ilas raufaa Cil. 
htUewenigstens einj^al^e geifeegntte TbUer («. B..bei Seleqcik), Hud 
dieBei^e*des8«lb«tf wiutui mit den herrikhsU;!! WaldnngeD, besotp-' 
deraaa^ mli Zedficn n.^annett^^besetit, ond liefertett-alM trelliehea 
SehifbafdMb. (Vgl. obeB^.^.): Ms Prodakt der gerif^geB-Infesirie 
Ciliciens'wM nameatliph eine'Arl FilsUeh ao^ Ziegenhaar^B er-* 
wibat (Aristot. k. an. 8, 28. Varr. H. H. i, 11. MaAlat.^ 14,. 140. 
PbHarg. ad Yjrgv Geo.^-313.). Die Xrfibi^ien' fliiiwohneis we- 
nigstras djes eigeatliehe* CiQdena, CtUo^ {Klhiji KD^wt^ :' VLtfi^ij. 



linge- durck SchenkuDgen von G^biet za belohnen,* sq dSiss es hier selbst 
one Zeit Jang eigene Behcrrsch^r , von Obercilicien mit'-kOnigl. Titel gab. 
<Vg!. aKerfc. Sttab. 12; p. 53i.;i4. p. 676. Dio Cass. 41, 63. 54,^9. 6P, 
& 6fv2. 7. Oie. ad,Div. i:5, 1. Justin. 37, i.> Voter Tk^odosios H. 
faid eiiie ^e«o fiintkaitiiDg im Laades SCaa.'.(MlJala ebi'^ I. XIV; Tboo- 
^. iun. 25.) Da^ raoha 'Ciiieieii> welches naterdessen die Jsaqrier' weg-^ 
g^mmeQ batten, \Vard zuf cigenen Prov- Isauria, das eigentlicbe fiiU- 
den aber wurde in 2 Prov-. gethcilt, Ct'l. primfl (der wesllichere TJieil voin 
Vorgcb. Zepkyrium n. Ai^ St. Corycns bis .zum* Fl. Saras) ii. CiL secinda ' 
(der astHchere Th.eil \wa da bis zam AnKinQS ; vgl. Hierod. p. 764.). Anek 
war naeb Plol.'S, 8. CiKcien unter den R^haern in.tiiehrere kleine.Bezirk^ 
^iheilt, namlich a) Cilicia asperfi fongs der Ktiste in der Richlung; von 
W. nach 0. in Selentis (i&^eyrlg) von der Grenze bis zum Vgeb. Anenuf- 
rjooi, aber auch ziemlich tief in^s Land hineia reichend, Cetis {JCrixt^g)^ 
bios der KUstenstrich zq»iscfaen den Vorgeb* Anemdriuni u. Zephyrhim *),- 
n. Ldmetis l^afifOTig) ISn^s der O^tlicberp'Ktlste zwischen dem Calycadnus 
0. Lamas, /f ) Das inhere Laod beider Theile liings des Taurus in deri>6lbenr 
Riehtnng«ber in: La fast's od^r Datasis (^akaaig^ iii anderp Codd. daXu'- 
ek\ dberhalb Selentis, €Aaracine IXagaxtf^)^ oberhalb Ce^is, Z^ca;z//i> 
(JaxaviTig) ia Citicia propria oberhalb Tarsus; and' Bryeiica (^^vtjXtrXi^)^ 
der nordOsllicbste Tbeil des innern GilicienS bis an den Amanus. . 

.*) Da le^o^h Ptof. aoeb ntal^r den 2}tHdten des Itmern. eiti Olbttsn |i} itti 
ipMrstea oordweatlWkaton Tlieil;^ des Lond^s, als in^'d^in BeziHi €eti$ gc^ • 
Ifgen,, flDfubrt (uostreitig dieselbe Stadt,' die anf einer altoa Miinze mit'jf^p I 
Aafsebrifts a^pfQiof ^Olpijvtav pat uiaXas vorkommt: V{^1. ff'^essel. ad Aptoo. 
Itin.'.p> 2l2')j St> -fcheiot es, duss er zwei ganz verschiedeue.Distrikte,- eisen 
afl derRitfC^^aBd den modern nor(fwestl. v^n Lalasis ao; df r Grenzd* Isaoriens, 
nit dcmselbeo Nan^B CeH* bazeVebae (?>: Merkw&rdtg'aber bleibt es imner, 
daM ancb Hueroct. p.^^O^. n.. Basil. vfU Tbecla# p. 8. eioe Stadt Ofbi^ 
(t>^9) aoweit.Sele'acia, laldo in i»m. R i|^ t e n bezirk Cetis, Qi>d io -elorer ; 
j^taz aadem 6egeod erMbneo , als die^ ist , io welcke* ans die von Ptol. den 
Fleckea Olbia b«i^dii{^n Grade* der Lange nnd Bireite C&bren. - . i 

U. 18 



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274' Zweiler Theii: Pblili-scli^ Ge'Ograplii.e. 

7, 91..Tbiie*^;.112; Xcn. Ab. t, 2, 2L 1, 4v 4c Woap. t. iff4.)> 
wKreo woU tsyriscfaer Alikimft ^^^ ^geo jsidi aber^ alt mtk * %tk 
Alexfto^ersr.Zieiten imnier mekr Gfi(Mhi|D l&Bgs ierKSite MimdiAUiar 
von diescr Jillmal^ m die Gebirge ^e9 Taotos * Mriii^k ^ wo ^e vnler 
dem Nameir !eiU4/i^09oii<ilii^*'> stets als freiev ^ubeoicbe 'Bei][^ 
yolker fcirUebteii (Oiod. 3y 55.) M). In raiahM Gl. ^dagegOD w«ihataii 
Siammven^aiidle* der J^sidier and Isaoiior y . die- ^)ei4 dea Zeites dier 
syrificfaoQ iferrschaft aU kvhiie iind verWeg^ha SaaranbiBr )wrtiibli||l 
wardek, mid ifeiimmer '^ane^mander Macbt andlich 4it .foaca^ehif- 
fi|hrt anf dem Miitelttieere getabrdeten aad zaglaiah <iBeiiiidiSUidliG|iei» 
. SUavenbaAdet Irkben. (S)rab. p. .669.), bis ihaea durcb IV>Bpejfia 
das Haadwerk gdegt^and sie s^Mbat.lfaeiU. ve^niefate^, theils in ^ 
Orte des ionern Landes verpfla'ozt warden (Appiao. ' Milbn- c. 92 ff. 
P)at. ^omp.c. 28. Strab. .14. p. 664. 668. 10. p. 465. 477. u; a. 
w. Mela 1, t3,' 2. Plia. 5, 27, 23.). .War ibnen npn aber aoch die 
Seecauberei gelegt ,; so blleben die B^wohner dieser , an Scblapfwip* 
kebi "SO i^sif^heu, G'ebirge,. namentUch dte Isaurier, die aicb das raafae 
Clilieieii spaier aaterwarfen, doeb iauaer, and taa aaf die nenesfea 
Zeiten berab , berdchtigte RSaber,; was an^li eina geaaaere KeniA- 
niss.dieseli Laodstrichs.stets unnu)glich gpma^ht bat. 

Ueber die das Laud. in N. u. 0. einschliessenden uod in einzel- 
nen ArmendurcbziehlSBden^Gebirge isi schon oben im Zosamqien- 
bange gehah^delt worden. Ueber den Taitrus mlt den Ciltoiscben Pas^ 
Sep im N. vergl. S. 4;5. u. 48:, iiber den ^nanus mit'soinen nacb 



86) Obgleich ihr alter Nani^ oacb Herod.'7, 91. 'Tiiaxaiot'w^^ was 
auf eine pelasgisch - helleaische Verwandtsch^Ar hinzbdeuteD scbeiat. Den 
Namdn Ciiicier bekanien sie ersi vom Ph<3oiciier 'Ciiil^ einem So|ine des 
Agenor, der sieh^ zur AuftuchuBg der f)uropai>au9gesendet; mit aeinea . 
Gehdirtea am Fl. Pyramus niederUVss (Hefof 7, 91. ApoIk>d!,,3, 1, 1.); 
welche Sage wenigsCens aaf JrOhe Niederlassungen von PhtkMciern.aa dep* 
Kqste Ciliciens hiddeuteL > H^iiifdr (It. 6, 397. 4i5.> kenDt dor 3ie Gilicier 
im trojaDisctien Gefilde von Theb.e am.Plakos (Ober'welcbe Strabo p.. 221. 
586. 611 r. ^16. 620, 667. 676. u. s. w.^zu veigleiclie!)n ist). Ueber .den 
StreUf eb di^se von den Einwobaern- des eigeatnehca.Cilicieas''berfUfl|BH 
tea', o^fff amgekehri, s. Strab. p. 67%., ^r sich selbsl p. 627* filr die. 
lell^re Ansicht erklart. / - • ' 

87) Diod^ 3, 55. leifet diesen N,amen sel^a ^us d^ 2eifti!n'der fobel- 
baften Ainazonenktfnjigin Ikl^na bpr^ velche dep ^ch ibr freiiiriilig oater- 
werfendfsn Ciliciern dal^ die Preiheit geseiienkrhakea aqU. - 

88) Pie Btf mer onter Gieero^efrfochten zwar feioige ^\tfg^ fiber sie , n. 
nabraeta ihden einige ihrcr Plecken we^ (€ic^ ad DiV. ih^ 4i ad Att ^ 2tf.}, 
konnten- sie aber nie vOUig.bezwiagen. * . 



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§/67. Cilicia; ' 275 

• ' . • • . -k . • . ' " ■ 

Syri6o fUhren^eo Pass^n im. 0. s. S. 48 f. per Taurus biMel bfef in 
derlUcJituo^Von W. naeh D. folgende Yitge^Tft^^) t An^mttrium 
^Avii^QVQiov: JScyl. Slrabr p. 669. 'Stadiasob. §.177. 178. n. offcer, 
ijiv,^^ 26,4. Mbla; noch j. Cap Ane'biar}, die liusserate Spiize Ch 
lieieiis gegea S.,' bur 3^9 Stad. yoti C}7)rui^ entTerni (Strab. 1.1.) ir. 
SOO^tad. von Soloe, osll. nebeo'^em Geb^. Cragu^ (^HQdyod : titrab. 
p. 669. Ptoi.)'.. das als ein abgeris^ner , ntir auf finer Seite nfit dem 
Fc!)5llaDde zasammenbau^nder^ Felsen in^^ Meer hinausra^t ^^'.'--r 
Pqsidium i^lIoasiifMV: Scjl. und Slad. §. 175.; j. Cap Ki2lim4n}f 
7. Stad. westl. von derkiein^n Stadt Mandane*'^). «— uiphradfsias 
(A^oifuiigi Sladiasm. •§* 170; 'rfVowfw /^«iem; PBn.), beider 
gTeichndmigen Stadt., ostl. von der Miinrdpng it% Afelas, fnor 4D 
Stadi 6slf. von dem Notb91. erwahnten ZephyriiJUii dosStadiafsm.).— 
'Mylas (MyXag: SCadiasm. §. 165. 66. Alylaebei Plin; ; j. Cavalie- 
n) ^*); Bifl einetn gtetchnamigen Fteckeo, nn9 160 Stad. weitev naeh 
0. ' — Sarfe/ion (2aQnfj9(iys'Siriih. p. 670- Ptol. Appian.' Syr, 



8d> MaiU^eriVl, 2. S, 83. -scbliwst zwar ans Eivius 33, tO., dass die 
Landspitze Aneararium aucb dentNamen^ eine^ an ihr li^ende'n Fleekeos 
A^jpi&e^> * geffihit habisj allein Livius unterscheidet au^riicklicb 2 Yorge^ 
birge^ indem er erst §. 2. sagt: iritserut^t NepHelida {promontorium Cili^ 

'€iae est intljftutn foedere antiqub Atheniensium)^VLnd. isum §. i. superato 
Jntmurio (prommtotium id ijtwque Ciliciae est)^ upd auob Plol. 5, 8. 

^entferot diQi^lcckea Neplielis'u. AuQimirium 20 l^ui. vep einander. Weno 
daber, diet verschiedciiiSQ Lesarten bei Liviua ganz abgerecbnet, dieser 
Bidit etwa abdrhaupt im Iirtbum ist^ indera dqcb das, was ^er ypn Ab-; 
scbless ehies Bfioduisses sagt {wo^ei maii .^ den von Cimon za Anfong der 
84. OU -mit ArtajLCfxes LoDgimanus abge&cUossen^n Vertrag deakt) , weit 
eber aqf den F I e c k e b at» das V o r ^ e k ^epti.eiis jpasst^ so xnQssen wir 
doch^ wobi 2 Ver^chiedene Vorgebirge annehinen , mid als' das wesUrcbstct 
VorgB. Ciliciens ^usLivl I. l.das Prum. JVe/^A^/iV apsetzen. Oer SUoiasn. 
§. 182. 183* QTwiibnt noch etwajt westlicher nach Seiinus ZM aucb ein sOast 
nobekabbtes Vorgeb. Nrinbaaov^a^ 
. 90) M?Ia nacbt dieses Vgb. fUlscblicb zar Westgrenze CflidOM. 
* 91) WiffHee dstUeb folgen* ^oih v^ Stadiasm. zWei andcrc ^onst Mir* 
geads erwUluit^ Vorgebirge, westlich, und tfsllicfa ^eben ^er MOndung des 
apeh Dor dem Sudiaaiyi*.'bekaBiit^n Fljiasebeiis Melas^* CrMni {Kq(wpoi : 
g. 171. 72.) 40Sud. we^tl. Vom Melas, u. Zepkyriunt {Zeipvpiot^: §. 170.) 
40 Stad. weslli<^ vop. Apbrodisia^. (Das vod Andern erw^kaC^ cilicische 
Vgab. dieaes Nanieas Uegt viel w^ilffr gegea O.: 6..oben 8.276.) • 

92) Ver^,' Leuke p. 205. Gaii ad Stadiasn^. p. $51. #acbt es aber 
wi^iter dsCltch zwis^ben ^plq^i (j. Aghaliman) und der Insel Pityussa (j. Ma- 
aavat). * , • ' ' * ' 

18* 



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2t% 2weiter TbeiU Politiscbe Geograpbicp 

c. 39. Mela*'); Liv. 38, 38; 9. Plm.'cin^SaQnySo^l Sla&sm.^ 
§. 163.; j. Lissaa^lilahpe) »«), 80 StM- wesU/Toa Aet M&nimif 
de& CalycadB^s\uad 120 Slad; ton.Selcucia in Ceds (Ploll)«^. — 
Zepbyrmm {Zsipvqiov s Strab. p.* 670. PM)1. Pytt*)',aii'd€r M&dpng. 
des. C^lycadaua in Ceiis., vielteiobt dasselbe, .W^cbes »acb .Strtb. 
l..It^ a. Eustatb. ad.Dionys. v. 85^.^ gleieb dem w«3tUcbem Yor- 
geb. dieses Namens, aoch Anen^urium beissen soil, uod welches bei 
Pol^b. 22, 26. App^; Syr. 4). 39. u. Xjv. 38, 38, 9i Calycadmu 
{KaXvtKidvo^) ^edannt .wml. — Cerycus (Kvignuos ^ Strab. 1. 1.) od. 
Corffcium(K(aQvxio^: Sta'dfiasai. §. ^60/ 61. 5. nacb <f-^;f^7fe nach 
j. -Kurku?),. 160 Stad. siidl. von der $Udt' Cerycus^ und 20 SlM- 
uQterbalb der bcriibrnten CQrytischen Hole. (s. imten S. 280.)»«). — 
Januatia (lavQVo^ia: Stadiasm: ^. 149.- 150'*; j\ Ka'rada&cb), 
zWiscben Sfallus und Aegaa beim Flei^en S(^irrepoU$.' ^ * 

. Va^i^.den grdssteuOieU^ nur nobedeutejiden., aof deWT^aroa 
entspdiigenden und gegen S^ fli^ssehden, Fliissen des Landea 
sind die wichtigern (in der Ricblang von W.n^cb Q.): der Grenz- 
fluss Melqa (s/oben5. 267.-). — Der Calycainus .(0 KaXvwidvoq: 
Strab.p.670.Ptol.PKn.Stepb.Bye. p. 682., doeb aucb &bgekfirzt^a- 
b/dnu$,^dlv9v4>s : Sudiasm. §. 161. i6i. Basil. vita"Thcclae 1. extr. 
Stepb. Byz. v. 'Tgla; j. Saiepb oder Gbiuk Su)®') j ein bedeutender. 
ui^d scbiiFbarer Fluss (Strab» L 1. Ammian. 14, 8.) , ;der eine Meile 



93) Nach Meld batte es ^nst die GreQze von Sarpedons Reieb gebil- 
dcft.* In der Gescfiiphte >nierkwilrdig aber wurde es dureb den Prieden der 
ROmeIr mil Antiochu's d. Gr.,.wo es neb^t dcm Vgb. Galyc^nu^ zur.Grenze 
des sytischeii Reiebs gemaebt wurde. ^iv. u. Appian. ft., 11.) ^ 

. 94) Vgl. Leake p. 403. u. B'eauforfs Karl6 der S^dktlste Kl. Aliens. 

..95) Oe^licb rom Vorgeb.. Sarpedpn an dec Miindujig des Calycadnus 
ragie.aucb der f^kerr Poecile (IloixlXtj: Slrab. p. 670. Sladiasm.§. MLi, 
aber welebei^ eine Felsen^ppe Toib Vorgeb. Zepftyrnim faacb Selencfa 
f&hrte, in die See binao^ Leake p! 211. setzt dlese Klippe an dje Stelle, 
des beut Pcfrsbendi. ' ,' • ' * * 

96) Su*abo p. 67l.*setEt zwtscben Soloe u. Ancbiale nocbein zweites 
(oder mi^ dayi des ^diasm. di^ttes) 'V^h.^ZepAyrium: ber deir glwbna- 
migen Stadt an (nocb j.,Zafri^?); ond der Stadiasn. §> 12^3. welter Osllicb 
zwisdben <der Mfindupg des Sams u.^Pyramas, ndie.der letzteren, ein sonat 
oabelLaiintes Vor^b. Cepkalus (Ar^6<)[itcAo^ ; vielleiebt riebtiger K^fpaXij). 
Mei^ li 1. d^r neimt (an derselben Stelle.?)^ ti^enigstens zwiscben deoi Gy^ 
dnas a. Pyramos, ' eia ebenfalls vjiUiig nobd^anAtes Vorgeb. Ammodes. i^ 
coeke II. S. 2(55. verstebt unter letzterem das beut Capo MaU^. . - ' 

97) Aucb Ennenek Su.' VergL fiber 9m, Leake \n WalppUi^ Traveb 
S. 239. 243. a. in Asia mifa. p. Hi. Beaujorfi Caraman. p. 139. , 



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jMiMl. .V^ to SurilSdeooia-Traeheary M^esilicfa nt^ ie'm Vgbt 
CoiycJam b4, ZephyriuM in Cetis (FloL^) miiii^^ ^^): — Der Lafkus 
(o 4dfi^\ Alex. Polyh. ap. Stq>h.^£yz. p. 4rl4; Ptol. / kei Strab, 

.p/67t. faUoyich^^ccY/iA^.*'*) 5 nocli j. LaaK>s od. Ltinu2o)\ wdeher 
•Is Grensfluss xwisehen itm nnhea imd dem eigenlUeben Ci(« (s. obtfii 
S^ !^2.) wiebiig, sonst aber anbedeuiend war. jEr diiind^te 2 g. M'. 
vesll. YM Solo^. ^ — Der Cydfius (oKi^o^^ Xeii. An. 1, t, S3. 
Strab.p.672f. Arrian. An. 2,* 4. A(iUaD.1i.an.l2,29. Ptol. Mel.Ptiti. 
Cart. 3, 4; Eqb^. ad Diopfs. v. 868:s j • Tersus-ts«hai io<^, antib Kara 
Su) ettUprittgi aaf dem Taoros (Strab. Arrian. |i. Eustafft. H. U.)*^), 
bat einen korzen, ^Beblangenforinigen,* aber irei^sendeh Lanf, fiifi^al 
BiHen, du|t)b Tarsas (Xen. Slrab. PUn. Mekr 11. U. Diony^ r. 86^. 

. CurU 3y 5. Pvocop. Aed« ft, S.^bist. arc. c. 19*) 9 ii..bikiet rot seiner 
Muodang, 5 Stad. ^unlerbalb Tarsal , Lagaif^ oderden See Bhegtpa. 
(P^y$M^: Strab. L I., in Stadiasm. §. 155« 56. 'Pi^pol)^ der als 
ttafea vonTarsna gebraaobt lariirde (Strab. 1. i.). Cnrt. 3, 4. *rtiiim| 
seine reizendjeti, schatttg^n Ufer**). — In sdnem dsffichsteh Th^ile 
aber wird. Glicjen noch yon ein paar HauptOSs&ea.Kleiuasiebs durcK- 
stromty dem Sarm i^nd fyrumus (s. oben S. 105 f.)^). Voja'.Meei^ 

98) In ibnm verknr^ b^kauiUicb nacb der gewfibBlicban A^mabqie Kan 
ier Friedrich L Barbartesa iiiiJ. 1190* beun Badea sein Labenv Vergi. 
V. Raumer's Qe6c\i. der HohensUufcuL Bdl 2.' 8. 43€. Aip^ 1. . 

99) Dass dieerster^ Poi^ des Karnens die ricbtigere kt, er^ebt^sirh 
oicfal Bur aus der, Uebere(n^mfliong deif Ptol. and Sieph.,^'soiidern aacb 
aitt den bei Ptol." vorkonuaeadeo Names das nacb Ibm banawiten Bezirks 
UsMotis, Vgl. obei S. 273. , . , . ^ 

100) VgL Leake Asia min. p« 214. ' • 
i) Kur Ptol. Idsst ibn viel welter nOrdtieb anf dea Antitiaan^' eal^ 

spffiageo und den Taurus durchbre<5ben. Vergl. auek eioe seltsaaie A^sicht 
des Qama&tes fiber ikip bei Strab. t. p. 47. ' . 

% Seine Brcite bei Tarsas betrug^ 2 Plethra oder 280 F. (Xen. 1. 1. 
Tgl^Dioays^v. 8^.). Ei* bal^ sehr kalles Wasser^ a. gewahi^te daber ner- 
VeoschwacheD upd gichtkrankeD PersqneD ein sebr (eilaames Bad.> (Strab. 
p. 673. V|(nrv/'8, 3. PUa. 31, 2, 8.) Alexander deaf Gr. adber kWe das 
Qadeito in itunfa^t das |^ben gekostet, da er, pooberbitzt^ in ietnejKalten 
Fhlben biyabstieg,.a. sich so eiae geHikrlicbe Krailkkeit zuxog (Arriaa. 1.1. 
Jistiy. 11, 8, 3. Cur^ 11, 8^ Val. Max. 3, 8.) 

3) Die kkiaeraa KjtoteBUss^ varen: a) zwisdhen dsat Melas n. Ca- 
lycadnds: der Charadrus (Xafjcid^og: HecaC.fr. 251. ans Steph..By%. p. 
716.^ j. ILbiiradra oder Kaladran) zwiscben Antiacbia ^* ^lem Vgefa. Aoe- 
norinnif ia jinpnagdui^ (AQVfm/dhg: Ptol.)*)| VermutUichderselbe 

*) Vfelleicbt rerbifft «r - fticb itaeh fa *dem v«rd^ben»Q Naaieo '^yfMtPoi 
in Stadias^, g. HO. 77. Vgl. GaU atl k. 1. p. 154. 



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278 Zweiter Theil. Politisotie Geographic. 

bu s e iL jCilicicBa istWor all«n d^ SimuM, hsidm (6 '[a^tn^'xiJ^imoQ:, 
Siwt. 2. p. 121. 125. 12. p. 635. 14. p. Ji76..68K 16. p. 737. u. 
oaor, MeU 1. 1. Plin. $, 2^ ^ , )>ei Herod. 4, 38. nkc]^ der i^ladl 
Mariandi\s in Syriea & MaQtctvivh^y uiXnqs,^ j* Golf vob ScanderoB, 
jfttt<;h von Ajazzo od^r Ayas) ztt (^wabaeD.,- der den aussersten obU* 
Hchen Wiiikel des Jkiiitelneeres 'Zwischen Cilici^a uod Synea bildet, 
uod ini I>urchinesBer v/m .(for Mundab^ des Ptg^ramii^ bis zar Klippe 
voij Rhqsus ia {Jyrica 8 g. M.-balt*)'. . . 

; Die wiihtigern- S la d te des liaqdes siad : j4) ia piiiciti asperat 
a) KiisUnstadtQ io der Ricbtung von W^ n^ch 0. : Caraessium (%6 
KcfiUx^iTiovt Scyl. Strab. p. 668.670. PJut. Pomp. e. 28. Ptol. Liv^ 
?3, ^20'. IfijBropl. lu 682. Sudiasm. §..161. 162.; j. AFaya)*), dcp 
wesilicbste Ort CiUcieiif , 820 Stad^ von Anenmrium (Strab. p; 669.), , 

Flofib, den Plin. 5^27s^23< tinter AemN Amen' La fgsis ans Isaorien kom- 
Bien n. beim Anemuriaqi sieh mMiiden Usst^ j/Direk-oadasi*) tf^tlioli vom 
geqaaptep Vgb. ,bei der Stadt Nagtdus ii^ Getis mUndend; eip zveiler ife« 
/a5, djer sicb ^fplge ^es Sia^iasni. §.,171. ia der Nllhevon Aphrodi^as^ 
40 IStad. von' einem ebenfalls sonst unbeKannteaV'^gebl Crauni {K^uvtbi) 
milndet. (Vielleicht-'der kl^ine XUstenfluss, def jetzt in die Bai Papadula 
filllt^ V'ergl. Leake Asia min.' p.^206.) . h) Zwischen dem <^aIycadnos and 
.Gydnns: Lamus s. obea S. 277.; Liparis (Aina^g: Gallim.'fr. bei An- 
tig. Car. c. 150; Plin. a. Vitrav. ^ 3.)'ein bei 86ld6 vorbeifliessendes Flfiss- 
ch^; Jnekialeus, (^^ucXtvg: Steph. Byz. p. 19. Kistath. ad Dibnjrs.V. 
875.), 'der seiaea Aasfluss ioVMeer bei Aachiale hatte. e) Zwischea den 
Pyrasas'^aad^ der. syrischea Grenze s der Pinarus (nivagog : Strab. p. 
67*. Polyb. 12^ 17, 8^ Theoplir. b. pi. 2, 2, 7, &, 8, 2. Dionys. v. 867. 
PRa.), der aaf ddm Anianas • eatspriagt , aad sieb in ,der Nshe voa Issat 
(aacb Tbeopbrast f^schlich ^bei Soloe) in den Issiseb^n MB. ergiesstf 
der Versus', (K^Qaog : Xen. Anab. 1,* 4,' 4, ; j* Merkes)**), der mitten 4arcli 
die syriaebea Plsse (s« obea S. 4^.) sich'-in den MB, von Issns etgoss. 
Der Chitn^s; lAfcus^ j4ndrieus a. Diaphanes^ vior bios voa Plia. erwlhate. 
Fliisschen, ^n denen >er die beiden ersten zwischen den Pyranras and Pi- 
aanis-, die beidea lefzlera^aber zwischen die^ea add der^yrischen Crrenze 
aazQ^etzea scbelat. Scylax p; 40i. a. 41. erwabat ausserdeia aoch einea 
Fiasa GiKcieas Nameag^ai/zazo^: : . • '-. 

4) tJeber die-liedeatenden Verflnderun^en, welche die'Rttste dieaea 
Boseaa 4ni Laafe der Zeiten erhalten bal, vg1.\ffen2re// Illustratioqs of the 
exped. of Cyras etc. (Load. 1816. 4.) p, 38—59.* a.' hitter's Erdknade II, 
S. 463 ff. Dass Herpdot a. andre alte Ceographea' iha yiel ^a weil a^ta^l, 
biaaofeogea, aad ihnr dem Potftas Ear. za sebr aaberten, habea wir Bd. 1. 
S, 80. Note !^5. geseben. - • 

5) Vgl. BeauffiiH Caramaa; p. •106 ff. Leake Asia mia. p. 125, (der 
^8* mit Gibraltar vergleicbt) a. t^. RMter^s Wallfehftf a Sr 9^36 f. 

*) VgL k^ahe p, S09 f: Nafih Beat/{fort j. Omes&y^ 
'•) yfSl Poeocke J[. 3, ?57, », Rennell Bxped, of Cyras p,. 511 ff, 



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• V V«7'- tilicja. • Z79 

I * * ^ « 

eihi. fester Kt9t«n atif einemstefttn Berge ^)) mit fitaem Bitfen (Strab: 
p. M8*) , Wicbtig 'als Witge and tlaiiptsitz, di^r tiliciseboi Seerao^ 
kerei , ipco aacb die SeeriHber-den "afiriickeDden Poinpejas ^rwarteteB 
(PIttt. Ul). --r Selfefa (SeXivovs: Scyl..') Strab. p^-669. ») ul 682; 
PloU Dio Cass. 68, 33. Liv. SS, 20: Ptht: Lucan: 8, 260r Hieraol. 
p^TW., ifll I^Qidiasn* §.*183. ^.'ScJ^vovqi Docb j. ^elenti), eine 
ledeatende. Seestadt in dem nach ibr . bcQannteh Disuikie Selentis, ' 
a«if einem stejlQn,* gWiratentbeiis ytnn Meere omtlossenen Fekeo^ 
iS g. 'M. ytm der Westspilzie Gypernisr entfernt (Strabc^ 682. Sb- 
liasm. I. i.). In ibr starb in J. 117'. n. Cbr. der Kaiser Trajan,' wes^ 
balb sie auf kuHe Zeit Trawndpolh biess. '— Cdenderis (KeXtivde- 
Qh: Scjl. Strab. p. 670.'-Ptol. J6sepb. B. lud. 1,^20. ApoUod. 3, 
14, '3. Hela,* Ptin.*).Ttfc; Ann. 2, SO.Vbei Uierod. p. 7fi&. verschrie- 
ben JffsXeff&lQ^ ; nocb j.* Kelenderi.od: Kilindria, bei den Tiirken 
CiOlnar)-^^)', eine von deib Safdiem angelegte (MelaV^^) ubd galb«^ 
fesligie HafensUdt (Strab. 1. 1. Tac. Annl^, 80.) in€eti» (Ptpl.)^ der 
m<!ineii Insel Oaiiibtisa nefdwestl. gegeimber (Stadiasm.) , 22 MiftJ 
westlkb TOn Sflencia (Tab. Tent.) ^^y. — Seleueia Trachea (ZeXeth 
teio.i; vQajl^a^ Alex, polyb. ap. Step^. Byz. p.592. S^rab. p. 670. 
Ftol\ Ammian. 14, 2. , bei Plin. Seleueia stipra Cdlycadnum , 7Va- 
ekeeiis*cogfwmme^^)'j j. Selefkieh) ^^) , vom Seleucns Nic^r'am 

6) Didier 'sie z. B.- im Geftlbl. ibrer Sicberbeit dem Antioch^ d. Ar. 

aileui'ifare Thof^ VMrsebloss; als sicb scboD ganz Ciltcteo ibin'iinterwoiieB 

^tle (Liv.M; 20.), uod spflter dem UsMrpator Diodotus.Tryplioi^. lange 

. ab Sttttzpwikl g^fe^ Anfiocbas Vil. dienen konnte (Strab. p. 668.). r 

. , 7) Der sie zur westlichsten Sladt Cilieiens nacbt, da er, 'wie Ptol.* n. 

Hieroeles, GoracesiQm 's^botv naeh Pampfiyli^a setzt 

^ Wo d|e'gewOhulicbe Leswi* 2leXiPodg notafji6g gewiss in 2!. noXtg 
n iwrwaodein isl/ da senst Niepiaiid einep Plass dieses INaiitens. in diesef 
. Gegemi keant, niid.Strabb. selbst 8: p.- 387., wb er afle ihn bekai^nten 
Flltose dieses Nanens 4nfzSbtt, Tod einem Cilidscbeii FJusse S: nichts 
wmas. Vf(i. Groskitrd UL 8. 76. 
' . ^) Welebef die repe Ceienderttis eum, oppido erwabnt. ^ % 

10) Ueber ibre Reiaen vgl />a)^p. fid.f. . .' 

if) Der-Biytbe liacb aber,' die einen £okeI des Phaeton, Saadocos, 
ak ihren GrfUider nenAt^^syriscbeA Ursprnngs. (Apolled. I. 1. n. Ae^a.-Heyn, 
p.- 823.) ■ . . 

12> Artenhiilor (bei Str^ p. 670.) litest erst ipit ibr Gilicien beglnaen.* 

- 13) Anf Minzen aas spflterer.Zeit, wp ein Theil'des f^&em Cilicieas 

m isaflrie»g6b0rt)a,-ab Hinipistadt dieser Prorinz (lO^roel. p. 708. 2eX€v^ 

*Ha ipfTQinoX^^ n^aXif^ t^g inagx^ag'/aavQiag) adch Seleueia Jsaurme, 

, fA) Smm^i^tu 9uh^ bad ia^ Rninea der alien Sudt' am i^schtea Ufer 

des P his esi 



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090 , Zweiter Tbeil. . Pblitisobe Ceographie. 

Galy^DOS XSudiasm. §. lCil.)veio« Itfe^Q nordl. Tw,8i6i««r Jlijiii« 
diing ^^), gegnmdet nnd iiiit den Bewohti^jrn Eleioere^ Na«hb«rfttMte, 
OQmentlich Holnii .(PUb.).^^)i .bevdlkeri; unf/tt den IQ>n\6ni. eine 
(reie^^)y sebfODe and Uiifaende Sladt^*'):? mii eiii«m^ dem Sarp^d#* 
nischen. Apollo feweibt^n .Tempel (Strab^. 1. L .2osjm..i^ 57.) ^^)« 
Sudltcb von der Siadt war dcr Fehenpoecile (s, obenrNolerSp.) ^). -rr 
Coryinds (Kvigvudg: Thuc- 8,. 44, »3*. Cic. ad Div. 12, lasMdn 
Plin. LiV: Z3, 30\ 4. Eatrop,'6, 3. HierocL' p^ 704.(4> Korko^ 
Korgbos) ^') ^ oaiob PtoL 10 , 'i^ach Tab, Pedu48 MiU. v^ SekHoit» 
aof Bin'er ^dinalen Landzunge (IVlela), mit w^m*H^eu jand eiaec 
Rbede; J)is zu den Zeiten.*.dec ersten i^m^^Kaiaer nor! eia FUckea 
(Stadiasm. §. lOp.)^^); spater ab^i^ eine grosse q»d.tercb Handel 
bluhende Stadt (Oppian. Hal, 3, 209. JMunzen hti Bchkpl % lU. p» 
. 53.)^ wesbalb ^uch Merknr ihre HauptgoitbeU w^. '2wan2ig-Su4» 
nordl. YOi^ ibr be&iid sibh .*die sogeuannte CVi^ci^cbe H5le (i^io'fpti-^ 
Hioy avy^Vi Apollod: 1, 6, 3. ,CorycQ9 y^ectu: Plia.),.d. h. tkt 
tiefes^ von scbatierlieben Fel^ea rings omscbloasenes TW, iawel^ 
cbem de^beste Safiran Vucfas^ den die Alten kanntca (PUn. 2^^ 69 
17. Curt*. 3, 4. Uor.Sat* 2^ 4, 68. Martial. »> 39, 5.]^v. nut einar 



15) Wesbalb es aacb Pti^l. I. I. zn deh Sudten des idtern Landds a. 
ziMr 20111 Bezirk Selentis reobnet. • • ,• 

. 16> Weicber dafaer sagt, dasi 819 eipst ^o/mtageb^iAfaii ; nnd ttca 
das TTolltfi wobl aucb Stepb. Bv;B,>p. 592* s/cbreiben, vejrwecbstite.aber diet 
^sen j^amea mit d^m einer.andern Ciliciscben £^dt, m litest soaadi Sdea* ; 
ciaeioH den Namen 0/^/a gefiihrthab^a* ^ 

17) Vgi; die Mflnzeo bei EckAelT. III. p. 65/ .. 
. 1^) I^her oennt sie Aromiau. 14, 2. die ^IQutter der SiSldte^, ^«. be- 
ijcbtfit, d^sa fsie eioe Jamison von 3 Legionen balte. Ancb die Ki^dienr 
sehriftsteller bUsen sie.duYcb Scbtfabeit iL berrircbe Lage^in eia'er 0HMeral 
fracbU)areA Gegend mil Tafsas^ um den Vorrang streiten. (I'bsodoreL ' 
bist. eacl. 2, 26; BasiKus in vita S. Theclae 1. I. vgl. fFessek'ng^ ad flie* 
rod. p. 708.) Als diese ganze Gegeiid in die Hande der i«aarier^tfallen 
war^ w^rd sie als Hauptstadt vdn ganz Isaufien angesehen, .. ' 

10) Die-Sitten ibter £idw. sollea nacb Strab. p. 670. von deaen d|er 
ilbr^gf n .Cilicier ui Pampbylier sehr verscbieden gewesen seia* ' 

20) Der KUstenstrich zwischen Seleucia a« Cory ens tiess naob Afte« 
midor bei Stepb* ByZk p.^ 72.6. WAvdqno^amav* 

. 21) S. Xttf^ep; 213. Vgl. jedoch (^i7 ad Stadiasn, p^ 546 f. Uebn- 
gens, ist sie'nicbt mit' der glaidinamigen Sladt Pampbylians 9a van^afiiwelii 
(s. oben S. 2^8.). * 

' 22) Surabo V<9ttt ibn nicbt -^inlnal ak salcbeni aoadfrk 9^uiai mr die 
Landspttze ^prycus. »* * 



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. §.67. CiUfift.'. > . . - 2M 

wifk^bea Ffriaenhfile^ ana webber.eiki fiiessbaioh {nvng^^ffrnff ge»- 

Miiiit) becForbratt^te (Sftttbv p:670f. 'Mda/''*). — £/^a^ (EXiowh : 

Sirab. p.*67i: Pljn.vlm SMitm. f. 190. 'J^Aac^ff^ ).. A]«6k>» aiif 

eiflor'der Kijste gaiu tiahea JbacJ (Sirabi) 2'*), Dur'eui patf Jleilalj^ 

VOID FIttsse Lauitis^ and jiaeb -dedi Stadiasln, 190 Stad. wu^ iSolpe^ 

VOID KoBig Ai:ebelad6 voa Ca^^ad^cn, deai^die Bo!toer -aach die 

Herrschpft jiber das n«ibe Cioitieii gegoben b^tMi». aUaeiae XesMtaB 

aagalagl (^(rabu) uqd deot Kaisaf zuEbran S^tdsH geaaoni: (£^/^ 

arf : Joaeph. Ant 16, 4. PtoL Stepb/ B'^s« p. 2^5v fiUero^I, p; 704» 

C«iic« Chaloed* p\ 126.).9^). b) Bet ionere Tbeil des rmtbea CiKeicMl 

eatUelt Uos Ueanere und aabekanate OrW (s. Nate 4ft/). B}mCilS^ 

m propria: a) Kustetistfdte id derselbaa Richtog TOflh*W. liadi 

O.s Solde (Si^qirHec^n fr> 253. Kphor^ fi(. 94. t^as Harpocr. r* 

2^;u>i, Tbaopbr. b. pi. ,2/2,7. i^ 8,&.,Xea.Aa. 1, 2i 24. Suab. p; 

Q7L Dvonys. y.. 875.. Arriaa. Ad. 2, a« StadiaaJD. §Cl}8'. Ptol* 5, ft.. 

Soloe:' Llv. 38, 2. 37, 5ft. Mata^ iP4iir.£iaw.. JSbAar^j^"), eio p^at> 

Meilen Sail, rok Lanas^ -500 St^.; WasU. toil der Hjliiaduag dei| 

Pftajfeva (Strab. p* 675. I^tadiaanh •§. ,1&4.) nod abe^ m wait oattv 

Tam'Vgb; Aaeaiarijiai (Stcab. p. .Q69I.), aligelegl.von.ArgivKrn aad 

Liadiera vod iUiadas (Strab. p. l|7i; ATela), aioa bliib«nde.Stodt ^^ 

bis awr Ztii ies Tigignasi dap bib yarhearfia ^16 Gass. 36^ aO*;Plot. 

^ "'•*'*'. - ■ ' * * 

* 23) He(a sclrildert dassaDbe gewis&^aas (^igner AnsciiaunDg ipit dichte-' 

riscber. BegeifiteroDg a)s'iiberaud romaiitiscb. Dia^Hole selbst, die id deni 

Mytbos^ des Typboa^ eipe Halle sfpitU, (dabar bei €m-t. 3, 4, .10. ^phonii 

sptius €i CwhftiAm iwiativK toiDmi. saboa-bai Phdar Pytfi. ly 32. antar^ 

dem aUgen. NameR A^tA^sMoy iimf/ov Vor; * ^ 

24) Stepb. B]^z.. setzt sie in der ainen Stelle, wq er v&n ibr spricht, 
y,'^Ela^v^aa ebenialls/aaf ein^ Intel naha bei Gorycns, ia .der andern 
aber r. JSefimarii' aofeiBa taaliiidisel *det Fesdabdes. Nbcb jeCst finden sich 
ihre baieoteadaii U^airesle anf eiaerkftainan, dnrcb aibe Sandbank mSt 
der.KOste ziuanlmenhaogendan InseL Vergl. teake p. !MS. Bleu^a waa 
aas^ti^ «rsp)r(iiig^icb d^ Naaie dar lasal salbat, baf der Sabasre jgagrOn- 
det war (yergl. Strab. a., Stqv^. Byz. A. 11.), iiar aba^ apttter au<*b auf dia 
Stadt abergetragea ^rda. Pli pi as ftMigBtena Aihrt Eieuta als eine Stodt, 
and zwaTf via laa scheini, JifMaittcb des indam Laiidas an. - 

25) Di^ser Naaie varbirgt siiih woht aaeb ib dam ^^Hj/t^ovnij des l^-^ 
diaiai. §. lOi. V^. Le4f^ p. 2». 

26)' W^i^i'd:die def gleicbnamigen Stadt aaf Cypras J^SXioi biesaeaw 
Sinb. ijij h #8ft..Diag.'L..l, 2, 4. (|*51.). Uebijg^ns >gl. ti>ejr4ie Rvi^ 
Ben yon Soloe hmm baaU. Maaada AwfajWa Karamania p. 240.* a. IJe&ke 
p.2l3f. \ • s - 

27) Diass 'siebl man d«raos, ^aaa A^ini^r ^le wegen ibref AnblUig^ 
fidikeit av die Pcrser um 200 Talente straftm konate (Arrian* 2;'&>). 



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262 Zweiter TheiL PolitiAcbe Geogr^phie. 

Pomp. c. 28.) 0114 w^UrsplieiiiKeh iMre Einw. nachTigwboccf^ vcr- 
ptfaiizfb (rgt Slrafc. 11. p, 53te.>, jcdccfi vl>n Pompejus iricder hci^ 
gestelltE iiod mlt deiuRe^en^d^r Seerjiabciir i>ev5^ei:t (Plut. i; I.), seit- 
iem aucb P&mpetopobs genannt (-JlopiTtifihvnoXig : Slrafc. p. 671. 
Appiflft/Mithr. e. 105 .'Ptok Mela, Plin. Hterocl. p, 704.). Sic 
war Vaierstadt des-Stoikers Cbrjrsippas , des Komikers Philemon and 
desHatbem^tikero nod AstronoiAen Aratna (Strab. I.'l.)*«)/und soli, 
weil Ah grieeh. Einwohner sich dorch ^ei^ Veritehr mit den Urein- 
wohnern CiticienB-naoh.'und m^di einea scRlecfaten Dialck( nngew^hnl 
haiten, ev den Auadcucke ^Solo^r^taus VeranlassoDg' g^eben ht- 
hen "^^s-^.TarsHs (TaQtroe: Apollod. fr. ap.'Schol. Arist. Av. 1022. 
Alex. Poiyb. ap- Siepb. Byz. p. 638.-3<»> Airiair. An; 2, S^DiQd, 14, 
20. tSlrib. p. 073. PtoU PMo. Mela, Hicrocl. p. 7t>4. Zonar. p. 1710. 
Sudiasm. §. 156. 57, , bei Xen. An. 1,, 2, 23. 26. wie bei Pbilostr. 
vit. Apollon. 1, 7v 6,*34, u.. Hesycb. v. fe Tagwis tJoch j. Tarsus, 
T4rso^)*^);'die*araU», der Sage.nacb scbon Tom Sardanatial XStrab. 
p. €72.), nach einer andem Slelle df^s Slrabo aber', p. 673., von 
Ai^vern nnter Tnptolemos'gegr^ndete Rauptstadt^ d^s Landes ^^) am 
Ft. Gydnos, der sie.200 F. l^reit dorobstromte (Xeii. Stnii. il. H. 
Dio4: 14 9 20. PliA.«€urt. -8,' 5) 1'.)^^ Sl!kd. von seiner BfBnddBg 
(Slra^>. 1. L)>3), 2Tagcreisenyoto Scdoe'\AiTid^ 2, 5.). Dnfcer dcf 
pers,llerpspbaft war ste der SiU ei^er, von den Persem abbingi- 
ger'Koiiige, nnd ward yoik den griecb. Soldnern, die dem jiingem 
Cyrnstgegeii seinen Brdder gefolgt waren, gepliiffdert (Xeo. An. Li.), 
la den Biirgerknegen qahm .sie-^aus Vorliebe fiir Jol. Casar den Bei- 
namen Julitypolis ^n (Dio Cass. 47, 26.), nnd iinte'r den ersten Kai- 



28) Mela koont- daselbst aaf eineni' Ueinen HOgei' aneh noeh das Grab- 
nul dea A^tQ8,.]iroa welcbem er als MerkwUr^keit berichleC, daaa dar^ 
geworfene Steine serspringen. * - -3 

29) Obgkkh Andre iieaee Ansdruck von der Stadt Solbe anf Cypcn 
h€tleiteten. Vgl. Eastath. ad Dioo; Per. v., 875. n. Suidas v. '26koi. 

30) Die beot Stadt, ' derea Maaera iaynek* nocb 1 Stnnde ian Umfange 
baben, iiegt aber.nar aik der eioea, nSmlleb der Westsait^iks Fhisset. 
Vgl. Potocke 11. S. 266» Leake ^p. 214. Rinnetr I. p. 20D. 

31) Wo -adeb ein mytholog. Gran^ dea Naaiebs def StaA a ngcg cfc ea 
wa. yg|. Bd. 1. S. 254. . 

32) ^eit der spfttera EdDtheihing ia Cflicia prima a. te€inida^,qnr nodi 
voB C: secuada^ indem Wnajvor^ia Hkdptal/ yon C* prima <'wurde. 

33) Der Stadiasm. §. 156. dagegeo entfenft sie 70 {Leake anf afliaer 
Karte gar. 100)' Stad. von -ior lltlBdaBg das F^maas* . Vergl. GmU ad Sla< 
diasm. p^ 547* "^ 



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§.'67. Cilicia. " - - 28* 

sern'war sie ^iae sogevatinUs freieStadi(Pliii;>a.SRz«]i!fri>eriSimieii 
hohen Scfaale far Pbib^opkie ood PhiMogte (Strab. f.'&Ji f.); auoh 
Gebort^orl des Apostel^ Paiiliisi(Aet. Ap, 2S,'3.) MdAegrMbnissoil 
des lUSsers Julianiis Apostala > (Ammian: .23 , 3v). AI^.Hafen iilei!:* 
Siadtitfeotea die vomCydaiis bei seiner Miindmig gebltdeted Lagiuiei^, 
tU^egmd i^PifyfM) genaoDt i^lrab, p. @72.), Neeldie der*4^(iiasql. 
§. 155. 56, d. Itiiu Hieres. p. 579! 70 Stad, v<iii ifif eBtfcnieii'*). — 
3ftJlm (mXU^ .S«yK.Cdll]iii. rr.l5. Siraii. p..075. Appian. Mkhr: 
€.96. DiDnys.viS75.PAoI. Meia,l^in. Ciirt.d, 7. Stadias^. §. 151. 
52. , M IJierocl. p. 704. terschrieben JfaAjfo^), elWdB dsfllch^vbn 
der.Mui^dttBg des>Pyramo& auf einem Hiigel (Strab< 1. 1.)^^), def. 
Sage D:adi ichbn ZBI^Zeit its trojaxit Krieg^a yon Mopaas nnd Anip^- • 
iocbas gegrandet(Sirab. hi. Artiati. !^, 5,), ein nicbt uD!>edeutepder, 
aker;durcb fceine Sferkwiirdigkeftea avsgezeicbn'eter Ort.- Als flafeii^ 
von Malids uticnte der an der Mtindung des Pyran^s aaf eine;n lliiget 
liegende Fkeken MagArfo (Miyu^nt r Sttab. p. 676 ) od. Mtfgar^ 
ats(M<ira^os: Arrian. 3, 5. Stepb. Byz. p. 483. [der'Megarsns 
bks als-Ndm^ aines Hfigels anfftihrt] 'Plin., Miyagabg bei Lycdpbr. , 
T. 439. a, Tzet2. ad* h. l.V^>. Oberbdb Mail'as lag zwi^then den 
nosaeii' SascuM add Pyi^mos das kass^'rst ftnehtbare Ateisehe Gejilth 
(%6 *JXiCov niiiov: Horn. H. 6, 201. Herod. 6, 95: Sirab. p, 555'. 
676. AiTian.,2, 5, 11. Plin. 5, 22. V^i; aucb Dibnya. v. 871 f. nn* 
Heifne ad Horn. I. 1.). — ls$(Ui (Jaaog,: Strab. p; 676/ Plol. Meja 



34) Itm diQse Angabe mil ^er dee Strabo zu .var^>|igeQ, dasd Tarsm 
5 3ui4» von dier, Miindimg des Flutes liege, -maas 4iai| .annelimenv- dass die- 
Lagvnen eine weke Aasdebnuog baltctii, und •der eigeptliche AakerplalE |tlr 
die Scbiffe in iLnen 70 Stad. von der Sudt enlfernt war.^ IJebrigctns nannt 
der Geogr. Nab. Glim. 4. P. '5.'. des Kasteil ^olas ak Hafen von Tarsiis. . 

35) Ptol. I. |. entfernt sie mehr jils 2 Meilen von dem Fhisse, was on- 
streitig zu viel ist, Mela 1. 1. a)»er will ^obl mil ienWorte^PyrmnfU Mdf^ 
htm praeterjluit aucb nicht gerade sagen, das^ MaHns a m ^tyramus gele- . 
gen babe. Diess is't blojs einlrrthum des ScyW I. I.,- welcber allerdiipgs 
sagt, dass man dieq Pyramns binaufhiblren Tntlsse, um nach Mallus zu ge- 
langen. Vgi^ ancb Sanfdits secrete fidel. 2, A^ e. 26. Tzschtitk. ad- Mel. 
Vel.llL P.I. p.405. GdilvA Sladiasmrp! 54S^. ^..Mannert\\,2^^. 59!: 

36) Docb scheint Malhw, .wenigstens spSter, ancb* setbst.eihen Hafen 
an der Kfiste, tfamens Portjts Pahrum (Geo ff". Nnb. p^ 195. Sanutns Se-; 
eret. fide!. 2,^4. e.ft6.), gehabi %a hab^n. Vergf. Manner tNL 2* S. 59 U 
Ueber die wabrscbeinlicbe Lage vqn Malids anf ein^ I^ebe 'ap» ifstlfelien 
lifer des Gibnn nnweit seiner MOndnnff , nnd £e mntbniassliobeb Trthnmer 
▼•ft Magarsna tef einem Hfi^l wifotlicb vQn jene^ Mdiidnq; bei Karafasb 
rgl I/cake p. 215 U' .. \ ' ' . 



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tl^i Zweiter l^heii. ,Px>liti4che Gerographie. 

CfC. ad >it '2^. 10. ^, 2Q. V. bei Xei^. Ad. 1^ 42, 24. qnd d, 4^ 1. 
Jaapiy^)y fine in depi ^eit^a .dor .Parser oAd sdbsi'Alipcaiiden 
di Gr».noch a^l^'.blirhende i^il grosse Stadt (Xen. 1., t. Died. 17,^.), 
iind l^efiiliii^ ^durob. die }ii^ iva J. 3^, v. Chn g^UeCerie ScUachi 
zwisclven Alejpmder and Darius^ aber «patier, naeh Anlcj^g des 
.beoaciibacten AiaXandria in'Syrien , sc^ herabgekommeB , vsd daher 
zf\ Strabo?s Zeitea nur^opcb eia Jitadtcbeo. (Vgl. a^cfaJtiela 1. 1.)l'^). 
b) Ira Innero faodea: sicb«ke|Qe durcb Grfese nad B^nSiliitb'eii lungi^ 
zeichnetetf StSdfa. Die JK^eutepderen danmier ^K^iii^eii: AdMna (%i 
VAy^a: Appiaa. B. Mithr. c. 96. Dio'Cass.'!?, 26. Pud/Plifl. (liu. 
Uieros. p. 212. StepI). Byz. p. 21. Procpp. Aed. 5, 5. HierecL. p. 704. 
CoQc. Cbalced. p. .660. Cone. Const. II. p. 110.^ bei ^cyl. *Aiav^ 
[£)mend. yon.Spfanas. at,. 'A3id9fj\.^ n^eh jeUl ein^ bedeutesde SiMt 
. unter dem-alten J^^meti) ^% ara wesUicben Ufer des Sarus*'*^) und an 
dj^r Heerstrasse voa Tarsus 4iacb bsas, in ainer sehr fraebtba^^ Ge- 
' ('end, welcfies'^rst eiwas ansiebiiiicheF.WQrde^ al3 Povipqus cisen 
Their der GitioscbanSeefauiier bierber y({rpflaii2ie.<Appiaii-. K L). Ibre 
Eiaw. Jebten imoier inZwistriaii ibren^acbbam inXarsu8'(Da0Caas. 
U l.)ti)- — JUop^eUia (Mi'rfH>y iovia t Slraii. f « 676. Cic. *ad Fain. 
^^1%. zusfuaimeiige«4]^ii ^o^lwvtimiati. Tbeoppmp. icu 111. ex Phot: 



37) y^rmtblich apcb ini Stadiasm. §. 144. 45* aate^de^l verdorba- 
nen Name^i ^JtfAtjaog gemeiot * 

S^} Jtffmeih (Voyage datis PAsip Qinenre trad, dfe PAng^is par i\r. 
FffftM. T. I. pt.215 C> Mcht hsns lin d^ Stelle des bent/ Pias, Beanjour 
id^r gfanbt, dass -ei i> einem ISafnpfe begk*aben liege, det' sieb am dolf 
gebiMet babe, dessen g^kize Kfiste woM grosd^ Umwaadehin^en Mabrea 
habaa mdga. V|fl. ^orgii AXft Geo: I. S. 25., ' ' 

^9) timber ibre wenigeo Uebeirestfe,* namentlich' einen majestiltischeii 
PqHftms nnd die alte (wanrscheinlich aus Justiiiians Zeiten berrObreade) 
.Strombrflcke v^v Otter's Reisen I. c. 8. o. Kirihpir I. p. 207-' 

4b) Ber in dieser Gegend 300 Fuss breit ist, (Xen. Anfib. I, 4) in 
welcher aber Adand nicht erwj^nt,. Procop. aedif. 5^ 5.). 

k 41) Da es Mlinzea mit. der Aufschrift ^AvtUixmv wmp n^ig vm £a^ 
gebe (vergl. Eekkel doctr.* nam. I. p. 46.) > keio alter .Sebr^lateMer. aber 
einer Stadt ^ntioehia am Sj|rus gedeUke, . so v^onaQtheC MMnwert VI, 2. S. 
too. , dass Adana unter^ der syriscben flemscbaft dea Neaiea Amtiotkia 
gefUhrt babe ; a. zwar mit voUem R^cbte. Vetgl* S^tmi Class, gen. «d; 2. 
p.' 99. n^ fasckfi Lex. reiauoi* I, 1. p. 763. Hierbei .rnsBs jddacfa beaMrkt 
niserdea, dass .m Sudiaw..§» .I5i^. $3/ (nnd bej Stepb. Bjz.4iw'87.) aaeb 
ein j^ntieckia dm Eyramas, 70 Stad. van seiner Mitaidang ipd 150 Stad. 
von Mallas, erw'abnt wird, das soilst Niemand kennt 



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§.e7. CUici«. * 885 

Cod. 176;PtoL Hierocl.p.7^., ieiPUn.blos jli^#«^; j. Ifessis)*'') 
as )>elica Ufern d^s 600 F. brtiten Pfram'tis ^Pliu. Stepb.: p. 473. 
I^ocQp. Aed. 5, 5.).^).iiDd ^ deraelben Slrdsse, 18 MilC dstlidb 
TOB dor vorigen vad 48 Mill. Voli bsaft (It. IIi«ro». p< 580.) , 3 I^- • 
rasaagra (Abnlted. /I^ab: Syr. p. 135.) oier i2 <^5ser^) BBll. 
(Gebgi*. Nub. p. 19&) vod der Kdste; io jeaersebdaen £bepe (Abol- 
fed. 1. 1.) , wdcbt die Griecbeii 'AXi^tqp indM aaaaten (l$,trab.' p/ 
676. Arriaa. 2^ 5« Eastath. ad Dioa. Per., r. .872.) ; eiaaaasebb-. 
ticbe, uad pater dea Reaiera teie Stadt ^BUa. 1.*}. €{ruteriTb6s. 
lasdr. "p. 255. a. 4.). — Anaxarhus (Ava^nLQ^o^ z Hicrod. p. 705.,' 
bei Steph\Byz.'!^y'aS«P/?« J ^^^ Spalfera aath ^ya/?a^^op und '/^W- 
fiaQ^a: ZooaK b. v. Nicepb. Phocas p; 161. Philost. fiist. .ecclr^ 3y 
15.)**), oi^prubglicb wot^laur eiaitaste}! Nam^os, /ft/'fi'tf^**^ aitf 
daeiB gleichaanigen B^lfe, aa.dessen Fiiaae aadaui aordl. Vttt 
des Pyraaios (Mftazep bei J^cAAe/Dootr.hpm. Vot.3. ip.43. it. Abulf.. 
p^ 137.), 11 BCfl.^aoriostl. voa 3IopsHcstia (Tab. Peal.) ♦'), spSrter 
oater Aagusios^ and zVar (aacb Miiazea bei £cM^/ 1. I. p. 41.) ip* 



42) SpSMre yemostaftangeii desNameas smd* 3fompsistea (Tab. 
Peat.), Mampstfsta (Cod. Tbeodos. de coll. donat. 1. 1.) , Mantisia (Glycas 
Aiiaal. P. 4. p. 306., der :j<Nioch apch die alteste Poini Jfo^pev iv^ta 
keaat), MaimsUt (ftin. Hieros. p. 580.); Im Mitteldter kie$s die MamiHrd. 

43) Nacb Jhuifeda p. 13*5. hei^t ntir d^r^wcstliche Tfaieil j. Messis, 
der aaf der Ostseite des PliMses aber Kbafariia^a. Jetzt'ist eg ein scbiim- 
nger Fieckea. Otter's 1\^9eii I. c'. 8.^' Vffl. hxkch Leake p. 217. 

44) Kaiser ConMandas erneuerte dje* Brttcke fiber iba aaf eide praeb- 
^agt Weise. 3fatafi cbroa. XIII. ObnsCant, AbutfeSa 1: 1. . ' 

'45) Zu Abttlfeda's Z^tea hiess sle AiD'zarjat, aber adcb Navarisa odd' 
}Fithhran(t v, Oldenburg (Itia. p. 15.) fand* ja Naversa oder Aaawasy^' 
(8 daatsche M. Tafi 8is) bedeaten^Hnhiea eiaer altea Stadt 'Ver|^. aucb 
Pe^^eke IK 8. 255 f. a. Manhert VI, !&. 8. 1 08. * 

46) NbcbSai^ b. v. aialUcb bless sie Aafaogs €ymda^ daaa Diocacr 
tmrea^ bis eia Erdbebea sie eiastOrzte, worauf d^r Kaiser NerVa einea 
Seaator Anazarbas abseodete, am sie wiedec herzustetlea, and von'dleseia 
erbielt sie nan ibren Namen (?)^ Vgt. ^aeb AmniiaB, 14; 8. ibiffu^ 'FaA/s. 
Diese Aagaba aber, daas j4nazarhus der splt^re Name jeaes Bergkastells ' 
Qwmdm iKxHwda: Strab. p, 672. Biod. 18^ 52. (9, 56. . AToi^ri^a : PJat. . 
Eani. 13. Deiiietr. 32.), sei ^ welches Alexander zu einer sefner Scbatz- 
kammera. macbte , ^|iiltdadurcb BesUUiguag, dass eia neuerer^ Reiaeadel* 
(tgl. Poeocke it S. 255 f.) boricfatet, der Floss Pyramos verde bei Aa^« 
wasy o^. Aaiuasy (Anazarbas) Qumdfl ^nanat. • 

47) DerGeogr^ Nub. p. 106. setzt sie f^Isdi(ich an das wesll. UfeV. 
des Saroa, wo sie aacb nacK Ptol. 5« 2. (der sie z^i^cbea Adaaa a. Mooaue- 
stia s<fzt) ^esacbt werden mflsste. 



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206 Zw^eiter Theilr P'oIiti^clL6 Geograpbie. 

J. R. 735., eine Stadl gegrtiadei und Caesmre^ ad j1nu!$arhum (Kutr* 
aa^eia.siQ^'AraCccQ/ifpi P^i^y g^M^it.wntit (Plin^ ^nasdrbenif 
' qfii nuftc Caetdrea) ^""iie^sieh: sclmeU hob , , invl bef. der EJntbcflang 
.Ciiif^ieBs.iir PrioMi a* Secuada^ HaapUitadt von Cili aecanda wsri (dar 
ber bei Hierocl. 1. 1\ und Mabla Cbfon^. 14. p/d65;r Bona. p,ecf6no- 
Xts)* Unlet* J^siipia^ Ku.sie bedenlead dnrdb ein'JBrdbeben," and io- 
7. Jabre der &«giarimg JsViias ward #te Aaroh etn n«ch' acbrecklicbe- 
res fa^tjganz vernicbtet j(]?rQCQp/*bbL.atc ^.^IS.vCoiAreHS ad ano; 
7.;Justini>. Sie w^r. YaleraUdit des medkhuacbeBu^ScbriftpUUersIXio- 

«caridcs (Stcph.'By?.)'**)' =* "^ •: .• . 

, . ' • . • ^ . . . / 

" • ' ill » 1 . . . ' 

48) KleiDere il. ^obedeuteqdere Stadtedes Landed varen: A) in Ci- 
ifeid aspera : a) Ifings i^t Kiiste : a) zwiscben Coracesiiini and Selinns : 
Syedrd {Iv^dptt: Ptel. Lncaq. 8, 559. Floh 4, 2. bel Stfiabi J. 689. ver- 
gclmte'b6B-2^^()'i})*>. ff^maxia Cu4fiaiia^ Strab. I. I.) auf einem. Higef; 
jah -einer Rbede, (Lpcaa. I; 1.)^ Itefort^-trafflkkeZedem xnm Scfaiffban ^)« 
/^A^e (Iwiiiti: PtqI. Plin. Gon^. Ghaked.jh 6A9;,.bei B(etecl« p. 709. 
'lofinri) in Selentis ,* rielleicbt nicbt verscbieden von Laertes (Aa^gxriq: 
iUwc. Polyb. ap. Sieph. Bya. p. 412. Stcab. I. f. Jat^tt}: Plol.*), im Sia- 
diAsm. §. 186.^7. Aaeqyog statt .Ja^(;ro^), wefcbes 100 Stad. Ton €ora- 
cesHHn anf einemB^rge lag^ einen gptep Hafen.haU6,/on4 Vaterstadt des 
Dlogienes L^rliiis war. j9) Zwiscben Seljnus ■« Gelenderis : NauH {Nav'i 
Xbt: Stadiasm. §. 185. .86.) 320 Stad. yon dai" yorigen '^). NepAeHs iJVi* 
(pekli: Ptpl., im Sta'diasm: §. 181. 82. wobl nur yetschrhsben ZifpAtotf) an 
dergleicbnaniigenLandspiUe(s.Qbe^6.275%'Note89.) in Selentis^ iQ Stad. 
von der Tolgenden''). . ^ntiochm^ ad Cragun CAvtioj^a inl iTQi^i^: 
Plol. , and scbfechtbin l^mo;|f{t«: Aierocl. p. 709»)9 aucb J^* t'm Lanuh- 
iiH^ (jijf' /lafJuoTidoj:: €ouc. Gbalced. p. 528.)^), ein fes(es Stadtdien an 
iem oben S. 275. genanatea Felsen Cragys, and dakar vaui.^ab. p. 669.> 
Appiaa^ Mitbr. c. 96.,and jpi Stadiasnir §. 180. 81* selbsi A'^cc/o^ geoannt 
•oboe weitern Zasatz, 205 -Stad. von SeJinus a. 100 Stad. von- Cbacailni^ 
Charairui {XuQudQO^: Scyl. Sti:ab. p. 669. . Sudiasn. '§/ 179. ISO. 
nocb j. Kharadra)y eine Hafen3Ml (^<^yl*)> IPO $tad. <)itKcber, anl«rbaib 

a) Naeb t, iH^ttt's WaUfkhvteB . S. 3)9. no«h J. Sydet mit ftainen, tm 
Cap Karapedik (?). . " ' " 

. • ^) Vielleicbt Dicht verschiedeii von d^m*Apai^ov 4es Sta^asm. $. ,tS8. 
8^. , da^ aber dietfer westlich von Goracesium aiiselzt , bo dass wir es schon 
za Pampbylien r«cbnen niissen. S. oben $.371.. 

c) Nacb Ptol. wvFde si^ nSrdlicber im'Innern d%B Landes za sacbeo s«in. 
. d) Diese fintferaiuig ist offenbar tu gross ; wir aSaften deab iibcHiawpt 
'mit Gail p.. 185. annehmeo , dass Nauli kehi Ort d'es FcsUa^d^ ,• -sojijlcca 
erne losei'sei, deren Name vielleicbt eigentlicb (7aff/i.Jaut^n soHe , nach 
d^ 4i^8en NaMeii Tdbrendea Gattang pb6niz. ScbilTe {Gail, ad Scyl. p. 542. 
Mignot ID* M^n« de TAcad. des laser. T. 4t. p. 21 f. LetMine ad Dienll. 
p. 1^6 f.)i die vielleicbt dqrt ataculeKen pflegtea. /^ 

* ^y Wir fpl^en |iier der Angabe des* Stadiasm. ; Ptol. setct Nef helia' za4- 
scben Anliochii uad An^muriom. V^l. Leake p. 199. . 

f) Ptol. jedocb setzt sie nacb Selootis. Ibr^ Roinen. erwljlb%t Leake in 
IFatpote's travels fp tbt East p. 276'. 



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§.«7..Ciricia- 2« 

in fietjpa Anirieha (jiwd^iCkog: Strtk U 1./'o4er Meii dem Stedtasm^ 
'JpiQoxeg)^^) an einem gleiclmainigeA- Pltlssohen (t^ dfea S. ^T^.).. PitUu- 
mis {Tikcaopoyg: Sladiasdi. §. 178/79.) 350 StaiL^) von Ali^niuiant. 
StrabQ p. 669* kennl niir das lelsige KOstemifer IlXcetapiavig zwischeot 
Cliaraidnii un^ Anenorifni. jin^marium (A^ifiov^wv: Soyl. Ptol.' Piio. 
Gee. Rav. HieFod« f. 708; Tab. Pant.), nach Ptol. in Cetif ,' am gleiefaii%« 
ngeo V^b,, ao welcber Stelle Andre eke^ Ort Na^us {Nttyi^: He** 
eat fr. 252. Scyl. £Urab: p. 670. 6.82. ^>MeU, Steph. Byz, p. 482.) er** 
vflhaen^). OcMtlicbr von Nagidus^ awiachea ibr and ddn Hafen IVsidinnf, 
Benat ScyL einen.aoost unbekanaten Grt Setus;{^ £tiT6g)\ MeUaua (M§^ 
Wa.'^Strab. p. 670.).* Arsmof ^Apvivmj: Strab. p. 670. Plol. Plin: 
Geo. Rav. Steph; Rys. p. 115.) 3 g/M. von Celeaderit, etwas'^OsUidi vom 
Flisse ArymMgduf (den J»Ids Ptol. nennt)^ in Cetis, mil einergut^n Rked» 
(Strab. a. Steph. Dyz. 11. U.) ^). Mandate IJJdwdiwi : Stadiaam. f 174. 
75.) 100 Staid, west!, tob. Gelend^ris. n. 7 Stad.^feti. vOm VgJ>. Poaidhnmc 
ovtreitig derselhe Ort, der bei PUn. ilya^ida keiaBt (nach andrer. Lesarl 
MjfSiOida), wodnreh et wahracheroHch wird, dasa selbdt der bel Scyl. .ztvi* 
sdiea N^igidaa u. G^nderis eracfaeinende Name Jfi/ot^^.kdnea andera Oct 
Wzeickae. (Jfcmer/ Vi, 2. 6. 82. and (ttfif/^ad ScyL p/486. haltea diettf^ 
Namea llos filr die'friihece,fieneaiHing der Sladt Anhioe^). Sjfi^ (i:uut)r 
Athea. 3, 5. Steph. Byz. p. 623. Sicae bein Ged. JUv.) <>). */) ZwisiAiea^ 
Geleaderis a. Seleucia^ Piturgia {xa IlKTw^yH^:' Stadiann. ^. If 2^ 7^.> 
45Stad. dsU. van dem &275« Nateei.erwtthm^aygb.CrMlii a. l20Stad:i 
vestL von Aphrodisias , re^hts aebeii der losal Cr^unbuto (dam heat. Papan 
ioolf) a. 60 SiAdj tfstl. Vaa ^ Bacht Bei*eaicer]L j4pkr6duiat (^tpQo^ 

'g) Other * vielleiefat aach l^ei'Sfrab^ 1. 1. richti^r *^^d<m€ , v^e einigv , 
CoM. d^ Casaah. hab«ii. • ^ 

h) Dies» 2abl des Stadiaaia* ist ohae Zweif^f falscb, wie Bchowi Mannerk 
VI, 2. S. 85. sab, Nich Beavjjort^^ find^t sieh, an der ^aazen felsigeo RUst'e, 
iwiscbea Khar(|dra u^d Antmnr nnr ^ein Punkt, wo 'Plataons g-estaodea habea 
^an, 90 Stad. yon erstefem tad* 6b Stad. von letzterem. Leake p. 200] 



\ iBowoU die Sntfemaaf voa Cbifadnis nadi Plataabs, ata voo Pktf aoa 
aaeb Aaenariam xa 150 Stad. aa./ Vgi. iucb QuU ad Sudidaau p.J&64. 
, Ueber letztero Stelae vg^. Groskurd fll. S.' 101 f/. ; 

k) I(ame, diest Stadt Dfcht scbop bei Scylax yov., ao koontt man glaaben^. 
^•emwrtum tei bios der apHtere Name von Nagidn^. *Nacb d^r Tab. P^bf. 
Us Aaemanani, 93 Jtfill. von Arslaoe.^ .Ea Aibrt noeh den tUa^a Aaenur and 
leigt Ruioyea zweier Tbaat6r,<eiaer Waaaerleitaag a. ;a. «• ' 

Vgl. Gail ad b. I. p. 4*5. 

la) Der $tadiasai. S^.175» 70. aenat aa derselben SteUe einen Ort ra 
4f9p9at4pmovs , . Aen Leake^ p. 2(K^. aaf eioeai Hiig]|»l bei dem* bent Sokbta- 
Ralftt gacbt^ (wabrei^d JKmneit .f, 171. Arsinoe 'viel. an .weit Satlich an der 
Miadaiig ^ea Sookaoni anaetzt), and '50 Staid., weatl. davoa einen Ort 'Pvyftfln] 
,*vf (§. 176. 77.) yr welchen Namen GaU p. 554. fUr eiae Veran'staltang v5n 
Jififtavdat bait, indem er .an eine dem obea genaaatea Eiasse gleichnamiffe 
SUdt deokt. ,•..... ' ; 

a) Utbrig. nepnt Scylax anmittelbar vpr'dieaem Myaa and aacb dem« 
Posidiun eioea aehr zyi^eifbUial^ea Ort .SaXog. Vgl. Gail i. L 

0) Wir setzen diesen'Ort bier, pa, weH iha der Geo. Rav. zavacboa Ar> 
stnoe mid Celender^' nennt. Leake p. i02. sncht ibn nake beim Gap Kiz^- 
liiaaa. ...'•-. 

p) Diesen xohrag ^B^eviatr^g aetzt der Stadlasm. §. 173* zwiaoben Ceiei^- 
deria. nod Pisnr^ia an , alfo ^tl» . vofa bauU KUindrM. . " 



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11^ Z.w^iter TheiL. PoUtiajsht Geo*gra,p.hie. 

^: Seyl.. [wMk6r tmfen'li/^^o^cQ0:A4j^f^er1t^ IKodoniS, M. 
ATex. Po^L ap. Stepk/Byr. p. 144. IHol-.^S^as^iJ^v 160^.79. fUv. 3S, 
20. hei Wim.'J^eneri^ «p/>(Wtim), nackPtol* in^G«Cw/^mi(^einem gerlow* 
gen Haftn ^). PikOaen (0tXaia: . Statdiam. §:'^167. 68:); %eia'KQste]|,^175 
SjUid. Von dem Torig«n b. 208ud. toii dm folgOideB Orto^;^Bai4lS5 Stiid. 
veo der vor ilfm liegimdeo hnA^it§tum(ri^»ou6€t: SuhMiml^p iGi> %^^ 
dea heat Jl^eoavat od^ Ppo\^eMa^ 0* Nesuffum (N^^ifJ^u}:i iStadiMni. 

'§. 1611: 67.) 45 Stad. wciiar, mitebeai tfafien^ jfy/c« ( JfvW:. StadiasiB. 
§^165. 67* My/e^ PIib.} am gielehoanigen^^orgelk/ 60 Stad. yon ^ 
vorigemji#d 40 Sitti, von fler folgendeiL \ihlmi (OXf»ol; Scyl/ 3bNalup. 
670. Stadia^m. 4M. 65<^) bei Plia. iTo^NM, Q. waiter untf HfidtejVi), 40 

. Stad^Y/Mi Ifybie h, 120Sead. -wmU. yom Vorgl-.. Surpedontaim derea Emir« 
^^ttf r aiicli Seleuoia verpflauzt wurd^e (Stral. L i> ^). d)* ^ivii|oteiL Selaa-* 
c^;^. dea. Laiims:. der Hafen'^oAdir Ao()aj(i}9(di' (Sta^n. §>i6.J.. 62^ 
iiidijt das obige Cpraeenii») am Vorgb. ^Gor]r<;■Ml, . afldficb vod Seleaeia 
mid 86 Sti^ jsttdL vOn.Fd^ Pfidlei CaktfiMm^ {JS:a)^m^Ui Stadiasii. 
§. 1^8.. 59.*^) 50 Sftid. VM Soloasv. lOO Stad. iroo fiieoaa^ «. ein Fleckea 
LamuM (^«jHO^.' Strab. p. 671. Ptol^ Hkr^d. p. 700^) ao 4ea gleickn- 
kigeB Fliiflie la ;d«r Lasdscbaft LaMotis: b) Im Juoem dea LandUa^ (Back 
fUA. 5, 8. pud awar nath. dar S. 273.*Na|o 85. aagegabcMt Einil^ilm^^: 
m:&9kirf^si'.Caysttu$.{I^a^m^^^ PtpK/> dar Eraam. 'Ansg: Klv- 
€v^og^ bei Qiefiack p. 7i)4^. aad GodcU. Ghaked; p« 57^. 659l' Kdat^; 
juieh Binigao'daa' AToo^^^ 3t«^'6y :'des Xeik An. Iv 2, 11. ) dock a. aat 
lea §. 7e.)i BamiO^poHt {JofMttmQ^^i PioL Stepk. Bya. p. 242.), am 
Aryi^agdas. akerkaib^ Arstnoa; ,Plkii0d0^Mm' (ithkaiidlipsux: f^. ,wid 
Cooc Chalced.) ^rdlich ilber^^pliradisias; Diocfesarc^ 0t^itu^af3£ui: 
PioL Hiefocl. p. 709. Gone. Ghalc. p.* 65$.) zwiacbea .der* vorigan .aad 
Seleneia^; in Cmisi' Oibascr (^^A/^ttaa: Ploi. 'Hferocf. p. 680.) Bttrdlidi 
oberhaR) SeNnns nnd nordwe$lKcb yon Gaystrus , am Fusse. des Tanras 
^o verschieden von den^ UAte^i S. 289. enyahnten Otbe)^.; m Lalasik: 
Aecfca (Ai^^ufn: Pt«l.) oi^dticbar iiae^ dem Tanrttstop^ vabraekeiakeh 
an demaaUiiBn FIdM6; uad^in ^IharacJna: F/avr^miw- { 0X^vfijtoXt9t 
Ptol,)*). B) In Cilieia propria : a) KastensUdie-r jx) zwiscben Soio^ nad 
Tar»us: Zephyrium C^f^*^()toi': ScyL Stadia^. §. 157. \A\. 33« 20- Hie** 

q\ Staatinr aeant Ibn ForhUt Pintk," Vf^/ Manntri VT , %« jS. 81. 

r) Bei Sqyl. .dawh 8ol|roiM*eltter 'O^A and im ^tadiMm. ebediio 'Qpftei, 

«) Vgl. fiTesteling f, 708. uncT Leake p. 1M)5. ^ . ' » .» * 

t) Leake p. tO!^ f. sMit ^ aa der ^lle d«^ heat. Agdalfaian , 'det Ha- 

fens voa Seleflte. V|r'« Beavf&rf's Karte^ South jcoast of -Asia mh. Pficfc 

Sc;fl. p. 40.^ lof auoh am V|rb. Sarpedoft flelhst eiosfr ^inir ^eldinaaiife, 

aber flehon an seiner Zeit rertidete Siadt. VgUj*edo<5h Gmii ad i. 1. p. 486. 

' >u) Vgl. a* dieser StHle Girii p, "548 f.' ^ * 

'e) /ie(SrA^ -p. Ii7. saoht*die Rtflnea 'ro'n vPhila^Blpbla bei flem heat. Ef- 
men^k nod die voa Diocasarea zwischen Mout and Selefke. 

it) Leake (der es aoeh ,p. 320. fGr /deikisch mR dem Gibe des Strabo 
halt) sucbt e^ p. Il7. an der SleUe des bent; Moii^, nod glaubt, es sei dti 
spatere Cla«dlopoiis ,' welches Aer a^rdHoher aaeh Xiappadociea xa seU'ea ist 
(a. anten §. 68.). . ; . - ' 

x) Miinzen init der Aafscbrift 4>ldiovi7roi[6iTMv bei, Faifhtit p. 378. and 
ii& T6es. Brit. T. U. p^ 1250. Uebrig«M woM ai^ht 2d rerweebseln Mil den 
antea 8. 1290. fenannten Piavias in <i>stli'ehatea Theile Giltcieaa. 



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rotl p. tOA^h ^n Kasteii^ 520 ^ad. sOdwestL irpo tarsoa KSuATa^.) uad 
is Mitt. <tolli t^ Salo6(Tab. PeM.)<). .Anchitite (A/^tmifj: ArisUk ap. 
SCridbt. ]^. 471. Pliii: Stdph^.B^z. p. 19. ^^yxiakog: Arnan.^;^, 5< AfoUo- 
dk>r. ap< 9clioL Ari3t.*Av. 1022.^ t^/^MUaia^ Dionys. v.'875.).aD dem 
d»eo S. 27d«erwjywton (Wse Aodiiaieus, i^neselur alte, der Sa^e.nadi 
achoD von 6ardanapai^g(^ic^eitig nit Tarsus gei^ntedete-(Aristdb. ap. Staal^. 
i. K)« dber fr^ba^^ig VerfaUoae Sta^t^). p) Zwjschen Tafsntn. Mallus: 
JntiBckia^ X-^^^i^i'^ m der Mliadiiiig des Pyra^iu, liloB. in Stadiasn. 
§. 152. 53: ow ran Step4, B.yz. )». 87. efrnilbot. ;^) ZWuMifaeft MaUair udd 
feaas-: StrftpoSs (J^iQ^Kro^ig r PtoL;, iiir.SladiasiK*§. i48« n. 149. '-^V- 
^Ihj u; ^f ^£r/ilAi^) **) an A^gb. laanaria, «lwaa iiber 2 ^. 3f. von Aeg-^ 
«• eboMa weit voa MjiUas,- Stl:id>a p. '676. kennl an dersetb^n ^telle eiaaii 
Ankorpiatz, fl(|ict abar keyienNaneq desselben an. Per Sjtadiaam* §* 148. 
'Benst an^ oberkailb Serrepi^ (ode** SeretiNTd, wie'er febreibl) einop tl^ 
ckem Pi^mUs-inv^apiog)^ dock Wobl an'gteitfbanni^e^Stcone, a^dartfkor 
•b6» ekenlaUs sotast yon. Nienanden ffeaanptan fier^ Purius (floi^if 
opog). j^egH (AJrm:'^ix>l u4tycum: Strab. p. 676. Dio Cass. 47, 3a 
Sfiidiaam. §. 147. 48. €odM. Poi^pk. Th8u. I, i3> Basil M. £p. 244. Tae. 
Aidi. 13; 8.5 bei fiierocl. p. 705. ni Itin. Anton.* p. 145. Aiy4ai,^ ^egette^ 
fm 4er Tab« PaaL yecsebri^en /iregtta:, j. *das Schjdss Ayas Kala)^ ain 
^cki ganz uafanodeateildes^ «U»r den Rdnern ^sekr begdn^tigt^s Stadtcken 
■III >einen. Hafen an «inar wek in den Isaisehen MB. kinaadreicfcendan 
Landapitee'^Y <^ Zw»eben Issns and den GiKci^ben Pfbrtepr Pajae 
(ilMi A«laBi;.p.'i4a.'Kio. Hieivs.p. 580.; nooh i.' 3ay|L&)''*). h) In. tn^ 
)iew% dea Landes? ^a) swisdien den Lanas nn/ ^y^au^^ ^^^ COXpti: 
.Strak.,f . 6^2. Stepk. Byau p^ 512. fiHerod.'p. 709. Basil. viL'S. Thedae 
2« 8i) oberkalb Soloe^im Gobirge, der Sa§[e nacb- voin Ajaat^ de» Taucers 
S., ^baut'^ aiit aken Tempeldes; Japiterf-^dessen Oberpriester eiaal fiber 
gaiix tliiicia aspera berrscbte. In spktieper Zeit wwrie sie xi Isanria ge^ 
reebaet. ^Afopftufrcne (Mo^ov x^urp Pholf Moipqv KQi^ifai: Sozon.'d, 1. 
Jliilaatorg. t» 5« Aninian. 21, 29.)^"^) ki der-Nafaa des ans Cappa^oci^ 
■ack Giliciaii Hlkrendaii' Gekirg8pa8$ekV am* Abfaange* dea G«b.. jind nicHt 
wcSt van' das (xpanaen Gataanteaa (aa' wtslchan Laade ^s daber von Pwl. 
sMmni garecbnat wird), 12 Mi^» yon Tarsiis^ Hien sU^b dar Kaiser Coa- 

y) Stnib. p, 671. j^edeakt bier n'nr eines Vor^eb. Zepbyriofn^ («.• dbea 
S. 276/ Note 96.\ Nach tPJnville flade^ -slab noch j^tzt hierefine Laifdspitxe 
Kuftens ZtTra. Man^ert Vl , %, ST 76. versetzt das Zephyrium /les LiViat 
ftwisi lUsdbUek an das j^beo •S:.27a. (191 T^ext^ genanute Vgb. gteicbes Namens. 
■Leake p. .244. Sncbt das K^stell Zephyriteni be! d«r MiinduDg des beat. Flasses 
MM^a.* . ;' / • c V ' ' •/ - 

%y Strabo p. 672^ setzt oberJialb.Ancbiala Mcb*eia dea paeMaa. K«oig«a 
ab Sebatzkammer dieDendes ^elrgschiesf KvivSa an. Vgl. j«docl 6bea Note 4('». 
' dm) fet^slebt xwtr dort 2mal SsQarih} , da al>er ^eich daranf der G#nilJY 
Jt^eriiXtios vorkommt, statt dessea es wobl JSt^snoXawg'ktistftn saJIke,- so iat 
aacb tSf^fTiXii\aewl»sdinr Scbreibfebler., Val:'«aob JUfiakt Asia nio. p. 218. 
«. 9utl ad «Ud 1^ I. . . 

aa) Vgl. ff^wei. hi Hterocl. p. 705. nnd Mapneri. yi, '^ S. 68. , 

ci^ MdnMrt Vl; 2. S.'5t. bl(tt ohne triftigti Gruade diess erst spSC voN 
koiaoMnde Baji filr das beranter^ekomtneae Issas' selbst. 

- M) In hin.. Aaf* p. U^. verlinstaket Ntmmt^orie nnd |m Jthi.* Hieros. 
p. 579. Mansv^prine. 

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i90 Zw.eiier TheiL Polltrse|ie 6e«graphi<r. 

sUntiod ('Ammian. 21 /i 5. 'Eotrop. 10, 7. ffierdo. in.Etaleb.ClinMi* aiU. StI. 
Sozom.' bisL ecd. 5Vi*)^)* p) ^wiselien dem Cydmii v. Siumt: It e i i op th 
Us (^ei^povgtoXtg:' Ptol. Bierocl. p. 705.' Goae. Const lU. p. $70.)^ trf- 
her jN^ffOiviai (Th^dbret. iMst eeei; 1,'7.) im Gebirge mid dem DistrilEl 
LacjMnids (Ptol.)'')- • />«ZwiSBchen dem Saras a. l^aims: Auguiim {Ai- 
f wot at Ptbl. Ptio., boi Bierocl. p. 704« verkshriebea l^/ot;o^) io 4m 
Di^trikl BiyeUce, nicht wed von Aef Sl^Ue,, wo der Pyraaitii das Gebirg* 
■durcbbricht, vi^ellejcbt gleichzeitig nulCaesarea ad AoaiarlNini g^grfbitkl^* 
i) Zwiscben dem Py ramus n» ders)Ti6chen.Qrenze: Fimwias ,(AaL Itin. p. 
^i2..WXafiiag: Hierod. p. 706. Cone. Cbalqedl p.6d0.) l&Mill. nOriU. voa 
Ana^arb'as^^). Epiphonia (E^ni^aviia: Ptol.. Appian. Milbr« c. 96. Gic a4 
PaoK 15v4. Pin; Amtoian..22,. 11, Hiero^L p: 705. Conc'CoM. O. ^ 
1^2.411. p. 670.), dO Mill: dstl. yojy Anazarbua andi . eb^nsoweil nArdiidi 
yon AlexandHa am Is^i^cben MB* (Tab.- Peut.)^ alfo eioi|pe Meilen nOrdtifb 
%0B Issifs. . Sie biess nach PKn. 1. 1. iriiber OemandeMy and Aiiderte ^Uesaa 
Namen wabrsfbetnlicb ant^r Antioehus Eplpbanes. Pompejns bevdlkeitf 
sie nacfa dem Seerauberkriege mit Piraten '*). Giutabaia {xaKaxnafiaXidi: 
Appian. Mitbr. 105. Ptol. Plin.. Rlerod. p. 706. Cone. Const; III. p. 670.) 
dstl. yon Anazarbas utod nOrdk von Mopsnestld^); jL im tassersten atrd- 
OsU. Winkel des L^^des , wo der Taoras, an den Amaans stOs^t^ Ntc^ppHt 
(NiitaiTokig : Strab. p. 676. Ptoh Itin. Anton, p.. 190.) m.* mahrere Bef|p- 
feslnngen { besonders Pindemssus n. Erana (let^re acbon aiif .detn Ama- 
nns seibsit), dann ebiaifalJS' auf dem Amanos Sepyra,'Cammaris v. sJ w. 
(alle von Cic. ad Pam.''l5, 4.- genannt). Nicbt'naber zo bestiinaMnie OrlH 
Giricienis « sind : Xj^voingXtg , orwftbnl von AJex. nPoIyb.' bei StepL; Bym. |k 
724. Caf&ipolU (zwisthen, dem Aldsoben Gefiide lind Mopsos genaanl), 
Tkynos (zwiscben Mopsas u. 2epbynnm erwabnt) , Iftfwtp^etm (xwiscbea 
Celenderis'ii. Soloe), Cibyna^ Pinnru^ Peda/wu. Ale (zwiscbea Adaaaa. 
Selinos) a* Dgren (westticber ais totape)'bei- Pjiains^ (voa weldien "Odea 
.mebVerenirohl tbeils nach Pamphylien, , tbeils nadi' Syrien gehttreb^.w^ we* 
nigsten^ bei Aadera dieselbea Nkmen vorkdmmen); TiriovTtoX^ bei Bier 
roel. p. ^OO*. zwi^hen -Anemnrkm tt. Lambs genaniil, das ancb bei Qpast 
Porphyr. tbem. 1, la. tipd X]onc. -Const* IIL p.. 671. .i^>rkoauit^ a. a.' w« 
Ansserdem nennt Plinins, aocb noch im Innem dies Laades die Flfltae JiMa- 
bt^s q. ParUdisus n. A\e B^^e Itnbavus iik Innera nA^Crocodff$ts nabe aa 
der syrischen Grenzcr a* den Amani^en Pforleo. 

ee) Malala (Chroa. 13. Imp. Ct>ii8tantia&) liiss^ ikn irri|;er Weise-u 
Mop'ftuestSa sterben. » . ' * . 

ff) Nicht ZQ verwechsvla mit &er glDichaaiDigen Stadt in fsaaiieo: • VfL 
fFBsteL ad Hierool. p. 7t)&. «. 71i0. .' ' ' 

gg) \%\: Mannert VI, t. S. 92 f. n. S. 1^6. 

•AA) AJbtr wohl nicht das von Ftp).. in eider |;aoz andem Gt§69Q (im NW. 
des Landes)- aiif esetite Flavtovolis, *S, ohen S. 288.. 

it) Vfl. Mbun£rt ebendas. S. 111. ' . . . ^ /. • . . 

kk) Vielleiaht dersetbe Ort, den It Anton, p. -145^. '«. Tab^ Peat, ••(or 
dam Namen Cptabalo^ aber freilich viel siidlieher, adi iaaersten Winkel des 
Isfiischen-MB., anse.lzea, wo 'sich' nock jet^t ein Ovt Namens Carabalat andet 
(y%\.' Manner t VI, 2. S. HO f.) ; ''aBer wohl nusht iv rorweckseU ' mit Har 
irleicbliamigien Stadt In Gappadociea (voa weld^er jiotaa S. 308* (ohaadalt 
warden wird). . i ' .. ' 



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§. 68* ViL^ Cappadoelii. (mH.Aniiie)KlA ViliiOv)# 

Cappaim^a{Kannaio%iU^^)'. Herod. 7, 16. Att. 1, 2,-20. 7^ 
8, 25. Diod: 18, 22. Pelyb. 25, 4, 6, 31, 13, 2. Cic. Manii. 8. a8 
Atl. 9, 18. 20. Tap. Anii. 2^-42. 56.^ 6&.^ Htst.*!, 7d. 15, 12.' 
Eatrop. 6, 6. 10, 7. n., s. w.j beschrieben yon St tab. 12. p. 533 ff.* 
Ptbl..5, 6. Plin: 9, % 8. flicrocl: >• 098 if.),, das urofdlichc 
Naehbarland €itieiensr nnd die ^tlichste Provinz Kt: Aliens (p die 
natolisehe Proy. .Carannanieii) , hafte niehi zu aDen Zeilei^ dieselbef 
Aissdelniiuig. Vot'dtfit Zefteii der Perser bestiliiihte .wobl die Aus- 
breiliiDg des Vol^ssiammes' aucb den Cmfang des I^an^es, und dann 
Katte es in. S. Atn 'Andtauriis aud- Lyeaonien^ -inW. (xrossphiygieo 
«nd PapMagonien, in N. den Pontus' Eiuc. Tom Halys bis ^um Vgb. 
Jaiodiiim Qitd in 0. Kl^inarmenieii zuGrenzen. (Vgl; Sti:ab. p. 533;, 
def ihm p. 539.. in dieser -Ausdebniing vpm Ponfns bis zumTannis 
eine Breiteyon elw^lSOO, und YonPhrygien und Lycaonien bis'zum 
Euphrat -and Anaenien €iQeL$dge Ton etwa SOOQStad. giebt). Schon 
onler ^r Pers;jBerrschafl, wowii^*das Land, zuerst kennen li^rnen, 
war es Aiaeb Sirab, 12. p. 534: *°) fn 2Therle gelbeHt, eiden.nord- 
lieben - Ungs de^ Pontus and einen siidticben langs deS ^ntiUianis, 
dei^h jeder.seilhei{ eignen Stattfaalter balte; nnd diese Tpennung er- 
bielC sieh.auch in sp^tern Zeiten, indem sich anter Alexanders Nach* 
fblgern 2 selbststa(^dige'Kf iche darau9 lildeten , von deHen das^ nord- 
liQbere Ajifan'gs aue^ ftocb Gapjp^adoeien hie^s, nor mitdem Ziisatze 
„ffi» Pontus^' (Stfab. p.. 534. 541. Polyb. 6, 43, l.j, spHler abcr, 
im Gfgensatz' ZQ dem andlicben, Cappadocien ^chi^chtA^eg, -aucb' 
Cappadocieik' ani Taurui (Strak* p^ 534.) genannten {leicbe (zu 
weichem ^^ai^ MBUterie ^ dder der Lan^s^^il^h am. Eaphrat, ostHch 
y|>m eigehitichen Cappadocieil, zwiscfaen dem Antitaurus' utid Am'anns, 



1 . 49) Der Name soD na€)i H^od. 7, 72. nad Poly^. St. hist. 10. (ap. 
Const.- Porpb. de tbem. 2.) persiscben Urspnings sein. Benfey (.Mbn&ts- 
■amev einiger' alter Vdlker. Berlin \^^. S. 116.) c^l^ iha fdr das zen- 
disdie Hvttspadakhj4, (d. i.. das Land, der guten PJTerde)) fuid Burnpufsind 
. Lassen wolfen^anf ^ner Kellinaebnft den Namen Katpadhuk leaen.* (Vefgk 
^r^f end's An. Cappad. in Pauty's Realencycl. Ili S. 135/) Plin. 6, 3, 6; 
IdteC' de* N»neu des Laiides von^dem. unten erwAhnten Flusse Cappa* 
doy: her. . * , 

' 60).^eltsani d>er ist es finBilicb, dass, obgleich dtese Etntbeifong 
sc(i<^a im. Pers. Zeitalter bestandeil haben soil, denaocb Xenophon b. Dio^ 
dor. Sic. stets nur vop-^iViem Gappad. 8precheb;'u.dass ancb nach AIexan«- 
den Tode gacv Cappad. emem Feldbemi des^lbea, d^m. Eomenes' zufkllk 
(Con. 10; 10. Justin: 13, 14.) * ' ^ ' " - 

.19* 



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in die Gebirge*des Taurus hiv^in iia4 Jang^ der Greo^ypii Gli^ 
propria bis zor syrisohen Prtr. Comoiagdse {l^Ub.)) gi^sclilageri inir- 
deB)^^)v bkis Pontww get^nnt, »ad water. diesemNanep einfi dtf 
Aiaehtigsteii (leicfie in. i^Lsieu-'wurde; Die Aomer ' aber , ; (tie aaob . B^ 
siegung des Mitbiid^ft ^War PimUtt sspr rom. Pnmna gemmohtf 
Caj^adocien jedoch ii4^b.«inige Zeit iang uoter o^;!^ K^^"W^ bai^ra 
foribestebeir. fasseo v vereiDigten spater lu^ier Tiberias im J. it,. 770. 
beide Reicbe ^ieder^-scblugen nocb KieinarnKioieo dd^a, and sctKofe^ 
so eine der grd;$stca Provinz^n des r^m. Reicbs , NamJena Cofpado^ 
gia <vgl. Tai5. Ann. 2, 42. ?6.;D|o Cass, 57, 17.-,Rufiis Brev. U-- 
Eutrop. 7, 11. NofirelL |usUn. 36.>^^), welcbe fosi den d^illea Tkcil 
der gaqzen Halbinselumfas^e, einen Fi^hetainlital^ van. niebr aU 
300U.OM. batte,. nnd in ^ Uoierabtb^iiuagen zerfie}: 1) das fruhere 
eigentUebe Cappadocien liings des Antitaurns*, 2^. Kleinai^nienieB inil 
Melitene and Cata6nie4 , 3)LPaatus Galatlpus, A) Pgnlus Polemonia- 
cos, 5) fontas Cap^Wociaa. Wirjiaben es bier ^nnttfhst 9iir ii6il. den 
beiden ersten Tbeikn od» dem^tgentUcben C^padocieli oat-Eiasclilasa 
von Gi^iaonien, MeliUfne n. Kleinanilenien zu IbaU) -welches folgeode 
Grenzen batfe : In S. Cilicien, von dem «s*der Taarus, a. Syriefi/yoa 
dem OS der Amanus schied, in. Wi Lycao^en u^^Galatien^ yondoaen 
es auch Gebirgszuge uo.d^ler Fi. Caypado:!; ^Plin«) tri^niien, vgk ]K.« 
wa der,Antitaurus die Grenze bildete-, Gatatien and Pojatoa, in O. 
Araenien.,. von weicbem es der Eu^hrat and Lycus (Plii^) Irennte. 
Das ei^entlicbe Cappadocieta, m\X Aussefatass der iirei iindern eben g^- 
nanntea LandscbaRen, zerfiel j(n^cb Sl^rab* jr. 534. .EpiL 1^ U2. ^ 152« 
Buds. u. Ptal. , ygl. aucb Ptin. 6, 3, 3.)^ zur Zeit etpbeiniscbar Kd* 
nige ia (61gende.6 Djstrikie : 1) MarmeuB (tj MofifHiP^f Slrab, ji« 
540. Piin.) Oder Moramene (jj Mogaficvv: Strab. p. 534- u. Epit. 
1, 12.), der n^rdweslliabste decaelbeii za beiden Saikendes Halys, 

.51) Die Bewobner diaser beideo LAnder Tareii 4bfcr Herihinflt naok 
gewiss ebenfalU. Syrer, da^sitb ia'Sprache v. Sittea der Gap^addHer mmi 
CataoDteV eiganUieli gar* keine Versebiede^H a^lgfe (Strak'lf. pi. IMI4»); 
batten aber inter der Pera. Herrachaft nicbt zu .Cappadocien, soddtrn 
wabrscbeinlidi an Ciliei/en gehort.' Dean Her^d. 5, 49. 52. kannl in Mcfi- 
tene, westl. vom Euphrat, keine Gappadocier, .sondem jCilicier, and ki^ 
Xeiiopbon (An. f« 2, 19 ff./ sebeint Gataoiaen,' deason -er 4di einerbeaon- 
derea Landschaft gar aichl gedenki, scbon zn Gifician jdi recbnea. 

52) Apoh^Stcab. 12. p. 534.', ^er die Biaricbtu^ der neoen Proxini 
(iin J. 774.9 wo. er ^hra^beiptich dasl^* B.,aGbrieb) >la,n^ nkbt^vl^ 
endet be^icbnet. Vgi. Groskurd fid. IL S. 4M. 



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§, ^, .Qap^A40oU (nut Armenia iB'inor)^^ 998 

(PliB. *Ha/ifimiMt¥fj': Str^b/ p* 540.; dagegen p. 534.'£«/ioy«l^\ 
bei Pud. and in der EpiL StjraJ)^^ L Xa^fAigfffjv^)^ nprdosdl. DBben 
i^ vorigea,, an der^Greo;ie r<m IVfttus) ^).^mfauriiis (Sirab. 
Epit. 1. 1. -0. XHin.> h^i Stnab;^. 534« vieHeicbt versofarieben 'lativ^ 
fHtcX^y 4A%v 'G^rsauria (Faga^ioi^^Ut Plpl.^-bei Sirabo p. S40. 
abera^a verachneb^a JTo^rai)*^! vgl. 12. ph-iSZ., a* U, p. 663^ 
wo die HaupUtadt A(pac(oit;p(»*'geDaoot* wjrd); jiudlj^ oAief Aloaa- 
Bieiie,-4er ^tidweatlichste DisXrikt aa der. Create wm. LycatoakA^ 
dvrcb welobea die HaopUirass^ voa Aa^jrra 4ibe(r Tf ana nm^ CilicleB 
fibit«; 4) Sargarmusene (2agytiQwWJifr$ii SlfaK p. 5^.-{p/ ^34. 
Tetsehiieben Soifya&fjyi^^ PloL 1. U taeb'ed.. flmsia. jy. ^^^:) o^ 
S^rgattraieme (Jk^tbyi^a^fflMJ t PUjL ibii*. iRMib den^dd^ H, altepii 
Aasgg.H.. PIfB.) ,1 <^pb neliea CajDoiatieiifi an der .Gremi^'voii P,aA|- 
i«s; 5) aUcia (17 JCa«ji/du Strak.'u. Ptol.U. UL), oatlipb. aebfii 
Garsaaritb and stidlieh uQiep S;au*garausetie , der iiijier^^^Tk^il. Capi- 
pad. (mit der UaupLst* 'Mazaca) ^ .de38eiic Nafbe noch daraa Winner^, 
dasa Ciliei^ii eitastJns ui'9 Inaere^vou^apiad. r^kbte?^)^ ^y^Tjf'ani" 
iw (fj,TiW9^i%tet Sirab. Plot U*> 11.) »' aUdlich voii dejn.rorig^Hi.iuid 
weslUdi von Cataonieii^ A^r siuUkhste Diatriki aa der^iCratf^e voo 
Cifieia aspera. S^udieseii Q Caiiiooen ftigl>Plol. nocU aU dea add- 
wesllicbaKo , oboa Jue|soadera Namaa ^ eio abgepssi^nes ^Sliick voa 
Lyeaoiiea nut dea 'Stadteu Ic^ium , Laraada and Derbe ^^)- Aaab 

'. M) Uater der rOm. Qarrschaft war. er zu Galatfc^ geseblagep, wet- 
balb ibn aiidk Ptol. .nipkt mU ont^r deo Qaatons Cappadocieba aufHUift, 
toadero Cammaiiene.zii dem Rordwestlicfasten derselben macbt/ 

54) Docb s. untea Ndle 5^' ^ - ' • 

' 55) Aoch Herod. §, 5!^/keiiiit einen Laadstrick'Cappadocieas onler 
deal Naaea Cilicia^^iet aber Ostlieker iih ^patera Melhaoe aa sn.cbaa i%U * 
56) Mannfiri Vl» 2. S. 151. ^telH die VerauUhuag aaf; da«ir vi0l|^ehl 
$tra}k> dieseo Di^trikt josit jonem N.'kmeQ Isquritis^ beaeichne, uad diesar 
also aicht verscfariebcn ^ei; Wean aber dieser NameVirklicb ^istirte jund 
seboQ Sirabo ibn kaaate, w/irum £ndel er sicb aicblaucfc bei.Piolaaillus? 
*-^ Uebn'gens theifte spi&larbin (uin^s J. 371. a. Cbr.)i Ser Kaiser Vaiep^ 
da^ eigealiiche Cappadociea mieder ip Cupp. prima il. $ecunda^ voa denea 
enures die jiOrdlicb^i?q Gaue Cilicfa, Sargaransene u. Caramanenfe mit dSir 
HaaptsU -Caesarea, letzteres die ^sUdlicbera ^aue Tyaoitis iind GaMaiifitjs 
■lit der HauptsL Tyspa amfasste. Justinian ini 6^ Jahrh.^raf wjeoer, eine 
aeoe Eiotbeiluag ia 3 Proviozen u.*erhob das Kastell Mokisos zur ftayptst. 
?0n Capp. ifiriia , welches wohl di^ westlicHen Distrikte Camroanene uud 
Garsauriti^ ia. sicb J)fgnff. X^gl. Procop. Je aed. 5, 4^ (L .Ik'esseL ad Hip- 
rod, p/ 698. u. 700 6q.) ,; , • ., .; 



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294 Zweit^r Theil. Politidohtf l^eographie. 

Cfl(aont«i jirar , nach PtoL »^ (ygl. mit Strab.~p.'534'.J, pnter den 
I^oBfern. — r Sirfp wissen nioht, scit waan? -^ ip Vier Distrikte ge* 
Ibeilt, .naiolic(b l);Ci7^iro;fra (Hatuoifia) im engern Siune^ der siid- 
Ikhste, nogs, von fiergen eingesMitosseae Tbeil unmiUeUnar* nordl. 
^c Cilicieii ; 2) Artnene (im. Co^. Coisl. ^ji^aftjvi^ , ifi liadein 
^AQOVfivfj ^ bci Erasm.. 'Pat/tyvi;; b^i Strab. 1. I. SaQaovfjinj),[<S9A, 
neben ^i^eni in di^D'iidrdlichen Zweigea des Amanos; Z)Lw>ianesmt 
^. L(nimimiesme iAaoviai>rjGivij iin C6d.,Pal.', Aavtavyim Coi. 
Ceisk a. iltera Ausg. , ui(xdt;m(»i/i7a«v^ bet Eraism; , bei Strab., 1. 1. 
i/{aoviyaaf]vijU, nbrilidi yoniHzttvtm y ebenfalls am Dordi..Abhaiige 
des^Amaims bis zvofi Eaphrat, uiid 4) Muriane od. JUurlaune (Mo^ 
piai/t;,Etasm;, MovQtftvvi^ Cod. Coisl. u« die liltern 'Aasggl), ^^^'^sU. 
neben ietzterem^ H^erdL von Cataoniaim engern Sin^ne ttn<l sfidwesd. 
von Melitene *•). — Die Eii^wohner gehSrteii zn dem^gtossen 
•8]rnscbeD VoLksstamme, and.worden ^hiDir ancb von* den. Persern 
Syrer (Rerod. 1/72. 76. 5, 49«) oder, zum Ifnlerschiede ron deA 
eigentlieben , ^urcb die Sonne mehr geltraunt^n Syrem, die fVeissem 
Syrer (AtDxoa^Qot : Strab- 12. p. 534. 16. p. 737. Eoslatb. ad Dio^ 
nys, y. 772. n. 970. PHn.) lenannt, trelcheif Namen ancb die Gric- 
.cben , wenigstens fiir die Bewohner des Kiistenstricbg am scbwarzen 
Meere, stje|s beibebielten / wahreiKd si^ d^gegeu die Bewohner des 
stidlichern Landes od. des. eigentlichen Cappadociens mil dem einjiei- 
mkcben * Nfimen Cappadooier (KanTfcrSdiiat: Herod. 1^' 72^ Diohysw 
V.974. Strab.lt. p.49L 511. 12. p;533. 541 ff. 16. p. 737. u. s.w. 
Cappadoce9: Tajj. 15, 6. Liv. 38, 26. Mela 1, 2, 5, 3, 8, 5. o. s. w. 
iPfa^ato Jot auch Siephl Byz.) benannten, deti man vomFlnsse Cappa- 
dox (einem' Nebenflnsse des Balys) berlejt^t. (Vgl. jedoch Note 49.). 
Sie standen.b^i den- Alten- twiiT im . Hnfe der Tapferkeit (Justin. 13, 
• 6.) , zngleich aber aoch dea Jieichtsinns , iler Treulosigkeit iinil eines 
silavischen Sinnes , der so weit.^pg, da6s sie die thnen gebotene 
Gelegenheit^ sich der 'Herrscbad' eines Monaroben zii entzieben iind 
— ' — , — • — * . ' ' ' ' ■ 

57) Der aber tUese Distrikte Gataonicas , schon 2u Kleinarmeniea 
reebnet. * ; 

58) Die'sec Distrikt fehit bei Strabo p. ^34., welcher fiberhanpl von 
Plot, etwas'abweicbead die 10 Gaue also bezeicbaet; a) die 5 a^ Taa- 
ms: Meliteoe, Cataoaia,' Cificia, Tyanilis imd Garsanritis; ^)'die 5'&bH- 
gen: Laviaiasene, Sargaraasene ^ Saravene, Cbamaaene, Mortmene, da- 
neben aber anch'noch 2. p. 73. o. 12. p. 539. (wo dje gewobnilcho Lesart 
Fu^aduvla ads d'er.erstem Stelle za bericbtigen ist) im sQdltcbsten Theile 
des L'andes zwischen dem Arg^us and Jaunis e^en Distrikt Bagadanim 
(Bayadawlot) erf^afant, den Stepb. Byz. p. 159. Bayudaovla njrant. ' 



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$.68, ,€^jipail<M:ia (init Appieni^ nii^^r). .SOS 

■•4 4ii €Ikb Preisttate za 4€l>eD, vpa' sick Miep^ (Sirab* p- MO: 
Jiskii. Mf B.). -*.^ |hr Land war .nach alien RMpbtwig^Jti liin tq|| Ge^ 
ktrgoi attgebflB «Qd ihirebaogea, mid Mi sich immer lidber gegen ^. 
«i4 dMi Aiitilattiras hinj dean dass sitb van dtesain aQs.Cappad. ge- 
gte S. abdackt, adien wir dal*au8, di^ss alle antdem Antitaurui^ eaU 
^prhigeDde FlSase dea Landes den siidlicbeni Taunis dufchbreeh^n:, 
jm9- skii ai^en Weg ii^s Mi^bneer. bahAen. Daber .War CAppad. 
in €aiii€ii ek ranbea andvUiinder fraehlbares, ja , Utoiz seipi^r vielen 
Berge^ selbat bdxann^Xand^ <deiuo nar der Atgaus wmr bewahietx 
Slrab, p. {i38«Jf.* Do^h eqtbieli'es aacb«eitn&ebi« aeh'r (rucbtkure 
Distrikte, naBeatlicJl^ J|lelitene , walcbea atle'Oewifebse lUeitiasiena^ 
nit Ansnahne der iayner grunesden^ selbst ^en.Oelbaum uod idla 
^eren BamnfWichtfl^des atidtiobern* Syriens benforbracbte (iStrab^ ^. 
535.), MBeailichanoh cdna sebr- beliebte Weinsorfe, .'dan- q2vqo 

' jif ove^/fi^C- Aniiere' Geganden , namepUicb ntCataonieD^ dgneten 
sieh treHieb , s^ar Viehzuobt, - Die Ha nptprodukte Cappadpciaaa 
waren, a«aaar jeoen .Meliteliiacheii Wein (Strab. L L)/aAd: eiai*- 

. gisn VV^aiti0B, B9 yrie Onyxen, Alabaster, KrysiaQ,- Mlunenglas 
a. s. w.- (Sinib. 1%. p. 540. Pltn. ^, S, 12. 36, 22, 45^)^ bcaiiiK; 
ders 2iiinoliier (Strab. 1. I.) ^) and eine trefflicbe Race von Pfi»r* 
den (a«neirtfiMi in Apm Distnkte ewisc6en Ciiaarea waA Tyana an 
Argias > Cland. in Huf. 2, 31. Veget. de re vet: 4, 6, 3. ^dn. Hie- 
ros. p. 577«} , ausserdem aucb ,ein|e Menge wilder'Esel (Sirab. 12. 
p. 539. /YgK §. 5^.)^ D\e bocbste Ber^spUze des Landes ist der 

^Af. Arjfdeusij. Ardschiscb.: s. oben S. 45XJ[. Die Flusse aber 
waren in N.'der^:fftf^ (s. pben $. 99L), mit den Nekenftnssen Cop- 

padox ^Plin.* 6^ 3.) , der in Lycaonien entspringt, bei Archelais vtfjr- 
beifliesst^ in seinein nordostl. 'Lanfe die Grenze ^wiscben GalatTen 
ud Cappad.. bildet^ nod sicb, vielleicbt^ Parnassus (?), in den Ha- 
lys ■itittdet(der heiH. Kisilbissar), u.^dem Wi Mazaea vorbeiflieasenden 
M^Upf{Mikait Strab. p.538f.$ j.Kara-sa)<^o), der, binfig aua- 



* ^) Bar eigeotticb woU anreia vorxflglkh gnter Rtftbel war. VergI, 
CrMbirnf zaSlrabo L i. Bd. 2. S. 457. Note 4. 

• »60> Strabo L 1. Usst iha fretlich in. den Eopbrat fairen; alieib daer 
nacsb jbn' aabb eiaea Tbetl der galatischen BatilzuDgen in Phrygien Obe^- 
mdkmtmmX babes soil, ala er die Dflmme dvcbbricby dorcb derea Auffttb- 
pipg ibn dar IwSnigAriaratbes te seiner fielastig)iiig in einea See iiatte yef^ 
waadela lasses, jeoeaber eja: vonMasaea saddsll. aaefi dem'Eupbrai berUber 
fliesseader Strom gar tiicht berUfaren wflrde', der bei Kaisarieb fliessende 
ILara Sa bingt^gea^ aaf wakbea^Strabo's ScbiUemag sebr.geoaa passt,' etn 



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296; 2,weiter Tbeil. Poliiiseb^ Geuftafiiije. 

tfeteod , viele Morastc And Siinpfe biUei»>«4 fie I^ult mb Bjbawei 
ber verdirii£. 'Ferner ein grds9er.er Nebettflv3S des ^apkraii, M% 
osilfchen GreDzstroms Gappa4o(»eiis*, den Str&b.^ 537. Curmal^ 
(KxtQiUiMXai, nacb andrer Hs^rl KdfjuaXoC)^ PftoL<&f (|. aberili^&tf 
{MiXag) n'eiiDt, d^ nach lelz(^rem seine i^ii^U^ a«f dem JM^ At- 
ga^Qs. hat, ^nd nacb ziemlieb langeqi, osUicbentLafifebei dec Sudt 
CarmAla (PioI> 5, Sl) i|»ilen Eaphrat f&Ut^Of ^* ^"^ !^ 'i*^ ^^^^ ^^t^n 
in CUFifieii bejcaant geWordeiieBy.der Lamms^y Cgdnm^ '^^m^uui 
P^artUf8(s.'&. 277.>.-^ Was di.e Stadte d^a Laadea bettm, ^ eatr 
»Caiidfjti'4icse alle erst unief der .HerrscbaA di^p ftooier* ^ Vorftec.hai^ 
tan die £appa!dooiieix nai* fesre Kaatelle auf ihrea Bfsrgao and erne Aa- 
labl offner Fledben gebaiKr(vgl. Strab. pi 537.)* A«» letclera warden 
erst da)*cb die Rdmer grosaere SUMie geschaffejaV wabraiid aratercv 
ais Sichre Scbhipfwint^I and Zoflucbtsorter des iioMrdra^lOenyolkes, 
onter dea tiUndeii. derselben in Siaub saniea** Di^ wicbiigerQ der-- 
aelbeUy die abet fasi aU'e^erstlwi Scbriftstellern einea sp^tereii, als 
dea AngnsleiscIleB,, Zeilalters yorkoaaien, warea rolgende : 

.ff) Im'ergeniticben Cappadoeien^ and 'Zwar^cx) in. aeioenWrdli-, 
oheni Theilen^): Uomsu^. (M^kiftfog : Ppocop. FabiK 4uM.. 5 » 4. 



Nebeniiisi des Halfs i«t, so ist esjl^aum isinem Zweifel aaterwoiieB« dass 
MCh-Strabo K 1« eiaes Irrthpms ^jchaldig gjDoiachl bat, and dasa es statt el^' 
nir JSv<p^Ti]v heissen inflsse eig TQif'lt^w. ^Vergl. Hamilton jm Joura. of 
the Geogr. Sol. V\\\. p. 149^ ja. Researches II. p« 259:01) Dei^ Gnia4 des 
Irrthams aber lag 'ohne -Zweifel hi eincr Verwechscluftg des bei Caesarea 
fli^ssenden kl^nen Flu^ses mil 4eai oben.erwIbnten'grasserea'Jf^Ais^ ,' - ^ 
. -' %\) Dass liese baiden Namea ejnen uod denselben FLuss bezeicbp^ 
ergiebt^sicb iheils aas dem oben schon bemerkten Umstande, dass Ptol. 
eiae Sladl Garmalit an seinen Mclas setzt , theils be^onders • aach daraas, 
dass dleser Nebeofluss des^Euphrat nocb bis auf den^heutig^n T^i'g'sdwohl 
dea Namen Roiramas oder Kbretnos (der leicht ^ns Carmalas ^ntstaadan 
sein l^ana) al^ die BenenDOftg Kara Su (d. i< eben'-Mebis, der, sdncarze 
^\vA%) f&hrt. Strabo, der olTeiibar den klemen JPIoss bei.jQasarea Mazaira 
mil ihm verwechselte, Hlilt dabei noch in einep andern I^rthdfl]^ indem er 
sefnen Carmalas nicht Ostlich in den Euphrat, sondern sUdlich nacb Oilicien 
biaab fliessen Iffssf. Da ^ aber sowoM-ifin ^elbct,' afs das Stadntbcm Herpa^' 
in seiner Nilhe ausdriicklidi nach Sargah*aosene setzi, a. aaeb in ^ner aa- 
dem Stclle, 14. p. 663., dem Orte llerpbae (wie ar/ihn bier nemi^ seinen 
Ptatz in der Nabe des Enphrat tind Melitene^s anweisi, so mbsst^ d^ Gar- 
liialas em sehr bedeuiender Phiss sein, wlen^ er aos den noi^dasttchitoo 
Theiten €appadociens bis naeh GiHcien hinabftiessen sollte, «« os wiTe^dna. 
kanm' zn erkl^en, wie ibn alle andern Scbriftstelter va4Kg nk StiUsdiwei- 
gcn flbergehen k((nntea. - , * ; 

62) Der oben ervfthnien Dtslrftlsintieitmi^ kaanen wir Uop in AM- 



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§«68. C«ppt4rooia (out AnndDia sitAor}.; 287 

Coii0«.Cl<iiis|. H. p^96.'; j. tCr Sobobr), <iB Kartell' Ir' daaiiord;^ 
wafiUi^iuHe&^.Xb/eilen ilea Landes.^ wdeliea Jastiua» bei der Hiraea 
fiinJtbeilairg in 3 Pr^tiozen ($.- Note §#•) vei^osaerte and iturHai^ 
aiadt Tan Cappadt toriia ^liicbui ; die nun nacfa ihreai SlifUir Jn^tin 
mUmopdis kenanai. wncde (PffocDp..de aedifi^ 5, 4. Coostaiii; Parph« 
a. flkr^. n. li*). --. Jf«Mc«. (ca Miicmm: Strab. p. ^7 f . PM. , 
Slqph* Bya(- p%434., Maxacay oarPliA. J9irl. B. Alexw^ g/06. . Ann 
WM.V^y.^.^ lMuXen..Epke'$.'3.jn/il(x^aoV)«^)» aiit dear Brf« 
aameD fivaij^ud (Strab. 1. 1. Slktuozei\ bei Eckkel doclr. mm. T; lU^ 
p. 187/ n. Sesti^ Geo. aam,.^, 60,), di# alte ll9iipt(8ta<H de^^^aoaep 
Landes aaf doer ^kablen fiid aafriiobtbareny dareh ^^aUmdiaobes 
Feoar^) verodeUtn (Strab.) H^beb^ne am Fosse des l^benliergel 
Aiyaaa <Sorab. Ptin.)^ in c^r NShe des Fjiisschens. Melaa* tOid.m 
paar.Meilen siidL.yom.Halya^^); Anfaags nor.ein offaar Fte€kea*^)» 
apatef aber, atsTiberios Capped^ znr Provin;^ itaacbte, vergro$sait| 
and Toa xmn an, nisi ll^iiptstadt dor ProViaa , Caesar^9> genannt,^^ 
(£oCrbp^7,.ll. Plin» X^^ ^^ ^^^ iV^oa^in^^ neant] Siiid. v. 'TV 
fi€Qio^7 Hitfran. Gfaran« p. 1^7. JSTcam^eMC HietooL p/ 698/ Phi-. 



^eaeiaaa akbft lalgeot da die 6r«a«€a dar. eiaz^bra .Dislrifcte^iBS aieht 
g«oan b^aant said,, al wiip* soioii npr Jiei yfpmf;m Stfdlea ant G^wmk^t 
aafdiea kanaea^ ia weleham die$af Gaae sk tagea. \yir mOsaen }iier J>ei 
ajarai ^ waaig bekaaateav' aock vaa aeaero.RaiseBden nvt^ teitea lif rOhriea 
Laaje' haaptaiehli A der Ridiauig 4a^ Strassea io.daa>|ltuieraiieo folgen. > 

63) Bs. war diess d«r eiabaiaiisthat s^Uclie Name, Vgl. Hierdayiai 
Ji^aaeat la Genea. c. 14). . - • 

64} Das nach Strabo (der von Feaergmben in der Uibgi0gend<aaf viele 
Sladien ^^A spriabt) aaeh aa mebrern Stejten auflbdei^e. NoeliJefElt zeigt 
die Umgegend voo Kaii»«riek di^ deuUichsten. Spueeii des eiascigea Tulkani- 
icben Cbarakteps, abgteicb jeUt das' ui|(erirdistei^e Feuer gaazUdi erloschea 
xa feia aebbiai, and der Boden ntt flmcbtba^ Er/le bedecki isk ygl. T«- 
sitr"^ Beiicfat im AaslaAde 1836. S. 367 ff. / 

. 65) Voa Tyaoa *73^ voa leoBUnn- 162 MHI. (Tab. Peat.), von Aacyca 
IB Galaliatf 198 Miti. (It. Ant. p.^5«) i^dere J)i^taaiEen s..bm ^a(o.l. I. 
a.-Jlaawe;y yi,.2- & 258 A .. 

6ai> So dass es a^BwyoniTlgriaaes tekbt^iageaoa^uiea wei(dea IwaBle, 
der a1)e Einwohner nach Mesopotanaco wegtrieh a. TigranoeevU aut ihnan 
aavalkerte^' van wo j^dock^eMeistea nath der firobenuig Tigraaocerta's 
dar^ die RJHne^ sarackkekrteii^ . 

67) iSpaiave , rvie S^aam* bist eed.'5r4. sehreibea iKeaa UatwaaA- 
hmg'-erst' dem Kaiser Claudias iSHi wShreiid ^agegen Sext. ftirfus Bbev. c. 
1 1 . dieselbe schon yom Arcbelaus herl^itet. . . 



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298 Zweiier 'theil. PoHtischeG.eo'gra^hie. 

.iostr.vU, Soph'. 2,. 13. It. Antota.* p; 210. 211. a. s. w;;lioch j: Ku- 
s^^frteb).. Bei der -spatdru Eiptheil^uig iil, Gapp. prima und'seoiftMb 
bUeb sie weni^steiM Hauptst. des efsterea ^^. JostiiiH^ tefestigte'sie 
dorcti Aene ' Mameirn (Procop.* Aed. 5, 4.); auoh.war.«ie eine der 
HauptmlJazsUitteji des rdni. . Rcich>'»). • — Archetiis (A^iTiitk-: 
Ptol. Plin. 6, 3. Solid. <;. 45^ 3. Itin: Anton, p. 144. Itin. Hiisres^ 
p. 576. Tab. Peut. ; J. Aks«rai) am^FIiisse Cappadox^o); go Mill. Ton 
Tfan^ (Itiim. U.'4I.>; wid bdebst wahrscbeinlicb dn der Scelle vei| 
Garsaura (rd, ragamv^a: Strab. p.* $37: 568. 663.) » '^r alien 
Hkiplatadt des Distrikte Gtfrsauritis. od. 6ar$aaria (Weldie 680 Slad. 
'.TOB Casarea , ga6z iiahe an' der Westgrenze des liaiides g^en Ly- 
oaonien, 120 St^jl. von der ijrcaon. Stadt Coropassus lag^ und nur eia 
offner F'leclLen war< Strab*. p. 537. 568.), voin Archelans, dea 
let^ten Koiiige von Cappad. , gegrundet, nod vom Kaiser Claadiiu 
ziip Kplonie erhoben (Plin. SoHn. Ilinbr.U^ 11.) '^^ ^ In den and- 
lichmi Th^ilen : TyUka (^ Tfia^a : Strab. p. 537. Plol. St«ph. 
Byzl p. 670. Plin! Ammian. ^, 6. It Anton. pv'l45; ^ieroci. p. 
70p. Thyanm: Vopisc. Anrel. c. 22. Tfitanas It. Hieros. p. 577.) ^^), 
eine alte, auf dnem Dammder Semiramis erbaute.'Stadt am ¥wst 
des Taurus, in der Nabe der Ciliciseben Pa^se 7^) (Strab. 1. I.), an 



^ - 68) Wte bedeiftend sie in splterer Zeit war, sieht nan dhra^'dast 
Sofia ^ C» 45i $i^ Urbium niattjr nemit. (Vgl. aiieb Mart pap. 6. §. 690.)- 

* 69> Aaeh jefzt'noeh ist Kmsanek die ansefamcbste Stadt des Landes, 
«; hat eine Citadelfe, deren die Aiten nioht ge'deakm. VAer die' Rnia^ 
der altea, spater dureh eia {irdbebea.zerst^rten Stadt (^epb. Brjreia. 
2, 3.) vergl. Abulfeda Tab. XVIL in BitsdHing'sMsigi Th. V. S. 308. die 
Berichte vod Texiern. Brant \m Ansrand. 1836. Nr. 92 ff. 1837. Nr. 09. 
a. UamHlon Researches H. .p. 267 f. • . 

70) ^iB. I. I. sagt, in Fol^^e der'oben erwahat^ea Ver^eehselajiig des 
Cappadox mil dem Halys selbst : quam ffalys pr^eHuit. 
. '. 71) Abulfeda Tab. XVII. neDnt'sfe Aksara (w'eisses Schloss); n. nodk 
jet^ fdhrt sie den Named Akserai, desseo fiatfeniang voo Kaisariebgan 
der von Strabo angegebenen Dlstanz ' zwischen ifazaca iriid Garsanfa ent- 
spricl^t Vergl. liamiltorCi Berieht im Joumi of the foyal Geqgrl Soc. Vol. 
VIII. p. 155; D. Researches II. p. 230« auch Leake^ p, 75. ManHeri VI, 2. 
S. 266. irrt nicht wedig, wenn er sie Air das b^ot Kir&aar odei* Kirsdiehr 
<gratte Stadt) hak, welches viel'weiter gegen N. Ifegt (Vei^l. PomI Luem* 
Sec. Voyage p. 124;. PocotkellL S. 134.) 

72) Nach Aman. Peripl. Ponti Eiix. p. 6. soil ste nrsprfiD|;Hch Biaim 
geheissen'U, Thoas, KUnig you Thracien, welcher d^ Or^Mst n. Pylades bis 
hi«rher v^rfolgte, sie. gegrOodet haben, eiu Myjthus, dea ancb.Stepli. Byz. 
v. rvai/o. erw^yint • > 

73) Vgl.-obenS. 48. ' . ' ' . , 



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§« 68. Cappadoeia (mft Armearia niiti*6r)v S99 

einem' Ueinen Nebenfltisischeb 'de^ Lamvs* (Sirab. 13. p^ 587-7 and 
ail 4er.Haiipt8tra9se Dadb .Cilkien 'uid Sfriep , 300 Stad. ren C^i-: 
atra (Sttab. Pt6l. 11. II.) and 400 ^tad. von Mazaca (Ptoh) ^), ^Tck 
Natar aad Kan^t atark befestigi. Seit Caraea&a war ski rdm. Keloifie 
(MSnzen heVEdkhel doetr.'niiiii.' T. III.* p. 195. u. Sesttki'^t^r. 
HUM. p. 60.*), ^. wurde, weil ^ie aplKer 2d dem ileiche der Zen€^ 
gehiSrte, yom -Anpelian im J. 27% n.\Chr. erobei*t (Vopisc. Atercl- 
e. 22-7-24^), Yoni ValenS' abet* znr Hauptst.ronOapp. seciinda' gemaofat 
(Malala €bron. III. Inipw Valeoa/ Not. Imp: n. Hieroci. Ih II.), naeh^ 
dem sic VDrhcr nur Haaptst. des. Gaues Tjranitis gcwesea war. Gt^ 
b«rts6rt des b^riibmten.Prophelen u. Wanderthaters ApoUcmtitd (Pbi*- 
lostr; Tit. ApoIIon.1,4.)^^). Jn der Niibe be{aad sif b ^n Tdnpel deia 
Jfgpiter mit einem See to einer morasfcigeA Ebene , ' aus \ire1cfaem* erne 
gleichMls demJopiler gebeilfgte Quelle, Nameds^f^aiR^^offi kodirnd 
n; sprodelnd lieiV^rbricbt , wShretid dais Wasse^ des S^Ss selb^t, der 
Ue sein Ufer iil|erstr5mt\ , ^ebr kalt ist (Pbilostr.' vit. Apollon. 1, '41 
Amnuan.- 23, 6:y^ 'mit Strab. p. 536. u. Arist; mir. aosc. c. 163.)'^). 



^ 74) Nach Tab. Peut. aber 73 Mill, oder 14. g. M. vo;i Mazaca. 
'/ 75) Nadb Binigen das beut. Karahis^ar (d. i; das schwarze Scb!o$s)^ . 
wo sick eine Mengevbn Roioen finden^ and detosea Einw. nocb jelzt yer- 
sickeni,. dasa ftre SUidt die alte Haiiptst* Gappafdodeas sei. (PaulLuetts 
Sec. YQyage c. 10. p. j[i3. ^VgL tiafinert VI, %.S, ^63.). Alleia dieses 
Karahissar li'egt zb weit ndrdlich, als dass jbs T^ana sein kOnnte, o^ scbeint 
rielmebr das al^ Cyzistra (s.'unten Note S2.). Tyank dage^en vst das 
beaUKlz oder Kilis Hissar sfTdteestlicb von Nfgdeji (mit Ruiliien and einem 
berrlidien aotiken Aqattduktj, wie ^on Ltak^ Asia niin. p. 61 f., Kin^eir 
I. p. 181. (^ es Ketcb Hissar nennt) n. fexier <vg1. Ansland. Apr. 1836.) 
vermatfieten , Hamilton aber Researched -II. p. 362 *f. dadorch, dasscfria 
der Nahe desselben' an^ch die Quelte AsbamSon auffand (s. Mote 760 ^^ 
dent dargelban hat.% itebrigens zeigt anch 3iannert a^'a. 0., dass Tyani^ 
nicht (wie ttJnville^ ReicAdrd^. Leake ^i^^i.^ Georgii Handb. der allte 
Geo. I. S. 43. a. A; aoRebmen) das Dana sein kOnn^, wo nacb Xen. An. 
1,'2, 20. der jOngere Cyms in die Pftssa des Talims einzodringea begami, 
sondera dass es^viel weiter sad((stl. z\i sih^en sei.. (Vgl. antea Note 92. jf.) 
76) Nach ihr ftihrte dem Amraian. l.'l. zafolgeJnpHbr*hier aoch doa 
Beinamen j'sbamaeus ^^ fblgen wir aber derEmond* von Tyrmhitt bei Strab. 
1. 1. (der statt i€QO(pipij 'Jio'g Jccnitj ai XnnofA^ tavitj^ zu lesen vor- 
scblagt Jiog JoKiijov oder Ja^itjvoh Xhii,) , so wQrde er aucb ^en (wakr* 
scheinlich' eidieimischen) Nameii Daki^as geliihrt haben. Uebrigens. fiind 
Uamiiion diesen ' meriLwttrdig<Mi. Seeioder Vf\M 2 erigl. M. sfl<Hich voa Rfe 
Rissar ganz so, wie ihn Ammion'. a. Philostrativs beschreibeo*. -Er Kegt an. 
Mittelponkte eieer mor^sligen Ebene, ha^ etw'a 40 F. ini Dofrehmesseri eiii- 
hak ein schmaziges, sebr kalles ^Wasser von sehwefeloidigem (verache, flias 



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9W Zwtiitt TbdU. PolitiBehe Googmpliie.; 

. ^ ^> la Cdtu&ntet^ (ifrlimwci^Ut)^^),, also im sMIiebsteft Tbeile 
deB^'L^des^ desseo (JstlietH; Hiitfte eiD mHten . U ^^^^ T^i^^ohi^^'^i^B 
Zweigen.des Taurus gdegeiie$,Gebii^Und*ist (SHrab. 12. p. 535.), 
uriihfeiid die wesUicbe Halfte eiM groa^e-, 4a4t »iogs yoa B^i^nr uurr 
aeUossene und dur .uacf^ W« oder Xyc^i^ii^ Bin-sidi abd^cbeade 
ttiid9ebrfinichtbare''Hocb6bene bildel: Strab. 1?. P- ^^^^ 537.), ^nd 
9Swar a) ia den westlicbertt Tbeiteo : ClaufiippoUs^lQMviiwwoX^: 
ftoK5,7, PUn. &, i4, 20- KkavSmmolqsi VX^twh p.;6e9.). W 
eiser Ebene zwiscbea deni Taurus ufid Anlitaiirus (Theopbai. Chron. 
p. 119.) > 700 Stad noVdw;estl^ vbi^ Adapa 4ii Ciiioiea. uod ebea so 
w^ suditeU. vati Iconiuivr in LyoaoDien , eioe vom Raiser Qandins 
^^g^iegte (Aatmian. 14^ 8.), spater zu I^urien* ger^nete ,Sudt 
(Hierocl; K 1.) 7?)/ — Fiitut^wpolu (Ilin- Anion., p. i^%* *a^^OT#- 
v^vn^XiQ: Hierocl. p^700.), JiHMfIL stidlicb YodTjnma, m F^se* 
d€9 Taurus,.' vom Kaiser Marc Aurel auf seiner Riiekkebr ans Snyr- 
lia an-der Steile desalteren Fleckens Ht/lala gegrijnder^ ais iboi 
bier seine Gatti^ Faustioji starb, und ^urKoIoliie erboben, in' wel- 
e)ier Faustina gdttlicbe Yerebrung genoss (Jul. ' Capitol^ vita M. Au- 
rel. e. ,^.); Spate; wurde ibt Tentpi^l der Yerebrung des Caracalla, 
und dann vom HeliQga)»aius. dem Cultus des synscben Gotles gewdbt 
(Spart. Caracall. c^ ll.> — ComkHm (w Kof^ipai Strab. |^ 536. 
Ptol. 5, 7. Die Cass. 35, 11. Hirt. B. Alex. 60. Plin. It. Anton, 
p. 181. Hieroel. p. 703., zum. Untefscbiefde \;on der gleiebnamigen 
pladt in Pbntus,'mit deo} , Beinatnen XQVoijt (lust. Novellai 31. 
Etisl^th. ad Dionys. v^ 694. oder dem Zusatze vigfc /!omfo^ox/cec- 
Ptol. f j. El Bostan?) , in innern Lande, -in einem von de|i Zweigea 
— '.-^ — . — . ^ ^ . . ,•'..•: 

urekhem be^autag Bltfscben adfsteigeD, wftbrend inder Mitte, wabrsdieia* 
fieb in Folge' von (vaseDtweichuDg,- das Wasser sicb in einer Ausdebnnng 
.von t bis 1 % F. OurcfuBesser etwa 1 F.. boch scbeinbar siedenS und prn- 
delad erhebt. Ygl. Researcbes II. p. 302 f. 

77) Welch<^ freiliGfa' Ptel. &, 7. so wie Mebtene (ait weleban susan- 
nen es einst eiae selbs^ttndige Laadscbaft bildete: Strab. 12. p* 5S3. 
5B4«) scbon zu Arme'oia Minor reeboel, das aber ^eiaer ganzen JLage naeb 
nocb zu Cappadacieii -^bOrt, Zu ^Slrabo^s Zeiten/(12..p.*537.) batte es 
no«b keioe Stftdte, iCoadern our sichre Bo^gveslen. . 

78) Oboe Zweifel da3 ^ept. Ereklj oder Erakb'a j(vgl. P^imk^^ P. Cu- 
4UK n. OUer in dan angt^* SteUen.mit,lfaA)itfr^ YI, 2. S. 929 f.)> desaen 
D«4iiiQ freSlicb eher auf ein altes Heradea binweist, das aber in diesen Ge- ' 
genden aifgend^ ^rwAut wird.- Lea^e-^* 65. .und 318 f.'(welcb9r p. 117. 

, die sohr unwabrscbeiniicbe M^immg yortrflgt, CUiQdiopolts set der spfttevc 
Name des aiten Oibia,* aka nacb Cilieien,* an die Slelle deabent Mout, sn 
a#Ueii) bftlt freili^b Erekli filr'ias alte AfcbaHa^ |>ocb a« uoUn NoUB'92.i.) 



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det AaCitMunis geUMeten TImIe (Strab. H.-frr ^1. QaK K) «m Fl. 
Saitas j(Slrdb. Pliii. U. IL Procop» JB. |>eV«. 1 , It!) , 72 Jlill., n«rd- 
Kcktoo Census an Eiapoge in die '$8tli6lyeiii I^99e des.Tkdnid-'^ 
nd72 MiU. (oacli d^ Tabi.Peoe.'al^f 80) t<Iii C^isarea <Il.-Aiii, p. 
212.) , tesonders meriwiirdig darcb den beitil)iilten^ imt tjm^ Ora- 
kel verlMaidetteB, Tempet einer -eiiibenniielieii Gottin*?),- wde|ie 
die (Briedien hM ttr ihre A^^is (Dio Cfa$s. mid Preieop. IL U.), 
hM far ihre Enyo (Bellona) hieHe» (Strefc. 1. K Hiri. B. Alex. e. 
661)*^)« .Der Bobepriester desselben batte'sehr bedeai^deEiokQaAe, 
heiivcble fiber ailes uitttiegende Lartd;' myd war n^cb den Konig^e die 
angeisebenste n.einfiiijHfreieb&le'Persofr in gansCappad.fl^trab; I. ti^*) 
Appian. B. Milbr. t'. 114. 121.). 'N^eb.ibreo Miinzen (^ Ecihel 
Doctr.unn; II. p. 354.) war sie fteit Car^ealla aach ron. KolQUie^). 
c) In Armef$ia nunar^*)^ u^d iwir a) urdea sitdlUbeniTb^' 

« 79) Ftelt eaUbmr s le jedoeb nor 5 g. M.* nerA; van Tamfdlu^ ^ *waa^ 
Yoh Cocum wehf hiek Tersebiedea ist (V^. Note 92. S*. 309.) ^ ' 
S0)'Wabr8cheia|ieh fUbrte die G6\im- deo eiifbttnifs^lieB Nanieii Ma^ 
B. war die persiaehe MoodgOttin, so w\e ao^b der mannliehe Meadgolt JiMei 
denMnMaMen ia.Carien (b. oben^..234. a. aiiderw.) a* Mast ia Kteiaaflien 
irerebrt. warde. Vgl. K&Hty p. ir^kurd zik Sirab. i2« p. 5!^^.^ wo sie dbi 
Leaarl j-ier Godd. ta XifuivarnaVj^ tfjg: 'JBwvovg^ ^f(>oi% o *ex^iW# /u^dl xoh 
X^wfip mii febf eipfaisbe' Weise ul o tx^ipo^. Mag leck. Terilodera. Beik 
Bwdl|«D aacb diurauf aafoieriL9fl(m*, dass ia nehrein Ortsaanierf diese^ Ge-^ 
geaden die Sylhe M^ Torfcomne : "If aslanra, M axaca^ Gomaaa, Gomagene. 
^) DiejeiiigeB, wefcbedea Tieaipel zw Goiaaiia fUr eU HeiHgtbaiB 
der Arienii bielten, bracblen mif dies^- Annabme ^.aiicb dea Naniea'dei^ 
Stadt ia'Yei^iadBa^, a. *fabeftea, es |iei der Tenpel,: ia welahew Orestes; 
der die HeiligtbUaier 4er Tauriscbea Artemis aebst seneiTScbwestef I|ibi« 
geaia ^faierber ^bracbt, nkit seioer Tran^r aaicb seia R a a r {iiip nMifi6p 
uifgijv) abgelegt babe. (Stcab. I. I.) Dies^r Elyalelogte ca Geftillea &»• 
derle nan spit^r aacb das GescUecbf de» Nan^eos oad scbrieb ffKoimpin 
(Procop. 1. 1, and Eostatb.ad Diooysi! y. 694.)^ Uebrigaos sagte maa gaas 
daaaeibe aaeb tob der gteiebaamigea Stadt ^ Pontos. * * * . 

• .82> Za Strabo's Zeitetii gebertea a^ dem Teaipel nicbt wentger lib 
6900 Hieradolea beidertei Geffcblecbtetr. . ^ 

SS) $eti Diocletian geberte sie za Armenia. seeunda' (Cod*. XI, '47, 
19.), «. aeii JMnian -za'Ameaia terUa (Jnalt. Novella 31: uad Eastatli/ad 
Dion. Per: 694)-* 

* -84) Wir ziebeii aSadieb 'Armenia miner ^ das wenfgsCens ift setnen 
stdKcbem, diesseit des Aotftauros gelegeoea Stricben nocb^eia Thefl i^t 
CapJMidoeiselien Hocbebeae ist, aad er^t seit der B^iegang ies Xntiodius 
darcb die Reaier als ^ia besonderes' Lead epscbeiat, g&eich mfl zu Cappa* 
daeien, wemr es wabrscbeinfieh aoeb als ram. proviae gerecbnel' wardh/. 
fA wnrde gegen N. darcb die *Geb. Pluyadres and ^c^fs reb Ponlaa 



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lev, Oder i^ itr L^fOstk^ti.Ueiitme^^)^ MMikme ^HeXMiW]: 
P^oi; 5, 7. Dio C«M- 55,^f Stcph. Byt. p. 456. It Aat j. 209. 
Hfereoh p. 703' Biiseb. h. ecd;:5, 5* PUa. &,JU».20,/beiSpateniv 
wie Procop. B. Pew, f, 17. u. Aedif. 3, 4^ ^u'oU A(e/imtf , bd^ Plia, 
6, 3, 3« auchi Mefita^ iK)6h j. eine kedeuievdc^ Stadl^ Nameas Main- 
lia), die (nacl) Ptin-X sehr aUe und auf eifter Schanzeder SemkanuS 
erbtttte Haopttt. der ganzen ProviaB, io eiaer jnebr frachtbareD. 
gesoaden Gegeiid (Novetl. 31^), an etnem NebenfldsachiUi-des ntcbl 
weit van ihP fliesseadf a Euphrat (Abulfed. Tab..XVi(. p,*304.)^ 
nach der T^b/Peut. 1^1 , j^ch It. Aotoa. k' 1. ^«) aber anr 91 Miff, 
roa* Samasita / je4ocb bis inV. 1. . JabJ^h, apob upbedeqtead (Tae« 



(Strab. 11. p. 5!27.) und gegen 0. dorcb den Ei^pbrat Voh "Gros^rnienien 
l[Strab.^l2i p. 555.) gfe^cbieden^V^^hrendgegen S, tr. W. tf^lkiihrlic& gcH> 
zogeqe Linien die ^Grenzeik gegen Gappadooien bildeten.. ^ Za Ptofteiaiaa 
^eilea^wurde'aiobt nar^M^Utene, sondera aacb' gaaz Cataodiea d^zn ge- 
Vechnet (vei^. Ptol. 6^ 74^* w^lbrend Surabo- bet^Je Laads^ftea aodi aiit 
Cappadacien verbipd^^t (12. p. 533. a. 534.).. Jei^ bUdet da« sebr gebir^- 
gige, aicfat bios iqi N. voa bohep Gebirgen begreoate, soddara .aaeh .vom 
AiftitanriDi dufchaogeaef n.' vam Xycv8« eii^m O^Uidiaa INebeafliisse. dea 
Iria <B. uat^n §. 75.) ddrcbatrttiate Laad dea ntj^pdliitbfia Tb^ dea Paacha* 
lika Mera^che \i\ den sjidlicben.and Ostlichea.voa Siva^ Wa^ seiae Schick^ 
aale anter der Herrschaft der Rdnier betiifft, so yerftibrea diescf, aaebdem 
sie darcb Qesjegung 4e6 Mithridates Herrea desLaodea-geworden Waurea, 
aebr'willkahrlicb daimit Erslt scb^nkte es Pompejus den D^iataVii^(SlvaJb. 
l!l^ p.'54r.)r daan kagi es aa dea poatiscken Xaaig BaleiDaa. so paii der 
Baad voa deasea Wittwe . Pytbodaris ia BeaiU d^s Ktfniga Ar^kelaoa %uk 
€appad. (id. p^ 555 fO* Tiberfua.machte es paJ^ 18. a. Cbr. ^enr raq. Pro- 
viaz; Caligala aber' j^b^akte ea dem HiFacier Cotya (JMoCfLas. 19, 12*), a* 
J^lero'dem ']il4is^en.KtfQig.>Ari5tobolus (Tac.Aaa. 13^7.' JosepKAaU 20» 
5, 2.). Erst unter XVajaa wurdp.es wieder qiit deai'ritan. Reicbe vereiaigi 
a. mit Beibebaltuag aeines N^eaa.zu (UippadocieB gesciiiagea. (Vgl. aai^ 
obeaS. 91. a. lOJ.) - ; 

. 85) Leber Jtfeiitene vgl. Stra^^.Tl. p. 521. S28. 12. p. 53S ff. Anck 
diese Land»chaft baUe, so" gut vie Cataonien, zu Strabo^fi Zeite^ nodi keine 
SUidte (Strab. 12; p. 537.), war aber ftqssersi ergiebig,' ganz iait Frdcbfr- 
baumea besetzt, u. jj^^^hte'sqlbst Gel und eiae s^hr guie .^Veia6o^ta, dea 
■ aj^oa geaannten. pJvo^ JI/oi'a(»irf7^ hervpr^ der- ^0 beaten Grlocbiscjbea 
nlcht nacbstand (S(rab. 12. p. .^35.). .• 

86) Wabrsckejnliph apf eiaer kifrzeren, erst spjtter angelegten Strasse 
gerade fiber dba Amanos und^Eophrat, w^ihrend j^e. Tab. P^uU den Unft#eg 
langs ies wesiIiCheh Ufers des Euphrat, niisst_]>(euere Rdisende (vgl. Paul 
Ltaas Prem* Voyage c. 24. uad Schellinger's ^ep. und Osdnd. Raises 
Nllrnb, 1716. S. 68.) legten den AVeg voai Uebergaoga fiber dea Aaiaaaa 
bia Malaga ia uagefilbr 5 Tagen zaHlck. ^, • ' ' ^ 



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Aim. 1&, %6.) and orsl dnrcb; Tn^zu Mier bedeateoilm .8u^ cur*- 
hohtm {IProoop. de te^ L I.^,* dj.e sicb^als MH^Ijgiuiki mehterer, 
TMT alien Scijteii her in ilpr znUtaun^nUirfender Stiufse p bald 40 yeiw 
grosseirle > dass die Vbrsladle mehr Einw. entluel|eo, ab die Indere ' 
Sudlselkst, und tob Ana3tasins nad ' Jastinran, mil ncuen'^ Mauern 
angeben nnd-^erachopieri wvrde $ seit* der Theilunf^ Aroieaiens (wo- 
sa MelilieM) ipsUer gjDscbliq^ wprden war) in 2 I^roTin^aii^ Haa^- 
sUdt von Arm. se^nndsu'Schof zn Augusts Zeiten uAjUn jilled fol- ' 
gfHden Jahrh. war sie •^as Hanpiquarii^ der Lvgio'XU. Fdminafiix 
(Sa^t. Vesp. 8. iO. Dio Casa. 55, 23. 71, dw £useb. lubit. eecl. 5, 
S.). Ajueb «rfocbten 4^6 Rikner bei ibr im J. 577. n. Cbr. einen.Sieg 
Sker dm Perserfconig- Gbospoes.lK — -jir(d>iuu$ i^/^Qaffuiaoi : It 
Ant. p^ 240.^ 215. Hiproel. p. 703, Vita Buty chii c. t. Sqid. r. "Ev-^ 
iiSiog}9^i; 10^ Mill. ¥90 M^Iitene gegea\y^. , 1^ Mill, ron Niqo- 
fotis ii^Pondia^ Wobin von bier aus eine gerade Strasse'gegon NO.* 
Obrte (II. Ant. p. 180.).:, Gebartaort dea Kaisers Mauriciaa (HiermL 
ud^EntycbiL vita U. ll,>. — CSaca (lu A^t. p. 209. Tab. Peint. 
[wo fSlseblie}! Craea geaehrjeban 1st}, ijn der Net. Imp. c. %7: Chiar 
€0, bei Ptel.jTiifai^ ?).*«)» 18 MiU^ (M* Ant. \ a^uf dec Tab.-.P^ut. 
wold nvrversehrieben 28LMillO ndrdycb.von Metitene ap .der Str^s^e 
naob Satala^ iibrdoi. GrenzGestong nnd €iarniseiiort>niebt onwicbttg. 
(I^ach der {ifot. Imp. lag in ibr die «/a prima ^tigtuta Cotdnonim 
Ckm'eme.). fi) Id 4en nSiiUicfaeni TheileU, oder im eigentlicben ^rwirip^ 
mm minar^^)t^Ikucma'(Jct9nai}^a: Ptol. 1. 1, najplr andrer Les; 
art Jaanovtu : P\ia. 5,24, 20. It. int. u. Not! lidp; U. ll.).uacb der 
Tab. Pc^it 45 Mill, (nacli Ptoi^ in geraddr Linie ^ jf. M.) nSrdl. yen 
(daea» za fasten (anf dem iSpbrat) 74 Mill, von Melitene (Pliii.); 
ebe^fUla eine ^GrenzC^tang -am Eapbrat, welcbe die Ala Aureliana 
znr iiesatznog h^tte (Not. Im^. c. 27.). -^ SaiaU^ {td Hd^aXa,-. 

87) Wabrscbeialicb auob nicbt verscbiedf n von. dem in derselben Ge- 
gend anged^tzten Zoffpnaaaog des Ptol. , , \ 

88) Doqb slellt Ptdl. gein Citicis iiemlidb weit w^sUicb vod MeGtene, . 
wabrend es docb nach den Itin. a. der Tab. Peat; ii5rdHcbvon ihr^. Walir- 
scbeinficb am Eupbrat, knrz am der Stelle lag^ wo Plgl. seine „Kolo|iie^^ 
Sipig. antetzt; so dass Mannei*C* (VI, 2. S. 304.) Vermuthung nicht' utf- 
wabrscbeii^cbist^ da^ dieses Siais jeaes Ciaca sei, a. da^s durch den 
ZqaalK %oXtovm Jeae A^i^iedluag Gappadocischer' Renter b^zeicboet werde, 
derea die Not.' Imp*, gedenkt. * ' . 

/ 81^) Welches nach PtoC 9, 7. in'folgcnde DUtnile<voii N. napb S. 
ber^) zerfiel: '0(fdaXi(Tf]prj,,l4aovXttp^y* u^Q^xtx^^ '()(>a^w} and '0()/?i?- 
^ (aaeb andrec Lesart *C)ip^(T)2i^.. / /^ .. ' ^ 



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304 Zir^i>te> Tbeil« P^liiiscke txCd^raphie. 

Plot: I. }. Dio Cbss. ^v M* I^tica^. de^acKiV 3, 4. ^ ndb 'f Sdraka;, 
NWci. Cbo>tt* pi 37/ It. Aiit. 'p::20«. 2*7. tl6. |417. T?*- Pu«l.), 
324 Mitt. Ton CJ^^rca, t35 (^acfi *«>T^b..P^i: nurttl) MiUi ««b 
Trapezn; (ll; Ant.) "^) -, in ' eiheni ron Qergen uinschl^s^enen TiuAi 

. ifProQop. U'l.) , sebt wichfig ills' Scfal&s^* lintiPtaAagi tocfc ito 
Gebii^ BAcb PiOBtas ,^iiii(} itktier a^cb Stiindgaarciet'^ner Htei. Lih 
gfon (ierlt^ffto Xf^. Af^lUnai^si Pirae6p. 1. - 1 N^. li*p.) nod all 
CiWfflyb^facbtel (Basil. Ejf. 99;).. Jostinhni'Stelllc ftre WfeiHco«t 
flfauerd wiedcr ber (Procop. \. I.). -^ Sinorid (Stifo^la r Stri|b. «. 
p. 555*1/ bei^Appiap. HtMir, o. lOt. StvoQfjYtt^ bei Aninnafi. 17, 7; 

. Synhoiium^ im'streitig^'dei^elbe Ort, denPlol. 5^ 7« nncb denrAesseni 
Ct>c(^. I^fiS^a, nacb tmdern Zim^a; die Talw J^t d)«r &>«rt 
and jdas It.- Ant. p; 208. i$t;ii^*2?a^ oenAl)^^^? eine- f^oEhHOihtidlkUs 
anf der (plren^ von Klein-' und Oro^^armcteiea, ang^egt^ *^ofid . ab 
Schatzkanuner Iftmlttt Veste, deren La^e-^b^r, 'Vesnf, wi^ft hmi 
zn zWeifeIn stebt , ^es^ Namen alle denselben Ort lezeicbn^a , * s^ 
scbwer ztf, beslfmni^iit, indeni sie PtpL' tind das Ilin. Ant. ^i^ 
west}. Von Satala an den Jfcnpbnal; setzen^ di^ Tab. Pent aber ireit 
v6^ Enphrat nnd 9? MiOv nordtistl. .von SaCftta ab^Ae Oreoiie vm 
Pontps vcAetzt — Pficffpotis' (Nind^Xig : SlrtSf $4, p.^6» Pti*. 
Appian. Mitbr;-c^ 101. 105. -Dio Cass; 35., .39. . Caes. B. Atex. 
C.36. Itiii. AntJm: p. t^Z- 21>. Hieiwt f. 708. Stepli: BfB..p; 
496. Novell. 31. ; vabrscheioKcb* das beoi.vp^gtti) ,. ^nm Pbto- 
pejus an der Stelle ^griindel, wa er den^e^Mi Steig ifb^r Mitlin^ 
dates erfo«bteft battie. Sieia^'am Lycn^, eiaPem^Nebenfln'sse d^ealris 
(A6U;i{[arf. t. |tl. Jdi. p.' 46.); 100 Mfli. nordwe^ vm Salala, 
86 Mill. liordifetL von 'Sebaslia, 168 Mill. nordKsiF. von ArabiBsua 
tin.d 5 Tag^ereis^n vbn Gomana. JustMiaik stelile ibw Verfalfe — n 
Ma^eni wieiijerVr (Procop. fie a^. 3; 4/>»^^^^ . . ' '" 

90) Nach Ptbl.' telhig^fliese Tel^terfc Dislanz m gei^ad^r Lime 16 g. M. 
VicUaiclil geh«ren ibp die rop TouJnefort T. Ill: lellre 2t. p.* 289. n. Ttf- 
termer £. 2. f. 1^: bei Siikme o3er 'SeuMmen ap dei* Strasse voa Tocat 
nadi Arzen Aam, 23 St. vbm Eupbrat, gefubdcDen Ruinenaa. Vgh MAn- 
nertVl\i.S.ZU. / ' 

91) Dassunter dei verscbiedendn Formen des Namebs. die bd Strabo 
sich findehde d\e i;icbtige sei^ zclgt schon ^as nacb Slrabo 1. 1. von) Thdo- 
phanes mit die'sem Nam^n yorgeaom^ene Wortspiel, tlber.wel^bes b^soo- 
d^rs (7ro^«r</ pd..2vS. 48S. zu, vergleichen ist. 

'92) Pie kleinefeo und.unbedeiitendcpeii .St2(dte ies LandeS wi^d: 
a) im. ei^entWdheh Cappadoeien i ia d^r Ricbt^ung von NW. nacb SO. :'Ab 
der Grenae.Lycaoniens and<^am Pusse des.Taanislag'iifcb Strab. pi 837. 



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^ fe^ BargscMM^ Norm (Nai^)^f w StraW^ Zeilen Ntifomaoag, ge« 
M9Bi> wV Euneaes ekeo g4BzeD- Winter hindarcb die Bekgeri^ug durdi 
Asligomis auslkielt (Diodor. 18, 41. Hut. £um. c ][6. Nep. ^um. c. ^.) % 
lod Filches zu StraboV^eiteo deni;9ach der Krone v<m Cappad. strebeq- 
den ^isiiias afst SeJutakamni^v diejite. lo der Nahe mugs wolil auch dcr 
yoa 3l^b* ibid, 'enralmte Kdnig^itzJ dic^s Sistnaa G^dcna (ra Audtitfo), 
geaucht inrjorden.. FfinasM (OviiuaGu: Strab. p. &^7.)) eia nitfat uobedeu'* 
teoAer 6ri in Voiriipeaa,. iaiit emem'Tempel de$ Jupitfr, |ib welchem.bei- 
aabe 3000 Teoip<eldiBner aagesielU waren v nod dessen Oberpriestcr die. 
zweile SleUe^antet dea PriestecO'Cappad. Jiachst dem vou Gomana^einnahi^. 
N^ssm in Nifffa(»4 It Am. p. 206: Hienooi. p. «99. ^Iceph.Ji, 4^.)^)* 
aa ^Ur Sirassevon Ancyra oacb-G^area, ^ Mill, von leUtiererra. 24 AKIL 
van i^afnaasas (gehArte zn Hterocles Zeiten zii Capp. pVlma^. [Uot^iism^ 
PflT iK t aw tf (J/apygai^:, Polyb. %xc, de jeg. c. 35,*"} Hierocl. p. 700. Itiii. 
AbUmi. p; 144. 1206. Ilia. Uieros* p. 576. Basil..£p! 239) an der S^^as^ 
zwisdi^ Ancyra u. Arehelais, 03 Mill, wesilicb von letzterer, also' iu Mo« 
rimeBe^ nordweslL 'V<m Nyssa, ^ahr^heinlich aUn lUlys, - upd auf oder an 
eiaeai Berge, dem sie ihren Na^i^an verdankte/'). .Ox%q/a (It. Ant p. 144.) 
17 JtfUi.i MdwestL van der vorjgen, 9a der Strasse oach Areb^laia. NAszi 
(It Ant ibid. It 'Hjeros. p. 676. Nitaiis^ Geo. Rav, 2, 17. Nitazo) 17 
Milt weiter aack Archdais. zn. Jrgustana.{\i. Hiero$.^. 57 6. » vielteicht 
j4»$gmsi0Ma) 13 HilL weiier sUdwestL.an derselben Strasse. [^rfikeiuir.] 
Sadacord {^i^duxoi^a :• Strab. p. 663.) an der-Strass^ von Arehelais nach 
Mazaca. Soandum (2^oavdpvt Strab. {». 663.)") oder Sotfudu (U^ Ant. p. 
202./), bei Frontin. 3^2, 0. ein Kasiell SAenda; j. Soanli^Dere)V wetter 
BorddsUicb an .derselbeit Stra^se^ {Jfdzactt^] Osiajia und Saccasena oiet 
Jfccasena (It. Anloq. p.. 206.) a^ der. Strasse von Patnassus nach Gasarea, 
wabrscheinlich zwJscben letzterer p. Mocissns in der Gegend dcs hei^t. Jur- 
iaf oder Ui^gnb *").- 4fcAras ^It/ Aat p. 202.) *.16 Mill, sttdlick von der vo« 

d) Dcr^s abcPv ralschlrch nach Phrygicq setzt^ * ' . 
b) Nach Hamilton'^ Researches II. p, %265. jetzt Nirse. 

ji) yVo tJrsinut b^oe Nolh tlaQv^ao^ in ^Aiuaot veVwaadcIt hat. 

4) Nach Hamilton's Researched \\j p. 242., der heut! Fascha Pa^. Voai 
kier aos fdhrteQ 2 Strassed oach Casacea , eide I'angerc iiber ArchelaU und 
SMima^ nod eiae kiirzei^ g:erade sUdostl. iiber den boheo Gebir§fsrpcken. 
(Val.. It Anton, o. 206. lu Mdnnerf VL 2. S. ^^73.) ^ ' 

e) An Strabo ist ,nipht zd erken'oen , ob der Nominativ Soandus oder ' 
Soandutn ,\^iii^tA. Die Form Soanda (wahrsch<^nlich ra Jfoai^^a) .hat mich 

•beafinfiDt Soandurat zu schreiben. *, 

,/) Welches. abeV seio Soanda in eine gaaz andre Gege'n^ setzt,, aU 
Strabo, namlioh J2 Mill, nordostl. vou Casarea nach Tavium zu^ zwi^chen 
Sacona nnd Thenna. 

g) Vgl. Hamilton's Researches 11. * p. 286 ff. , wo sich auch einc Ahbil- 
dvog dieser merkwurdi^cn , 8 engt. M. sudwesll., von lUrahis^ar gnlegeucn, 
FeUeoatadt mi( ibren grosseo, in den Tuffsfcia gehaueoen nnd zu VVpbnanfct^ 
naagearbe'itet^n Felsenhe|ea fiiidet, die deqen von LV^b (s. Note ^.) ahu- 
lick aiad. - . ' 

A) JDa^ljial von Urg^b bieteC elne h5chst merkwlirdige , von deti. Alton 
nberairgeDds ecwahhte, Erscbeinung dar, au^ die zntt^i Paul ^l^ucas m^^ 
■icrksaiB machte, v. die nenerlicb Texier Q^ .Journ. du Tenis, 27. Fcv. 1H33, 
T^. aack Aasland. Apr. 1836. S. 376.) a. Hamilton (Researches iK p. 250 ff.) 
nnsTdhrlick ^ei<;)md|srt hakpn.* , Das gc^zjB jiauptthal. oamlicb,* s\> wie^die in. 

n. 20 



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306 Zweitffr TheH. Politiaeb^ GBograprhia. 

rtgea Da<A Mazada bin. Campaei^Xcifmoet^: PM.'Camh: Tab. Pest, viat 
leicht das beat. Eaba?) 3 — 4 g. M. Ddrdweatl/^aa Giaa^ea, 9MA iraar 
Saccasena, im Distrikto .GiKcia. Swd (Td>. Pant, ^ehw: PtdU), 22 MMi:. 
weiter bdrdl. la demselben Distrtkte, a. MusHUa (MovmiXhx : Ptol.), ^eick 
Ostlich. n^ben der vorigen, auch m Gjltcia; keide wahrscbeintich am Halys, 
dder*[$<ihon jens^il' des^lben. 'Sermnsa (Tab. Peat.) 16 Mill. -waiter iMtriL 
Dona (Tab. Peut) 20 Mill, wetter in den^lben B^tong. Skruena *(^a- 
povfjva: PloL; ini' H. Ant. n.. 202. Saeoena^ nit den Varianten SaemfM 
m.SUcomia^ uad anf der Tab.* Pent Jlr^iten^ 20 MiH.iidrdwestr. von 4ar 
▼origen , In ^demselben 'Distrikte,- mit wanlien Budem {A^uae Arauende • 
Tal). Pent)').' ZarAa (Zdt^a: -Ptol.^Tab. Peat)^ aucb ia Gammanene, 35 
Mil), nordtt^estl.. von^ der vorigea,' an der ^inedze Ctfppadociens gegea Gala- 
tiea. Weiter 0stlich an der Greftze von Gappad.' and Pootaay aber boeb kt 
GaiQmanene, lag ancb^die -von Stralio p. :546. erw^nte steile' fto r g v eat e- 
basmenda '-{JuGfiivda 6der ^afffjifdu,, in d^n gewObnIichen Ansjgg; ffagaa 
die Godd. JafTfiiivfop). 'Fenier ebenfalls . Ostl. von Zama in dep Laadscbaft 
Sargaransene die Orts(^aften 5a/a/»*e;ta (Haldyijva: PM-h gerade Oatl. van 
Zama; PJtiara ((iHa^: Ptol.)nordd8U.vondervorigen; j4rimratkiai\l. A9A, 
p. 181. ^ui^Qct&u^as Ptol. 'AQcc^a^lce: Hierod. p. 703'> stIdastL voo ^ 
vorbergebenden, an der Strasse von Goouana nach Seba^tia^ zwiscben. Coa- 
dnzabala und Tpaasa; Marora (MaQOfQa:' PtoL),rvo|i dm* vorigea geg^a 
SO, ; . Gauguena (rav/mpbc : Ptol.) Wj&stlich voir Bfarora ; SwAaIa$sut 
(HapaXa&aog : .PloK); If ocb^ weiter gegea W. In deraaalben Gane lag^ancb 
das Stadtchen fferpa (H^nat Strab; p. 537. oAw xa^Hp^i id. •14. p., 
663.) am PL Garmalas (id. p. 539.)^). Etwas sfldticber aodann die im ftin. 
Ant p. 206. an d^ Strasse von Mazaca nacb Sebaitia^) genannten Ori- 

dasselbe mandendeo NebeDtbiiler sind 'piit vielen Tatosenden von pyramlden- 
Oder zHckerhatnJrmigen Fetseukegeln be^eckt , denen nrsjirunglicli .'wohl die 
Natnr diele Gestalt gi*gelieD kat, iadein Wasscrflntkeo'dea Taffstein des €fa- 
birges aaswuhiteo, die aber dana von Menscbeobaadea aiisgebiiU* mit Tbo- 
rea and Fenstera v^r^hen and za Wohnaogea eingiiriefatet wordcfa sind. Sie 
erbeben sicb voa 50 — ^0 Fass , ^tehea grSsstentheils ^ng an elnander (oft 
io nabe, dasH sie.*i>esonders die diinn'erep, von Fera dicktea; Zedera^ ader 
faaaenwaldera , die grosseren and ,an9geboltea aber riesigen Bienenstockea . 
gleictabo) and stnd ^nm Tbeil ancb am die Tbar- and- FeosterSCTnangea ker 
mit grrecb. [oschnften aad Skalptafea Versehea. ^exipr bUH das Gaaie far. 
eiae groase Nekropolis vbo Ciisarea and mebrefn amliegefldea Stadtea^ aUeia 
da sicb la keinem dieser Fcl^eokegel Spnfea von Leicbnan^en odftr Sarko- 
phagea zeigea-, and aacb Hamilton ^unv einige .wehige d«n t]({arakter voa 
Oriibera, die meistea aber voa wirklicbea Wohnaagea zeigea, ja eialge der* 
selbea aack za f^rmlichea Kapellea .aad Tempela aasgebolt sind, so k'abea 
wir daria vielmebr eiae alle Stadt der selt^amstea Art voi' ans, d^rea Ge-* 
bSade, weaa wir sie so aeaaea ^arfea^^aa ditf zackerbatnTrmigen , aber frei- 
lich boizeraea , H'aoser 'der Mossynoci ia Poiitas erianem , von deaea* Xea. 
Aa. 5. 4,.2a. and Sl^ab. 12^. p. H9. sj^recbea. 

t; Bel Hierocl. p. 699. and im It Ant. p.. ^02« erscbeinea siA als ein 
besbaderer Ort Thermae, dea aber letzt^res 37 Mill, weiter a^rdllch,,* also 
scboa im Gej>iete Galatiaas aasetzt; so dass^ aacb wobl eiae aadre beisse 
Hiaeraigaelle, damit gemeiat sein kSnnte. 

'ifr).Vgl:-obeB S. '296. Note* 61. ta der NKbe .(^t^oc\i wokl scboa ia Ca- 
tabatea) siad aacb die patea S. 31 L erwiikatea Bergscblp'sser Az^mora add 
Dastarcum za ffnckep. . " • * * - 

' tj Pie Tab. Peat* nBoiit aa dieter Strasse, ulit einztger Aaiiaahaia to* 



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§•€8^ Cappad'ocia ^mil ArDtenia miaor), 907 

^Euhpm oler B$iapa, M MitL' tdn GifsaMi , J/r«Mrf<t*f4, Ka- 
rmmtkna 2S<»- nak Setnmtus 3S Mill. weit«r m dotpelb^n RiiiHititiig "Oetztere 
vicUfi^«ctoa IB 'I^nUsK' Werner nder SCrass^voa Sebasffia na^h Ciif^ 
cvaaaa T^jmm (it AaU p* i8l. lS2.)t i»0 Stad. voa eristerer and ebenso 
F^ VjOA Adarathia, a* Zvair* (IL Aiit^p. '162.) 25'lfUtw ndfdasH. r^ der 
voffipett «i*;dar Stiiasse vaa Arabtsaas aadi Sbtala. j4n4MieayC-^»d^an^ t 
Pial:) sOdH. ^roo &IM. Qm^li^m {/ktdiaw : ■Ptol.)^wa8 OstlieKer, u. Fa^ 
dmtm {OHdmutt Ptal.) aoclb waUar gegeir S., beide m CamniaDeiia. ' nrt" 
aUt (0gM»r Pl^.)t wesU. von dier varigeii, awiscfa^fr-iSaNia u: Arcbelais^ 
ui Garsanilii. Neaniimts ,(J>^i«PM(f69 ; iHol.), aidOsft. n^m voff^en Olrte, 
j w i& diapi iian and Dtacisarea^'wasflfch Tdn Mazac^, in demselben Gaua. 
Faraer (aQdwesdlck van Mazaaa) 2 fHrap^r^ {Tttgnarr^fl^ ; Plfth, aoY 
der Talr^PaiiU Moa Tetru) ao dar Strasse Voa Ma^aca aach T^aMu in Gikt^ 
aawilii."') QF^d^ana (A\;£^(^()«: Ptol., aaf der Tab. Paul. C^^r^rirA) 9 MiiL 
alkUicher aa d^rselben Strasse, im DisiHKte tiuida *). Scoffa (T$ib. Paul.), 
aa danalikea Siraaaa, '22 Mill von der vortgan und t& IWII. von AnddM^- 
Mfam^OMtm^iUia. Hielroa.p.* 577v), 12 Mill, dfiddfitl. von Afchelats an det 
' Sirasae aaeb Tliyana^ Nasian%u9 (NaXtkP^ig r HieroeL p: 700. ti^eg« 
Naskaa* vita^arai. 6,1^5..a'* fip. d(K Cone. Congt. II. p. 97., im ft Ann 
p. 144» veraafUOtat ^Taa/Mi/iaaAf^, im It. IliarOB. p.^577. a be wio- PfHtAktn'* 
gm^ Bftmiicht -Mi^tsm Amatkiungo (XMn Naztan%0)^ itHber' Diarttesartd 
\Jdoitatcii^cn:. Plol. Plhu, «nier Valentioiaft a. Yalaas aa Capp. iecunda 
geft*%: Gad. Jiiat. XI, 47,-10. vergf. Greg. Naz. «. Il.)«>, 12 Mill, waiter 
sddfifitJMi iM dersellwo Strohae 4 in Garsauritis , eipe )s^e M ansto, aBar 
^lerkwardi^als Gebartsort des bail. Gregorins Nazianzenus (f 390. tf. Ofar.). 
CkvsB <lu HM06. p.-ST?.), eioa Manrio an der Strasse von Archelars na6lk 
Tbyaaa, \^ MUl. siidOstL.von ^lazianzua^ Sqsima^ (%i 2^iaifUit flierocl. 
p. 700. iUn. A^t.^ 144. li:* Hieroa. i. 1.)^ an der^elben^Strasse, 24 Mi4k 
ildL van Naaiaaras' a. 12 Mill, von Gbnsa. Jnddbdlis (U. Anton. p.1r45.> 
odeT\^ndavalts, (It. Hieros. h 1., auf .der Tab. Pent. Addavah's; no'cb j* 
Andaval) ^) waiter sQdostl. zyyischea Sasima a. Tyaaa, von jadar 1 6 AJiU* 
aatfar«l, aia ^lacbaa nu( ainea Suilerei, yon wakbem aas- vorziigfieb die 

Xmaxa, §aaa alfcdl*e^rta, nlkmUch- Sprpttra , fS MUl. too Cikarea, ForobSj 
liMMLvaa der vanned., Jrmama , 14 Mill, waiter-, Svdogina , 32 Mill, 
vaa aer^yorifea, MagaUttus, 3a Mill, voo Eadagioa, CvnutrtilU , ^% Milt, 
^a ^af iUmqa «ad %t Mill. v«a .St liastia. v . 

•i) Vgl. HamiUon'i Researches II. p. 323. , ' 

f 11) . Wahrsdbeialieb 4aa beat. Kara bissar (vgl. oben Note 75.'), das nach 
Jkumiltou fteaoarcbes H. %H f« «ioe' pittoreske L^e am Pusae aiedrtger Berge 
baL aber keioe Raioea zeigt; jedoeb nicbtjra veirweebstla Init d'em vutmi* er^ 
wabMca CyMstaa io i^tUBonhm, Uad iii< ae fertf bat altef dings kalnilton, 
Beaeapehej 11; p. j^a3. istsK^cbt aieb zv wapdern, dasa i^eaApe' ^Karahia^ar ftt^ 
Cybistra , Kinneir -aber fiir Castabaia halt , A\ diese Stadte viel Welter geg>ea 
SO. lafeoi . i - - ... * 

o) H^e9$elml^ ad Hieaocl. p. 706. bait Nasiaaz nod BlooHsarea Tdr % ver- 
a^edeae Orta, v. •beaia^ HamUt^m^ der Researches II. p. !2t3 f< di^rRoiDea 
vaa Eoraa .Sebehac bei ttamal Dere fdr'^is Uebarreflte von Naaiana n.ebeiiaa^^ 
p. 930.' Eaisaar Kieai, eiafge Meiian aSnli. voa Haval'Bere,'fdr DtoeHsarea bttlt. 
Vergl. jedacb IfaitMf^ VI, 2., 8. JI69. 'Nach 7>;i*/er lift Nazlantaa dar beat. 
•UmW Fleafcen Miviaa. .- (Vgl. A«Blaad.< Apr^l^aa. S. '384.)- 

/fc) Aber obM Raia«av Vgi tMnOioars Ba^earabaa II. p.'taT. - 

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308 S$weiten Tbeil.* Politische Geograp^kie. . 

bef^hmtea cappad. KnUcl^ferde vertendel wurimt (ft. ffierw^)* ^MruNOi 
(Tab.. PanU). aa der Siratge v«d €oBiaii< aacb M<lit<«», 34 MiU. voa «•!»& 
reh CfimMa. (KiKara^ak^t Strab. p. 5S5. 537. WmJ Tab. Peat), aa 
derseibeM Stratse, 24 MiU. von dor vorigen^ eiwas .iddOitL v«d Aadahifii, 
a*, ebepso weil fioM<)stl. Von Tyana^), mit ain^ Teoipel der Artamif Pe- 
ra^iaO* Pagrum <Tab. Peut), aaderselbefe Stnase^ 20 MilL ite der.v*- 
* Hgen'). 5M/ii.t<2;/<xAa':^PloL), wieder etwas 5itL vaa der vor%an ; aUes 
kleina Orte in TyatiiUgr Bmxis (BaiHgz' PtoL)^ c^twM 5allieb vm Tfaaa. 
Saiamboria (i:ukaiit^iM j P/o)., auf der Tab. Pebt Sah^erimt)^ 20 MiU. 
sfid0sU.Voa Arcb^lais. aach Ty«na bin, in Garsaurftii. ^a«Jto (Tab. Peat)^ 
16 Mill, wmt^.sfiddsih an derseibefi Strasse. DrMie i^i^tUr aacb uh 
dern ^oH: Jay^vz Ptp)., anf der T^.. PenU TVodkfH 16 MiU; sOdl. tob 
der vorig^, 16 MiJL iierdwe^ von Tyana^ in Tywikia. Soroba (£i^put 
^UU.) nprdl)stltcb vqn Mazaea; Arekan^ C^QxafJw^ naek aadrer LeMFt 
*ud^ikXa^ 9iol) weiter gegeo NO.^, n. Seimgtftta.lH^^iyfiiwi ?toL} 
elwaa'novdwesUicb vop. der vorigen, drei Flecken in Ciiieia. ^>*^ Cafop- 
tii^n (genaoter bescbrieben von PtoL 5^ 7.) and ivar.a) in d^ weet|iebera 
Halflfe : fiMvara n. Cadra^ zwqi Fteeken adrdUcb von Mopanereoe im Ge- 
birge, wohili sieh mebrere Cilicier flQcbleten, aU sie dem Kteige von Cap* 
pad. Acehqlans Tribot zablen sollteu (Tac. Ann. 6,-41.)''). .Emecm ist vieW 
leicbt das (ra)i^6afades Basil, £p. 230.* ■• 'Piy^iia^ d,eis Hieroci.p.TOO* 
CybistrU (rJt Xifpufi^at Sihh. p. 537.\Ptok €ic. ad Faa. 15, 2. 4^ 
Hieroel. p. 700.)9 eine aHe SUufi an der (rrente Lycaonien^'n. eineai aacb 
d^m vAnlitauras bin streicbei^den Nebenzweige des TMffn8,*3O0Stad. €!iiL 
voB Tyana (Str^k*)^). [Claudiopoiis.] DaHsamluf {Aixitaeipdogj nacb aa^ 
dree Lesart JxtK^atiifdgg: ^Plol. i; !.)» ui der Nibe'des Cydnoa, ML van 

q) Vernatlilieli aa der Stelle d^es heat. Nirdek, iiber welcbei Tefifier.M 
Aaalaod. Apr.'.183<)..S. 388. o. HamUtah Reseaivbes 11. p. 297 f. xa vergleH 
phea aiad. Uebrifpens isi dieses Castabala aicbrt mit der gleic^afUBigea Sttdt 
10 CUicleo (beiPtdl. t^. A.: vWl. obeQ S. 290.) za verwecbsein, die Yiel wei- 
ter sUdostl. zn* sacben ist. Aobh Pnoius antersebeidet beide, and enrShot 
lawobl in Caj^ad. , aU Id C^licten, eio CastaMa. 

r).Wena aaders der Beitiamei2c(Mia/«e rifhtii;^ nad nielii vieliaehr.ia I7«f^ 
a/ct ia .veirwaodelo ist,* so dass von ,der Persisinbea Artemis od; Aaailis die. 
ReJie w&re. V^. Grofhurd xtt Strab.' a. a; a. Bd. II., S. '453. N^ta 1. 

t) Weiter SstUt^i aaf dieser Straise aeant die Tait. Peat, noch folgende- 
Ortsebafteo: Von Pagram n'dittl ArcUapopolU 30, voa da bis Singa abermals 
30; bis Aregd 14, bis Noeofessus Hi, bis L^slaniui 18, bis Smkm 18, bis 
MelitetiB 13 Mill. < 

Leake p. 65. biilt es- rilsobUch far das ^eot.' firkle ^d. Bl^gri^ wel-> 
ohes Id dem sadwestiicbsteD .TheHe voa CdtaeaieD, atu'aan dar Stelle liegtr^ 
wo Ptol. seia Giandi^polis aAsetat.. Vgl. obeo S. 300. « 

u) Mahneri Vi, 2.,S.'^28. sacbt sie ioder Gegeikd der beat.' FesUof 
Dalak od. Davarent aa eioem der gefabHiebstea GebirgspMise. Vfl. Fofieeh 
ML S.J21,' . / . . 

a) Also aioht mit dem obea erwabntea , aaf der .Tab.- Peat, aacb Cybistra 
^geaaaotea'Gyai^li^ za verweobselo, wie ts.Leahe p. .63 fetltfao bat. $lnb. 
1. 1. sbtat dea Ort in das eigentiicbe Cappad^ , jedacb an die Greazen voa 
Lyoao'aien uad Citicien. Za Hieroolea 2<eitea gebttrte er za Gapp. secaadii* 
Naoh d^Anvilte soli er das bent. Bostere stfins alleia naob Hadscbi Hbalfji 
heisst diesar Flecken |^ar ni<;bt' Bastere, .llonderB. Kostera^ and/samtt ver- 
scbwiodet die Namensahnlicbkeif , welobe alldn d'An^lla za 'dieter Anaaiuae 
bestimmt za babeo scbeiatl Ygi. Leake Ada aija. p. 03« •' 



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.§•68. C*app*t4o<^i«L(ttil Armenia mSnorV WB 

Gbi4l«fo&i^. [Pmu$tkap0li8.] .PgthfOndus (nctdvavdog: Ptol. I. I."") 
p€dma9do§$ Jtib. Pait^ Poihndott I(i.Attt.p. 145. It:*'Hieros..p. t78. 
"PiftnoBm^ogi Hierbcl. f^^9.) 25>Alill. sOdOstl. vod l^aiMtiBOpolis. Sid 
)Mlt0 ihm Names voa fv^m yorlieifliesseiMlen flass^lieiii) n. iwde dorch 
Valeas, derEiaw. aoa CSaarea liiei^e^ verpAaKcie, etwas vergrissert^. 
fai ilki^ Nllie, 14'lliir. g^gea^S. (It. Hi«ros< 1. 1.) h^ea die i^/a<?, oder 
dei; Gebirgapaat d^s Taoros, dorch dea-die gewdkaliche^ a. fast eiezig-pas* 
iiribare Stras^e**) aat ^appadoiciea aadi Gitieiea ftthrte (s. obea S. 48./^). 
T}ymnm (Tvyvmi Ptol.Ki.) ganz in.der JNtthe.voa Panstiaopolis^^). p^ ia dap 
aaliiclieni Hllfte : Caba$$us (Aafla^aog : Ptol. h 1. A'upfja<mg : Steph. Q^. 
p. 342.) '*), etwas OatLvon TyUaa. Tyrallis {Tv^aXllg:' Ptoh 1. I.), slid- 
areatl. voa dervorigea $m'€jdim»,:[Cotriuna.] Dava.(^apa: Xea. Aa. 1, 
2v 20.x tt dem 'OtUtchera 'GeMrgspasse, diirch -welchea Cyra^ zog (vergl. 
a^taa Nole f.)i 40 ^..M. voa Icoaium^ hOchst.watirschciiBlicli d<u*selbe 
aickt aybedeatimde Ort, ii:eichea Ptoh ^anadaris (TavadotQig) aeaat^), a. 
der apitar gapa veraekwiadet, oder der ^ielmehr d^ Namea 64>cusus odei* 
Cm^imi (U.'Aat.,p. 176; ltr8.*181; Xovxovaaig: Hieracl.p. 703. £a- 
stafh^ ad Dionys. v. 604. Kovxpvuog oder ^ovKouaoi^ t Atk^as. Apol. de 
fiig» p. 822. J. Ch^sost. E[k 30. 1 1 9.' 87.) "'') aDgenoumea su habenT 
aeheiDt, .welclievOffl weaigateas das llin. AdL gaai.aa dieseFba Stelle^. aa 
die (kfiraere?> Straase yoa'Cjiaarea iifier das Gebirge a^cii Giliciea s^tzt'')^ 
Lemndit'(jie€cpdigt Ptol.<, aoatreitig de^ Laranda At% H. Aat p. 211. aad 
HiarpeL p. 675.)*')9 ^8 Mill. sOdtfstl. Voa Cocasam', mittea ia dea Pttssea 

w) Nach Mamneri VI, 2* S. 229. der heat. Jkcken Olo Ki«o«H)U in der 
• Nihe des Fi. Kirklschj; ad, Kara Sii , 5-r-6 M. von Dalak od. Davarenrt. V|^l. 
Paul Lveas Sec. Vojage T. I. c. 37. u. Otter's Re^sen I. c. 9. 

m) Wo sidi jedocb«- d'l^ verscM^denen LesaKeji JIaivavdoe , ITaXvav969 
aad /2<9lv«9>dof iodeo. Fiir die iUciitigkeU der obigen Form des Naneas 
spricbt die Tab.- Peut. 1 ,' * • . • • . 

y) Vgl. Wet^eling ad It. Ant. p. 1^5. o. 571. Nach fAnville ware sio 
■oeh onter dem Namen Podando vorhanden.^ ^ ' ' 

a) Nemzeba Meilea- wetter Sstlidi fand'iich cwar Bei Jfkan, aocb ein ai^ 
aerer ved^ kar^erer Weg iber das fiebirgpe, der aber, insserst steH and be- 
aebwerlieb war sad daber sel^a benatit wnrde, aaf dem jedock Cyras das 
Gebirge iiberscbritt: Vgl. oben S. 4H. 'Note 94. u. & 299^ Note 75. 

aa) Daber nennt /. Scylitzet bist. p. 829. a.' 844. (yoa, ff^esseling ad 
li. Aieros. p. ft/8. zHIri) dieseti Pass ZXttaot Qas toS Jloiftp^ov. 

MJ Aber ntcbt mit llyana zn verweehsetn > da Ptol/ beide Orte neboa^ 
efaaader erwabat, uAd jedem binen andefn Plats aaweistt 

eo) Welebem ztffolfe sie aoek -HeHanioas Orwabnte, aher oack Lycien veo- 
setxtel Vgl. Heltaaioi fragm. ed. Siur» ^ 1 47,.- (wo ^tu'rz Kduda^ atatt uitif 
tUaf zo leseb vorscblagt). Vielleiobt das sehon bei Homer II. 13 , 363. vor- 
kommeode Kafitjoi^ , ' obgleieb dies Andre in Tbrneien snpbea. V^L Stepb. 
iyz. a. 1 1 ., V. *j^Ya0^t^o», , / 

aa) Aber Weder oiii-dem oben genaantea Tyaaa, n'ocb mit Tyana zii.ver- 
weehselB. Vgl. obea 6. 299. Note 75. - . 

ee) Das Oe/aoiisetM ,der Tab. Peat. VgL^aoten Note Ik 
'jr> Vgl.'itomer^ VI, t. S. 240 f. Cocassos <^ar ttbrigeas der Verbay- 
aaaport des Kirckonjraters Cbrysostomos*, wobio ibo die Kaiseria Endoxia 
Im J. 404. ^verWies. ' . ' . 

' ff) Welebes aiebt mit, den viel weslliober liegendea' LaraadaJn Lycao- 
■iea (dea^beat Raralaae) %m venrocbsein ist. (Vgl. -oateo S. 317.)^ Aacb . 
4io Tab. Peat, meiat wobl dUeyaa Ort aUt dem verdorbenen Namea CaprmndM, 



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1 



dies Timnis, an defr Strasse nadi Aaasaiids^i/Weiler'Osdfbk mdMiB 6 
dem>Dislrikt Arav-eae: Radmksr{])L, AoU p.'2l2. aacli andrar hesmi^Sai* 
dim us) 18 Milk litdlieh von der varigeti, auf dar Stras^a vaa MazfteaHbar 
CoMana Jiaek AnazarjbiM^ -Braeiormm. {iML)y 22 jMiHi waker gegett S. to 
derielbea Strasse, aod ebaaso wek Ibdrdlith va« Fka^iaa^ dem ' nielwtea 
Oft^.CHicieas, waliradiaiolkheiiiKattell mtt aillar Gr^bz^pacbe.' uMaUhtt 
C^^d'mi ftol.) gaas sildAttl. ao ier Grenae Cilkiaasii: Syruna, wr dar 
Am&iHis mitdem Taanui zuaammeoiUMU AHtt^ f^arAS^ftrPtal.) wet- 
ter nordOsUieh. ljicna$Pi8 {AuxQux99ig^ PtoL) aoch -wetter gegea I^* 
Stvfisjftre {2e(Mx(miQtj s Ptoi.) Qstl. Voa der vorig^t Btiradh iflM^ia^(»t 
PUl., -^^i tAmiaan. 18^ 7. Barzeia^ aaf der Tab. I^t Bargaiium) nock 
Oitljciier, am Eophrat*')* - Juliop9U$ ( Ifmlionoli^i FtoL) 3 %. M^ waiter 
ge^eo Ni,' aadi am fiiip(irat« Paroer m DiktHkt Lavnnefliae: €tamdia4 
{Kkauimgz Ptol. Pfin. 5, tAs, 20., bat Amoitan. I. L Ikiroh SebreftfaMfr. 
iMudiasi un Mittelalter Ardtutdia't AbaUiir. Cbron. ia /iiBemanni WAA. 
Orient. II. p> 260., d. daber nacb j. Arfclo^ Arakkdieb) ft g. M. nardi^ 
cber, an d^asalban Slrome. Metita {Mnnxat Ftqli'Tab. Pabt. Nat, hsf^ 
c.* 27.) 4 g«^..M. waiter tiinanf aa fiopkrat, . nadi der Note* Imp. eia 
Grand^aaleU. Came (KoQvn z *Ptai. [ta'acb indkrer Leisart K6^ii\ Tab. 
Paot^ 14 Mill, aardliaber an demsetben StrodieL, 3 g. M.^sidKeb Tx>a Meii- 
tena. CarpaMlk (JjCagjiuC^Xig t- Ptb|.) westl. ran llatita^ Bixoatra (Jf^ 
(gfMXQbi, z Ptal.) 'sOdwestL ' von der Torigen. Pm$aVne {Ttatrapjni : -Pfoi.) sti^ 
Ikb ¥do Carpazebfi. Noiolene ((JVaocU^i^ : PuH.) aQdwestl. von .der^voi^ 
b^rgehenden. Laugasa (jtavyaaht^ nacb aadrer Lesart Aavyaova : P\o\,) 
noch'weiter geg^n SW. Sabagina iZct^ayHvu: Plot.) nordwes(|l. von der 
Torigen. Ciziira (Ki^uga : Ptol.) nordOsll. von Lauga^a. . Sodano \u dea 
wBsUicbelr gelegenen Gaue MHciana : Cqrnulis (Ka^^uKig; Ptol.) wesUicb 
iwi Cicara.* Gmrnace (Fagvant} : Ptol.)etwa8 sfldwestliob «iroB der vorigei. 
Conduzabula (It. Ant. p.- 180. ISl. 210. 211.)'sadwestl. von" der vorigda 
u. 2iS MiIL nordwestl. von Comaaa, am "Ueber^ange ^er den Antitaorof a. 
a^ dem Pu^kte^* ya yicb die Stlrass en voa Coaiaaa nacb QUarea and aacb 
Melilene sebieden. Afo^axa ^AQn9a^a: Ptol. Itin. Anton.. p. {^f#. 211. 
180.^) Tab. Peut) 2'4 Mill. nordwestKcb' von der vorjgcn, an derselbea 
Strasse**). Stricae (Itin. Ant. p. 21t)*)9 ^n der Strasse von Comana nai;b 

kh) Mannert-VX^ 2. 8v 242.*gUa6^, dass fti«r die Stelle sein miisfe, -wt^ . 
INtek 8trab* 12. p. hM^ der Pyramoe deo Taunts ^il> fulrcbterUe;Nai Geriio- 
fcbe durcbbricht. '(Vgl: •hm 8. laO.) ' 

i{) Etwaa aordwostl. y«ii Baraahi aVi «iaein NebeaHQfirseben des Eapbrat, 
i. g. M. yoa 'diMem , lag atoeb der Mo^ von< spSterea Schrf ftsfellern , wie Dih 
IMM QQd Greg. Taroo. ^ «rwliliiita Ort Maristmm od. MarpSydnn beOt/Mera- 
scbe, die* Ihiaptftadt eiaes gleicboanigea Pafldfallka. * * ^ 

kk) Im It. Anton. 2 mal darph Scbroibfebler Artaxatm, ' • . " 

//) Die Tab. * Peat; aeiint aa dieser Str^sse (nH einzfger Aasnabna 
VOD Avasaxa) gaoz andre Orte, aMmlicb: van cksarea bia SiniiipdraTtky bla 
Arasaxa 13; bis tariUkt 10, bis in Cilisfa )3, nod bt» Comana 2# Mill. 
Aa dap weitar voo. Colnaaa aaeb Saarasata fibreodln Strasse aennt aie^ Asrner 
IfCMTk fo%ebdia Gapped* (Drtsokaftaii: Vaa CMiaaa* b^s Cdfttta*ti^ bis ^lim- 
dona 3» bis CUca novum 5, bis Arianodus 5,. bis Hastdefi, bfs &etaeti^ 
cut (CocuuuMf) by bis Capriandke (LstrandaT) 4<, his **P&rdonnitim 4 Milt, 
(wo sich aber, wieia 4aa NapijBa , si» in Hea IXiataa^eiT wotl paaa^be Falpl^r 



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HoBleM, 24 Mitt. MT^wettL vmt erslerer. Ptmndaris oi.Piandara (li. AnU 
p. 178. IM.''2iO. 212. 213. a. Oftcorvwo im Ahldiiv haHJ^tandari, bald 
PtoMteHf XQ lai^B ist)'^"), an derselbei Strasse, 16MUU jwa dec rorigea 
ui 12 (liehtiger 22) Mill, voa And^issiu ''?K ^[^nabissus,] J^a (Nv- 
$a: Pt0k) WBhl atWM'08ttiek¥Oii dieter 1Strasa6>''). Sm&fia (2Vi/^/rar 
PloL) aordweMich von ihr Torigen, wakrtfckeiiiiicliii am Fl. Mefas.' *C/k 
ttun€ {Kqvmtm t^ P%oi.) OsU. ifon- der .vOrbergehenden, ^vieHeichi an dem- 
•efteB Fhisae. <[ioropasstu' {Zo(M)7iaoa6^ i PloL). hock weiter gegeir 0., 
«twa 24 g. M. wesU. roa ifieHfeot f*).] . la diese Gegeiid:(nad iir die Niha 
vfi^erpa in SargiiraageBie)' getftfren- wehl audi die bios voa Strab. p ; ^37. 
'arwl{uiten fealen Bei^isdiiOMer ^zUmw^a C^iAfno^a) a. Da$tarcum-(Jfi- 
arapxo»')i van daaea.w«iigstaa8 letxteras .aaob ^m FL Gannkis <oder J^fe?^ 
Iu)^'lag. e) hk^Arm^hia mmor, aad- ^war. «)/iB Melitena: Lalenesig. 
idaXrfpiaig: ^Plol.) dstlick vda ZoropaMUS. Leugaesa {Aeiiynlaoti Pud.) 
Bordistl. von der varigen., .St^iaisiM (ZijfuiCos- P^oL) nocft ^was Ostlicher. 
CMrmiia {Ki^fiaktit y Bacb andrer^ gewis^ fabcher .Lesart MaQtaUi: 
Plot.) nicbt weit van Biaflusse dea.Meijft (Carm^as) in 'd«D Eiipbrat "i^). 
[MelU9^et.'\\Siimi9t I^tvi^: Pt^. {Ciact^l)^ eine K»loni^ am Epbrat», ndrdL 
v«D Melilen^.] ") Ikigfim ^(Ja/ava^ r PtoL) weiter hinaaf am Giipbrat^'). 
Sodaaa iml.er im lonerii: At%ngae (Tab. Pent.) dtMiH. von Ciaea, nod 
Bitpa fjaiia: Ptol Tab. Peat.) 1^ Mill, .von 3er vorjgeo, zwiseben'ibr 
B..Da8eiita^ beide an der JSlraatt van Melitene pack SaUla.. An der St^asta 
vnaComtEanaeb^MeKtaiie: Osdara oder Asdara (Itin.. Antoh. p. 211.) 
2aDilL veil Arabisaaa «m1 40 (oder ricbligec ^0) Mill, voa Piandarif 
(1. 6b^>; Damia^tma oder Dondamina (kin; Anton, ibid.) ^24 Mill, weiter 
Mrd6iU.; aad AmMn <Itin. Ant p. 210. 215. and 176. ^'ji^tti Hierocl. 
p. 703. Novell. St., nac^J.'unte^ dem'Namen Arka vorkandeii) 22 Mill. 
QordNU. voa der iNirigaa 'nnd (naek lu. Aat p^ 2i(). a. 215.) 28 (nack p. 
178. aber ma* 26) M^ wjeslUch van MelUene^'). .la einem wesllicheim 

mm) Da ^h in n. Aal^ aacb die Variante TVrA^Wfindet, so Ife^ die 
VefmtbBB^ nabe, dat^ ei -das obeo efwilmte Tknadari9^^^ PtoL sei ; wfe 
^nq anch Reichard anf seiner Karte dies annimmt Aileiq dann ' mHsste, 
wie Uflnnett VI, 2. S. WO. ganz richti^ temet-kt, '€6cn&sus , welches 38 
Mill, sadlicher^liegeo soil, tief nach CrtiHeft hineioseriickt werdea , wabrend 
^ ]loeb wissea, dass es aneiiieiii afich Ciliclea 'hihrendea Gebir^spas^e lagp. 
• an) DeiiB das It.-'Aah giei>i 2 ver8.chiadeira Dislaazea an. Die Fortsetznug 
^ser Wrasse, darch-Meliteae iiber Osdara a. s. w. siehe uaten. 

'ho^ Nicbt 2a .verweebsela nit dem oben S. 304. genannten Nyssa. 

PP) Vielleicht atebt ve'rsehiedea voo JrahisBus, VgL obcn S. 3i|3. Note -ST.' 

qq) Vgl. obeo S. HM. Nofe 61.- 

TV) Yyl. obea 8. *3$3. Nat* 88. LVbri^os recbaet Ptol. di^seh Ort ond 
^e zasltcbst folceaden, die ManneH\\\, 2. S. 304 If. bereiCS in das eigeot'- 
neke Kteinarflieiiiea setst , ansdriicklich Doch'sii Melitene. 

ii) Doch nicbt *za vcrwecbseln mi^ dem oben S. 30S i^enaa'dten J^etitq^ 
*• Plol. bdHe aaterse&eldet, and Dagusa als Zwis^sfaenort zuisehen Sinif 
Md J^iBCQsa taaeUt. ' , •' 

f() Viellepebt ideAtiscb oiit der boben Bergveste jlrgos (Ag^ot) hei Strab'o 
h 1^37,? Daea ^aber nasate^Bian.rreiliel^ uoter dem Tauras , an' tvelchem sio 
lW» soil, der Antttaams versteben. Als Sili eiucs Biscbofs wird iibrfpt-as 
Areas nocb Von fimr Bebrbvs^ J^'emMnni'Bxb\, OHeat. U. pv 260. erwabnt. 
"^ Die aof derselbea Straaaa weiter* Cstlipb. nach Samot^ata zu^Tom It; Aat. 



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312 ZweiCefr Tkefl.. P/oIiiisoh% Geograpliitf. 

£tr{i)h^ lagfn: lossus (Jptasoqt Puil.) serdhlitl. vvn Zofqpassdg* €mnim 
(Aiavixci : Ptol.) Wn der vorigen nordi^tl. .a. d«r4wettL von Gaca. JSuse^ 
mara iHi&rjfUt^ci rVtol) Boch* weitei* j^egen ^0. Mutipara {(Pavtnxi^l 
Ptol.)' iiord(istl.'yon der voHgen each SiDi^Jiin. Tkaressms,(Tcm^fja66gt 
Ptol.)'>estl. ybn der .vorigen. Zopertst^s (Zct>7r«()C9ro^>*Plol.> BdrdOstiick 
von TiUressns.-' if) Lb eigentlidien Armenia p9inor; ik zwar znerat Utogs 
des Enphrat; [Ddsdfisa,] Sabus,(lt, ^nt p* 209. N^it. Imp: «. 27. is der 
TaVPeut. ^<i^ff),'nach.d6m Itin. 1 6 /«acli der T&b. Pent 18 MiU. sord- 
dstN<;h TOO- DascQgk , am Posse des Antitaardft, fiiit*einer Gardisoii von Bo- 
genschau^en (No^ lfap,\. ^Fettusum (Tat^. PenC) 18 Mill, von der vorigea. 
Teueiia (it. Anton, ibid.) 28 BfiH. von Sabus.' Zehocopis (tab. Pent).; 18 
Mill, .von Vereasam. Zimqjru (-Zifuipa: Ptoi: Pliii. 'i, 24, 20.^ f(. Ant. p. 
.208.* tab. Pent.)' 16 Miil.^von Taueila, ^Iso 44 (n&cb der Tab. Pent, aber 
4'd, B^cb Plin. [vieikicht zti- Wawer.?] gar 75) Mill, von Dascosa**"). Js^ 
mqra'<(^(!iuk^h\ nacfa andrer Lesart JSiGfia^t PCol.) 9 g* M. von der vo- 
rigen,' 12 g. M. *von Dagcusq^ Dalanda- (z/«U«i^ , nacb andrer Lesait 
AaSavat Pt^^L) S ^. M. wetter gegen NO. J%iri$ (A^i^tgi Ptol.) 4 
g. M. von der uoi^gen^). [Smoria, Safaiu*] Von SaUla ,^rt ^ Tab/ 
Pent. eine^Strasse nOrdlicfa * nach Si9ara'.(SinoBia7 vergl, S. 304.)^ an 
welcher 'sie^^folgende^Orte an^etzl: itithn'niass^s .20 Mill, .von S^aia, 
Dafucintis 20, A^gea 20, Lucus Bazaro- i^^^Sinara 22 MiH. wet- 
ter tl5rdlicb, . Sodann weiftr wesjllich in der Ricbtong von N.^ aaeb ^ : 
ifydara*. (Tdttga) und Basg^edurissa '{flitcyocda^i^a) ^ :cwei -jeiier jn^ 
leri von Milbridates. am Paryadres apgelegten ind als Sebatzkatimero ge- 
branchtpn Grenzfestun^en (SiTab. 12. p. ^55d.)^. Cergogit (Itin; Aalon. 
p. 208. 21o«) 28 Mill, wegti. von Sinoria. Juraraci (Itin. Ant. ibid*) 24 
Mill, waiter sadwesil,* nacb Satala zv. . Sufssq. (Itin. Ant. ibid.) 'abennaU; 
24 MilU weiter an der^elban Stra^sa von ^amosata nach Satala, nodi 17 
Mill, von letzterer; . nach der I^ol. Imp, c. 27. Standqoarliar der Ala'pnoM 

p.. 210. a. 215. genannteo Orte Messina oA: "Miasena, Lacotena{tLneh bA 
Amm}ka\'2Qj ti.) vad J^erris od. Perre, 4ie Maunert VI^ 2.. S. d96 f. aoeb 
9a. Meliiei^e recbaet , miisMV ftchon jeoseit dett.ftBp]ir%t ia- Grossanneai«a 
i|Dgese,lzt werden. • * • " . 

«i/)'PUn. I.' I. latst irr^am1i(5h 12 Mill, oberhalb dersplM ien Fapbrat 
anlsprio^en. Vgl. obenS. 69, Note.50, ', .' 

vv) Nach Afannert M, -2. S. 308. viellejsht das bentr ArsiAaan o^ A^- 
zaogan, welches Abulfeda Tab! 48. p. 309. -in' die Mitt'e :^wischj^o Sivai^Smd 
Arzen Rum setzt, voo jedem. 40 Far^ogen odec 30. g. M. eBtferot, nnd'' 
welches nach SchelHnger, (Pers. o.'Ostiod. Reise. e. 3. S, 75.) in einer 
J^bene nahe am Enphrat nnd an einem nicht unbedevtenden , aus dto wastli- 
chen Gebirgen hefabkommenden Nebenflnsse desselbeo. tie^. 

wpi^) Andepe dieser Kastelle in dei' Nahe yoq .Satala waren nach Procop. . 
de aed. 3, i, Baeberdqrij Areon^ ljy»iorc0n, Lytararii^en , nn^ jeoe voa 
Pompejud erober^e nnd .Cofonia genannte, spater von Jusliniaa wiedur het^ 
gestellte Veste*, welche, da sie in den ^Gebirgea zwischea KL ArmenieB t^d 
Cappadopiep varsteckt lag> baid.za der einen, buld- zv dcr'andeni Pr^viosr 
gerechnet wurde (znr ersteren z.' B. von Hierocl. p. 703. JiasiL fep, 228. m. 
Novell. 31,, znr. letzteren von Libemtas, Brev. o. 6. a. Ceac Chalced. p. 
557.), and navh Procop. Pers. 1, 17-. ibi MUtelalter Taxaris hieas. " Si6 war 
^nstreitig zwischen NicopolU and Satala, jedooh , niiher bei^ jener, ond 6 
Mitl/ vom Fl, LycoM gelegea. (Vf^ fTesfeling ffA Hiera«|. I, i. and Mann§r4 
VI, ?. S, 313/ , • ^ w ^ . 



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§• 68: €apj^adocia (mH.ArmeQfii aiBoc). SlS 

Ulpia^ Dacorain. Tajmra (TpcnovQa: PtolJ sflSwestl. voa Sinoria. Pylae 
(Tab. Pe*l.).>eter WesUieh^ aa» Uebei^anj^ tber dea Paryadres nacli 
Trapezas IB- Pontim 6 MiW^niirdWch you Fngidarium. ^<Vg]. oben S.'57. 
Note 18.) Von hier aas'ttibrte eine Strassa siSdIich herab nach Saldia, ap 
weleho* die Tab. Pent, foYgende Orte nentit: /VrfaraL, 8'Mill. rott Ppigida^ 
mm;, Ji^theia^ 1-S^MW. von dbr Torigeo;' Stthnenica^^ 12 Mill, wdter^ 
md IXondana ( Jof^aMa > . aoeh Ptol; und It. Ant p^ 217.) ift Millvpa Ser 
von^en (ond ebenso weit^na^cb' dem Itin. aber ^4 Mill. ^ von; .Sa^la • und^ 
52 Mill, von Fngidarinni, Standquartier einer Ala von PfeilschOtzen (£^i*-. 
tei Sagittarii Domauaei, I^qir-Inip. I, I.)**). [Satala^] AnJder Strassei^ 
ToA Satala nbrdwestlicli.nacb Nicopofis i^gen folgeode Orte: 'ZMofa ^Tab. 
PevL) 12 Mill. .vdD Satdb; ^jara. (Plio. 6^-9, 1#.' itrAnt.p.iSd. 207^ aaf 
das Tab. Pent. HustUi aUo Vabrscbeinlicb rci'^^a) 24 Mill. aordwesUicli 
van Satala, also 42 Mill.. von der VoHgfen ; Cur^sa (Tab. Peat.)> iO Mill* 
voip der vorigen;^ acf Qracones (Flin. Xnton. p. l83.. minder richllg p. 
207. Dracontes und Tab. Pent. Dmcbnis)^ gerad^' im Mittelptfnkte die- 
ser Strasse, 26 Mill, ^i^eitf r nach JNicopoKs'zu, von ibr,- wie'von Satabl 50 
KH. entfernt^ nnd IS MiV.'von Cont8$a. ' Cadttorissa (Kctku6^i90Ui PloL- 
imitiB. AalN.11. verdoFbea*C/(9/oe42aK/a find Oloioedfiri%u)^'Z^, derselben 
Strasse^ 24 Mill, vonder vorige^ n. ebenso weit vop Nicopolis. In^diese 
Gegend gehdren auch die One : fkorbasia (XoQ^aaitx. : f lol.) nordjistlick 
von Nicopolis 9 Chardx (Xa^ttl: Ptol.) dstlich Von der vorigen, verttiulh- 
lich' das i/arae der Tab. Peat., weliibes diese 16 Mill, voh Dracbne|^ ifti 8ie 
v^B bier nach Zinar^ IHireade iStrasse setzL Ehgarsina (Tab. Pent.), 17 
Mill. voB ^ v^rigep^ sOdweatl.- an derselbea Strasse. Buhalia (Tab. Pent.) 
8 MiU.^weiteri Jndtiba (AvaXi^at It'Aak p. -208.)'16 Mill. vonZimara, 
Dagpla$tus oder IfSgahssus (It. Atit. p« 18?. 207. 213.)i an der Strass^ 
iN>n Nieopolis nach Sebaslia in Poatos, 24*Mill.*sQdw^tlicb von erstarar.* 
Ife^/^.nf« '(Tab. Paut) 14 Mill. Veiter aa defselben SCrasse (wcfna et 
akht Tidleicht defselbe Ort mit dem. vorbar^ebeaden m nar Nanl^e a; ^liM 
verdol'beii ist).' Zara (]t. AbC IK II.) 20* MiH >von DagolasBBSi. D^gonm 
(Ja/avce^ Ptol. Dogd^a : T^. Pent.) 38 Mill. novdOstltch von Sebastia. 
Camisa (ra Kifmou^lf): Strab. 12. p, 5601 Itia". Anton. 41. II.), nach der 
aiaen Stelle des Itiii. 18, nach der andeni 27 MHI. voir Zara, a. 24 (Mck 
p. 207. aber 27, and nach Tab. Pent, nor 23) Mjll. von Sebastia; alle an 
derseflbea ^Irasae^ Naoh Strabo war es aia scho'a xtf seiner Zeit zerstOrtes 
Kastell ; da aber anch SpSteri^ den Ort nlocb nennen, so lifitte sich wahr- 
icbeinlkb . ein klerner Fliseken. dabei erbaltoa. Femer we^en an der Strasse 
von Satafla naiib Arabissus im It* Ant. p. 1 82. noch folgende Orte genanat : 
Eukea^ 1811111. Mdwesil. von 2ara; ^/ii/v^a (bei Ptol. rodciira) SOMill. 
von der vorigett''>;^ n^-sildlidi von-ibnaa an der Strai^e vaa Sebadtia aach' 

^x)'Das It. Antoo. p. 216 f. neopt an'ifi'eser iStra'sse DSrdlicb von Bo* 
nana 2 andcpc Orle, nafiil(ch Sedisscapifonti (unsireitig tin verdorbcncr 
Naipe) 24 MilL von jener, (also zwiflcheii -• Saionenict nod Medo^la) and Thki 
17 Min'. Von dtr ^rorigen (ake xwiaehen Medoeia und Pttara): * ' ^.^ 

j/ji) Die Fortsetaoa^ dloser Straisa bis Melit^o^ iibor Zimava » Z^nooopi^, 
Verea^inn, Sabtis n. «. w. , s,- oben S. 3i;i. * • 

. -xc) Diefte Str'asse fdbrte daua wetter, {iber die oben fonaanlen Orte 
fgana «nd T^mQsa la j^arfaraafeiiio» 



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814 Zw^i^fTheil. .Poliiiieh^ Geograpbie. 

Ly<>aoni& (fi Avmovia^^): Xen. Cyp % 2; 20. Ad. 1, 2^ 19. 
. 3-, 2/23. 7, ,8, 25. Pol^. ^-, 45. Slrab. %. p./lSO. 134. Dio^yt. 
T«857..Lm 37, 44. 98, 3»^5Q. Jasfb.^ 37,4. Afi. ApMt.^4i^,, 
(eschriebeii TCfli S^tmb. 12. p. 568 ff^ Piol. 5, 6. Pliii. 5, 27, 25* 
Hie toe I. pi *675 f.), 'das wcstliehc Nachbariand .von CappadodfD, 
J^jttte im persificheii Zeilalter, wo wir es Z4ierst kenhea lerneo,' aa- 
dere Grenian, als uoter der rooiiscben Herrscbaft.. Damals iimfassle 
f8 aueb noefa dojQ grdsstaa Tbeil des spttt^rn Cataoiiie9S^,-viirde ki 
3* doreb den /Taorus vob-Cilfcien ge^cbleden, nnd erstreckte sicfa ia 
der LSti^e von Iconium !$3 g. ^ weit* gcgen O. , 'wSbrend Icbnidm 
selbst und alles 'weiillichere Land zu Grosspbtygien gebiii^e. (Ygl. 
Xea. An. \^ 2, 19.^ u. $\xA^ p. .568.). AJisi aber^die^Rqiner das 
Land Mm Aniipchas entncsen nnd dea groastea Tbeil deaatlbea dea 
EnineneB fiberlasseo batten , wSbrend der westliebe mk Gaiatien «»- 
ter Amynta^ vereinigt ond einzelne Theile ^bald Sie^em , bald j6nem 
Fursten gescberij^t wurden ^^) , batte es andere Grenzeii, ipdem jetzt 

Melitene Blandi .(}iix^ AaL p. 176.) J24 iCU. van dfr vofig«a; Auj^fMMr 
(ibid, p. 177*) 9 28 Milh von der -vorHergehaiideii ; Armii^fi ;f^^AMk^Aqawni 
Ptel.),*24<Mill.*voa Euspdna ; ./Vtfiiloi^Vm, 28 Mill, voa daf varigem; BUo* 
rtt>Sj .32 Mill, von der v^rigen-and ebenso wait .van MaCtaaa.. Plalaq^ipa 
nasai aqesardoAisia den sOdlleban Stpebea das Landes aacb "PmMgnf^ 
(i7ia«;7«()o) v.sidl. van Dagoaa; Seledbarid (JJek^ofid^eHt), Ottl. vo« deit 
vaaigen ; Kuiiwmttt (£u^€iTa)y a^ddstt. von Gundasa, a. Carape (A^o^cbnj) 
narddalK voa^dar varigen, ^^de av Antitmma ; Hasara {Mani^)^ ataraa 
sttdOatl. von ^r vdrigea and n^rdL voa Hiapa (a. ^a S. 31 1./; O rw m mM ^ 
dr^s COfOfuufd^g^ westL von.jHjspa u. nbrdl. roaArana; Ei^fena (QmmIh 
{ftpmyh wastl. voji Araae^ Muttdara (Mapia(^)y aOdL too der vorig^; 
Fmfagma (fi^iiipayfjwm)^ westL'Voa der varberg^eaden ; Faesupm {Ovui^ 
acbra), sttdweatl; van der vorigea,-ttiid Orsaru ('0|paii(>«),. aOdAsftliek vaa 
Vflaapa. . * * * ' 

93) Eina mytbiaciia AbleiUing dea Natoena sieka bei Bastatb. ad DIo- 
nye* v. 867. * - . . ■ * .. * » 

94) Deir attdlidrate tbeil Jiai Derbe a. Laranda bar batte ^an eigaaa 
FQra4ett>Anlipatai:Derbetes<StraJb.p.5$9i€ie. i^Div. 13,73.), derabar 
vom Kanig Amyatas voa Galatien ermordet a. seines Landes beraubt wnrde. 
Jfix Ptol. Zeilea ab'el* wurde er wieder von einem eignen Fflrsten Nameaa 
Aatiocbus beberr^cbt, nacb welcbem er Antiw:1iianahits%. Der Ostlicbei^ 
Tbeil an den -Granzen'GaiatieBS mtf der HaBptst.*icoBinai kaai in Beski dea 
KOnigs von GoppadocteiK.Paleaio, u. bildete 'spatter eiiie Tetrarcbie (Slrab. 
p. 568. Plin. 5) 27, 25'.)> bis er voV den Rliaera zn der iVovinz. Cappa* 

a) Vielleicbt das Euspoena des It. Ant.? (s* akea). ' 



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§.69. Lf caonia und Isaaria. . 915^ 

Icooiam def'MiUelpaiikt des Landes ge Wrden' war , das in 0. ver- 
klMjierl mt4bi^r nor anr ilie Bbene bis antfen^FassTdes AntlUuros 
beschrSnkt, in 'W. after darch cm gros&^s, 21* g'. M. iange^ Stfifek 
rmt WnygipA vergpQssert wbfden wj^r . (Strab*. 14. p. 66^.). So 
ftetait denn non Lycaooien gegtnO. an Cappadocien *^) (and^Catao- 
oien) ; gegen J. ad einen TheH des- hrahen Cilicietas, an Isaurien 
va'd -anr Pbrygia parorios , gegen W'* Aer' an Grossphrygien tinJl ge- 
gen N. an Galatien; And wir Scbildem c^ in dieser seiner'^ Gesammt^ 
heit, ohne anf'die alien- Alien Ton Strab'a'bis aiif Ptolemtes Wal 
wohl bekannfe ZerstSckelang desseiben Riiclsiehtza liebmen. Es« 
war ein gr6s3teuiheils jebencs,.jcdoch in S. nnd N.^von Gebirgeil 
QiDg^bene^, radbes nnd kahles 'Lanti^. das sich aber doch sebr 
gut so/ViehzQcht eignete, and daher ron^ahllosen Sebaflieerdea be^ 
deck! wa^, die jedoefa nur bar^e , ' sUirre Woilc licfcrten (Stfab. p.' 
5€6.)«*). Anch wart^yc. reich am wihlen Esefn i(Strab. 1.1.), and 
prodazirte.eine.gros^e'Menge Salz. Denn der Boden des Landes \s% 
bis in eine ziemKcbe Tiefe hJnab mit salzigen Tbeilen durcbzogen,' 
and dabeir bat Lye. Mangel an gntcm Trinkwasser', Welches aus sehi' 
Ikf gegrafb£tten Briinnen gescbSpfl werden moss, Wibrend.das sal- 
ztge Quellwasffer 'den Sjebaf^ , idie Sal2 ll^beii , rechl> gnt znsagL 
Dte-Yo'n den Biergen berabkdmitienden Qnetlen yereinigen sich , ohne 
FIfisse zn'.bilden, in dem ebenen^ von Gebirgen ums6blossenen 
Lande, sebr bald ^n^Landseen, unter welchen deir Satzsee Tatta 
in Tana.- Slrab. ^,.568^ 9iin. 31« 7,41;; j. Cadvo Ti»lei\ Ti^Ta 
od. Duslaf)*'), an-dM* nMl* Gredze 2wiscben Gahtieimnd Cappa-^ 

docfefl gesefatagen wrirde. Den Strich ,qm/Lyslra nnd Sabatra batten die 
Isaopier sich miterV^orfen u. mil ihr em Lande vereinigt. *Im 4. Jabrh. erid- 
Scb wnrde Lyeaonfen 'za einer eigneo Provinz, die jedocli mir die Osifi- 
cbern Slricbe n. die Bbene itm Icooium bcr athfasste, wSbrend die westUr 
«bera Tbeile mit dcr aeueh Provinz Pisidien vereinigt wiirden. (Not. Imp.^ 
Oriept. sect 15. n. 190 

95) Nach Strobe p; 568. war die Grenze gegen Cappad. zwiscben 
dem lyaaon. F!6cken Coropassus n. der capp'ad. Stadt G^rsdura^ die 120 
Stadi von einander entfernt lagen. ^ ' * 

96) Deren Absatz aber doch den^ Amynias' grosse Summen •einbracbte' 
(Strab. I. I.), "Noch jelzt finden sWi in Lycaonien grosse Schaafheerden', 
oamentlicb anch Scbaate nrit Piettsebw2lnzeB (vgl. Texier*s Becfcht im.Aos- 
UBd.;Apr. 1S36. S, 384.). , 

* 97) Nacb Tavernitr T. I. I. 1. c. 7. ist er i g. M. lang nad eine M. 
breh, a. versorgt nocb imm^ die gaoze Umgegend tail Salz.' Vgf. auch Po- 
eoeke in.'S. 134. n. Texier (iin Ansland. Apr. 1836. S. 367*. u, 39?./der. 
fto al^r Kodxa^ neonp. 



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31$ Zweit^r Theil. Politisehe Geographic 

docici^^ im ebiemaligeB Grossphtygien^ .der gfossCe nad wklitigsU 
ist. Ei^ ist so sals^^ich , . dass jeder bineinge^erfeDe GegeBStaBd.«0; 
gleich mil Qioer Kraste von Salzkry^talleajiberzogen wird. . - 

Di^ .£iiiwohner des I^andes (die ^rvcipW^c : ; ApoUod. ap* 
Strab. U. p. 680. .PloK Dionys. v. 857. McU'l, 2, 5. Win.) soUen 
einer griecb.' Sage Hapb (Eustalb. ad Dionyi. 1. 1.) vom' Arcadier 
Lyeaton abstammen ; sind aber anstreitig Ureinwohner. Von ihran 
Silten u. Gebraucben, so Vie von ihren ifbrige^ VerballnisseB isl ms 
wenig od^gar nichts Znverlassiges. bekannt geworden. 

•Diegrossern Stadte Lycaoqiens sind fai^nde :. Ieoni9tm*{lMQ' 
3ftop^^> X^'n.. Aik. ly 2y 19. Slirab. p. 6«8. Plol. PUn. Cicv ad 
0iv. 3^ 9. 5, 20. 15, A.. Act. Ap. 13, 51. 14, 1. 19. n. a. w- Am^ 
mian. 14\. 2. Hierocl., p. 675.; j. Gbgni od. Kuiijah, Koniyeh)^*), 
))eiXenr. 1. 1. noch die os^ichste Stadt Phrygiens, l|ei. alien Spaten 
die Hauplst. von'Lycj^oHien^^^)'^ jedoch nicbt eben gross nnd volfcr 
reich (Strab. u; Ammian. U. U.)/ nacb Miinzea ans dej^ Zeit..dea 
Gallienus (bei Eckhel doctr. num. IH. f* 31., n. S^tinf Geo. noau 
p. 48.) aucb rom. Kolonie^). Sie lag in einer sehr frnchUmreh G^* 
gend (hach AbnlCeda Tab. XVII. an eibem Fiiiskcbaa, das die Garten 
der Stadt bew'assert nnd slch in ihnen'verliert). In der Nabe war eia 
l«andsee.' — . Ldodiceu, Qombusta {Aaodi%€^ iq tuvcandnuvf^i^^ 
Strab. p. 6g3- Plol. od. usxavfiivij: Hierocl.. p. 672. Pallad. tU. 



\ d8) JW.NaiB6 erimierte an- das grieek. dtt&pi0¥y nnd so bildete sicb 
denn bald eine Fab^l von einer bier didrcb Perseus an%esiellten Btldslole 
der Medasa (Eustotb. ad Dionys. ¥. 856.), der die Stadt ibren Namea tot- 
danke; weshalb aucb Sleph. Byz* p. 325^ bebaaptet,- man mOsse ±ltxoptop 
scbreibeo (wie Eustalb. u. die Byzantiner wirkKcb scbreiben li, aucb.etiiigo 
Hfinzeo bei Eqkhel zeigen). tickler S. 593. versachi, wie gewttbnlicll, den 
Naraeo aos deo semilischeD Spracbeii (von fi<^p , Scbilf) berzoleken ; alsp 
,,die Schilf- oder Bohrstadt'S Weil nacb Pocoeke IVL. S^122. und-0(i^r*s 
Reisen I. e. 7. ganz Lycaoniea mit einec Menge scbiifbedeckter Seen nnd 
SOmpfe angeflillj, sei. . •. . . 

99) Ueber diese im Mittelaher. zor Zeit . der Kiysnzztige so berOhinto 
nnd noch jetzt bedentende Stadt vgl. OUer^s Reisen L c. 7. PQcocke III. p. 
,129. Oliijier Voyages T. Vi. p. 388. Cratfier Asia niin. II. p. 66. T'erier 
im Aasland, Apr. 1836^ S. 392i n. Hampton Researdies II. p. 205 f. 

100) Zu Plinins Zeilen Hanptstadt jener Note 94. erwibnten Telraiw 
obie, voo 14 Sl^dten. 

D^Vergl. anch FFesseL ad Hierocl. p. 674. Uannert\l,% S. 195. 
veVmuthet, dass sie sich nacb damalrger .Sitte afs Gamisonstadt bios d^n 
Titei einer Kolooi^ beigelegt babe ; da kein einziger Scbriftsteller sie als 
Kolonie bezeicbne. 



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§.09. LyetoBift und Isauria. ^ 317 

Ckiysost. p^ 78. A^\ Avnafn^lagt Steph. fij»z. p. 417. A. ey ITidi" 
Ha: Socrat-'6, 8. 5 j. Jorgkti (Jurekiaiiiyl#adft) ^); tioirdwesU. yon' 
icrTorigeQ, an d«^ ren der Westkfiste nacii Melilene am Etiphrat 
fihrenAen Hauplstraase , . nach der Tab. Peat, iS Mill, von Philome- 
hum in Phiygien, ii^ dem spMler zn 'Pisidien gtescJ^Iagenen Tbeile 
Ljcabitiens (Hierocl. L L): In dem sadlieh*irbii Iconiam g^legonen 
Distrikte, der nach Note 94. yseine'eigbeii Furst^n hatte, nnd fiei 
Pld. Antiochiana hti^si; Ugen: Defie'(^€Qfi^:, Strab. p. 509. 
Act. Apont. 14, 16. 20, 4. Ptol. Cic. ad Diy.. 13, 73. Stcph.iByi: 
p, 23(K , bei fllen»d. p. 67^. Ji^m)^ die Hanpt^t. de9selbenv -5 g. 
M. siidt von.Iconi«m, 411^. nordwestl. venLaranda, am Isanmcbi^ 
6eb. *) nnd an einem See^),' tirelohe*wo|^l'erst als Residenz jen^s 
AnCpater Derbetes (des Frettod^s von Cicero:' Cic. 1. l.)'^'a ^inig^f ^ 
Bedentung gefangie, so dass sie ao9h Amyntas ;i^a s^inein Konigsaitze 
machtev(Sirab. 1. 1.) *)..— jLaraa4« (^a A4Q»^fa^)z Diod. 18, &. 
Strab. Ptol. ffierocL U. U, Ammian.'u, S. Steph.* Bjz. p:«'418i^ 

2) DemlLt teao an die L^nd^cb^ XanxxexavfUprj , so sottte man v«i^ 
sntlieB, das« aoch* diase Stadt ibren Beinamen erfaalt^ babe als in elher' 
▼on ^ftern ynlkaniscben AasbrftcheD b'eitigesHehten Gegend gelegea , #iir 
allerdkigs bish'er gewdbniicb angenommen jmirde (vgl, z. %,'Manmert ¥lv 
2. S. 202. Siekier S. 592. Sohirlitz S. 43 f. Georgu S. 37. n. A.>. Al- 
Vein iTiami/ltoi^ (Researched |l. p.vl94.) fand inilen Umgebungen von Ladik 
ancb nicht die geringsten Sporea eines vtUkaBiscben Cbarakters d'er'GQ.-^ 
gendf n. yervHtbet daher, dass sie ibren Betnamen wohl Voii einemr grosser 
Brande erhalten habefi mSsse, der sie )eioi|ial eingettscheii^ U^}>rrg. vergl. 
abfr ihrtf Ruiqen ansser ihm anch Poeoche IlL S. i24. Ottdt^^ Reisen.I; 
e. 7. u.Lemi&^Tovr in A^a min. p. 44 f. Mannert Wly 2. S^ 199. /wel- 
eb^ gfanbt, LaodlcQii mtlsse viel i^reiter gegen N. gelegen haben, setzt t% 
in die Gegead ie& b^at.Ishakla (7) und b^ Ladik fillscbUcb f&r das.al^ 
LijrsGra in Isaurien. *• 

3) Wesbilb sie Steph. Byz. I. K eili Rastelf Isanriens nennt. 
^)'Denn bei Steph. Byz. I. I. ist statt ipQbVQtov Yaavglag nat Xi^ui^r 

mstreitig za lesen^^xot Xlfivfj. Vgl: Crainer Asia min. II. p.' 68. and Ha^ 
wuUoH Research. II. p. 3i3« Q. die gieich folgende Note. 

5) Gewtfhttlicb bait man die Ruinen bei Kara Dagh, genannt Bin Bir 
KiHs^h^'fttr-ihre Ueberreste (vergl. Zea^e Asia min. p. 101. o. Texiers 
Bfricht, raitgethelU fm Aaslaad. 1836.' S^ 39^.). Hamilton aber (Research. 
11. p. 313. n. 319 f. zeigt aafs evidenteste, dass diess viehnebr die tla!-'^ 
■an vop Lystra, siad .<vgl« aaeh Aiifland. 1838. S. 933.), . berhe dagegen, 
welcbes nach Steph. Byz. 1. 1. aoch diX^na genannt worde, das heat 
Divl£'aaf der Stra^se von Eregli nach Karaman am See von.Ak Gbieal \sU 

6) 3iOi ist nicht diit dem Larakda des Itin. Ant. p. 21 1. n veriKecfa^ 
seh, trelchet Ober 30 g. M^tetUch von.nnseirm L. in Cappado<iien lag. S, 
obenS. 309. 



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31^^ Sweiter '^bffiL ^liiii^he fiefograpbie. 

Eas^. )l. €ccl: .6^ 19* ; AopI) ji Lareodt crd. JiAfam«a) ?)» 4ie alu 
flaoptsL dieser Gegepd/eliwa j250-Stod. s&dwe^U. vou TyMa qod 
400.SJtad. sudosil. ve^ Icoiqam*) die Perdiooaa -init Siarm^ ehAerU^ 
nod aersiorte (Diod.J- 10 > die abep spiitet vMer tafgebBirt W|u^, 
Hud ki deren Nabo sich^. der frqcbtWen Gege^d vfligcifi, xUe baiirin 
sehek Seerauiber fesU«i%t^ (Amnion. 1: ^ s /. . * 

- ^ *• ^^ , , * » t . 

* - 7) y^. Oner's Reiseii l.^c. 8. mit,Abuifeda Tab^XVU. {Buschiug's 
Magaziii V. S. 301.) Leake p. 98. Vl. Hamilton Reseapdies'IL p. 322. 

8) Die ipinderbedeutenden Stsdte Lydaoniens waren io deir Richtang 
vop W. nac^ 0.: Tynaeum .(Ti>^iu7op c Xen. Ad.- \^'%r 24» Strab.14-. p. 
C03.*) bei Hierod. p. 672. lod Cone. Ghatced. {. W^r. verkftni Tv^aVop^ 
die £iow. bei FliulTynensest hbchhi i^ahFscbeinlioh '4ar^elfie Ort, den 
Ptpl. Tera^iop [n;iclk smdrfii: has^j^t/reTfjadtow] nieiuit, uoAder im Cove. 
- CImlced. p. 669. aucb TifQamov u. beFARoa Comn. hist. Alex. 15* 7, -43. 
TV/awop'*) hcisst), n^h Xen. 20'Parasangcn oder 15 g. M. wesjjich von 
IcoAiuiD, ttach Strabo '^ der O^.tgrenfee ctes g<!birgtgien Pbrygiens',' walir- 
aiiheldidi an- der. Siratfse . Yon Sjniiada in Phiygieb Baeb 'Laedi^a ^) . • Hier 
bieltder jiiDg. Cyrys eine grosse Heerscbao (Xen. 1. I.)i [Laodicea.] Fa- 
SMla (Oietatam 2 Ptol. S, 3« Oiaaudai Hierocl. f.>l^75« im^jGone. Chalc. 
>. 674* vei^eboiebcn (>i!(H»dfir a« C^oc. Conft^ III. JK 675.'l^<r(F«^«) nkkt 
weil van }.aodie^ geg€m SW."*) CahaUioome <Tab. Pent) 30 Mitt. sQ4<»s|* 
Hcb voR Laodkea*). . Soatrd (rci 2*o«r()a.*,Slpab: p. 068>*rtt ^av«r()a: 
Pli>l. Hierocl. 1. I. Stihatra^ *Tab. Peat), 32 Mifl. von iter vorigen,'eiB 
ofine^ SUldlefaeay in' welcfaem das Wasser ap.s^ken war, dasa es ftr Geld 
^ekaoft werden nussie (StraK I. L) ^). Pyrgos <Tlib. Pent.) 23 MiU. voa 
dfBP'verigen nad 20 MiU. van lepniimi.. Die&e 3 Fleeken Jagen aHe an der 

a^ Dodi flDden sich bei Stmbo ^owobl ats bci* Xenophon sehr verschie- 
4eiie Lesarten Tc(jia^u)Vj TVfcuof^, 7V(>/xMif , TV^ai^t^. 

* t) UamUten Heioarches 11. p, )t02. mSchtezi^^ar, 4er gWSiMni ^JQOie vos 
Pbilomeirirm we^ep^,^ dieses Tygatnon der Anna Coanoeaa lieber fir^Tkira- 
brium ia Phrypien ba1t.ea ;. alleia der.verunsta|tele !>riime ^Tr^NJOI^ bat offea* 
bar mebr AehiHichkcit mil TTPIJION tAs mit OTMBPtON. , 

. c) Reichatd setzt Tyriaum gewiss falsch zwiscben Laodicea 'anJf liystvri 
aa. Ts iat vielm6h^.wetftI. von* Laodirea, Ewiacbea Hir abd 'Pbilomeliaa 
(deiA beat. Akscbebr) zn sacbeo. Mann^t VJ, .2. S 19a. bfill et far Ak- 
scbehr selbst^ Kmneir- aber, .dem" Kiepert auf seiner fiartc .voa PbrygicQ (za 
dem er es noch rvchnel)^ folirt, ricbti^er fur da^ beat, llgiin od. llgliap. 
Uebrigens vgl. aucb ffieperCin Franz F&nf loscbr. S. ' 36. n. ,HhmtUon fit- 
iearcbes 11. p. 20i). ' * 

d) Hieperl ia />ai^ Fiinf loscbrifteo etc. 3- -36. glaabpUirf (J^beraeita 
IB den Roineo eioe^ alten Stadt zu fiodea ^ die lUmilthn (Joura. oC t^e royal 
Geo. Soc. VIII. p. 144.) bei Cbanao^ Cbanab zwiscbea Il^iia uod Ladik eol- 
deckle. • ' • ^ 

. 0) AofMaBtea^ wean *sie aaders ricblig feltsaa warden,- ai|eb S€mira, 
• \f^. JSckhet Doctir. aam. P, I. VoJ. 3. p. 35. . ' . . 

/) Nach MannertMy.^ S. 204. jn der Gegpml des Jleckcas Dedeler, dea 
Pavt Lvcas {T. T. c. 20.Xna^ der Reise vod Iconium nach Anfyra.l2 Slimde^ 
rail, erslerert fand'; imch Texier ab^r frgl. Atislapd. Apr. 1836. S. 884.' vid- 
nielir an Aer* Slelle det Darfes'Su Vealnets, Aeaaca Pfaaie* bedaateir' „Hkr 
ist Kein Waaier an finilen.*^ . .. 



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j. 60. Lf^tonia jand Isaarift. n -319 

(lifa^i PtoL 5; 4. StepLByz. p. 336. Flor. 3, 6. 
Birtrop. 6, S. 5. », 51 Araiiw- 14^ 25. besclmeb^n von ^traL^12. 



Strasse tont Laodicea Hach'Jc<iniom^.' [fconivm,] NordKch .von dieser 
Strasae lagen Perta (ra /f^jme.'.Ptel. Hierotf^ l.I.) noitl9^ von.Vasata^^ 
■•' Canma (ru Kawm: Ptok a. €ohc. Cbdeed. p. 526. 646., bei Hi^rpcL 
p^ 676* dureh Sdirofiifehler Kai^ua^ nordwet^Uicb fiber Icomum')* Ferner 
Paralais (IJafodatg: Ptol.) 2 Mill* Ostjich voalconiain, wahr^ch'eiolich an 
iem See, der sicb iii,der N^be dieser Stadt fand^. Corha {KoQva: Ptol. 
Q. HierocL p. 676.) fOdOslI.* ron der vorigen. [Derbe, Lardnda,] Ofbasa 
COiffatra: Ptol. Hierocl. p. 680.) ^) md MuecandU (Mov09nipda : PtoM, 
swei Fleckidi in dem Diitrikte Aniiocbiana .(za. welcbeoL Ptol^ a«eh Oerii^ 
nd Laranda^reobnA), sftdwestk von Cybistrar ieUtere sUdwesll. von der 
ersCeren. llistra (VJUor^t Hieroel.* p. $75. Cono. Epfaesl p. 534. n: Cone. 
Qialced. p. 674. nocb j. f llfsera) ^) an der Strasse voq Laraoda nacb Isan- 
ra. Baratta {BaQiord: Ptol. Barathe: Tab.' Pent, bei Hferocl. p; 675. 
Baqifti^ im'Con^ Cbn^ 111. p. 526. n. 675. Ba(jtetta n. Ba^htj) nord* 
•ttL vqp der vdrbergelienden, an der Ostgrenie i^. di^^m iifidliebea Abhangt 
dM Antitauraa (Ptol.)> an; der Strasse von Icotrium.iKicl^Tyanav 50 Mill. 
▼on jener and 39 von dieser"). Casbid {Xaa^ia: Ptol.) nicbt 'y^\i nord- 
westl. von dei* vorigen, am Gebirge. Coropassus (KoQOKo^aaig : Strab. pi 
568. oder Coroptsstis nacb MOozen n. Ptol., wo ^j^qniryaog btfebst wabt^ 
sdieiitKtb in Ko^fmivao^ zu ^erwandeln ist, auf der Tab.Pevl. v^ricbria* 
ben ComiUuHUSp) unfern der Grenze C^ppadooiens (Strab. LI.), 120 Sta4^ 
voa ier eappad; 3tadt Garsaara^'d. b, Arcbeb^is (Stf ab. 14. p. 66S.) in der 
Gegead des bent Ru-bbsar''). Hyde (Plin. 5, 27; 25. Hierocl. p. 675. 
Codc. €halced. p. 526.), anch an der Grenze Cappadociens und Galatiens 
(Plin,). Die Tab. Peat ^brt aocb eide Strasse von Tyana d^rcb Lyraoniei) 
umdk Ptfisinas in Galaftie% a)i* wclcber. folgenda Orto- nacb Lyeoonien zii 

g) Die aber diesen Pistanzen nilcli eiii«n ^ewalti^n Bogea (nil den* bent 
Tkiml Bi^a 0^.beninT) femaebt Jkaben ^vm. Die reraaa siidbstlioba 
Strasse. van JorgaA Ladiji nadi lUtiyeh nusst aur Syk f. M. • » >- 

. h) Vielleicbt nicbt Verstbieden von dem onten ^naanten Petra der Tab. 
Pent. ,.das aber nacb 'dieseVwestlicber zu stefien komart. - * * 

^ i) Auc^ dnrcb diesen Nameii ^lanbt Sickler S. 594v , * wie daroh den von 
leanlam , eine ,,Scbiirsta[dt^' bezcicbnet. 

i^ fis ittdea sicb aaab. Miiaxeii mit der Atffftchrift/W.'^t/^.Co/. PuralaU 
{E^kkei doctr. nun.* III. p. 34.)^' die aber wobl aaacbt sind, oder falscb ge> 
lesen werdea , d^ T^iemaad alisser Ptol. von diesem tkleioen Ort^ etwas weiss, 
der also scbwerljcb eia^ rSip. Rolome sein~koonte. 

/) Nicbt za Verwecbseln* mit der gleicbaaaiigeo Stadt ia- Ciliciea (s. obtn 
S. 188. >. ' . ' * • 

. Ml) Vergl* Mamiiton Researebes II. p. 3*Zi.. (anab Leak&^. a02. <. . 

n) J^mul Lucas T. {. p. 19* faad bier einep Ort Name ns ifore. Hnrrntfom 
dagpfeo Researches Ifrp. J2i7. 1|^estimnit ibre L'age beim Ireat. Yert)eiinen in 
der Nahe too Kara Boanar , -fro er einige Hiigel nit kraC^fSmifea Ver^ 
tagOB a4. SeUindaa faad , aaf welcbe ^ er • dan altaa Namea^ baciaboo'. za 
Visaea glaobta. .AUein da dieser aicbt £afm-&^a, sondera JBo^arra laytete^ 
sa dorRe diese Aasicb| etnes geborigen Grande^ entb'eBfr^n. ^ * 

o). Nicbt etVa za verwecbseln mit- Zoropa^sut in Gappadocien fs. obea 
S.3tl.). ' • • •*•-*- 



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fv 568.)%'W)Hr ein Ueinet ^ «i^ni( IiiektMdef .iui4 in GcUff^ Ver- 
steoMei'Land, welcbei in 0. 'aaLyoaoaka^ in N. anTbrygia par* 
orios, inW. an Pisidien iui() m S.'an das raohe Cilic^n greozte. 
Nii^ der nordticb^rci, milder gefiirgige Theil des'Landcs, dessek 
Befge sichinjiie Eb^nen I^ycaoniena vecUeren, epibldt Stadte and 
Flecken, 'QD^ ^^r etwas* bekannier^, von dem. sudlichefu dagegen, 
einejn ranheii', Torn Taurus. dtirehzogenen d^birgskmde ^wischen Cili* 
cia.aspe'ra und.Pi^idieQy'iiatten di6 Alteo fast 'gar keine Kenntpiss. 
Slrabo pJ {>68. ^macbt daher aucfa (in einer freilich yweifelbaften 
SteUe) ^) ^inen* Unters<)bied zwischen ^j^'lQctvgia^ j^n^E^ nordiichem, 
etwas bdiannteren, mid y 'Ifruvf^iK^j jekem sadiicbem, unbe- 
kan&teren Theil^ , den er 2,u Lycaopien rechnet,*und auob- dhc Spa- 
teren verstehen unler dein Namen IsUuria^ eigeoitich nur die "ndrd- 
licbere HsQfte, und lassen die siidlicbere, ab unbekaniites Land^ ganz- 
licb Unberiicksicbtigl. In diesem ziemlicfa versterktea Winkel der 
Erde wohnte das klftind, nocb sebr roho und rioberiscbe , dea Pisi^ 
diem ^tanAmverwandte Volk d^i^ Istntri, (*l6tiv^i{ Died. -18 , !^. 
JJosimu "5, 25. Meia 1^ 2, 5; T^auticd geHs: Plin. 5, 27, 23. , wabr- 
scbeinlicb nach 'der. Stadb Isaura benannt) ^ 'welelies darch seine 
Raubzijge alle umliegende .Gegenden beunrubigte, undlebhaften An- 
^eii an der Seerauberei.der Cilicier nabm. (Vgi.' iibersie beaoniders 
Ainmi^n^ 14 j 2. 26^ 9. u/ Zosimus 5, 25.). 4)bgleieb Strviliusv der 



gebOren Mi^ikneniJJbmfiaea^ 29. Hilt. nordwestHcb ron dar t;appad.#Sladt 
C|ieBa in de^ Nttbe von Goropassuis. (oder Com^anassos, ^tie.die Tab.^PenL 
^jcbrdibt). Petra^ 20 MiU. Ti'citer. .CangUssus (bci PtoL5v4. Koyypvazog)^ 
IS^MilU vjon der vorigen. /^^^^//tf, 2Q Mill, von^der vorbeig^eddka. Eg-' 
dava (bei Ptol. I. ). *£xdafiova) 20 Mill, weiter, na(ie- an dm* Granze Gala- 
niens. * Elwas" dttdwesllieh von .der vorigen setzt Plo!.' I. I.'eipen Ort Peleni- 
9US- {Jln^i^iaogi an. Est ist. uDst|*eitig dersefbe, (len Steph. By«. p. 552. 
nhvitsaa nennt, ond def.bei Strabo p. 5^8. Allschlieb tiiyvi^ooq bei«sL 
Nicbt n&ber zn be^tinmende Orie sind Tkeba^a amTnanis bei Plin., nod 
Glt^uama (FXavufia) u: R^noA CPlyvQv) bei Hierocl."p. 6X6. ' * 

9) Die g^wObnliche Lesart d€;rse1ben ist : Trig ^^ ^laaovla^ /<Jti jra? 
,^l/aav(iiHii' e^TaUoavgloi, xoijiag dm tyqvaa OfWi^Vfiao^ xtiv iU¥ no- 
Jiaiaif %aXovfiiir]v, iveQxij ; woraus allerdiags jener Unterschied liervor^ 
eebisn i^jlrde. Da abef^nstNiemand desselben gedeakt, so halten' ffer^y 
u. droskurd (Bd. 2. S. 5 15.) die Slelle fflr terdorbeo, und jener konjizirt; 
--!/<y«i;g«c^4 ^ Tfi^{actVQa (ed. tag'/uau^lag) KtAfiag dvo txovaa n« s. w., 
dieseraber: "/(mV^ikij, tj ret ^Jauvga xai t^v ^JaaVQitty tuiftkg dvo txoo^ 
ffa,^99 dass Slos von einer Landscbaft hanrira ^ aber von 2. Flecketo 
Isaura xkikilsauria die Rede-wSfre; eine allerdings durcb das, was Strabo 
bericbl6t (s. iinien S. 322) zie'mltck wahrsebeinlicb fi^erdende VermaUuing. 



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.$.60. Lyetonia und Jsarart^*^ » .921 

diVMt^den Bdiiaiii^ii Isauricus erhieit, 'ftie^kebi^S^ev vuid ibre HkapU 
aladl nebflt mebrciva B^^chlostfait desJbanAes ztrsUMe, wd sfiUm 
PcHlipef us den Seertuibem fur wner daa4iaAd«nerk legie ^ so daiMr- 
tea doeb die Bfubefeien -der lianrier,. die rniCton xwiscbeii' deft Be* 
uUfmgeti der Roner ihre Fraheil J>ebAiipteteik, in. Inneni unoAlef- 
kocheo fod (Die Ca«s«. 55^ ^. Slnb. f. &6&.>5 nftd die Aomer le- 
gMgleo 6ieb, dts kuhoe Btrgw^L , 4*Bi sie iji s^Qeo SebLapEn^iiikkln 
vad mwegMaen *€rebijrge]a oicbt beilu>nunes konntea, . dureh eiae' 
Keftle iHia Fesiaagea und^Kastel^ eipKaaobUeaseoi ^ oiidie Ifoqh-^ 
kariikider Yoc ihr^a Raiipbereieji m^ Sfreiffifigea. si^her im slellea 
(Trel. PoUio Utign tyr. Ci. ^25>) ^<)), welehe Maaesregel jedodb aueh 
aiodt for die I^ner aasreiohte** Viehaebr fandea die isaaritr niofat 
aeltea Gekgeoheit, dan .Rom. Gfta^cordoa zu durphlMrecliea^ woe* 
dea. dnteh .dea gfinsligaa^Ertolg^farer Unt^itebmuiigefi immpr var-i 
wegtaer, yerbandea aioh sait .deai 3. JahfL mi^ jhrep Stammgd- 
aosaea, den BewobDera, des raubea Ciiioiens^ zaEineai ValkeX^eil 
welcbef Zeit ganzr.Cilieia aapera mit aater ;dan| Namiea isaanaJia* 
friffea wafde), and blieben aan der Sjcbreckea alter banacbbartea 
Laader , . da 3ie 41e. aofigeidebDiesten'' SlreifziigB .uateiliabmen,' (vgl« 
besondersAmiDian. 14,2.), und aicht^selAea die groaslea uad festoaka 
Siadte (z. B. jin 5. Jabrb. Sel^ucia in CiUcien: Vgi. M^ftla Cbcon; 
£/ XII.) iiberfieien and eroberten ; aber , 'wdna sie dieselbea ausge- 
ptfindert batten j sie wieder verliessen und nit ibidem Raube in ibre' 
Gebirge kariickkehrten. Sie, warea iibel gewacbsene , scbiecbt be- 
waffaele, aber aMSsersI tapfre, gewa^dte und toUkiibpe, aueb fiir 
aUe Su*apazeB,abgebartele Leute, die zwar^dea Romerti ianSi^nei: 
Feldseblaebt aiebl gawaebsen waren, aber >im Sebate ihrer Gebirga 
einea sebr erfolgreicben Gaerillakrieg mit ibo^n fclbrten (vgt. Am-^, 
oiian. 14, 2. u. Trcb. PeUio'tng. tyr. c. 26.), Ihr Land war, Jb- 
^eich sebr ge1)irgig, doob nicbt unfrucbtbar, np^i batte aainentUcb 
reicbea Weiiibau (Ammiaa. 14, S^). — Voa Stadtjea des.Laadea, 
Md aaa ai&r zwei bekaani:, Isaora and Ly^^a« -^ Isaura (vd "Iftav-* 
fds Strab.,12. p.«69; 14. p. 665. Died. J8, 22. Pto!. 5^ 4.^ bci 
Ammian. 14, 8. Isaura^ ae), war die feiche^ feste und stark be- 
volkerie Haiiptsl. desselbei^, 8 g. M. sudwesU/ vofi Iceniiiia am^ 

10) In.ibrer Mitte erbob sieb segar.zan Z^it der*M Tyjanaan^ciia 
Kabar TrebeUiaaai) dm sw^ die.Bftiaer be^eg;tc^*«ad I4dtele», ohaa 
jedoch das Vblk der IsanriiBr selbsl o^ierjochen zu k^i^iiMa (ti-eb. Pallio 
L 10« Nar dem KaUer Piroboa gelang es eiamal sie. a^tf kime Zeil der rtfnu 
HeiTschaft zn nnterwerieii-(yopisci Probus c I6*)« > . 

IL 21 



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322 Zweit^r TJitfii; Polilisolie 6e«graphi6. 

Fqsse des G^birgs^^itgen , deren Binwoknv smk ■it'ilrer • 
HabQ dep Flammen weibtes, alu sie nasb iflem tapftoMn Wid«>* 
fltande die JBrslitriiiiing dnroh die Trappendei Perficoas , wdebe ittt 
Tod des Tod ifaoen ermetrdeiea Maeed. Stattbaltera riidi^n wottcaa, 
nicbt m^Ii^ Terbindero koonten , . osd anter dereo Aaehe die tetslereB 
noch grosse Masaea gescbmolzefieki GMdea oAd Silbert faadeik (I>i«d. 
1, 1*). SfMiter wieder aafgebaut, ward sie V6m SenrjUiis • Isanma 
sJiermals zerstort, iind lag vt>n niHi an steta in HcdAen. Dagegen 
er|>aate der Kpnig von Galatien ^myB^stia der NiiW der ailea Stadt 
a.aus den Trinnmern der8eibek($trab.i.l.) m neuetflsaiura, welcb^ 
im 3. Jabrh. die Residehz dea Gegenkaisera Tf^eUiaMis war (Treb* 
PoHio trig. tyr. e. 29«)> ^^^ ^^ ^^ Beategang deasel]|>en.wahr- 
aebeinlieh einaineae VerbecrugeiiiU, so'daait es an Antmiaaa ^ei* 
ten kaan noob.einige Spnren des alien Glanzes' zeigte, Hierod. p* 
675« a. Gono. Chatoed.. p. 673. kennea* sie noeb als dne Suidl der 
Prov.' Lj^eaanieniaiter dam 'Nanen I$amMf&K$^^y. -^.LyHrm (^ 
Avarg^': Ptol. &, 4k. ^ wo dia gew5bnUebe Laaaii^vovfo iai, W 
AvotfOts Act. Apost. 14, 8., docb v.. 21. [vielldeht dnr^b Schreib- 
fdh^r] mch Ava^Quv , PUn. 5, ^32, 42. ifiefocL p. 675.) 's) lag 5 
g. 'M. nordwestl. von leonjam^'). * ■ > 

, §..70. /X Plsiditl 
(V n$pi$i%n^ Diod- 18, 5. Polyb. 5, 57, 7. 5, 7;2, 9. 5^ 73,. 3:, 

— ""^ — ' — \ • . . . / 

11) Nach der oben S. 320. Note 9. roitgetheilten , nicbt onwabr- 
^oheinlichen Konjektar von Gf'oskurd macbt Strab. p. 56^. (Vergl. mil p. 
569.) eiaen Unteraebied zwiaeben dem altafa Jttiura u. deiri nauea /«««- 
ria mi dem Beinamen Eve^nrjg^ 4. i- die WaUbefMtigte. ObMjiinllbig* 
licbea Grand aber b;(ll Groskurd daf Isa'uropaUs, des Hiarocles f&r Alt- 
Isaora. Aucb ^Jnville uiiterscbeidet beide, a. bait Alt-lsaura fiir das beaU 
Bei-Scbehr, (welcbes ftucb Texier ftir Isaura ansieibt) and Nea-Isaara fttr 
Sidi-Scfaebr; wabrend ifannerr Yf, 2'. S. 18$. mit PmI Lmeas Sec. Vo- 
ya|;e T. 1. e. 35^ das nocb westKcbere Serki Serai, 13 8t«. vqp laoaiaa, 
filr Isaora balL . Allein Hamilton llesearcbes UL p. 3M JK. bat vielaiebr diat 
s^br bedealenden Rainen Von Uaora mit eineka Triomphbegea des Hadrian 
u. S.V. nnter dem Namen Zengi Bor auf einem Htigel bei dem Dorfe* Hadji- 
lar, 8 Stunden von Elma^un, gefanden. 

12) Der, wi6 scbon die Apostelgescb; a. Plin., aocb sie nacb Lyeao- 
nien selzt. Leake p. 102. sucbt Lystra an der Steile von Wiratn Kbatona, 
30 eagk M. sttdKcb von Iconiam., Hamilton aber Resete^bes ll. p. 313. in 
den Rainen vaa K^adagb (9# oben S. 317. Note 5»)- Mmmart ball Lyalra 
filr das bent. Ladik (s. oben S#n317. Note 2«>. ; ' * 

13) Die von Ptol 5^ 4. aaaserdem genaante Stadt kanrieai £uum8^ 
ist unstrcitig Soatra in Lycaonien. v ' ^ • • 



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• .§.70. PisidU. 323 

kieh/lefcen vim Strab. 12.,p. S70f. [nacb Artemider] Pt>l. &, d. 
tocbidioft^/a. ii. 4/DionV8. V. %8 ff. Plin. 5^27^24. Hie- 
r«etf. 662 IF. tt. 6/9 f,)^), dl^s westliehift NachbartanA Dyoaoh 
aiensuad I«attri6B9, welobestititerrSiDiaofaer.lIenrschaft'bis 211111 4. 
Jihrh. herak ifniBar^ls^ui Tbeil PaoiphyBens. anges^hen wnrde, audi 
enl ieit Vdt nenefi EhitbeUuag Aes R^icbs uiitcr Cottstkntin niid 
DiocIetiaD eine besgndreiProvin^ bildete (vgl. oben S. 264.), grettte 
gegea 0. an Ciliei^it and (saunen, gegen Tff-* an Pbfygia parorios ^^), 
ge^a W.-ebenfaNs mi Pbryg;ieit ^ ^arien nnd Lycidn, und gtgMp. 
in PaiapbfUett. Der sddwesUichste, an Lyfieo ftos^eade Distrikt 
dfs LanW Wbrte dea Nameo-ifti^/ (1; MikfMiQ)^ tniter wel- 
chearaiaii w^read Qiid"bald naeb der H^rrschaft der SetemeMen den 
Tbeil des Lawdea ^rerstattd, der aipb ron Tei^toesans ^tfrdlich bis 
tter Sagatassos Rinaus ntti wefffUeb bin an dfeir Pa^ des Cadmus er- 
strwkle (Polfb. 5, 72. Strab. 12. p.B70. 13. p. 631. J4. p.6l».)i«). 
Der weaflieh^fe^Tb^it t6ii Milyaa ,' m' deai WinMl rirfstben^Lydieii, 
Ctriea, Lycien, Pisfidien und Pjilrygieiiy fuhrte von-aeiaer alieo 
Haaptstadt Cabalis (a. unlep Note 17.) den Namen Cabalia (Kct^a^- 



14) Der enle Scbdftsieller ^ ^«rck dea wir etwiia gaoaaere uad is't 
BiBxebe ^iBgebeBde Naehickteu vos Pisidiaii erfaaltea; iat Polybiii»« V^l 
BLl 8.230. 

15) Hier sind die fireazeo Pisidieis beModevs sebwer itt bestiMea, 
4a die«er ,sadHichile Theil des Laudes bald m Pbrygieii, batd su Piridiea 
gwecbaet wird. FriUief batte er xa Grosspbiygied gebart (SHrab. 12. p. 
176.)^ weaha|b «r aucb eft 0^v/ia Hiiidixri oder 0^vyia n^dg UuHdUxw 
beiflit; sobon Anyatas abter Itatle i&b you Phrygian iosgeritflea a, mit Pisi* 
tm veretnigt (Strab. p. 569. 577.), bei welchem er aucb Bpaunr steu tst* 
bli^ wesbaUb wir ibiw bier als* Bettandtbdl Pitidiens betracbten. • 

16) Frilber.gab maa dor Laadsdk JfiV^^; defeu ,Uaifong ei|^eatlic&. 
■ie gtez feet bestiast war 9 ^ineviel grOssere Auadafaaaag^ and bcgriff, 
diralar anck emeo betricbtliieben Theil v4Ni PampfayfieDy Lycien a. Gariea 
■• eiaea aoch grOsterea voa Pbrygiea bia ia die Nabe voa Gibyra o. Apa^ 
■ei, bars das gaaze Betglaiid det Cadaius und Taara» vwiscben Lycien^ 
P^byCea a. Pbrygiea (Herod. I, 173. Scrab. 12. p.. 573.), Weebaih^ tie 
deaa aacb bald aa Lycien (Arrival. Anab. 1, 25. PlaL v«rgl# ancb t>beai 
S. 248 f.) 9 baU m PampbyHea ader Pisidiea (Plin. 5^ 32, 42.) gerecboel 
md. Spater ab^ wards der Pbuae Milyas bias auf dea aidiiebstan The4 
dor eberoaligen Laadscbaft zwiscbea dam Taarai u. fiiaaskytos beaciiraakli 
■id desbdb Milyas'aon %a Lytiea gareefaaet. Die RSaier MbeaLten Milyaa 
Mcb Basiegmg des Aatioebos den ^EaaiavesMPolyb. exe. de leg. e. 36.) f . 
aflaia aad| spSter fiadeii wir.imaier oaeh pisidiscbe FOrstaa iai BesiU dea- 
selben, die sicb wpbl oicbt so leicbt darans verdrftogea iiessea. 

. 21* 



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824 Zweiter Theih Po(iUtclie Geographie. 

Xia: H^rod. 3, 90, PEn. 5, 27, 3& ^, 42., M IHq1w5^> 9^ :&> » 
vembri^hea KicQ^aXhy h^ £ki^* 13^ p.v6:^9/631^7S<)XftiUUff » M 
UecaU k. 223. ex Sleph. Byz. p^ 342. if MafiaUcy^)^ Das .LaM 

' ist ^osstenlbeils r^ah oad gebirgig^ eoth^ abcr aoob mehreipe fir«ch(r 
bare , selbst Qelbaume Irageude ',, Ebenen (Strab. p«. 570.)* Die PriK 

. dukte .waren besooders^abi; StyraX'^GanuBi wd Weip yon Aoir 
Wada. (Vgl,.obeB§.58-). - 

Die £ i n w o h n er desa^^n , die fiiiida^ (flwda^^ #d« JJitat^ 
&a$t Xeo. An. 1, 1, 11. 1^ 2, i. 4. t &f 14. u. oAer, $irab.2^ 
p. 13a. 12r p. 569. 14. ih 670, 67». Mela I, 2, 5j» P^. 5^ 27, 24.), 
waren eia uraltes, tap^a uui, (reiea. Beiyv^ULdet Xaauross daa 
wafarseheinlicii za ekerjei.Volkaatjumai mil deo9ewol^9eni des raabea 
CiUcieps md Isaitrieos geborie ,^ so weit nnaer^. Gead^i/chUki^niiiiaa 
biaaufreicfat, scbon in diesea Gf^pnden wobate, nod aievon aoa- 
wartigen firoberern Hnterworfeq wurdei^tondern vieUaeiur selbst die 
bena^bapten Lander niebt ael^n diiroli Strafinnei^ and EinfiiUe be- 



17) Bisweilea, scheioen die NalMa J^ilyas u, Cabaiia ganz ideotbeb 
gebraacbt worden zu sein. ^trabo-lS. p. 629.' (der seine^eigne Uafidiig- 
keit gesiebt, sicb kus den sebr verworrenen GrenzbestimniaDgen der eia- 
zelden Ldadiebafteo ia diesca* Gegendea beraastofiiidea^ naCeraahetdet 
awar b^ide, weist aber docb beiden geaaa dieselbe SleUa an (vergl. \%.f. 
579. 13. p. 63i..i4. p. 666.). Pt6l. niacbt swar gleicbfalb einen Uatar> 
added zwkcbea beiden, a. reeftb)etif%a5(aut den SUdieii^P«^dalan» Nysa, 
Cbama a. G)i^ndyba) za Lycien, CM(r)bM/u aber balb (mk den Stadtea fia- 
bon^ Oeaoaada a. Balbora) zo derselben Laadscbaft, balb (rail dea Obrigaa 
kleiaera Sudlea) zu Pampbyliea (Pisidien), fttbri aber aiebCs desle weoiger 
m den zn Pampbyliea gerecboeten Tbeiie, Ca(r)bal|a^f ciae Sladt BiiiyM 
ail) a. Pliniaa recbnel CabaHa bald zu Lycieot bald za Pampbylicia (5, 27« 
28. 32, 42.), ja lassl sogar 5, 32, 42. eiaeo phampbyL Distriki Gabaiia aa 
Galatieo grenzea. Stepb. Byz*p;d42.. keant gar keiae 'Landsdiaft CMa/Sui, 
iondern nor eine Stadi Cabaiii^ a. recbnel die noCoriteb in Cabalia g e fcg e' 
■an Suidle Oeaoaada, Balbora n. Babon, 'trie fgigl alie Spaieren, scMeebl- 
wegza Lyoien.. Diese eban . genanntea drei wiehtigften Stfidte dersalbaa 
biMelen mil Cibyra, weLehes gewOhnlich achoa za Phrygian gercchnet 
wird . (vergl. qnten S- 330.), die ziemlidk maehtige cibyralisebe Tetrape- 
lift, derergl van Hqrena im J. R. 671. ein Ende gemacbl worde. Voa 
ftren 4 Stadten batle Cibyra auf dea Bundeftversammbingen- zwei , jede 
der 3 flbrigen aber ndr eiaa Sdmme (Strab. IS. p. 631.). Dure' BedeiAen- 
beil seben wir aas der SlZrke ihret Haeres, welebes in 20,000 M. an 
FoM and 2000 Reltem bestand (Strab. ibid.). Die Eiawobner {KafimlH^ 
waren nacb Herod. 7, 77. (der tie aacb La$%mer aenni, XufiaXdic Mtfl^-^ 
Pig, Amaovtoi MctXevfiiPiH t ^€tf^. Bd. l-S. 83.)liaeBaet^, aacb Scrab. 13. 
p. 620. aber Salymer. |- 



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5-70: Pi si di a! 32$ 

nnihigte , }a io$ar dauernJe - Eroberun^en iH Binen machle *^). 
Seftst den *R9tafeni gtlang es nicht, dieses ktihne^ durcfa dic( Sdilnpf- . 
winkel^dtter'Gebu^'UDd eipe Menge Bergkaslelle gesioherte Berg- 
▼oiksidi ^&n^ticli*zu ufntemerfeD , ufad wenh «uch sein Land dem 
Nimen niieh dem ri)niischeD Keicihe einverl^bt' wnrde, so befaiid sicb 
4oeh im haern des Gebirges seibst nie eine r^kntsche Besatiang oder 
Rolonie, add auch die Stadte desplatlen Landed *8cheineii gegen 
kleine Sammen , welobe sie von Zeit z6 Zeitan "die Romer bezablej^ 
■assten, ibre Freiheit bebauprtet zn \tkien\ Jetzt bewohneil ^eseG^ 
Urge die KaramaneD , zd denen sich nfcbt leicbt ein neoerer Reisen- 
fcrwagt, so dass £estGegendei| auch heutzarajfe'^eiilgbekaniitsitid* 
Das Pisidien'durobziehende G'ebirge war, der Tom Cadmus in 
fkrfpeik a^Bsieh Sstlicb liinzieftende bpbe und rauhe ffauptzweig 
^sTaainSy der in der Gegend.von 1%rmissas den Nameb Sardeud- 
iwCMcIa'^l, 14, 1-Plitt. 5, 27, 2(}.) filhrte (s. oben S. 266.); und 
IB der Git^oze zwisehen Hildas und detn etgentltcben Pfeidien GH- 
»^ (KXlfjf/at) bjess, uater welchem Namen es sicb bis nacb Ljfcies 
U«Mafog(s,.oben3. 252.)i*). , . 

-' Die PjiussQi des Landes sind d^ Catarrhacies ^pA Cestrus^ 
fie WIT seboB oben S. 266. bei Pampbylien Jcennen gelernt- babeji. 

Ueber die Seen Pisidiens (rfihren'wir durefa die All;ett nur we- 
mg. Sirabo (12. p, 56S.) ist der Kidzige , der itn der Grebse Pisi* 
iiieas and Lfcaoniens zwei (von ihm schon nacb Lycaooien sel}>st 
Tjerset^) Seen erwabnl, von denen der grossere ^oralis (KviQuXtg), 
far kleinere- 7>o^iVtf (TQ(»yhtg)hifi8S^^), .Einen SetjCaralitu et^ 
wibnt nbrigens ancb Liv. 38, 15., aber hi eitier^andem Gegend, , vjel 
westlicber bei dec Stadl MjandropoEs an der'Phryg. Grenze, d. h. 
ieabenUKija GoV Aucb kanpte min einen ^pssen Salzsee Namens 



18) Daber schrdbt sicb wobl aucli der ^fo^me Pttidiieker SudtOi 
fai aehrere von den syriseben KOnigen in Fbrygiep attgelegte Sitdto, wio 
Aiti6di1a, Laodicean, s. w., noch in den spfttesten S^ilen fiihrten. 

• 19) Der bie)*, aus Mfilyas nacb Pisidien fUbrende Gebirgspns hiest 
••ebpolyb. 5, 72, 4. iJtf/^orrffl (-2'a7ro()d«); / ' 

' 20) Cramer Asia rain. II. p. 75. bMit den 'Shey an wetebem'dte bent 
SudtKereff Kegt, fttr den GoraliUs.» den voii Bey^ 8«hefaer aber fttr iton 
T^'tis. ffamiifon *}e^ch zeigt Researcbes I(. p. 849., dass Kereli u. Btj 
Sckeher an demseiben See Kegen,' und datf^ also der See von Bey Scbebei* 
ttr Coralitit d^ AJten, der Yiel kieioere, idddsttlieber^ See von Sogbia od. 
fcW Sefcdier aber- der Trogitis ist. Zogleieh ftiaebl er sebr wabrsebein- 
M, daM der Coralilis derselbe See sei, der bei den by^antin. Schritetel^ 



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326 Z'weiter Theil. --Palitiael)^ Geographie. 

Aicania (Af^navla: ArciMi* Anitb. 1, 3tt. Ari6ioi,mir. iiii8<;.^«^S4«.5S. 
,ABligi C^r. G. 4^. .Plm# 3i( 10> 46.) in den iierdiKestlvshateB*, yob 
Andem schQo.^p Phiygien gerechneteo, Tbeilen Pisidlens , welcher 
daa^tnze umliefgeode Laod nut Saly veraebea sc41fe, C an welches 
Atexaiider auf dem Marsch^ vop SagalajisiiaiiachXelaiia hiogezogeii 
war , trug aber dieaeti *Pf amieto durch . Yarwecb^eliAg wohl, anf S ?er* 
acbiedeae r jedoeh'^in^iidei: naba Seeu ubei^, ron wcleb^ der ekia 
(dfir Aseaiua ded Arriaa) f ebon in daa eigenlliche Pbrygien gahoit 
ttiid v.on dem'^nMirif de^ Herodol nichi rerscbieden" sein dqrfle (>• 
nntep S^ 343.), dei" andere aber (der Ascaqi^deg Ariatotelea,. Aati- 
g^niia'a. Plinivs),wirklicb nocb mPiaidian anipu^et^sen -^d der baat. 
Sae von 3oldjir Oder Bjirda^ zu sein ^cJieiol^>)y 

Die wicbtigern* Stadia waj'en in ^r Aicbtuag von N* fe|;eQ 
S. : ^nUochia. Pisid^(Jrfiix'i^V ^^9^ ^V H^Mft > ' Strab; 12. 
p. 569^. 14. p. 577. "Jvfwjleia IJta^iac: Plcrt. 6, 4. AcU Apost, 
13, 14; Cieo-Rav. 1, 17. 18. Hierod; p. 672. BasiL, ¥iu Tbeche 



lera (z. JB. ^icetas Ch^oni iO. p« 26^ [p. 50., ed. Bonn.] and Cianam. hist 
p. 12, 13. [!^, 8.] n. A:) den ^imen Pasguta oA/Pungnsa Wkit^ n. neb- 
rere bewobote Insafai antfaalten soUa. Der See vod jSey Scbebep eatbahi 
wiriilicb an seinem aOcdlicbeifr Eade iliehcere [nseip, and der Name Stierus 
(lov 2nhiQov)y den nacb Cinaamns 1^ i.. der See Pasgova vordem geAkt 
baben soUe, sei, wie anch schon Cramer, a. a. 0. anaehme, geiriss mdkVi 
weit^, als eiae'VerunstdltuDg^des altea Namens Coralis.' ^tt^bniieb^- 
ycb nimmt man an, dais der Pasgnsa def alte Ascania sei (welcber Aa- 
•kbt aacb Minnert Vi, 2. S. f 58. and Retchard folgep) ; wafarend iba an- 
dare Nea««, wie ArtmdeU iw^FriefUnbtrg^s Joam« flir (.and- a. Seerei- 
sen. 1836. ^v^. S. 2^5. wuiider filr den See von Egerdtr halten. (JDeber 
den Bey Scheber vergl. abrigens ancb Paui Luca^ Sec. Voyage I. p. 35. 
a*. Trois. Voyage T.I. p. 184. and ^rundisll Dis:tov, If. p. ild., der iba 
ebenfalls schoa f&r den CoraliUs der Alten erklftrl.) 

i\) Aristoteleg a. Plinioa nalkilicb bericbten, dass der ^seonim obea- 
ber iHnkbares Washer eatba|ie« tiefer biaab aber von -Salpeler o. Natroa 
gMcbrwiageit laif a- dieae Bewbreibang paast aacb HamiU^u ReseaFdi. L 
p. '496. aehr gmt a^f jd^ beat. See vob Qoldur (Ober wefcbea inA'^omt 
Luo08 Sec, Voyage T. % c. 33. p. 242. vergh'cben warden kann), slebt 
aber in Widerspmcb ant dem 3erichte ?on dem vollkomQienan Sato a a 
Aflcania bei Arrian, der daber viehnehr der nordwesUickere Cbardak Gbied 
aa seitt sebeial (s. aaten a. a. 0.). Leake p., 146* setzt keiaeb Zweilbl la 
JM Ideatitat das A^oank bei Arrian n. PKaips, d. k de« 3ee8 von Bordar 
(wie er a. A. den Ndmen scbreibea)* Mimneri VI4 2* S. 167. yarweeliiek 
mit diesem S^lzsee die Tom Coaxal Maal^ anf selnem Zuge sfldlieb Ten 
Sagalasavs gefbndenen Seen oderSfimpfe (Uv. 38, H.). VebrigOM fab 
as adcb einen gleicbnaiaigea See.ia BitfiyniaQ. Vgl.^ §» 73* 



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8.70- PisidU, . 327 

1. p. 255. u. Mipfsra M Eekkef P. I. Vol. 3, f. 18.), anf eiMr An* 
iMdi^aai sudliehen Alihange des nordlicheo Grenzg^irges (Surab. 12. 
f, ^TJ.)^% nicbt allraWeil osUicb Von (dem UBlen Note 43. S. Sii. 
enralmleB) ApoUpnia (Strab. 12. p. 569., ond zwar oach der Tab. 
Pe«t« 45 Milt, davoti) , von Kolonisleii^ aus Magnesia am Maander 
erbttiil (Strab« f. 577«), and spater ooter AugttsUis rom; Kolonie 
Alt den Beiaamea Caesarea (Strab. 1. k Plin. Paul. Digejt% 1$,' 8, 
10.)^). Friiber befand sbb .bier ein benibiBtes Heiiigthum des Men 
Areaos (Ufmovpy %w Mifvog [^^»lov)y welc^s aber dacbdem 
T«4e 4t8 AJniTntas.voQ den Romerd ao%eboben worde (Strab. 12. p. 
55T. n. 577.). SpMter war aie Haiiptotadi des nSrdL Pisidiens (Hie- 
rod. p^ 672.)! — JSlagmlassus (SayaXasaoct Artemld. ap. 'Sirab. 
p. 570.^ aacb Strab. p. 569. ^^) 631. Polyb. 22, 19. Arrian. Aiiab. 
1, 28. Liv. 38, 15..Stepb. Ryz. p. 580., nacb Strab. p., 569. 
aiioh SelyijaaoOr bc^ P}|n*' 5, 2Jj 24. S/fg/ile^os ^ bj^Hjero^. p. 
JS73.. n; Cone, ^icaen. II. p. 575.$ so wie auch in einigeo Cddd. des 
Liv. ii. Piin^ ebne i$, '^yaXaaaic) *^) i- ein^ bedentende Stadt nnd 
Grepzfestung, eioe Tagereise siidostl* .ron Apamea (Strab. p. 569.) 
am Cestfus, oder doch ia seiner Nahe, die nacb Munzen, auf denen 
sie den Beinamen Aax^iaifimv fiibrt ^^) , sich sparlauiscfaen Ht^ 
spmi^S geriibnit zn haben scbeint. Ibre Ci^delle 4ag auf einem 30 
F. hoben FeUeq(|r^. -aocb .^frrian.i.'l.)^ sie selbst aber in der Ebene 
(Strab. p. 569.), and ihre'Einwebner galleli fiir die Tapferslen anter 
den Pisidiero, die dem Alexander die Ersturmung der Stadt sebr 
sebwej* macbten (Arrian. 1. 1. vgl. SUrab^ p. ^9.)^^)'. -^ Crenma 



^22) Und dab^r bisweil^n ^cb ru Pbrygien gerecknet (PloL 5, 4. Ae- 
Imb* h. ao.:l6, 10. AcL ApostI 13» 14.* 

23).Vgl. MOozan bei Eckhel Vol. Hi. p., 18. ^e«/t«it Class, gep.ed. 
*2. p. 9B* Hascke Lex. roi amp. I, 1. p. 751 9* Sappl. L.p. 745 (T. Bei der 
spaiern ProvinzialeiDtheilang wurde sie Hauptstadt der Prov. Pisidien. (Hie- 
T^k p. 672.>;i .Ihre Ruiaeii fond Jrundelt X^scoy. h p. 268 f. bei Jalo- 
batseb (Yaiobatcb) etwas Ostiich vom See Egerdir. Vergl. fiber die^e alien 
Qeberreste ayeb v. MieAter^s Wallfobrten $..^58. ir«i9i<7roii, Researches I. 
p. 472 $. and FrwdeMberg'.s Joorn, fUr Land- and Se^ereisen. Xmi lfi3$. 
S. 128. , ; ' . . 

24) Der sie hier nacb Isaurien, p. 570. aber' (mit Artemidor) .aaeb 
Pisidien setzt 

25) Uebrigeos benM PtoIemXas sueb e^JS^0iq40MM, setzt is. aber, 
giwiss nar ans Inrtbnoi, naob Lyci^o. 

: 26) V^. EckAei doetr. nam. P, I. Vol. III. p. 23. 
27) J^flul Lucas (Sec. Voyage T. JL e. 34. u.,Tr«is. V'OyajpeT, L p. 



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328 Zweiter TbeiL PolitiBche Geographie. 

(fj K^fAV^i Artemid. a[^. Strab; 12. p. ^. *f) ^o\:\A.%o9m. 
1, 69.^ ber HierocL p. 681. Kqefi^ftx) ^ eitfe -sefar- festa SladVavf 
einem Felsen am Abbange des Taurus , 6 M. *iH>rdl*. von Selgb ; 30 
Stad. sudlicb von Sagala^sus (Strab.. 1.1.), sdt Augustis-rom. K*- 
lonie .(Stmb. Pjtol. U. II.) ^0 9 'i^ «s jedoch nicht lange blieb, isdcra 
sie baU wi'eder voik deaPisidiem in Besilz genommeft 'wurde. Uji&erin 
Kalsclk* Pr6bn!i war §ie • der. Sit^z eines PjsidUcfaen Rftuberfursten I^ 
dinis^, uttd wurde erst naefa einer hartnSckigen Belagemng von den 
Homern dorch Kajntnlazion eingenonunen (Zosiot. 1. L)^). -^. Ter- 
messu$ od. Tervfiissua (l^ig/iteffaeg': Artemid. ap« Strab. p. KTO. 
TcQfiTioQOQ: id, 13. p. 630. Polyb. 28, 18, 2. 4. Ptal. 5, 5. T*^. 
pfjaoQi Didnys.v, 859. TeQfuoaiQ: Siflib. 14. p. 666.' jr£f/««#9C 



1^1.) ^and ihre sebr wdtlSafigen n, zahlreiche^ Ruioen, namentllcli eines 
berriicheD^^tiiipels, eines grossen and got erfaalteneta Amphilfieateni n. von 
nehr als 52'aalgezeiclmeten jfiebauden, im Umfange. ^'on 5 Miflea (7) nad 
ampkftfaeatrali^cb am Abbange dqs Barges gele^en , beim Dorfe Bordera, 
4 Lieues ^a41icb von der tOrk^^Skadt Spart^, djcren Einwohner ihn auf^Uei- 
$es tiefer im Gebirge liegende „a/^e Sparta^^ anfmerksam macbten-; sa 
dass Hiannert W^ 2, Si 173 fif. airaimmt, der NaiQe AamedalfAfav sei spS- 
ter wirklicb in den J^amen Sparta (ibergegangen. Allein jene lOrk.' Stadt 
beisst jetzt eigentKcb Isbarta, welcber Name anf das alte BaHt zurficiza- 
fUbren ist (s. iTntesi S. 334.), and die van Lucas in^er 3. Reiae ausf&hrir- 
cber beschriebenen Ruinen siod keine.andem, als die, welcbe erin der 2. 
Reise, wo. er sie nur.von Weitem sab, die, Ruinen von Aglason (Aglasaa, 
rictuiger Alaysun, Allabson) nennt^ d. b. dies'elben antiken Ueberreste, die 
aneb ArunaeU Seven Churches p. l32 AT. Feiloips A^dL min. p'. 164 ff« n. 
Hamilton Researches {. p. y486 ff. bei Aglasan fanden , nnd ab die Roinea 
von Sagalassns erkannten. Mannert bat siob durcb die doppelte and unge- 
■aae Relazion von Lueas zu dem Iirthame verlejten htssen, dieselben 
Rninen erst S. 1 62. f&i* die von ICremna; and daan wieder S. 174« -ftr die 
von Sagalassns- aaszogeben^- . ^ 

28) Der bter-aach dieae Stadt nach Isauri^n Versetzt, aber p. 570. za 
Pisidien rechnet. . ' 

29) Daber anf ibr^a Mdnzen GOL. lUL. AUG. GRBHNA. VglEckAel 
Doctf . num. P. I. Vol. 3. p. 20. 

36) Bef sid aber f^cblich naelLLycien versetzt. Mannert VI, 2. S. 
162. vermatbel, dass die znn^ Theil aos Marmor erbaote, voUstttn^ge, aber 
menscbenieere Stadt, die Paul Lucas (Sec. Voyage T. I. c. 34.) auf einem 
hoben BeFge-bei Aglason, eina Tagereise sOdl. Vom bent, ^arta, erbiickte, 
aber nicbt nlUier untersucben koniile, das alte Cremna sei ; dass di^sa aber 
vielmehr die Rainen von Sagalassns waren, habea wir oben Note 27. ge- 
sehen./ Die Ruinen von Gremi&a fand\r#rf/«(/e// bei deip Dorfe Genni, 
fast 3 g. M. sfidlich vt»n jenen. (Vgl.. Friedenhtr^s Joam, flif 'Lan4- and 
Seerfdsea. Aag. t836,' S- 291 ft,) . « . / 



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8. TO- Pifiidi*. / : 829 

M Sefoel. p* 680.^ bei Aifiaa. Anab. 1, 27. 98; ^. oftor sMr TM* 
fiU0aocy^)f eine dindi Natiir mid KaMt l>dfdit]gie.Stadt auf der 
Htte des Tanrvs ^») tm Fl. Catavrliaote^ lUid tisttm durdT das <3e* 
Uqp Miah Miljas fitbreadtii Ebgpaaae (Strab. 11,^ p. 631. 14r p; 
(66.)) angefabr^ g. K. sordwvsU. voii^«Tge in FampbyUeii^ gera- 
k nSrdL iibaf AttaUa (P&al. 1 1 Arrian, Aaab. 1^ 28.) ^). In Oer 
Ittbe der Stadt seigte. man die Sdiaoxa B^UcprOiphbns (BeXkeQstpAr^ 
fiHr xo'^l: Strab. 13« p. 630.) ^nd daa GrtbnMd Piiandeiift (id. 
aid.}!— «fe*^(U6'Ayi;: Polyb. 5, 72. 7».Strab:. p. 57a Amatt* 
lr28. Ptol. Li^. 35, U. Steph.. Bye. p; 59t: Zdsm. 5, 15., bei 
ffiefoct p. 681. rerscbidebett 24Xn^}i am siidliebeB Abbattg« des 
TavBs, Bordl-yeii Perge, nit eijier adf eiMr Anbiibe befiodlkhm 
CitadeUe Nauena Cegk^MuofXKso^idiw)^ in derseh einTeapel' 
<lerJaiwbefiHid(Pal]rb.5,76,2ff;), and andem Tbeile dea Qebir- 
gM, wa die Flisse Enrymedoo nnd Cestro^ ea .durcfabreohen , nai. 
sieheinea Weg in's- Ptniphyl. Moer za babnen (Strab. 1. l.)i In 
ihrer Nahe befuid aich ein %m Stadt gehorigea I'bai mitlen imbSab^* 
ften fiaKi^e, weiebes Plan^pn aller ^b*t, selbsi Oel and Wein, 
▼oniglieii alier JStyraxgammi jind die woblrteobende Wiu7^ Iri^t 
104 welchar Salben vei^rtigt wardien', in grosser, Mcnge Jiennarr 
kidrte (Strab. 1. 1. Plin« 12, 25, 55, 21, 7, ^9:). Uebrigenss^lUe 
aaehSelge, det i^Mcbtigst^ noter den Kleineb FreistilaieQ Piaidiens, 
eine Kolome-der LacedSffloirier seia' (Stiab. o. Polyb. tl. 11. Diooya. 
.▼*860. Stepb. Byz.), and fiihrtfe daber,. so 'gut wie die oben ange»- 
ttrten Orte , aaf aein^n Miinzen den Beinateen jdanM&mlfimr. Wie' 
Mevtend sie war^ gebt daites bervor,- dasa sie ^^i dem krtcigeri- 
icben Geiste ihrer. iben^ Caipftni BewobneP (die sicb naab Polyb. 



31) Ueber die v^i^cbiedeaen Ponneq des Namens xgl* Bernhdrdy ad 
Diony*. 1. 1, p. 761 $q. 

■ 32) Wesbafiy sicb 4uieL Aleiumder 'piit itu*er smbwierigen BelageniDg 
■iek aaAalten -moebiey aondeni frob war, von den Eiowobnern aictit ap 
^Bttirang dea Gebii^asaes. gehiadert zu wi^rden <An*iab. Anab. 1, 28.), 
10 dass Strabo irrt, weoo er 14. p. 666. aagt* aia aei von Alexander zer- 
itfrtworfca. '".•.... 

33) Unstrdtig sind Jle sehr bedeuteDden aad anagedeJiBtan Rainen 
«^ dleo Stadt, die Ptml Lmtrnt unter dem Namea Scheniet and Biliera 
Otfvtsy(T) in dieser Gagead f^nd, o. See. Voym T. L e. 3S. p* 242 ff.b^- 
Kkrelbfr', die Ueberreate- ?dn* T^nneasos (yetp. Mann^rtYi^2* S. 148.>t 
<» ibrigeas aicfta arit der oben S. M5. erwfibnten Sfadt T^tMss^ in Ly^ 
oen verwecbselt werden darf. i 



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338 Zweiter Theik' Polili&ohe Geographie. 

1. 1. ita^^Staftuntiatcr, ^erSpMaaer^ YoUkoameti wardiji; unigM), 
20,000 M. ill's Fdd sieUeii konitte <Stab; 1. 1 Poljh. 5, 72.) , steU 
ibre Fi«ilieit ia'behaupteii wuasto, nnd ncMth im &• Jahrh. eJAca 
Schwann irmi, Golhto , dem aUea mnliegeiMie Land nkht hatto wider- 
«tehen konnen, gtuokliokzoriieksehhig (Zmibi. 1. L). «-t P^dndunu 
iJIe^flXtaaos: Arteibid. ap. SitA. p. 570. P<^. S, 72. 73« 76. 
Ptol. ^) .Steph. Bfz. p. 538. /bei Strabo 1. 1. darob Flebler der Ab- 
sAr^er IliTtiiXMaoe a. bei Plk. 5» 27, 26. Fkteniuus), wa|iracbcifi- 
lieb aita Earymedon and eberhalb A^peodiu (Strab;. k 1.), eiae nicbt 
nabedeateade Stadt^ At eiaen ideiiien Freistaat bildaCe , aber upm^ 
mit dam J>ettaobbarte|i S^lge za kknupfea hatle (Polyb. L 1.) <*); Viel- 
kicht geMirte zu ihr dia Vdtkeracbaftder Ca<^iiiieiiM#(jr ovfrrafc>^ 
Wekfae Strabo p. 570. ia diaae G^od (nordlich' ron Aspeadaa , Wr 
lich YofL dea Selgeiudra and siidlkh von dan HoaMtnadaosem) setity 
4iad welcba wahrscbaudich mi\A verichiedea ist ran AtviEtetnuiifm 
CErryi^etg) des PoIyb^S, 73,. 3. , die in 4crsalben Gegend wobataa 
and den Pedneliaaenera 8000 M. HiilbUnippen aendelen. 

- Die Ljindichaft-Mily as (mit EiascUiiss von Cmbah'a (v^. aben 
iS. 323.), batte folgeode vier wiebtigere, zor Cibyraliscben Tetra- 
po^s (a. obea IS. 324. Note t7.) gabdri|e Sladtea Cihj/ra (9 Mi^v^ 
ga: S^rab. l3. p. 680 f, 14. p.. 651. PtoL 5, 3. Plia. 5, 2ft, 29. 
Ck. Att; 5, 21. Tac. Ann. 4, 13. Uv. 38, 13. 15.), ndt dem Bci- 
aamen c&a Grosse (zum Unierschiede von einer kleineren in Cilicia 
aapera, a. oben S. 200»), sildwestlieh von Antiochia ' PisidiS iud 
Laodieea Combuata (Strab. 1. 1.)^^), im nordwestlichslea Winkal 
des pbiygiscben Pisidiens an den Greaten von Carien nad dem aifeni- 
liebaii Phiygien (didker gewohnlicb zu Phrygian gereebnet , jmA bai 



34) Wo aber die meistea Codd. and Ansgg. die verdorbeae Lesart 
ItlmjvKTGog zcigen, wie aueh bei Pfinias I. I. edirt wird, der ttbrigeas dei 
Ort^ZQ Pamphylfen recboeU 

35) Feliows Agia jain. p. 196^ it glanbt jhre boehtl zteriicban, dl>er 
etwas aberladeaen, a. daher aos spSterer, d. b. i^auseher^ Zeit ba rrObr ei" 
den U^benreste'fcdm Dorfe Bolkas-koi ia eiaigep fiatSMraaag ram Borymai- 
doB gegea'O. gefundea za habea. 

36) Einer Stadt Catenna oder Etenna (die z. B. ReiekuLrd aaf g ci aer 
Karte aaselzt) geicbiekt nirgeads^aaadrOckliche Enrttbaildg. 

37) Und zwar aack Stniba aicht aUaafern vaa ihnaa. ladesaen h nac b ta 
dach Mmliiis 9 Tage, am tie voa Aatiocbia ^as za erreicbaitf (Liv. I. L), 
zog aber freilich aaeh aaf Unrwegea a. i% sehr.kleioaa T^^aOtaacbaa. Da- 
ier.29 g. M. dOrna jedtch die Eacferaoag van Aatitelaa kaam 

sein. 



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1X70. PisidU. . Ml 

4er BCtteii ProYiHitleinUieikiiig ii&'4.IiArh» mGaiitogesdiligen)**), 
eine alte, der Sage nach von Lydiem gegriiDdete, aber spater tob 
Pisididrn bewohnte Stadt, v6r der romisehen' Herrschaijt^ 4ie Haapi- 
stadt dieses Von eignenPorslen beberrschtiEmStaates'iD Miiyas (Strab. 
p. 630 f.) , dnler deiHRomern aber , die ibrer FIreiheit im Ju A. 671. 
ein Ende nachtea^ SU^ eines Copv. Jai;id. (Plia. h L)^^)^ Ihre 
Giaw. wtren durioli ibre Gesobickliohkeit Eisen za bearbeiten be« 
rihial (Strab. I. l.)^)y /and spraehen viererlei j^racben, die Pi- 
nd]8che> Griecbisctie , . die der Solyme^ und der L'ydier (Strab, 
ibid.)*^. ' Oehoahda iplvoavia z Alc^c. Polyl^. ap. S.teplh Byz. p. 
509. Blrah. 13. p. 631, Ptdl. i; 1. Liv. 38^ 37. PU». 5, 27, 28., M 
Hierod. p. 685. verscbrieben *Bv6nifia)y Balbum ($a BmX^VQo) 
.mad' Buijiff$ (Bovfifim) y welehe -letzterfe beid[eii nof Ptol. , PKii« und 
Hierod. 11. U. erw$hnea. In der Naihe ron Biibon wurdfe eine sehr 
feine ArtrotbHcher ftreide gelund^n (Plin* 35, 17, 57.)^ Sie aind 
a^mmtlich in 'dem .i^ordwestlicbsten Gebirgsslriche Pigidien^^, die 3 
ktetneren 'wobl siidliob oder siijMsilicb,yoi| Gbyra^'zs sncben , doeh 
Bsst siob ibre Lage nicl^t genaner bestimmen , da diese. inneren, 
yon nidberiselien Td]pk6i9aneDst2lQimen bewobnten iBergscbl^ebten 



38) Weshalb sie Hierod. p. 690- be^eitji za CitJen rechoet. All^ 
Aelteren aber tbejlen sie Pbcygien zn, i^ aocb, weya pan das pjsidisoho 
Pbrygien damoter verstebt, ganz richtig ist. Theils ibre Lage, tbeils 4bre 
VerbinddBg mi jienon 3 pisidisdien Sutdten liesidmnt nns, ibr geradfil bier 

* ftren Platz ai|ZQweisen« ' . - - 

39) Zn velchem nach Pliiu LI. 25 Sudte^ worunter die JST^ifrf/tVae, 
Themisoues m. Nieropolitaej gebOrteiK 

40) Strabo scbreibt'gaiiz richtig ro^ivmd'ai^ taelare (mit dem Mots* 
sel beari^itea), was nicht fni^t Bnstatk ad Dioayf,'T. 859.) in to^veveoftf^tty 
tofuate^ yerwaiidelt werdep darf. Dean yon einer Konst Eisen za drech^ 
tela (£e l^ann^tYl,^ SJiA^^ m^ SkkUr S.564. denEinwohnera so^ 
sebreiben) kann doeh kanm die Rede sein. Vgl. ancji Groskurd za der. an^ 
gef. Stelle Bd. B. S. «58v 

41) Ibre genauere Lage ist schwer zn bestimmeny denn nacb Strab* 
p. 630. a. 635. soil sie an der lycisdiea Grenze in der P(lU|e yoi^.Tlos and 
Temdssits, na'cb PtoK aber taier 38^ 55^ Br. iiegen, wonaob sie ndrdlicker 
afe Laodicea n. Hierapdis za stehen k&me. (Jnstreftig aber ist die ^ngabe 
des Ptol. in 37^ 55' zn yerwandein, nnd ftir ^ine^ weit stl4li<^here Lage 
spriclkt aacb der Bericht v^m^Hge des Manilas bei Living Maimer t VI,^ 
3. S. 146. sncht ibre Ueberresto m^ Paul LueoM' Zemi iVoyage T. L p. 
f66^ yiel za weit nordweitlich in den fttilnett Arondoir anf etnem Berge 4 
Lieiies von Bcnixley; ^runddl aber Discov. B. p, 148. yiclleidit iminer 
Docb zn nOrdl. in den Ruipen von Kisil-hissar, iie. Hieperi in Franz Fiiof 
bsdir. S. 29. tielmehr fitr die Tr^Mier von ThenifenioB b«it 



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332 Zweiter TheiU PolilitisKt Oeographie. 

des Tftvinis tou neueisea. Reiseodcn^) nock wMig dofchferscht 

— ' ' ' :■ . ^/ '-• : . - '.. • ^' *-■ 

43) ^urTellows^t wrnigstensihircli eiQeil Theil di(^» oos nopk m 
QobekaoDteii LaaJes g^ommeo',. lu dieldet Lycia p. 256 fil, dass sich jen- 
teit des' Taurus in eitier laaf unserii Karteit ^nz leer erscheibenden Ce^ 
I^M (dem vt^sdicfasten Theile von Cabalia)' eine ntfrdtich vom Cadmiis ht' 
grdnate d. Torn DoUonoa Chi (den er fUr d«n Calbis bimmr: vgl. obeo & 
l:^.'Note 36.)^ ^eimnn ei^stenlyaaire Jurchatrttmre groiseCbeae fiitdet, die 
d«n,Na^^n Gule-Hissa Ovass}r (d. h. Rosenschlossthal) ftthrt, d}e einen ola- 
lerischen. See u. dabei.auf eioem scbroflbo Felseo diA Triimmer eioes altoi 
SeMbsses''enthaIt, da wab^scheiulic^ dem Thale^s^inen NameA gpegebea 
ikti, ' Trlimmep erkennbarer Suid(!le aber fand er in dieser Gegend nicht 

43J Die lieineeen Stiidie dieserl^andgcfaaft waren: tf) in tleil west* 
iicberQ Wilen oder GabaKa^ in der Ric^tiuig van JVW. nach SO.: CabaUs 
(Kctpa^k: Sii-ab, J3. ,p, 630. Slenh. Byz. p. 342.), niftch §tepli. in dar, 
N^e. von Cibjra sUdl. vom M^der. "^Podalaea (IlodaXctiu : Ptol. 5, 3. 
in der Bra^m. Atisg'. IlodaXXia; UoikXla bei Hierocl. p. 683. Plin. 5, 
27; 28.'iiRd in deti Kirebennotizen ,^ Ilo&uXeia bei Steph. Byz. p. 557.) ')« 
itach Ptol.unfeim ier Qaellen des XaothaB**). Nim (Nha: Plol. 1. I., ii 
dan K^rchenQOtizen rd Nv(fa^ bei Hierocl. p. 684. xersobirijEiben Mioa$) 
•Udlicb von der vprigen^ an demselben Flusse. Choma (ru JLmfta : PlaL 
Q. Plih. n. If. Hierocl. p..683.), norddstlich von Nisa am Flasscben Adesa 
Oder Aedesa (Plin. 1. I.). Candy ba (Kavdv^a: Ptol.^") u. Plin« 11. II. Hie- 
rocl. p. 684.) sfl'ddstficb von der vorigen, mit>einem Lustwafde Nameai 
Oeneus (oder nacb andjern Godd. bei Plin. Eunias) '). b) In den GsUicben 
.^ . * ' . • * * ' 

a> Wo atatt Jloi. «aJUc J[vdias ith}oiov ^Aiitigai off^abar A^ttia^ sv la- 
sea ist. Denn za Lycien warden spater (z. B. von Hierocl. 1. 1.) dic^»e Stable 
CabaJielk^ ^reehnet, (Vgl. obeo S. 323 f. Npte 16. 17.) 

J) Feiioxoi Lycia p. 232 f. glaobt-Jedodh ihre tJeberreste (cyclop. Maaera 
and Felseng^ber) nnter dem Namen. Eski Hisbar (alte Stadt) welter Sstliek 
naeh dem '3; Solym^ zi| bei Ajmtlee gefuoden -za faabeo. Einige Meilen da- 
▼oa, ia der ?labo einer eogen Felsenschlacht, §9h ^Fellows ein (voo ibm S. 
>^33. abgebildetes) in den Felsen gebauenes MoDoment. 'welcbet er, 4a sick 
keine Spnren elnefr Stadt in denganzep Umgebnng finoeo^ aaf der loscbrifl 
daesalbea aber deatlich der Naiifte MIATASS' erscbeint , fttr 'die Grenzba- 
saicbnaog.zwiadran Miljp^as oad dem eigeatlichea Lycieif bKk. 

c) Bd dem aber falscbllcb K6vBv8a gelesen winK 

d) Fellow$,hyM p. 114' IT. a. 383 ff. beschraibt aach die ran dbiB im 
aordwestlicbsten Tbeile des "spatern Lyciens, d. h.' im sudwestlicb^ten Tkeile 
voa Cabalia , da wo der Cra$as and Massicytns am ersten Lanfe' des' Xantkos 
zasammenstassen , beim Borfa Hoozumlee entde«lLten Ri^inen einer alten Sudt^ 
der er zwei -dort gesehenan Foscbriftea znfolfe (woraaf KtL^vmtSiotvhfp^^ ta 
lesen ist^ den Namen Cadyandm giebt, obglevcb sick dieselbe bei keine^ em 
erkaltenen alten Scbriflsteller erwabnt findet, was am so aoffalleoder ist, ab 
ele den Rpioen nacb eiae sebr bedentende Stkdt giewesen sein mnss. * Aock 
8^1 M. sd^Sstl. dayoB am Xantbas and am Fassa des Masticytas faad A^ 
Uw9 bdm Dorfe Hoorabn aadre Rainen einer' alten Stadt, die.er S. 123 fl 
betcbreibty and far die Re»4e eiaer, ant gleicbfalla vSlHg ^ anbelaaaton , deal 
Gebirge gleichDamigea Stadt B((usicyttu ansiebt, obgleicb za dieser Varmo- 
ikao^ das aidzige r/agmeat einef Insckrift ,"in der alleroings die Bvekalakea 
MACEI vorkaamaa , wokl aack nickt baracktigta. 



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Dafl^ft Offer, i« fmtrUi m der RiAtqi^ von S.^^^igen N.» C^ittoltf <^<i^ 
/So^a.- PtoL Ck f^-k^i Bierocl.' ^ 681. faUerhun ^oA/tef«> z^risebeii Att«r 
jia q. termes&iis, iudocia {Evdonia : Bier4cl. pu 680« ^^flxfo^ 4 Coftc; 
{3lalre{lt;|». 23^« .Coao« E^bes. p* 585.) u.JZobia (ZofiiaK UjberocI; ibid^ 
richtiger woU .Vp/^/ce, belcher JHaoie im Gone. Ghsilced, p. 239. nekonSiH 
4ocia n. T^erm.essiis v^rkonuoit)) zwei Ueio0 Reeken bei Tennessps*. JCf^ 
Ime (Liv. 38, 1^5* tiflUeichl. .daa. naeh Steph* B^&.p. 504« vqa B^CHUnt 
[fr..238.] Bach Gariett g^s#tzla£vA<^id*2wkefaeD Gorbasa nod Teniies8iis« 
Jria$s^s\(j^^QQ6g: 4^toL 1. 1. *^^^aa6g beiiliero^L p^ 681,) jiiU'dKcli 
▼OB Tarii^e$^p8« Mifyas (MUvig^ PuJ.l. I.) gleicb p(»rd|w,*yoa Ttitme^Mif 
and iiabp >^ ilcr. torigeit , voii welcb^ dk gspi^ Land^chaftikreo .Nameg 
baUa. ImndA (loioydu; Polyb. exc. def leg« c. 31. ^iv. 38» 15.* Va^Afii 
bei Strab. }2. p^ SZO.^JX- U. p. «81. itod S(epbu By;^ p. S36,> behPwl; 
). I varsebwb^B JIwMa) 5 ¥. n.ordiresUicb vtfo Termeasvi vndiOatUek 
▼on OolioQiida q. dar Gbyratiscbeti TetpapaUs <».' oban S» 324.) %' Vramh 
poUs (Ov^ceyifJtoXig :^ J^l. 1. J.), 4 St ailddstl. vod Aer vorigeti, aordweid* 
▼to Teimi»5«8. ' &»4^;^e/j> (<$(oCa7ro^«^:.Bienoci. p* 673. £vagr, b« eccJ* 
3, 33< a, Zosim* 3^ |.; wo aber tiberafl ZoiCojtokis uad Zo^atiTsoA^^ sleht^ 
bai.Stepb* Bys. p. .629* 2i»iC^i/a«f , ^ in Wm\iit$TjSi^tf^^r. f^amtM 
tliesi 8t H^Mm. eed. at bisl. IIL p. 51 8« und daher vpek j^ Saan), .9 St. 
a^c^cb voq Telrmeasas in .eiaer rings von boben Bergen eingascUonscmai 
5kne»). CKetopiiiis^(JS:^Tw iroX^g: Dio^. 18, 44^ 47. JPoJj*.. 5^ 7». 
^(>i9ronoi^.* Ptd. I. L Evan.hisi: i^ccL 3, 33*) gawi in der»e|b«n:€o7 
Sead^). Pf^la (UiofXa: Pti^l 1. l.),nordtf^. von Grelop<£s4 Mejffi^^mjtm 
{Mfndtifuoy: Ptol, 1. 1. Slepbj. Byz. p. 457.), 2 H, wesUicb yon der yori- 
geo. -^ Rleidene Stftdte des eigepljidifin Pisidiens, und zwar a) in dem 
liOrdlicbem Tbeiio des'Landes, wel4?hon Ptol. ^,4. ias P&rygucAet Pisi- 
HcM nennt, in der Ricbtndg.von W. nacb O.-i Sinim^ {21lvdu : Polyb. exc. 
del^. 31. Hierod.p^ C%0'. Sindenses: Liv. 38« 15.), ndrdLvon Gibyra 
IB der Nahe dea Fluases Gaularis (Liv. L \.),' Mandrupyum (Liv.'l. 1. wabr- 

'. 0> Wo /reilicb' aaaeo, Godd. a. Anftgg. ralscMich 2iifBaf laigaa , olae V^r- 
listtltafig ies Nanans, lUe gehoa Steph. Byz. (y.lAf^plada) in feiner Haad^ 
•ebr. 4et 8trabo gefaaden sa faaben sehelot. ,Aacli daa bei Heeat. ft*. 140. 
(tas Stcfh. Byi.) in Lyeiea gereeboete^M^/a'aDd da^ bei Hieroek p. 680. alt 
paapliyliflcbe Stadt- vorkooimenda JSivia ist .wahrecheiolieb deraelb« Oft aftd 
^ht die Stadl*8iada bei Gibyra 4m piifidisehei PhrVgiea (s. '«oton). / 

'/),Pellotos Asia mio. p« 194. faod 12 eigl. M. voa Perge and* lOT M. 
in Gestros in der Aiehtang aach^OSO. Rainas einer iehf aHan^ «ttai Theil 
tu dea Peftsea selbttaatfeiiaaaaeD Stadrmit eycipp. Maaern {yqm deiea ta 
^bw«(r ist za baadilMaan, wo sie anfbofea- and wo der nabilrUoba Fel^ea<b9* 
fianl), n^i aiaer Akropolis aaf-dem Giprel des BeiYes^, aad^mit^xablreiekea 
Grabera 1 Meile rand am die Stadt heram,.di« er fiir das alte*lsiofada biilt: 
g) So bestteat Paul Lucas Seel Voyage T« I. e. 334 die I^aga das Or- 
tM, der Boeh betrilebtliciie Roinea aeigt. 

A) Mannert VI, 2. S. 152 f. (and mit ibm SchirliH. S. ^^5.) bi)t Ci^ 
**pa/iff far das ^tere So^opolis^ ArundBll^ (ia Fnudtmbm^^ Jbarn. fiir 
Und- aid S^ereisenl Aag. 1836. S. 30S.) sockt die Roiteenr bei Hazelara 
twischeaBardar and Yaaakeay. iCiepert aaf seiner Karte ^atvt Sozopoiis in 
eiae gtnz andereGegfend an- den Fnas des Saltan da'gb aardwastl. von^Jtle- 
meb (od. Antioebia Pisidiae).:-^ P6n.i/1. raobaet aacb Jrwmnda io Ly^a 
(t. oben $. 2«10 Boeb -ka Ifilyaa.^ ' 



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334 Zweiter ThelU Palitis^^he Geogrtphie. 

sclieiiiUeh efn ▼erdorbcmvrTVaiiie »tMI J^faitgintAtf^ nirekiM iSlfpk^Bfx. 
p. 440. i(ls eiAe Sudt PlirygiMS avfidhr^ aOrdKdi ^n 4et ymngtn aa Sei 
Gwaklh (ji Kaka Mi «« obeii S. 325.)« /^gt»# (Lirv ibi^;]^ luM^stl. vaa 
4er 'vorigen. L^$moS {Aviivi^ : Polyb% exc. 46 leg. ^. 1I2. Liv. L L M 
Ptol. 5f 4i AvGivla., bei Hiehid. p.* 680^ :^t>m;it>|>(x)* ((sd: Vdn def t^^^. 
nach Saaalassas zo> (a. sMkh von A^ettiia Lacas ^ts Fthi. oder d^ Sea 
TOB Boldiir). Beudos V0iu* (iIaA«^ BsBSogi PlbL 1. 1.) MrdOstlkh voa 
der vorigen*)* Apoliom'a (j4no^Xoma: Ptol« K L Staph. Byz. p..04., bei 
Strab. 12« p« 579. '^TroAAdivm;, wean aicht itnCer -dieaeia Nanea. dat 
gaaza 6fil>iac der Stadt 2ir ven^ban kt), nacfa der Tab. Peiit vat 2^ M ii: 
aOdOtU. voa ApameaxCibotaa. D€r Ort biesa -aaeli 8tepb. Bft. 1. 1, frdber 
Mooditttov oder Mo()dia¥ ^g\. a'Wcb'AtheB. S. pi 81.), a. ^lear da^rcb aetaa 
treflnicben Qoiitea berlibait, die daher-aaoliJ/(^()ditav(» bies^n (Aifcea;LI.). 
Ma,cb ibrea Mflaxen (bei iSettini Class, gea. «d. t. p. S&.K Ae Alexander 
dea 6r. als ihren Brkwer aaiteen, floss bei ibr eio soMt'iuAebaaaier Fidss 
Bippapbofat^. Baris (BaQt^t PtoL' Liv. IK IL Bier^. p. 673. im' Coac. 
Nicaea. lU p. 358. Bi^) stidlich voa der^vorigea a^ 8<ra08fl.*voa Beodoi 
vetua^). Cmtmm {Kopava: Ptol. 1. 1:^ wo ftilaebliefi XofHtPbt edart wird, 
deaa ihre Hiaaea bai Eckkel bactr. «ai. H. p« ftSi.'feoigea dea Naiaei 
Koptc^mv) in der Nube dar varig^a g«gea 8.^). Se^utia atit dto*Beia»- 
mea PiMia9 (ZiXninsM Utoiduig^ Plot; I. h Ge4. Hav. 1, i7i Coae* 
Nicaea. U; p. if^, mi MilQzeB bei J^ckM Doeir, amn. P. I. Vol. 3. 
p« 23-) ") sQddsri; ^011 ApoHaaia a. sidare^U. vaa Aatiocbfa'^, bdehst urabf- 
acbeinlicli vom SeieacM Nicator Mgelegl* la der Nftbe acbeiaea Ben- 

. Vielleicht beim beul. * D«p/e, Ikedji , 8 «o^l. M. voo iiSeuiburla ^ud 
nordwestl. voa kbarU). wo Hamt Hon Uesearches I. p. 407. RaiD^n einer 
aitea Stadt fand.' Mdnnettyi, t.^S^ 159. ven&utfaet, ^as« TklaeopolU bei 
HIarool. p. 68#. daaieAbea Oft* baseiohoe. Uebrigaiw nX dieses AU-Meudu 
aiebt mit aiaer;aadera Stadt dieses f^ameas ia Pbi^fiaa aa varweoiiseia, ^ 
tvir aatfir S. 354* kennea ieraent werdea. 

k) ^tepb. Byz. I. 1. erwabot nnmittelbar nacb diesem pisidiscbea 4p^l~ 



loaia noeb eiae aodere Stadt dieses Namlsoa in Phryfien, die friiber Maovutp 
!•*«» babe ; da aber aoaat NiemaadJiieat Stadtt ^beamt, aod aaeb die altea 

Namaa baidtr eiaaadar lebr ihnlich simi , • so bat siqh Stepb. nrfcllniebt Bar 
1 hrthaais hphnldif a^^taebt, a. das phrygisobe A. isi*vao dcm piat^sehea 



lsa«» baaa 
an baidtr 

«i*«« J 

■iebt varsofiieAeB. Ibre Raioea fmmittk Arinuhli Discov. I. p^29f^ nl ^amiiinn 
Reaearabea IL p. 3M f. beiai bant. FleoJieB Oloborla^ der aodb iiiaier aetaar 
Qaittea wa9ea berabait ist. Xaaicap. 16d; eeaot dao Ort Kekaibarla (T). (Vaf. 
aacb Friedenkerg^i Jaaro. fur Land- and Seereisan. Joai 1830. S. !%&.> - 

/) Uiiatreitig»daa kemt.lsbarta (welches fttilkeh v, RiehUr WaUTabnaa 
S« 384. fut das alte Fhiloiaelraai in PhryfpeB, Arundeil aber Seven Chavckaa 
p. 119 ff. far Antioohia Pisidiae bait), oder viekflMhr dieRniaen, walche ifa* 
m»//ajt 'Raiearob aa F. p. 483 L am We^e von figerdtr naeh kbarta, weaiga 
(eftgl.) Meileh van Ittsterer fand. ' 

m) tf^fstling ad HierooL.p. 674. glaobt, daas aie apifter ibren Ifaaiea 
in JustinianomolU verandert babe» aoter welcbcm sie Hierodea bifr aaffabrt, 
da' in einer Not. Spiae. JaatjaianopoUa zwiscbea Tymaadnis nad Mallaa er> 
aebeine , wabread dSo' iibrigea Mott. bier mftt Uebergebang van Jaatio. viaCiachr 
Ceeaaa *nennaa. , ^ ' 

n) Vgi. aneb Manser bei Eakkel Doctr. oaai. P. L Vol. 3. a. t4. 

o) NacB Kief$rC{%* dassan.Karte voa Pbrygien m Front Fitaf Inacbr. eCe.) 
ware ^es das beat. Bj^rdir am^fleiebaamifen See, aber welehaa n. RiahiBr^M 
Wallfabrtea S. 304. and Hamilkm'i aesearcbea L p. 481.. aa ver^leicbea aind. 



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S.70. Pisidia. 383 

miId* 90wet6ft SB MiBt ^ martfct p. SXS. ud dia Not Bc<l. deiM 
euerme SeL (^«L i^2'/(fj7(Mit>8Uitt £$dfi^ia) ntnneo. . XMiinuie {^it^iAftut 
Hierocl. p. 672.) oder Limmapdiu (Aip»w9 noXiQ : - NoU Bpise* und Coitf*. 
ClMked. p. Sra^ im G^dc GooiU III. p. 676. abcr AvfJmtm) fiillieli tos 
der TW%eii^. Heap^i^ (jNM nOug': Pul. LI. Pliii. 5, 32, 42. Hieroel. 
p. 672.) Pttrdi i c l i Toa dar varlierreliaadn, ekige HeileA sfldl. yoa AatuK 
ckU^). [^^^HioriUa.l AmhUtda (ra^fifiXata: Artenkl ap. StflOv. p. 570. 
Ploi. h I. Stepk Byt* p. 72. RierocL p. 676% Cmic Cliaked. p. 671. 
Coae. Coast III. p. 675. Philottorg. h. eccl. 5, 2.)^ der «fctliditte*<^ dn 
piHyyc^Pii i d ia a o mlbra dar Greaae Von Lf eaoaiea '), in eiadr dOiren, aa* 
g e sa a d aa Qagead, die aber daek gotea Wein araeagte^ der besaadere ida 
Anaal. geWaaehC wanfe (Strab. 12* p. 570. Sloph/ Byz. I L). Nndi Pk»^ 
lostorg. L L, -der aaek voa ikaar nagasandea Laae tprichi, m9f9m dk Ebrnt^ 
ttitir coh jou uagefcildet 9«wa8«i*>. Or^amda (lir. S6, 37. 89. PUal. L 1.) 
ia deoi nfakaa a. sloilea Gebirge ladOiU. Toa AatwebiaOt voa irekher dee 
OnMmdions trueius (Plia. 1. L) teiaea Nanen fcatte. Die^Sheren ScbHI^ 
ftaMer kaaaan 'aor ainr Uakier, aacb ifar boaaaalds Gebir|ftTolk Pisidiaaa, 
walekea Pdlyk exc. do leg. c. 35. VfooptH^y Ptal. j. 1. 'Opovdmo/ (t4cb^ 
figar waU V^ocMiuofy, a. Liv. 38, tS. 19. ^roandmmt naaat"), a« Aeo^ 
Plot, die Omchaflte MiHkwm {Mia^wf^ bei PiarDcL p. 67it aad CoiAcT 
Chalead. p. 674. Mhtmm, bei Theopbaa. Cbvao. p. 926. M$9&la^ «» 
Coae. Coast HI; p. 670< aad Gea Ray. 2, 17. M$a^It», bai Ba^ M. Up; 
lis.' Mn9€S4n) 9Mf der NordwasI*, aad Puppa (nJahuitt imab bei EtBrpiL 
p. 682. 0. im CoBC. Nicaen. II. p. 358* 573*9 beim Geo. Rav. 1. 1. a. 18. 
nina) ant der Ogtseite des Gebirges ^oertheilt^). /Q Im sttdlicheta Tbeila 
de« Laades , ia der Riisbtnag voa 0. aacb W. : Dyrzela {Jv^Xa: PtoL 
5,.5h wahrsebeialieb das Zo^a bei Uiefocl. p. 674. od. Zu^M^ ia dea 

py VMIeicht die Rgiqen be| 6alai4of , SsUich Tvm See tod ' EgerdUr. 
Vgl. Arumdell Diseev. I.- p. 926. una Hi^pert in ^Fran* Fonf iMehr. S« 3S. 

f Ibre RiiiM« slB^'vielleieat die bei ToHsek. Vgt AtundeU Dbeoy. I. 
pk 3^. a. Kieperi a. a. Q. ' 

r) HieMcl. (abd^ mit ikai Reiokfiri) setzt den Orl fSUohlieh aehbn aScb 
LfeaonicB.' Hiepert a. a. O. S. )il. rermatiiei,. dass ikm die Rabre* voa 
Reis, ecwa« sidSttl. voa Dogaa-HiBsar , 5 Shaded von Aktcbehr/ aagebireB. 
Vgl. j4rvmMi DiMov. I. y. 2Sb\ 

s) yfir habea Rapfemiiasea roa ikr seit dea Zeitea djsr Anteviae (bei 
&&9tini Clatf..94a. e<f. 2. a.'94.)9^aaf deaeA aicb, wie bei'denea von Saga** 
laatos, aer Beiaame AmtttocUftatr iXev^ indet ;*VeraQ8 Einige anf eiae Ab^ 
stamaiiiag der liaw.- von Sparta SGhliesMa. 

i) Vgl. Pttml Luoti <See. Vpvmg^ T. I. p. 85. Trois. Voyage T. I.^bj 
1S4. Hmmittmn Reaearehes 1. p. 478. venaatbat , dass ihr eder Lysinoe' dia 
R^iaea aaphSreo kVaniea , die er aai Abhaage eiaes Berges' nebea deai See 
van Bgerdir fiad. Alleia Lysiaoe 1a^ gewiss vierweMUehef, Oroanda aker 
wabracbelnUcb^ waiter gegen O. ' 

u) fa aaderaStettaa det Livias (88, 19. 37. 99.) aadet sich' der veraa* 
•laltote Naae Oen^mndonentes* - «- 

9) Die^ Lage anus aber geVade amgekebrt seia , da HierocL a. Nat Bpiae. 
Pappa aoah zn Phldiea, Misthia aber za Lyeaoaien rechaea. Mistbia ht 
vialleiebt an der SteHe .voa . Seryi SeraJ.(Patf/ Lucas Sec. Voyage II. p. !I54.)' 
aa fnelea. ^gi.'Xiepert io.TVaffx Fanr Inacbr. . 8. 86. Nate *). Naeb Man^ 
mrt\l,2. S. 199. irSre es das beat. Ug'aa, 4aa aber za wait aordlftt 
Begt aad wabrsebeinlieb Tyrlioa ia Lycaaaieo let (S, obea 8. 8i8t> ' 



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330: Zweiier TheiL Poliliiclit! Geographie. 

N6I. fied. 2. B. Copb. Tndl; p..i40.> *ifidlich>oiii:4eii,¥€riMrp^^ 
Orbanaua ('OpPcufaaffd : Plol.) ^och sildtidier. TiUf^nda {Tilfih^fiii. 
idb),dttlich vod der'Torigen nach der Grenze IsanrieiiB sa. .Homand (PMk 
5i 27, 23., imslreidg das OiifiavMa des fiiemcL p. 6T509 die .HailpUtajit 
d?r HcmanadeS^ an der Gnloie Iswrieas, die aastor tiir.Doch 44 KiMlall* 
beiasflea (id. ibid, vefgl. liH Tac. Abb. 3, 4$.^, aioa Angdki, die freiiicli 
mil der ^vielleidit nor auf firi&ere Zeitea baaflglidieni^ dea Strabo 12* p.' 
M9' (reqfl. aucb id. p. 668. a. ^79.) m Widerspracli 6|eb)t, aach welcber. 
die/0/i«yix^^,* daa rctheste aller Plsidtschen Vtflkar amoardiichen Ab- 
bmg6 des btfebaten BergrOckeas fibet deo Selgeasera a. Gateaileaserm gar 
keitie SlAdte v. Fleeken batted,, sondem bloa in BiMea wobniea.. Der Gob- 
aal Qairiasna QnJber- AagaaCiu natUgte diess; rauberasche VtfikcbeB- ehdlick 
darcb Bnageraicb za oatenrerfen, .nad Tefftfailille 4#00 M* deratlbea ala 
K6bini0tea ia diA amliegoadan SUkka (S(rab.«.;Taei il; Ik). In. dilsae Go- 
gendea gebart vielleicbt aaeb fka vtei JDionys. -v. 859. aad.HiapocL p» 682* 
(we aber.Msdilieb ^u/^pi7^elfiaaa.wird) erwjaltnte Xyr^ Mv^^), {C^ 
iBwnaf :Pedh€li9sus.] Finxtia (<X>t^ihx..- RioL 1. L)f die >ada«Ukfela 
8ladt Piaidieafl an.id^r Oalgreaxe. (Ma$a, ro;i/?<kait;.Pk>Ll. L UiarocL 
p. A8a).#eker^gaa W. nach Selger za* [S4ige.] 44da4a C^iaijjfis FuA. 
L L add Coacr C0I19L lU. p: 676., bei Arteand. ap. Slrabt p. 670., Udo- 
iunj^ bei^Hiecadi.p^ 674^ jQdada) nardl. van ,der ToHgeoH aordftstjikk vaa 
Selge. BpoitamlBL .{n^awafific PtoL I. J.) irastMcb van. der Korigea^ aach 
Saf^dasbda^zii. [S^^iassus.]^ S mn d/ilium' (SkipdikM^r SmaK i2Lp» 

• ' . ' .1 . . - . ....•,. '. ' ."..!., 

w) in dieseo Gegenden sodfate ich bisher aach di? von X^o. Anab* 1, t, 
10. d. ft. erwahnteo Orte Ki^afMav ayoqa and KavarQov nediotf , indem ieb 
aiit Pdppo"- anmhm , dass atati iaxotrrjy tt^oq xfj Mvala xini^a -^ rfj Iltvt* 
, 9if aad aM^tt XavoTfao '^ . Kdar^oif geleaen werdtii aflase, liideB v^b 
nicht begreifeo kooDte, waram Cyrqa, deftsen wabre AbsraJit der, ostUckf 
Maneh iibar fcoaram war, and' dfir teineii Trappen eiaeo Angrif anf die aod- 
lich ' wohaendaa Pisideft als Zweck des Zpges yonpiegelle , von Cellai 
aos.eiaeA d^rdltcbea Marsch nach den. Qronzca Myftieai hiaa«f iiDteniebBiea 
aollte, nm dano in einem groasen Winkel aiid6stlfci nach' leenina za ziehea, 
wabrend dagegda, bei der Aanabne eiaes aUdoftlicbea llaraebes naeb Piatdiea 
zn, der an der Grenize det eigeoUichea Pifidiens and dea piaidiacben.Parypeai 
entapiriBgeade Cestrus ein Kiax^v mSjor aebr got recbtf^rtigeit wiiric: wel- 
cbe Grande aoch Mannert VI, %. S. 175 f. bestlmmt babea m^gien, daa in 
dieser Gegend gelegene Sagaiassaa Tar Xenopbona JUar^w vMov za bBltea, 
and Reiokardy aof joiner Karte einen Ort Caystn^a od. Ceairoa Sstlick van 
Sagakasaa an den Qaelleades Ceatnu aBzaaetaeo. Alicia aaob dieser Aa- 
aicbt steben bedeotende Scbwierigkeitea' im Wege. 1) NaaiUeb wiirde ao i«- 
mer Cyras voa Celada ins erst 10 Parasangen nordlieb od. aordSaUich (vgl. 
nat^ S. 350.) nacb Pelta gezogan seia, ebe eir den aiidoallieben Blaa^cb ge- 
g«a Piaidiea bin angeireten b&tte; %) wiire daaa njebl abznstben^ wanun ar 
ana dam Gefllde des Ceabms., welches natbwendig i^af 4er Siidseite aea kier 
die tirenze bildendea Taornszweiges gesncbt werde niisste, ^icbl gleieb laaga 
des aiidltcbea f^asaea dea .^ebfrgea in listlieber fiicbtaag aacb leoninai , soa- 
dern in nordostlicher Ricbtang wieder iiber das Gi^birge zariiAk und iiber den 
Saltan Dagb -nacb Tyriian gezogea aei ^ am ao endlicb nnab looainm zo go- 
Uagea; nnd 3) wiirde so aocb die Eatfernang vom KioTQov mSUv bis Tjr- 
riiion wobl aebr,als 10 Parasaogea betragen. Und ^ bin icb dean jetzt sa 
der Ueberzeogang gekojiaea » . dass es docb wobl gbratbener sei , obire eiaa 
Aaaderaag im Tpzte dea Xeaopbaa , mit J^milton Qeaearcbes II. p. 202 f. a. 
Kieptrt (f, deiiea Rarte voa Pbnrgven za Frdnx Fiinf lafchr. etc.) ,aaza- 



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§•71. PhrygU. 337 

§, 71. X Plipysta 

(17 0fVfla I Vm. n. 3, 401. il, 184. 16, 719. a. Sfter , H^rod. 7, 
73. Diod. 19, 3. XeD. Anab. 1, iy 6. A^an. An«b. 1,13. Mela 1, 
I&9 4« a. 8. v-9 genaiier d^estellt y^n Strabo 12. p. 576 ff. PtoL 



569. Steph. Byz.p.585.), ein sehh festes Ber^chloss^swischen Sagalassas 
0. Cremna. In derselben Gegend, an der Strasse von Sagala^sas nach* Tek*- 
messiis, ist woh\ aaeh Darsa (Ut. 3S, 15.) tn sncben. \Cremna^^ Coma^ 
nm {Kofun/a: Ptol. 1. 1.^ w» jedacb der God. Palat ICofifiqxog hat, u. ilie^o 
rod. p. 630.) alidl. von Crejaua."). Cormasa {KoQ^aQa: Ptol. u. Liv. 11. ll., 
bei Polyb. exc. de Leg; c. 32.- vieileicht jpor versehrieben KvQiiaaoi) zwi- 
sc^en Darsa u. Tennissus, nach der Tab. Pent, an der Strasse von Themi- 
sonium nach Perge, 34 Mill, von ersterer d. 12 Mill, von letzterer, an der 
Grenze Pamphyliens. * [TermessuiY') — - Ausserdem nennt Hierocles in 
Pisidien aoch . fblgende , sanst vKllig mbekanata und wahrscheinlich ersi 
m.spatern Zdten entetandeoe, F{eck^i| and Kaatell^, nimlich p. 672 *f« ia 
den) Pisidien .seiner Zeh: 2!a^ipat, ^^vfi^via, Zivri&avdog (nach Gone. 
Chalced. p. 670. p. Cone. Const. III. p. 676. vielmehr Zcpiavdoq) n. Ev' 
doiioimoXig^ und dann p. iS79 ff. in den Ostlichem Theilen